jenseitiger Verbindung

Elia – Es ist ein Anfang der Wandlungen, die im menschlichen Bewusstsein ihren Beginn nehmen.

 Es ist ein Anfang der Wandlungen,
die im menschlichen Bewusstsein
ihren Beginn nehmen.
Es gehört Verantwortung dazu,
diese auch wahrzunehmen.
Elia

Zu Gast ist Ingrid.

E: Deine Frage bitte.

I: Ich bin jetzt nicht ganz sicher,
ob ich die vorhin noch gestellt hatte.
Warum habe ich in den letzten Jahren keinen Orgasmus?

E: Du hast sie so nicht gestellt
und ich antworte gerne gesondert darauf.
Allerdings stimmt es schon.
Das Eine hat mit dem Anderen zu tun.

Es handelt sich dabei um Vertrauen haben können,
Fallen lassen können…

Und es unwichtig finden,
ob dem Orgasmus Nummer eins, zwei, drei, zweihundert,
tausend, eine Million folgen werden.

Das ist zur Zeit nicht der Fall.

Dies hat aber auch mit deiner Ehe zu tun:
Fallen lassen können bei Jemanden, den man kontrollieren muss…

Es ist ja nicht so, dass du gerne
die Rolle der Kontrollierenden übernommen hast.
Damit meine ich nicht eine Xanthippe!

So nannten wir früher die Frau,
die die Macht über ihren Mann hatte.

Sondern damit meine ich:
Dein ständiges Bemühen und Schauen darauf,
optimale Bedingungen zu schaffen, damit es IHM gut geht.

Einen Orgasmus zu haben, bedeutet für die Frau,
sich völlig in die Obhut des Mannes zu begeben.
Das ist archaisch, das ist vor-steinzeitlich.

Denn Fakt ist: Letztlich ist der Mann der Stärkere!

Und er ist in der Lage:
Eine unkontrollierte Frau zutiefst zu verletzen.
Einfach aufgrund seiner körperlichen Fähigkeiten.

Also bedeutet es für die Frau:
Dass sie einen Orgasmus nur haben kann,
wenn sie die Angst davor
– in unkontrollierbare Zustände zu geraten –
aufgeben kann.

Das ist zutiefst zerstört worden bei dir in deiner Ehe.
Und hier wieder zurück zu finden zu einem tiefen Vertrauen,
die Kontrolle aufgeben zu dürfen, das ist derzeit nicht möglich!
Ja?

I: Hm, hm.

E: Es wäre dennoch für deine seelische Entwicklung
sehr von Vorteil:

„Ich bin
– selbst wenn ich völlig schutzlos bin,
selbst wenn ich in einer Situation bin,
die, wenn auch nur einen Augenblick lang,
mich völlig außer Kontrolle geraten lässt –
ganz sicher.“


Mehr Liebe kann ein menschliches Wesen nicht zeigen!

Das allerdings ist in eurer Zeit ja eine Frage der Technik geworden.
In Wahrheit ist es nie Technik.
Und in Wahrheit ist es ein Stück Himmel!

Ich weiß, es gibt Menschen, die fragen sich:
„Gibt es im Jenseits eine Form von Sexualität?“
Natürlich nicht.
Wir haben keinen Körper! 
Dennoch gibt es so etwas wie Orgasmen.
Nirgendwo kann das ineinander Verschmelzen
derart orgastisch erlebt werden:
Nichts mehr, was trennt –
Nicht mehr Ich und Du –
Sondern das reine Wir!

Euch Menschen wurde die Möglichkeit 
– dieses Wir in der Sexualität zu erleben –
geschenkt.

Kein anderes Wesen auf eurem Planeten kann es so erleben,
kein anderes Wesen kommt über die Lust
in diese tief spirituelle Erfahrung:
„Wir sind Eins“.

Ich wünsche dir von ganzem Herzen,
dass du das erleben darfst.
Die Voraussetzung dafür ist:
Eine tiefe Sicherheit, dass deine Verletzlichkeit
– und hier spreche ich besonders
von der psychischen Verletzlichkeit –
ganz geschützt ist.

Ja?

I: Hm, hm. Danke.

E: Bitte.
Die nächste Frage bitte.

I: Birgt die Beziehung zu meiner Mutter eine Ahnenlast?

E: Ja.
Hier haben wir auch eine Lust verneinende Komponente.
Hier haben wir über Generationen festgelegt,
dass eine anständige Frau ihr Temperament zu zügeln hat.

Das Problem ist nur: Dass sie Temperament hat!

Ein solches Ahnengesetz hat seine Ursachen: bittere Ursachen.
Und es ist notwendig für dich, dass du begreifst,
was dort dich verhindert.
Denn, nicht wahr? 
In Wahrheit bist du alles andere als Kaltherzig!
Und du bist alles andere als – Achtung – Frigide!

Ganz im Gegenteil!
Im Moment bist du wie so ein Feuer im Kamin,
das fast zu erlöschen droht.

„Warm reicht!“
Das würde deine Mutter sagen.


Heiß sollte es aber doch mal sein.
Deine Lust, deine Freude und deine Ekstase
als wundervoll erleben, als Geschenk erleben.
Ein Geschenk für dich und ein Geschenk für deinen Partner.
Das wird nicht gehen:
Ehe nicht das Leiden der Frauen deiner Sippe
bestens analysiert wurde.

„Ich darf nicht sein, was ich fühle und ich fühle nichts!“
Das ist immer noch besser als: 
„Ich darf nicht sein, was ich fühle!“
Das ist eine schreckliche Abspaltung
und die wirkt seit Generationen.

Deine Mutter ist nicht einmal die Erste, sondern auch sie folgt.
Sehr traurig ist das!

I: Hm, hm.

E: Auch traurig für deinen Vater.
Aber das sind Lebenspläne!
Und in ihrem Lebensplan war eine Korrektur nicht vorgesehen.

Dass ihr heute diese Möglichkeiten habt,
ist ein Anfang der Wandlungen,
die im menschlichen Bewusstsein ihren Beginn nehmen.

Es gehört Verantwortung dazu, diese auch wahrzunehmen.

Du hast eine Tochter und deine Tochter lernt von dir „Frau sein“.
Jeder Blick, jedes Seufzen, jeder Satz sagt ihr:

„Aha! So, wie sie es macht, ist es gut, eine Frau zu sein“.

Das wünschst du ihr nicht:
Dass sie in deiner Weise Frau sein soll.

Du wünschst ihr Freude und Geborgenheit.
Du wünschst, dass sie Anerkennung findet.
Du wünschst ihr Förderung und Lust.
Und das ist gut so.

Aber wie soll sie es dir glauben?
Bei einer langen Reihe von Frauen,
die nicht die Glut ihrer Gefühle leben durften?

Ihr werdet sicherlich eine Lösung finden!