Elia: Der Sinn einer Krankheit

Der Sinn einer Krankheit für den Kranken selbst
– kann eine Hilfe sein, damit die Seele zum Wesentlichen findet.
– Es kann die Reaktion darauf sein,
dass die Seele in ihrem Streben sich gehindert sieht.

Elia

Zu Gast ist Anita.

Elia: Zuerst einmal möchte ich dir sagen, dass jeder Tag seine Aufgabe mit sich bringt, seine Aufgabe an dein So-Sein. Und wenn du diese tägliche Aufgabe täglich zu empfangen verstehst – vorurteilsfrei – dann wirst du ein Leben führen in tiefster Dankbarkeit.
So-Sein, wie du bist:
– Mitfühlend und doch kämpferisch.
– Das Verbindende suchen und doch zu klaren Urteilen fähig.
– Das Entgrenzte lieben und doch die Grenzen achten.
All das ist dein So-Sein.

Und je älter du wirst, desto wunderbarer wird dir all dies erscheinen.
„Wer lenkt meinen Schritt, wer gibt mir die Liebe ins Herz, wer macht meine Gedanken frei für das Verständnis der Menschen und der Welt? Bin wirklich ich es?“
Und du wirst, wenn du weise geworden bist, erkennen, all dies, all dies ist Gott, der in dir wirkt.

Wenn du dich fragst an einem Tag wie diesen: „Was will Gott in mir, jetzt?“ dann kannst du nicht fehlgehen. Dann füllt sich Leben, dann verknüpfen sich die scheinbar losen und sinnlosen Enden des Schicksals.

Und die Seligkeit, die ihr alle sucht, die – das wirst du lachend erkennen – liegt in dir selbst.
Möchtest du mir jetzt noch eine Frage stellen?

A: Ja, ich hätte gerne von dir eine Aussage über den Sinn und Aufgabe von Krankheit.

E: Wie für alle Phasen des Lebens gibt es auf diese Frage keine pauschale Antwort.

Du könntest mich ebenso gut fragen über den Sinn von Verliebtheit oder den Sinn von Alter oder den Sinn der Kindheit.
Du kannst den Sinn nicht begreifen, ohne ein tiefes Verständnis für die Vernetzung aller Schicksale zu haben. Deshalb muss ich dir diese Frage auf verschiedenen Ebenen beantworten.

Der Sinn einer Krankheit für den Kranken selbst
– kann eine Hilfe sein, damit die Seele zum Wesentlichen findet.
– Es kann die Reaktion darauf sein, dass die Seele in ihrem Streben sich gehindert sieht.

Nehmen wir hier zum Beispiel jene Menschen, die sich durch ihre Arbeitssituation so belastet haben, dass sie sich selbst zu verlieren drohen. Dann kann der Sinn, krank zu sein, durchaus darin liegen, sich wieder auf Wesentliches zu besinnen, von dem Vielen wieder zum Einen zurückzukehren.

– Es kann aber auch sein, dass der Sinn einer Krankheit darin liegt, dass der Betroffene sehr lange einen großen Mangel gespürt hat: ein Mangel an Zuwendung, ein Mangel an Achtung, ein Mangel an Sicherheit und Vertrautheit.
Und dass er nur über den Weg der Krankheit meint, diesen Mangel, zumindest solange er krank ist, behoben zu finden.

– Ein anderer Grund der Krankheit kann sein, dass ein solcher Mensch etwas nach außen deutlich machen möchte, wofür ihm die Worte fehlen oder es Worte wären, die ihm zu schrecklich erscheinen, um sie auszusprechen.
So ist es beispielsweise möglich, dass ein Mensch mit einer schweren Hauterkrankung dadurch nach außen deutlich macht: „Ich will mich nicht mehr berühren lassen.“

Du siehst also, es ist immer eine nachzufragende Möglichkeit, ob die Krankheit ein Ausweg ist für die Seele, denn ihr Streben und ihr Leiden hat die höchste Priorität.
Ihr So-Sein geht über alles Wollen hinaus und auch über die Wichtigkeit der körperlichen Unversehrtheit hinaus.

Es ist nur der Beginn einer Abhandlung über Krankheiten, die viele Stunden dauern würde. Denn wir müssen uns damit vertraut machen, dass Krankheit als ein Ausweg nicht automatisch bedeutet, dass ein Ausweg glücklich wäre.
Eine Seele, die einen Ausweg sucht, kann eine verirrte Seele sein. Es kann eine sehr kranke Seele sein: Mit Vorurteilen und Glaubenssätzen behaftet, die es ihr schier unmöglich machen, weiterleben zu wollen.
Und dann ist Krankheit der Versuch, dem Leben zu entweichen.

– Krankheit kann auch darauf beruhen, dass eine Seele meint, Strafe verdient zu haben. Dann gilt es, dieser Seele zu helfen, von ihren Urteilen über ihr Sein abzukommen.

Dies alles sind Erklärungen, die oberflächlich sind. Zu jedem einzelnen Thema wäre es gut und richtig weiterzuforschen.
Ich gebe dir hier dennoch diese Überschriften, weil ich zuversichtlich bin, dass ich dir damit die Möglichkeit gebe, Fragen an deinen Guide zu stellen. Ich gebe die Kapitel-Überschriften, und ich werde es deinem Guide überlassen, die Kapitel zu üllen.
Verstehst du, was ich dir damit sage?

A: ja, danke.

E: Es wäre viel zu einseitig betrachtet, würden wir die Ursachen von Krankheiten ausschließlich beim Erkrankten selber suchen – bei seinen Defiziten, Mängeln und Glaubenssätzen.
– Es kann durchaus sein und geschieht nicht selten, dass eine Krankheit entsteht aus Liebe.
So kann es sein, dass ein kranker Mensch innerhalb einer Familie alle guten Seiten in seinen Angehörigen stärkt, dass sie lernen, was sie sonst nie über sich erfahren würden. Nämlich, dass sie geduldig sein können oder dass sie über ihre körperlichen Grenzen aus Liebe hinauswachsen können. Oder dass sie in der Lage sind, über Ungereimtheiten hinwegsehen zu können.
Es kann auch sein, dass das Leiden ihrer Angehörigen sie veranlasst, ganz neue Wege in ihrem So-Sein zu beschreiten: Dass sie zum Beispiel ein Studium aufnehmen, dass sie sonst nie aufgenommen hätten.
Oder dass sie lernen, über Sinnfragen des Lebens ganz anders nachzudenken als ohne die Krankheit ihres Angehörigen.

Seelen, die Krankheit auf sich nehmen aus Liebe für ihre Angehörigen, sind Seelen, die eine große Reife in sich haben. Denn eine solche Erkrankung ist ein großer Dienst am Nächsten.

Ich habe gesagt, es sind nicht wenige, die das auf sich nehmen, und das ist mein voller Ernst. Es lohnt sich für euch als Heiler, immer darauf zu schauen, ob die Krankheit eines Menschen ein Liebesdienst ist an die Seelen seiner Angehörigen.

Denn ihr geht völlig fehl, wenn ihr versucht, eine solche Krankheit zu heilen, ohne auf das Umfeld zu schauen. Hier ist es wichtig, einen solchen Patienten in seinem Leid zu ehren.

– Als Nächstes gibt es Krankheiten, die sind ein Signal für die Menschheit selbst. Krankheiten, die da sind, damit ihr als Kollektiv umdenkt.
Wenn du dich einmal mit Krankheitsgeschichte befassen würdest, würdest du feststellen, dass Krankheitsbilder sich sehr geändert haben.

Und sehr zentral in eurer Gesellschaft ist das Krankheitsbild des Krebs. Im übertragenen Sinn frisst das Leben sich selbst auf, ohne Halt, ohne Begrenzung, vernichtet sich selbst.
Das ist Krebs.
Und wenn du auf eure Gesellschaft schaust, dann wirst du sehen: Dieses ohne Halt und ohne Begrenzung sein, das ist ein Thema in meiner Welt.
Zigtausende Menschen leiden daran.
Sie zeigen, dass ihr daran leidet, keinen Halt zu haben und keine Begrenzung.

– Eine andere große Krankheit eurer Zeit, das ist die Erkrankung, die darauf zurückzuführen ist, dass die Gefäße des Herzens verengt sind.
Die Engherzigkeit ist ein großes Thema. Wobei eben nicht jene Menschen daran erkranken müssen, die engherzig sind, sondern gerade jene, die es nicht sind, aber darunter leiden.

Hier wird eine kollektive Neigung zu einer bestimmten Erkrankung dem Kollektiv mitgeteilt, damit es sich korrigiert. Dem einzelnen Kranken ist dies nicht bewusst. Und es hilft ihm auch nicht viel, wenn du ihm dies mitteilst.

Aber du als Heiler, du musst wissen, dass Krankheit nicht nur etwas mit Körper und Seele zu tun hat, sondern auch mit der Entwicklung der Menschheit selbst.
Und dass du als Heilerin nicht nur den Auftrag hast, für das Heil sein deiner Patienten einzustehen, so gut du es kannst, sondern auch für das soziale Heil sein stehst.

– Als Letztes – und das bitte ich sehr ruhig zu überlegen – ist es eine unabwendbare Tatsache, dass ihr in eurem Leben zu lernen habt, euch von der Körperlichkeit zu verabschieden.

– Krankheit ist auch eine Vorbereitung der inkarnierten Seele, sich des Körperlichen wieder zu entäußern.
Es ist keinesfalls so, dass die Seele darunter leidet, einen Körper zu haben. Sie genießt es durchaus auch. Gibt es nicht bis heute Momente, wo auch du deinen Körper genießen kannst? Schmecken können, riechen können, fühlen können, hören können, wie wunderbar das ist!
Es ist einer Seele durchaus Freude, einen Körper zu haben!
Und wer ein gesundes, kleines Kind beobachtet, der stellt schnell fest, was ich meine.

– Sich dieses Körpers sich wieder zu entledigen, ist für recht viele Seelen traurig.
Und die Krankheit hilft dabei, diese Traurigkeit, dieses Bedauern loszulassen und sich stattdessen nach und nach und nach jenen Möglichkeiten im Jenseitigen sich zu erfreuen, sich doch zu öffnen.
In dem Fall helfen Krankheiten, sich nicht allzu sehr ins Irdische einzubinden.

– Umgekehrt kann es auch sein, dass eine Seele sich nur sehr schwer ins Körperliche integrieren kann. Und dann ist die Folge davon in der Regel eine große Anfälligkeit für Krankheiten. Eine solche Seele ist in ihrem Bewusstsein mehr im Jenseits als im Diesseits und ist dadurch labiler und anfällig.
Hier haben Krankheiten den Sinn, die Seele ihres Körpers wieder bewusst werden zu lassen und der Notwendigkeit, auf diesen Körper zu achten und ihm zukommen zu lassen, was er braucht: genug Nahrung, genug Bewegung, genug Licht.
All zu leicht vergessen Seelen, die sehr mit dem Jenseitigen verbunden sind, dass sie darauf schauen müssen.

Hier habe ich dir die größten Themen-Überschriften vermittelt. Sie mit Inhalt zu füllen, das ist nun eure Aufgabe. Ich hoffe aber, dass ich dir damit ein gutes – wie sagt man – Starterpaket gegeben habe, ja?

A: ja.

E: Gut. Ich wünsche dir, dass du jeden Tag deines Lebens ganz gewiss in dir trägst eine Wahrheit:
Gott lebt jeden Tag in dir und sucht durch dich zu wirken – im Kleinen wie im Großen.
Ich wünsche dir Gottes Segen.

Hajo und Anita: danke, Elia.