Kinder

Elia – über Kinder, Teil 3: Die Entwicklung der Kinder vom 3. bis zum 7. Lebensjahr.

Die Entwicklung der Kinder
Teil 3:
Die Entwicklung der Kinder vom 3. bis 7. Lebensjahr.
Elia

Ich habe in den letzten beiden Channelings
das Thema des Kleinkindes aufgegriffen
und als Allerletztes das Thema der Selbstsicherheit.

Selbst sicher – sicher seiner Selbst.
Das ist also das Ziel der ersten drei Jahre!

Es findet sein Spitze, wir ihr alle wisst, in jener Phase:
In der das Kind sehr extrem ausprobiert,
was es kann und was nicht,
was es darf und was nicht.

Ihr nennt es Trotzphase! 
Dieses ist spirituell ein sehr wichtiger Zeitpunkt!
Denn erst in dieser Phase – erst jetzt –
begreift es wirklich:
Dass es Einzeln ist.

Vorher sah es sich immer im Verband.
Es sah sich in der engen Verbindung
zu den Eltern oder zu den Geschwistern,
es war immer Teil.
Und das war es auch im Jenseits.

Also es war ein sehr vertrauter Zustand:
ein Teil zu sein.

Erst jetzt beginnt die wirkliche Inkarnation im Materiellen.
Erst jetzt wird ein klares, deutlich nach außen abgegrenztes Ich
definiert und bewusst erlebt und erfahren.

Das führt dazu, dass diese kleinen Menschen
sich sehr mächtig fühlen! 
Sie sehen, dass sie Reaktionen auslösen können! 
Das ist ein sehr erhebendes Gefühl, ein sehr lebendiges Gefühl
und sie genießen diese Art von Lebendigkeit.

Aber jetzt geht es um etwas anderes:
Das Bewusstsein, Reaktionen auszulösen, geht in zwei Richtungen. 

Die eine Richtung deutet in die Richtung: 
Macht ausüben.
Und die andere Richtung bedeutet:
Ohnmacht zu empfinden.

Beides erfahren sie! 
Sie erfahren, dass sie Anderen etwas antun können!
Seien es die Spielgefährten
oder Haustiere oder Pflanzen, was auch immer.
Und sie erfahren, dass sie Anderen etwas Schreckliches antun,
Schmerz bereiten können.

Sie erfahren allerdings auch,
dass sie von Anderen sehr eingegrenzt werden.
Sie begreifen, dass ihre Macht ein Ende hat!

Auch hier komme ich zum Punkt des Gleichgewichts
und hierüber komme ich zur Erziehung. 
Beachtet dieses Gleichgewicht! 
Das Kind braucht darin wirklich Führung.
Es soll Macht erleben!
Es soll erleben, dass es die Macht hat, Anderen weh zu tun.

Und gleichzeitig soll es erleben, dass diese Macht,
Anderen weh zu tun, es selber ausgrenzt.
Es muss eine Reaktion von euch kommen!
Wenn ein Kind seine Macht überschreitet! 

Es soll auch erleben, dass es Grenzen hat.
Und es soll auch erleben, wie es sich anfühlt, ohnmächtig zu sein.

Dieses Bewusstsein stärkt seine Position in der Gruppe insofern,
dass die Erfahrung von „Ohnmacht auszuhalten“
innere Stabilität verursacht: 
Ich bin ohnmächtig!
Aber ich bin, aber ich lebe dennoch,
aber ich kann es aushalten, aber es geht vorbei.

Das sind sehr fundamentale Erlebnisse in dieser Phase,
die etwa bis zum siebten Lebensjahr anhält.
Ihr habt nicht die Aufgabe,
den Kindern nur eine Seite zu ersparen!

Ihr könnt ihnen weder ersparen, Ohnmacht zu erleben,
noch könnt ihr ihnen ersparen, Macht-Wahn zu leben.

Das gehört in sein Werden hinein!
Wir können diese Phase durchaus vergleichen
mit der Entwicklung der Menschheit an sich.

Ich sagte am Eingang dieser Diktate,
dass die Evolution der Menschheit an sich gleichzusetzen ist
mit der Entwicklung eines jeden einzelnen Menschen.

Diese Phase, von der ich jetzt spreche,
entspricht der Phase der frühen Völker. 
Dort ging es in den Gruppen um genau diese Themen.
Das war immer das Entscheidende!
Sehr rein und sehr unverfälscht gelebt.

Eine Inkarnation in dieser Zeit war immer eine sehr polare!
Entweder war jemand ein Machthaber, ein Despot
oder es war jemand ein Sklave! 
Es gab nichts dazwischen!

Es gehört zum Mensch sein dazu,
dass er beide Pole erfährt und dass er lernt,
im Gleichgewicht zu bleiben zwischen diesen beiden Elementen.

Und dass er lernt, obwohl er ein ICH ist,
obwohl er einzeln ist:
Dass er in einer Struktur eingebettet ist,
die nur dann funktioniert und nur dann angenehm ist für ihn,
wenn er sich integriert!
Wenn die Strebungen, die alle um ihn herum haben,
miteinander im Gleichgewicht bleiben.

Deshalb ist es sehr, sehr wichtig, dass ein Kind in dieser Phase
nicht nur mit Erwachsenen zusammen lebt!
Sondern sich in seinem Machtstreben
und in seinem Ohnmacht aushalten in einem Umfeld befindet,
in dem Kinder der gleichen Entwicklung bei ihm sind.

Sie interagieren auf eine sehr spezielle Weise
und probieren diese Fähigkeiten aus.

Ihr könnt eine gleiche Phase
bei euren Haustieren
oder auch bei Tieren,
die ihr in der Wildnis beobachten könnt, sehen!

Wenn junge Tiere spielerisch probieren,
Wild zu jagen, Wild zu erlegen
oder Rudelkämpfe auszutragen:
Das ist noch nicht ernst für die Entwicklung
des späteren Erwachsenen-Wesens.

Bringt euren Kindern bitte nicht bei,
Konflikte um jeden Preis zu vermeiden! 
Bringt ihnen nicht bei, ihren Willen stets durchzusetzen,
in dem ihr nicht reagiert und keine Grenzen setzt!

Ohnmacht muss erfahren werden! 
Das ist sehr wichtig!

Ich sprach eben von der Arbeitswelt
und von dem Gefühl vieler Arbeitnehmer, ohnmächtig zu sein. 
Hätten diese Menschen niemals Ohnmacht erfahren,
niemals erlebt, dass eine Situation,
in der sie sich ohnmächtig fühlen,
durchzustehen ist und vorüber geht:
Sie würden im Erwachsenenalter in der Arbeitswelt zerbrechen!

Hat ein Kind nie erfahren, dass es in der Lage ist,
Schmerz auszulösen, wird es unsensibel
gegenüber allen Reaktionen des Umfeldes auf sein Machtstreben!

Das ist sehr ungünstig und damit schafft man wirkliche Despoten,
wenn man Kindern ihren Lauf lässt mit ihrem Machtstreben. 
Aber sie müssen es leben dürfen!
Ihr dürft es nicht verhindern!

Ihr dürft, wenn es zu viel wird, wenn sie verletzt haben,
diese Kinder in die Schranken weisen!
Aber ihr dürft ihnen nicht grundsätzlich die Möglichkeit verbieten,
in diese Richtung zu agieren.

Ich hoffe, dass ihr das verstanden habt!
Denn es ist ein wichtiger Aspekt.

Ein anderer, sehr wichtiger Aspekt,
der auch in dem Alter dazu kommt, ist:
Dass Kinder, obwohl sie Ich jetzt definiert haben
und ihre Vereinzelung erfahren haben,
nun auf einer ganz anderen Basis
ihre Herzen der Begegnung mit anderen Menschen öffnen.

Das ist eine aufregende Zeit für ein Kind.
Es begegnet anderen Ichs, völlig fremden Ichs,
die nicht aus der Familie sind.

Es begegnet ihnen und es ist begeistert.
Ihr könnt euch nicht vorstellen,
wie begeistert die Seele eines solchen Kindes ist,
auf ein Du zu treffen!
Die ersten Freunde, die ersten Spielkameraden:
Welche Wichtigkeit haben sie!

Die erste Art von Liebe, die keinem Menschen gilt,
der direkt mit dem Kind von Anfang an beisammen war,
sondern aus einem Nichts plötzlich in ihr Leben schreitet.

Eine wunderbare Erfahrung, die sie befähigt,
auch in späterem Alter sich anderen Begegnungen zu öffnen!

Die ihnen den Mut macht,
in jenen Menschen, die ihnen neu begegnen, zu vermuten:
Dass jemand Wunderbares auf sie zugekommen ist.

Ein Mensch, der das nicht erlebt,
der diese Phase nur eingeschränkt ausleben darf, ist nicht fähig,
sich im Erwachsenenalter positiven Begegnungen zu öffnen!

Vertrauen zu haben,
Begeisterungsfähigkeit zu entwickeln für einen Anderen,
für Jemanden, der ganz neu ist!
Ihr seht, wie wichtig das ist.

Stellt euch nur einen Menschen vor, der dazu nicht in der Lage ist.
Auch das gibt es ja!
Es gibt Menschen, die als Kinder daran gehindert wurden,
mit anderen, gleichaltrigen Menschen Kontakt aufzunehmen.

Deshalb ist es sehr, sehr wichtig
und nimmt einen großen Raum im Leben dieser Kinder ein,
die die Möglichkeit haben, neuen Menschen zu begegnen.

Und hier spreche ich alle Erzieher an: 
Ihr seid in eurem so Sein
– ohne jedes Wort, ohne jede Erklärung –
Vorbild einfach durch eure Art, zu leben!

Die Kinder orientieren sich an euch:
Was Freundschaft ist, was Liebe ist, erfahren sie in diesem Alter.

Es schaut euch an, es schaut euch zu, ihr gebt Beispiele.

Seid ihr selber nicht in der Lage,
vorurteilsfrei auf Andere zu zugehen:
So wird das Kind diese Verhaltensweise für sich übernehmen.

Und es wird schwierig für dieses Kind,
angemessen auf ein Du zu reagieren
und voller Freude neuen Begegnungen entgegen zu gehen.

Seid ihr als Eltern oder als Erziehende nicht in der Lage,
eure Liebe zu artikulieren oder zu zeigen,
so wird das Kind diese Verhaltensweise für sich annehmen!

Es wird nicht in der Lage sein, seine Empfindungen zu artikulieren
und weiter zu geben.

Das verbale Miteinander lernt das Kind in dieser Phase!

Es hat in der ersten Phase
– im dritten, auch noch im vierten Lebensjahr –
kaum die Fähigkeit, die eigenen Gefühle zu verbalisieren. 
Daher ist es eher grob.
Entweder es ist sehr anlehnungsbedürftig, es küsst und streichelt.
Oder es schlägt.

Es hat nicht die Fähigkeit, zu sagen, was in ihm vorgeht.
Diese Fähigkeit gilt es, im Alter von vier bis sieben Jahren
zu fördern.
Und zwar nicht, indem ihr Lernsysteme einführt,
sondern indem ihr selber Anschauungsmaterial seid.

Ihr selber gebt das Beispiel dafür:
Wie man seine Gefühle verbalisiert!
Nichts ist so hinderlich für ein Kind in dieser Phase wie Eltern,
die schweigen.

Nun werdet ihr sagen: Wir schweigen nicht.
Doch, ihr schweigt! 

Ihr sprecht über alltägliche Abläufe,
ihr sprecht vielleicht über die Nachbarn,
über die Arbeit, über Politik!
Das Kind hört euch zu.

Sprecht ihr auch über eure Gefühle?
Artikuliert ihr, was ihr empfindet?
Selten oder nie! 
Ihr seid Anschauungsmaterial, bitte beachtet das!

Die Fähigkeit, die eigenen Emotionen zu artikulieren,
ist die Basis beim erwachsenen Menschen:
Eine sehr gute Form
der Auseinandersetzung mit dem Tod zu führen. 
Nur wer das gelernt hat, ist in der Lage,
ein Streitgespräch so zu führen,
dass es nicht zum einem schweren Konflikt ausartet.

Nur wer in der Lage ist, das zu sagen:
Dass seine Emotion berührt wird in einer bestimmten Weise!
Der kann Dinge wirklich aufklären.

Ich denke, ihr solltet beachten,
dass Kommunikation sich nicht allein darauf beschränkt,
kurze Sätze miteinander zu reden!

Kommunikation ist vielmehr eine neue Basis
des vertieften Umgangs von Seele zu Seele.

Im Jenseits
-mit dem die Kinder auch in dieser Phase noch sehr verbunden sind,
weil ihre Erinnerung daran noch wach in ihnen ist-
braucht es die Kommunikation über das Wort nicht!

Aber in der materiellen Welt ist das Wort
das Bindeglied vom Ich zum Du!

Ihr habt in eurer Zivilisation
die Phase der Gewalt hinter euch gelassen. 
Ihr schlagt Niemanden mehr,
nur weil er euch nicht gefällt.
Und ihr artikuliert eure Frustration
und findet eine verbale Lösung eures Konfliktes.

Ihr seht, wie wichtig das Wort ist!

Kommunikation mit euren Kindern
sollte der Hauptbestandteil eurer Beziehung
in dieser Phase zu euren Kindern sein!

Nichts ist so wichtig wie die Sprache, die ihr an das Kind wendet
und die Sprache, mit der ihr miteinander umgeht.

Dies ist ein langes Reading, ich weiß!
Aber ihr werdet sehen,
dass ich es nicht aus dem Zusammenhang gerissen sehen möchte, was ich jetzt noch zu sagen habe.

Es geht um einen weiteren Aspekt in dieser Frage,
was das Kind zwischen dem dritten und siebenten Lebensjahr erleben muss. 
Ich möchte es das Rollenspiel nennen!

Ihr kennt alle die Symbolik:
Dass euer Leben gleichsam
die Übernahme einer bestimmten Rolle ist,
die ihr auf einer Bühne spielt, die ihr Welt nennt.

Sagen wir:
Das Kleinkind war jetzt Bühne und Darsteller zugleich!
Es konnte nichts unterscheiden.

Jetzt aber in dieser Phase erlebt es sich in Rollen!
Und zwar in sehr verschiedenen Rollen.

Das ist von einer sehr großen Bedeutung!
Wenn ihr euch überlegt, dass im Erwachsenenalter
dieses Rollenspiel sehr festgefahren ist und überall stattfindet.

Ihr spielt eine Rolle innerhalb eurer Familie,
ihr spielt eine Rolle innerhalb eurer Freundschaften,
ihr spielt eine Rolle innerhalb eurer Arbeitsplätze. 
Überall, wo immer ihr seid, spielt ihr eine Rolle!

Ihr würdet gerne überall die Hauptrolle spielen,
aber das seid ihr nur für euch selbst: Hauptakteur! 
Die Wahrheit ist: Ihr seid Einer von vielen.

Das Kind in dem Alter von vier bis sieben Jahren spielt
auch schon fest gefügte Rollen aus eurem Verständnis heraus.
Aus seinem Verständnis keinesfalls!

Aus eurem Verständnis heraus ist das Kind
zum Beispiel innerhalb der Familie,
um eine bestimmte Rolle zu bekommen: 
Die Rolle des Kleinen.
Die Rolle dessen, der behütet werden muss
und der erzogen werden muss.
Das Kind wechselt diese Rolle jedoch nach Belieben!

Mal ist es selber Derjenige, der erzieht!
Selber die Mutter,
selber der Vater,
selber der Mann,
selber die Frau.

Es ist einmal das ohnmächtige Kind,
das von den Kameraden geschlagen wird!
Und einmal der große König, der Jeden schlagen kann,
der ihm gerade quer kommt.

Das Kind wechselt ständig seine Rolle und identifiziert sich damit!

Für ihn ist es nicht zu unterscheiden:
Ob das, was er sich gerade als Rolle angeeignet hat,
real ist oder nicht. 
Es kippt niemals aus der Perspektive des Akteurs.
Was immer es gerade ist, was immer es gerade spielt:
Das ist Realität.

Wenn ein Kind sich in dieser Phase – sagen wir –
als Auto empfindet,
dann ist es Auto.
Wenn es sich als wunderschöne Prinzessin empfindet,
dann ist es wunderschöne Prinzessin.
Und so soll es auch sein!

Das Spiel, das Wechselspiel der Rollen ist eine Orientierungs-Phase,
die sehr, sehr wichtig ist!
Die es zunehmend befähigt,
zu seinem wirklichen und eigentlichen Potenzial zu kommen.

Denn es lernt bei diesem Rollenspiel, ob es ihm gefällt oder nicht,
ob es Rollen sind, die ihm behagen oder nicht.

Die Seele entscheidet bei dem Wechselspiel, was es jetzt vornimmt,
welches die Rolle ist, die es tatsächlich einnehmen möchte.

Das ist eine sehr wichtige Orientierung für die Zukunft
und eine sehr, sehr wichtige für eure Erziehung.

Wenn ihr diesem Kind permanent eine Rolle zuschiebt,
die seiner Würde nicht gerecht wird:
Dann richtet ihr einen sehr nachhaltigen Schaden an!

Kinder, die in dieser Phase Rollen zugewiesen bekommen,
die unwürdig oder brutal sind:
Die werden sich nur sehr, sehr schwer
im Erwachsenenalter aus dieser Rolle lösen können.

Ihr kennt sicherlich sehr viele Fälle von Erwachsenen:
Die immer noch in einer bestimmten Rolle,
in einem bestimmten Rollenverhalten verhaftet sind,
ohne dass die Realität dieser Rolle entspricht.

In einem Extrem mag es die Rolle eines Menschen sein:
Der stets das Opferlamm spielt, stets den Verlierer spielt.

Das andere Extrem mag die Rolle eines Menschen sein,
der stets den Gewinner, der stets den Stärkeren spielt.

Hier hat eine Festlegung in der kindlichen Phase
des Rollenspiels von Außen her stattgefunden!

Das Kind selber legt sich nicht fest, es probiert sich aus!
Festlegungen finden immer von Außen
durch die erziehende Umwelt statt!

Eltern, die ihr Kind zum Opferlamm erziehen,
sind genauso schädlich
wie solche Eltern,
die ihr Kind zum immerwährenden Kraftprotz erziehen.

Achtet bitte darauf, dass eure Kinder,
wenn sie in eurer Familie aufwachsen,
nicht in dieser Weise festgelegt werden!

Nur so können sie im Erwachsenenalter
zu einer ihnen angemessenen
und sie tief befriedigenden Rolle finden.

Andernfalls müssen sie euer Rollenspiel weiterspielen!
Und das erfordert große Schmerzen,
dieses Rollenspiel als Erwachsener aufzugeben.

Habt ihr dazu Fragen?

Hajo: Ja, was ist, wenn sich die Eltern nicht einig sind
in der Erziehung des Kindes?

Es ist eine sehr schwere Belastung für das Kind.
Das Kind ist bestrebt,
beiden Eltern in ihren Erwartungen zu entsprechen!

Und wenn diese Erwartungen
– es können auch negative Erwartungen sein –
beider Eltern konflikthaft sind,
dann wird dieses Kind keinerlei
Orientierungspunkte mehr für sich haben!

Es wird dann ganz extreme Rollenspiele veranstalten
und von dem einen Erwartungspunkt
zum anderen Extrem pendeln.

Also wenn beispielsweise das eine Elternteil der Ansicht ist,
dass es gut ist, mächtig und stark zu sein…
Und das andere Elternteil der Ansicht ist, sich immer zu fügen.
So wird dieses Kind Rollen spielen,
wo es beide Erwartungen im Extrem auslebt:
also extrem Machtbesessen zu sein
und extrem zur Ohnmacht neigen.

Man könnte sagen:
Dieses Kind wird ver-rückt! 
Es wird aus seiner Mitte gerückt!

Habe ich das jetzt veranschaulichen können?

Hajo: Ja. Wir haben sonst keine Fragen.
Ich würde sagen, Elia, wir machen Schluss,
es war heute lange.

Elia: Gut, ich danke euch für eure Aufmerksamkeit.

Hajo: Gern geschehen und wir hören uns dann wieder am Dienstag.

Elia: Ich denke, es wird Dienstag nichts stattfinden,
ihr werdet sehen.

Hajo: Ah so, dann warten wir es ab.
Bis zum nächsten Mal.

Elia: Ja, ich freu mich schon drauf.
Ich wünsche euch noch einen schönen Abend
und überhaupt ein schönes Wochenende.

Hajo: Danke, das werden wir haben, Ciao.