Liebe

Elia – Liebe ist Tun.

Liebe ist Tun.

Liebe hat gar nichts
mit Gefühlen zu tun.

Sie hat auch nichts
mit momentanen Gedanken zu tun.

Liebe ist Tun!

Und genau das ist etwas,
was deine Seele genau weiß.

Elia

Teil 1

Zu Gast ist Anika.

Elia: Guten Abend, liebe Freunde.

Hajo und Anika: Guten Abend, Elia.

Elia: Ich freue mich mit dir sprechen zu dürfen, liebe Anika.

Viele Schritte zu dir hin bist du gegangen, große und kleine.

Du bist aus dem tiefen Tal der Verzweiflung herausgegangen,
obwohl es viel einfacher gewesen wäre,
verzweifelt und verzagt zu bleiben.

Kennst du denn deine wichtigste Grundlage dafür,
dass du das gemacht hast?
Warum – meinst du – hast du das auf dich genommen?

Anika: Hm.
Ich wollte, dass es besser wird.

Elia: Ja.
Du wolltest Liebe leben.
In dir – selbst als es ganz dunkel war – 
da lebte dieses Lieben wollen in dir. 
Zuerst einmal wolltest du dein Leben wieder lieben.
Dann hast du gesehen:
Das wirst du nicht schaffen,
ohne dass du dich wieder liebst.
Und jetzt siehst du:
Das führt dazu,
dass du gerne lebst.

Das spreche ich nicht um ein schönes Gefühl.
Du hast manchmal gar keine schönen Gefühle,
sondern du bist wütend
oder du bist sogar manchmal zu arroganten Gedanken fähig.

Das alles ist schon möglich
und ist trotzdem erstaunlich.

Liebe ist Tun, habe ich einmal gesagt, liebe Anika.
Und genau das ist etwas,
was deine Seele genau weiß.

Liebe hat gar nichts mit Gefühlen zu tun.
Sie hat auch nichts mit momentanen Gedanken zu tun.
Liebe ist Tun!

Und das ist,
was dich trägt und motiviert
und möchte jetzt anfangen,
Liebe zu wirken:
„Ich will nicht umsonst geboren sein!
Ich will nicht umsonst gekämpft haben!
Ich will mir nicht die Mühe gemacht haben,
aufzuhören, zu jammern!
Sondern ich möchte wirken!“

Und das, Anika, ist das schönste Geschenk,
das du dem Himmel machen kannst.
Es ist mir wichtig, dir das zu sagen.

Du schenkst der Schöpfung deinen Willen,
Gutes zu wirken.
Und damit entschließt sich deine Seele,
wieder mitzumischen
im großen Spiel zwischen Gut und Böse,
zwischen Schöpfung und Zerstörung.
Du mischt wieder mit!
Und das ist so wichtig für dich
und für uns.
Das ist – Anika – wirklich heilig.

Es ist so einfach, beleidigt zu bleiben.
Jedes Kind, wirklich jedes Kind
wird irgendwann im Leben beleidigt sein.
Meistens in der Schule,
wenn sie es nicht vorher schon
Eltern und Geschwister getan haben.

Das Kind in seiner mangelnden Einsichtsfähigkeit
hält sich für den Nabel der Welt
und wird in dieser Einstellung gekränkt.
Da sind tadelnde Lehrer,
da sind die spottenden Knaben,
da sind die unverständigen Eltern.
Jeder trägt dazu bei,
dass diese Form von Größenwahn 
– den einmal jedes Kind durchlebt –
endet.

Wichtig ist dann:
Dass dieses Kind,
wenn es wächst,
irgend wann aufhört,
darüber beleidigt zu sein
und aus diesem Beleidigt sein
heraus zu meinen,
in der Schöpfung nichts mehr wirken zu wollen.

Du bist da raus gegangen! 
Dabei hättest du jeden Grund gehabt,
weiter beleidigt zu sein.
Du hast „Nein“ gesagt,
„Das will ich nicht mehr.
Ich will, dass es besser wird“.

Danke Anika.
Vielen Dank.

Und nun deine erste Frage, bitte.

Anika: Habe ich Heilkräfte?

Elia: Ja.
Das weißt du auch.
Es ist nicht so, dass dir das völlig unbekannt wäre.
Aber die Frage ist,
ob du es haben magst und anwenden möchtest
und ob du damit wirken möchtest.
Das ist deine Entscheidung!
Ich schätze, du möchtest.
Aber ich denke,
dass auch hier für dich wichtig ist,
dass die Ansprüche nicht zu hoch gestellt werden
von Anderen an dich
und auch nicht von dir an dich.
Ja?

Anika: Ja.

Elia: Ja. Das lässt sich sicher regeln.
Du hast heute schon erfahren, wie man das regelt:
mit absoluter Sachlichkeit.

Das hast du gemerkt bei der Analyse des I Gings.
Es ist immer so,
dass man erst einmal schauen muss:
Was ist sachlich korrekt?
Was liegt sachlich vor?
Und erst dann geht man in eine Wertung!

Das ist ungewohnt für dich.
Was du kennst, ist:
Dass zuerst eine Wertung kommt
und dann bestenfalls geschaut wird,
ob die sachlich ist.

Ja?
Du kannst das trainieren und lernen.
Ganz gewiss.

So, damit steht fest:
Du hast Heilkräfte.
Glückwunsch.
Glückwunsch denen, bei denen du wirken magst.
Ja?

Deine nächste Frage.

Anika: Was hat es mit meinem wiederkehrenden
Badezimmertraum auf sich?

Elia: Das Badezimmer ist ja ein Ort der Reinigung.
Nicht wahr?

Anika: Hm.

Elia: Aber es ist auch ein Ort der Erinnerung
an deinen Liebsten.
Und dass du diese Reinigung
in die Wohnung deiner Eltern verlegst,
ist nicht zufällig.

Immer noch ist in dir das Gespür dafür da,
dass die Eltern der Ansicht sind: 
Du hättest dich bei ihnen zu reinigen! 
Auch von deiner Liebe! 
Du hättest dich verschmutzt mit fremden Ideen,
fremden Vorlieben,
unheimlichen Zielen,
seltsamen Grundsätzen.
Eine Art Umweltverschmutzung! 
Und das spürst du sehr wohl.

Wenn du das wieder einmal spürst –
und dazu braucht es keinen Streit,
dazu braucht es nicht einmal
die realistische Begegnung mit deinen Eltern,
du spürst es auch so
– dann kommen diese Träume!

Nimm dir einmal vor, wenn du es wieder träumst,
dass du weiter träumst,
dass du aus diesem Badezimmer
heraus gehst in dein Eigenes.
Das geht! 
Du musst es dir nur fest vornehmen in der Phase,
in der du einschläfst!

Das muss nicht der gleiche Tag sein,
an dem dieser Traum ist,
sondern du musst es dir
in dieses Schlaf-Bewusstsein hinein sagen:
„Träume ich wieder den Wahrtraum,
dann werde ich träumen,
dass ich dort hinaus gehe
und in mein eigenes Bad gehe“.
Ja?

Anika: Ja.

Elia: Gut.
Deine nächste Frage, bitte.

Anika: Mir ist aufgefallen, dass ich Fähigkeiten habe,
in eine Anführer-Position zu gehen.
Ist hier noch eine Blockade zu lösen?

Elia: Es geht gar nicht darum,
dass du anführst.
Ein Anführer bist du sicher nicht.
Aber ein Ratgeber!

Ein Anführer hat Eigenschaften, Anika,
die würden dir nicht gefallen! 
Sie sind dir fremd! 
Aber was du sein kannst,
das ist ein Motivator.
Jemand, der eine Gruppe motivieren kann
und zwar aus ihr heraus
und nicht über sie steht.

Anika: Hm.

Elia: Anika, es macht ja keinen Sinn,
gegen sein eigentliches Wesen zu arbeiten.
Nicht wahr?

Anika: Ja.

Elia: Und sich zu wünschen,
ein Anführer zu sein,
das stellt eine Überforderung an dein Wesen dar.
Du möchtest aber gerne
die Gruppe selber motivieren.

Deine Art, dich Anderen zuzuwenden,
ist so ganz und gar nicht dominant.
Sie ist nicht männlich,
sondern sie ist weiblich.
Und sie ist nicht fordernd,
sondern anregend.
Sie ist auch nicht zerstörend,
sondern sie ist auswählend,
was gut ist und
was weniger gut ist.

Das ist wichtig, dass du diesen Punkt begreifst! 
Und ich würde vorschlagen,
dass du darüber noch mit Uta redest.

Anika: Hm.

Elia: Denn nicht Führung,
sondern Motivation ist gut für dich!
Dann hast du auch Freude
und dann bist du auch frei von Angst.
Motivation ist dein Angebot,
Führung ein Befehl! 
Das ist ein großer Unterschied, nicht wahr?
Einverstanden?

Anika: Hm.

Elia: Hm.
Einverstanden?

Anika: Ja.

Elia: Ich denke, du bist erleichtert jetzt.
Ja?

Anika: Ja.

Elia: Du siehst,
wir stoßen immer wieder auf die Eigen-Überforderung.
Aber das ist gut!

Weil du so lernst,
wie wichtig es ist,
wirklich auf das Wesen eines Menschen zu schauen!
Und nicht auf allgemein gültige Regeln. 
Und dein Wesen lernst du immer mehr
kennen und achten!
Das erleichtert dein Leben,
macht es voller.
Aber es führt auch dazu,
dass du bei Anderen
mehr auf das Wesen schaust,
wenn du sie beobachtest.

So sind deine Urteile
inzwischen ganz andere
als noch vor zwei Jahren
über andere Menschen.

Was dir noch fehlt, ist:
Das Wesentliche im Anderen
erkennen zu lernen.
Das lässt sich üben. Ja?

Anika: Hm.

Elia: Gut.