Elia: Krankheit – Wer leidet, ist schuldig?

Das darf nicht länger in deinem Bewusstsein gelten

Jesus spricht oft davon,
dass Leid und Krankheit und Tod
nicht das Ergebnis von Schuld sind.

Nichts hat ihn so unbeliebt gemacht wie dieses!
Nichts hat ihn so viel Feindschaft gebracht wie dieses!

Elia

 

Zu Gast ist Karin.

Elia: Hast du noch eine Frage?

K: Ich habe dann noch eine abschließende,
die noch mal mit meiner Gesundheit zu tun hat.
Die führt jetzt nochmal in eine andere Richtung,
weil ich in der letzten Woche eine etwas weniger schöne Konfrontation
mit einem Arzt hatte, der mir innerhalb einer kurzen Zeit
eigentlich klar machte:

Ich hätte sehr schlechte Leberwerte,
ich müsste mit einer Leberzirrhose unter Umständen rechnen,
wenn ich mein Leben weiter so führe.
Und ich könnte das mehr oder weniger durch Sport
und diätische Mittel eigentlich beeinflussen
und könnte das auch relativ kurzfristig irgendwo beheben.


Es läge aber mehr oder weniger an mir und meinem Lebenswandel.
Und das hat mich doch sehr betroffen,
denn ich bin ja sehr stark auch von Schmerzmitteln abhängig.
Ich habe einen sehr reduzierten Stoffwechsel.


Und er hat so in die Kerbe gehauen, dass ich letztlich an allem Schuld bin. Und er hat mich damit doch ziemlich getroffen.
Und ich denke, das war keine sehr schöne Art und Weise,
mit mir umzugehen.

Es geht darum: Wie kann ich mich da abgrenzen
und eigentlich auch wieder mehr meine Eigenverantwortlichkeit finden?

E: Jesus sagte seinen Jüngern und vielen Schaulustigen,
die wie immer zu ihm kamen:

Wenn ihr glaubt, dass Gott straft durch Leid und Unglück,
weil der Mensch selbst dieses Leid verdient hat, dann irrt ihr euch!

Jesus spricht oft davon,
dass Leid und Krankheit und Tod
nicht das Ergebnis von Schuld sind.

Nichts hat ihn so unbeliebt gemacht wie dieses!
Nichts hat ihn so viel Feindschaft gebracht wie dieses!

Die Schuldzuweisung an den, der leidet,
ist im übertragenen Sinn dämonisch.
Denn wenn man es umdreht, dann wird die Gottes-Lästerlichkeit deutlich.


Denn dann heißt es:
Wer gesund ist und reich, der hat das auch verdient.

Beide Seiten gehen davon aus, dass das, was dem Menschen widerfährt,
in seiner Hand liegt.
Dass er allein kraft Entscheidung und Einsicht darüber entscheidet,
wie er lebt und was er lebt.

Gott kommt in dem System der Schuld-Zuweisung nicht vor.

Die meisten aller Menschen lieben diese Theorie.
Sie würden es nicht unbedingt so dargestellt sehen wollen,
aber im Prinzip geht es hier um Macht.

Was sie nicht ertragen, was sie nicht eine Sekunde lang aushalten,
ist die Vorstellung der Ohnmacht.

Dieser Arzt fühlte sich ohnmächtig!

Und du kommst in die Situation,
in der du der Gegenbeweis seiner Theorie bist.
Deine Krankheit, deine Unbeweglichkeit
sind der lebende Gegenbeweis seiner Theorie!
Und das erträgt er nicht.

Nun wäre dies nicht weiter schlimm,
wenn du ihm zugestehen könntest, dass er sich da irrt.
Die Dramatik bekommt ein solcher Vorgang dadurch,
dass Schuldzuweisung für dich unerträglich ist,
weil du noch nicht gelernt hast, dich davon zu distanzieren.

Der Mensch ist geneigt, Schuld zu verteilen,
um sich selbst die Chance zu geben, mächtig zu sein.

Liebe Karin, mach Frieden.
Sowenig, wie du alle Menschen verstehen kannst, verstehen sie dich.
Das ist die Wahrheit!
Mach Frieden auch damit.

Überzeugen, Karin, kann man niemanden.

Du bist Zeuge der Tatsache, dass Krankheit unverdient geschieht!
Aber das macht dich so wenig beliebt wie Jesus,
der das schon vor 2000 Jahren behauptet hat.

Ganze Religions-Systeme, ganze Staaten basieren auf der Vorstellung,
dass Leid und Krankheit nur dort entstehen, wo Schuld ist!

Darum ist es sehr schwer, eine Position einzunehmen, die dem widerspricht.
Mach Frieden damit.

Wer nicht in der Position ist, die Meinungen anderer zu verändern,
für den ist es umso wichtiger, in sich selbst Frieden damit zu haben.
Es macht keinen Sinn, Diskussionen über Werte zu führen,
welche die andere Seele noch nicht begreift.

Aber es ist wichtig, in sich selbst eine feste Position zu haben.
Und diese feste Position bedeutet in deinem Fall:

Ja, es ist wahr, mein Körper ist krank! 
und es gibt nichts und niemanden, der daran Schuld hat!
Ja, es ist wahr, Leiden gehört zum Leben dazu!

Das sind ungeschminkte Wahrheiten,
die du nur sehr schwer Anderen vermitteln kannst.

Die Herausforderung besteht nicht darin,
das Leid und die Krankheit wegzumachen!
Sondern deine Wirkung!
Deine Aufgabe und Herausforderung besteht darin,
trotz deines Leids eine in sich gefestigte Persönlichkeit zu bleiben.

Wer leidet, ist schuldig!
Das darf nicht länger in deinem Bewusstsein gelten, ja?

K: Hm, hm.

E: Das hast du in dir zu bewältigen, Karin, in dir!
Du musst es sein, die den Glaubenssatz der anderen fahren lässt in sich. Krankheit und Schuld?
Das ist eine verheerende Kombination.

Mach Frieden.

Nun ist es so, dass du sehr häufig, als deine Mutter erkrankte,
auch ihre Schuld gesehen hast.
Und es ist nicht leicht,
den Zusammenhang zwischen Krankheit und Schuld völlig aufzugeben, ohne dich selbst als ungerecht in der Zeit damals zu empfinden.


Die Tatsache ist, dass es nicht um Schuld geht,
sondern darum, wer lernt und wer nicht!


Deine Mutter ist inkarniert, um zu lernen.
Und sie hat ihre Aufgaben mehr oder weniger gut gelöst,
zumindest dann im Jenseits.

Aber die Umstände ihres Todes haben nichts mit ihrem Tod
im Sinne von Schuld zu tun.

Der Tod ist kein Richter, er ist kein Henker.
Der Tod ist nichts als eine Tür, durch die wir gehen.

Aber die Krankheiten können in zweierlei Weise aufgefasst werden:
Sie können uns in den Staub bringen!
In die Bestätigung, jeder Wert sei nun vorbei!
Denn ein Körper, der nicht funktioniert,
ist ein Mensch, der nicht funktioniert.

Du erinnerst dich sicherlich an jenen ungesunden Spruch:
„In einem gesunden Körper wohnt ein gesunder Geist“.

Steven Hawkins ist der Gegenbeweis dazu.
Ein kranker Körper kann also eine gewaltige Möglichkeit sein,
aus eigenen Fehlurteilen der Seele zu entwachsen oder sie zu zementieren.

Für dich eine Herausforderung, die du bewältigen kannst,
sonst würdest du sie nicht tragen.
Für dein Umfeld eine Herausforderung,
bei denen Aggressionen nicht zu vermeiden sind.

Mach Frieden, Karin.

Der Mensch liebt es nicht, dass man ihm sein Vorurteil raubt.
Es ist vielleicht das Letzte, das ihn trägt.

Sind wir damit am Ende?

K: Ich denke, ja.
Du hast mit dem Frieden machen begonnen und ich denke,
damit schließt sich auch der Kreis.

E: Ja, Frieden machen ist Arbeit, die sich lohnt.

Dann möchte ich noch etwas zum Ablauf sagen.
Ich möchte gerne, dass du heute noch eine Regression machst.
Und ich bitte, hier ganz Laonis zu vertrauen,
der dir zeigen wird, was wichtig ist.


Und ich möchte vorschlagen, dass ihr morgen noch mehr Wissen sammelt. Uta weiß dann, was ich damit meine, ja?

H: Echt, weiß sie das dann?

E: Ich weiß sie zu bewegen.

H: Ach so, dann ist es ja gut.

E: Ich würde mich auch freuen, lieber Hajo,
wenn du unserer Freundin in diesen Stunden
noch weiter Energie geben kannst.

H: Ja, das hatten wir auch vor.

E: Gut.
Denn wenn auch nicht alles reparabel ist, so es doch zu lindern.
Und damit verabschiede ich mich.

H: Ja, danke.

K: Dankeschön, Elia.