Schutzengel – Wenn du Anderen unersetzlich bist, dann ist es deren Pflicht…

Wenn du Anderen unersetzlich bist:
Dann ist es deren Pflicht,
dafür Sorge zu tragen,
dass sie dich nicht ersetzen müssen!
Schutzengelkontakt

Ich bitte meinen Guide, mich mit dem Guide von Vera zu verbinden.
Vera bittet um diesen Kontakt.

Ich bin in einem Obstgarten, blühende Bäume, ein Holzzaun,
ein überdachter Brunnen, hohe Hecken aus wilden Rosen.
Ein Haus aus Schieferplatten links,
Wein rankt sich bis zum niedrigen Dach empor.
Ich gehe um das Haus herum und richtig, dort steht eine Frau.
Sie wirft ein blütenweißes Leinentuch über einen groben Holztisch,
schaut zu mir, lächelt.

Schön ist ihr Gesicht, obwohl sie sicher schon Mitte siebzig ist.
Gekleidet ist sie in der Mode des ausgehenden 19. Jahrhunderts:
Grauer, langer Rock, weiße Bluse mit einer Gold-Brosche am Kragen.
Das weiße Haar zu einem Knoten gebunden.
So alt sie ist, so leichtfüßig kommt sie zu mir,
nimmt meine beiden Hände in ihre
und schaut mich aus blauen Augen freundlich an.
Sie ist auffallend groß, sicher mehr als 1,80 m.

G: Willkommen in meiner Zuflucht,
willkommen in unserem Sein.
Ich bin Käthe…

U: Bist du Utes Guide?

K: Oh ja, und ich bin es gern.
Komm, ich habe einen Tisch gedeckt.
Sie zieht mich zur Seite, bittet mich Platz zu nehmen.
Kaffee oder Kakao, Kuchen oder Sandwich:
alles darf ich wählen.

U: Du bist sehr freundlich zu mir, danke, Käthe.

K: Wir lieben Gastfreundschaft…

U: Wer ist „Wir“?

K: Vera und ich, in diesem Leben hier hieß sie Gertrud.
Das hier ist das Elsass, kennst du das Elsass?

U: Nein, ich war nie dort…

K: Oh, das solltest du nachholen,
auch du hast hier einmal gelebt.
Eine gute Zeit.
Aber es geht nicht um dich…

Vera?
Merkst du?
Ich bin dir ähnlich, ich vergesse leicht,
über die Angelegenheiten derer, die vor mir sitzen,
das eigene Anliegen.
Ist das nun eine gute oder eine schlechte Eigenschaft?
Was meinst du, liebe Vera!

Zurzeit wäre es eine ziemlich Lästige.
Denn würde ich meiner „Neigung“ nachgehen,
dann würde ich mich jetzt drei Stunden lang
über Utas Leben unterhalten, würde ihr Rat und Hilfe geben
und vielleicht erst ganz zum Schluss
meinem Bedürfnis, dir zu raten, nachgeben.

Liebe Vera, heute soll es mir aber nur um dich gehen!
Nur darum, dich in deiner Entwicklung zu fördern.
Und dazu gehört, dass du verstehst,
warum es heute darum gehen muss:
über die Angemessenheit der Zuwendung zu reden.

Sich dem Anderen zuzuwenden,
ist zutiefst menschlich,
ist ein wichtiger Teil Gottes in uns Menschen.
Aber wie alle Teile von ihm in uns,
so ist auch dieser Teil
der Beurteilung nach Gut und Falsch unterworfen.

Wir haben die Pflicht, zu überprüfen,
eine Auslese zu treffen und Prioritäten zu setzen.

Gott hat unendliche Kräfte,
ohne Maß wendet er sich seiner Schöpfung zu.
Wir aber sind Menschen und haben darum die Aufgabe,
unser Maß zu beachten, zu haushalten!

Tun wir es nicht, sind wir
– so seltsam es klingen mag –
„überheblich“, denn dann maßen wir uns an,
göttliche Kräfte zu besitzen.

Du wirst gleich verstehen, was ich meine.
Lass mich erst einmal erklären,
welches Leben das hier war.

Ich, Käthe, wurde 1827 in Wien geboren.
Ich war die Tochter eines Regierungsrates.
Strenge war Pflicht ebenso wie ein rigider Glauben!
Ebenso wie eine für eine junge Frau die sehr beschränkte Freiheit.

Als ich 20 war, wurde ich verheiratet.
Eine schreckliche Ehe!

Mein Mann war ein aufstrebender Akademiker!
Und ich war weder die Frau, die er liebte,
noch eine, an der er wenigstens intellektuell Interesse hatte.

Ich hatte ihm die soziale Arbeit zu erledigen:
Kinder zu gebären,
Kontakte zu pflegen
und ihn in dieser Hinsicht
von allen sozialen Lasten zu befreien
wie Nachbarschafts-Pflege,
Verwandten-Beziehungen,
Hauspersonal-Fragen
oder offizielle Feierlichkeiten zu arrangieren.

Dazu hatte ich durch meine Schwangerschaften
den Beweis an die Gesellschaft zu erbringen,
dass mein Gatte ein auch in dieser Hinsicht
„normaler, gesunder“ Mann war.

So sah er mich!
Er sagte einmal zu mir,
als er mich weinend in meinem Zimmer fand
und ich ihn fragte, was ich ihm denn bedeute:
Du bist eine reichlich anstrengende, teure,
aber bedeutende Investition
in meine gesellschaftliche Karriere!

Nun könnte man meinen:
Da ich durch meine Erziehung auf so viel Kälte vorbereitet war,
hätte ich nicht darunter leiden müssen.
Aber so war es nicht!

Eine ewige Sehnsucht brannte in mir:
Eine Sehnsucht danach, frei zu sein,
zu fühlen und zu handeln,
was in mir wahr war.

Mein Gatte war kein guter Mensch.
Das merkte ich bald!
Er war herrschsüchtig,
quälte und drangsalierte das Personal,
scheute nicht einmal vor Schlägen zurück.

War ein Bediensteter ungeschickt,
so schmeckte er schon bald seine Reitgerte!
Und ich?
Ich sah zu klopfenden Herzens, ohne mich zu rühren.

Ich erfüllte meine Pflichten, so gut ich konnte.
Ich versuchte, die teure Investition,
die mein Gatte in mich investierte,
so gut es ging, zu rechtfertigen.
Aber eines konnte ich nicht:
Ich konnte ihm keine Kinder gebären!

Mit den Jahren wurde er darüber erst griesgrämig,
dann böse und schließlich gewalttätig.

Seine Karriere nahm nicht den Lauf,
den er sich vorgenommen hatte!
Das lag nicht zuletzt an ihm.
Aber er konnte sich das nicht eingestehen
und so suchte er die Schuld dafür zunehmend bei mir.

Bis die angestaute Wut sich eines Tages entlud
und er mich so zusammenschlug,
dass ich von einer Angestellten ins Hospiz gebracht wurde.

Vera, ich will es kurz machen:
Mein Mann suizidierte sich,
als der Skandal bekannt wurde
und ich war eine wohlhabende Witwe.
Und ich war FREI!
Dort im Hospiz war ich nicht die einzige Frau,
die Opfer der Gewalt ihres Mannes geworden war.
Ich lernte dort auch Andere kennen.

Viele Jahre vergingen!
Nie konnte ich vergessen,
WIE VIELE FRAUEN das gleiche Leid erfuhren wie ich.
Und immer wieder musste ich mich fragen:
Was wäre aus mir geworden, hätte mich mein Dienstmädchen
in jener Nacht nicht ins Hospiz gebracht?

Was wird aus all denen, die Niemanden haben?
Wo finden sie Zuflucht?
Ein Gedanke, der Jahrzehnte in mir lebendig blieb.

ZUWENDUNG als Sehnsucht!
Ich hätte mich so gerne solchen Frauen ZUGEWANDT!
Das war eine Resonanz zwischen dem Wunsch
meiner Seele und Gottes Liebe,
die diese Sehnsucht unermüdlich wach hielt.

Eines Tages kam ich hierher,
eine Sommerfrische nannten wir das damals.
Wien war eine ungesunde Stadt und ich wollte mich erholen.
Das Häuschen hier gehörte einer entfernten Verwandten von mir.
60 war ich damals, als ich es zum ersten Mal betrat.

Meine Tante hatte eine Frau aus dem Dorf engagiert,
die mir den Haushalt führen sollte.
Gertrud hieß sie.
Ja, meine Liebe, das warst du!

Wie es immer ist, wenn zwei Seelen sich finden,
die viel verbindet:
Wir verstanden uns auf Anhieb gut.
Schnell wurden wir Freundinnen.

Aber eines Morgens kamst du viel zu spät.
Ich hatte selbst schon den größten Teil der Hausarbeit erledigt
und wollte mich gerade auf den Weg zu dir machen,
um nach dem Rechten zu schauen,
weil mich eine merkwürdige Unruhe
die ganze Nacht geplagt hatte!
Da kamst du endlich.

Du warst keine junge Frau mehr,
aber doch war dein Schritt fest
und deine Körperhaltung gerade.
Doch an diesem Tag konntest du kaum die Füße heben.

Dein Gesicht hattest du bis zur Nase
mit einem Kopftuch verdeckt,
mir blieb das Herz stehen,
als ich dich so auf unser Häuschen zukommen sah.

Wortlos versuchtest du, an mir vorbei in die Tür zu schlüpfen.

Ich hielt dich fest
und dir entfuhr ein Schmerzensschrei bei der Berührung.
Vorsichtig zog ich das Kopftuch zurück.
Wie schrecklich der Anblick war, der sich mir bot!

Dein Mann hatte dich mit einem Holzscheit verprügelt.
Ein Wunder, dass du es überlebt hattest.

Ich pflegte deine Wunden, so gut ich konnte.
Dann wolltest du zurück!
Ich duldete es nicht.
Als es Nacht wurde, kam dein Mann, dich zu suchen.
Ich ließ ihn ein und überschüttete ihn
mit Vorwürfen und Drohungen.
Er achtete gar nicht auf mich
(so wenig, wie mein Mann je auf meine Worte geachtet hatte).

Er stürzte nur – dich wieder mit Fäusten traktierend – auf dich.
Und ich weiß nicht, was es war:
War es meine Wut,
wieder einmal nicht ernst genommen zu werden?

War es meine Angst,
dich zu verlieren?

Wahrscheinlich eine Mischung aus beidem.
Jedenfalls griff ich zum Schürhaken
und erschlug mit einem einzigen Schlag deinen Mann.

Ich kam wegen Totschlags in einem minder schweren Fall
für zwei Jahre ins Gefängnis.

Weißt du, das war mir nicht schlimm!
Es war für mich in Ordnung.

Das war ein Preis, den ich gerne zahlte.
Ich wusste, ich hatte eine Sünde begangen,
aber auch das war mir nicht schlimm.
Sollte Gott mich deshalb in die Hölle werfen,
dann war auch das etwas,
was ich zahlen würde.

Das war es mir wert!
Denn ich hatte etwas gelernt:
In meiner Gegenwart würde NIE wieder Jemand
ungestraft Gewalt ausüben!

In den Jahren meiner Einkerkerung
hattest du mir hin und wieder Päckchen geschickt,
aber da du nicht schreiben konntest,
wusste ich nicht, wie es dir ergangen war.

Doch als ich entlassen wurde,
standest du vor den Toren des Gefängnisses.

Aus meinem Häuschen hattest du ein kleines Paradies gemacht.
Überall blühte es,
überall waren winzige Kleinigkeiten aufgestellt,
die aus diesem einfachen Haus
einen himmlischen Ort machten.
Und überall hattest du Engelbilder und Figuren aufgestellt.

Du sagtest: Falls wir in die Hölle kommen,
müssen wir eben jetzt so viel Himmel wie möglich haben!

Ich sagte:
Und wenn ich bis in alle Ewigkeit in die Hölle käme:
Ich würde es wieder tun, wenn ich Zeuge davon würde,
wie ein Mann seine Frau zerstört!

Ich wünschte nur Eines:
Dass ich allen Frauen helfen könnte,
die in unserer Not sind.
Bei Gott:
Das wünschte ich mir!

Liebe Gute:
Gott hört solche Wünsche,
die, die ganz tief aus der Seele kommen.
Das ist etwas Magisches
oder vielleicht auch ein Naturgesetz?

Was meinst du?

Jedenfalls wurde dieses Haus hier
die Zuflucht vieler gepeinigter Frauen.
Es sprach sich herum, es wurde allgemein bekannt,
dass wir keine Frau vor der Tür stehen lassen,
die zerschunden vor uns stand.

Und bei ihren Peinigern sprach sich herum,
dass man bei mir mit dem Schlimmsten rechnen musste,
also ließen sie uns unbehelligt.

Viele Frauen fanden hier Zuflucht, wenigstens solange,
bis sich andere Lösungen für sie fanden.

Wenn du so willst,
hatten wir das erste Frauenhaus der Welt gegründet!

In jenen Jahren warst du meine Freundin, mein tapferer Kamerad.
Du warst die Mut Macherin vieler und die Trösterin.
Du warst mit deinem Humor und deiner Freude an allem,
was schön ist, der gute Geist des Hauses!

Unvorstellbar, dich hier zu missen.

Doch dann kam unerwartet Nachricht deiner Mutter.
Nie hatte ich sie hier gesehen.
Nie bist du dort am anderen Ende des Dorfes zu Besuch gewesen.
Nie hast du etwas über deine Kindheit erzählt,
außer, dass es hart war.

Jetzt aber ließ sie dir ausrichten,
dass du zu ihr ziehen solltest.
Sie sei nun zu alt, um für sich selbst zu sorgen
und du müsstest sie pflegen, wie es die Pflicht jeder Tochter sei.

Sie wolle dann auch die Schande vergessen,
die du ihr mit dem Tod deines Mannes angetan hättest.

Du bist wirklich zu ihr gezogen.
Ach, Vera!

Diese Frau war nicht gut!
Sie nutzte dein Pflichtgefühl,
dein Mitgefühl,
um ihren Machthunger zu stillen.
Erst hofftest du,
ihr mit deiner angeborenen Heilergabe helfen zu können.
Doch so viele Schmerzen du hier geheilt hast:
deine eigene Mutter nahm das nicht an.

Sie hielt dich den ganzen Tag
und die halbe Nacht auf Trab.

Zuerst bist du uns oft noch helfend zur Seite gestanden.
Aber kaum warst du eine Stunde hier,
ließ sie schon wieder aus irgendeinem Grund nach dir rufen.

Schließlich sah ich dich nur noch selten.
Dich zu besuchen, war mir von deiner Mutter verboten.
Eine „Mörderin“ duldete sie nicht im Haus.

Ein Jahr verging, zwei, drei…

Du wurdest seltsam.
Schließlich entdeckte ich erste Anzeichen
einer Alkoholabhängigkeit bei dir.

Ich konnte es dir nicht vorwerfen.
Du warst sichtlich am Ende deiner Kräfte angekommen.
Deine GANZE ZUWENDUNG galt der Mutter.

So wie einmal deine GANZE ZUWENDUNG
deinem Mann gegolten hatte.


Du bist vor deiner Mutter gestorben, jahrelang vor ihr!
Ihre Pflege übernahmen deine Geschwister! 
Sie! teilten sich in dieser Aufgabe.
Dir selbst schien das unmöglich gewesen zu sein.
Schließlich hatten die Kinder und du nicht.

Vera, du hast eine wunderbare und große Seele.
Aber du bist dieses Mal in die Welt gekommen,
um mit deiner Kraft der Zuwendung
haushalten zu lernen!
Und du bist auch gekommen, um zu lernen,
dass es gut sein kann,
sich von Herzen den überzogenen Ansprüchen
Anderer zu widersetzen!

Mir ist es wichtig, dir Mut zu machen,
in den nächsten Lebensphasen dir SELBST
so viel Zuwendung zu widmen,
wie es dir möglich ist.

Du darfst dir kein schlechtes Gewissen mehr machen lassen!
Sondern du sollst verstehen lernen,
dass du einfach nur des Menschen Maß zu beachten hast.

In dir sind wundervolle Gaben angelegt,
die wollen gelebt werden.
Opfere sie nicht mehr auf!

Hier hast du schrecklich gefehlt.
Nie konnte ich deine Heiterkeit ersetzen
oder deinen bodenständigen, praktischen Sinn für das,
was wirklich notwendig ist.

Nie konnte ich so schöne oder auch nur so freche Lieder singen,
nicht einmal deine Rosen wollten unter meinen Händen gedeihen!

Liebe Seele, du musst in diesem Leben lernen,
dass du NIRGENDWO beliebig austauschbar bist!
Aber dass DU das Recht und die Pflicht hast,
dafür zu sorgen, dass es dir gut geht bei all dem,
was du Anderen gibst!

Viel hast du schon gelernt!
Doch Eines möchte ich dir sagen:
Wenn du Anderen so unersetzlich bist, wie sie meinen,
dann ist es auch DEREN Pflicht, dafür Sorge zu tragen,
dass sie dich nicht ersetzen MÜSSEN!

Falls sie das nicht tun, könnte es sein,
dass sie zu lernen haben, dass jede Ursache, die sie setzen,
eine Wirkung hat!
Einen Preis, den nicht du!
Sondern sie zu zahlen haben!

So, genug Moral gepredigt.
Ich liebe dich, Vera!
Ich habe dich als Gertrud geliebt,
ich habe dich hier im Jenseits
als meine Schwesterseele geliebt
und ich werde dich in alle Ewigkeit lieben.

U: Vielen Dank, Käthe, das war ein sehr klares Statement.
Ich hoffe, Vera kann damit etwas anfangen…

K: Sie kann, sie will auch.

U: Vera fragt, warum du ihr Guide bist,
aber das ist wohl schon klar…

K: Ich habe ihr versprochen,
sie im Leben daran zu erinnern,
sich selbst besser zu schützen als im letzten Leben.

U: Sie fragt weiter,
welche Aufgabe sie in diese Inkarnation mitgenommen hat?

K: Das ist nicht nur eine Aufgabe,
solche Einseitigkeit würde ihr gar nicht entsprechen.

Aber es geht sehr darum,
sich mit dem rechten Maß vertraut zu machen:

Das rechte Maß an Selbstachtung,
das rechte Maß an Fürsorge,
das rechte Maß an Zuwendung,
das rechte Maß an Rückzug,
das rechte Maß an Gottvertrauen,
das rechte Maß an Selbstdisziplin.

Vera ist gekommen,
um ihr EIGENES Maß herauszufinden
und das ist keine leichte Aufgabe!

Nein, nein, du liebe Vera,
um den Body Mass Index
geht es so ganz und gar nicht (lächelt),
sondern die Maße des Menschlichen
nie wieder mit Gott gleichen Forderungen
an sich selbst zu verwechseln!

Darum geht es!
Mensch sein!

Dafür eintreten,
sogar kämpfen!
Nichts ist wichtiger!

Vera ist Vera, weil es so Gottes Willen ist!

U: Vera fragt, warum sie diese oder jene Probleme hat?

K: Weil sie Maße bei sich anlegt, die unerfüllbar sind!
Vera, du versuchst, ernsthaft zu fühlen,
du versuchst immer und überall, pflichttreu zu sein.

Das ist gut.
Aber du musst einfach DEIN Maß finden!

Noch geht es zu sehr um die Maße der Anderen!
Ich muss dir doch nicht sagen, dass es Menschen gibt,
die völlig maßlos sind dir gegenüber!

Dann darfst, nein, dann musst DU! für dein Maß eintreten!
Das können die Anderen nicht!
Woher sollen sie wissen,
dass dein Maß erschöpft ist?

Ich weiß, das hast du nicht gelernt.
Aber das heißt doch nicht,
dass du in der Weise deiner Sippe weitermachen musst!

Alles Trachten gilt dem Du?
Nein, Liebes, alles Trachten gilt dem Ich UND dem Du!
Es geht ums Gleichgewicht!

Wir wissen Beide:
Die Zeit, in der dein Ich eine übergroße Rolle spielen durfte,
hat dir gar nicht gefallen!
Da hast du ausgesprochen
schlechte Inkarnationserfahrungen gemacht.

Aber das GEGENTEIL der Selbst-Erhöhung
ist nicht die Selbst-Aufgabe,
sondern Selbst-Verständnis!

Wusstest du eigentlich schon,
dass es ganz SELBST-VERSTÄNDLICH ist,
wenn du nett und wertschätzend behandelt wirst?
Nein?
Doch, das ist ein Naturgesetz!

Gleiches zieht Gleiches an!

Die Sache ist nur die:
Solange du nicht SEHEN kannst,
dass du GUT bist,
ziehst du an, was DU glaubst,
verdient zu haben!

Den Zorn auf deinen Mann,
auf deine Mutter, den hast du dir als Seele nie verziehen.
Ich finde, der Zorn war berechtigt!

Es war ein heiliger Zorn!
Über den du noch viel zu lernen hast!

Ich weiß, du hasst Gewalt!
Aber es gibt eine Gewalt, die muss sein,
damit das Leben bewahrt bleibt!

Versuch, Frieden zu machen mit der Tatsache,
dass auch du eine Seele bist, die Zorn kennt!
Du bist Mensch!

Selbst Jesus konnte zornig werden!
Willst du besser sein als er?

Also höre auf, dich dafür zu schämen,
dass du ein Mensch bist!

U: Vera fragt, was ihre Stärken sind?

K: Ha! Wo soll ich da anfangen?
Bei deiner Begeisterungsfähigkeit?

Oder deiner Fähigkeit,
dich in Andere hinein zu versetzen?

Bei deiner Freude an der Schönheit der Schöpfung?
Bei deiner ungewöhnlichen Neugier,
Gott so kennen zu lernen,
wie er es dir zeigen will?

Bei deiner Freiheit, das Leben zu akzeptieren,
auch dann, wenn es kein Wunschkonzert ist?

Bei deiner Energie, Dinge anzupacken,
die verändert werden müssen?

Bei deinem Überlebensinstinkt und deinem Mut,
das Leben in die Hand zu nehmen?

Was ist dir denn Recht?
Hm?

U: Sie hat eine starke innere Stimme…

K: Sie hat mich und hört mich
und endlich weiß sie es auch!

Ich bin froh darüber, Vera!
Ich hätte auch in männlicher Form kommen können,
aber ich wählte bewusst diese Inkarnation.

Wenn du mich fragst, was uns eint,
dann ist es unser tiefstes JA! zur Schöpfung.

Wir sind Schöpferseelen!
Wir sind da, um den Plan Gottes immer und
immer weiter mit vorwärts zu treiben!

Deshalb entwickeln wir selbst dann noch Kraft,
wenn wir schon am Boden liegen.
Wir mögen stürzen,
aber wir stehen wieder auf.

Du bist viel medialer, als du glaubst!
Du liebst Gott
und du liebst Mensch und Tier!

Nun wird es Zeit, dass du JA sagst zu dir!
Zu deiner Kraft!

Du wolltest nie umsonst gelebt haben
und du suchst immer noch,
deinem Leben Sinn zu geben!
Das ist gut!
Aber dazu gehört,
dass du ein tiefes Selbst-Verständnis bekommst.

Lebenshelfer wie wir kommen
immer im Leben an irgendeinem Punkt,
an dem sie danach vor Sehnsucht rufen,
helfen zu dürfen!

Das ist der Augenblick,
an dem Gottes Wille
sich mit der Sehnsucht der Seele vereint!

Du kannst helfen,
du kannst heilen,
du kannst Trost und Rat geben.

Doch du musst lernen,
dir zu überlegen, wem deine Hilfe gelten soll:

Denen, die in Not sind und WIRKLICH Hilfe suchen?
Oder denen, die es sich nur bequem machen möchten
und dabei deine Kraft verzehren?

U: Eure Seelenfamilie ist also die Schöpferfamilie?

K. Ja, in Resonanz zur Heilerfamilie! 
Beides wirkt in uns als Strebung.

U: Was ist ihr Krafttier?

K: Der Delfin natürlich, was denn sonst?

U: Käthe, ich danke dir sehr für dieses Gespräch
und ich hoffe, dass wir Vera helfen konnten…

K: Ich hoffe,
dass es der Beginn einer wunderbaren Freundschaft ist.

Vera: Bitte versuche, zu lernen, mir zuzuhören,
ich habe dir so viel zu vermitteln.

Ich bin DEIN Bein im Himmel
und du MEIN Bein auf Erden!
Verstehst du?

Nun geh, meine Freundin,
geh und pflück Äpfel,
stell dich in den Herbstwind und spür das Leben!
Überall ist es da!
Und du, Vera, gehörst dazu.

Du bist schön!
Als Seele und als Mensch.
Ich lobe Gott täglich, dass er dich rief!
Deine Käthe!