Kobolde

Elia – Clearing Haus: Wenn drei Magier und Kobolde einem das Leben schwer machen.

Grundstücks-Clearing:
Wie man Kobolde beschäftigt.
Die Vorbereitung für den Auszug der Magier.

Elia

Elia: Guten Tag, lieber Freund.

Hajo: Guten Tag, Elia.

E: Ich freue mich sehr, dass wir endlich helfen können.
Sie ist am Rande ihrer Kraft.

Deine Fragen, bitte?

H: Ja. Es geht um Eva.
Sie ist da zu ihrer Mutter zurück gezogen.
Da haben sich der Vater und der Großvater schon suizidiert.

Und sie meint,
da weiße Mäuse oder Kobolde zu sehen.
Und ihr wird die Kraft geraubt.
Sie tut, was sie eigentlich gar nicht tun will.
Und sie meint, dass da noch mehr ist als das.

E: Das ist auch richtig.
Der Ort an sich, der Platz,
der Hof selbst ist vom Boden her sehr belastet.
Darf ich mein Wort direkt an Eva richten, bitte?

H: Ja.

E: Eva, fass bitte Mut.
Dies geschieht nicht, um dich zu quälen.
Dies geschieht im Gegenteil,
damit du aufwachst.

Denn in dir, Eva, ist eine ganz besondere Gabe:
eine Liebe
– tief und rein zu dem,
was ich einmal die Weltseele nennen möchte –
zur Mutter Erde.

Die Erde ist ein Wesen,
durchaus beseelt mit einer Energie,
so wunderbar, dass ich sie nicht in Worte fassen kann.

Diese Weltseele lebt!
Sie ist stark und mächtig,
aber auch schwach und verletzbar.
Sie hat Millionen Wunden
und euer Hof steht auf so einer ehemaligen Wunde.

Du musst ein wenig verstehen,
um zu begreifen,
wozu ich nun raten werde.

Wenn der Mensch eine Wunde hat,
so heilt sie innerhalb einiger Wochen spätestens aus.
Denn er ist ein Mensch,
seine Zellen teilen sich geschwind,
sind in der Lage, sich zu erneuern in Eile.

Ist aber die Erde verletzt, so dauert es lange,
bis diese Wunde heilt.
Und wie beim Menschen
gibt es sowohl körperliche Verletzungen als auch seelische.

Körperlich verletzt
– das kannst du dir leicht vorstellen –
das ist die Erde überall da,
wo man ihr schweren Schaden zufügt:
in großen Bergwerken, durch Sprengungen
oder anderer Dinge, die dem gleich kommen,
auch durch massive Überbauungen.

Das sind überall Wunden.
Aber psychisch ist sie an solchen Orten
bei Weitem nicht so sehr verwundet.

Anders aber ist es,
wenn sie in ihrer Funktion verwundet wurde.

Nun, was ist die Funktion?
Das Wesen der Erde?
Dass sie alles zum Blühen bringt,
dass sie aus sich heraus
jedwedes Leben fördert – jedes!

Es ist ihr ganz gleich,
ob Menschen es Unkraut nennen oder Getreide.
Ob Menschen dazu sagen,
dies ist Heilmittel oder dies ist Gift.

Alles treibt aus ihrer Kraft ins Sein.
Sie ist die Kraftspenderin des Lebens in der Materie.

Wenn nun diese Wesenskraft
auch noch durch magische Mittel verändert wurde,
dann hat die Erde an dieser Stelle eine starke Wunde.

Und das ist auf dem Platz eures Hofes
vor undenklich langer Zeit geschehen.

Es waren Magier, die dies taten.
Sie taten es in einem Macht-Rausch und sie taten es,
um einem Neben-Volk zu schaden.

Sie taten es Generation um Generation.
Kelten würdest du sie nennen,
obwohl das nicht ganz korrekt ist.

Es ist also ein Ritualplatz,
auf dem sich euer Hof befindet,
ohne je gereinigt worden zu sein.

Instinktiv versucht deine Schwester,
dem entgegen zu kommen,
indem sie betet.
Aber sie betet mit Angst.
Sie betet sich mitunter in den Wahn.

Angst kann ja diese Wunde nicht heilen.
Wie sollte sie?
Angst ist ja wieder gegen das Wesen der Erde.

Die Erde kennt keine Angst,
sie kennt auch kein Urteil.

Sie kennt nur eins:
den Wunsch, Leben zu spenden.
Dieser Wunsch, dieses Streben,
diese Quintessenz der Energie,
die fehlten auf eurem Hof seit Jahrhunderten.

Es gehört zur Familie,
dass dieses Akzeptieren des Lebens
als solches für eure Familie eine große Schwierigkeit ist.

Es scheint, als würde sich eine Generation
nach der nächsten für zu schlecht befinden,
das Leben anzunehmen, dass die Erde gibt.

Wäre es anders:
Niemand von euch würde mehr dort auf dem Hof wohnen.

Du bist heimgekehrt in diese Energie,
aber nun sensibler als je zuvor.
In deiner Kindheit haben dich
interne Mechanismen davor geschützt,
die Umstände dort wahrzunehmen,
die Verlassenheit dort wahrzunehmen.

Es ist das nicht Getragen sein
als eine Grundwahrnehmung für alle, die dort lebten,
wahrzunehmen.

Hättest du es als Kind so empfunden,
du hättest nicht überlebt!

Nun warst du fort. 
Du bist erwachsener geworden
und nun empfindest du die Wahrheit.

Du liegst richtig, mit dem, was du siehst:
Kobolde, ja!

Kobolde sind Erd-Wesen.
Sie wollen nichts Böses.
Sie wollen nur heilen dürfen.

Aber eben auch all Jene,
die dort ihren Zauber wirkten
und wirken wollen bis in alle Ewigkeit!

Was kannst du tun?
Angst kann hier nicht heilen, nur Mitgefühl:
Dein Mitgefühl mit der missbrauchten Erde.

Du kannst sie beruhigen.
Du kannst ihren Schmerz verstehen.

Denn wie es ist,
missbraucht zu werden in seiner heiligsten Kraft 
– in der Mutterkraft –
das weißt du.

Wie es ist,
missbraucht zu werden in der königlichen Würde der Frau,
das weißt du auch.
So ist dir das Leid der Erde
unter deinem Boden ganz vertraut.

Ich möchte dich auffordern,
wieder zu beginnen, diese Erde zu lieben.
Du bist nicht dort hin gekommen,
um dort weg zu gehen.

Du bist dort hin gekommen,
um endlich Heilung zu bringen! 
Viele deiner Versuche sind schon erfolgreich! 
Nur das siehst du es nicht, weil du dich so ängstigst! 
Dein verwirrter Geist ist das Resultat von Ängsten,
die du wahr nimmst und aufnimmst.

Es sind drei Geistwesen,
die auf eurem Hof sich wohlfühlen
– alte Magier und ihre Dienerin.
Wir werden sie dort hin bringen,
wo ihr Himmel ist.

Aber das kann nicht alles sein,
was geschehen muss.
Es muss tiefer gehen.

Eva, es muss darum gehen,
zu deiner Liebe zurückzufinden! 
Du hast sie ganz verloren.

Du hast dein Herz dem aufgemacht,
was Angst heißt und Resignation,
als gäbe es die Liebe nicht!

Aber, Eva, eine Seele wie du kann nicht anders als lieben! 
Es sei denn,
sie ertränkt ihre Liebe in Angst, Zorn oder Sinnlosigkeit.

Eva, ich rufe deine Liebe wieder wach,
die Liebe zum Land!
Atme sie ein – die gute Erde:
Wie wunderbar sie duftet nach einem Regen.

Spüre sie wieder unter deinen Füßen.
Freu dich an ihr! 
Nichts Anderes!
Nichts anderes kann sie heilen, als deine Freude an ihr!

Die Kobolde darfst du nicht fürchten.
Weise sie an, sie brauchen ihren Meister! 
Sie sind Wesenheiten der Erde.
Du könntest sagen,
Inkarnationseinheiten der irdischen Seele.

Sie brauchen Weisung! 
Jetzt laufen sie um einander wie eine Schar Kinder.
Sie wollen nichts als Spaß.
Aber sie brauchen Arbeit!

Setze sie ein!
Lass sie die Bäume betreuen
und die Blumen.
Lass sie auf die Wege achten,
dass keiner stolpert.
Und lass sie sich darum bemühen,
dass nirgends ein Leid geschieht.
Setze sie ein
und sie werden es dir danken!

Und du musst ihnen danken für deinen Garten,
in dem es reifen wird wie nie zuvor!

Und für die Wege,
auf denen niemand mehr fallen wird! 
Für die Bäume
– die sich biegen, aber nicht brechen, wenn der Sturm kommt –
und Schatten bieten an heißen Tagen.

Weise sie ein!
Sie sind wie mutterlose Kinder,
die nicht wissen, wohin mit sich.

Du selbst aber wachse zurück in deine Freude, zu leben! 
Das ist schwer,
das weiß ich.

Das ist schwer auch angesichts
der Nähe zur Mutter
und zu den Verwandten.
Denn deine Weisheit,
dass das Leben ein Geschenk ist
– wunderbar aber verletzlich –
das ist nicht ihre Wahrheit!

Du trägst diese Wahrheit neu in das System! 
Das kannst du nicht,
ohne dich mit deinem Guide zu verbinden.
Hier brauchst du Hilfe,
hier brauchst du Stütze!

Ans Unglück glauben ist das Gebot eurer Sippe! 
Am Glück arbeiten ist Frevel!

Sei ruhig frevelhaft, sei die fröhliche Hexe,
es ist erlaubt!
Erlaubt ist, die Erde zu lieben,
sie zu genießen
und von ihr zu nehmen, was dein ist!

Denn es ist dein Boden
und du bist in der Verantwortung dafür,
weil du Diejenige bist,
die die Kraft dazu hat:
die Kraft zur Liebe.

Nun lass dich nicht in deine Angst ein!
Angst kann nur dort gedeihen,
wo Liebe klein ist.
Liebe ist vielfältig.

Es muss nicht immer die Liebe
zu einem Menschen sein.
Es kann auch die Liebe zu dem Wunderbarsten sein,
das ihr habt: eure Erde.

Danke, dass du mir zugehört hast, Eva.

Nun zum Vorgang, Hajo, ja?

H: Ja.

E: Ihr habe es mit einer Gruppe zu tun,
die sich auch als Gruppe begreift.
Es sind drei Magier:
Ein Ältester, der die größte Macht hat,
aber schweigt.

Ein Junger, ein Heißsporn,
der frech ist.
Und ein Mittlerer,
der in der Regel sich nicht weiter einmischt.
Und deren Helferin, ein altes Weib, etwas dumm.
Diese Magier haben sich im Belt gefunden,
verstehst du?

H: Ja.

E: Sie sind nicht zu Lebzeiten gemeinsam aufgetreten.
Sie sind aber alle aus der gleichen Kultur,
alle aus dem gleichen Volk.

Und sie haben an dem Ort des Hofes
Missbrauch getrieben! 
Magischen Missbrauch, der darauf abzielte,
Ernten zu vernichten,
Störungen hervorzurufen,
Hagel heraufzubeschwören.

All die Dinge,
die der Mutter Erde völlig im Wesen widerstreben.
Verstehst du das?

H: Ja.

E: Sie empfinden sich als sehr mächtig.
Aber sie sind gebunden an den Ort.
Und das ist etwas,
was sie inzwischen immer weniger zu schätzen wissen.

Der Ort ist unruhig geworden.
Und er wird mit jedem Jahrhundert unruhiger.
Ihr einziges Vergnügen besteht noch darin,
Angst auszulösen!

Ihre Bilder sind mächtig,
viel mächtiger als die der heutigen Generation.

Du musst dir vorstellen,
dass ihre Glaubenswelt eine wesentlich aggressivere war:
Sie glaubten an dämonische Götter.
Sie glaubten an die Macht des Bösen in Person.
Sie hatten in sich Bilder von furchtbaren Geschöpfen. 

Das sind Wahrheiten,
die sie in sich tragen
und die sie versuchen, zu vermitteln.

Lasst euch von solchen Dingen nicht schrecken,
sondern seid darauf gefasst,
dass sie euch dies
wie ein Theaterstück vorführen könnten.

Es sind Schablonen ohne Hülle –
es wäre doch nichts zu sehen,
es gibt keinen Inhalt.

Es sind Schablonen ihres Wahrnehmungsvermögens 
weit entfernt von jeder Realität.
Was dahinter steckt, ist:
Dass sie in dem Glauben leben,
mit Furcht alles regieren zu können, ja?

H: Ja.

E: Vermutlich wird sich der Jüngste
zuerst an dich wenden.
Aber den solltest du nicht als ernst nehmen.
Sondern bestehe darauf,
mit dem Ältesten zu reden! 
Denn er hält die ganze Gruppe zusammen.

Das Weib aber dürft ihr nicht aus dem Auge verlieren.
Es ist hinterhältig
und es wird vielleicht versuchen, zu entkommen.
Es ist einfach im Umgang mit ihr:
Sie reagiert auf Befehle.
Aber die musst du dann auch geben!
Sehr klar!

Es wird euch nicht gelingen, sie ins Licht
– wie ihr es kennt – zu führen.
Sie kennen diese Wahrnehmung nicht.

Sondern lass sie den Weg
in die Anderswelt visionieren.
Sie werden von Bergen reden und von Höhlen.
Dann verwehre ihnen das nicht,
sondern animiere sie,
genau dorthin zu gehen.
Es ist ihre Wahrheit, ja?

H: Hm, hm.

E: Hast du noch Fragen dazu?

H: Ja, eigentlich viele.
Also, ich soll sie animieren,
in die Berge und Höhlen zu gehen.

E: Nenne es Anderswelt.

H: Ja, okay, in die Anderswelt zu gehen.
Und wenn sie das nicht tun,
was dann?

E: Sie werden es tun.

H: Ja?

E: Du musst ihnen klar machen,
dass das Ende ihrer Aufgabe
an jenem Ort gekommen ist.
Dass sie jetzt gerufen werden
aus der Anderswelt
und sie nun gehen dürfen, ihren Meister zu finden!
Ja?

H: Ja.

E: Sie dachten,
dass dieser Weg für sie verschlossen wäre.
Und dass sie unermüdlich
an jenem Platze dafür sorgen müssten,
dass Unheil geschieht.

Jetzt ist dies vorbei.
Und du kannst ihnen sagen:
Jetzt dürfen sie in ihre Höhle gehen.
Sie wissen genau, was gemeint ist.

H: Und als wen soll ich mich ausgeben?

E: Sag, du bist ein Meister.

H: Ich bin ein Meister, okay.

E: Was Evas Zwangshandlung angeht,
das ist das Weib:
zänkisch, verbittert und gnadenlos in ihrer Bereitschaft,
Andere zu verurteilen
und das Finsterste zu finden, was möglich ist.

Es wird leicht sein, sie dazu zu bewegen,
zu gehen.
Denn Eva langweilt sie.
Eva ist nicht böse genug,
um sich wohl zu fühlen.

Und das möchte ich hier
auch noch abschließend erwähnen:
Eva, du bist überhaupt kein guter Ernährer dieser Wesen.
Du liebst immer noch zu sehr das Leben!

Nun fasse Mut und erinnere dich an deine Liebe! 
Sie ist nicht verloren,
sie ist verschüttet unter all dem Alten.
Es wird Zeit, dass dies ein Ende hat.

Danke schön.

H: Danke, Elia.