Elia – Kennst du den Begriff des Opferlamms?

Kennst du den Begriff des „Opferlamms“?

Das ist eine uralte archaische Angelegenheit.
Schon die frühen Völker
vor 5000, 6000 Jahren
wussten um die Bedeutung.

Woher wussten sie das?
Sie hatten keine Lehrmeister?
Aus ihrer Beobachtung.

Sie haben immer wieder beobachtet
und bestätigt gefunden,
dass Tiere innerhalb ihrer Sippe,
ihres Clans bestimmte Leiden auf sich nahmen,
die dann nicht die Sippe tragen musste.

Elia

Zu Gast ist Martha.

Elia: Deine nächste Frage, bitte.

Martha: Da muss ich von meiner letzten Katze – Max – anfangen…

E: Hm, hm.

M: … und von meinem Mann.
Mein lieber, lieber Max, den ich auch ganz doll lieb gehabt habe
und was ja auch die Seele von Nesi damals war,
hat ja einen Schlaganfall gehabt
und ich musste sie einschläfern lassen.
Und vierzehn Tage später hatte dann Rolf den leichten Schlaganfall.
Die Frage ist:
Wie viel hat Max dem Rolf abgenommen?

E: Ja, du kennst den Begriff des „Opferlamms“?

M: Ja.

E: Das ist eine uralte archaische Angelegenheit!
Schon die frühen Völker vor 5000, 6000 Jahren
wussten um die Bedeutung.

Woher wussten sie das?
Sie hatten keine Lehrmeister.
Aus ihrer Beobachtung.

Sie haben immer wieder beobachtet und bestätigt gefunden,
dass Tiere innerhalb ihrer Sippe,
ihres Clans bestimmte Leiden auf sich nahmen,
die dann nicht die Sippe tragen muss.

Ich möchte dies ganz konkret sagen,
denn damit fing es im Grunde an.

Die größte Not jener Zeit in der menschlichen Entwicklung war der Hunger. Hunger war allgegenwärtig.
Und selbst wenn die Menschen viel zu Essen hatten,
hatten sie doch Angst, dass der Hunger wieder kommen könnte.
Satt sein war nicht dauerhaft!
Sondern ständigen Bedrohungen unterworfen.

Fand sich eines ihrer Tiere –
und hier spreche ich von den domestizierten Tieren,
die anderen sind dabei nicht so ausschlaggebend –
fand sich eines ihrer Tiere in einem Hungerzustand,
der keine natürliche Erklärung hatte 
– also magerte zum Beispiel eine Katze stark ab
oder wurde ein Hund so krank, dass er sich ständig erbrach –
dann waren sie ganz sicher
als Sippe auf dem Weg in eine Hungerzeit.

Und genau an diesem Punkt begann der Mensch, Tiere zu opfern. Als die Angst vor Hunger verquickt wurde mit der Angst vorm Tode, begannen die Menschen, ihre Tiere zu opfern.
Und es mussten besondere Tiere sein:
Es mussten Tiere sein, die ihnen sehr wichtig waren.

Natürlich gab es keinen Gott,
der ein Opfer brauchte, natürlich nicht!

Welcher Gott braucht Opfer in Form von Leid?

Aber es hatte etwas mit dem Geschick der Gemeinschaft zu tun.
Und hier spreche ich von der Gemeinschaft von Mensch und Tier.

So wie jeder einzelne Mensch ein Geschick hat,
ein Schicksal, einen Lebensplan,
so hat auch eine Gemeinschaft ein Geschick.
Und die Tiere in ihrer tiefen Liebe zu euch
übernehmen sehr häufig das Geschick des Leids!
Sie übernehmen sehr häufig die Funktion des Aufzeigers.

Sie zeigen auf, wo die Not ist
oder welcher Art die Not ist
und retten damit vor dem Schlimmsten!

Wenn heute so viele Tiere sterben
wie derzeit vor den Küsten Amerikas,
dann scheint das völlig losgelöst
vom menschlichen Geschick zu geschehen.

Aber was sagte ich?
Sie zeigen auf, sie nehmen Leid ab.

Du hast völlig richtig empfunden.
Wer aber – sag mir das – gab dir den Gedanken dazu,
dass Maxi Leid abgenommen hat?

M: Wer mir das gesagt hat?
Das war da.

E: Ja.
Das war Inspiration.

M: Darf ich noch mal kurz was sagen?

E: Nein, nein ich möchte das zu Ende sagen – dann gerne.
Inspiration ist: Durch den Geist geleitet werden!
Heinz, dein Guide, hat es dir gesagt!
Immer wenn etwas plötzlich da ist…
Ja?

M: Hm, hm.

E: Jetzt darfst du etwas dazu sagen.

M: Ich dachte… der Max lag ja beim Tierarzt auf diesem Tisch.
Und ich hatte ja Max dann in den Arm genommen,
weil: der Tierarzt und der Rolf haben sich gestritten.

Und dann habe ich gesagt:
„Wir müssen jetzt irgendwas machen!“
Und ich hab Max in die Augen geschaut.
Und da hab ich gesehen, dass 
– ich weiß gar nicht, wie ich das beschreiben soll –
ich hab gesehen:
„Erlöst mich!
und
Ich hoffe, ich hab alles richtig gemacht“.
Und das tat mir so weh, das wollte ich nicht.
Ich wollte nicht, dass Max leidet.
Es tut mir so leid.

E: „Erlöst mich“, war seine Bitte
und die hast du auch richtig verstanden.
Und: „Ich hoffe, ich hab alles richtig gemacht“,
das ist eigentlich typisch Max.

M: Hm, hm.

E: Er hat aus eurem System das Leid auf sich genommen, ja?

M: Hm, hm.

E: Ich möchte es auf einer anderen Seite erklären:
Du hast einen Lebensplan.
Und in diesem Lebensplan ist auch Trauer,
weil man sich verlassen fühlt, als wichtige Erfahrung.
Du musst damit zurzeit unter großen Schmerzen fertig werden.
Du fühlst dich oft verlassen.

M: Hm, hm.

E: Nichts ließe sich daran ändern.
Du hast das in dieser Zeit
in deinen Lebensplan eingebunden.
Was sich ändern ließe und was Max getan hat,
das hat er getan.

Verlassen von Max,
nicht von deinem Mann.

Das bedeutet nicht, dass ein Tier in der Lage wäre,
den Lebensplan der Menschen zu ändern.
Das hätten die Menschen der Steinzeit gerne so gesehen.
Deshalb haben sie ja das Opfern von Tieren
– wenn man so will – erfunden.

Aber sie können die Erfahrung,
die ihr zu einem bestimmten Zeitpunkt zu machen habt,
auf sich nehmen.
Und das ist sehr, sehr, sehr wichtig,
zu verstehen.

Vielleicht begreift ihr die Heiligkeit der Tiere,
mit denen ihr zusammenlebt,
wenn ihr euch das klar macht!
Glaubt ihr, Tierseelen kämen nur auf diese Welt,
um sich zu freuen?

M: Hab ich mal gedacht.

E: Nein, sie kommen, weil sie eine Aufgabe haben,
weil sie Teil eurer Lebenspläne sind!
Sowohl des Einzelnen
als auch des Kollektivs Menschheit!

Ihr könnt noch gar nicht ermessen,
wie verbunden Mensch und Tier miteinander sind.
Max hatte diesen seinen Lebensplan lange,
ehe er geboren wurde. 
Ja, ehe du geboren wurdest,
war dies schon beiden Seelen klar.

Max hat aber auch eine sehr wichtige Funktion immer gehabt.
Erinnere dich!
Er war von Anfang an an dich eine Herausforderung,
hinter den Vorhang zu schauen!
Dich mit Jenseitigem auseinanderzusetzen,
darüber nachzudenken,
was es auf sich hat mit Inkarnationen
oder Seelenwanderungen.
Von Beginn an war er Jemand, der dich unterrichtet hat.

M: Ich dachte immer, das war die Lucy.

E: Aber wärest du ohne Max weitergegangen?

M: Nein.
Er hat mich auf den weiteren Weg geschickt.

E: Ja, und das ist auch sein Sterben.
Er führt dich zu einer sehr wichtigen Angelegenheit:
die schicksalhafte Verbindung zwischen Haustier und Mensch.

Es ist wichtig, zu verstehen, dass Tiere dies in ihrer Weisheit
als Seelen von Beginn an auf sich nehmen.

Ich möchte hier darauf aufmerksam machen
– und das kann für dich, wenn du später, wie wir hoffen,
einmal eine Tierheilerin sein wirst –
sehr wichtig sein.

Das Tier bringt nach außen,
was in der menschlichen Struktur verdeckt wird:
zum Guten wie zum Negativen.
Das Tier ist Anzeiger
im guten Sinn wie im negativen Sinn.

Wenn zum Beispiel sagen wir ein junger Hund sehr große Angst hat
– du weißt, einer dieser Hunde, die sich gar nichts trauen –
dann ist es gar nicht wahrscheinlich,
dass seine Herren ihn in diese Angst bringen!

Sondern viel wahrscheinlicher ist,
dass seine Herren Angst haben.
Und um dem Hund zu helfen,
muss zuerst dem ängstlichen Menschen
die richtige Spur gezeigt werden.

Umgekehrt geht es nicht!
Denn der Hund hat die Aufgabe, das zu zeigen.

Ein ganz wichtiger therapeutischer Ansatz 
ähnlich wie in der Kinderheilkunde heute!
Jeder weiß: Ein Kind kann nur geheilt werden,
wenn die Eltern heil sind.
So ist das auch bei einem Tier,
ganz besonders bei einem Tier… ja?

M: Hm, hm.

E: Gut. Ich weiß deine nächste Frage, die du nicht stellst:
Hat das Sterben von Maxi meinen lieben Mann davor geschützt,
selbst zu sterben?

Nein. Das kann das Tier nicht.

Aber wovor Maxi ihn geschützt hat,
das ist ein langwieriges Leiden müssen.
Mit genau den gleichen Folgen!
Und das war von Anfang an so von Maxi geplant!