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Elia – Der Tod ist der Seele etwas völlig Unnatürliches, sie ist auf Ewigkeit ausgerichtet!

Der Tod ist der Seele etwas völlig Unnatürliches!
Die Seele ist auf Ewigkeit ausgerichtet.
Das Leben ist zu lieben,
es ist liebenswert.
Selbst wenn es schwer ist.

Und der Tod ist eine Grausamkeit,
zumindest bis man vor der Schwelle steht
und zumindest für Diejenigen,
die nicht mitgehen können.

 Elia

Zu Gast ist Dora.

Dora: Warum beschäftigt mich das Thema Tod und Sterben so sehr?
Und warum macht mir der Tod manchmal Angst?

Elia: Eigentlich im tiefsten Inneren
beschäftigt dich das Leben so sehr.
Eigentlich liegst du völlig richtig: 
Das Leben ist zu lieben, es ist liebenswert.
Selbst wenn es schwer ist.

Und der Tod ist eine Grausamkeit,
zumindest bis man vor der Schwelle steht,
und zumindest für Diejenigen,
die nicht mitgehen können.

Trennungen sind grausam! 
So grausam wie Schmerz,
so grausam wie Hass,
wie Neid,
wie Gewissenlosigkeit.

Der Tod – so sagt Jesus – ist der Feind!
Und das ist wahr! 
Denn der Tod ist der Seele etwas völlig Unnatürliches!

Die Seele in ihrem Bewusstsein ist auf Ewigkeit ausgerichtet!
Der Tod in der materiellen Welt ist grausam! 
Und es ist gleich,
welche Art von Tod.

Ich muss etwas lassen,
was mir lieb war oder auch nur wichtig.
Ich muss es endgültig lassen.
Und wenn es nur der eigene Körper ist:
Ich muss ihn lassen.

Leben ist wunderbar!
Und das weiß deine Seele.
Und das weiß sie auch zu vermitteln.
Nun scheint es paradox, dass eine Seele,
die das Leben liebt, sich mit dem Tod beschäftigt.
Aber es ist im Gegenteil zwingend nötig!

Denn nur derjenige,
der sich über die Endlichkeit allen irdischen Seins im Klaren ist,
weiß auch weise mit dem Geschenk des Lebens umzugehen.

Dora, hast du dich nie gefragt,
warum es dich so ärgert,
wenn Menschen ihre Zeit
mit nichtigen Streitereien vergeuden?

D: Doch.

E: Ja.
Das liegt daran, dass du einfach nicht vergessen kannst,
dass Leben endlich ist und Zeit begrenzt.
Aber es muss Menschen geben,
die bereit sind, in die Inkarnation zu gehen,
um das den Anderen beizubringen!

Stell dir vor, es gäbe Menschen wie dich nicht! 
Was für ein unendlicher Zeitverlust wäre das!

Wer sagt:
Der Tod ist etwas, über das es sich lohnt,
Informationen einzuholen,
der sagt das nicht aus einer morbiden Sehnsucht,
sondern weil er sonst sein Leben vielleicht vergeudet!
Ja?

Du liebst den Tod nicht,
sondern das Leben!

Und darum ist es sehr richtig,
sich mit dem Tod zu beschäftigen und mit allem,
was euch an Wissen zu diesem Thema vermittelt wird.
Der Tod ist auch etwas,
was dir sehr vertraut ist als Seele.
Du hast ihn in vielfacher Weise erlebt
und als Seele studiert.
Du hast viele begleitet
und du warst eine gute Begleiterin.

Nicht, weil du so mit gelitten hättest,
sondern weil du von einer unerschöpflichen Lebenslust beseelt bist.

Das Letzte, woran deine Seele bereit ist, zu glauben,
wäre, dass das Leben aufhört.
Das kannst du nicht.
Und das hast du schon gespürt,
da warst du noch ganz klein.
Dass da etwas nicht stimmen kann:
Dass ein Friedhof das Letzte ist,
wohin ein Mensch kommt!
Das schien dir völlig absurd.
Leben hört nicht auf!

Es wird anders, aber es hört nie auf!
Denn das Leben ist wunderbar!

Wenn du uns hier fragst,
ob wir tot sind,
dann sagen wir:
Was soll das sein?
Ich habe mich nie lebendiger gefühlt als jetzt.

Im Vergleich zu der Lebendigkeit,
die ich jetzt habe,
war das Leben ein Schlaf!

Und etwas dieser großen Lebendigkeit,
das hast du mitgenommen in die Inkarnation.
Ein Wissen darum 
– dass es noch viel mehr gibt – 
das ist dir immer erhalten geblieben.
Und dieser Sache auf die Spur zu kommen,
ist dir ein tiefes Anliegen.

Wer also den Menschen den Tod ins Bewusstsein bringt,
der sollte ihnen gleichzeitig
die Wunder des Lebens nahe bringen.

Und das kannst du noch besser! 
Hier liegt ein Potenzial, das du noch gar nicht siehst.
Das noch ganz schwer für dich anzunehmen ist.

Du bist kein Todes-Bote –
du bist ein Lebens-Bote!

Du bist jemand,
der Tieren und Menschen helfen kann.
Leben hört nie auf, ja?

D: Hm, hm.

E: Gut.
Ich hoffe, mit dieser Antwort bist du zufrieden.

D: Ja. Ich weiß, dass ich sehr viel Energie habe.
Ich spüre das manchmal.

E: Hm, hm.
Leben spendende Energie,
weil du eine Seele bist,
die das Leben liebt.

Du hättest nicht inkarnieren müssen, Dora! 
Du wolltest,
weil du es großartig findest,
zu wachsen,
zu lernen,
zu reifen,
zu spüren.
Sich!
Aber auch die Anderen.

Weil du die Schöpfung liebst – ganz tief.
Weil du noch immer
– trotz deiner vielen Leben –
diese Erde wunderbar findest.

D: Hm, hm.

E: Gut. Deine nächste Frage bitte.

D: Meine nächste Frage geht um mein Selbst-Vertrauen.
Manchmal glaube ich,
dass ich es verloren habe
und mit dem Papa beerdigt habe irgendwo…

E: Ein Stückchen – ja.
Eigentlich nicht das Selbst-Vertrauen,
sondern die Selbst-Definition.

Was bin ich jetzt?
Und das ist auch ein Thema,
das mit deiner Mutter zu tun hat.

Dein Papa war die Seite,
die du in dir akzeptieren konntest.
Solange du Vaters Tochter warst,
warst du relativ ungefährdet,
zu Mutters Tochter zu werden.

Es ist nichts daran verändert außer:
Dass der Vater den Schatten der Mutter nicht mehr abdeckt.

Und darum ist es sehr wichtig,
dass du für Beide morgen klare Worte findest!

Es ist wichtig, Dora:
Dass du dich gegenüber der Seele deiner Mutter
in aller Liebe und allem Respekt abgrenzt!

Hier bin ich, Dora!
Eine Seele, die schon über zweihundert Mal inkarniert ist.

Ich bin jemand, der Vater war und Mutter. 
Ich war Soldat und Seemann.
Ich war Indianer und ich war eine Bettelfrau.
All das hab ich schon hinter mir.

Und ich liebe immer noch das Leben!
Und ich liebe es immer noch,
Verlorene und Verlassene zu unterstützen!

Aber so sehr ich dich achte als Eine, die lernen will:
Ich gehöre dir nicht!

Das sind Worte,
die die Seele deiner Mutter verstehen wird.

In der Seele deiner Mutter spielt der Besitz eine große Rolle!
Besitz statt Sicherheit.

Damit meine ich nicht unbedingt materielle Werte,
sondern alles, was man nur haben kann.
Und deshalb ist es wichtig,
dass du ihr den Besitz verweigerst!

Du bist Du, ja?

D: Ja.

E: Gut.
Dein Vater hingegen:
Ihm ist es sehr wichtig,
noch einige Worte an dich richten zu dürfen.
Ich denke, dass dafür morgen auch Platz ist.

D: Das heißt, es wird eine Begegnung mit ihm geben.

E: Ja.

D: Das ist toll.

E: Ja, gut.
Gut, gibt es noch eine Frage?

D: Eine einzige, letzte Frage, Elia:
Gibt es irgendwas,
das du mir mit auf den Weg geben möchtest?

E: Ja. Ich möchte,
dass du dich freust über den Dank,
den wir dir versuchen, mitzuteilen.
Ich möchte, dass du wieder beginnst, zu verstehen:
Dass das, was du lebst,
aller Ehre wert ist.

D: Danke.

E: Gut.
Im Übrigen hast du Recht:
Das Leben ist wunderbar!
Und die Erde ist wunderbar!
Ich liebe sie wie du.

Und was man sehr liebt,
das regt einen auch auf,
das lässt einen auch manchmal verzweifeln.
Die Erde, das geliebte Sorgenkind Gottes!

Du bist nicht allein.
Gute Nacht, Dora.

D: Gute Nacht, Elia.