So, wie ihr seid, seid ihr das Ergebnis einer langen Inkarnationsreihe.

So, wie ihr seid, seid ihr das Ergebnis einer langen Inkarnationsreihe.
Was ihr an Fähigkeiten und Gaben habt, ist das Ergebnis von Inkarnationen,
in denen ihr die Verantwortung, zu lernen, wahrgenommen habt.
Da, wo ihr aus inneren Zwängen und Ängsten heraus in eurer Wahrnehmung der Realität verwirrt seid,
habt ihr dieser Verantwortung nicht genügt.

Schutzengelkontakt

 

Ich bitte meinen Guide, mich mit dem Guide von Karin zu verbinden. Karin bittet um diesen Kontakt.

Ich stehe am Ufer des Meeres, warmes Meerwasser umspült meine nackten Füße, erstaunlich, wie warm es ist, denn die Luft ist kühl, der Himmel regenverhangen, hinter mir sind hohe Dünen.

Ich sehe, das Fußspuren hier am Strand entlang gehen, große, männliche Spuren. Meinem Gefühl nach folge ich ihnen. Der Weg ist weit, kalte, feuchte Luft … mir wird’s schwer hier zu gehen, ich wünsche mir so sehr besseres Wetter!
Ich muss eine kleine Landzunge umrunden, da endlich sehe ich ein Holzboot, größer als gewöhnliche Boote, es hat sogar ein Segel, das aber zusammengerollt ist.
Es liegt am Strand, nicht im Hafen und es liegt seltsam schief. Auf dem Deck sehe ich eine Frau, sie trägt einen dicken, grauen Pullover, Hosen und hohe Stiefel.
Mit einem Eimer gießt sie Wasser aus dem Schiff auf den Strand. Ihr Haar ist in einem langen Zopf geflochten.
Ich höre sie streiten mit einem Mann, der offensichtlich im Inneren des Bootes ist, schließlich wirft sie wütend den Eimer von Bord, springt über die Reling und läuft weg.

Das ist ganz sicher nicht der Guide. Ich beschließe, näher an das Boot heranzugehen. Der Mann, den ich bisher nicht sehen konnte, springt jetzt auch über die Reling, er winkt mir zu.
Er ist schon älter, sein Gesicht ist schmal und hat tiefe Falten, seine dichten Augenbrauen sind weiß, darunter blaue Augen. Sein weißes Haar ist kurzgeschnitten und sitzt so, als ob er gewöhnlich einen Hut oder eine Mütze trägt. Er hat einen schwarzen Ölmantel an und wachsbeschichtete Stiefel.

U: Bist du der Guide von Karin?

G: Ja, John, dass reicht, ich habe nichts übrig für Spielchen. John? Ja! Ein guter Name, gut genug.

U: Wo sind wir hier?

G: an der Ostküste Britanniens. Irgendwo an der Küste von Essex. Wir sind Muschelfänger, das war ein lohnendes Geschäft damals, 1860, ein sehr lohnendes Geschäft, jedenfalls für unsere Verhältnisse. Ich rede nicht lange drum herum, das ist nicht meine Art, war es nie und wird es nie sein:
Das Mädchen, das du gesehen hast, war Lilly, meine Tochter. Sie ist wütend auf mich!
Ich hab das Boot auf Sand gesetzt, das kann hier passieren, die Küste ist voller Sandbänke, aber es SOLLTE nicht passieren und es wäre auch nicht passiert, wenn ich nicht zu viel getrunken hätte. Jetzt haben wir ein Leck und wir müssen warten, bis uns die Flut wieder vom Sand hebt.
Uta, ganz klar: Lilly ist Karin und ich, John, war hier ihr Vater. Und das hier, dieser Moment ist der Augenblick, in dem Ängste ihren Anfang nahmen: die Ängste und die Wut.

Ich bin 64 und das Leben hat mir seit dem Tod meiner Frau keine Freude mehr gemacht. Das soll keine Entschuldigung für meine Sucht sein, es ist nur eine Erklärung. Ich habe drei kleinere Söhne, alle noch nicht seetauglich und ich habe Lilly, die mutigste, kräftigste junge Lady, die du dir denken kannst.
Sie ist erst 16 und doch fährt sie mit mir seit drei Jahren raus, mit mir ganz allein. Das ist gefährlich, verstehst du? Das ist ganz klar Männersache. Hier ist die See rau und unberechenbar, wir segeln hoch im Wind, dafür sind diese Schiffe ausgelegt.
Aber es fordert viel Kraft, um sich bei solchem Wetter an Deck halten zu können.
Ehe ich anfing zu trinken, hatte ich drei Burschen, die mit mir rausgingen, aber denen wurde es mit mir zu gefährlich, da sprang Lilly ein!

Das ganze Dorf war wütend auf mich, weil ich das erlaube! Sogar der Pfarrer kam, um mir ins Gewissen zu reden, aber Lilly ließ sich nicht beirren! Sie ging mit mir.
Ich weiß heute, dass sie damals den Hintergedanken hatte, dass ich weniger saufen würde, wenn sie mit an Bord ist und sie hatte auch lange Zeit absolut recht damit. Ich liebte Lilly, so gut ich konnte.
Doch gestern Nacht, da war mir alles ganz egal, gestern Nacht hab ich mich bewusstlos gesoffen. Lilly konnte allein nicht verhindern, dass wir auf diese verdammte Sandbank liefen. Wir werden hier sterben. Siehst du die Wolken da hinten? Siehst du, wie schwarz es da hochzieht?

U: ja …

J: Hier wird bald nur noch Wasser sein, tobendes, kaltes Wasser, und das Schiff hat ein Leck, wir werden es nicht mehr schaffen, hier wegzukommen.

U: Das ist ein schlimmer Einstieg in das Reading.

J: Ich weiß, aber es ist die Ursache vor der Angst, sich auf andere verlassen zu müssen. Lillys Seele ging mit der „Wahrheit“, dass sie sich immer nur auf sich selbst verlassen darf. Das ist schwer zu ertragen! Es gut, solange du stark und klug bist, aber es verbietet dir das Schwach- und Dumm-sein …

In den Nächten vor dieser Fahrt hat Lilly geträumt, sie träumte von Wellen und sie hörte mich rufen und rufen. Sie träumte von Vögeln, die ins Wasser fallen und sie träumte von einem roten Segel, das an Land gespült wird. Lillys Träume hatten in unserer Familie ihre Bedeutung: Sie träumte auch den Tod der Mutter voraus.
Lillys Träume machten uns Angst, aber ihr am meisten!

Es war etwas an ihr, in der Art, wie sie die Menschen anschaute, dass Angst machte, man hatte das Gefühl, dass sie dir bis auf den Grund der Seele schaut. Und es war etwas, die Art, wie sie sich verhielt, sie machte die Menschen nervös damit, mich auch, mich auch.

Jeder hat seine Geheimnisse, hat diese Dinge, über die er niemals sprechen würde: Wünsche, Sehnsüchte, Versuchungen: Schatten nennt ihr das heute …

Lilly sah die Schatten: Sie sah das, lange, bevor es Realität wurde, sie war der Zeit immer ein paar Schritte voraus. Es war mehr als Hellsichtigkeit, es war eine Art von Intelligenz, die in diesem Ausmaß ganz ungewöhnlich ist. Sie verknüpfte aus dem, was sie sah und hörte, ein Bild der Zukunft und sie hatte immer recht damit …

Am Morgen, als wir losfuhren, durchsuchte sie das ganze Schiff nach Alkohol. Ich sah sie, aber ich sagte nichts, es reizte mich aber, ich war ärgerlich auf Lilly.
Seit 2 Jahren hatte ich an Bord nicht mehr getrunken, was sollte das? Ich schrie sie an, warum sie diesen Aufstand macht und sie sagte: Weil ich WEISS, dass du saufen wirst! Als wir in See stachen, hatte ich in der Innentasche meines Mantels genug Alkohol, um mich bewusstlos zu saufen …
Den Rest kennst du!

Was du nicht weißt, ist, warum ich heute an dieser Stelle bin. Ich, der Verursacher für all das Unglück!
Es war viel, viel Unglück.

Lillys Seele fand lange keine Ruhe, sie war bei ihren Brüdern, sie war so voller Trauer, weil sie das Schicksal dieser Kinder sah. Als sie endlich hier war, da verurteilte sie sich, sie machte SICH für all das verantwortlich!
Sie war davon überzeugt, dass sie alles falsch gemacht hat, was sie hatte falsch machen können!
„Ich bin nicht sichergegangen! Ich habe viel zu viel riskiert, ich habe viel zu viel anderen überlassen!“

Sie sah sich immer und immer wieder an, was passiert wäre, wenn sie auch MICH auf Alkohol untersucht hätte. Sie sah sich an, was passiert wäre, wenn sie sich einfach geweigert hätte, an diesem Tag rauszufahren. Immer und immer wieder quälte sie sich damit, bis wir es ihr schließlich einfach verboten haben.

Seelen finden nicht automatisch Frieden!
Sie finden, was sie glauben, sie finden ihre innere Wahrheit und Lillys innere Wahrheit war von da an: Ich kann mich nur auf mich verlassen, ich darf kein Risiko durch andere eingehen!

Weißt du, dass ich hier heute an ihrer Seite als Guide stehe, ist mir eine Gnade.
Ich darf so wenigstens versuchen, ihr dabei zu helfen, diese Einseitigkeit abzulegen.

Nein, ich bin nicht ihr einziger Guide, aber ich bins jetzt. Und wir denken: Niemand kann ihr klarer sagen, warum sie ist, wie sie ist und vor allem, warum sie wirkt, wie sie wirkt.

Ach, Karin, was soll ich dir sagen? Hier, ha!

Ja, so jung du warst, du hast gewusst, dass du den Menschen unheimlich warst. Nie wieder wolltest du so wirken!
Also war es dein Ziel, von nun an den Eindruck der Seriosität zu erzeugen. Alles, was dich formte, war der Wunsch: Vertrauenerweckend zu sein.
Und warum? Weil du WILLST, dass dir die Menschen vertrauen, damit sie sich von dir helfen lassen!
Denn erinnere dich: „Ich kann nur mir selbst vertrauen“.
Oh ja, und du hast es geschafft: Du bist absolut vertrauenerweckend. Jeder, jeder, jeder traut dir Stärke und Kompetenz zu …

Aber, nicht wahr, meine liebe Karin: Du bist du AUCH ein Kind?!
Bist du das? Natürlich bist du! Wie alle anderen auch!
ICH fühle dich weinen …
Ich weiß um dein ungeborgenes, inneres Kind …
Ich fühle dich Angst haben …
Ich fühle deine Zweifel an dich selbst …
Ich fühle es und ich wünsche mir so sehr, dass du mich fühlst!
Kind sein dürfen, Karin …
Kind sein dürfen, wie gerne würdest du das.
Fallen lassen in die Geborgenheit, die andere dir geben könnten …
Aber, wo immer du bist, mit wem auch immer du sprichst, es dauert keine 5 Minuten und sie appellieren an dein Groß-Sein.

Du bist sehr mutig, aber den Mut zum Spielen, zum kleiner werden, ach, es ist, als wäre das eine Sprache, die du nicht sprichst …

Ich weiß, Liebes, wie sehr dich Frauen irritieren, die anscheinend nie erwachsen werden und doch gerade durch dieses Verhalten alles von anderen geschenkt bekommen, was du so gerne hättest.
Du kannst so nicht sein und du kannst auch so nicht wirken!
Du kannst nicht mit kindlicher Stimme einen Schutz vor Verantwortlichkeiten errichten. Und du kannst nicht den Eindruck von Zerbrechlichkeit beschwören, um die Beschützerinstinkte anderer zu wecken.

Alles das geht nicht. Aber es wäre schön, nicht wahr?
Es wäre so schön, wenn es irgendwen geben würde, der dieses Kind in dir sieht, und aufnimmt und nachts in den Schlaf wiegt …

Karin? Da ist ein tief empfundener Mangel in dir nach Geborgenheit. Ein uralter, tiefer, tiefer Mangel an Sicherheit. Wer kann ihn dir füllen? Gut, gut. Natürlich trägt deine Art, aufzutreten, dich darzustellen, dazu bei, dass man dein Bedürfnis danach nicht sieht. Da stimme ich dir durchaus zu …

Aber es ist mehr als das und das weißt du auch. Selbst wenn du wie ein Kind weinst und um Hilfe bittest, wie reagieren sie?
Sie sind innerhalb der kürzesten Zeit davon überzeugt, dass DU die Situation schon wieder in den Griff kriegen wirst, sie glauben nämlich: dass man sich ganz und gar auf deine eigene Stärke verlassen kann ……..
Und was glauben sie da? Natürlich! Exakt das Gleiche, an das du glaubst! Sie folgen dir …
Also? Wie ist das? Magst du klein sein? Magst du völlig verrückt und unbesonnen sein?
Magst du wie ein Kind aus Neugier Dinge wagen, die noch keiner wagte?
Im Vertrauen darauf das Gute, auf höhere Mächte, dich jederzeit geborgen halten?
Na?
Hhm, so absolut dann doch lieber nicht? (Lächelt.)
Recht hast du! Absolut Recht!
Die Lösung liegt in der Mitte, Karin: Kindlicher Wagemut und erwachsene Vorsicht sind keine Gegensätze, sie sind beide zu ehren.
Weißt du, für unser unglückliches Ende die alleinige Verantwortung zu übernehmen, ist nichts anderes als Hybris.
„Ich trage die Verantwortung.“
Für was, Karin? Für was trägst du denn wirklich die Verantwortung?
Denk darüber nach.

Ja! Inkarnierte Menschen haben Verantwortung: Die Verantwortung, zu lernen aus dem, was ihnen geschieht, und aus dem, was sie bewirken. Diese Verantwortung tragen sie als Seelen tatsächlich ganz allein. Aber nicht mehr!

Nein, nein, nein, ihr seid nicht einmal für eure Gedanken verantwortlich, nicht einmal das. Lediglich dafür, was ihr aus euren Gedanken und deren Wirkung lernen möchtet.
Dir muss ich nicht sagen, wie wirksam die Wirklichkeit hinter dem Offensichtlichen ist.
Dir muss ich nicht sagen, wie wirksam gerade das ist, was uns tief verborgen ist.
Du weißt das längst und du weißt das nicht erst seit diesem Leben.

In die Tiefe zu schauen und sich der Zusammenhänge die unsichtbaren Fäden gleich die Menschen bewegen ist Teil deines Wesens als Seele!

Das Zusammenspiel der Energien und Muster zu begreifen, die andere nicht einmal sehen, ist Teil deiner Art des Seins, von Beginn an bis in die Ewigkeit! Du kannst der Tatsache nicht entfliehen, dass du da bist, um Weisheit zu lehren!

Aber: Es stimmt NICHT, dass ein Weiser kein Narr sein darf! Es stimmt überhaupt nicht, das ein Großer nicht klein sein darf!
Nein, emotionale Einsamkeit ist NICHT der natürliche Preis für Führungsstärke und Anerkennung durch andere! Nein, nein!

Die echten Weisen, die Meister der irdisch menschlichen Entwicklung, weißt du, was sie alle hatten? Ein lebendiges und für alle sichtbares, inneres Kind.
Sie lachten und freuten sich, sie gaben sich ihren Einfällen hin und sie hatten sogar den Mut, sich trösten und streicheln zu lassen, wenn sie das brauchten.

Hab Mut, Karin, sieh doch, wie wunderbar es sein kann, wie heilsam für andere, wenn auch du einmal ganz „klein“ bist.
Ein Kind eben! Was für ein Kind! Was für ein kleiner Draufgänger! (Lächelt.)
Aber auch eines, das viel zu früh, viel zu sehr für sich selbst einstehen musste und viel zu früh für seine eigene Durchsetzung zu kämpfen hatte: „Ich muss ganz allein für mich kämpfen.“
Nein, musst du nicht!
Du darfst es auch zulassen, ja, sogar fordern, dass auch andere das für dich tun. Das macht dich nicht klein, sondern ganz.

U: Danke, John. Ich hoffe, dass wir ihr helfen konnten.

J: Neu ist das nicht für sie. Aber vielleicht regt es an, damit in die Tiefe zu gehen. Ihren EIGENEN Weg zu finden, dieses Kind in sich zu befreien. Sicherheit ist ihr sehr wichtig, aber die größte, zu erreichende emotionale Sicherheit liegt darin, zu begreifen, dass es keine gibt.

U: Ich würde jetzt gerne Karins Fragen stellen.

J: gut!

U: Sie fragt, wer du bist …

J: Karin, ich bin einer von drei Guides, ich bin derjenige, der dann am Intensivsten mit dir verbunden ist, wenn es um die Bewältigung deiner Sicherheitsstrebungen geht.
Meine Aufgabe besteht darin, dich mit der Mitte zwischen Wagemut und Sicherheitsdenken zu verbinden.
Die Inkarnation als dein verantwortungsloser Vater war nur eine von mehreren Rollen, die ich auf der Bühne der Leben mit dir hatte.
Keine sehr Rühmliche, ich habe lange abgewogen, ob ich das tue und mich dir in dieser Form offenbare. Aber ich hoffe, dass du es so verstehst, wie es gemeint ist: Ich habe gute Gründe dafür, dir helfen zu wollen …
Wir sind damals in unserer Entwicklung gar nicht so unterschiedlich gewesen. Auch an mich wurden über eine lange Zeit hohe Anforderungen gestellt. Und auch ich hatte einen großen Mangel an Geborgenheit. Einige Jahre glich meine Frau das aus, nach ihrem Tod aber fiel ich ganz in ein Kindschema zurück.
Ich wurde das exakte Gegenteil dessen, was ich vorher war …

Die Mitte? Ich hab sie in der Inkarnation nicht erreicht, aber es war auch nicht meine letzte Inkarnation. Ich konnte zum Thema Verantwortung noch in zwei weiteren Leben Erfahrungen mit mir machen.

U: Welche Inkarnationen hindern oder fördern mich, fragt Karin.

J: Diese hier hindert dich am meisten. Ich kann dir aber unmöglich alle Inkarnationen aufzählen.
Karin, du musst verstehen, dass keine deiner Gaben OHNE vorhergehende Inkarnation entwickelt wäre, weder deine Intelligenz noch deine Begabung, von der Analyse einzelner Fakten zur Synthese zu kommen. Weder dein Mut, dich unbekannten Aufgaben zu stellen, noch deine Beharrlichkeit, einmal anvisierte Ziele zu erreichen.

So, wie ihr seid, seid ihr das Ergebnis einer langen Inkarnationsreihe. Was ihr an Fähigkeiten und Gaben habt, ist das Ergebnis von Inkarnationen, in denen ihr die Verantwortung, zu lernen, wahrgenommen habt. Da, wo ihr aus inneren Zwängen und Ängsten heraus in eurer Wahrnehmung der Realität verwirrt seid, habt ihr dieser Verantwortung nicht genügt.
Da, wo ihr Erfahrungen mit Gefühlen, Umständen und Anforderungen macht, denen ihr euch noch nie gestellt habt und ihr euch darum auch innerlich als „fremd“ fühlt, betritt eure Seele Neuland, erlebt sie sich in Rollen, die sie bisher nicht kannte.

U: Karin fragt, welche Tipps du ihr hinsichtlich ihrer Projekte und Tätigkeiten geben kannst.

J: Karin, es ist nicht meine Aufgabe, dir Chancen zu lernen zu nehmen. Ich möchte dir aber den Mut machen, völlig neue Ideen zu entwickeln. Es kann und soll nicht sein, dass du der autorisierte Vertreter anderer bist. Sondern das Ziel sollte ein völlig eigenständiges und selbst entwickeltes Konzept sein!
Achte aber bitte darauf, dass du Aufgaben auch dann delegieren kannst, wenn das Ergebnis erwartungsweise nur durchschnittlich ausfallen kann. Das Wichtigste erledigst du, das andere sollte grundsätzlich mehr delegiert werden.

Eine Gefahr ist die Überlastung! Wir wissen beide, dass du es gerne hast, Herausforderungen zu folgen. Und wir wissen auch beide, dass du dazu neigst, dich ganz und gar in ein Projekt einzubringen. Aber ich hoffe, nach diesem Reading ist dir auch klar, dass du eine Neigung hast, dich selbst zu überfordern, bzw. dich überfordern zu lassen!
Bitte beachte den Verantwortungsbereich! Auch Verantwortlichkeiten MÜSSEN delegiert werden.

Im Prinzip möchte ich darauf aufmerksam machen, wie wichtig für dich das RESULTAT ist. Warum also Wege gehen, die wenig positive Resultate versprechen?
Du musst dich fragen: An welcher Stelle verändere ich die Welt so, dass sie etwas besser wird?
Wo bin ich diejenige, die eine Tür öffnet, die ohne mein Wirken verschlossen bliebe?

Es sind immer noch Aufbaujahre, Karin! Zurzeit bist du auf dem Meer und ich DARF dir nicht sagen, zu welchem Ufer es geht, denn nicht ich bin der Kapitän, diesmal jedenfalls nicht.

Überlege dir gut, wem du hilfst! Die Gefahr, dass deine Kraft gerade jenen zukommt, die zu unwillig sind, selbst zu lernen, ist groß! Aber das ist doch kein positives Resultat!

Karin: Angenommen, du hättest hier in dieser Inkarnation nicht einmal ansatzweise mir geholfen, du wärest NICHT bereit gewesen, mit mir zu arbeiten, was absolut dein Recht gewesen wäre, was wäre passiert?
Ich wäre sehr schnell und sehr massiv darauf gestoßen, dass es so nicht weitergeht, einfach, weil kein Geld mehr da gewesen wäre und DAS hätte mich genauso dazu bewogen, während der Arbeit nicht zu trinken. Nur dann hätte ich wenigstens ein wenig zufrieden mit mir sein können, so war ich nur beschämt, nichts weiter …

U: Karin fragt, wie es ihrer Mutter geht …

J: befriedigend. Wir wünschten uns schnellere Fortschritte, aber sie hat nun einmal die Neigung, lange an festgefahrenen Meinungen festzuhalten. Sie wird viel Zeit brauchen und viele beglückende Erlebnisse.

U: Sie fragt, wie sie ihren Mann unterstützen kann?

J: Oh. Wie wäre es damit, zur Abwechslung einmal klein zu sein? Mehr möchte ich dazu allerdings nicht sagen.

U: Dann sind wir am Ende angekommen …

J: ah, nicht ganz. Nicht so schnell, ich hab da noch etwas.

Er greift hinter sich, zieht einen schwarzen Zylinder hervor und zieht aus dem Zylinder einen Blumenstrauß und einen kleinen Welpen mit weißem Fell.

J: Happy Birthday, dear Karin …
Und: Wie gut, dass du gewollt hast, geboren zu werden!