Medialität: Wenn mediale Menschen Wahrnehmungen haben

Wir schreiben das Jahr 1362!
Eine Gesellschaft, in der die Kirche die Bildung bestimmt.

Heilige durften Visionen haben,
ihnen gestand die Kirche das zu.

Aber die einfache Frau eines Tuchhändlers?
Mediale Wahrnehmungen?

Unser Wertesystem war nicht einmal ansatzweise
so differenziert wir das eure.
Es gab eine absolute Dualität.
Entweder etwas gehörte zu Gott oder zum Teufel. 
Dazwischen gab es nichts!

Schutzengelkontakt

Ich bitte meinen Guide, mich mit dem Guide von Hanna  zu verbinden.
Hanna bittet um diesen Kontakt.

Ich gehe auf einem Deich entlang, unter mir lassen Kinder Drachen steigen, das Meer ist weit weg.
Ebbe, schönstes Wetter, vor mir am Rand des Weges steht eine Bank. Auf der sitzt ein kleines Mädchen, dünn wie ein Streichholz, die Haare zu einem Zopf gebunden. Neben ihr ein einfacher, anscheinend selbst gebastelter Drachen …
Ein Mann tritt zu ihr: grauer Pullover, graue Hose, schwarzes Haar unter einer blauen Mütze. Die Hände in den Taschen, Gummistiefel.
Er spricht mit dem Mädchen, fragt sie, warum sie ihren Drachen nicht steigen lässt.
„Weil der doof ist.“

Ich bekomme nicht ganz mit, was dieser Mann da gerade macht, aber irgendwie wird aus dem Buntpapier des Drachens der Kleinen eine Folie, buntbedruckt mit „Engelsflügeln“ und er zeigt ihr, wie sie ihn in den Wind drehen muss …
Jetzt fliegt er, höher, sogar sehr viel höher als alle anderen Drachen.
Die Kleine schaut nach den anderen Kindern, ruft ihnen strahlend zu, sie sollen auf ihren Drachen sehen, aber die lachen oder zeigen ihr einen Vogel. In dem Moment stürzt der Drache ab, was übrig bleibt, sind ein Paar Tapetenleisten, zerrissenes Papier und ein kleines Mädchen, das unter Tränen den Mann beschimpft und dann davon rennt …
Der Mann setzt sich seufzend auf die Bank …

G: Na komm schon, du weißt doch längst, dass ich Hannas Guide bin.

Ich setze mich zu ihm, ehe ich noch fragen kann, antwortet er:
G: Hauke, ich hieß Hauke. Sie hat es schwer …
Oh man, ich wünschte, daran hätte ich was ändern können. Aber das ist nicht meine Aufgabe …
Hast du die Kleine gesehen? Was meinst du, was habe ich gemacht?

U: Ihr gezeigt, dass sie nur ihre Sicht verändern muss, um glücklich mit ihren Ergebnissen zu sein?

G: Ach, so viel Belehrung würde eine Kinderseele doch gar nicht ertragen! Ich hab ihr gezeigt, was Magie ist (er lächelt).

U: Du hast ihren Drachen gewandelt …

G: Nein, ich hab ihr gezeigt, wie sie ihn wandeln kann …
Wenn es IHR wahr ist, dass er hoch hochfliegt, wird er das tun. Und wenn es ihr wahr ist, dass er Engelsflügel hat, dann ist es so.

U: Scheint ja nicht weit her zu sein mit dieser Magie …

H: doch! Aber dann darf man sich nicht von der Betrachtungsweise anderer irritieren lassen …

Hanna, das hier (zeigt um sich, auf das Meer und das weite Land hinter dem Deich) das war UNSER, hier waren wir zuhause. Vor sehr langer Zeit …
Damals gab es diese hohen Deiche noch nicht und Kinder, die Drachen steigen lassen, hatten hier nichts zu suchen.
Komm ich will dir unser Haus zeigen.

Die Landschaft verändert sich, wo eben noch das Wattenmeer war, ist jetzt Festland, ein gerader Weg mit tiefen Fahrrillen führt zu einem etwas höher gelegenen Ort. Die Dächer sind tief und mit Reet bedeckt, die Wände einfach aus Erde, aber mit vielen blauen Verzierungen.
Eine recht große Kirche steht hier und einen Hafen gibt es, schwere Holzschiffe, nicht sehr lang, aber breit, mit braunen Segeln, der Ort ist sehr belebt, so viele Menschen. Wir müssen einen Fluss überqueren, über zwei Marktplätze. Vieh wird verladen, laut und fröhlich geht es zu.

H: Rungholt!

U: oh nein!

H: doch! Das war unser Zuhause.

Er trägt jetzt ein einfaches Hemd und einen langen Tuchumhang, der nur für die Arme frei geschnitten ist, die Füße in langen, lederschaftähnlichen Schuhen, aber das wird irgendwie um die Beine gewickelt.
Er muss sich bücken, als er sein kleines Haus betritt. So bescheiden es äußerlich aussieht, so schön ist es innen eingerichtet. Hinter einer Wand, die anscheinend das Bett enthält, kommt eine Frau mittleren Alters hervor. Freundlich, aber wortlos begrüßen sich beide. Müde schaut die Frau aus, mit tiefen Ringen unter den Augen.

H: Hast du wieder geträumt?

Sie nickt nur, kümmert sich um einen Kessel, der über dem offenen Feuer hängt.

H: Geh ins Bett, Meta, ruh dich aus!

M: aber wenn ich wieder träume?

H: Du träumst nicht, wenn ich da bin, das weißt du doch!

M: und Thiele?

H: Ich pass auf ihn auf, leg dich hin!

Als es still wird, bietet er mir einen Platz am Tisch an.

H: Hanna war Meta, Thiele war unser Sohn …
Er war ein seltsamer Sohn, manchmal heiter und so fröhlich, dass er alle mitreißen konnte, manchmal so in sich gekehrt, dass niemand Antwort von ihm bekam, der sein Wort an ihn richtete.

Hanna, ich will gar nicht, dass du lange herumrätselst: Ingrid war Thiele …

Ich habe mir lange überlegt, ob ich dir dieses Leben hier zeige, mir liegt so viel daran, dass du dich verstehst: deine Begabung, aber auch deine Zerrissenheit damit. Und das kann ich nicht, ohne den Ursprung aufzudecken.

Rungholt war ein Ort, der zu seiner Zeit nicht wenig Bedeutung hatte. Das Leben hier war gut. Das Land fruchtbar, aber noch bedeutender war der Handel.

Viele Tuchmacher lebten hier, wir verkauften unser blaues Tuch bis Frankreich im Westen und bis Polen im Osten. Nicht immer wurde mit Geld bezahlt, oft mit anderer Ware: Wein zum Beispiel oder Felle. Für die Bewohner im Binnenland lebten wir im reinen Luxus.

Aber doch, die Sagen, die bis heute über unsere angebliche Gottlosigkeit im Umlauf sind, die sind nichts weiter als der Versuch, zu erklären, warum den einen Menschen größtes Leid passiert und den anderen nicht.

Menschen fällt es sehr schwer, zu akzeptieren, dass es KEINE Bestrafung durch Gott ist und auch kein VERDIENST, wem es glücklicher ergeht …

Unser Thema wird auch gar nicht das Ende unseres Lebens sein. Wir sind ertrunken, nun ja, viele Menschen sind im Lauf ihrer Leben ertrunken…
Unser Thema soll der Beginn der inneren Widersprüche in dir sein.

Hanna, wenn eine Seele entsteht, dann gibt es GRUNDEIGENSCHAFTEN, solche, die sich in jedem Leben wieder und wieder zeigen.

Mut ist solch eine Eigenschaft, Hingabefähigkeit eine andere, Medialität ist auch solch eine Eigenschaft. Deine Seele kommt nie ohne diese Eigenschaft in eine Inkarnation.

Lass mich ein wenig erklären, was es damit auf sich hat.
Im Gegensatz zu jenen Menschen, denen diese Eigenschaft fehlt, ist ein TEIL des Bewusstseins der Medialen IMMER mit jenen Bereichen verbunden, die NICHT materiell sind.

Für den Betroffenen ist das solange normal, bis er darauf gestoßen wird, dass sie mit ihrer Wahrnehmung NICHT mit ihrer Umgebung konform gehen.

Niemand mag so etwas!

Menschen, besonders junge Menschen wollen ein Teil der Gemeinschaft sein und nicht eine Randexistenz haben.

Es liegt in der Natur des Menschen, sich unwohl zu fühlen, wenn er weiß, dass er „anders“ ist.

Um dieses Unbehagen zu entschärfen, gibt es für gewöhnlich zwei Methoden: Die eine ist die, BESONDERS dem Durchschnitt zu entsprechen, Mittelmaß zu sein in allen menschlichen Angelegenheiten.

Die andere Methode ist, DEMONSTRATIV anders zu sein, so anders, dass sie schon jede Kritik von selbst verbietet.

Die Gruppe der Ersten wird unauffällig leben, die Zweite wird Auffälligkeit suchen, aber beide wollen das Gleiche erreichen: Sie wollen nicht in der Beurteilung der anderen stehen.

Was mir ganz gleich ist, das be- und verurteile ich nicht.
Was so sehr anders ist als alles, was ich kenne, KANN ich nicht be- und verurteilen.

Bei beiden Varianten wird aber der wenig positive Versuch unternommen, das ANDERSEIN aus seiner „Normalität“ zu nehmen.

Alle, wirklich alle medialen Seelen unternehmen Versuche in beide Richtungen im Lauf ihrer Inkarnationen.

Du auch, meine Liebe.

Ich weiß schon, gleich sagst du mir, dass du überhaupt keine Angst vor dem Anderssein hast, du doch nicht!

Hm, und das stimmt auch für die meisten deiner Andersartigkeiten.

Doch über die spreche ich heute nicht, Hanna, heute spreche ich über den Konflikt, den du seit Jahrhunderten mir dir selbst hast.

Den Konflikt damit, deinen Willen durchzusetzen, den Konflikt, dein SOSEIN durchzusetzen.

Nichts, was du heute bist, scheint ohne innere und äußere Kämpfe zu gehen. Die ganze Welt ein Schlachtfeld!

Und du mitten drin, egal, ob du passiv bleibst oder aktiv: Es ist beständig Kampf!

Wenn wir jetzt nicht versuchen, dir deine Macht darüber, WANN du kämpfen willst und wann nicht, zurückzubringen, dann kann es leicht sein, dass deine Müdigkeit daran dich übermannt und dass, meine liebe Freundin, möchte ich unbedingt verhindern.

Meta war selbstverständlich medial begabt, nur dass sie damals nicht wusste, was mit ihr los war. Ich wusste es genauso wenig.

Ich bitte dich zu versuchen, unsere Zeit zu begreifen. Wir schreiben das Jahr 1362!
Eine Gesellschaft, in der die Kirche die Bildung bestimmt.

Heilige durften Visionen haben, ihnen gestand die Kirche das zu, aber die einfache Frau eines Tuchhändlers?

Unser Wertesystem war nicht einmal ansatzweise so differenziert wir das eure. Es gab eine absolute Dualität. Entweder etwas gehörte zu Gott oder zum Teufel, dazwischen gab es nichts.

Bitte beziehe das in deine Überlegungen mit ein, wenn wir jetzt über Meta sprechen.

Seit sie sich erinnern konnte, hatte Meta Träume, das heißt, genau genommen gab es zwei Arten von Träumen: solche, die alle anderen Menschen auch träumten und solche, die sich später erfüllten.

Letztere allerdings häufig auf überraschende Weise, denn oft wusste Meta gar nicht, was im Traum gemeint war, bis das dazugehörige Ereignis eingetroffen war.

Solange niemand daran Anstoß nahm, war Metas Welt mit dieser Art von Träumen ganz in Ordnung. Bis sie eines Tages den Tod ihres Vaters träumte.

Sie erzählte des Morgens ihrer Stiefmutter davon: Sie habe geträumt, dass der Vater auf einem weißen Pferd mit Flügeln geritten sei und dann in einen schwarzen Abgrund gestürzt wäre.
Damals war Meta gerade sechs Jahre alt. Ihr Vater war ein Schmied in Hamburg.

Am nächsten Tag sollte er einen Schimmel beschlagen, der aber ging durch, der Vater verfing sich im Zügelwerk, stürzte und wurde tödlich am Kopf verletzt.

Voller Zorn stürzte ihre Stiefmutter auf das Kind. SIE sei mit dem Teufel im Bunde! Sie habe mit ihren Träumen den Tod herbeigerufen!

Ich denke, ich muss dir nicht erklären, dass Meta von da an Angst hatte, einzuschlafen …

Metas Stiefmutter brachte sie hierher nach Rungholt, zu einer Tante, hier lernten wir uns kennen und hier gründeten wir eine Familie.

Geliebt? Nein, das wäre zu viel gesagt, aber sehr gern hatten wir einander.

Sie war mir eine gute Frau und sie war eine noch bessere Mutter unseres einzigen überlebenden Kindes, denn drei Kinder starben uns im Kindbett.

Meta hatte es immer vorher geträumt, DAS wusste ich nicht!
Nie sprach sie darüber zu mir, WAS der Inhalt ihrer Träume war, so groß war ihre Angst, ich könne erkennen, was ihr Stiefmutter erkannt hatte: dass sie des Teufels sei!

Ich lernte, dass sie ihre Träume niemals hatte, wenn ich wach war, während sie schlief, und so versuchten wir, uns unsere Schlaf- und Wachzeit zu teilen.

Aber mein Beruf machte es eben leider nötig, dass ich bisweilen wochenlang fort musste.

In den Monaten, die dem Untergang Rungholts vorausgingen, hatte Meta schlimme Träume: Träume von sehr viel Wasser, Träume von weinenden Kindern, Träume von einem klaren Himmel, der sich dann verfinstert.

Aber so sehr ich in sie drang, sie erzählte mir die Inhalte nicht, hilflos sah ich mit an, wie sie immer nervöser wurde…

Eine Woche vor der Flut schließlich kam sie zu mir, um mich zu bitten, Thiele nach Hamburg in eine Lehre zu geben.

Ich fand die Idee sehr gut und versprach ihr, dies im nächsten Frühjahr zu tun.

Da wurde sie völlig verrückt, sie tobte, schrie: Nein, nein, sofort, es müsse sofort passieren! Sonst würde ein Unglück geschehen.

Ich verschloss mich ihrem Drängen. Aber täglich übte sie mehr Druck auf mich aus.

Doch ich wollte mich nicht der Meinung anderer stellen, die mir sicher abgeraten hätten, meinen Sohn vor Beginn der Lehrzeit in eine fremde Stadt zu bringen.

Doch wenige Tage später bereitete das Schicksal sich vor: Das Wetter war tagelang ungewöhnlich schön und warm gewesen, doch dann kam Wind auf, es wurde plötzlich sehr kalt.

Was dann folgte, war die schwerste Flut, die unser Land bis dahin erlebt hat, und ist längst die Legende von der großen Manndränke geworden.

In der letzten Stunde, die wir hatten, saßen wir zu dritt unter dem Dach unseres Hauses, das Wasser leckte die erste Stufe zum Eingang hoch, aber wir wussten, das Wasser würde weiter steigen.

Immer mehr Häuser brachen um uns ein. Da schließlich sahen wir auch die Kirche in sich zusammenstürzen.

„Das habe ich geträumt“ rief Meta aus und ich sagte das Dümmste, was ich sagen konnte: Warum hast uns nicht gewarnt?
Meta starb wie ich und Thiele und Tausend andere. Aber nur sie starb in der Verzweiflung an sich selbst.

Wie soll eine Seele wissen, ob sie gut oder böse ist, wenn sie sich nicht an den Folgen ihres Daseins misst?

Das tut sie, und wenn sie die Kraft hat, dann wird sie auch sehen, dass ihr Handeln die Folge des Handelns anderer ist und so die großen Zusammenhänge erkennen. Diese Kraft hat Meta gefehlt.

Seit jener Zeit fehlt es ihr an einem klaren Bezug zu ihrer Gabe, weiß sie nicht mehr, ob das, was sie wahrnimmt, wahr ist oder nicht, ob es böse ist oder gut.

Ob sie ihre Wahrnehmung mit anderen teilen soll oder nicht, sie ist völlig verwirrt. Alles, was sie SICHER weiß, ist, dass sie im immerwährenden Konflikt mit der Wahrnehmung und Wertung anderer ist.

Hanna, meine liebe Seele, es wird nun Zeit, dass du deine Wahrnehmungsform kennenlernst, dass du lernst, woher deine Wertungen dieser Wahrnehmung kommen.

Und dass du Frieden mit der Tatsache machst, dass du ganz sicher an irgendeiner Stelle mit der Wahrnehmung der anderen in Konflikt stehst.

Jedem Menschen geht dies so, aber nicht jeder wertet es auch negativ.

Jeder Mensch hat seine Wahrnehmung, weißt du, was das heißt? Dass es keine absolute Wahrheit gibt. Nur eine Subjektive…

Komm, Hanna, leg die Last ab, absolut wahr sein zu müssen!
Leg die Last ab, für die Wahrnehmung der anderen verantwortlich sein zu können.

So ist es nicht, Hanna, und so war es nie!

Du bist müde geworden durch die vielen Versuche, die Fehlwahrnehmungen anderer zu korrigieren.

Und du bist müde geworden, dass du DICH selbst nie in Ruhe lässt mit deinem inneren Anspruch auf absolute Wahrhaftigkeit.

Hanna? Weißt du, was fehlte hier in unserem Leben?
Liebe!

Ich habe dich nicht genug geliebt, um dich aus deinem seelischen Konflikt dadurch zu befreien, dass ich deine Seelennot ernst nahm und Thiele sofort wegbrachte.

Und du hast mich nicht genug geliebt, um mich in dein Geheimnis einzuweihen.

Liebe hat gefehlt, weil wir nicht genug vertraut haben. Vertraut haben wir nicht, weil unsere Angst vor der Meinung des Anderen und der anderen Menschen zu groß war.

Angst und Liebe schließen sich oft gegenseitig aus.

Hanna? Es ist NICHT mehr wahr, dass deine Liebe nicht groß genug ist (im Gegenteil, du hast dich durch viele Leben zu einer Seele gemacht, die voller Hingabe ist).

Aber du kannst nichts, wirklich gar nichts daran ändern, wenn die Angst der anderen stärker ist als deine Liebe.

Angst verlernen! Das ist so wichtig und so schwer, und der einzige Weg ist, unermüdlich zu lieben: die Angst ÜBERLIEBEN!

Noch seid ihr Menschen weit davon entfernt, aber mit jedem Einzelnen, der Schritte in diese Richtung tut, geht die Entfaltung menschlicher Liebe weiter.

Sag nicht, du hast gerade verloren!
Du hast nicht verloren!
Du hast gewonnen!

Ingrids Seele wird ihre finstere Wahrnehmung ändern müssen.
Wie soll sie je wieder daran zweifeln, dass Liebe existiert?
Siehst du? Deine Liebe war groß genug, nicht groß genug gegen IHRE Angst, aber groß genug für die Ewigkeit!

U: Danke, Hauke, ich hoffe, dass es Hanna hilft. Können wir jetzt bitte Hannas Fragen stellen?

H: ja, natürlich.

U: Hanna fragt, wie viele Guides sie hat?

H: Mich hast du, Hanna, und du hast sehr bald eine sehr gute Freundin an deiner Seite (er lächelt).

U: Warum hat sie sich mit Ingrid so verbunden gefühlt wie mit keiner anderen Seele?

H: Hanna, ich muss dich enttäuschen, ihr seid kein Dual, aber ihr seid euch als Seelen sehr zugetan.
Hier war sie dein Kind. Und sag selbst, hast du es nicht selbst oft so empfunden?

Du musstest kämpfen um Ingrid, immer wieder, das ist ein Glaube deiner Seele: auch die Liebe ein Kampffeld.

Hanna, du brauchst nicht um Liebe kämpfen, glaub mir, die hast du so sehr verdient. Du musstest um ihr Vertrauen kämpfen, immer wieder, auch das – glaubt deine Seele – muss so sein.

Aber du irrst dich: Du hast vertrauen verdient.

Du hast dich ihr ganz hingegeben, deinen HÖCHSTPREIS eingesetzt!
Alles das ist Voraussetzung für deine große Liebe gewesen! So ist Liebe!

Und am Ende stehst du da und weinst, weil es nicht gereicht hat.

Nein, Hanna, es hat nicht bei dir!!! nicht gereicht.
Du hast einen ehrlichen, guten Kampf gekämpft und es ist sehr wichtig für Ingrids Seele, erlebt zu haben, dass so um sie gekämpft wird.

Aber für deine Seele ist es wichtig, einzusehen, dass auch dann Liebe gut und richtig ist, wenn sie dir einfach geschenkt wird.

Du hast um ihr Vertrauen gerungen mit allen Mitteln. Auch das war für dich ein Anzeichen der „großen Liebe“.
Doch weißt du, Hanna, du hast es doch tausendfach verdient, dass man dir vertraut!

Deine Seele hat eine ganz bestimmte Voreingenommenheit, was die Liebe angeht: Sie MUSS erkämpft sein, mit ALLEM, was du hast. Mit vollem Einsatz, sonst ist sie nicht „richtig“!

Richtig?
Gut oder böse?
Erinnerst du dich? Das ist immer das, was ich mir selbst als wahr nehme!

„Richtige“ Liebe kann auch ganz leicht sein, einfach, tief, ruhig.
Zuverlässig, freundlich, beständig.

Nur: Diese Form von Liebe scheint deiner Seele irgendwie „falsch“.
Richtig, wenn DU dies alles gibst, aber wenn du es bekommst?

Ingrid ist die Frau deines Lebens? Ja?
Oh, was, wenn ich sage: DIE Frau ist deine Mutter?

Kampf, Kampf, Kampf!
DAS hast du gelernt: ohne Kampf nichts los.

Meine Hanna, ich tu dir jetzt nicht den Gefallen, dich in deiner Wahrnehmung, dass ihr ein Dual seid, zu bestärken, mag sein, dass ich dir jetzt nichts mehr tauge?

Aber Ingrids Aufgabe in eurer Liebe war es, DIR die Notwendigkeit zu zeigen, dass Liebe auch einfach ein Geschenk an dich sein darf.

U: Hanna fragt, ob du ihr die Erklärungen gibst oder ihr höheres Selbst …

H: … oder eine Mischung aus mir / dir / höheres Selbst …
Hanna, es ist unzweifelhaft, dass du sehr medial begabt bist, aber deine inneren Konflikte lassen es nicht zu, dass du NEUTRALER Kanal für uns bist!

So mischt sich Wahrheit mit Wunsch oder Angst und hinterlässt in dir nichts weiter als weitere Verwirrung über deine Wahrnehmung.

Dabei sucht kaum jemand so intensiv danach, WIRKLICH das Richtige zu verstehen. Ich hoffe, du verstehst jetzt auch, warum.

Mit deiner medialen Gabe ist nicht gesagt, ob sie positiv oder negativ wirkt, die Gabe ist völlig neutral.

Die Frage ist also: wenn du ein Kanal nicht materieller Wahrnehmung bist, ob dieser Kanal Engstellen hat oder nicht.

Neutralität ist die beste Voraussetzung medialer Übertragung!

Sag mir, wie neutral kann aber ein Medialer sein, wenn das Thema SEIN Thema ist?
Um mit mir zu kommunizieren, musst du eine neutrale Einstellung gegenüber der Antwort haben…

U. Mir macht diese Erfahrungsebene keinen Spaß mehr, muss ich das ändern?

H. (lächelt): Da wir beide wissen, dass Suizid kein Ausgang aus der „Frustration“ ist, würde ich meinen, dass du dies dringend ändern musst.

Aber dazu brauchst du ordentlich Mut!
Denn du musst anfangen, deine Wahrnehmung zu ändern: Deine Selbstwahrnehmung als Kämpferin und die Wahrnehmung der Welt, die nichts anderes zu bieten hat als Frustrationen.

Vorsicht, Hanna, es könnte sein, dass du „verdammt glücklich“ wirst dabei!

U: War das Leid des letzten Jahres wirklich so geplant für mich?

H: Ja, Hanna, das war dein „Geschenk“, dein Rettungsversuch für Ingrids Seele!
Sie hat ihr Leben aufgegeben, aber aus den Folgen hat ihre Seele viel mehr gelernt als aus vielen vergangenen Leben.

Jetzt geht es darum, dass DU daraus lernst!
Du ehrst Meike überhaupt nicht, wenn du dich deinem Lebensglück in Zukunft verweigerst. Dann hätte sie nicht einmal den Trost, dir geholfen zu haben!

U: Wo geht sie nachts hin und was tut sie dort?

H: Du gehst in die nicht materielle Ebene deiner Welt, viele Mediale tun dies.
Die meisten wie du: völlig ungelenkt.
Weder fokussieren sie den Ort noch die Zeit noch die Variationsebenen.

Du gehst über Zeit und Raum, so wie ein Blatt, das auf einem Fluss treibt.
Du siehst, was sein wird, in deiner Ebene oder einer Parallelwelt.
Und du siehst, was gerade ist, in deiner Welt oder Parallelwelt.
Du siehst, was war, in deiner oder einer Parallelwelt.

Du könntest lernen, dieses Dahintreiben mehr zu lenken, und so unter anderem Seelen, denen du begegnest, Mut oder Liebe geben.
Aber du könntest es auch nutzen, dich selbst zu erholen, warum nicht an einem Strand in Neuseeland? (Lächelt.)

Du siehst: Deine Begabung hat eine helle und eine dunkle Seite.
Es wird Zeit, dir zu überlegen, welche Schritte du machen kannst, um diese Gabe zu nutzen, anstatt unter ihr zu leiden oder in Verwirrung zu geraten.
Nicht wahr?

Hanna, ich will nicht aufhören, ohne dir zu sagen, dass es mir sehr leidgetan hat, mit ansehen zu müssen, WIE sehr du um Liebe und Vertrauen kämpfst.

Ich hoffe, dass ich dich in ein Leben begleiten darf, das diesen Kampf nicht mehr als symbiotische Verknüpfung mit wahrer Liebe beinhaltet.

Liebe ist leicht, Hanna, sie verlangt nichts, aber gibt alles!
DU hast so gegeben, Hanna?
Du darfst das auch NEHMEN.
Ohne Angst, Hanna.

Es wird immer Menschen geben, deren Seelen sind noch noch nicht soweit, dass ihre Liebe ihre Ängste überwindet.

Keine Liebe eines anderen kann ihnen dabei helfen, sie müssen es erst selbst erfahren. Sie müssen erfahren, WIE groß ihre Liebe zu jemandem ist.

Nun, DU aber, du bereite dich vor darauf, dass eine weitere Wahrheit deiner Seele sein könnte:

Liebe wird mir geschenkt, einfach so und ohne Kampf.

Geh nun, meine liebe Hanna, und hab keine Angst …