verlorenen Liebe

Elia – Thema: Auf der Suche nach der verlorenen Liebe.

Auf der Suche nach der verlorenen Liebe.

Denn zur Liebe gehören viele guten Dinge:
Dass sich finden,
dass sich erkennen,
dass sich gegenseitig führen,
halten,
bisweilen auch schieben,
bisweilen aber auch dass sich trennen.

Elia

Zu Gast ist Ingrid.

Elia: Guten Abend, liebe Freunde.

Hajo und Ingrid: Guten Abend, Elia.

E: Guten Abend, ich grüße dich.
Wie schön, einen Gast hier zu haben,
der diesem Lande nahe ist,
das ich im Übrigen sehr liebe:
Ein klares Land,
in dem klare Menschen zur Welt kommen seit jeher
– schlicht, gradlinig, zielstrebig.

Du bist eine würdige Vertreterin deiner Landsmannschaft!
Und es ist mir eine Ehre, dir helfen zu dürfen.

Ich möchte eine Überschrift über dein Wochenende geben,
wenn ich das darf.
Erlaubst du es mir?

I: Ja, gerne.

E: Auf der Suche nach der verlorenen Liebe!

I: Ja.

E: Ich tue dies deshalb, weil ich gewiss bin,
dass du fehlst: Jemandem.
Und dass du nicht finden kannst,
was du nicht suchen darfst!

Darum lass uns fröhlich sein!
Denn in einer Zeit wie dieser,
da ist nichts so beglückend,
wie seinen Weg zu Zweit gehen zu dürfen.

Zu Zweit,
Schulter an Schulter mit dem Blick aufs gleiche Ziel.
Nicht hintereinander:
Der Eine führt –
der Andere folgt.
Nicht weit voneinander! 
Wie schnell verliert man den Blick.

Nein, zu Zweit!
Dies ist kostbar
und ist euch Menschen,
wenn es euer Lebensplan ist,
eine große Hilfe.

Nun lass uns beginnen.
Stell mir bitte deine erste Frage.

I: Warum habe ich so lange
in so einer furchtbaren Beziehung gelebt?

E: Damit du keine Gute findest. 
Das ist schlimm, was ich da sage,
aber es ist so:
Damit du keine Gute findest.

Weder ist dies deine Schuld
noch die Schuld deines damaligen Gatten.
Sondern dies ist das karmische Resultat dessen,
was vorher war.

Wenn wir von Karma reden,
so meine ich nicht: 
Dass du in vergangenen Leben dich verschuldet hättest
und darum einem Liebesglück nicht mehr Wert wärest.

Sondern ich meine damit,
dass deine Seele selbst dies verhindert hat!

Denn zur Liebe gehören viele guten Dinge:
Dass sich finden,
dass sich erkennen,
dass sich gegenseitig führen, halten,
bisweilen auch schieben.
Bisweilen aber auch dass sich trennen.

Letztlich trennt ihr Menschen euch!
Und wenn es durch den Tod ist!

Und manchmal nimmt eine Seele
bei solcher Trennung Schaden.

Sie sagt sich:
„Dies, dies will ich nie wieder erleben.
Diesen Schmerz kann ich nicht überleben“.

Deine Seele hat dies so erfahren.
Aber das ist ein abgeschlossenes Leben.
Was dort geschehen ist, ist vorbei.
Und dieses Leben heute: 
Das soll,
das darf,
das kann neu sein.

Das geht allerdings nur
mit einem tiefen Vertrauen darin: 
dass der Preis,
den jede Liebe kostet,
von dir zu tragen ist! 
Und deine Seele von dieser ihrer Stärke zu überzeugen,
das wird die Arbeit der nächsten Tage sein, ja?
Hast du mich verstanden?

I: Ja.

E: Es wäre einseitig,
würde ich es dabei bewenden lassen.
Denn es würde bedeuten,
dass du Jahrzehnte deines Lebens vergeudet hättest.
So ist es nicht!

Denn diese Jahrzehnte haben dich
auf eine ganz besondere Weise reifen lassen.
Sie haben aus dir einen Menschen gemacht,
der sich seiner Verantwortung
sehr bewusst geworden ist! 
Nicht allein seiner Verantwortung Anderen gegenüber,
sondern auch sich selbst!

Sie haben dich zu einer Kämpferin werden lassen! 
Und sie haben dich zu einer Frau werden lassen,
die in ganz besonderer Weise
für andere Menschen um sie herum
ein Halt sein kann!

Und all diese Vorbereitungen
sind nicht für den Himmel gemacht!

Den Himmel, den gibt es ganz umsonst! 
Sondern diese Vorbereitungen
sind für das Leben gemacht.

Und wenn ich sage,
dass jemand gefunden werden will,
dann gehören auch die Vorbereitungen dieses Mannes dazu:
seine Erfahrungen genau wie deine!

Es gibt einen rechten Zeitpunkt.

Und manchmal gibt es Leben,
die schon recht weit fortgeschritten sind,
ehe dieser Zeitpunkt für die Begegnung passt!

Ich hoffe, ich mache dir so ein wenig Mut!
Auch wenn ich weiß: 
Dass die Befürchtung deiner Seele,
an solch einer Liebe zu zerbrechen,
heute noch sehr groß ist!

Deine nächste Frage bitte.

I: Warum fühlte ich bei keinem Mann Emotionen,
bzw. mich zu jemandem hingezogen
oder sexuell angezogen?

E: Das ist im Grunde – das merkst du schon selber –
eine Frage,
die ich schon beantwortet habe.
Dennoch möchte ich ein wenig darauf eingehen,
um es zu vertiefen.

Es geht hier nicht um Abneigung,
es geht um Schutz! 
Abneigung würde Widerwillen erwecken, Ekel.
Aber es geht nicht um Ekel! 
Du bist niemand,
der sich vor dem Männlichen ekelt,
sondern schützt! 
Und du schützt dich auch nicht vor dem Männlichen,
sondern du schützt dich
vor deiner eigenen emotionalen Tiefe.


„Je mehr ich liebe – umso mehr leide ich“.
So etwa könnte man verkürzt wiedergeben,
was die Seele von sich hält.


Nun bist du kein Mensch,
der dem Leid als solchem davonrennt.
Du bist alles andere als feige!

Aber deine Seele glaubt sich nicht mehr,
dass sie einen solchen Schmerz überwinden kann.
Sie glaubt sich nicht,
dass sie Trauer aushält.

Ihr hier eine neue Möglichkeit zu eröffnen,
das ist unser Sinn!

Wenn du einmal überlegst,
wie viele Zufälle dazu geführt haben,
dass du heute Abend hier sitzt:
Ist es nicht ein kleines Wunder?

I: Ja.

E: Hättest du vor einem Jahr noch gedacht,
dass du dies tun wirst?
Nein.
Nicht einmal Anne hätte es sich denken können.
Und doch laufen die Fäden zusammen.

Warum?
Weil etwas in Vorbereitung ist, 
was in einer ganz natürlichen Art und Weise sich entwickelt.
Niemand drängt, niemand zwingt! 
Sondern ganz natürlich entwickelt sich Schritt für Schritt,
was deine Seele in ihrem Lebensplan vorbereitet hat.

Hätte sie den nicht,
du würdest hier nicht sitzen.
Erinnerst du dich,
als Anne mit dir sprach
und du von ihrer großen Liebe hörtest
und von dem Leid, das sie getragen hat?

Und von dem Ausweg,
mit diesem Leid nun leben zu können?

Erinnerst du dich,
wie tief dich das berührt hat?

I: Ja.

E: Es ist etwas sehr Seltsames an jenem Abend
zwischen euch Beiden geschehen.
Anne hat einen Auftrag erfüllt!

Eine Verabredung eurer beider Seelen –
lange, lange, ehe ihr inkarniert seid.

Sie hat ein Versprechen eingelöst,
das sie deiner Seele gab im Jenseits: 
„Ich werde dich zu gegebener Zeit daran erinnern,
dass man Liebesleid überwinden kann.“

Und das ist geschehen!
Denn deine Seele möchte nicht mehr sich davor fürchten,
dass ihre Art, zu lieben, ihr Verderben ist!
Ja?

I: Ja.

E: Gut.
Noch eine Frage, bitte.

I: Suche ich wirklich eine Partnerschaft?

E: Ja, auch das habe ich,
wie du merkst, gerade beantwortet.

Ja, eine Partnerschaft!

Eine Partnerschaft bedeutet:
Ein Du und ein Ich ist ein Wir: Gleich wertig.

Nicht gleich – aber Gleich wertig –
eine gegenseitige Ergänzung.

Was mir fehlt, Freund meines Herzens,
hast du.
Was dir fehlt,
habe ich und so sind wir gemeinsam vollständig.

Spürst du,
wie ambivalent deine Gefühle
genau an dem Punkt sind?

I: Ja.

E: Das ist gut, dass du das spürst! 
Denn es zeigt,
wo lang es in diesen nächsten Stunden gehen muss:
Heraus aus der Ambivalenz!
Die Angst hinter sich lassen!

Nicht die Angst, dass dein Partner,
wenn du ihn gefunden hast, einmal ja doch von dir muss.
Diese Angst ist der Preis der Liebe,
den jeder zahlt!
Aber die Angst davor, damit nicht fertig zu werden! 
Die muss verlassen werden, ja?

I: Ja.

E: Deine nächste Frage bitte.

I: Ja. Kann ich meinem Sohn helfen,
seinen Platz zu finden?

E: Er muss ihn selbst erst mal
als noch nicht erreicht begreifen! 
Er selbst!

I: Ja.

E: Wenn der Moment gekommen ist,
an dem er selbst
die Notwendigkeit einer Veränderung spürt,
dann ist der Moment gekommen,
wo du ihn mit deinem Wissen
und deiner Sicht der Dinge stützen kannst.

Wir hoffen nicht
– und wir teilen durchaus deine Sorge –
dass dein Sohn in ähnliche Verhaltensmuster fallen könnte
wie sein Vater.

Wir hoffen, dass wir an diesem Wochenende
– in dem ihr eure familiären Situationen aufstellt – 
seiner Seele das Signal geben können,
dass auch er einen Anspruch
auf Glücklich sein hat.

„Ein rechter Mann ist entmutigt.“
So etwa müsste man sich
die väterlichen Vorgaben vorstellen.

Das ist eine Last,
die du ihm als Mutter so nicht nehmen kannst.

Was du aber könntest, wäre:
seine Seele hier ermutigen.
Und wir hoffen,
dass er durch seinen Großvater
dazu die geeignete Inspiration finden könnte, ja?

I: Danke.

E: Du siehst, dass ich dies sehr ernst nehme! 
Und ich möchte damit aber nicht signalisieren,
dass du Befürchtungen haben solltest!

Sondern im Gegenteil:
Ich möchte dich darin bestärken,
dass sich dieser Schritt,
dem Leben zuwenden,
zu seinem Leben,
dem „Ja zur Lebendigkeit“
wirklich lohnt.

Es wäre bedauerlich,
würde er ihn nicht gehen wollen.

Und hier, wenn du so willst,
kämpfen alle
Seite an Seite mit dir! 
Dein Schutzengel wie seiner! 
Und auch dein Vater!

Mann sein
darf wirklich auch bedeuten,
das Leben zu bejahen
und sich selbst zu bejahen!
Ja?

I: Ja.