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Elia – Ein Kind Gottes sein.

 Elia zum Thema Kind Gottes sein:
Warum Kind Gottes ?
Werde wie ein Kind
und du wirst das Himmelreich schauen.

Warum Jesus sterben musste:
Einen Guru hätte man leben lassen…

Kinder Gottes sind wir!
Weder Gottes Sklaven
noch Gottes Berater…
Weder Gottes Soldaten
noch Gottes Priester…

Gott ist in allem,
auch in der Unvollkommenheit.
Von Franz von Assisi,
einer der Weisesten…

Zu Gast ist Anika.

Elia: Weißt du, warum Jesus sterben sollte?
Sag es mir!

Anika: Die Frage überrascht mich…

Elia: Darf ich es dir beantworten?

Anika: Klar!

Elia: Das Geheimnis liegt in der Tatsache,
dass er laut sagte: Betet mich nicht an,
denn ich bin nur euch vorausgegangen
und nichts Anderes als euer Bruder!

Darum musste er sterben!
Er sagte: „Ihr alle, alle, alle seid wie ich!
Ihr alle, alle seid Kinder Gottes!
Es gibt kein Hoch und Niedrig!”
Er sagte:
„Wenn Ihr es nur endlich glauben würdet: 
ihr würdet eben solche Wunder tun wie ich!
Betet mich nicht an.
Betet zu eurem Vater, der auch mein Vater ist.”

Weißt du, warum Menschen das nicht ertragen können?
Weil sie lieber in ihrem Gefängnis bleiben!
Gott liebt dich, du bist ein Teil von ihm!
Und er ist in dir!
Darum sollte Jesus sterben!

Den Messias, den hätten sie leben gelassen.
Einen Guru, den lässt man leben,
denn der ist ja über allem Anderen.
Der kann ja ruhig gut sein.
Der hat ja die besseren Gaben.
Das entbindet Einen selbst, das Göttliche in sich zu leben,
wenn es doch ein Anderer tut, der dafür prädestiniert ist.

Das ist nicht die Wahrheit!
Das ist nicht das Ziel, quasi im Dunkeln zu bleiben.
Das ist der Grund für jede Inkarnation:
Die Chance zu ergreifen, aus dem Gefängnis zu gehen!

Jesus, ach, meine liebe Anika,
wie oft ist er schon auf die Welt gekommen.

Schau dich an und erkenne Gott in dir!
Das ist die Botschaft aller, die aus dem Geiste Jesu sind.

Wenn du magst, dann stell deine Fragen.

Anika: Du hast ganz vorhin gesagt, dass ich eine Seele bin,
die sehenden Auges sehr viel auf sich geladen hat mit einem Ziel!
Kannst du dazu noch etwas sagen?

Elia: Du hast die Neigung, dich nicht nur nicht zu lieben,
sondern all das, was in dir unvollkommen ist, zu hassen!
Du kannst, du kannst,
du kannst die Göttlichkeit in dir nicht akzeptieren!
Du hast,
ehe du dieses Leben begonnen hast,
die Sehnsucht so stark in dir gespürt, dass es dir fehlt:
Dass dir dieses Vertrauen, dass auch du göttlich bist, dir fehlt! 

Dass du einen schweren Weg auf dich genommen hast,
um endlich, endlich einen Zugang zu dieser Wahrheit zu finden!
Du bist gekommen, es als wahr zu erleben,
dass Gott in dir und du in ihm bist!
Man kann nicht suchen, was man nicht vermisst.
Man kann dies nur vermissen,
wenn man an seiner Menschlichkeit gescheitert ist!

Es ist ein Kampf in dir, der wohl der menschlichste aller Kämpfe ist! 
Er fordert von dir, das Bewusstsein dafür zu erreichen,
dass das menschliche Sein Vollkommenheit ausschließt! 
Dass das menschliche Sein die Mitte ist zwischen dem,
was ihr Gut oder Böse nennen wollt.

Du hast als Seele Gott so sehr geliebt,
ihn so groß gemacht, dass er immer ferner und ferner wurde! 
Es ist ein schwerer Weg!
Es ist der Königsweg: Gott in allem!
Auch in der Unvollkommenheit.

Vielen magst du verzeihen!
Aber wie schwer scheint es dir, dir selbst zu verzeihen!
Gott urteilt nicht! 
Er ist in dir in jeder Entwicklung.
Gott schließt nicht aus.
Nichts schließt er aus!
Du schließt aus!
Du urteilst!
Du trennst!
Das ist der Kerker! 
Die Gitter sind morsch geworden und das ist gut.
Hast du mich verstanden?

Anika: Ja!

Elia: Es gab einmal einen Heiligen.
Er war nicht schön, er war nicht klug,
er war nicht einmal ernst zu nehmen.
Er war wie ein Kind.
Wer ihn sah in seiner Zeit, der schüttelte den Kopf und sagte:
„Gottes Narr!”
Er war einer der Weisesten der Welt!

Ihr nennt ihn heute Franz von Assisi!
Gottes Narr sein, Gottes Kind sein… 
Gottes kleines Mädchen: wie wär’s damit?
Du kannst es.

Als du deinen Großvater begraben hast,
da hast du deine Kindheit begraben.

Du bist immer noch Gottes kleines Mädchen.
Das ist es, was aus dem Gefängnis will.
Das kleine Mädchen in der großen Frau: Beides.
Beides lebt!
Du brauchst dafür keine Erinnerung.
Das ist doch in dir!
Es ist doch da!

Sag nicht, du kannst nicht mehr kindlich sein.
Du kannst!
Es grüßt von Herzen der Franz von Assisi.

Du warst schon damals so erwachsen,
aber mit ihm hast du gelacht!
Mit Bedacht soll ich dich an ihn erinnern!

Du wirst morgen die Möglichkeit haben,
den Spuren deines kindlichen Selbst zu begegnen.
Jede Seele ist Kind: Kind Gottes!
Da liegt die größte Weisheit, die tiefste Liebe,
die mächtigste Kraft der Erkenntnis,
dass wir Kinder sind!
Hast du noch eine Frage?

Anika: Ich habe heute noch,
wenn ich dort hingeführt werde in Gedanken,
eine große Enge, eine große Traurigkeit,
wenn ich an meine ganze Klein-Kindheit denke,
als ich noch sehr klein war.

Gibt es irgend etwas, das ich wissen müsste,
dass ich noch bearbeiten müsste?

Elia: Nein.
Aber Lebendig sein muss das kleine Kind heute! 
Das liegt nur an dir.
Du bist immer noch, immer noch Kind!
Und es liegt alles an dir, diesem Kind in dir
die liebevolle Mutter und der heitere Vater zu sein!
Ganz an dir!

Es ist nicht wahr!
Es ist nicht wahr, dass deine Seele, wenn sie erwachsen wird,
das Kindliche vergisst.
Bei Niemandem ist das wahr!
Aber vernachlässigt hast du dein Kind so sehr.

Ich will nicht über deine Mutter reden.
Deine Mutter ist die Mutter, die du wolltest!
Ich will mit dir darüber reden, warum du kein Kind sein darfst.
Kinder Gottes!
Weder Gottes Sklaven noch Gottes Berater.
Weder Gottes Soldaten noch Gottes Priester.
All das sind wir nicht!

Warum Kinder Gottes ?
Werde wie ein Kind
und du wirst das Himmelreich schauen.
Hol dein Kind aus dem Grab! 
Es reicht!

Du wirst mehr darüber erfahren!
Du wirst sehen:  Du hast dein Kind zu früh beerdigt.
Es lebt!
Meine Kleine, du lebst!

Ihr werdet Regressionen machen,
in denen ich hoffe, dass das Kind,
der Narr Gottes wieder lebendig wird.

Denn das ist alles, was dir fehlt!
Das ist alles, was dir fehlt!

Kindlich sein, dass heißt, den Tag nehmen!
Kindlich sein heißt, dem Wunder glauben!
Kindlich sein heißt, die Welt gestalten!
Kindlich sein heißt, Jetzt da zu sein!
Und so vieles mehr…
Denke darüber nach!
Das ist dein Weg in Zukunft: Kind Gottes.
Du wie wir alle.

Ja, wer dir das sagt, der regt dich auf und das ist gut so.
Du hast nicht nur schlechte Erinnerungen,
du hast auch gute!
Aber darauf kommt es nicht an.

Sondern es kommt darauf an,
dass du das Kind in dir heute siehst!
So ein Kind ist auch schutzbedürftig,
liebend und Liebe bedürftig, hingebend, aber auch tyrannisch.
Es lacht, wenn es sich freut und es weint, wenn es traurig ist.
Es ist einfach da
und du darfst auch einfach da sein!

Schreib es dir auf ein Blatt Papier:
Ich darf sein!
Ohne Wenn und Aber uneingeschränkt!

Hör auf, so wütend zu sein.
Was gestern war, ist Geschichte!
Was morgen sein wird?
Hm!
Nichts als Phantasie!

Du bist jetzt!
Was kümmert dich die Wut von Gestern?
Kannst du an Gestern etwas ändern?
Irgendetwas, irgendwas?
Nichts ! Es ist doch vorbei!

Du bist jetzt!
Bist du jetzt? Hm…
Untersuche mal deine Gedanken.
Wie viele davon im Gestern
oder in einem phantasierten Morgen sind.

Jetzt!
Jetzt berührt dich die Ewigkeit!
Hast du noch eine letzte Frage?

Anika: Die letzte Frage: Ich würde gerne wissen,
ob ich ein Krafttier habe?

Elia: Das hast du!
Es ist ein Pferd!
Weißt du?
Weißt du, wie wundervoll Pferde sind?

Anika: Oh ja!

Elia: Frei und doch bereit, zu dienen.
Zärtlich, liebevoll und verspielt und doch so mutig,
so kämpferisch,
so stark.
Was tragen sie für Lasten und wie lieben sie.
Frei aber müssen sie sein dürfen!
Spielen müssen sie dürfen!
Sie sind so krank, wenn sie das nicht dürfen.
Denk daran, beobachte sie, schau sie dir an,
wie sie miteinander spielen.
Schau sie dir auch an, wie stolz sie sein können.

Schau ihnen zu, wie sehr sie sich bemühen,
denen, die sie lieben, zu gefallen.
Zu dienen!
Und wie traurig sie sind,
wenn sie nicht gewürdigt werden und nicht geliebt.

Die Gemeinschaft brauchen sie.
Sie sind nicht da, um allein zu sein.
Zärtlichkeit: Davon brauchen sie so viel.
Du weißt, was für wunderschöne Augen sie haben.
Wie sie Einen anschauen.
Die Augen sprechen!
Du hast die gleichen schönen Augen,
das hast du ganz vergessen.
Wenn du dir einen Gefallen tun möchtest,
dann such dir ein Bild freier Pferde
und hänge es bei dir auf!

Ich war ein mal ein mongolischer Reiter
und ich zog über die Welt.
Wie sehr liebte ich die freien Pferde.
Sie sind wie der Wind und doch sind sie so treu.
Beides!
Beides möchtest du sein.
Ganz frei und doch ganz liebevoll!
Wir helfen dir dabei!
Doch du, du bist es, die den ersten Schritt versucht.
Einverstanden?

Anika: Ja!

Elia: Und nun verabschiede ich mich!

Hajo: Danke, Elia!