Elia – Thema: Wann beginnt die Inkarnation und das Leben?

Wann beginnt die Inkarnation und das Leben?
Wenn sich ein Lebewesen entwickelt?
Wenn es auf die Welt kommt?
Sind Zwillinge Dualseelen?

Fragen an Elia

Die Gäste sind Sandra und Franz.

Elia: Guten Abend, Freunde.

Alle: Guten Abend, Elia.

E: Stellt eure Fragen bitte zuerst.
Sandra, hast du eine Frage?

S: Ja, ich habe ein Frage,
die ich auch schon ins Forum gestellt habe,
es ging einfach darum:
Wann beginnt das Leben?

Wenn sich ein Lebewesen entwickelt
oder wenn es auf die Welt kommt?

E: Du meinst, wann beginnt die Inkarnation?
Wann geschieht „in Carne“?
Ins Fleisch gehen, die wörtliche Übersetzung
des Wortes Inkarnation?

Das ist ein Prozess,
der nicht mit einem Moment beginnt,
sondern ein eher fließender Übergang ist.
Auch eine Pendelbewegung kommt vor,
die sehr individuell ist.

Es gibt Seelen,
die schon bei ihren zukünftigen Eltern anwesend sind,
während diese nicht einmal daran denken,
ein Kind zu planen oder auch nur miteinander intim zu werden! 
Sie beobachten ihre Eltern.

Andere wieder halten es für richtig,
die Erfahrung im Mutterleib zu erleben,
wo jede Phase eine Erfahrung ist,
die es allein schon wert sein kann,
„in Carne“ zu gehen,
ohne dass daraus ein Menschenleben
mit siebzig oder achtzig Jahren folgen muss.

Ihr solltet die Bedeutung dieser Phase nicht unterschätzen!
Sie hat einen großen spirituellen Wert!

Es ist eine tiefe Verbundenheit,
ein tiefes Abhängig sein mit einem Menschen
und dessen seelischen Gegebenheiten,
wie sie in dieser Weise
nicht wieder erlebt wird.

Ich sagte euch in den Diktaten über die Erziehung,
dass in dieser Zeit die Seele des Kindes
sehr vielfältigen Eindrücken begegnet
und dieses aus der Perspektive einer Symbiose heraus erlebt,
die ganz besonders wichtig sein kann
für die Prägung eines Teil-Selbstes.

Es gibt also Inkarnationen,
die sich nur darauf beschränken,
einzelne Phasen daraus zu erleben. 
Es gibt aber auch das Gegenteil!

Es gibt Seelen, Teilselbste,
die nur sehr zögerlich in Carne gehen.
Die Ursachen dafür sind vielfältig.

Eine der häufigsten Ursachen besteht darin,
dass eine Inkarnation – in Carne, ins Fleisch gehen –
zu schnell erfolgt, ohne dass im Jenseits
eine grundlegende Aufarbeitung letzter Inkarnationen erfolgt wäre.

Diese Seelen sind nur mühsam im Fleisch zu halten
und gehen nur zögerlich in das neue Fleisch!
Sie haben die Qual der menschlichen Existenz erlebt,
ohne den Sinn ihrer letzten Existenz erkannt zu haben!

Aber auch dieses hat letztlich Sinn!

Es gibt also Menschen,
die nicht wirklich fest verankert sind in ihren Leibern,
sondern erst zum Zeitpunkt der Geburt in Carne gehen
und – so oft sie können – wieder hinaus gehen.

Es gibt also
– ganz im Gegensatz zu eurer Fixierung auf die Minute der Geburt – keine Minute der Inkarnation!

Sondern ebenso wie der Tod entweder
erst ein Übergang abrupt und schmerzlich sein kann
oder einem langsamen Wachstumsprozess
ins Jenseits entsprechen kann,
so ist auch eure Geburt – eure Fleischwerdung –
individuell und angepasst an die Bedürfnisse des Inkarnierten,
aber auch seiner Eltern.

Deine Frage stellst du, weil du selber Kinder verloren hast. Unterschiedlich – dass weißt du – sind die Emotionen einer Frau. 

Die Eine trauert um ihr Kind,
das sie verloren hat im dritten Monat der Schwangerschaft
und niemand versteht ihre Trauer. 
War es denn nicht nur wenig,
waren es nicht nur ein paar Zellklumpen?

Doch die Frau weiß, es war mehr:
Es war eine lebende Seele!

Die andere Frau verliert das Kind am Tag der Geburt
und es gibt keine Trauer.
Sie weiß intuitiv darum.
Sie verlor tatsächlich nur einen Zellklumpen.
Denn das, was in ihr wuchs, war nicht beseelt!

Deshalb könnt ihr auch nicht urteilen darüber,
ob ein solcher Prozess schmerzhaft nicht oder ist! 
Denn ihr wisst ja nicht,
wann im welchen Augenblick die Inkarnation stattfindet!

Einige wenige Ausnahmen gibt es sogar,
die niemals vollständig inkarnieren:
Die den Eindrücken im Fleisch nicht gewachsen sind,
die die Schwere nicht ertragen,
die die Vereinsamung nicht ertragen
und so zum Teil stets im Jenseits bleiben.

Diese Menschen kennt ihr:
Es handelt sich um jene,
die ihr als Autisten kennt
oder jene, die stets in einer Traumwelt leben.

Dabei ist ihre Realität nur eine andere,
ihre Fleischwerdung sporadisch.

Und ich möchte auch
– wo wir schon einmal dabei sind –
über jene Menschen reden,
die in einer sehr frühen Phase ihres Lebens ihren Körper verlassen. 
Der plötzliche Kindstod,
der unvorhersehbare Unfall im frühen Kindesalter: 
Was ist dort geschehen?

War denn tatsächlich ein Mensch geboren, um zu sterben?
Ist dies seine einzige Inkarnationsaufgabe?
Nun, es ist sein Gewähltes,
er hat sich entschieden.

Ich weiß, es verwirrt euch,
dass es scheinbar Irrtümer gäbe
bei der Erfüllung von Inkarnations-Plänen.

Dass aus Versehen ein Kind stirbt,
das doch leben sollte und leben wollte.

Die Entscheidungen einer Seele, zu gehen,
sind in der frühen Phase sehr viel freiwilliger! 
Denn es gibt noch kaum tragende Verknüpfungen
zu den Schicksalspunkten anderer Menschen.

Es mag die Eltern treffen,
es mag Geschwister treffen.
Aber bedenkt dazu:
Wie ungleich viel mehr Verknüpfungen
mit dem Schicksal anderer Menschen Jemand hat,
der vierzig, fünfzig, sechzig Jahre lebt.

Wenn eine Seele, die vielleicht ein halbes Jahr
oder ein Jahr in Carne ist, beschließt,
diese Inkarnation in dieser Konstellation der Familie,
der sozialen Umstände,
der genetischen Potenziale nicht weiterzuleben,
so ist sie frei, diese Entscheidung zu treffen.

Dies ist eine Möglichkeit.

Die andere Möglichkeit besteht darin,
dass sich in dem Tod eines solchen Kindes
eine Aufgabe für die Eltern und Geschwister verbirgt.
Dieses ist aus unserer Perspektive kein Irrtum,
sondern die bewusste Entscheidungsmöglichkeit,
die hier noch weit offener ist als zu späteren Zeitpunkten.

Hier können noch Korrekturen vorgenommen werden.

Das Jenseits irrt letztlich nicht. 
Aber Dinge, die euch bedeutend und relevant erscheinen,
sind es nicht aus unserer Perspektive.

Ist es bedeutend oder relevant,
ob eine Inkarnation im Jahre 2004 beginnt
oder 2005?

Ist es bedeutend oder relevant,
ob es die Mutter A. ist
oder die Mutter B., die später die wirkliche Mutter sein wird?

Es ist nicht bedeutend,
denn beide haben das notwendige Potenzial zur Verfügung.

Versteht bitte,
dass unserer Perspektive eine etwas andere ist 
von dem, was wichtig ist,
von dem, was bedeutend ist.

Ich sagte eingangs:
Es kann von größter Bedeutung sein,
sich bewusst wachsend zu erleben in dem Universum,
das eigentlich nur die kleine Welt einer Gebärmutter ist
und doch alles das ist, was ist! 
Eine tiefe Erfahrung für ein Teilselbst.

Grund genug, ja sogar ausreichend Grund,
in Carne zu gehen.

Es kann völlig bedeutungslos auf der anderen Seite sein,
wo, wann und durch wen wir geboren werden! 
Einzig und alleine die Notwendigkeit
der seelischen Weiterentwicklung
ist die Basis der Entscheidung.

Habt ihr noch Fragen?

Franz: Vorgestern habe ich eine Frau im Fernsehen gesehen,
der ihre Zwillingsschwester gestorben ist
und sie sagte dann:
Zwillinge wären immer eins.

Mich würde interessieren, gerade bei Zwillingen:
Sind das zwei Teilseelen eines Gesamtselbst
oder sind es sogar verschiedene Seelen?
Wie sieht es bei eineiigen Zwillingen aus?

E: Auch dies ist sehr unterschiedlich.
Es ist tatsächlich so,
dass in gehäufter Weise Dualseelen geboren werden. 
Dualseelen machen 2-4 % der Population aus,
bei eineiigen Zwillingen sind es jedoch 70-80 Prozent.

Dennoch sind es
– und ich bitte dieses zu differenzieren –
eigenständige Teilselbste!
Dass sind sie immer,
auch wenn eine Dualität da ist.

Ein Teil ist also – obwohl eine Eineiigkeit besteht –
nicht weniger und nicht mehr miteinander verwandt
als andere Geschwister.
Aber der überwiegende Teil ist auch im Jenseits
aufs Engste miteinander verbunden!

Es ist für viele Dualseelen eine große Erlösung,
als Zwillinge geboren zu werden!

Es ist eine gute Inkarnation,
denn sie müssen sehr oft getrennt voneinander existieren,
was ihnen nicht immer nur leicht ist.
Und so sind diese Inkarnation häufig eine Art Erholungsphase,
in den ihnen ein Geschenk gemacht wird!

Hast du zu den Zwillingen noch eine Frage?

Franz: Nein, danke, das mit den Zwillingen ist klar jetzt.