Leben

Elia – Ein Leben darf zu einem einzigen Zweck gelebt werden! Nämlich dem, sich am Leben zu freuen!

Ein Leben darf zu einem einzigen Zweck gelebt werden!
Nämlich dem, sich am Leben zu freuen!
Das ist nicht egoistisch!
Denn zur wahren und reinen Freude eines gesunden Menschen,
der seelisch und auch körperlich gesund ist,
da gehört es, Mitgefühl zu leben.
Elia

Zu Gast ist Konstantin.

Elia: Guten Abend, liebe Freunde.

H: Guten Abend, Elia.

K: Hallo.

E: Guten Abend, Konstantin.

K: Hallo, mein Freund.

E: Hallo, mein Freund!
Was für eine schöne Begrüßung für mich.
Ja, ich bin dein Freund und ich bin es gern.

Konstantin, die Liebe zweier Freunde, die braucht Vertrauen.
Wir vertrauen einander: du mir, ich dir.
Das ist ganz leicht für mich, ohne jede Schwierigkeit,
denn ich kenne deine Seele.

Du aber, Konstantin, du vertraust dir nicht!
Deinem Verstand ja,
deinem Charme ja,
deiner Menschenkenntnis auch ja.
Aber deiner Stärke, deiner Kraft, deiner Ausdauer:
Nein.

„Nicht mehr,“ sagst du,
„meine Krankheit hat mir mein Vertrauen in mich gestohlen.“

Ich sage dir:
Deine Krankheit zeigt dir nur, was schon längst in dir war –
Der Mangel an Vertrauen in dich selbst.

Das gilt es, zu korrigieren!
Darum geht es in diesem Leben mehr als alles andere:
zurückfinden in das Vertrauen zu dir selbst.
Das bedeutet nicht, sich überschätzen zu müssen.
Aber es bedeutet, „Ja“ zu sagen!

„Ja, dies bin ich, Konstantin.
Ich bin stark und schwach,
ich bin klug und manchmal dumm.
Ich bin Ich!
Und ich vertraue mir!“

Ich, dein Freund, habe es leicht,
dir zu vertrauen, denn ich kenne deine Seele.


Die erste Frage, bitte.

H: Ja, die werde ich heute stellen für Konstantin,
weil er ein bisschen Schwierigkeiten hat.
“Was müssen wir bei dieser Therapie machen,
um meiner Seele bestmöglich zu helfen?”

E: Ich sprach es eben an.
Es geht darum – ganz im Gegensatz zu deinen Erwartungen –
das Gute, das Starke in dir zurückzufinden.
Es geht darum, zu sehen, was du kannst
und wer du wirklich bist.

Es geht nicht darum, sich die finstersten Geschichten anzuschauen
von Hilflosigkeit, Ohnmacht und Bosheit.
Sondern es geht darum, deine Liebesfähigkeit anzuschauen,
deine Geduld, deine Nachsicht und dein tiefes Verständnis für das,
was menschlich ist.

Und dass es kein Fehler ist und keine Schwäche,
ein guter Mensch zu sein, ja?

K: Ja.

E: Ich bitte euch,
dass ihr zwei Inkarnationen anschaut
und eine Familienaufstellung macht mit dem Ziel,
eben jene Stärken wiederzufinden, die scheinbar verloren gingen.

Und mit dem Ziel, lieber Freund, zu erfahren,
dass du ein guter Mensch bist und warst
und dass es Freude ist, ein guter Mensch zu sein.

Die nächste Frage bitte.

K: Reicht diese Therapie, damit mein Körper wieder gesund wird?

E: Ich weiß es nicht zu sagen.
Denn ich kann so wenig wie du selbst deine Seele zwingen,
ihre Wahrheit zu verändern.

Wir können deiner Seele Angebote machen! 
Wir können ihre Ansichten auf das, was geschehen ist, verändern,
indem wir ihr mehr Möglichkeiten bieten, die Wahrheit zu sehen.

Aber sie muss es greifen: annehmen und greifen.

Nie wird eine Seele in ihrem Willen gezwungen! 
Nicht einmal dann, wenn es zum Besten ist.
Darum kann ich diese Frage nicht beantworten!

Du magst sagen: „Aber du musst die Zukunft kennen!“
Es gibt viele Varianten deiner Zukunft! 
Jede ist durchaus bedeutend! 
Ihr seid keine Marionetten!
Ihr seid keine Puppen und wir eure Puppenspieler!
Auch Gott ist kein Puppenspieler!

Sondern ihr seid freie Seelen mit der Aufgabe,
verantwortlich zu werden!
Ihr trefft Entscheidungen!
Und ihr müsst mit den Ergebnissen Erfahrungen machen.
Wir helfen euch dabei, die Entscheidungs-Punkte zu erreichen.

Dieses Wochenende ist ein solcher Punkt.

Wir versuchen, deiner Seele die Möglichkeit zu geben,
viel mehr, viel tiefer auf das zu schauen,
was in ihr gut ist und stark und wunderbar.

Damit sie aufhört, sich selbst zu quälen.
Noch eine Frage?

K: Warum werde ich immer krank, wenn ich arbeiten bin?

E: Weil die Arbeiten nicht gut sind.
Konstantin, du bist ein Mensch mit einem äußerst sensiblen Körper.
Der ist so fein, dass er auf alles reagiert,
was ihm psychisch schadet.
Er ist sozusagen eine Art Erdbebenmesser, ein Seismograph,
der bei den geringfügigsten Erschütterungen Alarm gibt.

Dein Wille ist stark und du bist ein tapferer junger Mann.
Du willst das Leben greifen und meistern!

Du wünschst dir so sehr, dass deine Familie auf dich schaut
voller Stolz statt voller Sorge.
Und deshalb bist du bereit,
jeden – aber auch wirklich jeden – Weg zu gehen!
Ganz egal, was deine Seele dazu sagt.

An sich gebe ich dir Recht.
Jede Arbeit ist Ehre.
Ein Mensch, der sein Brot verdient, ist ehrenvoll!
Ganz egal, womit er sein Brot verdient.

Aber es gibt Berufe, die sollen nicht sein!
Und es ist wichtig, Konstantin! 
Es ist wirklich wichtig, dass du dich damit beschäftigst!
Und dass du es dir erlaubst, darüber nachzudenken:
Was eine Arbeit wäre, die deine Seele erfreut!

Konstantin, es gibt ein Phänomen, ein Wunder! 
Selbst ein kranker Mensch kann, wenn er ein wundervolles Ziel hat,
alle Kräfte mobilisieren und seine Krankheit überwinden.
Dafür gibt es Millionen von Beispielen!

Aber ich möchte dir eine kleine Geschichte in Erinnerung rufen:
Jesus kam mit seinen Jüngern nach Jerusalem.
Er ging durch die Stadt.
Und ihm fiel ein Mensch auf, der saß in einer Ecke und bettelte,
denn er war blind.

Jeden Morgen wurde dieser Mann in diese Ecke gebracht.
Dort saß er den ganzen Tag.
Er bekam ein wenig Almosen
und am Abend wurde er wieder abgeholt.

Jesus hatte Mitleid mit ihm.
Und er ging zu ihm, nahm etwas Erde und spuckte in die Erde
und legte diesen Brei auf die Augen des Blinden und sagte: 
„Wenn du sehend werden willst,
dann gehe zum Teich Bethesda und wasche die Erde ab.“

Das klingt in unseren Ohren ganz einfach, nicht wahr?
Aber die Wahrheit war:
Von der Ecke dort bis zum Teich Bethesda
war es ein unendlich langer Weg für diesen blinden Mann.

Es ging Treppen hinauf, es ging durch schmale Gassen,
es ging durch dichtes Menschen-Gewühl.
Pferde ritten dazwischen, Kinder tobten, Hunde griffen an.
Es ist nicht überliefert, wie oft der Blinde hinfiel,
wie oft er sich an Kanten stieß
oder von Menschen einen gefährlichen Stoß bekam.

Man kann es sich leicht vorstellen.
Es ist in etwa zu vergleichen:
Als wäre er an einem Advents-Samstag vom Bahnhof in Hannover
bis zu den Herrenhäuser Gärten zu Fuß gegangen.
Aber er ist gegangen!

Jesus sagte nicht: Ich befehle dir das! 
Er sagte: „Wenn du sehend werden willst…“

Da könnte man meinen:
Was ist los gewesen mit diesem Jesus?
Warum hat er in Zweifel gezogen,
dass der Mann sehend werden will?
Das ist doch ganz klar!

Nein, es ist nicht ganz klar!
Denn das Blind sein dieses Mannes war ja nicht nur schlecht.
Dadurch hatte er eine Sonderrolle:
im Freundeskreis und in seiner Familie.

Er war eben der Blinde! 
Es wurde mehr Rücksicht auf ihn genommen als auf Andere.
Er musste weniger Verantwortung tragen als Andere.
Es hatte Vorteile, blind zu sein und um Almosen zu betteln!

Und obendrein kam noch dazu, dass dieser Mann eine Seele hatte,
die sich selbst nichts zutraute.
Er hatte kein Vertrauen in seine Kräfte!

Und das!
Das war der tiefe Grund dafür, dass Jesus diesen Blinden
nicht sofort sehend gemacht hat.
Zweifellos hätte er das gekonnt.

Es brauchte weder den Brei aus Spucke und Erde
noch den langen Weg noch das Wasser vom Teich Bethesda.
Das war ganz normales Wasser.
Jesus hätte das gekonnt!

Aber er hat es nicht getan,
denn dann wäre der Mann zwar sehend geworden!
Aber seine Seele, die hätte wieder nicht begriffen:
wie stark sie ist,
wie mächtig ihr Wille ist,
wie groß ihre Kraft ist, immer wieder aufzustehen.
Und wie sehr sie es sich wünscht, wirklich sehend zu sein!

K: Ja.

E: Ja, mein Freund.
Ein bisschen erinnert dich diese Geschichte vielleicht an dich
und deine Seele.
Wir wollen ihr helfen.
Der Weg ist schon sehr lang.
Wir wollen versuchen,
dass sie ihre Stärke sieht und aufhört,
für sich selber blind zu sein.

H: Ja, ich stelle die nächste Frage für Konstantin.
Liegt meine berufliche Zukunft darin, anderen Menschen zu helfen?

E: Zieht es dich?
Brennt es in dir?
Ist es ein Feuer, die Not der Menschen zu lindern?
Zieht es dich?
Brennt es in dir, dem Schmerz in der Welt ein Ende zu setzen?
Wenn das so ist, dann kommt mein „Ja“.

Wenn das nicht so ist, dann sage ich:
Dass deine Seele noch Zeit braucht, selbst zu heilen!
Ja?
Hast du das verstanden?

K: Ja.
Was soll ich dann machen, bis sie geheilt ist?
Herum sitzen?

E: Möchtest du eine Hausaufgabe von mir haben?

K: Von dir ja!

E: Dann erforsche, was dich freut, zu tun! 
Nein, nein: Das ist nicht leicht für dich!

K: Nein, überhaupt nicht.

E: Aber ich hoffe, lieber Hajo, dass ihr ihn dabei unterstützt.

Denn auch das gehört zu den Erkenntnissen,
die deine Seele hoffentlich bekommt:
Dass sie feststellt, dass sie sich leidenschaftlich
für ihre Freude einsetzen darf.

Ich weiß, ihr werdet Wege finden,
ihm hier eine klarere Zielrichtung zu geben.
Ja?

H: Ja.

K: Danke.

E: Gut.
Übrigens:
Ein Leben darf zu einem einzigen Zweck gelebt werden:
Nämlich dem, sich am Leben zu freuen!
Das ist nicht egoistisch!
Denn zur wahren und reinen Freude eines gesunden Menschen,
der seelisch und auch körperlich gesund ist,
da gehört es: Mitgefühl zu leben.


Gut, die nächste Frage bitte.

H: Ja, das ist eine spezielle Frage.
Warum war ich nach Trinkgelagen mehrere Wochen lang
im Zustand von „out of Body“
noch lange vor der ersten Entzündung?

E: Ja. Ich sprach es schon an.
Dein Körper ist äußerst sensibel! 
Ganz besonders auch auf jede Form von Giftstoffen!

Ich denke, das hat dir dein Guide auch schon mitgeteilt.
Die Seele ist dann überhaupt nicht mehr in der Lage,
sich in diesem Körper zu heilen.
Du musst verstehen, dass das Gefüge zwischen Seele und Körper
bei dir ganz besonders kompliziert ist.

Es ist im Grunde so, dass deine Seele ein Übergewicht hat.
Dass du eher ein spiritueller Mensch bist,
der zufällig auch einen Körper besitzt!
Als umgekehrt, wie es bei den meisten Menschen ist!

Und das gilt es, zu achten! 
Das bedeutet nämlich auch, dass du besonders sensibel
auf jede Form von Energien bist im positiven wie im negativen Sinn!

K: Ah ja.

E: Der positive Sinn ist: Dass du natürlich deswegen
auch ganz besonders sensibel für Energien bist,
die stärken und Kraft geben:
Wie die von guten, alten Bäumen oder einem schönen See,
für den speziellen Duft von Blumen. 
Oder auch Musik ist dabei zu bemerken.
Und dass es noch nicht so weit ist, dass du die Musik gefunden hast,
die deine Seele stärkt.

All dies bitte ich, wirklich zu bedenken.
Du bist ein hoch sensitiver Mensch!
Und das heißt,
dass du sehr verantwortungsvoll damit umgehen musst!
Ja?

K: Ja.

E: Ja.
In alter Zeit, in der Steinzeit etwa,
da hätte man dich in deiner Sippe eingesetzt,
um das Frühwarnsystem zu sein.

Dir wäre die Aufgabe zugefallen,
die Sippe zu warnen vor Waldbränden
oder vor Schneestürmen
oder vor Säbelzahn-Tiger.
Du hättest das längst vor allen Anderen wahrgenommen!
Und zwar durch deinen Körper, ja?

K: Ja.

E: Ja!
Und weil dieser Körper so sensibel ist,
hat das zur negativen Folge,
dass Suchtmittel jeder Art für dich zum großen Nachteil sind.

K: Auch ein Bier und ein bisschen Wein
sind schon schädlich in dem Sinne?

E: Wir sprechen nicht von einem Bier.

K: Ach so, ja.

E: Natürlich, du bist kein Allergiker!
Sondern wir sprechen vom Rausch.
Meide jede Form von Rausch!

K: Ja, ich hab ja Angst davor.

E: Das ist gut.
Es gibt Ängste – wie du siehst – die gut sind!

Die nächste Frage bitte.

H: Ja, hat das auch etwas
mit den Entzündungen des Trigeminus zu tun?

E: Der Alkohol-Abusus?
Nein, nein.

K: Echt?

E: Das ist nicht die Ursache.

H: Und ist der Trigeminusnerv denn verletzt?
Wurde der geschädigt?

E: Ich möchte das differenzieren.
Es gibt keine Schädigung über eine bestimmte Druck-Komponente.
Das ist nicht der Fall.

Aber es gibt eine immer wieder kehrende Entzündlichkeit.
Es ist die Entzündung, die immer wieder aufflammt
und die dann zu den heftigen Schmerzen führt.

Nicht weil der Kanal verengt wäre, durch den der Nerv kommt.
Sondern die Entzündlichkeit selbst,
die steuert sich über das seelische Befinden!

K: Und warum ging sie nie von selbst zurück: die Entzündung?
Sondern ich habe die Hilfe eines Mediums gebraucht?
Wieso war das so schlimm?

E: Das war dein Gang zum Teich Bethesda!

K: Oh ja, okay.

E: Und hier bitte ich dich:
Schau nicht allein darauf, was du gelitten hast.
Sondern schau auch auf die Kraft, Dinge auf dich zu nehmen,
um deinen Zustand zu ändern!

Wenn du das tust, dann wirst du sehen,
dass du in Wahrheit sehr stark sein musst!

K: Ja, ich fand das nur so unmenschlich und sehr, sehr schlimm.

E: Ja. Unmenschlich, hart, empörend.
Lass uns über Empörung sprechen, die im Keim erstickt.

Sich zu empören, ist keine unheilige Gefühlslage.
Es gibt viele und große und bekannte Heilige,
die sich empört haben.
Kennst du Jemanden, der sich empört hat?
Ganz gewaltig?

K: Jesus.

E: Ja.

K: Ja, ich habe viel von dir gelesen.

E: Ja, auch Petrus in seiner Empörung.
Er schnitt einem römischen Soldaten ein Ohr ab.
So empört war er.

K: Manchmal muss man rangehen.

E: Ja. Aber es gibt noch einen, der empört war: Judas.
Judas Empörung aber erstickte.
Sie kam nie zum Ausbruch.
Sie wurde nie geäußert und wurde darum zum Verrat
und letztlich zu seinem Selbstmord.

Judas war empört darüber, dass Jesus sich weigerte,
die weltliche Macht an sich zu reißen.

Das war seine Hoffnung.
Darauf hatte er seit seiner Jugend gewartet.

Er liebte diesen Mann.
Er liebte Jesus.
Er war begeistert.
Dieser weise, wundervolle Messias.
Er, nur er allein – da war Judas sich ganz sicher –
konnte für Gerechtigkeit sorgen in einem Land,
in dem es keine Gerechtigkeit gab.

Und lange Zeit war er sicher: Jesus würde das tun.
Er hatte ihn stets so gedeutet.
Er hatte nie verstanden, dass Jesus niemals den Willen hatte,
ein politischer Führer zu sein.

Er hatte ihm eine letzte Chance gegeben.
Er hatte gehofft, dass Jesus es ausnutzen würde:
Dieses jubelnde Volk, das Hosianna schrie, als er in die Stadt kam.

Er hatte gehofft: Jetzt würde Jesus endlich sich
zum König der Juden ausrufen.
Und es sollte endlich Gerechtigkeit herrschen.

Nichts da!
Jesus tat es nicht und Judas sagte nichts mehr.
Er schimpfte nicht, er schlug nicht auf Jesus ein.
Er schmiss ihm nicht alle Dinge hin.
Er machte keinen empörten Eindruck.
Er blieb ganz ruhig.

Aber in ihm tobte die Empörung!
Eine Empörung, die erstickt wird, die führt zu Unheil.

In dir ist viel Empörung!
Und es ist wichtig, es ist wirklich wichtig,
dass die Empörung ausgesprochen werden darf,
dass darüber geredet werden darf.

K: Mit wem?

E: Hier und in der Familienaufstellung
mit den Seelen deiner Angehörigen, ja?

K: Ja, danke.

H: Gut. Dann erledigt sich die Frage mit dem Bruder ja auch.
Das wird dann in der Familienaufstellung geklärt.

Er fragt noch: Kann ich meinen Vater in seinem jetzigen Zustand helfen und unterstützen?

E: Ja. Auch in der Familienaufstellung,
denn dann kannst du mit seiner Seele reden.
Möchtest du das tun?

K: Ja, selbstverständlich.
Das wäre endlich mal was Gutes.

E: Ja. Gibt es noch eine Frage?

H: Ja. Er hat das Gefühl,
dass er durch die Trigeminus-Entzündung
einen viel höheren seelischen Schaden erlitten hat
als durch seine Kindheit.
Ist das so?

E: Hier möchte ich differenzieren.
Der Trigeminus bewegt den Konstantin dazu,
sein oberflächliches Leben immer tiefer und tiefer zu hinterfragen.

Der Konstantin, der fröhlich und leicht und beschwingt
einem fröhlichen, leichtem Leben entgegensah:
Der sucht jetzt nach Lebenssinn, der geht in die Tiefe.
Ja, er wagt es sogar, seine eigene Seele zu ergründen.

Sag mir, mein Freund Konstantin:
Hat deine Seele nun Schaden erlitten oder wächst sie gerade?

K: Wir wachsen ja durch Erfahrungen.
Aber der Trigeminus, der war wie gesagt…
Der Schmerz…
Ich…
Der zerstückelt mich oder hat mich zerstückelt,
hat mich in Ohnmacht fallen lassen, mich zerstört, alles gemacht.

E: Nein, er hat dich nicht zerstört! 
Er hat dich nicht zerstört, aber gedemütigt!

Demut, Konstantin, war eine Vokabel,
der du überhaupt keinen Sinn beigeben konntest,
ehe du diese Erkrankung bekommen hast.

Der Schmerz treibt dich in die Tiefe:
In die Tiefe deines Unbewusstseins,
aber auch in die Höhe hin zu Gott.

Dieser Schmerz hat also tiefste Qual,
Verzweiflung und Not mit sich gebracht
und auch Erfahrungen mit dir und Gott,
die du vorher nie auch nur angedacht hättest.

Dies ist dein Kampf, lieber Freund!
Du kannst dich jederzeit der Verbitterung hingeben
und Gott verfluchen.

Du kannst…
Du kannst zum Judas werden.
Aber in deiner Seele ist viel zu viel Liebe,
viel zu viel Weisheit, um diesen dummen Weg zu gehen.

K: Ja, den gehe ich auch nicht.

E: Und ich möchte, dass du dich dafür bitte dafür einmal lobst.

K: Weil meine Seele gesund ist?

E: Ja, ich habe dir gesagt, dass es wichtig ist,
deine Stärken zu betrachten.

Schauen wir uns doch einmal
den 14-, 15-, 16-jährigen Konstantin an.

So wie damals deine Potenziale waren, 
wäre eine der möglichen Zukünfte für dich gewesen, 
dass beim Eintritt dieser schrecklichen Schmerzens-Zeit
du den Ausweg darin gesehen hättest,
soviel Rauschmittel zu nehmen, dass du nichts mehr wahrnimmst.

Statt dessen – statt diesen Weg einzuschlagen –
nimmst du den schweren Weg des Kampfes,
des immer wieder Fallens und Aufstehens, Anstoßens auf dich.

Da bist du ganz wie der Blinde!

Und genau wie der Blinde hast du keine Ahnung,
ob es wirklich helfen wird, wenn du dir im Teich die Augen wäschst.
Vielleicht ist das, was der seltsame Jesus da gemacht hat mit ihm
und was er gesagt hat, ja nur ein schlechter Witz.
Sicher war dieser Mann sich keinen Augenblick lang.

Und genauso geht es dir.
Sicher bist du nicht eine einzige Sekunde lang, dass es funktioniert.
Aber du hast etwas ganz Besonderes an dir: Hoffnung.

Und auch wenn du es kaum für möglich hältst:
Ein ganz tiefes Vertrauen darin, dass Gott es gut mit dir meint!

K: Ja, das ist ja so.
Das Problem, Elia, ist: Ich strebe eigentlich nach
Harmonie, Liebe und Zufriedenheit.

Und ich werde mein ganzes Leben lang mit Füßen getreten,
werde beneidet, gehasst.
Der Trigeminus, Familie: nur Negatives eben,
obwohl meine Seele nur Gutes möchte.
Das ist ein extremer Widerspruch und das zerreißt mich auch leider.

E: Ja, darüber werdet ihr sicherlich noch ganz viel erfahren,
was dir helfen wird, um in inneren Frieden zu kommen.
Denn das ist wichtig, ja?


DU, lieber Freund, musst Frieden mit DIR machen.
Aber ich will es nicht vorweg greifen.

Jetzt ist mir nur Eines wichtig und ich sage es noch mal: 
Konstantin, das ist etwas ganz Besonderes,
sein Vertrauen in Gottes Liebe nicht aufzugeben,
obwohl man in Not ist.

K: Ja, der schwerste Weg ist ja schon hinter mir.
Also, ich denke ein Teil zumindest.

E: Kannst du dich damit anfreunden, diese meine Worte
in die Tiefe deines Herzens einzulassen?

„Es ist etwas ganz Besonderes,
das Vertrauen in die Liebe Gottes nicht aufzugeben,
wenn man in Not ist.“

Du hast dies getan, Konstantin!
Und das zeigt mehr als alles andere, wer deine Seele wirklich ist.

Konstantin, ich habe dir am Anfang gesagt:
Es ist ganz leicht für mich, dich zu ehren, meinem Freund.
Dir zu vertrauen, ist ganz leicht, weil ich deine Seele kenne.

Und wenn du wissen möchtest, wer deine Seele ist, Konstantin,
dann schau auf das, was sie geleistet hat.

Ihr Vertrauen in sich selbst, das hat sie verloren,
aber niemals ihr Vertrauen in Gottes Liebe!
Ja?

K: Ja, danke vielmals.

E: Gibt es noch eine Frage?

H: Nein, das hat sich dann erledigt.

E: Konstantin, dann möchte ich jetzt schließen.
Hab den Mut, lieber Konstantin, auf das zu schauen,
was in dir gut, kräftig und auch mächtig ist.

Lass dich auf das Abenteuer ein,
die wunderbare Seele des Konstantins kennen zu lernen.

Lass dich darauf ein, zu sehen, wie stark deine Seele ist,
wie alt, wie weise.

Und lass dich darauf ein, ihr den Raum zu geben,
sich über das empören zu dürfen, was ihr an Unrecht geschehen ist.

Wir, lieber Konstantin, sind nichts als die Boten des Schöpfers
und des Heilands.
Wir können nichts anderes, als seine Liebe zu dir weiterleiten.

Eines Tages wirst du wieder bei uns sein
und wir werden einander Freunde sein
dann von Angesicht zu Angesicht.

Und wir werden miteinander Gott loben für all die Wunder,
die er an deiner Seele getan hat.
Einer Seele, die verwundet wurde.
Die an sich selbst begonnen hat, zu zweifeln
und die doch wieder in ihre ganze Kraft zurückgefunden hat.

So wird es wahrlich sein.

K: Elia, könntest du von mir bitte den Claudius grüßen?
Wäre das möglich?
Das wäre mein Wunsch.
Und ihm sagen, dass er ein großes Vorbild für mich ist.
Geht das?

E: Das werde ich machen.

K: Hey, danke schön!
Danke für alles.

E: Gott segne dich.

K: Ja, euch auch.
Danke schön.

H: Danke, Elia.