Elia – Euer Haus steht auf einer alten Marien-Kapelle…

Eurer Haus steht auf einer alten Marien-Kapelle,
die allerdings über den Platz
einer Kapelle
für Irminsul gebaut wurde.

Das war ein germanisches Heiligtum,
das der Muttergöttin gehörte.

Die wiederum wurde über der heiligen Stätte
einer keltischen Muttergöttin gebaut.
Also wenn jemals archäologische Grabungen stattfinden sollten
– ich hoffe, das bleibt euch erspart –
dann würde man dort allerhand noch finden können.

 Elia

Zu Gast sind Juliane und Harry.

E: Wir fahren fort.
Ich wurde von Uta gebeten, noch etwas zu Mozart zu sagen.

Er hat einen Identitätsverlust!

Nicht, dass er nicht weiß, dass er Mozart ist.
Aber wer Mozart war, das kann er gar nicht mehr wissen.

Er hat seit seinem Tod danach gesucht, wer und was er ist.
Aber es gibt keine Worte für ihn, um sich zu erkennen.

Es gibt nur die Wahrheit des Erfüllt seins von heiliger Musik.
Das waren die Momente, in denen er mit sich identisch war.

Also ist dies das höchste Maß an gelebter Liebe,
das ihm zu Verfügung steht.


Bitte, lieber Harry, mach ihm klar,
dass er absolute Liebe erwarten darf.

Mach ihm klar,
dass bei allen peinlichen,
ungeschickten bis boshaften Taten ihm verziehen wurde
und dass das alles nichts ist
im Vergleich zu der Liebe,
die ihn nun willkommen heißt.

Und sage ihm:
Sie ist alles!

Es ist Freude,
es ist Geborgenheit,
es ist Heimat.
Und es ist,
wie er es haben möchte:
still, klein,
zart oder gigantisch,
gewaltig und berühmt.

Sag ihm das.

H: Ja, das werde ich tun.

E: Begegne ihm nicht väterlich,
sondern brüderlich.
Das kann er leichter ertragen, ja?

H: Ja.

E: Gut.
Nun aber zu euren weiteren Anliegen.

H: Wir wollten dich fragen,
was es mit unserem Haus,
dem Grundstück und dem Garten,
der sich so entfaltet hat durch die Arbeit von Juliane,
auf sich hat.

E: Ja.
Euer Haus steht auf einer alten Marien-Kapelle,
die allerdings über den Platz einer Irminsul-Kapelle gebaut wurde.
Wisst ihr, was ein Irminsul war?

H: Nein.

E: Das war ein germanisches Heiligtum,
das der Muttergöttin gehörte, ja?

H: Hm, hm.

E: Die wiederum wurde über der heiligen Stätte
einer keltischen Muttergöttin gebaut.
Also wenn jemals archäologische Grabungen stattfinden sollten
– ich hoffe, das bleibt euch erspart –
dann würde man dort allerhand noch finden können.

Es steht natürlich nicht zufällig dort, sondern
– und das möchte ich noch mal betonen –
ihr seid hergekommen in diese Welt als Lehrer und Heiler!

Und es wäre dumm,
wenn jenseitige Heiler und Lehrer,
die euch leiten,
euch nicht Orte vermitteln würden,
an denen ihr Energie schöpfen könnt!
Nicht wahr?

H: Hm, hm.

E: Das mag so sein für eine Zeit,
um euch zu lehren,
aber nicht auf Dauer, ja?

Wichtig ist mir, euch mitzuteilen:
Dass ihr bitte weiterhin im Bewusstsein lebt,
dass ihr diesen Ort ins Leben
– Achtung, Harry! –
Rück – erweckt.

Denn genauso wie ein Mensch eine Seele hat,
beseelt ist,
so ist auch durchaus ein Ort
im weitesten Sinne beseelt!


Es ist zum einen deine Arbeit,
zum anderen aber auch deine Arbeit, Juliane.
Beides fügt sich hier
und regeneriert eine Energie,
die über viele Jahrhunderte missbraucht wurde.

Wir können Orte aktivieren
und wir können sie fast zum Verstummen bringen.
Achtung und Respekt vor dem,
was da ist:
Es ist ein Hort tiefster, nährender Energien.


Es geht ums Nähren.
Es geht hier nicht um Macht.
Es geht hier nicht darum, zu streiten.
Es geht ums Nähren.
Das ist die Kraft des Ortes!

Lasst viele Dinge wachsen,
die der Ernährung dienen.

Lasst viele Dinge geschehen in diesem Haus,
die mit Nahrung geben zu tun haben!
Im Übertragenem wie im Wirklichen.

Juliane: Ich muss aber nicht Gemüse pflanzen, oder?

E: Hast du die Schönheit eines Kohlkopfes noch nicht erkannt?

J: Nein, ich wollte Blumen und kein Gemüse.

E: Versuch es doch mit Beidem!

J: Na gut.

H: Wie wäre es mit Tomaten?

E: Darf ich dir sagen, warum ich das vorschlage?

J: Ja, bitte.

E: Blumen nähren die Seele,
ihr Duft nährt das Gehirn!
Wusstest du das?

J: Hm, hm.

E: Aber Leben, Juliane,
auch wenn es schwer fällt:
Du bist mehr als Gehirn und Seele,
du bist auch Bauch!

E: Es gibt gar köstliche Dinge.
Kräuter heilen den Körper.
Achtung vor allem, was nährt!
Damit stärkt ihr ungemein.
Was wäre unvergleichlich schöner
als frische Erdbeeren oder ein Apfel.
Hast du einmal einen Apfel
waagerecht durch geschnitten?

J: Nein.

E: Das solltest du tun.
Dann siehst du in seinem Inneren
das exakte Abbild der Blüte.
Ein bisschen sieht es genauso aus wie die Blüte:
die gleichen feinen Schleifen, der Stern in der Mitte.

So trägt der Apfel in sich das Abbild seiner Vergangenheit
und gleichzeitig sind ihm die Apfelkerne
der Beginn seiner Zukunft.


Wie viel Mystik steckt in jedem Nahrungsmittel!

Es lohnt sich, dort hin zu schauen.
Die Signatur der Pflanzen, Juliane.
Ich hoffe, ein wenig Begeisterung wecken zu können.

J: Ja.

H: Wir haben an einem Abend
im Garten an der Stelle hinten,
wo diese Petunien waren, gesessen.

Ich habe – ich nenne sie mal –
„Wächter“ wahrgenommen
und Juliane eine große, weiße Frau.
Ist das aus dieser alten Zeit?

E: Ja, die weiße Frau ist die Mutterseele.
Die Wächter jedoch,
die sind euch von uns dort hin gestellt.

Die braucht es noch eine Weile.
Ich bitte, fürchtet euch nicht!
Ich will euch nicht erschrecken.
Aber damit ihr in Frieden ruhen könnt,
haben wir um euch einen Energie-Kranz gelegt,
der euch beschützen wird.
Das ist notwendig!
Und das ist etwas,
was wir auch gerne für euch tun.
Dass ihr es seht, war Absicht!
Damit ihr lernt, zu vertrauen,
dass nicht nur ihr dafür zuständig seid,
dass es euch gut geht, sondern wir auch!
Ja?

H: Das ist schön.
Das beruhigt sehr.

E: Ja.
Ihr könnt nicht ununterbrochen wachsam sein
und in der Liebe bleiben!
Das ist unmöglich.
Sondern es ist wichtig, wirklich wichtig,
Verantwortung, die ihr nicht tragen könnt,
an uns abzugeben,
an Gott abzugeben!

Vieles kann der Mensch gar nicht,
aber es ist, wie es ist:
Der Mensch ist klein.

Gott ist groß.
Darüber mag man sich gedemütigt fühlen…
Aber man kann, wenn man weise ist,
sich damit auch frei fühlen!
Wir schützen euren Ort!
Ja?

H: Ja, schön.

E: Gut.

H: Ich werde mein Zimmer oben einrichten, bald.
Dort wird mein Flügel stehen, meine Arbeitsstelle.
Und ich habe ein sehr wohliges Gefühl dabei.
Das Schlafzimmer ist daneben.
Was hältst du davon?

E: Ich denke, es kann nicht besser sein.

H: Gut.

E: Denn was euch befruchtet,
ist doch eure Liebe.
Vergiss es nie!

Es mögen Zeiten kommen,
die euch schwer sind.

Es mögen Dinge geschehen
und Gedanken gedacht
und Gefühle gehabt werden,
die unsinnig sind.

Aber eure Liebe verlässt euch nie.

Deshalb ist es gut, dort zu arbeiten,
wo die Kraft am Stärksten fließt.

Und für dich, liebe Juliane, ist es gut,
immer wieder in diese Kraft hineinzugehen!
Ja?
Immer wieder in ihm
und mit ihm die gute Erde zu fühlen.

Es ist die Vereinigung des Materiellen
mit dem Nicht-Materiellen.
Es ist das gegenseitige Durchweben
und Durchdringen,
das Leben schöpfen im Jenseits wie im Diesseits.


Es gäbe nichts,
würden sich diese beiden Pole nicht befruchten.

Weder die Materie noch das Geistige
sind einander untergeordnet!

Sondern Eines ist im Anderen,
so wie im Apfel die Apfelblüte steckt.
Man muss nur richtig hinschauen.


Liebe bedeutet, das Vollkommene im Anderen zu wissen:
sein Vollkommenes.

Ich wünsche euch ein Leben,
in dem ihr niemals aufhört,
immer wieder neu das Vollkommene im Anderen zu finden!

Ich wünsche euch die Kraft,
eure tiefsten Ängste miteinander zu lösen!

Juliane,
du hast in deinem Leben Mangel an Mütterlichkeit erlitten.
Und Harry,
du hast Mangel an guter Väterlichkeit erlitten.
Nun trifft sich beides wieder!

Zwei mit ihren Mängeln behaftete Menschen,
die einander zu helfen,
den Mangel zu überwinden.

Ist das nicht wunderbar?
Gibt es Heiligeres?
Gott verbindet, was er will.

Er fragt nicht nach dem Verstand.
Er nimmt keine Statistik zur Hilfe
bei seiner Entscheidungsfindung.
Er liest keine medizinische Fachliteratur.

Wie macht er das nur?
Er ergänzt Stärken
und lindert Schwächen.
Und dann hat man das Gute da!


Ich wünsche euch gesegnete Zeiten.

Ich wünsche euch den Mut zum Gebet.
Und ich wünsche euch die Kraft dazu,
ein breiter Berg zu werden.
Gott segne euch!

Hajo: Danke, Elia.