Davids Seele will etwas völlig Antiquiertes in eurer Zeit: Er will ein guter Mensch sein!

Davids Seele will etwas völlig Antiquiertes in eurer Zeit.
Er will ein guter Mensch sein!
Und er steht mit dieser Strebung innerhalb einer Gesellschaft,
die den Spott über andere zum Hobby werden lässt,
konträr zum Unterhaltungs-Event mit allen Wirkungen,
die das auf seine Altersgenossen hat.

Verstehst du, wie ihn das in seinem Alter zerreißen muss?

Verstorbenen- und Guide-Kontakt

Ich bitte meinen Guide, mich mit Charlie Seidnaoui
in seiner Seinsweise als Guide von David zu verbinden.
Seine Schwester Sandra bittet um diesen Kontakt.

Ich bin in einem Park, aber nicht die mitteleuropäische Version.
Hier stehen Palmen und hohe Mauern umringen das Areal.
Aus hellem Stein ein Teich, künstlich angelegt, darin Lotosblüten.

Es scheint früher Morgen zu sein.
Die aufgehende Sonne färbt alles in ein rosa Licht.
In der Ferne sehe ich Minarette.

Etwas weiter entfernt von mir sehe ich eine Art Rehe,
aber auch sie schauen anders aus als die mir bekannten.
Mein Weg führt über kostbare Mosaiken,
an den Seiten mit Rosen berankte Säulen.

Bis ich schließlich zu einem Innenhof komme,
in dessen Mitte ein Brunnen kaskadenartig in mehrere Schalen fließt.

Unter der Überdachung an der einen Seiten der Gebäude
sitzt ein schlanker Mann in ein blaues,
bis zum Boden reichendes Gewand gekleidet.

Er trägt einen Turban, der bis auf die Augen fast das ganze Gesicht verhüllt. Irgendwie erinnern mich diese Augen an jemanden,
aber es ist schwer das zuzuordnen.

Es sind Guide Augen so voller Energie,
wie magisch ziehen sie mich in den Bann.

Im gleichen Moment, in dem dieser Augenkontakt hergestellt ist,
erkenne ich ihn: Es ist Charlie.
Er lächelt, und ohne ein Wort zu sagen,
bittet er mich, ihm gegenüber Platz zu nehmen.
Zwischen uns steht ein Schachspiel:
Kostbare Intarsien Arbeit, die Figuren aus Elfenbein und dunklem Alabaster.

Ich verstehe die Ordnung nicht.
Lange versuche ich, den nächsten Zug zu verstehen.

Charlie schweigt, schaut mir nur zu, dann sagte er sehr sanft:
„Den Läufer, Uta!“

Ich ziehe den und sehe, dass ich damit eine Matt Position
des gegenspielenden Königs erreicht habe…

C: Matt dem König, durch „Winkelzüge“.
Ach, du verstehst es immer noch nicht, oder?

U: Charlie, ich hab keine Ahnung, was du mir da zeigen willst…

C: Das Leben will ich dir zeigen oder eher gesagt: Sandra.
Sie liebt die geraden Züge!
Geradeaus: so soll Leben sein.

Aber Sandra? Das Leben ist nie so!

Ich will gerne mit dir reden über die Winkelzüge des Universums
(er lächelt).

Erinnerst du dich an den Traum?
Peter hat dir viel mehr gezeigt,
als du in deiner geraden Denkweise wahrgenommen hast.
VIEL mehr, jedes einzelnes Bild, jedes einzelne Gefühl ein Winkelzug…

Siehst du das hier, Schwester meines letzten Lebens?
Das hier ist so ein Winkelzug.
Ich bin Charlie und ich bin es auch nicht.
Ich bin MEHR.

Ich bin dein Bruder und bin es auch nicht, ich bin mehr.

GENAU wie du! Ja!
Tatsächlich, du bist auch mehr als Sandra, mehr als meine Schwester,
mehr als Peters Frau, mehr als Davids Mutter…

Wir sind IMMER mehr!
Nur so lange wir in einem Körper sind, wissen wir es nicht.
Selbst wenn wir sterben, brauchen viele mehrere Inkarnationen,
um zu verstehen, was es damit auf sich hat, „Mehr“ zu sein.

Ich habe versucht, schnell zu lernen,
ich habe mich danach gesehnt, zu verstehen.

Aber Peter übertrifft mich!
Seine „Reise“ war rasend schnell!
Du hast ihn erlebt, wie er IST in seinem Mehr – Sein.

Und wir wollten beide, dass du es spürst, diese Veränderung.
Die eben gar nicht so ist, dass das Alte abgelegt wird.
Sondern dass es da ist und doch anders…

Wir wollten, dass du das verstehst,
damit du auf das Reading heute vorbereitet bist.

Denn heute, liebe Schwester, spricht mehr als dein Bruder zu dir!
Und es ist mir sehr, sehr wichtig, dass du mich verstehst als das,
was ich jetzt bin:

Ich bin GANZ.

Weißt du, was das bedeutet?
Ich bin alles, was ich jemals war und mir dessen bewusst.
Jedes meiner Leben bin ich jetzt in meinem Bewusstsein.
Ich habe aber auch jedes eurer Leben in meinem Bewusstsein,
sobald ich mich in meiner Ebene mit euch verbinde.

Ich hab euch dann IN MIR und ihr habt mich IN EUCH!
Nur euer irdischer Teil spürt kaum etwas davon!
Außer dass der Verstand, der euch lenkt,
vielleicht Erinnerungen an mich hat gerade zur selben Zeit…

Sandra, verstehst du, was ich sage?
Ich sage damit:
ICH bin IMMER mit euch, ich trage euch IMMER in MIR.

Nur ihr, ihr habt es sehr viel schwerer, das zu verstehen.

Heute begegne ich dir nicht als Bruder.
Ich bin heute MEHR, weil ich ein Bewusstsein habe,
das dir noch fremd ist und das du, weil du im Körper bist, nicht verstehst.

Niemand der lebt, würde es aushalten, sich all dessen bewusst zu sein.
Niemand könnte damit ein normales Leben führen.

Aber es gibt Menschen, die einen Teil dessen in sich tragen!
David gehört dazu, es ist kaum mehr als eine Ahnung.
Eine Art Erinnerung, an die er sich nicht einmal konkret erinnert.
Alles, was er wahrnimmt, ist:
Dass das, was er als Leben erfährt, „wenig“ ist.
Er ahnt, dass es ein Mehr gibt!
Aber er weiß weder, woher diese Ahnung kommt,
noch wo er nach einer Bestätigung suchen sollte.

Alles, was er im Bewusstsein hat, ist:
Dass er WENIG hat und dass er sich nach MEHR sehnt.

Das ist schwierig Sandra, das macht einsam.
Und melancholisch, ohne den Grund dafür zu wissen.

Noch wäre es zu früh, mit ihm darüber zu reden.
Aber du sollst wissen, dass diese Leere in ihm ist,
diese Sehnsucht nach IRGENDWO!

Der Mangel, das ist das GRUNDGEFÜHL,
mit dem – er seit er inkarniert ist – kämpft.
Nein, nein, nein, kein materieller Mangel, darum geht es nicht.

WIRKLICH NICHT!

Aber er sucht natürlich!
Er sucht danach, eine Antwort zu finden, WOHIN er sich so sehnt.
Und wie alle Menschen sucht er diese Antwort zuerst einmal außen.

Es findet sich aber nicht genug, um zu sagen:
Weil mir in meinem Leben dies und das und jenes fehlt,
bin ich so „leer“, fehlt mir etwas.

Also fängt er an, seinen Mangel an sich selbst ausmachen zu wollen. IRGENDWAS – so meint er – muss mit IHM nicht stimmen!

Was ist los mit ihm?
Mitten in den heitersten Angelegenheiten
überkommt ihn plötzlich ein Gefühl,
am falschen Ort, am falschen Platz zu sein mit den falschen Leuten.

Dann kommt er sich vor wie ein Alien, der einfach vergessen hat,
dass er von einem anderen Stern kommt!

Das sind Momente, in denen auch du ihn nicht erreichen kannst
und nicht verstehen.
Er versteht sich ja selbst nicht!

Sandra, meine liebe Schwester, er ist ganz und gar kein Alien!
Aber er hat in sich Reste eines Bewusstseins erhalten, als er inkarnierte, das für einen Jungen in seinem Alter noch viel zu schwer zu ertragen ist.

Ich möchte gar nicht, dass du ihm das sagst!
Ich möchte, dass DU es verstehst.

Da reden seine Klassenkameraden über andere in der Klasse
und David VERSUCHT, mitzumachen.
Aber IN IHM ist ein Wissen, dass zu dieser typischen Art
aller Teenager sagt: Es ist doof, über andere her zuziehen!

Oder seine Mitschüler ziehen über Mädchen her, du weißt schon!
Nicht besonders ritterlich, aber es gehört eben zur Pubertät des Menschen, in solche Gedankengänge zu kommen.

Und David versucht, die Unreife seiner Mitschüler nach zu empfinden.

Das Problem ist nur:
Er empfindet es nicht so, in ihm scheinen andere Wahrheiten wahr!

Verstehst du, was ich meine?
Da ist eine Seele inkarniert, die REIFE in sich trägt,
ohne sie anwenden zu können.

Oder anders formuliert:
Die Seele ist VIEL weiter,
als Verstand und Hormonhaushalt es derzeit hergeben.

Das Ergebnis?
Das anhaltende Gefühl, dass IRGENDWAS in Ihm, an IHM,
„falsch“ sein könnte.

Sandra, wir wünschen uns beide so sehr,
dass David ein glückliches und unbeschwertes Leben führen darf.
Aber weder du noch ich können ihm die Aufgaben,
die er in seine Inkarnation mitgenommen hat, abnehmen.

Und eine dieser Aufgaben besteht darin,
für sich selbst eine Wertschätzung seines
„Anders seins als alle Anderen“ zu finden.

Ich weiß schon, es scheint dir so ungerecht zu sein.
Schließlich hat David in seinem jungen Leben schon genug
Härten des Schicksals miterleben müssen.
Dann sollte er wenigstens jetzt seine Jugend
durch und durch genießen dürfen!

Liebe Schwester, was wärst du für eine Mutter,
wenn du anders denken würdest?

Was wäre ich für ein Onkel, wenn ich anders denken würde?

Aber: Ich bin MEHR als ein Onkel!
Deshalb bitte ich dich sehr:
Sei mehr als Sandra, die Mutter.

Stell dir einmal vor:
Wir hätten uns zu einem aberwitzigen Abenteuer verabredet.

Wir würden – sagen wir einmal – ein Survival-Training gebucht haben.
David und du als Wanderer in einem Dschungel
und ich wäre eine Art Couch, der euch MANCHMAL!
Anweisungen und Ratschläge per Funk geben würde, während ihr euch durch gefährliches und unwegsames Gelände schlagen solltet.


Ganz ähnlich ist das Wesen einer Inkarnation: ein Abenteuer der Seele!

Es sind im Gepäck ganz individuelle Dinge, je nach Teilnehmer.
Das Meiste davon bestens geeignet, um zu überleben.
Aber es gehört zu dieser Art von Survivaltraining,
dass auch jeder ganz spezifische Aufgaben zu bewältigen hat.

Und um das Ganze nicht langweilig zu machen, steht von Anfang an fest, dass jeder, wenn er sein Ziel erreichen will,
irgendwann etwas aus seinem Proviant wegwerfen muss
und er selbst entscheidet, WAS das ist.

Eines dieser Dinge, die David irgendwann wegwerfen sollte,
ist das Gefühl, nicht „richtig“ zu sein.
Oder um es genauer zu sagen:
die ANGST vor dem Anders sein.

Es ist so wichtig, dass er diese Angst als Seele ablegt.

Du als seine Weggefährtin, du kannst ihm das nicht
aus seinem Rucksack nehmen.
Aber du kannst ihm, wie du es ja auch schon tust,
darin immer wieder bestärken, das es absolut okay ist,
anders zu sein als die Mehrheit.
Das hilft.

Es mag lange dauern in deinen Augen,
aber es hilft, wenn er dich beobachtet.
Er sieht, dass du stolz auf ihn bist und auch das hilft ihm sehr!

Unterschätz das bitte nicht, Sandra!
Du denkst in Monaten, ich spreche von Jahren!

Davids Seele will etwas völlig Antiquiertes in eurer Zeit.
Er will ein guter Mensch sein!

Und er steht mit dieser Strebung innerhalb einer Gesellschaft,
die den Spott über andere zum Hobby werden lässt,
konträr zum Unterhaltungs-Event mit allen Wirkungen,
die das auf seine Altersgenossen hat.

Verstehst du, wie ihn das in seinem Alter zerreißen muss?

David hat sehr hohe Ansprüche an sich selbst, Sandra.
Schau einmal darauf, sprich mit ihm einmal darüber,
was ER für sich SELBST als Versagen empfinden würde!

An dieser Stelle kannst du ihm sehr helfen.

Was ist Versagen, Sandra?
Woran ist das zu messen?
Ganz klar: AUSSCHLIESSLICH an den gegebenen MÖGLICHKEITEN.
Nichts anderes zählt!

Um mit sich selbst zufrieden zu sein, muss er seine Möglichkeiten kennen und die KANN er noch gar nicht wissen!
Er ist viel zu jung, um über sich urteilen zu können.
Alles, was er tun sollte, ist, sich selbst zu beobachten:

Was macht mir Freude und was nicht?
Was fühle ich wann und wodurch?
Was fällt mir leicht und was schwer?
Wonach sehne ich mich, was ist mir gleichgültig?

David MUSS jetzt einfach egoistisch sein!
Das ist die Aufgabe der Pubertät:
Sich selbst definieren lernen, das ist ganz schön anstrengend!

WIE bin ich?
Das ist DIE Frage, die im Zentrum stehen MUSS!

Und dabei kannst du ihm wirklich sehr helfen.
Er darf sich ausprobieren, das ist gut.

Aber er darf dabei auch zu anderen Ergebnissen kommen
als andere Jugendliche.
Deshalb ist er doch kein Sonderling, aber durchaus besonders.

Versuch, in Gesprächen mit ihm seine Aufmerksamkeit
sowohl auf das Trennende als auch auf das Verbindende
mit anderen Jugendlichen zu lenken!
Einfach, um ihm klar zu machen, dass er beides hat:
Etwas, was ihn von anderen unterscheidet,
aber auch, was ihn mit ihnen verbindet.

So kann es ihm viel leichter fallen, mit sich in Frieden zu kommen.

Ich muss noch etwas ansprechen, Sandra:
Du bist ganz gewiss eine sehr gute Mutter,
du liebst unseren David aus tiefster Seele.

Aber, Sandra?
Du bist eine Frau und du kannst ihm nicht geben,
was er brauchen würde in dieser Phase seines Lebens:
eine männliche Orientierungsperson!

Wir verstehen David nicht,
wenn wir uns dies nicht als Last ansehen würden, die er zu tragen hat.

Sandra, überleg einmal:
Du hast immer Frauen als Orientierungsperson gehabt.
Ich spreche bewusst nicht von Vorbild,
denn einem Vorbild gilt es stets nach zu eifern.

Eine Orientierungsperson bedeutet:
Dass man jemanden hat, den man beobachten kann!

Bei dem man ungestraft sowohl sagen kann:
Das finde ich SEHR gut, so will ich es auch machen.

Als auch:
Das finde ich völlig falsch, nie will ich es so machen!

Was hat David?
Ich weiß schon, er hat von dir erzählt bekommen, wie ich war.
Und er hat Peter erleben dürfen.

Aber SANDRA?

Was sind wir denn für Vorbilder?
Um es auf einem einfachen Nenner zu bringen:
Wir haben das Leben nicht überlebt!

Ist dir das eigentlich klar?
Das ist eine sehr schwere Last für David.
Wir sind die „Guten“ und sind zu früh gestorben!
Was heißt das für seine Seele?
Das heißt: Gute sterben früh!

Er will aber ein guter Mensch sein!
Kannst du dir den Konflikt vorstellen, in dem er da steckt?

David will leben!
UND ZWAR FÜR DICH!

Sandra?
So darf es nicht sein, das tut ihm nicht gut.

Er ist aus Sicht seiner Seele die einzige Konstante, die DU! hast.

Das ist viel, viel zu viel Verantwortung.
ER ist der ÜBERLEBENDE und damit muss er beweisen!!!
dass er der BESSERE ist!

Das geht so auf gar keinen Fall weiter.

Ich will dich wirklich nicht drängen, Schritte zu unternehmen,
die du nicht unternehmen willst.
Aber meinen Rat, dich hier auf seelischer Ebene mit ihm zu verbinden
und ihn von seiner Verantwortung für DEIN Leben loszusprechen,
kann ich dir nicht ersparen.

David ist SOHN!
Das heißt: Er hat ein Recht darauf, unvernünftig und wild zu sein!

Er hat ein Recht darauf, zu rebellieren und Dinge zu wagen
aus reiner Lust am Leben.


Aber Davids Seele meint, sie muss VERNÜNFTIG sein aus Liebe zu dir.

Er hat sein Leben lang gelernt, vernünftig zu sein,
das hat er einfach großartig gemacht.

Aber er ist SOHN!
Und für dein Leben sorgst du selbst, nicht nur finanziell,
sondern auch emotional.

Es ist so gut, dass du ihm das immer wieder zeigst.

Sein Verstand beginnt, es zu begreifen,
seine Seele aber ist weit davon entfernt.
Sie fühlt sich für dein Lebensglück verantwortlich EINERSEITS.

Andererseits hat sie keine Ahnung,
WIE MAN ein Mann ist, der überlebt!

Wenn David ein junger Baum wäre, dann wäre er einer,
der EINE starke Wurzel hat (DICH),
aber nur eine sehr, sehr schwache zweite Wurzel (Vater).

Schwesterlein?
Es tut mir leid, es dir nicht einfach machen zu können mit diesem Reading. Aber du kennst mich:
Ich halte nichts davon, Dinge schön zu reden.

David braucht Hilfe, das ist wahr.
Er braucht deine Hilfe als Wegbegleiterin.
Aber er braucht auch Orientierungen, was es heißt,
ein GUTER MANN zu sein, der NICHT stirbt.

Lass uns ihm helfen, ja?

U: Danke, Charlie, das ist aber eine ziemlich große Baustelle!

C: Ja, David ist auch mehr als ein Junge!
Und er hat sich etwas sehr Großes vorgenommen in dieser Inkarnation!
So was fängt immer damit an, dass es eine große „Baustelle“ ist!

U: Okay, was könnte helfen?

C: Du willst die Frage doch gar nicht stellen, weil du die Antwort kennst!

U. Stimmt!

C: Dann lass doch.
Ich verstehe deine Hemmung!
Du willst dich nicht anbieten wie etwas, das nichts wert ist.

U: Ja!

C: Okay.
Oh, ehe ich es vergesse:
Diese Inkarnation hier war in Persien.
David war damals mein Herr und ich war sein Lehrer.

Auch damals trug er ZU VIEL Verantwortung!
Auch damals wollte er ein GUTER Herrscher sein.
Auch damals hatte er Angst, dieser Anforderung nie genügen zu können!

David war schon damals vaterlos.
Und darum suchte er, Gott zu verstehen, den Vater aller Väter.
Aber auch der hatte zu hohe Anforderungen, so jedenfalls glaubte er.

U: Darf ich dir jetzt Sandras Fragen stellen?

C: Natürlich…

U: Sandra fragt, ob David wirklich glücklich ist, wie er es immer behauptet?

C: Sandra, er hält es für VERNÜNFTIG, glücklich zu sein!
Wir wissen beide, dass Glück ein GEFÜHL ist
und gar nichts mit dem Verstand zu tun haben muss.

Aber was willst du tun?
Du kannst ihn nicht über eben diesen Verstand erreichen.

Die Seele gilt es zu erreichen!
Sie davon zu überzeugen,
dass sie ruhig einige ihrer Lasten aus ihrem Rucksack packen darf.

U: Sandra fragt, ob David ein gesundes Leben haben darf?

C: Sandra, darauf darf ich dir doch gar nicht antworten.
Was für eine Frage stellst du mir da?
Sei ehrlich:
In Wahrheit fragst du dich, ob David alt werden darf.

Denn das weißt du schon:
Dass auch DU! in deiner Seele glaubst, dass „gute Männer“ früh sterben! Und David ist gut!

Du teilst die gleiche fixe Idee!
Diese Idee ist uralt in unserer Sippe
und ihr tragt beide dieses Sippen-Gesetz mit euch herum.
Leider!

Sandra, aber ich kann euch diese Idee nicht nehmen,
das ist DEINE Baustelle!

U. Sandra fragt:
Wie sie bei seiner Unsicherheit gegenüber Menschen helfen kann?

C: Sandra, du KANNST ihm seine ART, zu sein, nicht ändern.
Du kannst ihm aber zeigen – immer wieder –
dass es UNTERSCHEIDUNGSMERKMALE gibt, aber auch Verbindendes.

Dass er nie GENAU RICHTIG sein KANN, aber auch nie GENAU VERKEHRT, weil es so was einfach nicht gibt.

David wird – je älter er wird – immer weniger darauf schauen,
wie Andere ihn beurteilen und immer mehr darauf,
was er ihnen an Verständnis und Mitgefühl geben kann.

So wird er zu mehr Offenheit finden, in dem er lernt,
von sich weg auf Andere zu schauen:
deren Lasten, deren Blockaden, deren Probleme …

Auf diese Weise wird er erfahren können,
dass jeder Mensch der Bruder des Anderen ist.

Es gibt „kleine“ Brüder und „große“ Brüder, so ist die Welt!
Und es gibt wie unter richtigen Geschwistern nichts zu vergleichen.

Das sagt der Richtige?
Ach, Sandra, jetzt bin ich eben wirklich groß!

Sandra, viele der Probleme, die David hat, sind meine gewesen:
Das Vernünftig sein genauso
wie der „bessere Mann“ der Familie sein müssen.

Mein „besser“ ist einfach gewesen im Vergleich zu seinem.

U: Sandra möchte wissen, ob sie David eine gute Mutter ist?

C: Die Beste, die er bekommen konnte (lächelt).
Sandra, wirklich!
Hör auf, dich in dieser Weise zu hinterfragen…
Die beste Mutter!
Ja, aber auch eine solche Mutter kann keine Vaterfigur ersetzen,
das ist klar.

Und ein Junge kann, darf und muss das auch nicht tun,
DAS ist ihm nicht klar!

Dir?
Ja, dir schon!
Aber über seinen Verstand kommst du da nicht weiter.

U: Sandra fragt, ob du mal nach eurer Mutter schauen kannst,
sie scheint nicht glücklich zu sein.

C: Sandra? Warum sollte sie es sein?
Weil es vernünftig wäre?
Ach, du …
Ich bin oft bei ihr, aber sie war ihr Leben lang vernünftig.
Sie hat versucht, ihre Gefühle nicht zu fühlen,
außer wenn sie vom Verstand her erlaubt waren.

Jetzt ändert sich etwas in ihr:
Sie kommt in eine Trauer, die heilsam sein kann.

Ja, Sandra, auch solche Gefühle können heilen,
selbst wenn wir sie eigentlich nicht für erwünscht halten.

Jeder Mensch hat das Recht, um vergangene Gelegenheiten traurig zu sein.
Jeder Mensch hat das Recht, über den Mangel seines Lebens traurig sein zu dürfen.
Aus der Trauer KANN der Mut wachsen,
es in zukünftigen Leben anders zu machen.

Du kannst ihr damit nicht kommen.
Aber du kannst ihr sagen, dass sie Großes vor Gott geschafft hat!
Und das hat sie auch wirklich.

Sie war die beste Mutter, die uns möglich war.
Und die Einzige, die wir brauchten.

Gib ihr diese Ehre, liebe Schwester!
Mir ist es nicht mehr möglich, aber ich würde es tun,
wäre ich noch unter euch!

Jetzt, Sandra, verabschiede ich mich.
Du? Denk nicht, dass du alles allein machen musst!

Du bist ein sehr stolzer Mensch.
Aber auch solche Menschen brauchen manchmal Hilfe,
die doch ein Leben lang anderen Helfer sind.

Das muss so sein, damit sich niemand überhebt
und damit letzten Endes alle wissen:
Wir gehören alle zusammen.

Ich habe dich sehr, sehr lieb,
immer und ewig

Dein Charlie!