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Schutzengel – Die Seele – nicht der Verstand – macht das “Drama”!

Die Seele
– nicht der Verstand –
macht das „Drama“!
Weil der Verstand nur deuten kann,
was auf seinem gesammelten Wissen basiert!

Sehr früh, viel, viel früher, als ihr denkt,
beginnt die Katalogisierung der Erfahrungen
im Verstand.

Nehmen wir an,
jeder spezielle Bereich des Seins
hätte eine bestimmte Aktenablage:

Eine Akte,
in der alle Erfahrungen abgelegt sind,
die Spaß haben!

Eine andere Akte,
in der alles abgelegt ist,
das mit Geborgenheit zu tun hat!
Schutzengelkontakt

Ich bitte meinen Guide,
mich mit dem Guide von Linda zu verbinden.

Ich bin auf einer Straße: Regen fällt ununterbrochen,
der Wind treibt Blätter in die Gosse,
es ist so kalt hier, leer und einsam…

Rechts von mir nichts als Felder,
links eine Reihe mehrstöckiger Häuser, modern…

Kann es sein,
ausgerechnet hier Elise zu finden?

Gerade, als ich das denke, winkt sie mir zu.
Sie steht in einen langen Wettermantel gekleidet
unter dem Eingang eines dieser Mehrfamilienhäuser.

U: Grüß dich, Elise,
schön, dich wieder zu sehen…

E: Hast du mich wieder in Kanada erwartet?

U: Zumindest in deiner Zeit, aber das hier?

E: Das hier?
Eine ganz normale Stadtrandsiedlung
irgendwo in Deutschland im März 2010.
Ich bin an Zeit nicht gebunden.
Magst du einen Bonbon?
(Zieht einen Vitamin-Bonbon aus der Tasche.)

U: Nein, danke…

E: Na gut, meine Bonbons setzen zwar nicht an
und beherbergen auch keinerlei Risiko für die Zähne.
Aber zugegeben, sind auch ohne jedes Vitamin!

Komm, komm raus aus der Kälte!
Wir spielen heute „Mäuschen“.

U: Mäuschen?
Ich verstehe nicht…

E: Wir sind unsichtbare Gäste, komm.
Aber bitte versprich mir,
nichts zu berühren…

U: Das ist echt hier, oder?

E: Darauf kannst du dich verlassen, absolut echt! (Lächelt.)

Wir steigen drei Stockwerke hoch,
dann stehen wir vor einer Korridortür.
Elise legt ihre Hände auf diese Tür
und wir können sie durchschreiten.

Eine sehr kleine Wohnung:
Rechts ein Schlafzimmer, die Tür steht einen Spalt auf,
mein Blick fällt auf einen jungen Mann,
der sich mit Hanteln abmüht.
Aber Elise zieht mich weiter.

Ein Wohnzimmer, nicht besonders gut eingerichtet.
Einige Dinge scheinen neu zu sein,
Andere wirken wie zusammen gesammelt,
nichts passt zueinander.

Auf der Couch sitzt eine junge Frau,
sie hat die Beine untergeschlagen
und liest in einem Buch.

Der Titel weist auf eines der bekannten Bücher hin,
denen zufolge
jeder durch geeignetes Denken in der Lage ist,
seine Wünsche erfüllt zu bekommen…

Elise beugt sich sehr zärtlich über das junge Mädchen.
Es ist, als würde sie deren Aura streicheln: 
unendlich zart, mitfühlend…

Als würde die Frau diese Berührung spüren,
nimmt sie plötzlich eine aufrechtere Position wahr.

Mit zusammengezogenen Augenbrauen liest sie weiter.
Plötzlich steht sie auf, wir folgen ihr ins Bad…

Sie nimmt das Buch, das sie nicht aus der Hand gelassen hat,
liest noch einmal kurz darin,
stellt sich dann vor den Spiegel
und sagt laut ihrem eigenen Abbild:
Ich war erfolgreich,
ich bin erfolgreich
und ich werde erfolgreich sein!

Das wiederholt sie dreimal,
ihre Stimme wird mit jedem Mal leiser.

Dann geht sie wieder zum Buch,
das sie auf der Wanne abgelegt hat,
schlägt es an einer bestimmten Stelle auf,
liest mit einem Gesicht,
in dem sich Kampfgeist und Trotz zeigen,
darin, legt es weg und geht wieder zum Spiegel.

Jetzt sagt sie ihrem Abbild:
Ich war schön,
ich bin schön,
ich werde immer schön sein…
Sie plappert es dahin unbetont.

Noch einmal, jetzt mit mehr Nachdruck: 
Ich war schön! Ich bin…

An dieser Stelle laufen ihr Tränen über die Wangen,
sie sagt trotzdem nachdrücklich:
Ich werde immer schön sein…
Aber ihre Tränen strafen ihre Worte Lügen…

Sie holt tief Luft, jetzt wird sie richtig laut.
Sie schreit sich an: Ich war schön!

Die Tränen versiegen, im Blick nichts als Staunen.
Sie holt ganz tief Luft und schreit sich an:
ICH BIN SCHÖN!

In dem Moment öffnet sich die Tür,
der junge Mann schaut herein.
Er hat die letzten Worte sicher verstanden und er lacht!
Er kann sich gar nicht beruhigen.
Sein Lachen scheint jetzt aus dem Wohnzimmer zu kommen…

Die junge Frau setzt sich auf den Rand der Wanne,
sie ist blass, die Augen leer…

Ich sehe, sie hat einen Guide,
der sich gerade mit seinem Licht um sie legt.

Elise nimmt mich mit sich hinaus,
wir verlassen diese Wohnung,
gehen die Straße hinab…

Der kühle Regen tut mir jetzt gut…

Dann nimmt mich Elise in ihren Arm,
die Welt verändert sich!
Alles wird weit und hell und klar:
Die Jenseitsebene der Erkenntnis,
wie vertraut ist sie mir!
Meine Arbeit führt mich seit Jahren hierher…

E: Ist es dir Recht,
wenn wir hier weitermachen?

U: Ja, gern, besser als das Badezimmer eben…
Warum hast du mir das gezeigt?
Es ist traurig…

E: Genau deshalb habe ich es dir gezeigt!
Uta, was ist traurig? 
Sag es GENAU!

U: Weißt du es nicht?

E: Doch, ICH weiß es,
aber meine liebe Linda weiß es nicht…
Sie ahnt nur, dass es etwas mit ihr zu tun hat…

U: Ja, traurig ist,
dass diese Frau überhaupt solche Übungen machen muss!
Sie sollte es von selbst wissen! 
Ganz ohne Buch!

E: Was denn?
Dass sie erfolgreich sein wird?
Das kann sie nicht wissen…

U: Aber sie weiß offenbar,
dass sie erfolgreich IST!

E: Hm, MANCHMAL!
Manchmal ist sie zufrieden mit dem,
was sie bis jetzt erreicht hat.
Aber das hält nie länger an
als bis zur nächsten Begegnung mit Jemandem,
dem ihre Leistung nicht genug ist…

U: Wer ist das?
Ihr Chef?

E: Nein, ihr Mann!
Er will viele Dinge besitzen!

U: Und sein Geld reicht nicht?

E: IHR Geld reicht nicht!

U: Sie würde sich für erfolgreich halten,
wenn er zufrieden mit seinen Besitztümern wäre?

E: Wer kann das sagen?
Wir werden sehen…

U: Na, aber das scheint sie nicht so mitgenommen zu haben
wie der zweite Satz!

E: Ich bin schön?

U: Ja…

E: Hm, hm…

U: Wieso muss sie sich das suggerieren?
Sie IST schön!

E: In deinen Augen!

U: Na, das ist doch offensichtlich!

E: Für DICH!
Tina weiß es nicht, zu beurteilen.
Tina weiß GAR NICHTS zu beurteilen!

Weder, ob sie schön ist,
noch, ob sie erfolgreich ist,
noch, ob sie wichtig ist.

Aber sie braucht so sehr Antworten!
Mehr als alles andere auf der Welt
sucht sie Antworten!

U: Das Lachen ihres Mannes war eine Antwort?

E: Ja?
Weißt du, warum er gelacht hat?
Er hat gelacht, weil es ihm absurd erschien.
NICHT, weil er sie für hässlich hält.

Aber so wird sie sein Lachen deuten
von jetzt an bis ans Ende ihrer Ehe…

U: Warum deutet sie es so?

E: Weil der Verstand nur deuten kann,
was auf seinem gesammelten Wissen basiert.
Sehr früh
– viel, viel früher, als ihr denkt –
beginnt die Katalogisierung der Erfahrungen im Verstand.

Nehmen wir an,
jeder spezielle Bereich des Seins
hätte eine bestimmte Aktenablage.
Eine Akte, in der alle Erfahrungen abgelegt sind.
Das Spaß haben
beinhaltet zum Beispiel eine Andere,
in der alles abgelegt ist,
das mit Geborgenheit zu tun hat.

Eine Andere, die mit Anerkennung der eigenen Leistung zu tun hat.
Und wieder eine Andere, die damit zu tun hat,
ob man liebenswert ist, usw.
Verstehst du, was ich meine?

U: Ja, sicher.

E: Diese ersten Akten und ihr Inhalt sind nun unauflösbar:
Nie, wirklich nie wird der Verstand an dem,
was dort in frühester Zeit abgeheftet ist,
vorbei arbeiten…

U: Auch nicht,
wenn er zum positiven Denken gezwungen wird?

E: Dazu komme ich später,
hab ein wenig Geduld!

Uta, wenn ich sage,
dass diese Akten in frühester Zeit angelegt werden.
Was bedeutet das?

U: Dass alles, was der Verstand akzeptieren kann,
dem Erfahrungsschatz der Kindheit angepasst wird!

E: Ja!
Denk nur!
Euer kluger Verstand,
der so viel SICHER weiß!
Seine ganze Weisheit basiert auf der Beurteilung eines Kindes!

Das KIND – vierjährig, fünfjährig – 
beurteilt eure aktuellen Situationen!!!

U: Ja, aber wir lernen doch dazu!

E: Ja, deshalb lebt ihr!
Ihr lebt, um die Chance zu ergreifen, dazu zu lernen…
Doch lass uns nichts vorwegnehmen.

Unsere liebe Tina eben, sie hatte eine Mutter,
die sie durchaus liebte.
Leider war ihre Mutter oft sehr angespannt
und hatte einfach zu wenig Zeit,
um sich viele Gedanken um Tina zu machen.

Nach dem Motto sicher, sauber, satt
richtete sich ihre Erziehung!

Schau, ich will dir zeigen, was ich meine.
Sie geht mit mir zu einer der vielen Türen,
die in der langen, goldenen Mauer sind
und von denen ich weiß,
dass hinter ihnen andere Inkarnationen zu sehen sind.

U: Ist das Tinas Mauer?

E: Ja, ich öffne die Mauer, die zu Tinas Kindheit führt.
Beschreibe, was du siehst.

Ich sehe eine junge Frau,
auf einem Arm trägt sie ein Baby,
mit dem Kinn hält sie ein Telefon fest.
Anscheinend telefoniert sie mit einem Kinderarzt,
während sie versucht,
das schreiende Kind auf ihrem Arm zu trösten,
das laut weint.

Um sie herum toben noch vier andere Kinder,
sie scheinen zwischen drei und fünf Jahren alt zu sein.
Ein weiteres Kind kommt dazu.
Es hält einen triefend nassen Putzlappen in der Hand,
baut sich vor der Frau auf und sagt:
Schau, ich habe schon alles für dich geputzt!

Aber die Frau schaut nur auf die Flecken,
die die Feuchtigkeit im Teppich machen, ärgert sich!
Muss sich aber statt dem fleißigen Mädchen
nun dem Telefonat zuwenden…

Die Tür schließt sich.

E: So ging es oft, nicht immer.
Aber oft genug,
um in Tinas Verstand unter der Akte „Erfolgreich“ einzuordnen:
Die „Wahrheit“ ist:
Was ich auch tue, es ist nie richtig GENUG.

Elise öffnet noch einmal die Tür.
Jetzt steht Tina vor einem großen Spiegel,
sie ist etwa fünf Jahre alt.
Unbeholfen kämmt sie ihr Haar,
dann legt sie sich ein Tuch der Mutter
über die Frisur und zieht sich deren Schuhe an.
Sie nimmt Parfüm von einem Tischchen
und sprüht es um sich,
dann nimmt sie sich einen Lippenstift
und bemalt die Lippen.

Endlich fertig dreht sie sich vor dem Spiegel und sagt:
Prinzessin Tina:
Du bist die Schönste im ganzen Land, ja, ja!

In diesem Moment kommt die Mutter herein:
Tina! Was machst du denn da!
Wie siehst du denn aus!
Das schaut ja grässlich aus!
Geh sofort ins Bad und wasch das ab!

U: Oh je!
Arme Prinzessin Tina!

E: Ja, Tina, sie ist fünf Jahre alt
und niemand wird ihr verdenken,
dass sie mit den Augen ihrer Mutter von nun an auf sich schaut:
Sie ist die Prinzessin,
aber die Königin wird zur „bösen“ Königin,
wenn Tina nicht „richtig“ ausschaut!

Richtig ausschauen bedeutet:
NICHT schön ausschauen!
Von nun an bis ans Ende ihrer Tage…

U: Ja, ich verstehe ja.
Aber dennoch:
Wir lernen doch dazu!

E: Uta, was du nicht fragst und doch so offensichtlich ist:
Warum nimmt sich die kleine Tina
diese beiden Vorfälle so zu Herzen,
dass sie ausreichen,
um ein langes Leben lang zu wirken?

U: Etwas in ihrer Seele
muss damit in Resonanz treten…

E: Ja, ich denke,
die meisten Kinder machen ganz ähnliche Erfahrungen:
Ihre Bemühungen werden als Unwert geachtet!

Das ist völlig gewöhnlicher Alltag eines Kindes!
Es lernt schließlich über Irrtümer
und manche Kinder lernen manche Dinge nie!
(Lächelt.)

Ein anderes Mädchen
hätte vielleicht fünf oder zehn Mal versucht,
der Mutter beim Putzen zu helfen…

Oder sich zwanzig Mal verkleidet.
Und ganz gleich, wie die Mutter reagiert hätte:
An seiner Wahrheit
„Ich bin die schönste Prinzessin“
hätte sich nie etwas verändert.

Du hast Recht!
Es ist die Seele, die reagiert!
Sie allein bestimmt hier die Wertung,
sie allein macht das Ereignis zum Trauma!

Wie durch einen Filter fallen
die Rügen der Mutter DIREKT
in das SEELEN-WISSEN der kleinen Tina.
Denn genauso wie der Verstand seine „Akten“ hat,
hat auch die Seele
solche Sammlungen von vermeintlichen Wahrheiten.

Und sie ist es, die den Verstand anhält,
diese beiden Akten Erfolge und Selbstwert
von nun an zuerst einmal unter
diesen beiden Erfahrungs-Aspekten zu analysieren.

Die Seele – nicht der Verstand – macht das „Drama!“
Und die Seele hat immer Recht!

U: Subjektiv!

E: Natürlich subjektiv,
es gibt keine „objektiven“ Seelen…

U: Oh…

E: Ja?

U: Das…

E: Das bedeutet, dass eure Inkarnation stattfindet,
um die subjektiven „Wahrheiten“
der Seele zu objektivieren!

U: Ja, aber wie denn?
Wenn der Verstand nach dem gleichen Prinzip einordnet.
Das ist doch ausweglos!

E: Hm, hm, ist es nicht,
nein, nein…

Ach Linda, ich weiß ja:
So viele Erkenntnisse,
aber es ändert sich ja nichts?
Aber du hast ja immer noch die gleichen Gedanken?

Und es ändert sich doch!
Nur du erwartest etwas, meine liebe Linda,
das nicht zu erwarten ist.
Nämlich:
Dass dein Verstand sein Ablagesystem ändert.
Genau dazu ist er nicht in der Lage!
Gedanken kommen, wie er es bestimmt!

Verknüpfungen bildet er auf Grund seiner Erfahrungen.
Wir haben gesehen, mein Lieb:
Es sind die Erfahrungen des Kindes!

Und die Werte der Seele
geben dem Ereignis die Bedeutung!
Das ist in sich völlig logisch.

Ich möchte es dir weiter an Tina erklären:
Tinas Seele trägt aus vergangenen Inkarnationen
zwei schwere dramatische Erfahrungen mit sich!

Die eine Erfahrung ist,
dass sie als Frau eines hartherzigen Bauern
sich derart verausgabt hat,
so weit und ungebremst über ihre Kräfte ging,
dass sie schwer krank wurde.

Daraufhin hat der Mann sie im Zorn erschlagen!
Sie liebte diesen Mann trotz allem,
sie war auf sich selbst zornig!
Als er zuschlug, empfand sie das als gerecht!

Die Wahrheit ihrer Seele:
Ich kann zu wenig, um überleben zu dürfen!

Die andere Erfahrung war:
Sie war eine sehr schöne Hofdame,
der Liebhaber der Königin liierte sich mit ihr.
Als dies herauskam,
wurde sie in die Verbannung gebracht.
Bald darauf starb sie.

Das Fazit ihrer Seele:
Wenn ich schön bin, werde ich verstoßen
und muss sterben!

Das Eine sind die Seelen-Wahrheiten,
das Andere die kindlichen Erfahrungen!

Linda du fragst dich oft:
Warum nützen mir all die Therapien nicht?
Warum ändere ich mich nicht?
Mir ist doch wirklich so viel bewusst geworden!

Linda, der Irrtum,
den viele Menschen heute begehen,
liegt darin, anzunehmen: 
dass Bewusstwerdung zur Problemlösung führt!

Im Ansatz ist das auch richtig!
Aber die Beurteilung,
WANN sich das eigene Bewusstsein erweitert hat,
ist in aller Regel falsch!

Man nimmt an:
Erst, wenn NIE WIEDER Gedanken entstehen,
die aus dem alten Bewusstsein kommen,
DANN hätte man das Ziel erreicht!

Aber der Verstand wird IMMER gleich!
über entsprechende Ereignisse DENKEN!
Er schlägt seine Akte auf,
ruft die erste Prägung als „Filter“ auf
und ordnet dann ein.

Wer an dieser Stelle aufhört, zu reagieren,
wer in diesem Moment den Gedanken überlässt,
Gefühle zu kreieren:
Der wird unweigerlich in die alten Muster fallen!

Diesem Ablauf ist nichts entgegenzusetzen,
aber er ist zu ERGÄNZEN!

Die erste Einordnung
MUSS nach den ersten Ergebnissen getroffen werden!
So akzeptiert werden als ERST-RESULTAT
und dann geschieht die
eigentliche Heil bringende Arbeit!

Jetzt müssen Erfahrungen abgerufen werden,
die dem Erstangebot des Verstandes widersprechen.

Nehmen wir das Beispiel unser Tina:
Ihr Mann lacht über ihren Versuch,
sich als schön zu empfinden.

Und das Kind Tina ordnet das unter der Erfahrung ein,
den Prinzessin Tina mit ihrer Mutter machte.
Und die SEELE ordnet damit
das ganze Drama der Verbannung ein!

Tinas Mann lacht.
Sie MUSS denken:
Er lacht mich aus!
Sie MUSS denken,
ich muss also hässlich sein
(wir wissen ja, ihre Seele verbietet Tina das Schön sein).

Aber!
Tina weiß das jetzt!
Sie weiß um diese Hintergründe
und kann die Verstandes- und Seelen-Meldungen
als FEHL-INTERPRETATION einordnen!
Und sie WEISS jetzt,
dass die Gefühle, die jetzt in ihr aufkommen,
FOLGEN der Fehl-Interpretation sind!

Und darum kann sie sich jetzt dazu aufrufen!
Darüber nachzudenken
und sich an Situationen erinnern,
in denen sie durchaus „schön“ war
und ihr dies auch bestätigt wurde!

Und wenn das nichts hilft,
dann kann sie ganz mutig sein
und ihren Mann fragen:
Warum er so lacht?

Und er wird vielleicht klug genug sein, zu sagen:
Weil jemand, der so schön ist wie du,
sich das doch wirklich nicht
ins Spiegelbild schreien muss!

Meine liebe Linda, das war jetzt sehr viel Theorie!
Für die praktische Übung sind Andere zuständig.

Aber ich möchte dich von ganzem Herzen bitten,
nicht an dir zu verzweifeln,
weil immer wieder die alten Gedanken kommen!

Es geht nicht anders!
Das „Programm“ kann nicht gelöscht werden!

Aber es kann ZUSÄTZE bekommen,
vorausgesetzt:
Du und deine Seele erlauben es,
diese Zusätze als WICHTIG einzuordnen.

Ich sagte, die Seele ist inkarniert,
um zu lernen und
um sich ihrer eigenen Urteile zu entledigen!

Es gibt zwei „Zauberworte“,
Linda, die dabei helfen:
Das Wörtchen UND
und das Wörtchen MANCHMAL.
Ich bin schön UND MANCHMAL auch nicht!
Das sollte sich Tina vor dem Spiegel sagen dürfen.
Ich bin erfolgreich UND MANCHMAL auch nicht!
Und so ist es in meinem Leben völlig in Ordnung!

Hui, der letzte Satz ist schwer zu glauben!
Aber er ist das Ziel!

Es ist völlig in Ordnung, ist das letzte „Urteil“,
das eine Seele über sich selbst trifft,
ehe sie in Frieden mit sich gehen kann.

Linda?
Es ist völlig in Ordnung,
dass deine Seele ein UND
und ein MANCHMAL braucht!

Ich hoffe,
dir so eine gute Basis gegeben zu haben für all die Dinge,
die du nun erfahren darfst.

Frieden machen, ja!
Du hast schon Recht:
Es ist Arbeit.
Der Frieden mit der eigenen Existenz wird nicht verschenkt!

Aber ich bin zuversichtlich:
Du kannst es erreichen.
Vergiss meine Zauberworte nicht!

Und Eines noch abschließend:
Eine verletzte Seele ist wie eine Pflanze,
die ihrer Verwurzelung beraubt wurde.
Deine Pflanzen in den Töpfen wissen, was ich meine.
Was wären sie, ohne dass du sie regelmäßig düngst und gießt?
Sie würden vergehen.

Genauso bleiben Menschen mit Dramen,
die in den Aktenschränken ihrer Seelen und ihres Verstandes leben,
an diesen Stellen unverwurzelt.

Sie brauchen Wasser und Dünger!
Und hier sind und bleiben sie Bedürftige, die nehmen müssen!

Kein Mensch kann dies ganz allein schaffen!
Hier wird das DU!
so wichtig wie sonst Nirgendwo!
Und das ist gut so!

Es ist gut, dass es Bedürftige gibt!
Denn sie schenken den Gebern die Möglichkeit,
etwas abgeben zu dürfen.

Es ist gut, dass Tina bedürftig ist.
Denn nur so hat ihr Mann die Chance,
ihr von seinem Potenzial Trost zu spenden
und Ermutigung zu geben!
Etwas an sie abzugeben!

Nur so erfährt er sich als „Spender“ von etwas,
das einfach gut ist!

Hoffen wir, er ist ein kluger Mann!
Hoffen wir, er wird nicht müde, zu gießen und zu düngen.

Denn wenn dies nicht der Fall ist,
dann muss Tina sich anderen Spendern zuwenden.
Sei es in der gelebten Realität
oder im ideellen Sinn.

Alle Partnerschaften der Welt
– ja des Universums –
beruhen auf dem Prinzip des Gebens und Nehmens!

Einseitigkeit hat keinen Bestand!

Nun, mein liebes Herz,
möchte ich mich verabschieden.

Linda, der Sinn des Lebens?
Deines Lebens? (Lächelt.)
Aufzuhören, zu glauben,
dass es sinnlos sei!

Muss es GROSS sein?
Was ist GROSS?
Tinas Mann
– der über sein Lachen hinaus sie in den Arm nimmt,
ihren Schmerz versteht,
sie um Verzeihung bittet und ihr sagt,
WIE schön sie in seinen Augen ist –
ist GROSS!
Das ist zu banal?
Liebe ist nie banal!

Es geht nicht um die Quantität,
danach fragt Liebe nicht.
Es geht um die Qualität!
Und die Qualität der Liebe misst man in Wahrhaftigkeit!

Meine geliebte Linda,
ich wünsche dir einen Abend des Friedens.

Ich wünsche dir ein allzeit gegenwärtiges UND
sowie ein friedliches MANCHMAL
in den Aktenschränken deines Verstandes.

Auf Wiedersehen, meine Liebe!
Bis bald!