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Elia – Wenn das Destruktive verführt zum Destruktiven, dann beginnen die Worte häufig mit den Sätzen: „Sollte es denn wirklich so sein?“

 Wenn das Destruktive verführt zum Destruktiven,
dann beginnen die Worte häufig mit den Sätzen:
„Sollte es denn wirklich so sein?“
Wobei keinerlei Interesse besteht,
dass die Wirklichkeit tatsächlich gesehen wird.
Pluto oder der Geist böser Ahnen:
Das ist der Teil der Destruktivität in euch,
den es zu überwinden gilt innen wie außen.
Auf der einen Seite wirkt er nach Innen,
auf der anderen nach Außen.

Es ist wie ein Glaubenssatz!
Elia

Zu Gast ist Irmgard.

Elia: Deine nächste Frage, bitte.

Irmgard: Ich habe als Jugendliche
häufig den gleichen Traum gehabt von einem großen Mann
mit grün-silberner Haut ohne Haare.

Und wir haben uns bei Nacht
unter einem gigantischen Sternenhimmel
in die Arme genommen und ich wusste:
Endlich bin ich angekommen.

Und dann sagte er zu mir:
Es sei noch nicht die Zeit dafür.
Das hat mich tief bestürzt und auch traurig gemacht.
Tja.

E. Jetzt möchtest du wissen,
was es mit dem grünen Mann auf sich hat?

I. Hm.

E. Hm. Wo leben denn die grünen Männchen?

I. Jetzt sag nicht „auf dem Mars“.

E. So sagt man…

I. Hm.

E. Es muss ein Außerirdischer sein,
bei dem du dich so wohl und geborgen fühlst,
dass du dich so hingeben kannst.
Das sagt dein Traum.
Das sagt dein Unbewusstes.

Aber ob das die Realität ist?
Muss er Außerirdisch sein?
Es ist noch nicht die Zeit, sagte er.

Das ist wahr.
Es ist noch nicht die Zeit,
dass er menschlich sein darf.
Es ist noch nicht die Zeit,
dass er Sohn der Erde sein darf.
Das sagt er doch!

Deine nächste Frage, bitte.

I. Du hast ganz am Anfang gesagt, dass ich auf der Suche bin. 
Auf der mühseligen Suche nach der „Ich bin“, die ich wirklich bin.

E. Ja.

I. Geht das nicht auch leichter?

E. Es ist ganz leicht. Du sparst dir zwanzig Inkarnationen!

I. Oh.

E. Ja. Und du gehst vor wie schon so oft in deinem Leben.
Du bist eine Vorreiterin! 
Das heißt, du bist wie eine Scout.

Ein Scout in jenen wilden Weiten des amerikanischen Kontinents,
der hatte einen anstrengenden Weg.
Der musste erst einmal ganz allein und ohne zu wissen,
was hinter der Bergkette kommt, die er jetzt ersteigt,
sehen, ob Leben möglich ist.

Und erst dann konnte er Andere über die Bergkette hinweg führen,
durch Wüsten und Moore begleiten,
um sie sicher in gutes Land zu bringen.

Du musst es jetzt in diesem Leben nicht zu Ende führen.
Aber ich glaube nicht, dass du ruhst, ehe du es tust!

I. Da liegst du richtig.

E. Ja. Das ist anstrengendes Bergsteigen!
Aber was ist schöner:
Als da oben zu stehen und dann ein fruchtbares Tal zu finden?

Hast du noch eine Frage?

I. Ich habe in den letzten Monaten sehr, sehr intensiv geträumt.
Und ich hatte beim letzten Seminar schon gefragt,
ob ihr mich unterrichtet.
Wie geht das denn vor sich?
Wie macht ihr das?

E. Wir doch nicht: Du machst es und du hast dir vorgenommen,
möglichst viel ins Bewusstsein zu bringen.

Du hast eine starke Energie!
Und was du für sinnvoll hältst, versuchst du, auch zu realisieren.
Dein Wille ist stark.

Ihr habt heute in euren Gesprächen
einen Aspekt vom Mars nicht bewusst behandelt.
Der Mars ist auch derjenige, der will! 
Deine Willenskraft ist sehr stark.

Und so nimmst du, wenn du bei uns bist, so viel Bewusstsein mit,
wie es dir möglich ist.

Das kleidest du in die Bilder deiner Träume ein.
Du nimmst viel mit!
Das wird sich nicht ändern!

Solange du es willst.
Nicht wir machen!
Es ist ein natürlicher Prozess, bei uns zu sein.

Manche Seelen werden unterrichtet, Andere getröstet,
wieder Andere durchaus auch ermahnt.
Das ist immer so! 
Ja?

Wichtiges aber ins Bewusstsein zu retten, ist ungewöhnlich! 
Du kannst deinen Willen für ungewöhnliche Dinge einsetzen! 
Und deine Traumwelt ist dabei nur ein Aspekt.

Gibt es noch eine Frage?

I. Kann ich mit diesem Willen Pluto aus dem Weg räumen?

E. Ja.
Du kannst ihn zu einer eher zu belächelnden Existenz verhelfen.
Du kannst ihn nicht aus deinem System nehmen.
Es wird immer etwas Plutonisches auch bei dir sein müssen!
Nicht wahr?

Aber er verliert in dem Maß an Bedeutung,
indem du seine unsäglichen Schwarz-Weiß Malereien
als solche auch bezeichnest.

Das Plutonische wirkt nur darin,
weil es den Anschein von Rechtschaffenheit hat.

Plutonisch bedeutet auch fanatisch! 
Du magst Fanatiker nicht, ich weiß.
Aber ein bisschen ist jeder im Unbewussten auch fanatisch!
Der Fanatiker hat nie Recht! 
Aber er glaubt es.

Bisher musstest du Pluto glauben,
weil du dich mit ihm identifiziert hast.

Der König meinte,
du meintest, dein Ich meinte:
All das, was Pluto verlangt, sei richtig.
Aber so ist es nicht!
Es ist schlicht unmöglich!
Ja?

I. Hm.

E. Aber selbst seine Existenz ist etwas,
das ganz und gar in seinen Fanatismus fällt! 
Er wird dir Zweifel anzeigen!

Man sagt: Wenn das Destruktive verführt zum Destruktiven,
dann beginnen die Worte häufig mit den Sätzen:
„Sollte es denn wirklich so sein?“

Wobei keinerlei Interesse besteht,
dass die Wirklichkeit tatsächlich gesehen wird!

Pluto oder der Geist böser Ahnen
oder die Kräfte der feindlichen Stammes-Geister…

Wie auch immer ihr es nennt:
Das ist der Teil der Destruktivität in euch,
den es zu überwinden gilt: Innen wie Außen.
Auf der einen Seite wirkt er nach Innen,
auf der anderen Seite nach Außen.

In deinem Fall geht es um die Erfüllung von Erwartung:
Innen wie Außen eine Über – Erwartung,
die ins Destruktive führt.
Ein Alles oder Nichts, das völlig überzogen ist.

Es ist wie ein Glaubenssatz…

Du weißt: Die Erde ist rund.
Nicht wahr?

I. Ja.

E. Ja. Und der Erste, der das bekundete und sagte,
der wurde in den Zwang gebracht, das Ganze zu widerrufen!
Denn Fanatiker wollten, dass die Erde eine Scheibe bleibt.
Hat das was geholfen?

I. Nein.

E. Nein, nein, natürlich nicht! 
Denn die Realität ist die Realität.
Fanatismus ist immer Glaube und ist immer weit weg
von jeder Realität!

Und es hat Niemandem geholfen, dass erklärt wurde:
„Wir sind der Ansicht, die Erde bleibt eine Scheibe.“
Nein.
Jeder, der Augen hatte, fand sich plötzlich bestätigt,
denn der Horizont ist gewölbt! 
Jeder, der einmal auf dem Meer war, weiß es auch.

So geht es auch mit dem enttarnten Pluto!
Selbst wenn jetzt Zweifel kommen,
sind diese Zweifel einfach in der Realität zu überprüfen.
Ja?

I. Ja. Das gibt mir wieder Hoffnung.

E. Ja. Ich denke, wichtig ist, zu begreifen:
Dass das Äußerliche, die äußerliche Erwartungshaltung
dazu geeignet ist, die innere Entwicklung für sekundär zu halten.

Und natürlich kann das nicht der Weg für dich sein!

I. Nein.
Uta und ich haben einfach festgestellt, dass
– je mehr ich mir meiner inneren Macht und
Schönheit selbst bewusster geworden bin –
in gleichem Maß das Gewicht angestiegen ist.

E. Ja.
Wie sonst, wie sonst wäre denn Aufrecht zu erhalten,
dass du zu niedrig bist, um die simpelsten Wünsche zu erfüllen?

I. Aha, so arbeitet der!

E. Ja. So arbeitet ein destruktiver Fanatismus in dir! 
Ja?

I. Hm.

E. Gut. Wir müssen zum Ende kommen.

I. Ja. Ich danke dir.

E. Ich wünsche dir Fröhlichkeit.
Ich wünsche dir den Mut zum Genuss.

Und ich wünsche dir die Leichtigkeit des Seins.
Ich wünsche dir, dass du dich liebst.
Pluto arbeitet mit deiner Fähigkeit
zum Hass auf deinen Körper!

Du hast aber eine Fähigkeit, zur Liebe zu entzünden.
Und um die zu entdecken, dafür brauchst du den inneren Heiler!
Gott segne dich.

I. Danke, Elia.