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Elia – Die Geschichte von Hiob in unserem Leben.

Die Geschichte von Hiob in unserem Leben.
Da war einer, Hiob mit Namen.
Er liebte Gott.
Und er hielt sich an alle Regeln.

Gerecht war er und weise.
Und dann:
Dann nahm ihm Gott Alles, was er hatte.
Elia

Zu Gast ist Anna.

Elia: Guten Abend, liebe Freunde.

Anna: Guten Abend, Elia.
Hajo: Guten Abend, Elia.

Elia: Wie schön, dass du bereit bist. 
Und wie schön, dass du bereitet bist – vorbereitet.

Gefühlt gesegnet…
Kann das sein?
Ist das nicht absurd?
Am tiefsten Punkt des Lebens gesegnet zu werden?

Übersteigt das nicht alles menschliche Fassungsvermögen?
Ist das nicht bizarr?

Da war einer, Hiob mit Namen. 
Er liebte Gott.

Und er hielt sich an alle Regeln. 
Gerecht war er und weise.

Und dann: Dann nahm ihm Gott alles, was er hatte!

Und nicht genug damit,
dass er arm, ausgestoßen und hoffnungslos war…
Es folgten auch die Freunde, die ihm Ratschläge gaben
und Begründungen für all das Unheil, das ihn getroffen hatte.

Denn, nicht wahr?
Es muss doch eine Ursache geben für so viel Leid!

Nein, sagte er, dies alles geschieht mir ohne jede Ursache!
Es geschieht mir ohne Schuld!

Auch das ist Gott, den ich nicht verstehe.
Von dem ich im Moment nicht einmal sagen kann,
dass ich ihn liebe – aber es ist Gott!  
Und ich beuge mich seinem Ratschluss.

Da verließen ihn seine Freunde! 
Das war eine Nachricht: Die konnten sie nicht ertragen! 
Leid, das einem einfach so geschieht!
Ohne Schuld, ohne Grund!
Und genau in dem Moment kam Gott!

Die meisten Menschen lesen diese Geschichte weiter,
als hätte Gott seinen Fehler an Hiob gut gemacht. 
Denn er schenkte ihm alles zurück, was er verloren hatte.

Sie lesen nicht weise!
Denn Hiob hatte seine geliebte Frau verloren,
seine geliebten Kinder.
Diese Frau, diese Kinder: Sie waren nicht zu ersetzen!

Es gab nur noch Eine, die er lieben durfte.
Und noch einmal durfte er Kinder lieben,
aber es war keine Wiedergutmachung.

Nein, das war nicht der Segen!
Der Segen lag darin, dass Gott zu Hiob
in die Grube seiner Verzweiflung stieg!
Eure Verzweiflung
– deine und anderen Hiobs –
das war der Moment, an dem Gott in eure Grube kam.

Geh ins Licht!
Exakter gesagt: Werde Licht!

Das Licht – Gott – Liebe –
Das ist nicht da irgendwo fern!

Eure Seelen glauben es, sie müssen es euch so sagen:
Schau dort, das Licht.
Denn ihr sucht Gott außerhalb von euch!

Aber du und Anton, ihr wisst jetzt:
Nein!
Nein! Der ist ja in mir und ich in ihm!

Und so habt ihr Beide den größten Segen gefunden,
den menschliche Seelen je erhalten können:
Ich in ihm – Er in mir!

Damit möchte ich meine kleine Einführung beenden.
Gesegnet bist du.