Gott ist Freude pur!

Die Überwindung des Irrglaubens, dass das Leben ohne Freude stattzufinden hat

Die Freude muss dein ständiger Begleiter auf dem Weg sein, sonst hat es keinen Sinn, den Weg zu gehen.

Wahre Freude ist eines der wesentlichsten Züge der Humanoiden.
Sie ist dem Göttlichen so nah wie die Liebe.

Das Geschenk sehen, das Leben heißt.

Heilig ist es, sich zu freuen.

Nichts ist selbstverständlich.
Freuen kann sich, wer weiß, was alles ein Geschenk ist:

Lebendig sein, das ist wahre Freude.

GOTT IST FREUDE PUR.
GOTT IST FREUDE.

Elia


Elia: Guten Abend, liebe Klara.

Ich freue mich, dass du bei uns bist. Wir visieren ein Ziel an und wir gehen in unterschiedlichem Tempo unseren Weg und müssen beides tun: Weg und Ziel im Auge behalten.

Haben wir nur das Ziel im Auge, stürzen wir.
Haben wir nur den Weg im Auge, verlieren wir das Ziel.
Beides bedarf der Beachtung.

Ich hoffe, dass wir dir helfen können, sowohl Weg als auch Ziel freudig zu begrüßen.
Denn wenn ich dich heute erlebe, dann schaue ich nach deiner Freude.
Dann schaue ich: Über welche Brücke dürfen wir sie begleiten, damit sie ihre Freude findet?

Die Freude darf nicht nur am Ziel zu finden sein.

Die Freude muss dein ständiger Begleiter auf dem Weg sein, sonst hat es keinen Sinn, den Weg zu gehen.
Viele Menschen unterschätzen die Kraft der Freude.

Sie unterschätzen die Bedeutung. Dies ist das Ergebnis jahrtausender Jahre Erziehung, wo Freude wenig galt. Und es ist ein Teil unserer Vorbereitung auf eine veränderte Welt, dass wir der Freude wieder mehr Raum im Bewusstsein der Menschen geben wollen.

Dies hat gar nichts mit Spaß haben zu tun. Freude geht viel tiefer, sie ist etwas sehr Essenzielles.

Sie hat nicht einmal was mit Lachen oder Weinen zu tun. Auch im Weinen kann ich innerlich froh sein.

Wahre Freude ist eines der wesentlichsten Züge der Humanoiden. Sie ist dem Göttlichen so nah wie die Liebe.

Dieses nur als kleine Anleitung an dich. Bitte stell mir deine Fragen.

Klara: Ja, warum herrschen im Moment so viel Unsicherheit und Zweifel vor und sind die freudigen Moment eher gering? Ich frag mich dann immer, ob es der falsche Weg ist.

Elia: Ja, du siehst es ja selbst. Ich sprach dich eben darauf an: Wo ist deine Freude?

Zielorientiert sein oder wegorientiert sein? Nein, beides: Freude haben dürfen.

Und dennoch, das Ziel anvisieren, Freude haben dürfen.
Und dennoch ganz Frau sein wollen.
Und dennoch ganz autark handeln.
Und dennoch sich selbst verantwortungsbewusst annehmen.

Ist es eigentlich heilig, sich nicht zu freuen? Was meinst du?

Klara: Nein.

Elia. Nein! Sag das deinen Vorfahren.
Sag ihnen: „Liebe Großeltern, Urgroßeltern und Ururgroßeltern: Heilig ist es, sich zu freuen. Es ist nicht heilig, es ist nicht göttlich, die Freude zu verneinen, sondern darin liegt Missachtung der göttlichen Liebe.“

Du bist nicht ehrenwerter mit einem ernsten Gesicht als mit einem Lächeln.

Kennst du, meine Liebe, einen Menschen deiner Zeit, der sehr verehrt wird, weil er weise und klug ist? Kennst du jemanden?

Klara: Ja

Elia: Wen?

Klara: Also, jetzt ganz abstrakt den Dalai Lama zum Beispiel.

Elia: Ja, den Dalai Lama. Was macht er, wenn du ihn dir vorstellst?
Was für ein Gesicht hat er?

Klara: Ein Lächeln.

Elia: Ja, und es ist keine Maske. Es ist keine Maske.
Schau dir sein Leben an: Ist es nicht sehr schwer, wenn man es objektiv betrachtet?

Klara: Mhmm.

Elia: Und dennoch ist er ein Symbol der Freude. Kennst du einen großen katholischen Heiligen, der für seine Freude bekannt war?

Klara: Hmm… Franziskus.

Elia: Franz von Assisi, ja. Er lächelte und er war ein großer Weiser. Auch Jesus hat viel gelächelt.

Sich freuen am Weg, nicht nur sagen: „Ich freue mich, wenn ich am Ziel bin.“ Das ist das Ergebnis von Weisheit.

Was hindert dich, dich zu freuen? Darüber denkst du nach.

Nun, ich will es dir sagen: Dass du daran zweifelst, ein Ziel zu haben.
Dass du daran zweifelst, dass es erlaubt ist, weise zu sein und sich zu freuen und ganz Frau zu sein.
Dass du sogar daran zweifelst, Bedürfnisse zu haben, weil: Es ist gleich.
Weil: Es ist ganz gleich. Nein…
Nein, nein: Das Geschenk sehen, das Leben heißt.

Du bist hier, um mehr über deine Medialität zu erfahren.
Nun, würdest du die ganze Kraft deiner Medialität jetzt erleben, das wäre gefährlich.
Denn ohne Freude hieltest du das Sein im Irdischen nicht aus.

Das wäre, wie wenn ein Hungernder einmal von den köstlichsten Speisen des Kaisers naschen darf, ohne satt zu werden und wieder zurück muss in seine erbärmliche Hütte? Um an des Kaisers Tafel gebeten zu werden und es ertragen zu können, nur naschen zu dürfen, muss das Zuhause, in das man zurück geht, ausreichend sein, um satt zu werden, um freudig satt zu werden.

Lebst du dein Leben?

Klara: Im Moment nicht, nein.

Elia: Wann möchtest du damit beginnen?

Klara: Am Liebsten heute, aber ich weiß nicht, ob ich handeln soll oder ob ich die Augen nur weit aufmachen muss und dann freudige Momente erlebe, oder ob es konkrete Handlungen sind. Ich weiß es nicht.

Elia. Nicht oder… Und.

Klara. Und?

Elia: Und! Die Freude in der Gegenwart gibt dir die Kraft zur Handlung. Wenn du wieder Freude darüber empfinden kannst, dass du lebst, jetzt, heute hier, dann hast du damit die Kraft zur Handlung. Ohne geht es nicht.

Denkst du irgendetwas, irgendetwas, sei selbstverständlich?

Du kannst sehen, hören, fühlen, schmecken – das ist nicht selbstverständlich!
Du kannst sprechen, denken, singen, lachen – das ist nicht selbstverständlich!
Du begegnest Menschen, erfährst Ideen, gibst selber deine Ideen weiter – das ist nicht selbstverständlich!

Ich spreche nicht von den Menschen in anderen Kulturen, ich spreche von dem Land, in dem du lebst in der Zeit, in der du lebst.

Nichts ist selbstverständlich. Freuen kann sich, wer weiß, was alles ein Geschenk ist.

Ein Sommerabend im goldenen Licht, ein Glas kühler roter Wein und die Füße im Gras…
Das ist Paradies, ein kleines Stück, aber es ist Paradies…
Einem Menschen in die Augen sehen, dem Klang seiner Stimme lauschen und ihn im Herzen fühlen, das ist Paradies…

Das ist der Weg, von dem ich spreche.
Das Ziel, das ist ein anderes.
Das Ziel ist, dass Leben zu verwirklichen, das deines ist.

Um das zu tun, musst du dich ergründen, musst du planen, musst du Ressourcen überprüfen, musst du Strecken abstecken.
Aber die Freude, meine Liebe, die muss schon aus dem Weg geschöpft werden.

Ja? Warum fürchtest du dich so sehr vor deiner Freude?

Klara: Ich weiß nicht. Ich würde sogar sagen, ich kenn sie schon. Ich kenn sie schon, die Freude, aber im Moment ist sie nicht so stark vorhanden oder spürbar.

Elia: Warum fürchtest du?

Klara: Ich kenn sie schon, ich glaube schon, dass ich mich freuen kann, eigentlich…

Elia: Du kannst. Aber warum fürchtest du dich vor deiner Freude, jetzt, heute?
Was verhindert? Welche Angst hindert dich, dich zu freuen?

Klara: Vielleicht jemanden zu verletzen damit? Durch Freude jemanden verletzen, geht so was überhaupt?

Elia: Oh ja, oh ja, das geht. Und es kann Vorwürfe geben.

Franz von Assisi ist es so gegangen, weißt du das?
Er war so voller Freude, als er es endlich begriffen hatte, worum es im Leben ging.

Das all die Dinge, die man ihm beigebracht hatte, nichts waren.
Es war nicht die Ehre der Familie…
Es war nicht, sich im Wettstreit – Ritter gegen Ritter – zu behaupten…
Es war nicht Reichtum…
Es war nicht Schönheit…
Es war nicht einmal Minne…
All das war es nicht.

Lebendig sein, das ist wahre Freude.

Das hatte er begriffen, nichts mehr, nichts weiter: Lebendig sein.
Und in seiner Freude strahlte er, das nahm man ihm übel.

Wütend, wütend war seine Familie auf ihn. Er schlug ihnen doch allen ins Gesicht, allen miteinander…
Die ihr Leben ganz und gar darauf gebaut hatten, auf Ehre, Anstand, Reichtum, Liebe.
Alles, was sie getan hatten, alle Opfer, die sie gebracht hatten zu diesem Ziele hin: Ehre, Anstand, Reichtum Liebe.

Und der Franz stand da und lächelte und sprach mit den Vögeln und hatte nichts, nichts. Er hatte alles das, wofür sie sich aufopferten, als nichts entlarvt.

Er hat sie verletzt, sehr verletzt, denn er hatte etwas, was ihnen bei all ihren geschickten Transaktionen verloren gegangen war: Wirkliche Freude.

Reichtum hatten sie angestrebt und erworben. Und als sie ihn erworben hatten, da war er ihnen keine Freude wert.

Andere hatten Ehre angestrebt und erworben. Schweren Siegen gegen starke Feinde hatten sie sich gestellt und unter Einsatz ihres Lebens Ehre erlangt.
Und als sie geehrt worden waren, da galt es ihnen nichts. Sie hatten keine Freude.

Liebe hatten sie angestrebt, oh, eine so große Liebe, dass das Herz ihnen schier zu bersten drohte.
Und hatten sie gefunden und hatten für diese Liebe gekämpft und gerungen und dann erreicht.
Und dann kam der Alltag, aber sie hatten keine Freuden mit ihrer Liebe.

Franz von Assisi aber stand da, schaute voller Mitgefühl auf seine Verwandten, drehte sich um und schaute auf seine Tiere und wusste, es gibt nur eine Freude:
die, lebendig zu sein.

Diese Worte sind schwer zu verstehen und doch weiß ich, dass du sie verstehst.
Du denkst, es sei schwer, aber deine Seele weiß, dass es nur ein kleiner Tanzschritt in diese Freude ist.

Diese Freude ist immer unschuldig.
Sie kann nichts dafür, dass Andere ihr misstrauen.
Sie kann nichts dafür, dass Andere sie als Herausforderung empfinden.

Es ist nicht dein Problem, ob sich jemand darüber ärgert, dass du dich freuen kannst, weil du lebendig bist.

Es ist nicht deine Verantwortung.

Was tust du da? Glaubst du wirklich, du kannst ihnen abnehmen, aus ihrem Mangel an Freude zu lernen?
Glaubst du wirklich, du milderst ihren Mangel an Weisheit, indem du dich ihnen anschließt?
Nein, das tust du nicht.

Weißt du, noch heute nach Jahrhunderten lehrt Franz von Assisi Menschen wie man wieder auf den richtigen Weg kommt.
Und warum? Weil er sich freuen konnte!

Und weil er nicht gefragt hat, ob das einen von den Griesgramen recht ist oder nicht. Mhmm… ja?
Hast du mich verstanden?

Klara: Ja, ich hab schon verstanden…
Ob ich in den Umständen, in denen ich bin, ob ich da Freude finden kann oder ob es eine andere Umwelt zum Entfalten braucht.

E: Nein, es ist nicht die Umwelt, um die es geht. Die Umwelt gestaltet sich nach deinem Inneren.
Die Umwelt verändert sich in den Maß, indem sich dein Inneres verändert, das weißt du.

Das ist auch nicht die Lösung. Ich fragte dich vorhin, warum hast du solche Angst, dich zu freuen.
Und ich sage es noch einmal: Warum hast du solche Angst, dich zu freuen?
Jetzt, heute?

In dem Umfeld, in dem du bist, warum freust du dich da nicht?
Was fürchtest du, hm?

Du fürchtest dich vor dem Zorn der Götter.
In der chinesischen Kultur ist es üblich, dass eine Mutter, wenn sie ein gesundes, wohlgeratenes, männliches Kind hat, dieses Kind in Lumpen hüllt und das Gesicht mit Erde beschmutzt, wenn sie mit dem Kind unter dem freien Himmel geht.
Weißt du warum? Weil sie fürchtet, wenn die Götter sehen, welch wundervolles Kind sie hat, dass die Götter neidisch und zornig werden und das Kind vernichten. Das ist genau die gleiche Furcht, die du hast: Wenn sichtbar und ruchbar wird, welch glückliche Seele ich bin, dann üben die anderen Rache.

Du kannst dein Umfeld verändern.
Du kannst andere Mit-Schauspieler einsetzen, aber ihr spielt das gleiche Stück.
Das ändert nichts daran, dass du die Rache der Götter fürchtest.
Und diese Götter sind alle, die dir wichtig sind.

Aber in besonderem Maße sind es deine Ahnen, die mit einem Gesicht, als hätten sie eine Zitrone im Mund, in den Gottesdienst gingen.

Das Haar, das so schön war, straff gespannt – ernsthaft wollte man aussehen…
Die Haut, die so bezaubernden Goldton hatte, versteckt unter hochgeschlossenen Kleidern…
Das Lächeln abgegeben…
Die Miene ernst, das Herz müde.
Aber fleißig und ehrenwert!

Diese Ahninnen stehen dort und sagen von Frau zu Frau zu Frau zu Frau zu Frau:
„Still Kind, freu dich nicht zu laut. Gott liebt das nicht.“

GOTT LIEBT DAS NICHT?
GOTT IST FREUDE PUR.
GOTT IST FREUDE.
„Ja, freu dich!“ Das wurde vergessen.

Wenn ihr sterbt und zu uns kommt, ganz ausgeruht habt, dann kommt ihr auf die erste Ebene. Und dort könnt ihr euch all das schaffen, was euch freut.

Oh, wenn du wüsstest, was dort geschaffen wird: prächtige Paläste, wunderschöne Gärten oder auch bezaubernde, entzückende kleine Häuser, wundervolle Seen mit weißen Segelbooten, manchmal sogar Flugzeuge.

WUNDERBAR. Ein PARADIES von Dingen und Menschen, die man meint, HABEN zu müssen, um glücklich zu sein.

Und wir kommen euch entgegen, wir kommen zu euch, zeigen uns in unserer letzten Gestalt und Persönlichkeit, sind euch Vater und Mutter und Geliebter und Kind.
Und ihr seid voller Freude, uns nun wieder zu HABEN.

HABEN müssen, um sich zu freuen. Das ist der erste Schritt.
Und ihr bekommt alles, was ihr meint, haben zu müssen. Nur um einer einzigen Sache willen: Damit eure Seele wieder in die FREUDE kommt.

Und dann – irgendwann unterschiedlich, wie lang es dauert – da werdet ihr satt von all den Dingen, Umständen, Menschen, Farben, Klängen, die euch Freude bereitet haben. Ihr seid einfach satt und ihr merkt, dass die Freude nachlässt, dass um Freude zu empfinden, es etwas anderes geben muss.

Und ihr wollt in der Freude bleiben, unbedingt, denn Freude zu empfinden ist wirklich das Köstlichste. Und das bewegt euch, in eurer Entwicklung weiter zu gehen. Und ihr stellt fest, dass es nur einen Weg zurück in diese Freude gibt: Das ist die Freude mit anderen zu teilen.

In der ersten Ebene, da geht es nur um eure Freude, um die Dinge und Umstände und Menschen, die EUCH Freude bereiten.
Aber auf der zweiten Ebene, da beginnt ihr zu begreifen, dass Freude ihre Vollkommenheit dort erreicht, wo sie geteilt wird.
Dort begegnet ihr der wahren Liebe. Hier verschmelzen Liebe und Freude zu einer Einheit, die untrennbar voneinander ist.

Unser Ziel ist es – und das gilt auch dir als Ziel – diesen Zustand im Hier und Jetzt so oft wie möglich und so intensiv wie möglich zu erleben. Spürst du, was für eine göttliche Gabe eine solche Freude ist? Spürst du das?

Klara: Ja.

E: Wenn man eine solch göttliche Gabe hat, verursacht sie Neid. Es geht um Neid!!! Meinst du, du kannst irgendeinem Menschen dadurch helfen, dass du diese göttliche Gabe ablehnst? Meinst du das?

Klara: Nein. Ich hab eher das Gefühl, dass ich mich selber davor schützen kann vor den negativen Emotionen, die kommen.

E: Mmh. Spürst du die Angst?

Klara: Ja.

E: Da ist sie. Genau das hab ich dich gefragt. Und jetzt haben wir sie. Jetzt haben wir sie.
Du brauchst diesen Schutz nicht.

Was du brauchst, ist den Umtausch deiner Angst in Mitgefühl für diejenigen, die Neid entwickeln, wenn sie deine Freude erleben. Statt Furcht Mitgefühl.

Das ist es, was denn Dalai Lama weiter lächeln lässt!
Das ist es, was Franz von Assisi weiter lächeln ließ. Er gab seine Angst auf und ersetzte sie durch Mitgefühl, Verständnis.

Und wie sollte man es nicht verstehen? Wir verstehen das alle.
Wir alle kennen Neid. Wir alle wissen, wie das ist, wenn ein anderer hat, was wir uns sooo sehr sehnen und doch nicht erringen.

Ha! Das ist eine dumme Situation, neidisch zu sein.

Das ist ein sehr unangenehmes Gefühl. Ich erinnere mich gut (lacht). Auch ich war neidisch. Und ich hab es nicht geliebt. Aber es gehört zum Menschsein dazu.

Statt sie zu fürchten, die Neider: Mitgefühl!
Das macht dich stark. Ja ?
Und das mildert ihren Zorn so sehr.

Mmh? Wenn du Mitgefühl mit ihnen hast, wo bleiben sie dann mit ihrem Zorn und ihrem Neid?
Mmh ? Versuch es einmal. Versuch es immer öfter!
Du wirst sehen, bei den meisten funktioniert es.
Ja ?

Einige allerdings, die werden sich von dir angespornt fühlen, gezogen in eine Richtung, in die sie nicht gehen wollen…
Haaa…
Und sie werden sich nicht beeindrucken lassen von deinem Mitgefühl. Da ist ihre Angst größer.
Versuch es zu verstehen. Mmh?
Du kennst es ja auch, das unangenehme Gefühl, gezogen zu werden.

Mitgefühl statt Angst.
Versucht es alle, meine Freunde.
Versucht es immer öfter, Mitgefühl statt Angst zu haben.

Ihr vergebt euch dadurch nichts. Ihr hebt dadurch, dass ihr Mitgefühl habt, euren Schutz nicht auf.
Obwohl ihr Mitgefühl habt, könnt ihr sehr gut sehen, wo ihr euch zu schützen habt, wo ihr eure Grenzen zu bewahren habt.

Es bedeutet nicht, willfähriges Opfer zu sein, wenn man Mitgefühl hat.
Man darf weiter kritisch bleiben…
Man darf auch weiter vorsichtig sein…
Aber sich eben nicht fürchten, sondern mitfühlend auf den Anderen schauen, der so sehr verstrickt ist in sein freudloses Sein.

Freude, wahre Freude, das ist mehr, als Wünsche erfüllt bekommen.
Wahre Freude ist: Lebendig sein.

Die Dinge und Umstände und Menschen, die wir HABEN wollen, die sind nicht die wahre Freude.

Sie können dazu beitragen.
Aber sie sind nicht DAS Ziel.
Sie sind nur der Weg.
Sie sind nur Etappen auf dem Weg zum Ziel.
Und das wird sehr häufig verwechselt.
Und dann ist die Enttäuschung groß, wenn man feststellen muss, dass die Freude nicht bleibt.

Wahre Freude, das Ziel, das ist, wenn Liebe und Freude sich miteinander verbinden.
Wenn man beides teilt! Wenn man lebendig ist und Mitmensch.

Wenn man liebt und mitfühlt und sich freut an dem, was so wenig selbstverständlich ist, nämlich am Leben.

Wenn man gelernt hat, HIER, HEUTE, Freude und Liebe zu leben.

Das wahre Ziel ist nicht ein ferner Punkt in der Zukunft, den es zu erreichen gilt. Das wahre Ziel, das ist ein Zustand, den man mitnimmt, wo immer man ist.

Jesus sagte:
„Wahrlich, ich sage euch, so ihr nicht werdet gleich wie die Kinder, werdet ihr das Himmelreich nicht schauen.“
Das ist wahr. So ist es.

Hat ein Kind ein Ziel in ferner Zukunft? Kaum. Es lebt, es liebt, es lacht, es weint, es ist JETZT, es ist HIER.
Es ist im Himmelreich. Jeden Tag. Und ich sage das nicht nur von Kindern, die in glücklichen Umständen leben, sondern…

Schaut sie nur an, eure weisen Meister der Lebensfreude!

Entgegen allen widrigen Umständen können sie sich hier, jetzt, heute freuen.
Denn sie fragen nicht nach dem Morgen. Sie erwarten alles, sie hoffen alles, sie glauben alles. Sie fürchten nicht die Wiederholung der Enttäuschung.

Und hier, meine Liebe, bin ich bei deiner nächsten Angst: Die Angst, dass die Enttäuschungen sich wiederholen könnten, hindert dich, dich im Heute zu freuen.

Klara: Mmh.

E: Ja, freilich. Freilich. Es wird sich wiederholen. Enttäuschungen kommen und gehen. Sie kommen und GEHEN.

Sie sind wie ein Zug, der in einem Bahnhof einläuft, anhält und wieder weiterfährt.
Es ist Teil des Lebens. Ich würde lügen, wenn ich sagen würde, dass das nicht so wäre.
Euer ganzes Leben ist gepflastert von Enttäuschungen.

Ja, aber könnt ihr euch Enttäuschungen ersparen, indem ihr freudlos seid? Nicht im Geringsten !

Sie kommen trotzdem! Ja, wenn sie trotzdem kommen, warum dann so vorsichtig und so homöopathisch dosierend mit der Freude arbeitet ?

Was für ein Widerspruch! Denk darüber nach.
Ja, nun stell deine Fragen, meine Liebe.

Klara: Ja, es sind schon viele glaube ich beantwortet, aber dieses „Keine Gefühle haben dürfen“, das ist also die Ahnenlast. Ist das richtig?

E: Es geht um Freude.

Klara: Freude…

E: Trauer, Resignation ist dir durchaus erlaubt. Merkst du, wie das klingt?

Klara: Hmmm.

E: Ja. Dir ist auch Stolz erlaubt. Dir ist auch Angst erlaubt.
Darüber hinaus aber nicht die Freude. Ja?
Das andere sind auch Gefühle.
Dir ist sogar Bitterkeit erlaubt.
Dir ist sogar Häme erlaubt.
Aber nicht Mitgefühl.

Merkst du, wohin dies Schifflein treibt auf einem alten Handelsweg deiner Familie?
Ja? Es segelt sich gut im Wind der Ahnen.
Aber der Hafen, in den DAS Schifflein geht, ist kein guter.

Und deine Seele weiß das. Und die will das nicht.
Du bist nicht auf die Welt gekommen, um im Hafen der Verbitterung zu landen.

Das ist nicht dein Ziel. Dein Ziel ist kein Zeitpunkt.
Dein Ziel ist kein Beruf. Dein Ziel ist nicht ein bestimmter Partner.
Dein Ziel ist kein sozialer Status.
Dein Ziel ist eine Entwicklungsstufe deiner Seele.
Und die Entwicklungsstufe einer Seele ist VÖLLIG unabhängig vom Umfeld.
Das Umfeld ist ein Stück des Weges dorthin.

Noch einmal: Dein Ziel ist eine Entwicklungsstufe deiner Seele.
Und das Ziel, das du anstrebst ist, ist DICH ZU FREUEN.
An dir. Am Leben.

An dir, so wie du bist mit ALLEM, was du bist.
Mit ALLEM, was du bist.
Was gehört denn zu dir? Was macht dich denn aus?
Nun es gibt die Seele, aber über die will ich jetzt nicht sprechen. Und es gibt den Menschen.

Und als Mensch hast du eine bestimmte Form der Intelligenz, eine bestimmte Form, Humor zu haben, eine bestimmte Form, Mitgefühl zu haben, eine bestimmte Form, zu lieben, eine bestimmte Form, Frau zu sein.

Hmmm? Das bist du. Und all das will… SOLL sich freuen.
Soll Freude daran, haben zu leben. Sperrst du einen Aspekt davon aus, sagst du zu einem einzigen Aspekt davon, DU bist es nicht Wert, dass du dich freust…
HA, dann bist du noch nicht am Ziel.

Ja? Alle Teile gehören dazu. Hmmm?

Erinnerst du dich noch, wie du dich gefreut hast als Kind, wenn du eine Rechenaufgabe gut gelöst hast? Erinnerst du dich?
Oder daran, wenn ihr Memory gespielt habt und DU hast die zweite Karte gefunden? Weißt du das noch?
Freude am eigenen Verstand. Hmm? Ja.

Freude am Liebhaben. Weißt du noch, wie du das konntest? Einfach so jemanden lieb haben?
Hei, ich hab dich lieb! Da warst du Liebe vom großen Zeh bis zu den Haarspitzen. Bist bald geplatzt vor lauter Liebe.
Es war bald wieder vorbei. Es kam und ging.
Ja, aber es kam und ging gewiss auch wieder.
Freude am eigenen Gefühl.
Verstehst du?

Das ist das Ziel, ein Entwicklungsziel.
Es wird keine Jahreszahl geben, die ich dir nennen kann.
Es wird weder möglich sein, dir Umstände zu nennen, die dich dorthin bringen, noch die dich daran hindern, sondern es muss dir bewusst sein, dass der Weg, den du da gehst, ein innerer Weg ist.

Dein Ziel bist du selbst.
Du bist dein Ziel.
Und dein Leben, das ist der Weg dorthin.
Und dieser Weg, den gilt es im Auge zu behalten.

Man kann ihn sich leicht machen, man kann ihn sich schwer machen.
Aber wichtig ist, das Ziel nicht dabei aus dem Auge zu verlieren. Ja?
Und nun stell deine nächste Frage.

Klara: Ja, dann noch mal eine Frage zur Partnerschaft…
Ich glaube, die Frage stelle ich nicht.

E: Ich sag einfach mal so.

Klara: Ich weiß es auch nicht…

E: Ich sag nur mal so…

Klara: Gut.

E: Vielleicht irre ich mich.
Eine Frau ist eine Frau ist eine Frau ist eine Frau ist eine Frau…
Eine Rose ist eine Rose eine Rose eine Rose eine Rose…
Eine Katze ist eine Katze eine Katze eine Katze eine Katze eine Katze…

Bist du eine Frau?

Klara: Ja.

E: Oh, das ist gut. Das ist sehr gut. Das ist wunderbar. Wann bist du eine Frau?

Klara: Wenn ich mich fühle als Frau.

E: Ja. Wenn du dich FÜHLST als Frau. Genau.

Ja, dann fühl dich doch als Frau. Meinst du, das sei abhängig von deinem Mann?

Klara: Tja, im Moment glaub ich schon, dass das ein Zusammenspiel ist. Aber nachdem, was ich gehört hab, ist es eher nicht.

E: Nun geht es ja nicht darum, mir die richtigen Antworten zu geben. Die kenne ich ja. Nein, nein.

Klara: Also, ich glaub schon, dass es ein Zusammenspiel ist, ja.

E: Weißt du, ich glaube nicht. Ich glaube, eine Frau ist eine Frau ist eine Frau ist eine Frau.
Egal, welcher Mann an der Seite ist.

Nun könnte es ja möglich sein, dass du darauf wartest, dass er dir erlaubt, eine Frau zu sein.
Was ich für falsch halten würde. Weil: Du bist IMMER eine Frau.
Nun könnte es natürlich sein, dass du darauf wartest, dass erst bestimmte Umstände erfüllt sein müssen, bestimmte Worte gesagt werden müssen und bestimmte Gesten erbracht worden sind, ehe es erlaubt ist, dass du eine Frau bist.

Ich aber sage dir, dass du eine Frau bist, ist davon völlig unabhängig.
Du bist auch nicht deswegen eine Frau, weil er ein Mann ist.
Du bist einfach für DICH Frau.

Ja? Für DICH ist es wichtig, dich als Frau zu erleben. Weil du’s nun einmal bist.
Für DICH ist es gut, dass du dich als schön, begehrenswert und weiblich empfindest. Für DICH!
Ob er das dann honoriert oder nicht, ob es überhaupt WICHTIG ist, dass er es honoriert, das ist eine ganz andere Frage.

Hör auf, darauf zu warten, dass ER dir den Grund dafür gibt, dass es richtig ist, eine Frau zu sein.

Gut. Die nächste Frage.

Klara: Ich glaub, jetzt hab ich keine mehr.

E: Gut.
Ich denke, du hast so viel jetzt zum Nachdenken.
So viel Weg, aber auch ein Ziel.
Das hoffe ich sehr. Ja?

Klara: Gut.

E. Gut, dann wünsche ich euch ein schönes, beglückendes Wochenende.

Hajo: Ja, ich wünsche dir ein schönes Sein…