Liebe

Verstorbene – Aber die Liebe stirbt nie, sie hält ewig über den Tod hinaus

Aber die Liebe stirbt nie,
sie hält ewig über den Tod hinaus.

Uta: Du wusstest als Seele nicht,
dass es Liebe gibt?

Udo: FÜR MICH!
Ich wusste nicht,
dass ich Liebe so sehr BRAUCHE!

Ich war davon überzeugt,
da stehe ich darüber,
deshalb haben wir uns verabredet.
Sie hat mir das geschenkt…

Ich bin ihr so dankbar!

Verstorbenenkontakt

Ich bitte meinen Schutzengel, mich mit Udo zu verbinden.

Die Tür geht vorsichtig auf, nur einen Spalt weit.
Udo schaut herein, hat einen Zettel in der Hand
und schaut kurz darauf und sagt dann:

Bin ich hier richtig bei der Leserin?

U: Udo, ich weiß nicht, warum du mich Leserin nennst.
Aber ich bin hier, um deiner Frau Susanna zu sagen,
wie es dir geht, meinst du das mit Leserin?

Er kommt jetzt rein.
Mir fallen seine für einen Mann relativ kleinen Füße auf…

Udo: Die sagen, du liest in mir und das sagst du ihr dann…

U: Oh, jetzt verstehe ich! Ich bin ein Medium…

Udo: Äh, na ja…

U: An so was hast du nicht geglaubt?

Udo: Na ja (lächelt). Hier ist sowieso alles anders (lacht),
ich glaub so langsam an alles!

U: Okay, Udo, möchtest du dich setzen?
(Ich biete ihn einen Platz vor meinem PC an,
aber er schüttelt den Kopf,
er will lieber neben mir am PC sitzen.
Er amüsiert sich darüber, wie langsam ich schreibe,
legt dann seine Hand auf meine Schulter und sagt:
Das wird schon noch!

U: Ich glaube nicht,
so schreibe ich schon seit vielen Jahren…

Udo: Na ja dann…

U: Wie geht’s dir?

Udo: Ich war ganz schön müde!
Sag mal, ist das normal?

U: Dass man nach dem Sterben so müde ist?

Udo: Ja.

U: Völlig normal.

Udo: Ich wollte nicht sterben, Mensch!
Ich wollte doch da nicht weg!

Ich liebe sie doch so sehr!

U: Ich weiß, es schmerzt noch, nicht wahr?

Udo: Kann ich ja nicht abstreiten, oder?
Du liest in mir, ist ja irgendwie unheimlich…

U: Udo, das ist alles ganz in Ordnung.
Ich kann nur das lesen in dir, was du erlaubst.
Wenn du willst, dass ich etwas nicht schreibe,
dann lässt du es einfach nicht zu…

Udo zuckt die Schultern: Ne, ich habe nichts zu verbergen.
Nur dass einer so meine Gefühle sieht, das ist komisch…

U: Wie geht’s dir, Udo?
Ich hab schon mal gefragt, da hast du abgelenkt.

Udo: Oh ja, man, ich weiß auch nicht.
Ich will, dass sie leben, dass sie glücklich sind, aber ich fehle überall: meiner Frau, den Kindern.
Die machen auf normal, aber nachts geht’s dann doch los.

Was soll ich da machen?

U: Hat deine Frau deshalb den Kontakt gesucht?

Udo: Ich glaub schon, ich hab versucht, ihr klar zu machen,
dass ich sie sprechen will, aber sie hat mich nicht verstanden.

U: Sie hat dich gesehen…

Udo: Hm, hm, aber da war ich noch nicht klar…

U: Da warst du noch erdnah?

Udo: Ja, ich wollte nicht in dem blöden Licht bleiben,
ich wollte zurück zu meinen Leuten…

Man, hab ich getobt da!

U: Du warst sauer?

Udo: Echt sauer! Ich hab gedacht, das ist doch Sch…!
Das können die doch nicht mit uns machen, nicht jetzt!

U: Und dann bist du zurück aus dem Licht zu ihr?

Udo: Klar!

U: Aber irgendwann hast du dich dann entschieden,
im Licht zu bleiben?

Udo: Sie hat gesagt:
Sie wünscht sich so sehr, dass es mir gut geht! 
Sie hat geweint!
Da wusste ich, so geht das nicht, ich muss was tun.

Ich hab´s schon immer gehasst,
wenn sie geweint hat…

Da bin ich dann ins Licht gegangen und müde geworden.
Tja, und jetzt bin ich hier.
Sagst du ihr, dass ich sie liebe?
Sag ihr das.
Ach Mist, das kann man doch so nicht machen…

U: Hm, das nervt dich, mit mir zu reden?

Udo: Ja, Mensch!
Ja, ich will dich nicht verletzen,
aber du bist doch eine Fremde…

Er bricht an dieser Stelle ab, steht auf, will zur Tür raus,
besinnt sich dann aber wieder, setzt sich,
versucht, selbst zu schreiben,
natürlich geht das nicht.

Seine Hand, da ist ein Ehering,
aber der kommt mir viel zu neu vor, um „wahr“ zu sein…

Ich bekomme eine Szene gezeigt, da klemmt dieser Ring.
Er geht weder rauf noch runter
und ich höre eine Frau dabei ganz beruhigend reden,
er aber scheint sehr nervös zu sein.

Wir kommen wieder aus dieser Erinnerung heraus…

Er wirkt erschöpft, sein Haar ist feucht von Schweiß.
Jetzt wirkt er elend, atmet schnell und flach, dann immer seltener.
Ich bin sicher, er erinnert sich gerade an seinen Tod…

Udo: Ich wollte da raus,
ich wollte nicht zum Baby werden.
Ob sie das versteht?

U: Oh, du wolltest lieber sterben als Hirntot sein,
verstehe ich dich richtig?

Udo: Ja!
Versteht sie das?

U: Ich bin sicher.

Udo: Ich glaube, sie hätte mich ohne Ende gepflegt.
Sie hätte mich nie aufgegeben, nie.
Ich wollte so was nicht für uns!

U: Nein, ich verstehe.

Udo: Mir war doch nur schlecht!!!

U: Ja, manchmal beginnt es so…

Udo: Ich hab mich gesehen von oben.
Ich hab das gesehen, wie die mich verdrahtet
(ich bekomme kein anderes Wort und verstehe es nicht)
haben und das wollte ich nicht.

Sie war so tapfer, sie hat gedacht, es ist in Ordnung.
Du darfst, aber ich, ich war so, so…

U: Zerrissen?

Udo: Genau!

U: Wir machen eine Pause,
dich regt das ganz schön auf, ruh dich aus…

Udo: Ich reg mich gar nicht auf!

U: Okay. Warum hältst du deine Hand auf den Bauch?

Udo: Der hat weh getan!
Ne, jetzt nicht mehr.
Ich dachte, das ist einfach Sodbrennen.

Hier, guck mal:
Er zeigt mir Bilder.
Nicht in einem Fotoalbum, sondern am PC:
Eine Watt-Landschaft, Drachen steigen in die Luft…

Dann zeigt er mir ein sehr großes Schiff, da sind Container drauf…
Dann einen Schnellimbiss…
Sofort kommt das nächste Bild.
Das scheint ein Brautstrauß zu sein, Rosen und Perlen…

Nächstes Bild: Ein Restaurant, ich bin mir nicht sicher:
irgend was Asiatisches…

Wieder ein Bild, ich glaube, was er mir da zeigt,
ist ein Hafen, aber der ist nicht in Deutschland.

Er klickt das schnell weg und zeigt mir ein helles Auto.
Es sieht schon etwas mitgenommen aus,
darüber scheint er sich zu ärgern,
wischt es als unwichtig weg.

Dann sehe ich einen Weihnachtsbaum.
Aber irgendwie ist die Stimmung nicht harmonisch.
Gab es jemanden aus der Verwandtschaft,
der regelmäßig für Stress an Weihnachten sorgte?

Vielleicht auch in seiner Kindheit?

Dann sehe ich einen Flughafen.
Die meisten Menschen hier scheinen viel Gepäck zu haben,
aber er nicht…

Ich kann das Bild nicht deuten,
weiß gar nicht, was er hier will…

Er sagt: Ich habe gewartet.
Erklärt es aber nicht näher.

Jetzt bekomme ich den typischen Geruch einer Turnhalle vermittelt
und es ist laut hier, die Luft stickig,
ein Bild übermittelt er dazu nicht.

Hat er gerne Sport gemacht?
Mir scheint da war so eine Art Ehrgeiz in ihm.
JETZT aber zeigt er mir, dass es unwichtig war.
Viel zu unwichtig, um es ernst zu nehmen, aber er sagt:
Du kannst die Zeit nicht zurückdrehen.

Ich sehe jetzt ein Büro,
das scheint das Büro eines Chefs zu sein.
Der sitzt hinter einem Schreibtisch.
Udo steht da und noch zwei andere Männer nehme ich wahr.
Ich fühle sehr großen Stress,
irgendwie werden Dinge verlangt,
die unerfüllbar sind
oder die „Familie leidet drunter“…

Dann folgt anscheinend ein Urlaubsbild.
Ein langer schmaler Holztisch, ein weißes Tuch wird darüber gelegt.
Das macht eine ältere, kleine Dame, die sehr sorgfältig frisiert ist.

Und danach tragen viele Personen
viele unterschiedliche Speisen auf.
Die Atmosphäre hier ist so ganz anders als die zu Weihnachten:
so herzlich, wohlwollend.

Er zeigt mir jetzt gemalte Kinderbilder, sehr, sehr viele.
Und besonders ein Motiv fällt auf:
Eine Art Engel mit großen gelben Flügeln,
darüber ungeschickt geschrieben: Papi.

U: Soll Susanna das deinen Kindern sagen?

Udo: Ja, ich bin jetzt ihr Engel, das ist auch wahr!

U. Okay, wir kommen später noch dazu.

Udo: Magst du Thüringer?

U: Was? Hm, ja…

Udo: Nein, musst du nicht verstehen, ist schon gut.
Aber es gibt Menschen, die sich ernsthaft fragen,
wie man rohes Fleisch essen kann. (Er lächelt.)

Ein anderes Bild:
Udo versucht, mit Stäbchen zu essen,
eine Frauenstimme höre ich liebevoll lachen.

Er sagt: Jung.

U: Jung?

Udo: Ich habe mich einfach jung gefühlt,
als ich sie kennen lernte, LEBENDIG.

U: Aber du bist doch jung!

Udo: Ja, aber ich habe mich nie so gefühlt, war immer alles ERNST.

U: Bis Susanna kam?

Udo: Ja, ich liebe sehr, kannst du das auch lesen?

U: Ja, merkst du nicht,
dass ich weine?

Udo: Doch, wir weinen alle mal…
Sie konnte sich ganz schön aufregen…

U: War das schlimm?

Udo lacht: Ne, sie hat gesagt, ich soll nicht so sachlich sein.
Sie hat genau gewusst, dass ich nur so tue,
sie hat mich immer durchschaut mitten ins Herz.

Er zeigt mir jetzt eine Bauzeichnung, nichts Großes,
aber ein hübsches, kleines Eigenheim…

Udo: Ich glaube, ich habe auch viel richtig gemacht, oder?

U: Das musst du,
sonst würde sie dich nicht so lieben…

Udo: Ja…
Er faltet die Zeichnung des Hauses zusammen und steckt sie ein.
In eine Börse, die enorm dick ist und schon ziemlich alt aussieht.

Ich höre eine Melodie, weiß nicht, von wem die ist:
„I wonna now, what love is…“

Udo: Hat sie mir beigebracht!

U: Was Liebe ist?

Udo: Ja!
Deshalb wurde ich geboren…

U: Damit du es lernst?

Udo: Damit ich es annehme für mich.
Schade.

U: Was ist schade?

Udo: Hm, die Engel hier, die kennst du, oder?

U: Einige…

Udo: Die sagen, ich hatte das nicht mehr im Programm
und wollte es wieder glauben können!
Mehr nicht.

Kannst du dir so was Blödes vorstellen?
Mehr nicht?
Ich hab es gesehen!
Liebe gibt es auch für mich.
Dann musste ich gehen,
mehr war nie vorgesehen!

Ich will nicht sagen,
dass ich als Kind nicht geliebt wurde,
irgendwie schon, aber mit ihr, oh!

U: Kannst du den Unterschied benennen?

Udo lächelnd: Wenn ein Mann in Turnschuhen
den ätzendsten Schweißgeruch entwickelt,
den man sich vorstellen kann
und sein Mädchen liebt ihn dennoch,
was ist das, hm?

U: Liebe pur!
Da hast du Recht!

Udo: Ich hab eigentlich nicht an Beziehungen geglaubt,
ich war eben sachlich.

Ich bin ihr so dankbar,
dass sie mich da rausgeholt hat.

U: Okay, Udo, ich würde jetzt gerne beschreiben,
wie ich dich als Persönlichkeit hier empfinde.
Darf ich das tun?

Udo: Ja…
(Er nimmt sich eine Zeitschrift, es ist schwer für mich zu erkennen,
was genau er da liest:
entweder eine Computerzeitschrift
oder es geht um Autos.)

Er blickt noch mal auf und sagt: 
Oh, falls das wichtig ist,
ich bin nicht gern zum Friseur gegangen
und ich bin nicht Shoppen gegangen,
nur unter massivem Zwang!
(Er lacht dabei.)

Udos Persönlichkeit zu beschreiben,
ist gar nicht so einfach.
Denn es scheint einen „äußeren Udo“ gegeben zu haben
und einen „inneren Udo“.
Der Äußere ist sehr klar, sachlich, eher zurückhaltend.

Der Innere aber ist voll tiefer Gefühle,
da sind Sanftheit und Zärtlichkeit,
aber auch Leidenschaft und Hingabebereitschaft.

Was mir auffällt, ist:
Dass er weitestgehend hier macht,
was er will.

Er ist überhaupt nicht begeistert davon,
mit mir zu reden.
Viel, viel lieber würde er das mit dir selbst tun,
da bin ich durchaus so was wie ein lästiger Umweg.

Aber letztlich willigt er doch ein.

Da kommt wahrscheinlich sein Pragmatismus zum Tragen.
Er versucht, sich selbst hier eine Ordnung zu machen,
die Wichtigkeiten zu regeln.
Ich hab den Eindruck, dass dieses selbst Machen
ihm ohnehin der angenehmste Weg ist,
vielleicht war er das auch von Kindheit an so gewohnt.

Abhängigkeit von mir, davon,
dass ich ihn richtig verstehe,
ist ihm wirklich sehr, sehr unangenehm!

Ich vermute, die Worte der Liebe,
die er über dich sagte,
sind ihm ganz und gar nicht leicht gefallen.
Aber er hat ja nur mich als Möglichkeit, das zu tun.

Gäbe es für ihn einen anderen Weg:
Er würde ihn gehen.

Er muss Dinge, die er getan hat,
immer sehr ernsthaft getan haben.

Wenn ich ihn (was völlig normal ist) nicht verstehe
oder nicht ganz verstehe, wird er ungeduldig.
Es fällt ihm sehr schwer,
sich nur annähernd mitteilen zu können.

Ich denke, am liebsten wollte er 100 %!
Egal, um was für eine Aufgabe es ging.

Nach seiner Kindheit gefragt, bekomme ich nur ein:
War schon in Ordnung.

Ich glaube, dass er seiner Mutter sehr zugetan war.
Zum Vater fehlen mir Emotionen,
da kommt Distanz
und auch ein „sich Klein fühlen“.
Was das zu bedeuten hat, kann ich nicht sagen.

Ich frage ihn nach seiner Stellung innerhalb der Familie,
in die er geboren wurde
und er sagt etwas sehr Merkwürdiges:
Beobachter…

Hier wird noch etwas deutlich,
dass mir während des ganzen Readings auffällt:
Udo lässt nur so viel Nähe zu, wie ER will!
Manchmal hatte ich den Eindruck: 
JETZT öffnet er sich ganz, aber kaum war es soweit,
distanzierte er sich wieder.

Oder ich hatte den Eindruck,
dass er sich zurückziehen will. 
Vielleicht ist das ja auch einer seiner Wesenszüge:
Immer ein wenig pendelnd zwischen Nähe und Rückzug. 
Vielleicht war das seine Art, zu sein?

Nach seiner Arbeit gefragt, bekomme ich Emotionen:
Es eilt alles!
Es ist unüberschaubar für mich, was da eilt.

Ich bekomme einen Terminplaner gezeigt,
da sind einige Dinge durchgestrichen,
andere Rot unterstrichen…

Ich bekomme einen Blick auf einen PC,
sehe aber nur Zahlen,
mit denen ich nichts anfangen kann.

Auch hier durchaus ambivalente Gefühle:
Einerseits eine gewisse Freude daran,
„Nüsse zu knacken“,
andererseits ein Druck, der sich mehr und mehr aufbaut!

Nach seinen Hobbys gefragt,
bekomme ich wieder Sporthallen
und so ein Gerät, wie es die in Fitnessstudios gibt.
Und ich bekomme eine Szene,
da liegt er auf dem Boden
und hält ein Kleinkind mit beiden Händen über sich.
Er macht so was wie „Hanteltraining“!
Das Kind hört gar nicht mehr auf, zu lachen.

Und ich bekomme ein Doppelbett,
darin liegen VIER! Personen.
Es ist warm, kuschelig, viel zu eng, aber ganz schön.

Zu dieser Szene sagt er:
Ich schnarche nicht!

Und lacht dann…

U: Danke, Udo…

Udo: Willst du gar nicht nach meinem größten Traum fragen?

U: Doch?

Udo: Wir sitzen auf der Terrasse in Spanien,
sind alt und trinken ein Glas Rotwein
und die Sonne geht unter, tja…

U: Tja …

Udo: Ich hab mir hier so eine Finca gemacht. 
Wenn die Pläne abgelebt sind,
dann treffen wir uns alle hier und dann versteht sie.
Sie muss es einfach verstehen!

U: Was muss sie verstehen?

Udo: Dass ich ihr Engel bin,
dann nicht mehr ihr Mann.

Redest du mit ihr darüber?
Ich bin jetzt mehr als ein Mann…

U: Mach ich, versprochen…

Udo: Das ist wichtig!
Sie braucht mich noch, aber ganz anders!

U: Ja, klar…

Udo: Sie will davon nichts hören, aber es ist so wichtig…
Ich, oh man, ne!

U: Was ist denn jetzt?

Udo: Das geht doch nicht dauernd über dich, Mensch,
wir sprechen von über fünfzig Jahren!

U: Ne, das geht nicht über mich, da hast du Recht.
Bis dahin komme ich dich längst auf deiner Finca besuchen…

Aber du weißt,
dass du als Verstorbener nicht täglich
mit deinen Angehörigen kommunizieren darfst, oder?

Die müssen ihr Leben leben!

Udo: Das weiß ich, darum geht’s auch gar nicht.
Da kennst du Susanna schlecht!

Die würde sich von mir nichts vorschreiben lassen,
auch nicht als Engel.

Es geht darum, dass ich helfe, zu verstehen…

U: Was zu verstehen?

Udo: Das Leben…

U: Wie ein Guide?

Udo: Genauso!
Was denkst du denn, was ich gemacht habe hier?

U: Ich dachte, du hättest dich ausgeruht…

Udo: Ja, aber auch gelernt.
Ich kann mich ausruhen UND lernen,
konnte ich schon immer.

U: Du hast eine Ausbildung als Guide gemacht? 
(Das ist sehr ungewöhnlich in der Kürze der Zeit.)

Udo: Ich war schon mal ihr Guide, das war nicht schwer,
da wieder rein zu kommen…

U: Oh, dennoch wusstest du als Seele nicht, dass es Liebe gibt?

Udo: FÜR MICH!
Ich wusste nicht, dass ich das so sehr BRAUCHE!

Ich war davon überzeugt, da stehe ich drüber,
deshalb haben wir uns verabredet,
sie hat mir das geschenkt…

Ich bin ihr so dankbar!

U: Gut, dann wird sie lernen können,
dich zu verstehen?

Udo: Ja, sie kann, machst du das?

U: Wenn sie es möchte, sonst nicht, sie entscheidet.

Udo: Abgemacht!

U: Na gut, dann würde ich dir gerne ihre Fragen stellen…

Udo: Die kenne ich doch,
ich hab das Meiste doch schon beantwortet,
nur das mit den Kindern nicht.

U: Da liegt dir was sehr auf dem Herzen
oder täusche ich mich?

Udo: Das Vaterlos sein,
das braucht eine andere Antwort.

Ich möchte, dass mein Schatz versteht,
dass vaterlose Kinder eine andere Antwort brauchen.

Ich bin DA, nur nicht zu sehen!
Das ist so, wenn man in der anderen Welt ist:
Da wird man unsichtbar.

Ich höre alles und ich liebe sie.
Ich kann nicht immer helfen,
dass nie was Blödes passiert.
Aber ich kann ihnen ganz viel Kraft geben,
dass sie so was durchstehen können.

Und wenn meine Kraft nicht reicht,
dann bitte ich Gott, der ist stark…

Und sie soll ihnen sagen,
dass ich es auch doof finde,
dass sie mich nicht sehen und hören können,
aber irgendwann geht das vorbei!
Versprochen!

U: Danke, das ist toll gesagt!

Udo: Ne, ist mein Ernst!

U: Ich habe noch eine Frage:
Hast du versucht, im Traum ihr was zu sagen?

Udo: Ja, aber das ging nicht,
sie hat das noch nicht verstanden
und ich war auch noch nicht soweit.

Tut mir leid,
wir machen das dann besser,
kann man alles lernen!

U: Ich glaube, sie wünscht sich das sehr…

Udo: WIR wünschen es uns,
das wünschen sich doch Alle.

Aber das wird nicht allen erlaubt,
erst wenn man versteht,
worum es geht…

U: Das dürfen nur sehr Wenige, ich weiß.
Udo, ich bedanke mich herzlich für deine Mitarbeit.
Ich weiß, es war nicht leicht für dich,
wenn ich dich nicht verstanden habe.

Udo: Ist alles gut!

U: Dann wünsche ich dir ein wundervolles Sein…

Udo: Ja, ich weiß, es ist möglich.
Sag ihr, ich küsse sie auf ihr Haar,
weil ich jetzt ein Engel bin.

U: Okay, mach´s gut, Udo!

Udo: Man sieht sich!