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Elia – Über den Bewusstseinszustand Jenseits: Bin ich Jenseits? Nein, das bin ich nicht.

Bin ich Jenseits?
Nein, das bin ich nicht.

Wäre ich es, könnte ich mich mit dir nicht unterhalten.
Denn ich wäre dort, fern hinter einem Vorhang.

Ist ein Guide je Jenseits?
Nein.
Ist ein Verstorbener je Jenseits?
Nein, er ist nur dort,
wo ihr ihn üblicherweise nicht seht.
Er ist in einem Bereich,
der den menschlichen Sinnesorganen
nicht zugänglich ist.
Ihr seht vieles nicht.

Elia

Zu Gast ist Tina.

E: Jetzt bitte deine nächste Frage.

T: Ich habe das Gefühl,
in verschiedenen Welten oder Ebenen Zuhause zu sein.
Eine davon ist so etwas wie eine Märchen- oder Feen-Welt.
Aus dieser Welt entstehen auch die Bilder,
die ich mit dem Computer mache.
Kann ich mit diesen Bildern Menschen helfen,
zu sich selbst zu kommen?

E: Ich werde jetzt die Frage als solches etwas zur Seite stellen, wenn ich darf?

T: Ja.

E: Sondern ich möchte dir etwas
zu deiner Märchen- und Feen-Welt sagen.

T: Hm, hm.

E: Nein, es ist kein Märchen!
Es ist das Unsichtbare, das auch wahr ist.

Jenseits ist ein schlechtes Wort,
aber zurzeit das Einzige, das wir zur Verfügung haben.

Die Kelten nannten es die Anderswelt.
Du bist in beiden Welten gegenwärtig wie jeder Mensch.
Mit einem Unterschied: Du nimmst sie wahr.
Und damit öffnest du den Menschen
einen Zugang zur Wahrnehmung.

Das Auge des Betrachters mag sich oberflächlich erfreuen,
aber dann vergisst er ein solches Bild.
Das Auge des Betrachters ist nur eine Vorstufe.

Was du ansprichst, ist aber Wahrheit, die sein Auge nie sah,
seine Seele aber weiß.
Was du schaffst, sind wahre Bilder:
Wahre Bilder einer Wahrheit,
die eure Welt mit der Anderswelt zusammen erkennt.
Das ist wahr.

Bin ich Jenseits?
Nein, das bin ich nicht.
Wäre ich es, könnte ich mich mit dir nicht unterhalten. Denn ich wäre dort, fern hinter einem Vorhang.

Ist ein Guide je Jenseits?
Nein.
Ist ein Verstorbener je Jenseits?
Nein, er ist nur dort, wo ihr ihn üblicherweise nicht seht. Er ist in einem Bereich,
der den menschlichen Sinnesorganen
nicht zugänglich ist.
Ihr seht vieles nicht.

Seht ihr die Atome, die in einem Tisch sind? Nein.
Sind sie darum nicht da?
Doch natürlich, sonst hättet ihr keinen Tisch.

Wenn du Bilder der Wahrheit schaffst,
eine Wahrheit, die umfassender ist als das,
was das menschliche Auge sonst sieht,
dann wirst du immer die Seelen der Betrachter treffen.

Unterschiedlich stark wird die Wirkung sein, je nachdem,
in welche Resonanz die Seele des Betrachters
mit der abgebildeten Wahrheit geht.

Heilen?
Vielleicht, vielleicht auch aufregen, anregen,
einen Anstoß geben, ein Gefühl wieder erwecken,
das eingeschlafen war.
Eine Sehnsucht wieder akut machen, die vergessen schien.
Ja.

Ja, das kannst du.

Wahrheit ist heilend, aufregend, anspornend,
Mut machend, beruhigend, tröstend.
All das, all das zeigt sich in deinen Bildern.
Das ist sehr viel.

Du kannst Menschen damit erreichen,
die sich gegen dein Wissen wehren mögen.
Die auf dein „Bitte, bitte glaub mir“
mit „Nein, das kann ich nicht“ antworten müssen.

Deinen Bildern brauchen sie sich nicht entziehen.
Sie müssen keinen Glaubenskrieg
gegen sich selbst gewinnen.
Sie dürfen sagen „Es ist mir einfach schön“
oder „Es tut mir einfach gut“.

Worum geht es?
Menschen zu überzeugen?

Über-zeugen?
Oder ein Zeuge sein?

Der Zeuge einer Wahrheit, die gar keinen Namen braucht.

Tina, hast du schon einmal versucht, Liebe zu erklären?
Ja, natürlich.

Ist es dir gelungen? Nein.
Liebe hat kein Wort.

Sie zeigt sich, sie fühlt sich, ist Wahrheit.
Und genauso kann es mit deinen Bildern sein.
Sie lösen Gefühle aus, Assoziationen,
die verborgen sind.

Märchenwelt?
Nein, keine Märchenwelt, das ist eine andere Realität.
Du kannst sehr, sehr Gutes damit tun.   
Erschreckt dich das?

T: Nein.

E: Gut. Medialität hat viele Gesichter.
Hast du noch eine Frage?

T: Ja.
Was ist mein göttliches Erbe?

E: Dein göttliches Erbe, der Teil Gottes, der in dir wirkt,
da, wo du ihm verwandt und nah bist, wo du sein Kind bist?

T: Hm, hm.

E: Tina, alles!
Alles, was du bist, ist auch er.
Was nicht seines ist, wandelt sich früher oder später.

Ich werde dir nicht sagen:
„Oh, dein göttliches Erbe, das ist,
dass du ein wunderbares Farbgefühl hast.
Oder dass du anderen Menschen mit ihren Problemen
so zugeneigt bist.“

Das stimmt ja alles, aber es ist nur ein Teil!

Wenn du mich fragst: „Was ist mein göttliches Erbe?“ Dann könntest du mich auch fragen:
„Ja, was vererbt denn Gott?“
Sich selbst!

Dann müsstest du fragen:
„Wer ist Gott?“

Und ich müsste sagen:
„Alles, alles das, Tina, was das Leben fördert,
das ist göttliches Erbe.
Alles das, was das Leben fördert – Jenseitiges –
Diesseitiges – kleines Unbedeutendes –
großes Wichtiges – egal“.

Wenn du schön tanzen kannst, ist das göttliches Erbe.
Wenn du eine wunderbare Paella kochst – göttliches Erbe.
Wenn du nicht vergisst, deine Blumen zu gießen –
göttliches Erbe.

Wenn du die Seele eines lebenden Menschen
als Bild darstellen kannst – göttliches Erbe.

Wenn du einem Trauernden Worte der Liebe
seiner verstorbenen Frau mitteilst – göttliches Erbe.

Schaut doch nicht so klein auf euch, ihr Kinder Gottes.
Schaut doch nur die Wunder, die ihr seid!