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Elia – über Destruktivität: Es ist gefährlich, sich dem Finsteren zu stellen…

Es ist gefährlich, sich dem Finsteren
mit einem eigenen Finsteren zu stellen.
Wann immer du tätig bist
und dich dem Finsteren entgegen stellst, achte darauf,
dass du aus reiner Motivation heraus handelst:
nämlich aus Liebe und Fürsorge!
Niemals aus Angst,
niemals aus Zorn,
niemals aus Hass,

niemals aus Eifersucht,
sondern stets nur aus Liebe und Mitgefühl!

Elia

Zu Gast ist Ingrid.

Elia: Wir fangen an.
Ich begrüße dich.
Es wird Zeit, nun dein hier Erfahrenes zu komplettieren.

Bitte stell mir deine Frage, liebe Ingrid.

Ingrid: Wie ist das jetzt?
Was habe ich eigentlich bekämpft?

E: Das war eine Beltseele.
Das war keinesfalls nur eine Projektion,
Kin Elementar, wie manche in esoterischen Kreisen es nennen.
Dies war wirklich eine Beltseele, die dort sich niedergelassen hat.

Allerdings fürchte ich, wenn du in diesem
– ich möchte es einmal Etablissement nennen –
öfter wärst, würdest du vielerlei solcher Wesenheiten
dort zumindest zu Gast antreffen.
Das erklärt sich selbst,
das hat etwas mit der Gleichsinnigkeit von Energien zu tun.
Das verstehst du sicher.

I: Sicher.

E: Ja?

I: Hm, hm.

E: Für dich wichtig war:
Dass du erlebt hast, wie sowohl dein Mut als auch
– und Achtung, das ist wichtig –
deine fürsorglichen Empfindungen gegenüber
jenem bedauernswerten Mann 
dir gemeinsam die Kraft gegeben haben,
dich mutig dem entgegen zu stellen.

Und darauf möchte ich dich aufmerksam machen:
Mut und Liebe müssen zusammen da sein!
Man kann das Finstere nicht mit Finsternis bekämpfen,
sondern mit Licht!

Und das bedeutet: Wann immer du tätig bist
und dich dem Finsteren entgegenstellst:
Achte darauf, dass du aus reiner Motivation heraus handelst –
nämlich aus Liebe und Fürsorge.

Niemals aus Angst,
niemals aus Zorn,
niemals aus Hass,
niemals aus Eifersucht –
sondern stets nur aus Liebe und Mitgefühl!

Ist dir dies nicht möglich – und das ist menschlich –
dann ist es besser, sich dem Kampf nicht zu stellen!
Sondern dann ist es Pflicht eines Heilers,
dass er an einen Anderen verweist, ja?

I: Ja.

E: Gut!
Denn es ist gefährlich, sich dem Finsteren
mit einem eigenen Finsteren zu stellen!
Das Ergebnis ist nicht nur unzureichend!
Das Ergebnis ist auch,
dass der so Handelnde selbst in tiefe Krisen stürzt.

Dies soll nicht sein, ja?
Ich denke, das hast du gut verstanden.

I: Ja, aber es ist schön, das zu hören,
dass es richtig ist.

E: Natürlich ist es richtig!
Es ist immer richtig,
ein Licht anzumachen dort, wo es dunkel ist.
Und darauf möchte ich auch gerne noch eingehen!

Ich nehme an, dass dich sehr bewegt,
was der Sinn eurer Verknüpfung ist, nicht wahr?

I: Ja, sehr!

E: Gehe ich dann richtig in der Annahme,
dass du mir die Frage stellst,
was der Sinn ist?

I: Ich stelle dir die Frage:
Was ist der Sinn?

E: Dass du lernst:
Dass du die Kraft in dir hast,
das Dunkle mit Liebe und Fürsorge zu bekämpfen.

Dem Machthunger darf niemand Machthunger entgegen stellen!
Dem Zorn nicht Zorn,
der Wut nicht Wut,
der Angst nicht Angst!

Sondern das, was euch leiten möge in euren Kämpfen gegen
das Dunkle,
das Destruktive,
das sollen eure liebenden Herzen sein.

Und damit ist weder der Fluch
noch das Ritual das entscheidende Mittel,
sondern das wahrhaft größte Mittel ist die Fürbitte!


„Liebet eure Feinde!“

Das ist euch vorgegeben, aber daran habt ihr zu schwer zu tragen.
Doch „Bittet für eure Feinde“, das könnt ihr tun.

Und so fordere ich dich auch auf – wie viele Andere –
bete für diese Frau,
bete für ihren Mann,
bete für jene, die sich um sie scharen.

Denn es ist Gottes Wille, der gütig ist zu jedem, der lebt,
dass keines seiner Kinder verloren geht.

Darum bete, dass diesen Menschen
Gott und seine Engel helfen mögen,
wieder ins Licht zu finden.

Tu dies, wenn es dir wahr ist!
Tue es nicht, wenn es dir unwahr ist!
Aber wenn du einen Augenblick
des sorgenden Mitgefühls für diese hast, dann bitte darum!
Und du wirst sehen: dass Licht die Finsternis verdrängt, ja?

I: Ja.

E: Gut. Die nächste Frage bitte.

I: Was hab ich eigentlich mit diesen zwei Frauen bekämpft? 
Beide Frauen – es ist nicht nur Eine,
jetzt sind es Zwei.

E: Es ist das gleiche Thema.
Es sind deren Verstrickungen in ihren Finsternissen.

Und du hast ja an diesem Wochenende gelernt,
dass das Außen immer
mit dem Innen zu tun hat.

Dass es die eigene Schwäche ist, die im Außen jene anzieht,
die davon profitieren können!
Sowohl im materiellen Leben als auch im nicht Materiellen.

Es ist wichtig für dich gewesen, zu begreifen:
Dass deine Schwäche, sich zu fürchten, zu unvermögend zu sein,
dazu beigetragen hat, dass du in die Resonanz
von Angst und Machtwahn der Anderen geraten bist.

Machthunger hat als Basis auch Angst!
Nämlich die Angst, nicht groß genug zu sein.
Deshalb konnte es zu Resonanzen kommen.
Kannst du das nachvollziehen?

I: Ja.

E: Jetzt kannst du das nachvollziehen!

I: Jetzt ja!

E: Und darum ist es für dich ein so wichtiger Schritt gewesen,
zu verstehen:
Alles was du an Kampfmitteln brauchst, ist schon längst in dir!

Das ist nämlich deine Fähigkeit:
Fürsorglich und mitfühlend auf deine Mitmenschen zu schauen.
Selbst auf jene, die zu schwach und zu unvermögend sind,
das Licht von der Dunkelheit zu unterscheiden.

Mehr braucht es tatsächlich nicht!
Denn es ist viel!
Viel mehr allerdings, als du bis jetzt begreifst.
Hast du mich verstanden?

I: Ich glaube schon.

E: Ja, ich glaube auch.

I: Ich brauche noch ein bisschen Zeit.

E: Du brauchst viel Zeit und das ist gut.

I: Ja.

E: Deine nächste Frage bitte.

I: Wenn ich diese destruktiven Kräfte spüre,
bilde ich mir dann ein – diese Bilder –
weil ich sie im Fernsehen gesehen habe?
Oder sehe ich sie wirklich?

E: Ich muss jetzt Ja – Nein sagen.
Diese destruktiven Kräfte haben nicht wirklich
eine Sicht, einen Körper, Zähne!
Das ist ihnen ja gar nicht gegeben.
Sie sind ja eben ohne Materie!

Den Anblick schafft also im Grunde dein Erinnerungs-Potenzial.

Das ist aber etwa zu vergleichen: Wie, wenn ein nackter Mann käme
und du ihn mit einem Mantel umhüllst.
Ist dieser Mann dann nicht mehr da,
weil du ihn ja in einen Mantel gehüllt hast?
Nein, Unsinn!
Selbstverständlich ist er da.
Er ist da und der Mantel.

Und genauso ist es mit dem, was dir an Begegnungen
mit destruktiven Kräften geschehen ist.
Die destruktiven Kräfte sind sehr wohl da gewesen!

Das Bild aber war der Mantel, in den du sie gekleidet hast.
Deshalb sind sie dennoch real…
Ja?

I: Danke.

E: Du siehst also symbolisch
und das ist auf jeden Fall zu akzeptieren.
Das symbolische Schauen ist eine gute Form der medialen Gaben!
Aber es bedarf jeweils der Ausdeutung, ja?

I: Ja.

E: Gut.
Wenn du also Zähne siehst,
was bedeuten denn Zähne im symbolischen Sinne?

I: Für mich bedeutet es Gefahr.

E: Ja, Zähne bedeuten Aggression!

I: Genau das spüre ich.

E: Genau.
Und darum sind die Zähne kein falsches Bild!
Einverstanden?

I: Einverstanden.

E: Gut.
Und so kannst du jedes der Bilder, das du bekommst,
symbolisch ausdrücken.
Das setzt aber voraus, dass du diese Symbolik kennen lernst.

Und hier empfehle ich dir, dass du die Gelegenheit benutzt,
um dich von Franz in deine eigene Symbolik einweihen zu lassen!
Dass er sie dir erklärt.
Das wird er sicher gerne tun.
Fahren wir fort?

I: Ja, gerne.
Ich hab diese Frau in Reiki geweiht, weil ich es gespürt habe.
Jetzt hatte ich natürlich Zweifel.
Ich möchte, dass du mir darüber etwas erklärst, ob das richtig war.

E: Liebe Ingrid,
ihr könnt immer nur Empfindungen zu dem Jetzt haben!

Und in der Situation,
in der du den Drang hattest,
die Seele zu weihen, war es absolut richtig,
sie mit den Fähigkeiten des zweiten Reiki-Grades zu versehen.
Aber eine solche Weihung zwingt Niemanden,
auf dem Pfad des Lichts zu bleiben.
Sondern er hat ja den freien Willen.

Daran kann kein Ritual, keine Weihe der Welt etwas ändern,
dass eine Seele sich in ihrem Entwicklungsprozess
auch wieder von einem guten Pfad entfernt.

Was ist da zu tun?
Die Alternative wäre doch:
Dass kein Lehrer mehr seine Lehren weitergibt.
Denn jeder muss doch darum wissen,
dass er möglicherweise seine Lehren an solche weitergibt,
die sie einmal missbrauchen.

Oder er verharrt in einer absoluten Kontrolle
und lässt ihnen eben nicht mehr den freien Willen.
Aber in dem Moment hätte er schon den Pfad des Lichts verlassen!
Darum darfst du nicht traurig sein.
Es ist der Lauf der Welt so, ja?

I: Das war meine Frage, ob ich das richtig verstanden habe.
Es ist nicht einfach auseinander zuhalten.

E: Du hast es richtig verstanden.

I: Ich bin froh darum, dass ich diese Antwort habe, danke.

E: Die nächste Frage bitte.

I: Wie weit geht eigentlich deren Möglichkeit, uns zu schaden?

E: So weit wie eure Bereitschaft geht, zu glauben:
Dass sie es können!
Ja?

I: Ja…

E: Ja, ja, ich will dem nichts hinzufügen.
Denk darüber nach.

I: Ich weiß.
Ich habe genug an diesem Wochenende gelernt.
Ich bin erleichtert.

E: Ja. Hast du noch eine Frage?

I: Noch eine kleine Frage.
Hildegard von Bingen ist etwas ganz Wichtiges für mich!
Und ich spüre, dass da eine Verbindung ist.
Ich weiß es nicht, ob das wichtig ist, um das hier zu beantworten.

E: Oh, meine Liebe,
ich darf dir den Hintergrund nicht nennen,
denn er bezieht Persönlichkeiten mit ein,
die dies nicht erfahren wollen.

Ich möchte dir nur sagen: Es ist richtig.
Du hast eine Beziehung zu jener Persönlichkeit gehabt.
Die war tief, herzlich und voller Vertrauen.
Lassen wir es damit genug sein.

I: Ja, es reicht.

E: Und ich hoffe, dass du aus diesem Wochenende gestärkt,
aber auch geduldig mit dir selbst umgehst.

Geh nun, geh deinen Weg ins Licht:
Heraus aus alten Ängsten,
heraus aus alten Zweifeln,
aber dennoch in tiefer Demut.

Gott segne dich.

I: Ich danke dir.

H: Danke, Elia.