Liebe

Elia – über Kinder, Teil 8: Das Konkurrenzsystem in unserer Gesellschaft.

Entwicklung der Kinder

Teil 8:

Das Konkurrenzsystem in unserer Gesellschaft.

Schulung als Hemmung

Elia

Konkurrenzdenken wird in eurem Schulsystem
vermittelt als Basis des Lernens an sich.

Es geht vordergründig darum,
ein Kind zu seiner optimalen Leistung zu führen.

Aber die Maßnahmen, die ergriffen werden,
dass heißt
– die Zensuren-Gebung,
die Art und Weise, stets nach jenen zu schauen,
die besser sind,
die klüger sind,
die intelligenter sind,
die sich öfter melden,
die fleißiger sind –
diese Art, Kinder zu animieren,
ist nur für sehr, sehr wenige geeignet,
tatsächlich die wahren Potenziale zu fördern.

Die allermeisten Kinder leiden unter diesem System!
Und sie verlieren
– wenn nicht überhaupt Selbstvertrauen
und Vertrauen in die eigenen Kräfte –
dann doch zumindest die Freude daran,
neue Dinge zu erlernen.

Das ist ein sehr bedauerlicher Zustand,
der sich auswirkt auf das ganze gesellschaftliche System!

Ich möchte, dass ihr begreift
– und das gilt für Alle, auch für jene,
die keine Kinder in der Schule haben zur Zeit –
dass diese Art der Schulischen
nur Eines nach sich zieht:
Eine Schablonisierung der Gaben des Einzelnen,
was paradox ist und völlig unmöglich!
Die einzelnen Gaben der Menschheit sind so verteilt,
dass sie sich in wunderbarer Weise ergänzen!

Dass heißt:
Jemand, der als Gabe
sagen wir die großartige Fähigkeit besitzt,
eine Mutter zu sein
– und wahrlich, dieses ist eine große Gabe –
wird mit diesen Gaben übersehen.

Oder jemand, der die großartige Gabe besitzt,
die Schönheit in kleinen Details zu erkennen
– und auch dieses ist eine großartige Gabe –
wird mit diesen Gaben übersehen.

Er kann damit nichts anfangen,
er erhält dadurch keinen Status,
er erhält keine Selbstbestätigung,
er erhält keine Förderung in diesen Dingen,
weil die ganze Gesellschaft lediglich darauf ausgerichtet ist,
Gewinn zu erwirtschaften
in irgend einer Weise.

Wenn das schulische System sich danach ausrichten würde,
die individuellen Fähigkeiten
jedes einzelnen Kindes optimal zu fördern,
so käme im Endresultat heraus:
Dass jeder Mensch an den Platz geriete,
der seinen Fähigkeiten am Optimalsten entspricht.

Und dass er dort die besten Leistungen
für die menschliche Gesellschaft leben könnte.

Somit würde jeder Mensch dazu beitragen,
dass die gesellschaftliche Struktur sehr förderlich ist
und in einem harmonischen,
gegenseitigen Miteinander bestehen würde,
so dass es zu wunderbaren Ergebnissen
auf sämtlichen Ebenen
und in allen Bereichen
des sozialen Miteinanders käme.

Dass heißt natürlich auch im wirtschaftlichen Bereich!
Denn es gäbe ja Menschen,
die die besondere Fähigkeit hätten,
sich mit der Sicherheit
des materiellen Seins zu beschäftigen.

Oder die die besondere Fähigkeit haben,
kaufmännische Talente zu entwickeln
oder juristische Talente zu entwickeln
oder medizinische Talente zu entwickeln.

Es gäbe genau gerade so viele Menschen,
dass jeder Arbeitsplatz,
der dieser Menschen bedarf,
auch jemanden hätte, der diesen Platz ausfüllt.

Und das Gleiche gilt für jene Ebenen,
die heute so scheinbar überhaupt keinen Eindruck
auf die Gesellschaft machen.

Zum Beispiel das Dasein eines Gärtners
oder das Dasein einer guten Putzfrau.

Es wird völlig unterschätzt,
dass auch diese Fähigkeiten wunderbar sind
und großartig und dazu beitragen,
dass das ganze System funktioniert!

Das ganze System des menschlichen Miteinanders
ist wie das präzise Uhrwerk einer Schweizer Taschenuhr
aufeinander ausgerichtet!

Da greift jedes Rädchen ins Andere,
vorausgesetzt, man ließe es tatsächlich dabei bewenden,
dass jeder Mensch seine individuelle Gabe hat.

Dies aber ist nicht der Fall!

Sondern es wird danach gestrebt,
dass die Menschen gerade nach jenen Idealen greifen,
die die Gesellschaft für besonders erstrebenswert erhält.

Nun möchte ich nicht alten Theorien aufsitzen,
die einmal im Osten des Kontinents eine Rolle gespielt haben.
Das liegt mir ganz fern.

Aber ich möchte deutlich machen, dass
– ehe ihr eure wirtschaftlichen und politischen Schwierigkeiten
in den Griff bekommt –
ihr eine Veränderung in der Ansicht
über die erstrebenswerten Ziele in der Erziehung vornehmen müsst!

Es wird anders herum nicht möglich sein!

Wenn dieser Prozess in Gang gesetzt wird
– und ich denke,
er wird es vielleicht in zwei, drei Generationen
auch tatsächlich in Gang kommen –
dann werdet ihr erleben,
dass es sehr befriedigend sein kann,
in dieser Welt zu leben.

Dass es zum Wohle aller ist,
die Gaben individuell zu sehen und zu fördern.

Es wäre die Lösung und die Antwort
auf sehr viele Probleme, die ihr zur Zeit habt,
wenn eine andere Einstellung
zum Werte eines Menschen herangezogen wird
als lediglich seine
– ja, wie soll ich sagen –
Möglichkeit, Luxusgüter anzuhäufen.

Denn darum geht es de facto:
Es geht darum, Reichtum zu schaffen!
Und das entspringt noch einer Entwicklungsstufe,
die die Menschheit hätte an sich
längst hinter sich lassen müssen!

Doch um das zu erreichen,
werden noch ganz andere Menschen inspiriert werden müssen,
neue Wege zu denken, was die Erziehung angeht.

Und es werden Philosophen kommen,
die diese neuen Werte vermitteln werden! 
Und nur allmählich und sehr langsam
wird die Gesellschaft sich mit bewegen in diese Richtung
und erkennen, wie wichtig diese Theorien sind.

Aber euch, meine lieben Leser,
die ihr mich jetzt schon lest,
möchte ich auffordern,
diese Werte zu verinnerlichen
und euch Gedanken über das zu machen,
was ich gerade gesagt habe.

Nun könnt ihr die Gesellschaft nicht ändern! 
Was könnt ihr tun?
Eure Kinder sind auf diesen Schulen
und sie sind diesem Konkurrenzdenken unterworfen
und sie sind diesen Ansprüchen der Gesellschaft unterworfen.

Was könnt ihr tun?
Nun, ihr könnt sie persönlich
in ihren individuellen Gaben fördern
und bestätigen.

Es liegt an euch, inwieweit diese Kinder
Freude und Zutrauen zu sich selber finden dadurch,
dass ihr ihnen zeigt,
mit welchem Wohlwollen und welcher Freude
ihr diese Fähigkeiten beachtet
und wie wichtig sie euch sind.

Und dass ihr nicht die Zensuren,
die diese Kinder nach Hause bringen,
als letztes Urteil über sie gelten lasst!

Sondern dass ihr euer Urteil daran messt,
was euren Kindern persönlich
an individueller Gabe mitgegeben wurde.
Dafür bedarf es bei euch eines veränderten Blickes!

Ihr selber müsst euch
von den Vorgaben und Ansprüchen der Gesellschaft
und eurer eigenen schulischen Ausbildung lösen
und distanzieren und selber sehen:

Ihr müsst erst einmal bei euch sehen,
welche individuellen Gaben ihr habt,
was besonders ist,
ganz besonders gut
und eigenmächtig.

Ich habe euch gesagt:
Ihr seid alle Teil Gottes!
Und wenn dieses so ist,
dann habt ihr alle
zumindest einen Anteil an Gottes Größe! 
Und diese Art, zu sein,
diese Art, etwas besonders gut zu können,
gilt es auch für euch, zu erkennen.

Wenn ihr das erkannt habt,
werden euch auch die Augen
für die individuellen Gaben
eurer eigenen Kinder geöffnet.

Dieses ist mir das wichtigste Anliegen
und das wichtigste Diktat von allen,
die um Erziehung kreisen,
überhaupt!

Denn hier geht es um das,
was wirklich entscheidend
für die menschliche Fortentwicklung ist:
Das ist die Frei-Werdung
eurer ureigensten Potenziale,
eurer besonderen Fähigkeiten,
eures besonderen göttlichen Seins.

Nur wenn dieses aufgedeckt
und erkannt wird
– und das in einem immer größeren Maß –
dann kann sich wirklich etwas verändern!

Dann könnt ihr einer Zukunft entgegen sehen,
die sehr viel größer ist und
sehr viel friedlicher und
sehr viel spiritueller und bereichernder,
als dieses heute der Fall ist.

Also ich fasse noch einmal zusammen:
Das schulische System, wie es heute ist,
dient nicht dazu,
diese Gesellschaft gesunden zu lassen!

Vielmehr dient dieses System dazu,
Hemmungen und
Verhärtungen und
Sinnlosigkeit
und große Traurigkeit in die Leben Vieler zu bringen.
Es fördert mangelndes Selbstwertgefühl!
Es fördert die Ausrichtung auf Ziele,
die geeignet sind, Menschen zu zerbrechen!
Es fördert ein Gegeneinander sein
anstatt ein Miteinander sein!

Wir möchten
– und das gilt nicht nur für mich allein,
sondern für die gesamte jenseitige Welt –
dass ihr euch
eurer eigenen Fähigkeiten bewusst werdet!

Dass ihr begreift,
dass auf wunderbare Art und Weise
die Fähigkeiten individueller Natur zueinander
in einem sich ergänzenden Verhältnis stehen,
das perfekt wäre,
würde es bei jedem angemessen gelebt werden
und erkannt werden.

Und ich möchte euch, meine Lieben, dazu raten,
sowohl bei euch nach diesen Schätzen zu schauen.
Und dann auch als Konsequenz
bei euren Kindern danach zu schauen
und sie in diesem individuellen so Sein zu fördern
und zu unterstützen durch eure Freude,
die ihr zum Ausdruck bringt
und durch eure Anerkennung für diese Dinge.

Dieses möchte ich jetzt abschließen lassen.
Ich denke, damit haben wir das Thema
weitestgehend klar gemacht
und deutlich gemacht.
Und falls du keine Fragen hast,
können wir dieses Diktat beenden.

Hajo: Eine kurze Frage habe ich noch:
Was sind für dich in Jahren zwei Generationen oder Drei?

Elia: Ich rechne eine Generation mit 25 Jahren.

Hajo: Vielen Dank, Elia, bis zum nächsten Mal.

Elia: Ich danke dir auch,
bis dann.