Medialität

Die Externisierungen Gottes sind keine Kopien Gottes

Josef zum Thema:

Die Externisierungen Gottes

Die Externisierungen Gottes sind keine Kopien Gottes. Die Einteilung nach Kopien ist prinzipiell als wertende Funktion abzulehnen. Vielmehr handelt es sich um eine Ordnung der unterschiedlichen Bewusstseinsinhalte und Mentalkräfte.

In der Tat stellt das Prinzip göttliche Vervielfältigung dar. Doch liebe ich für meinen Teil den Begriff „Kopie“ weniger, da er meines Erachtens eine wertende Komponente impliziert, die ich prinzipiell nicht bestätigen kann.

Gehen wir vom Ausgangspunkt Gott aus, der, um sich ein Gegenüber und somit eine Reflexionsmöglichkeit zu schaffen, die 1. Stufe getrennten Ich-Bewusstseins schuf, die 1. Externisierung.

Dieser Vorgang könnte gleichgesetzt werden mit einer Bündelung und Externisierung spezieller, unvermengter Energien und Kräfte, die von unterschiedlicher Potenz, Ausrichtung und Eigenheit sind.

Diese Externisierung Gottes bezeichnen manche von euch als 1. Kopie. Doch ist es weniger eine Kopie, die von geringem Wert ist, als vielmehr ein bewusstes Zentralisieren ganz spezifischer göttlicher Eigenheiten.

In der Tat ist die göttliche Präsenz in dieser Externisierung sehr hoch, sehr zentriert und geballt. Hier erfährt Gott seine einzelnen Eigenheiten in unvermengter kristallklarer Weise. Doch haben diese, seine Eigenschaften den Ich-Charakter.

Erzengelwesen ist kein schlechter Ausdruck hierfür. Ich weise darauf hin, dass es sich, da es Ich-Manifestationen sind, auch um Persönlichkeiten handelt.

Es gibt sehr unterschiedliche Bezeichnungen für diese Externisierungen. Sie entspricht den christlichen, jüdischen Erzengeln, den buddhistischen „Göttern“ und hat Bedeutung in vielen schamanischen Glaubensvorstellungen der Menschheit.

Wichtig ist, zu verinnerlichen, dass es sich um reine, unvermengte Anteile Gottes handelt, die eine ganz spezielle Facette seines Seins darstellt. Bitte denkt nicht, er habe mit diesem Vorgang sein Ich geschmälert, dies ist nicht der Fall, er bleibt sich immer gleich. Jede Externisation ist die Reflexion dessen, was in ihm ist, besser noch, was er ist. Dies geht bis hin zur kleinsten Externisation.

Es findet also keine Teilung, sondern eine Ausweitung Gottes statt.

Die 2. Stufe der Externisation vollzieht sich nach dem gleichen Prinzip. Wie Gott sich selbst in der ersten Stufe erlebt und sich begegnet, nun jedoch nicht als Gesamt-Ich, sondern quasi als Detail, so externisieren diese 1. Externa ebenso sich selbst in die 2. Stufe (oder als so genannte Kopie). Hier entstehen aus ihnen die unterschiedlichen Komponenten ihrer Art.

Ich werde versuchen, es euch an einem euch geläufigen Prinzip aufzuzeigen.

Sagen wir, einer der 1. Externisationen sei Kreativität (zweifellos ist sie eine der unzähligen Eigenheiten Gottes). Vergesst bitte nicht, dass sie Ich-Charakter hat wie alle anderen Externa auch.

Nun, diese – sagen wir – „Urkraft“ Kreativität vervielfältigt oder besser externisiert alle in ihr vorhandenen Kreativitätsmöglichkeiten in einzelnen externen Bündelungen zum Beispiel: Musik, Malerei, Bauen, usw. ..

Diese externisierten Formen ließen sich wieder zusammenfassen. Und die würden dann erneut das Grundprinzip Kreativität ergeben. Doch da auch sie angereichert mit Ich – Bewusstsein sind, würden sie niemals die Ausgangspersönlichkeit Kreativität sein. Denn sie bringen ihre Erfahrungen mit ein bei jedem erneuten Verschmelzungsprozess. Dies gilt auch für die Summe aller 1. Externa. Sie ergeben in ihrer Summe eine um Erfahrungen erweiterte Einheit Gottes.

Ich weiß, dieser Vorgang ist schwer zu verstehen, doch gerade dieser Prozess findet unablässig statt und er ist die potenzielle Ursache des Universums, ein ewiger Kreis sich ständig erweiternden Bewusstseins.

Kommen wir zu unserem Beispiel zurück:
Externisierte Kreativität = Phase 1
Kreativität externisiert Malerei = Phase 2

Phase 2 ist also ein mit Ich-Bewusstsein ausgestattetes Bewusstsein, das Träger des höchsten Maßes der malerischen Kreativität ist.

Doch nun betreten wir ein anderes Feld, nämlich jenes der Vermischung. Und hier haben wir zum ersten Mal einen sehr unterschiedlichen Ansatz zu den euch geläufigen Aussagen.

Die 2. Externa wird keine neuen unvermengten Externa bilden. Es wird keine 3. Externa Ölmalerei oder Aquarellmalerei auskristallisiert, sondern von nun an kommt es zur Vermengung. Dass heißt, die 2. Externa verbinden untereinander einige ihrer Eigenheiten, um völlig neue Muster zu bilden. Spiegelte Gott sich in kristalliner, zentrierter Form einzelner Fragmente in den beiden ersten Externas, so begegnet er sich nun in der Mischung dieser zentrierten Energien.

Die Möglichkeiten sind völlig unbegrenzt, die Vielfalt für euch nicht nachvollziehbar und – dass ist für euch interessant – für Entwicklungen völlig offen!

Freilich könnte auch hier eine Gruppierung und Klassifizierung vorgenommen werden, dennoch werde ich dies nicht tun, da sie den Rahmen völlig sprengen würde. Wir können sagen, dass wir hier ein einziges großes Experimentierfeld vorfinden, in dem Gott sich in seiner Vielfältigkeit erlebt.

Dies bedeutet keinesfalls, dass 3. Externas da sind, um MEHR Vielfältigkeit zu besitzen, als Gott ist. Oder dass hier mit jeder Externa das Bewusstseinspotenzial steigen würde. Dies ist nicht der Fall, im Gegenteil: Vermischung wird immer zur Einbuße zentrierten Bewusstseinsspezifika führen.

Dennoch werdet ihr unschwer erkennen, dass es sich auf keinen Fall um eine „Rangordnung“ handeln kann.

Also kommen wir nun zur der von euch so genannten 4. Kopie.

Meine Lieben, meiner Erkenntnis nach – und ich halte dafür, diese sei nicht gering zu nennen – gibt es diese „Stufe“ nicht. Denn die Übergange sind fließend und von der 3. Externa kann nur als Entwicklungsprozess geredet werden. Die 3. Externa stellt – wenn ihr so wollt – die „perfekte Mischung“ dar.

Vergleichen wir es mit einem Parfüm, welches – nur wenn es alle Ingredienzien beinhaltet – als vollendet zu betrachten ist. Fehlt ein Duftstoff oder ist einer zu viel vorhanden, ist der Duft der Komposition nicht vollendet.

Die so genannte 4. Kopie stellt also jene Phase dar, in der ein ausgewogenes Mischungsverhältnis angestrebt wird. Hier findet also Entwicklung statt. Deshalb lehne ich die Kopientheorie ab.

Ihr müsst verstehen, das jede Erklärung, die ihr von uns bekommt, unserem Entwicklungsstand entspricht UND dem euren. Wir sind also gemeinsam innerhalb der dritten Phase und unterschiedlich unserer Vervollkommnung nahe.

Auch mein Erklärungsversuch ist Stückwerk und spiegelt lediglich Fragmente der tatsächlichen Vorgänge, dennoch hoffe ich, euch damit etwas mehr Licht in diese Angelegenheit gebracht zu haben.

Wichtig ist, dass ihr euch bewusst macht, dass die 1. und 2. Externa vorwiegend statisch sind, während wir und ihr als 3. Externa lebendige Entwicklung sind, die sich ständig erweitert.

Ich grüße euch in Liebe

euer Jo!