Ein Kind, das Menschen Freude schenkt…

Ein Kind, das Menschen Freude schenkt…

Schutzengelkontakt

Ich bitte meinen Guide, mich mit dem Guide von Lina zu verbinden.

Ich stehe in einer dunklen Strasse. Die Häuser hier erinnern mich an Filme, die in einer amerikanischen Großstadt spielen. Vor mir ein mehrstöckiges Haus aus rotem Backstein, eine breite Steintreppe führt zu Eingangstür hoch. Hinter einigen Fenstern ist Licht, aber die meisten sind dunkel.

Ich gehe mit Elia in das Haus, eine wunderschöne Frauenstimme kann ich hören, sie singt ein Opernlied, völlig ungekünstelt.

Die Stimme kommt von ganz oben. Wir steigen hoch. Irgendwo wird eine Tür geöffnet und jemand ruft: „Ruhe da oben!“ Das Singen wird unterbrochen und eine andere Frauenstimme ruft: „Gefällt es ihnen nicht, Frau Weeler? Soll ich ihnen etwas anderes singen?“

Als Antwort kommt: „Meinetwegen einen anständigen Gospel!“

Dann knallt eine Tür zu und von oben setzt die Stimme erneut ein, sie singt ein anderes Lied, irgendwas mit „White Perls…“

Ich kenne es nicht.

Wir sind jetzt endlich oben angekommen, eine Wohnungstür steht offen und wir gehen hinein. Eine kleine Wohnung, aber so liebevoll eingerichtet, sauber und überall stehen Engel.

Mitten im Wohnzimmer steht eine Harfe und daneben sitzt eine große, dunkelhäutige Frau. Sie ist schlank und hat ihre dunklen, langen, aber krausen Haare offen. Ihre Augen sind groß, dunkel und wunderschön. Ihr Gesicht hat hohe Wangenknochen, einen vollen Mund und eine erstaunlich feine Nase.

Sie lacht als wir den Raum betreten.

G: Willkommen, willkommen in meiner letzten Inkarnation!

U: Bist du der Schutzengel von Lina?

G: Oh ja, das bin ich. Lina braucht jetzt einige Erklärungen und ich bitte Sabine, ihr dabei zu helfen, alles zu verstehen.

Lina, meine Süße, ich grüsse dich!

Siehst du, ich sehe gar nicht aus wie Engel, nicht wahr? Ich könnte das so für dich machen, mit weißem Kleid und Flügeln, aber warum sollte ich? Ich bin ich und du bist du, wir sind beide schön, so wie wir sind und das, Lina, darfst du dir niemals ausreden lassen!

Was du hier siehst, ist mein letztes Leben als Mensch. Ich zeige es dir so ausführlich, weil du daraus einiges lernen kannst. Das hier nannte man Harlem. Ein Stadtteil in New York, wir schreiben das Jahr 1942.

Das war ein schlimmes Jahr für viele, viele Menschen, auch für deine Großeltern und Urgroßeltern. So verschieden sie waren, sie litten alle, jedes Volk auf seine Weise und jeder Mensch auf seine Art.

Ich war hier und ich verlor alle, die mir wichtig waren, in diesem Krieg. Vielen ging es so und ich war auf dieser Welt, nur um eines zu tun: Freude in das Leben anderer zu bringen.

Mein Name war Sara und ich möchte, dass auch du mich so nennst. Sara, eine Frau, Mitte 20, die eine wunderschöne Stimme hat, aber die falsche Hautfarbe, um damit jemals berühmt zu werden.

Siehst du, die alte Frau Hena, die du eben schimpfen gehört hast, sie ist eine mürrische, verbitterte, alte Frau gewesen. Sie war so schrecklich einsam, das sie beschlossen hat, niemals wieder jemanden gern zu haben, oder auch nur freundlich zu sein.

Aber insgeheim mag sie mich, na, und sie mag es so sehr, wenn ich singe. Ich weiß es. Nicht weil sie es gesagt hätte.

Oh, nein! So was würde sie niemals sagen, das wäre ja eine Freundlichkeit! (Lacht).

Aber sie wird ganz, ganz still, wenn ich singe. Sie stellt ihr Radio aus, das sie sonst immer ganz laut spielt. Und dann lässt sie mich genau fünf Arien singen, nie weniger und nie mehr.

Und dann reißt sie ihre Tür auf und brüllt:Ruhe da oben!

Es hat eine ganze Weile gedauert, bis ich begriffen habe, dass sie gar nicht will, dass ich aufhören soll, zu singen. Sondern sie will, dass ich das singe, was sie aus ihrer Jugend kennt.

Aber sie müsste freundlich sein, um das zuzugeben. Aber das KANN sie einfach nicht.

Ich habe beschlossen, es ihr leichter zu machen. Und so passiert jeden Abend das Gleiche: Sie lässt mich fünf Lieder meiner Wahl singen, dann schreit sie: Ruhe da oben!

Ich antworte: Soll ich ihnen was anderes singen?

Und sie brüllt: Ja, einen anständigen Gospel!

Und das tue ich dann.

Weißt du Lina, manchen Menschen fällt es sehr schwer, freundlich zu sein. Sie haben einfach zu viel Angst davor!

Sie haben schreckliche Angst davor, liebevoll zu sein, weil man sie dann so sehr verletzen kann. Manche bilden sich ein, wenn sie recht unfreundlich sind, dann wird ihnen niemand mehr wehtun. Aber alles, was dabei herauskommt, ist, das sie sich noch viel, viel einsamer fühlen.

Es gibt nicht viele Menschen, die wie ich oder wie du auf die Welt gekommen sind, um Freude zu bringen. Aber genau das ist meine Aufgabe gewesen und nun ist es deine!

Oh, Menschen mit einem fröhlichen Herzen, denen kann man ganz leicht eine Freude bereiten, sie sind ja schon fröhlich und sie wissen ja schon, dass es wichtig ist, sich zu freuen. Aber Menschen, die Angst haben, oh, das ist sehr, sehr schwierig.

Siehst du, es gibt bei dir einige, die sind auch unfreundlich zu dir. Egal, wie nett du bist, sie sind einfach immer wieder eklig zu dir. Stell dir doch einmal vor, dass sie in Wirklichkeit Angst haben.

Das kannst du nicht? Ach, komm, meine Liebe, das geht schon.

Wovor könnten sie sich bei dir fürchten? Sie fürchten deine Liebe, Schätzchen. Sie fürchten, dass du besser sein könntest als sie!

Lina, weißt du, das sehr, sehr viele Menschen Angst davor haben, im Vergleich mit anderen Menschen schlechter abzuschneiden als andere?

Klar, du kennst das, du weißt schon, was Neid ist. Neid, das ist einfach nur ein anderes Wort für Angst. Die Angst davor nicht so gut und so viel wert zu sein wie andere!

Hmmmm, oh, man, das ist wirklich eine dumme Sache! Weil es niemals stimmt!

Jeder, wirklich jeder Mensch, der auf die Welt gekommen ist, der ist auch wichtig und er würde fehlen, wenn es ihn nicht gäbe!

Aber sie spüren das nicht, sie spüren einfach nicht, dass sie wichtig sind. Und unwichtig zu sein, oh Kind, das macht ihnen solche Angst! Sie tun ganz verrückte Dinge, nur um wichtig zu sein.

Das ist ganz egal, ob sie erwachsen sind oder Kinder: Sie versuchen wirklich alles Mögliche, damit andere ihnen zeigen, dass auch sie wichtig sind, dass auch sie etwas wert sind!

Siehst du, und das genau ist unsere Aufgabe!

Wir schenken Freude, weil wir ihnen zeigen, dass sie so wichtig sind, dass wir uns Mühe geben, ihnen eine wirklich schöne Zeit zu schenken. Es spielt gar keine Rolle, WOMIT wir das tun.

Ich hatte meine Stimme, Musik ist eine gute Möglichkeit, um Freude zu schenken.

Aber man kann auch andere Wege gehen: Man kann Gedichte schreiben oder Geschichten oder einfach nur einen netten Brief.

Man kann eine Theaterrolle spielen oder ein Clown sein oder einfach nur Kaspertheater….

Oder man kann Bilder malen mit Farben und Formen, die so schön sind, das sie ihre Angst vergessen.

Und, mein Schätzchen, manchmal reicht es schon, wenn man sie ganz einfach nur anlächelt!

Lina, dein Weg ist wunderschön, nur eines darfst du nicht haben: Angst, das du nicht lieb genug gehabt wirst!

Weißt du, das ist so eine Sache: Irgendwie ist man niemals sicher, ob man lieb genug gehabt wird. Das ist eigentlich genau das Gleiche wie mit den Leuten, die Angst haben, nicht wichtig genug zu sein.

Lina, die eine Aufgabe, die du hast, ist, es Freude zu schenken.

Die andere Aufgabe ist es, das DU keine Angst mehr hast, dass andere dich nicht genug lieb haben könnten.

Das ist wichtig! Siehst du, es ist sehr wichtig für dich, dass du dir ganz sicher bist, dass du selbst gut auf dich aufpassen kannst und dass du dir selbst vertraust!

Du bist auf die Welt gekommen, um deinen Mut kennen zu lernen.

Weißt du, was Mut ist? Nein, nein, das ist nicht, Dinge zu tun, die gefährlich sind.

Mut ist, wenn man sich traut, etwas zu machen, wovor man eigentlich Angst hat, obwohl die Angst nicht vernünftig ist.

Wenn Frau Weeler Mut hätte, dann würde sie sich trauen, liebenswürdig und nett zu sein. Es ist überhaupt nicht gefährlich, nett zu sein. Aber sie hat keinen Mut.

Und wenn die Menschen, die neidisch sind, Mut hätten, dann würden sie sich trauen, auch in der einen oder anderen Sache weniger als andere zu haben…

Das ist ganz schön kompliziert, was? Aber du hast noch soviel Zeit, das zu lernen.

Also: Wenn man Mut hat, dann hat man zwar Angst, aber man traut sich trotzdem, weil es VERNÜNFTIG ist, es sich zu trauen…

Oder weil es einem selbst oder anderen hilft, wenn man seine Angst überwindet. Deshalb bist du da, um deinen Mut wieder zu finden.

Hast du dich schon mal gefragt, warum du so vorsichtig bist und dir um so viele Dinge Sorgen machst?

Na ganz einfach! Weil du lernen sollst, das du dir vertrauen sollst…

Und dass du, auch wenn du ein komisches, ängstliches Gefühl hast, du richtig gut auf dich aufpassen kannst.

Lina, du bist eine starke Seele, aber du wirst schon noch so einiges ausprobieren, bis du dich wirklich darauf verlassen willst.

Klar, es ist ganz schön, wenn wir uns auf die Hilfe anderer verlassen können, aber das macht uns nicht stark, davon werden wir immer unsicherer. Weil wir dann gar nicht wissen, wozu wir alles selbst fähig sind!

Du, Lina, du kannst so vieles schon selbst: Du kannst gut auf dich aufpassen…

Du kannst deinen Gefühlen vertrauen…

Du kannst genau unterscheiden, was dir gut tut und was nicht…

Du kannst selbst Dinge verändern, bis sie besser werden…

Du kannst dir selbst soviel Liebe geben, das es gar nicht mehr so wichtig ist, ob alle dich lieb haben oder nicht…

Na ja, und was du da noch nicht kannst, das kannst du lernen.

Also, Freunde sind schon wichtig, aber es stimmt nicht, dass man immer die gleiche Meinung haben muss, da hast du ganz Recht, wenn du darüber nachdenkst. Was für deine Freunde richtig ist, muss für dich noch lange nicht richtig sein!

So ist das wirklich. Wenn deine Freundin die Schuhgröße 39 hat, dann ist das für sie die richtige Schuhgröße, aber für dich ist es eben die falsche!

Also, du bist auch auf die Welt gekommen, um zu lernen, selbst zu unterscheiden, was für dich richtig, vernünftig und gut ist und was nicht, ohne immer andere zu fragen.

Jetzt fehlen dir noch einige Erfahrungen und jetzt ist es noch sehr wichtig, dann deine Eltern um Rat zu bitten.

Es ist immer vernünftig, sich klugen Rat zu holen, aber letzten Endes musst du entscheiden lernen, was für dich gut ist.

Siehst du, im Grunde kann man sagen, dass du zwei Dinge lernen möchtest: Wie man anderen Freude bereitet, weil man lernt, was für sie gut ist…

Und wie man sich selbst ein gutes , schönes Leben bereitet, weil man lernt was für einen selbst gut ist. Darum geht es.

Eines ist klar: Angst ist nicht gut. Mut ist gut.

Verwechsele das bitte nicht mit Unvernunft. Es ist gar nicht mutig, wenn man unvernünftige Dinge tut, die einen in Gefahr bringen.

Aber, Lina: Immer, wenn man zuviel Angst vor Sachen hat, die eigentlich gar nicht gefährlich sind, sondern die so sind, dass es Freude macht zu leben, dann ist es gut, mutig zu sein.

S: Uta, jetzt solltest du Linas Fragen stellen!

U: Ja, wer du bist und warum du Linas Schutzengel bist, hast du schon beantwortet, oder?

S: Ich bin ihre Freundin, wir sind uns sehr ähnlich. Ich konnte auch ziemlich hartnäckig sein und ich konnte auch ziemlich viel Angst davor haben, einmal nicht Recht zu haben. (Lächelt und zwinkert mir zu).

Das, was Lina im Leben begegnet, das habe ich auch erlebt.

Einerseits wusste ich ganz gut, was falsch und was richtig ist. Und andererseits hatte ich oft Angst, dass man mich nicht lieb genug haben könnte oder mich nicht genug achtet.

Das ist manchmal ziemlich schwierig. Aber ich habe gelernt, wie man damit umgeht und Lina wird es auch lernen! Ihr dabei zu helfen, das ist unser Vertrag, den wir miteinander haben.

Jetzt helfe ich ihr und nächstes Mal hilft sie mir.

U: Sie fragt, ob ihre Meerschweinchen schon oft mit ihr auf der Erde waren?

S (lächelt): Ehrlich gesagt nein, nur eines. Aber das war nicht im Körper eines Meerschweinchens, sondern es war ein kleiner Nager, den du gezähmt und gefüttert hast und deine damalige Mutter war gar nicht begeistert darüber (Sara lacht).

Aber das war eine andere Zeit und ein anderes Land.

Lina, deine Meerschweinchen lieben dich und du liebst sie. Du hast immer schon Tiere geliebt und sie lieben dich.

Aber das wichtigste Tier, das dir am Nächsten ist und trotzdem deinen ganzen Mut fordert, das ist der Hund. Aber das wird dich jetzt noch nicht treffen.

Dennoch, ist es die Wahrheit, ob du es glaubst oder nicht. Eines Tages wirst du das verstehen.

Treue und Stärke, Klugheit und Liebe, das sind deine Eigenschaften, genauso wie die der Wölfe oder Hunde…

U: Sie fragt, warum sie sich mit ihrem Bruder immer streitet und was sie dagegen tun kann?

S (lächelt und schüttelt den Kopf): Lina, du streitest dich ja gar nicht IMMER mit ihm.

Sei ehrlich, wenn er wirklich nicht bei dir leben könnte, wenn er dir genommen würde, wie sehr würdest du ihn dann vermissen?

So, so sehr!

Aber das vergesst ihr beide eben manchmal. Wenn du es wieder vergisst, dann denk einfach mal daran, das hilft dir, dann musst du dich vielleicht weniger aufregen.

U: Du hast ihr ja schon erklärt, warum sie lebt und was ihre Aufgabe ist, hab vielen Dank dafür.

S: Ich will dir noch etwas dazu sagen: Ich weiß, dass du manchmal traurig bist und darüber nachdenkst, warum du anders bist als so viele…

Lina, das ist gar kein Grund, um traurig zu sein. Sie verstehen dich manchmal nicht, aber das macht doch nichts, solange du selbst weißt, das du ein wundervoller Mensch bist!

Wenn dich alle ganz toll finden würden, aber du würdest es dir selbst nicht glauben, dann würde dir die Meinung der anderen über dich auch nichts helfen.

Lass sie doch denken, was sie denken wollen und vergiss nicht: Viele haben einfach nur Angst, nicht genug zu sein…

Und das ist schlimm für sie, nicht für dich.

U: Muss man oft auf der Erde gewesen sein, um ein Schutzengel zu sein?

S: Oh ja, dass muss man. Sonst versteht man seinen Schützling nicht.

Siehst du, hier im Jenseits gibt es weder Neid noch Angst. Wie soll man die Menschen verstehen, wenn man nicht weiß, wie das ist?

U: Sie fragt, ob sie auch das wissen darf, was du ihren Eltern sagst?

S: Oh ja, ich will keine Geheimnisse mit deinen Eltern vor dir haben. Deine Mutter fragt nach deiner Gesundheit und ich werde jetzt versuchen, es so zu erklären, dass auch du es verstehst: Lina will alles, was sie tut, „richtig“ machen.

Das ist eine sehr, sehr große Last und das ist wirklicher Stress. Immer, von Beginn an, war der Wunsch da, richtig zu handeln und zwar am Besten sofort und gleich. Das kostet sie sehr viel Kraft und das ist die Ursache für die häufigen Auszeiten. Lina braucht mehr bewusste! Auszeiten.

Ganz bewusst Grenzen der Anforderungen ziehen: Bis hier hin geht’s mir gut, und hier fange ich an, mich überfordert zu fühlen. Das ist so wichtig, aber völlig verdrängt, deshalb übernimmt ihr Körper die Regulation.

So schön es ist, eine Tochter zu haben, die alles richtig machen will, so wichtig ist es doch auch, dass sie lernt, sich anzunehmen und zu lieben, wenn die Fähigkeit oder die Kraft dazu nicht reicht. Es ist doch auch wichtig, das sie lernt, ihre eigenen Grenzen zu akzeptieren. Sie überfordert sich und es ist eure Aufgabe, ihr zu mehr Leichtigkeit zu verhelfen.

Auch Unordnung, auch Chaos sind Erfahrungen, die gut und richtig sind und sich des Lebens zu freuen, ist auch eine ernst zu nehmende Aufgabe. Es wäre gut, wenn ihr gelegentlich Lina diese Auszeiten im ihrer Leistungsbereitschaft bewusst gebt. Achtet, bitte sehr darauf, dass sie entspannter mit sich selbst umgeht.

Sie braucht auch Zeiten, in denen sie keine Leistung bringen muss.

Der Körper zeigt euch etwas, was sie euch nicht sagen kann, weil sie es selbst nicht akzeptieren würde, er sagt mit jeder neuen Infektion: Es ist mir jetzt zu viel Verantwortung, es ist mir jetzt zu viel Pflicht….

Bitte redet mit ihr öfter über ihre Einstellung zur Arbeit. Ja, wirklich, sie ist ein Arbeitnehmer und die Schule ist ihr Arbeitsplatz. Aber da sie ALLES! richtig machen will, ist zum Beispiel auch ihre Familie ihr Arbeitsplatz…

Zeigt und sagt ihr, dass es auch richtig und wichtig ist, von seiner Arbeit Abstand zu nehmen und einfach nur Spaß zu haben…

Und das es richtig und wichtig ist, auch einmal Dinge NICHT perfekt zu machen, weil es einfach nicht so wichtig ist.

Sie sollte mit euch gemeinsam erarbeiten, was mehr und was weniger wichtig ist, um dann das eine oder andere loszulassen oder mit weniger Einsatz zu bearbeiten. Solange ihr das nicht tut, macht es der Körper stellvertretend für ihre Seele. Er nimmt sich die Auszeiten.

Und ich möchte vorschlagen, Linas Bett zu verstellen, es steht gar nicht gut. Bitte überprüft das. Lina entspannt sich nicht einmal im Schlaf.

Sehr, sehr wichtig ist für Lina, Zärtlichkeit zu erleben, Nestwärme. Ich möchte vorschlagen, dass ihr hin und wieder Massagen macht, dabei sollte viel gelacht werden. Vielleicht machen Mutter und Tochter das gegenseitig?

Und ich möchte an Sabine gerichtet sagen: Ich danke dir für die Wege, die du gehst.

Liebe Sabine, eine Bitte habe ich: Versuch, Lina bitte mitzuteilen, das es wundervoll ist, eine Frau zu sein. Das ist ein Bewusstsein, das sehr, sehr wichtig für sie ist. Ein weiblicher Mensch kann stark und glücklich leben!

Bitte, vermittele es ihr!

Und ich bitte dich, versuch sehr darauf zu achten, dass sie unterscheiden lernt zwischen denen, die ihre Zuwendung und Hilfe verdient haben und denen, die sie missbrauchen. Sie neigt dazu, sich ausnutzen zu lassen und ihre Gefühle gerade in jene Menschen zu setzen, die damit besonders schlecht umgehen.

Auch das schwächt sie sehr, aber gerade jetzt ist es sehr, sehr wichtig, das sie diese Dinge vermittelt bekommt.

Sabine, bitte achte sehr darauf, das Lina die Verantwortung dafür übernimmt, ausreichend zu trinken, mindestens 2 Liter am Tag! 

Aber das Wichtigste: Lasst sie lernen, dafür die Verantwortung zu übernehmen, dass es ihr gut geht. Damit es ihr gut geht, braucht sie Entspannung und die Weisheit, Prioritäten zu setzen.

Es gibt wichtige und weniger wichtige Dinge, in denen man sein Bestes geben sollte. Helft ihr dabei, beides zu unterscheiden. Dann ist so manche Krankheit nicht mehr nötig.

Vielleicht hilft ihr der Gedanke, das sie nicht zur Schule MUSS, sondern DARF?

U: Warum wissen nicht alle Menschen, dass es Schutzengel gibt?

S: Es gab Zeiten, da wussten sie es. Es wird wieder eine Zeit geben, da werden sie es wissen.

Aber es führt zu weit, dass ich darüber mehr berichte.

Lina, was du jetzt weißt, das wird schon in einer Zeit, die du noch erlebst, ganz selbstverständlich sein…

Hab einfach Geduld mit den Menschen. Du weißt, sie haben viel Angst. Auch vor uns!

Das Jenseits ist ihnen unheimlich, aber eigentlich ist das auch nicht so wichtig. Sie erfahren die Wahrheit sowieso.

U: Sie fragt, ob sie im Jenseits alles weiß und warum nicht auf der Erde.

S (Lacht): Nein, im Jenseits weißt du auch nicht alles, aber schon viel, viel mehr. Auch hier lernen wir und wir „wachsen“ zuzusagen auch noch.

Alles? Das weiß nur Gott…

Aber es gibt Wesen, die wissen sehr, sehr viel und andere, die wollen gar nicht soviel wissen. Jeder wie er mag.

Auf der Erde dürft ihr nicht alles wissen, weil ihr dann nichts mehr erleben könntet, ohne dass ihr dabei etwas dazulernt. Denn ihr lernt NUR aus eurer Erfahrung, aus den Gefühlen, die ihr in bestimmten Situationen hattet. Ich habe dir viel über Angst erzählt und über Mut.

Wenn du schon alles wüsstest, dann würdest du weder Angst noch Mut erleben. Aber es ist wichtig für deine Seele, beides erlebt zu haben. Damit sie stark wird, damit sie Vertrauen lernt. Vertrauen zu sich und zu anderen und zu Gott.

U: Warum gibt es böse Menschen?

S: Diese Frage ist sehr, sehr ernst und noch, Lina, kann ich sie dir nicht so beantworten, wie du es verdient hättest. Aber ich will dir etwas sagen: Auch böse Menschen sind einfach nur Menschen, die sehr, sehr viel Angst haben.

Angst, nicht wichtig genug zu sein, Angst, nicht genug zu bekommen, Angst, allein zu sein….

Es ist sehr, sehr schwer zu verstehen, aber siehst du: JEDE Seele ist so wichtig, dass sie alles, was sie lernen will, freiwillig lernen muss…

Das ist das Gesetz für uns Menschen.

Solange eine Seele lieber nicht lernt, ihre Angst zu überwinden, mag sie es vorziehen, böse zu sein. Bis sie freiwillig lieber gut ist und mutig….

U: Danke Sarah!

Dann möchte ich mich jetzt von dir verabschieden!

S: Lebewohl, Uta.

Gib Lina dieses hier als mein Geschenk.

Sie gibt mir einen Zweig mit blühenden Apfelblüten und sagt etwas zum Schluss.

 Wenn du einen Apfel quer durchschneidest, dann siehst du, dass sein Gehäuse genauso aussieht wie seine Blüte: Er hat statt Blätter Kammern, aber er ist genauso aufgebaut.

In dir ist alles angelegt, was du sein kannst, genauso wie man in dem Apfel schon die Blüte sieht. Freu dich über dich selbst und schenke anderen eine Freude…

Sei gut zu dir und sei gut zu anderen. Habe Mut, überprüfe deine Sorgen und Ängste…

Und nimm es ganz wichtig, dafür zu sorgen, ein fröhliches Herz zu behalten.

Ich habe dich sehr, sehr lieb Lina!

(Sie streckt die Hand aus und in der Hand ist ein kleiner Engel aus Gold, der Flöte spielt.)

Nachtrag von mir: Ich soll dir noch ausrichten: Sie trägt auch gerne goldene Kleider.

Alles Liebe dir

Uta