Schutzengel – Das ist einer ihrer Glaubenssätze: So wurde Leben in ihrem Plan mühselig.

Das ist einer ihrer Glaubenssätze:
So wurde Leben in ihrem Plan zu einem Weg,
der mühselig zu sein hat.
Schutzengelkontakt

Ich bitte meinen Guide, mich mit dem Guide von Ines zu verbinden.
Ines bittet um diesen Kontakt.

Es ist tiefe Nacht, über mir ein sternenklarer Himmel, es ist kalt.

Dort, wohin der Mond scheint, glitzert Reif auf den Gräsern.
Der Boden unter mir ist hart gefroren.
Einsam scheint es mir hier, es ist eine Waldlichtung.
Weit entfernt Lichter, die durch die Bäume kaum zu sehen sind.

Ich halte darauf zu.
Es ist ein sehr mühseliger Weg,
den ich durchs Unterholz gehen muss.
Ich verfange mich manchmal
in dichten Dornen von Brombeersträuchern
oder mein Fuß bleibt hinter vom Laub verdeckten Ästen hängen.

Endlich sehe ich Pajonis!
Er steht weit von mir entfernt
und hält eine Sturmlaterne in der Hand.
Dieses Bild erinnert mich an die Tarotkarte „Der Eremit“.

Endlich erreiche ich ihn.
Zerschrammt, übersät mit blauen Flecken
und frierend stehe ich vor ihm.
Schweigend nimmt er meine Hand und zieht mich sanft mit sich.

Ich bin so müde!
Am Liebsten würde ich mich hier
an den Rand des Waldes setzen und einschlafen!
Wenn es nur nicht so kalt wäre.

Pajonis scheint das zu wissen.
Wortlos nimmt er mich in seine Arme.
Ich fühle mich ganz klein und er hebt mich auf und trägt mich.
Ich schlafe ein.

Als ich erwache, sitze ich in einem grünen Ohrensessel,
gut zugedeckt mit einer etwas kratzigen Decke.

Ein niedriger Raum ganz aus Holz,
ein eiserner Kohlenherd, auf dem Wasser dampft,
in dem anscheinend Kräuter sieden. 
Denn es duftet nach Minze und Anis
und anderen Gerüchen, die ich nicht zuordnen kann.

Pajonis hält eine große Tasse mit seinen Händen und reicht sie mir.
Harzig schmeckt das seltsame heiße Getränk und bitter. 
Aber es wärmt mich und ich spüre,
wie meine Lebenskraft zurück kehrt…

P: So geht es Ines!
Worte reichen nicht, um es zu erklären!

U: Ein Symbol-reicher Weg zu dir, Pajonis?
Meinst du das?

P: Ja, verstehst du meine Symbole?

U: Ich weiß nicht, lass es uns überprüfen.

P: Die Sterne in der kalten Nacht?

U: Der Trost, der aus dem Glauben
– nein der Gewissheit –
an jenseitige Welten kommt?

P: Ja!
Der dunkle Wald?

U: Ausweglosigkeit,
durch die man sich Schritt für Schritt voran tastet?

P: Ja!
Und sich Wunden zuzieht…

U: Man muss sehr achtsam sein, um nicht zu stürzen?

P: So ist es.
Die Lichter weit entfernt, die durch die Bäume zu sehen sind?

U: Die Richtung, die Orientierung?

P: Scheinbar, ja.
Aber was geschieht, wenn man nur dorthin schaut?

U: Das hab ich kaum gewagt!
Ich musste mich auf jeden Schritt konzentrieren,
sonst wäre ich gestürzt!
So habe ich immer hin und her geblickt:
mal zu den Lichtern hin, mal auf den Boden.

P: Was hast du dir von den Lichtern erwartet?

U: Menschen!
Ihre Nähe, ein leichteres Sein, der Ausweg,
zu ihnen hin zu kommen.

P: Die Hoffnung nach Gemeinschaft
und allen Vorteilen, die es bringt?

U: Ja!

P: Der Ausweg aus deiner Finsternis und Ausweglosigkeit?

U: Ja!

P: Und?

U: Oh! Ich wäre da gar nicht hin gekommen,
meine Kraft hätte nicht gereicht!

P: Nein, das hättest du nicht geschafft, deshalb…

U: … warst du da!
Du hast gewusst:
Ich würde dieses Ziel nicht erreichen?

P. Nickt.

U: Und hast mich zum wahren Ziel getragen!
Hier hin in diese Hütte!

P: Hier hin in die Geborgenheit!

U: Das Ziel ist gar nicht da, wo die Lichter sind?

P: Nein, das wäre ein äußerliches Ziel,
ein äußerliches Licht, eine äußerliche Erholung.

Das wahre Ziel liegt INNEN!

U: Der Trank?
Er ist wärmend, aber auch bitter…

P. (lächelt): Erinnerst du dich nicht, wie deine Mutter immer sagte?
Medizin, die hilft, schmeckt nicht!

U: Danke, jetzt verstehe ich.
Ist das die momentane Situation für Ines?

P: Nein, es ist die Lebenssituation!
Ines ist mit der Einstellung inkarniert
– dass ein Leben ohne überwundenes Leid nichts gilt –
und geboren.

Das ist einer der Glaubenssätze!
Und so wurde Leben in ihrem Plan zu einem Weg,
der mühselig zu sein hat…

U: Und jetzt ist sie müde?

P: Hm, hm (nickt).

U: Ja, aber dann wird doch diese Einstellung wieder nur bestätigt:
Bis zur Erschöpfung muss es gehen im Leben?

P: Du vergisst, dass ihr eure Lebenspläne nicht alleine schreibt!
Gott schreibt seine Liebe mit hinein!

U: Oh!
Das sind dann sicher die glücklichen Zufälle?

P. (lächelt): Nein, nein!
Das sind die Gelegenheiten zur Erkenntnis, Uta!

U: Ja, aber auf den Anfang bezogen, Pajonis.
Welche Erkenntnis denn?
Ich verstehe es nicht!

P: Wenn meine Kraft nicht reicht, trägt mich Gottes Liebe!

Ines Seele versucht seit vielen Inkarnationen,
alles ALLEINE zu tragen!
Aber wenn dies auch aus menschlicher Sicht sehr tapfer ist,
so ist es doch eine ganz spezielle Form von „Hochmut“.

Wo meine Kraft nicht reicht, trägt mich Gottes Liebe, ja!

Ich weiß, Ines wird widersprechen!
Sie wird sogar sagen,
sie habe doch ALL ihr Vertrauen in die Fügung gesetzt
und sich ganz und gar ihr anvertraut!
Und nun diese Not!
Aus der es keinen Ausweg gibt!

Doch ich will nicht mit ihrer Seele streiten!
Sondern ich möchte eine Geschichte erzählen.
Ob sie wahr ist oder nicht, überlasse ich Ines, zu beurteilen.

Es war einmal ein Schäfer,
der lebte mit seiner Herde und seinen Hunden
in einer gebirgigen, zerklüfteten Landschaft.
Da galt es, sorgsam jeden Schritt der Tiere zu überprüfen! 
Und es war die Aufgabe des Schäfers, darauf zu achten,
dass seine Schafe gute Weide zwischen Fels und Abgrund fanden.

Aber wer sein ganzes Leben darauf Acht geben muss,
nicht in Gefahren zu geraten,
der wird dieser Arbeit auch einmal recht müde.

So ging es auch unserem Schäfer.
Zwar hatten seine Tiere stets genug Nahrung
und auch ihm und seinen Hunden war es gelungen,
die Tiere vorm Absturz zu bewahren.
Und Jahr für Jahr war er mit einer größeren Herde
aus den Bergen heimgekehrt, als er sie bestiegen hatte.

Doch wie mühsam war ihm dies!
Mit jedem Jahr der Arbeit und Anspannung
ging ihm mehr die Liebe zu den Tieren verloren!
Er fing sogar an, sie zu hassen.

Er ertrug ihren Anblick kaum noch
und konnte ihre klagenden Schreie
– wenn sie sich wieder einmal in einem Felsspalt verklemmt hatten-
nicht mehr hören!

Mit dieser Einstellung ging er im Herbst in sein Dorf zurück.
Da traf er einen Reisenden.
Der hörte ihn lächelnd klagen darüber,
wie schwer seine Arbeit doch sei,
wie unbefriedigend und eigentlich sinnlos! 
Denn ein Jahr glich ja dem anderen.
Weder lernte der Schäfer etwas dabei, noch war Aussicht darauf,
dass sich seine Lage ändere…

Da sagte der Reisende:
Ach, warum quälst du dich so?
Überlasse deine Herde Gott.
Der weiß schließlich, dass du der Schäfer bist! 
Und da er der Herr aller Schafe ist,
wird er sie zu gegebener Zeit schon zu dir lenken.

Warum willst du sie hüten,
wenn das doch Gottes Schafe sind?

Solcher tiefer Gottesglaube
beeindruckte unseren Schäfer sehr!

Und so beschloss er im nächsten Sommer,
eine schöne Wiese zu suchen, dort zu bleiben,
Kräuter zu sammeln für die Kranken im Dorf,
wie es sein liebstes Vergnügen war.
Und es Gott zu überlassen, seine Schafe zu hüten
und sie ihm im Herbst zum Abtrieb zuzuführen!

Als die ersten Herbststürme kamen,
kamen die Schafe tatsächlich zu ihm.

Aber ach, wie schwach waren sie geworden! 
Wie jämmerlich der Zustand der wenigen Lämmer.

Unser Schäfer glaubte es kaum, dass dies die einzigen Tiere waren,
die den Sommer überlebt hatten.
Er eilte durch alle Klüfte und Schluchten, er rief und suchte.
Aber als der erste Schnee kam
und er die Herde zum Tal bringen musste, da stand fest:
Seine Herde hatte sich auf ein Drittel reduziert!
Und dem Rest war anzusehen,
dass sie eine harte Zeit hinter sich hatten.

Von da an konnte unser Schäfer nicht mehr
an Gottes Liebe glauben!
So jedenfalls sagen es die Leute, die es erlebt haben.

Sag mir: War sein Urteil über Gottes Liebe recht?

U: Nein, das war es nicht!
Gott hat IHN gebraucht!
Und er hat im Grunde gesagt:
Mach doch selbst!
Ist mir zu anstrengend!

P: Ja, zu anstrengend und zu sinnlos! 
Arzneien bereiten war dem Schäfer viel edler!

U: Dann sollte Gott tun, was ihm unedel war?

P: So ist es!

U: Ja, dann hast du Recht!
Das ist Hochmut.

P: Es ist vor allem mangelnde Liebe und
Wertschätzung gegenüber der Aufgabe, die Gott ihm gab!

Nun haben wir das Negativbeispiel betrachtet.

Wie aber hätte diese Geschichte wohl ausgesehen,
hätte der Schäfer eine tiefere Gott-Kenntnis gehabt?
Ich will es kurz erzählen:
Ebenso wie in unserer ersten Geschichte
hätte der Schäfer eine Phase erreicht,
die aus Überdruss und Ermüdung bestand.
Ebenso hätte er gespürt, dass ihm die Liebe zu den Tieren,
die ihm anvertraut worden sind, abhanden gekommen ist.

Und ebenso hätte er den Reisenden getroffen,
der ihn in Versuchung führte.
Doch seine Antwort wäre anders gewesen!

Dem Reisenden hätte er gesagt:
Gott gab mir die Aufgabe, ein Schäfer zu sein!
Nun, da ich die Kraft und die Liebe dazu verliere,
werde ich ihn bitten:
Entweder mich zu stärken oder aber mir Hilfe zukommen zu lassen,
damit ich mein Amt auch wieder frohen Herzens ausführen kann.

Doch bis dahin nehme ich mein Kreuz auf mich und trage,
was mein Amt ist.

Müde und lustlos wäre er im Frühjahr mit seiner Herde
in die Berge gegangen und hätte zu Gott gebetet:
Bitte hilf mir diesen Tag!
Du weißt, was ich leide.

Und so wäre ihm jeden Tag eine Hilfe zu teil geworden: 
mal als ungewöhnlich fruchtbares Tal, das gefunden wurde,
so das der Schäfer ruhen durfte.
Mal als fröhlicher Geselle, der ihm einen Tag lang
das Hüten abnahm…

Und es wäre wieder Herbst geworden
und wieder hätte er eine gewachsene Herde zu Tal getrieben. 
Doch nun mit der Gewissheit um Gottes Hilfe bei seinem Amt.

Ach, ihr lieben Menschen, seht ihr?
Der Segen Gottes, der ist gewiss!
Aber nicht, in dem ihr Gott versucht.
Sondern ihn um Unterstützung bittet,
wenn euch euer Kreuz zu schwer wird!

Liebe Ines, vor Gott gibt es keine Arbeit,
die edler ist als andere.
Vor Gott sind alle Arbeiten des Menschen
Teil eines großen und ganzen Planes.
Nur der Mensch macht Unterschiede!

Das ist traurig!
Denn so verlieren viele ihre Wertschätzung für das,
was sie tun.
Sie schämen sich sogar deswegen und verzagen.
So soll es aber nicht sein!

Freilich! Zu Recht sagst du:
Aber es gibt Arbeit, die unerträglich ist!
Und aus der man sich befreien muss, um zu überleben!

Ja, ich stimme dir zu, doch darf dies nicht ungeordnet geschehen.
Um nicht in noch größere Not zu geraten,
bedarf es des sorgsamen Vorgehens!

Alles hat seine Zeit, Ines!
Es gibt eine Zeit, da sind die Bedingungen günstig! 
Und es gibt eine Zeit, da sind sie es nicht!
Da gilt es, abzuwarten.

Im Leben in der Inkarnation gilt es:
Die ZEICHEN der Zeit zu untersuchen!

Ach, mein liebes Kind, ich weiß es ja:
Die Zeichen zu lesen, das scheint abseits des Glaubens zu sein!
Ich hörte davon.
Doch wer hat die Zeichen gemacht?
Euch zur Hilfe?
Gott schuf sie!

Wenn ein Mensch seine Situation ändern will,
dann ist es klug, darauf zu schauen,
ob die Bedingungen für eine Veränderung da sind
oder geschaffen werden können.
Geht er anders vor, versucht er Gott wie unser Schäfer!

Schau, von welcher Seite solche Versuchung kommt!
Da sind solche, denen nichts daran gelegen ist,
dass sich die Zuversicht zu Gott hin stärkt.

Und solche, die sagen: Was immer du willst!!!
Es wird dir geschehen!

Solche, die meinen, keine Belehrung mehr zu brauchen
und solche, die vergessen haben, dass Seelen inkarnieren,
um zu lernen!
Und nicht, um den Himmel auf Erden zu haben
(in dem Fall wären sie nicht inkarniert).

Diese Menschen versprechen, was nicht gehalten werden kann
und treiben auch noch die in Verzweiflung, die ihnen glaubten!

Denn wenn ihr Konzept vom Glück nicht aufgeht?
Dann halten sie dafür, nicht RICHTIG geglaubt zu haben!

So soll es nicht sein, meine Ines!

Aus diesen Gedanken-Fallen möchte ich dich gerne herausführen.
Aber das setzt eine Sicht voraus,
die du gerade beginnst, aufzubauen
und die dir darum noch recht unsicher scheint.

Ines, es geht darum, der Qualität der Zeit zu folgen!

Es ist jetzt NICHT die Zeit,
anders vorzugehen als den NOT-WENDIGKEITEN entsprechend.

Unser Schäfer gab diese Einstellung völlig auf!
Er tat, was er WOLLTE und überließ es Gott, die Not zu wenden.

Erst in der zweiten Geschichte folgte er nach,
was die Zeit-Qualität an Möglichkeiten bot.
Er öffnete sich einer Lebensweise, in der er REAGIERTE auf das,
was ihm an Möglichkeiten TÄGLICH geboten wurde.

Er WOLLTE nicht GEGEN die Notwendigkeiten antreten,
sondern folgte ihnen,
blieb aber täglich offen für angebotene Erleichterungen.

Weder vergrub er sich darin, ALLES allein machen zu müssen,
noch darin, alles aufzugeben.

Wer zu dieser Ansicht kommt, der kommt in die warme Hütte!

Freilich, es ist wohl wahr: Gott nährt alles, was lebt!
Und in rechter Weise Kräfte und Ressourcen
und sich anbietende Möglichkeiten genutzt: 
Im Anteil am Netzwerk mag Jeder finden, was er braucht,
um zu leben und zu reifen.

Doch dazu gehört auch, die eigenen NOT-WENDIGKEITEN
als Verantwortung zu betrachten.

In deiner Sippe gibt es ein Gebot:
Für sich selbst nur Wenig zu nehmen!
Das ist ein Gebot, das sich seit Generationen durchzieht.

Doch sag: Wohin führt es?
Zur Liebe der Schöpfung?
Zur Gottesliebe?
Zur Menschenliebe?

Nein, es führt in die Verarmung! 
Nicht nur materiell, auch in die innere Verarmung.
In ein tiefes Ungeborgen sein!

„Ich krieg das schon hin!“
Ines, nicht immer ist es Gottes Wille,
dass IHR ALLES!!! hin kriegt!

Sondern es kann auch sein Wille sein,
dass ihr euch der Möglichkeiten öffnet:
Euch beschenken zu lassen durch Gelegenheiten,
die nie von euch GEWOLLT waren und darum um so köstlicher sind.

Dies, Ines, ist nicht die Zeit,
den WILLEN in den Mittelpunkt des Bewusstseins zu stellen!
Sondern die NOT WENDIGKEITEN! 
Und sich hier führen zu lassen.
Gott hilft mir da, wo meine Kraft nicht reicht!

Entweder, indem er mir Kraft gibt oder mir Hilfe bringt,
die ich nicht vermutete.

Das ist, was deine Seele lernen will!
Sie muss es einfach erfahren und bewusst erleben!
Sonst strauchelt sie wieder in ein Leben voller Entbehrungen
und Frustrationen.

Sonst ist sie wieder ein Füllhorn, aus dem genommen wird,
das aber selbst sich erschöpft, bis es leer ist.

Ich will dich wohl tragen, ich will dich wohl wärmen!
Doch kann ich dich nicht davor bewahren:
In den Zeiten der Notwendigkeiten
deine eigenen Entscheidungen zu treffen!

Hüte dich aber vor deiner Ahnenlast! 
Die nur in der Entbehrung des Glücks Anstand sieht!
Dies ist ein gefährlicher Weg, den du lernen wolltest, zu meiden.

Überlege dir, was für deine INNERE Geborgenheit NOTWENDIG ist
und dann gehe deinen Weg täglich
im Gebet um Unterstützung und Hilfe.

In deiner Ahnenlast liegt eine tiefe Selbstverneinung!

Freilich: Ohne diese hätte es Generationen
deiner Sippe nicht gegeben, doch es darf nicht so weitergehen.
Die eigene Not zu wenden, ist ebenso edel wie die Anderer.

Denn, nicht wahr:
In beiden Fällen wird die Not eines Gotteskindes abgewendet.

So war deine Erziehung nicht.
Aber du bist erwachsen und darum nun selbst dein Hirte!

Liebste Ines, siehst du es nicht?
In meiner Geschichte bist du Schäfer UND Herde!
Hüte dich davor, deine „Schafe“ zu hassen!

U: Was sind die Schafe?

P: Die täglichen Aufgaben!
Das Irdische, das gehütet, genährt und gepflegt sein will.
Eben die Ansprüche des Körpers und Geistes.

Und Gott hat dich berufen, zu hüten, was SEIN ist:
dich UND die Herde.

So soll es nun werden jeden Tag ein wenig besser,
bis es „Herbst“ wird
und du zurück gehst in die Heimat aller Seelen.

U: Ich danke dir, lieber Pajonis!
Und ich hoffe, dass es Ines hilft.

P: Viele Hilfen sind noch NOT-wendig, um ihre Nöte zu wenden,
doch hier ist ein Anfang!

Das Leben bringt alles hervor und achtet weder auf Gut noch Böse,
Nutzbar und Unnütz.

Der Mensch muss unterscheiden!
Und das kann er nur, indem er sich seinen Notwendigkeiten stellt.
Die sind das wahre Licht auf dunklen Wegen!
Die Lichter der Anderen helfen wenig!

U: Darf ich dir jetzt die Fragen von Ines stellen?

P: Gerne!

U: Ihre erste Frage ist, warum du ihr Guide bist.

P: Wie alle Guides sage ich: Weil ich dich liebe, Ines.
Aber das weißt du längst.

Was du hören möchtest, ist, warum ich dich liebe:
Ausgerechnet dich?

Ich bin versucht, zu fragen:
Warum ausgerechnet dich nicht?

Wie soll ich es erklären, unsere Liebe?
Willst du, dass ich dir berichte von einer Zeit,
in der wir gemeinsam 13 Kinder groß zogen?

Oder davon, wie wir als Bruder und Schwester
uns Land an der Wolga urbar machten?

Oder davon, wie wir als Freunde unseren Stamm führten
von Bisonherde zu Bisonherde?

Willst du, dass ich dir unseren Garten beschreibe,
den wir in Frankreich pflegten?
Oder unsere Gaststätte,
in der uns jeder müde Wanderer willkommen war,
der sich durch die steilen Pässe der Pyrenäen schlug?

Wann fängt Liebe an?
Wenn sie mit Verantwortung gekoppelt ist! 
Das Eine ohne das Andere ist uns wertlos!

Beides ohne Selbstverantwortung auch!
Und darum will ich deiner Seele helfen,
an dieser Stelle zu wachsen.

Ines, ich bin ein sehr privater Guide!
Du und dein Wohl stehen im Mittelpunkt meines Interesses!

Weißt du, warum?
Weil du selbst diesen Aspekt als Lebensaufgabe
zu WENIG Raum gibst.
Das Wohl der Anderen steht zu sehr im Mittelpunkt! 
So sehr, dass du wieder in Gefahr gerätst, dich zu vernachlässigen!

Dies zu verhindern, ist meine Aufgabe!

Nein, nein, nein!
Damit verhindere ich nicht den Fluss deiner Nächstenliebe!
Im Gegenteil:
Ich verhindere, dass sie ins Gegenteil umschlägt!

U: Sie fragt:
Wie sie zu mehr Lebensfreude und Selbstvertrauen findet?

P: Indem du verstehst, dass dies keine LUXUS-Wünsche sind,
sondern NOT-WENDIGKEITEN, Ines!

Ganz im Gegensatz zu allem, was deine Seele bisher glaubt.
Du kannst den Glauben deiner Seele
nicht per Entschluss entkräften!

Sondern, indem du täglich übst, in dieser Weise
neu auf dich und dein Leben zu schauen.
Sei dir ein guter Schäfer!

U: Wie kann sie die Blockaden im finanziellen Bereich überwinden?

P: Den Notwendigkeiten folgen, Ines, und den Gelegenheiten!
Du musst beharrlich sein!

Du BRAUCHST mehr zum lebendigen Leben, das ist NOT-wendig!
Also folge diesem Weg tagtäglich.

U: Welche Aufgabe hat sie in dieser Inkarnation?

P: Sich zu einer Seele zu entfalten, die gut für sich sorgt!
Das scheint sehr profan, aber das ist sehr notwendig.

Alles andere, was Anderen dient, sich zu entfalten,
das sind Fähigkeiten, die du schon entwickelt hast.

Sie stellen dich nicht mehr zufrieden,
weil sie nicht das Ziel sind für deine Seele!

Sie gehören zu dir und du darfst sie nicht vernachlässigen,
sonst würde dies zu deiner Not.

Aber sie reichen nicht, um dich selbst zu achten
und dir zu vertrauen!
Sind also nicht der edlere Teil deiner Selbst.

Ziel ist, Nächstenliebe und Selbstliebe
gleichwertig nebeneinander zu stellen.
Erst so kommst du in deine Kraft, meine Liebe Ines.

U: Kannst du zu einer Nahtod-Erfahrung etwas sagen,
die Ines 1982 hatte?

P: Was du erinnerst, ist eine „Mischung“
aus Wahrheit und Einstellung deiner Seele, Ines.

Du wurdest zurückgeschickt!
Nicht nur: Um Anderen Gutes zu tun und ihnen zu helfen!
Sondern auch um DIR Gutes zu tun
und deiner Seele zu helfen! 
Darum war es noch nicht an der Zeit.

Deine Seele hat Einiges davon uminterpretiert!

U: Ines hatte zwei Fehlgeburten.
Kannst du sagen, warum diese Seelen gegangen sind?

P: Sie waren nie in der Absicht,
geboren zu werden und zu leben, Ines.

Aber sie sind eine Herausforderung an dich, aufzuhören,
dich für Schicksalhaftes schuldig zu fühlen!
Das war eine sehr harte Konfrontation!

Ines: Nicht, weil WIR so hart mit dir sind!
Sondern weil DEINE Seele so hart mit sich ist:
alle Liebe und alles Mitgefühl den Anderen! 
Ines?
Du musst lernen, für dich zu fühlen,
wie du für Andere fühlst.
Wie viel Mitgefühl hast du mit dir?
Als trauernde Mutter, die nicht trauern darf?

Ich habe großes Mitgefühl und fand es sehr bedauerlich,
dass du dir dieses harte Erlebnis in deinen Plan geschrieben hast.

Liebste Ines, nicht diese Kinder waren zu wütend auf dich,
damit du ihre Mutter werden konntest.
Du bist zu wütend auf DICH!
So wütend, dass du diesen Plan der „Erziehung“ entwickelt hast.

Liebe deine Seele mehr, Ines!
Achte mehr deine Arbeit!
Werde nicht wieder zum Schäfer, dem gar nicht klar ist:
Wie wichtig und gut seine Arbeit ist.

Es hat nichts mit dem Vater der Kinder zu tun, Ines!
Es gilt DIR! Liebe dich!

Ich mag Worte tiefster Liebe zu dir finden,
doch sie verhallen im Nichts, wenn du ihnen nicht glauben magst.

Aber sag mir Eines: Ist Gott dumm?
Nein?

Nun, dann erklär mir, warum er dich so sehr liebt,
dass er dich aus tiefsten Klüften rettete
und aus tiefsten Nächten rief!
Weil er dich liebt!

Findest du nicht, dass du dich langsam auch lieben solltest?
Wenn er es schon kann, warum du nicht?

Muss eine Menschenseele Gott gleich Gut sein,
um geliebt zu werden?
Nein?

Natürlich nicht!
Deine aber schon?

Siehst du (lächelt), jetzt hab ich dich erwischt!

Na komm, versuch es!
Hab Mitgefühl mit dir und erkenne deine Notwendigkeiten an.
Das kann ich dir nicht abnehmen!
Ansonsten trage ich dich gern, du bist mir eine leichte „Last“.

Mit diesen Worten verabschiedet sich Pajonis.
Er hinterlässt eine Pfingstrose.
Was das bedeuten soll, weiß ich nicht.