Dualseelen

Elia – über Kinder, Teil 7: In Konkurrenz sein und Konkurrent sein

Entwicklung der Kinder
Teil 7:

Konkurrent sein

In Konkurrenz sein

Jeder Mensch hat eine gute Gabe!

Elia

Es geht weiter mit dem Erziehungsbereich.
Und wie ich euch bereits sagte,
geht es hierbei um Konkurrenzdenken.

Konkurrent sein – in Konkurrenz sein!

Was für ein spannendes Erlebnis.
Dieses kann als positive Herausforderung
für das Kind erlebt werden
und es kann sehr dramatisch
für ein anhaltendes Minderwertigkeitsgefühl sein.

Das hängt einzig und allein davon ab,
in wieweit ihr als Erziehende in der Lage seid,
individuelle Leistungen zu honorieren!

Dass heißt: Ihr selber seid Diejenigen,
die dem Kind entweder beibringen,
dass es mit dem, was es tut, kann, macht,
gut ist, wirklich gut ist.

Oder ihr seid Diejenigen, die dafür sorgen,
dass dieses Kind sich Maßstäbe nimmt,
die unerreichbar sind
und es immer wieder erleben muss, dass es scheitert.

Ich weiß:
Ihr werdet einwenden,
dass ihr nicht die Einzigen seid,
die dieses Kind erziehen.
Es sind ja auch die Lehrer,
es ist auch eure Gesellschaft.

Es ist ja leider so,
dass Vorbilder durch eure vielfältige Medienwelt
frei Haus geliefert werden,
die für das Kind absurd sind, nicht erreichbar sind.

Ich erinnere dabei nur an Vorgaben dessen,
was schön ist
und woran sich ein Mädchen,
ja sogar noch eine junge Frau geneigt ist,
sich ein Leben lang zu messen.
Manchmal messen sich sogar noch ältere Frauen an diesen Puppen.

Also an Erscheinungen,
die niemals der Realität entsprechen können.
Oder kleine Knaben messen sich an
Helden aus Film und Fernsehen,
die von ihnen niemals erreicht werden können.

Es ist eure Aufgabe,
das zu relativieren und anzusprechen!
Das Kind wird es nicht sofort annehmen,
aber es wird in seinem Bewusstsein haften,
dass ihr selbst gegenüber solchem Vorgang kritisch seid.

Was die Erziehung in den Schulen angeht:
Das sehen wir sehr viel kritischer.
Hier wird auf die Individualität eines Kindes
sehr wenig Rücksicht genommen!

Dies mag an Sachzwängen liegen,
das will ich nicht bestreiten.
Dennoch liegt es schon an jedem Lehrer selbst,
inwieweit er in der Lage ist,
auch individuelle Leistungen zu honorieren.

Es ist leider ein sehr schlechtes System,
mit Noten zu arbeiten,
wo ein Kind eine Eins bekommt
und das Nächste bekommt eine Sechs.

Es dann handelt es sich doch um Fächer,
die individueller Begabung unterliegen
wie beispielsweise Musik oder Sport.

Da kann man unserer Meinung nach
mit diesem System nur Schaden anrichten:
wirklichen, permanenten Schaden anrichten!

Auch hier bitte ich vor allen Dingen die Erzieher in der Familie,
dass sie auf das einzelne Kind
dann sehr gut und sanft eingehen und ihm klar machen:
Dass sie genau wissen,
dass es sein Bestes gibt
und dass es innerhalb seiner Möglichkeiten seine Leistungen bringt.

Andernfalls kann es dazu kommen,
dass das Kind jede Art von Motivation verliert!

Sich einordnen innerhalb eines sozialen Gefüges,
ist wichtig für das Kind!
Und seinen eigenen Standpunkt innerhalb des Gefüges zu finden
– ob oben oder unten – ist sehr wichtig.

Aber kein Kind dieser Welt
– wirklich kein Kind dieser Welt – 
wird geboren, ohne wirklich eine gute Gabe zu haben!

Diese gute Gabe mag sich nicht in Schulnoten widerspiegeln
und sie mag sich nicht darin äußern,
dass das Kind Qualitäten hat,
die innerhalb der Gesellschaft bevorzugt werden.
Das können ganz andere Dinge sein.

Es kann sein, dass das Kind besonders begabt
im Umgang mit Anderen ist.

Es kann sein, dass das Kind besonders begabt
im Umgang mit Tieren ist.
Oder einfach darin, dass es fähig ist,
die Schönheiten dieser Welt zu entdecken.

Was auch immer die Gabe dieses Kindes ist:
Ich bitte euch:
erforscht es, schaut nach,
seht mit Wohlwollen nach dieser Gabe
und lobt das Kind.

Denn irgendwo und in irgendeiner Weise
ist jeder Mensch der Beste seines Faches.
Es geht nur darum, das Fach zu definieren!

Dann, wenn es das weiß,
wenn es Gewissheit hat:
Es gibt etwas, was nur ich wirklich gut kann! 
Dann hat es auch die Tragfähigkeit, auszuhalten,
in anderen Fächern durchschnittlich
oder unterdurchschnittlich zu sein,
obwohl es sich entsprechend bemüht.

Und ich möchte ein mahnendes Wort
an alle Eltern geben,
die ihre Kinder in der Schule haben.

Bitte unterstellt eurem Kind nicht,
dass es nicht gute Leistungen bringen will!

Jedes Kind hat das natürliche Bedürfnis,
innerhalb des Konkurrenzkampfes gut abzuschneiden.
Das ist doch ganz logisch,
das ist doch ganz einfach zu verstehen!

Und dennoch sehen wir immer wieder,
dass die Kinder in diesem Bemühen bezweifelt werden! 
Und zwar gerade von ihren Eltern.

Das richtet großen Schaden an.
Das richtet solchen Schaden an,
dass ich es für notwendig halte,
hier ein solches Diktat zu halten!

Denn es ist dann später für uns sehr schwierig,
einen solchen Menschen,
der mit einem solchen Fundament aufgewachsen ist
– nämlich dem tiefer Selbstzweifel
und tiefer Zweifel in die eigene Leistungsbereitschaft –
so zu stärken,
dass er seinen Lebensweg geht.