Königin

Schutzengel – Stell dir einmal vor: Dass dein Selbst ein Königshof ist…

Stell dir einmal vor:
Dass dein Selbst ein Königshof ist,
der sich aus allen deinen Wesens-Anteilen
zusammensetzen würde.

Zuerst haben wir da natürlich den König selbst,
der ist dein Selbst!
Das, was du als „Ich“ bezeichnest.
Dieses Selbst oder
dieser König,

der hat natürlich seine Minister.
Und von denen ist jeder für etwas Anderes zuständig.
Schutzengelkontakt

Ich bitte meinen Guide,
mich mit dem Schutzengel von Karin zu verbinden,
Karin bittet um diesen Kontakt.

Ich gehe in einer sehr grünen Landschaft:
sanfte Hügel, Felder mit Hecken umgrenzt.
Die Luft ist klar und würzig wie nach einem langen Sommerregen.
In der Ferne sehe ich eine Kirche:
ein Bau aus grauen Feldsteinen.
Ich habe den Eindruck,
dass mein Weg dorthin zu führen hat.

Plötzlich läuft ein kleines Hündchen neben mir,
weiß-braun gefleckt.
Es springt es fröhlich an mir hoch,
hinter mir die Stimme einer Frau:
Ach, Alfons, lass das doch!


Ich drehe mich nach dieser Stimme um:
Eine Frau mittleren Alters,
das braune Haar zeigt erste weiße Strähnen.
Die braunen Augen schauen angestrengt,
als fiele ihr das Sehen schwer,
was dem sonst so gütigen, runden Gesicht
einen seltsam angespannten Ausdruck verleiht.


G: Ah ja!
Ich konnte wirklich kaum sehen in dem Leben hier!
Ich habe fast vergessen, dass es dazu gehörte.
Oh, aber das sollte ich besser beheben,
du würdest den Weg mit mir als sehr angestrengt erleben.

Wenn ich mich richtig erinnere,
gab es nur zwei Möglichkeiten:
Entweder tastete ich mich mit dem Stock mühselig voran
oder ich geriet ständig ins Stolpern.
In beiden Fällen kam ich stets langsam an mein Ziel.

Das will ich dir nicht zumuten!
Obwohl die Langsamkeit seine Vorteile hat:
Sie lässt die ganze Aufmerksamkeit auf das ruhen,
was UNMITTELBAR vor dir liegt und verhindert,
in die Ferne abzuschweifen…


Aber lassen wir das!
Du brauchst gar nicht fragen!
Natürlich bin ich der Guide von Karin!

Karin, ich bin weiblich.
Ich hoffe, dass ich damit die richtige Wahl getroffen habe,
dir so zu begegnen?
Ich bin mütterlich.
Ich hoffe, auch damit die richtige Wahl getroffen zu haben,
dir zu begegnen.
Wenn auch meine Art der Mütterlichkeit eine andere ist,
als du sie kennst.

Liebes Kind: Darf ich dich wohl so nennen?
Ich will damit nicht sagen, dass du kindisch seist!
Ich will mich damit auch nicht dir gegenüber höher stellen.
Aber in meiner Seele trage ich mütterliche Gefühle für dich
und das Heiligste aller mütterlichen Gefühle allemal!


Ich will, dass du lebst!
Ich freue mich täglich daran, dass du BIST.

Einer muss es ja tun? (Lächelt.)
Ja, Einer muss es tun!
Aber besser wäre:
DU selbst würdest es tun, meine Liebe.

Das ist so schwer?
Ach… (seufzt).
Ja!
Und gerade das ist meine Aufgabe,
dich so führen und zu leiten,
dass du das wieder kannst.
Du hast es verloren, mein Lieb,
irgendwo hier auf dem Weg dorthin
(zeigt mit dem Kopf zu der Kirche).


Karin:
Immer geht eine Seele den Weg, der ihr wahr erscheint.
Aber das Dumme daran ist:
Um alle Wahrheit zu begreifen,
ist sie in ihrem Bewusstsein noch nicht reif genug!
Darum begreift sie von der Wahrheit nur das, was ihr begegnet!

Natürlich findet sie Belehrung!
Sowohl in der jenseitigen Welt
als auch in der materiellen Welt wird Belehrung angeboten!
Doch begreifen kann sie eben nur,
was sie nachvollziehen kann!


Man könnte meinen:
Was hindert denn eine Seele im Jenseits daran,
ALLES zu begreifen?
Ist denn dort nicht ALLES da, was ist?

Doch, theoretisch ist das so!
Pragmatisch ist es aber so,
dass Seelen aus vielerlei Gründen Hemmungen haben,
sich dem ganz zu öffnen!


Sich der Wahrheit,
sich der Gotterfahrung,
sich der Selbsterfahrung ganz und gar zu öffnen:
das erfordert Mut und Demut!
Und da im Jenseits der Seele nur das begegnet,
was sie Angst-frei annehmen kann:
Da müssen die Seelen den Weg durch die Inkarnationen gehen,
um durch das Erleben mehr und mehr
ihre Hemmungen zu verlieren!


Karin, wenn ich sage:
– Ich freue mich, dass DU BIST –
Dann beschränkt sich diese Freude
nicht auf deine gegenwärtige Inkarnation,
sondern auf dein ganzes umfassendes Selbst!
Auf das, was du bist sowohl im irdischen Jetzt
als auch im ewigen Sein.
Ich kenne dich und freue mich an dir!

Du aber?
Du hast Teile deines Selbstes
nicht mehr im Bewusstsein!

Es ist, als wäre deine Persönlichkeit aus scheinbar
unzusammenhängenden Einzelstücken geschaffen!
Ein Puzzlespiel, das einfach nicht zusammenpassen will.
Wie könnte es auch?
Es fehlen dir Teile in deinem Bewusstsein!
Und so lange sie fehlen, ist dir nicht klar, wer du bist!


An der Stelle aber:
An der dir das Bewusstsein fehlt, ist Angst!
Eine unsägliche Angst davor:
Dass diese fehlenden Teile
etwas überaus Schreckliches sein könnten!

Ja, mein liebes Herz!
Ich weiß, wie schwer es ist, sich diese Angst anzusehen!
Ich will dich damit auch gar nicht quälen.
Ich möchte dir nur soviel sagen:
Nicht die quälenden Teile sind zu „falsch“!
Sondern die Angst vor ihnen!


Du denkst:
Angst sei dein Feind!

Karin?
Angst ist kein Feind!
So lange die Angst gesund ist!
Ist sie aber außerhalb ihrer Zuständigkeit tätig,
dann ist sie ver-rückt!

Stell dir einmal vor:
Dass dein Selbst ein Königshof ist,
der sich aus allen deinen Wesens-Anteilen
zusammen setzen würde.


Zuerst haben wir da natürlich den König selbst!
Der ist dein Selbst.
Das, was du als „Ich“ bezeichnest.
Dieses Selbst oder dieser König:
Der hat natürlich seine Minister.
Und von denen ist jeder für etwas Anderes zuständig!

Schauen wir uns die Zuständigkeiten an.
Zuerst einmal haben wir den Bildungsminister.
Der ist zuständig dafür:
Dass der König alles lernt und versteht,
was in ihm und um ihn herum stattfindet.

Man könnte auch sagen:
Dass er der Verstand ist, aber das ist zu wenig.
Der Verstand gehört nur zu diesem Ministerium!

Um wirklich alles zu verstehen,
braucht der Bildungsminister
auch die Emotionen und
auch die Weisheits-Fähigkeit
und vieles Andere mehr!
Ich will das hier nicht im Einzelnen aufführen.

Mir ist nur wichtig, dass du verstehst,
dass deine „Bildung“ etwas ist,
das seinen festen Platz hat:
Verstehen,
analysieren,
einordnen!
Das ist hier die Arbeit,
die getan werden muss!
Damit der König nicht verblödet!


Dann haben wir den Minister für Soziales:
In seinen Wirkungsbereich fällt alles,
was mit dem MITEINANDER zu tun hat.
Nicht nur das Miteinander zwischen Menschen, die dir begegnen!
Sondern auch mit Tieren, Pflanzen.
Und über die materielle Welt hinaus mit allen Wesenheiten,
die eine Seele haben!


Als Nächstes haben wir
– wie es sich für ein anständiges Königreich gehört –
natürlich auch den Minister für Verteidigung.


Ja, Karin, du hast den!
Jeder hat ihn und
Jeder braucht ihn!
Diesem Minister erweist du als König allerdings wenig Ehre!
Er scheint dir ein ziemlich schlimmer Kerl zu sein!
Und am Liebsten würdest du ihn ganz tief unten
in den Kellern deines Schlosses verstecken.

Die Sache ist nur die:
Da unten nützt der dir gar nichts!
Denn wenn du angegriffen wirst:
Dann kommt der Bursche entweder zu spät
oder er ist so außer sich, dass er nicht weiß,
was taktisch klug wäre…


Mein Rat an dich wäre also:
Dass du ihn wieder mit in deinen Regierungs-Rat holst.
Das hätte auch den Vorteil:
Dass er nicht auf DICH so wütend sein muss.

Du weißt schon, was ich meine:
Du tust dir selbst viel zu oft Weh!


Dann hätten wir da natürlich auch den Justizminister.
Den braucht ein gutes Königreich einfach!
Ohne Gesetze geht nun einmal nichts!
Das muss eine souveräne Persönlichkeit sein!
Das versteht sich von selbst.

Denn der Justizminister,
der muss unter Umständen sogar dem König einmal sagen:
Du, König:
Was du da jetzt machst, das ist ist außerhalb unserer Gesetze!
Das ist ja gut, wenn der das kann, denn auch Könige können irren!

Aber, meine liebe Karin:
Dein Justizminister, ach, was soll ich sagen?

Während alle anderen Minister wissen,
dass sie dir untergeordnet sind,
weiß der das nicht mehr!
Um genau zu sein:
Der weiß überhaupt nicht, wo er hingehört.
Der irrt durch dein Schloss
und ist einmal hier und einmal da.
Natürlich macht er,
was seinem Wesen entspricht: Er urteilt.

Die Sache ist nur die:
Er weiß Erstens nicht, wozu er sich äußern soll und wozu nicht.
Und um dem Ganzen die Krone aufzusetzen, weiß er auch nicht:
Nach WELCHEM Gesetzbuch er urteilen soll.
Der ist so durcheinander!
Dass er manchmal sogar auf dem Thron sitzt
und sich selbst für den König hält!

Kurz und gut: Der ist völlig verrückt!
Ich sag dir das nicht gern, aber es ist so.
Dieser Justizminister führt nur zu einem:
zu einer tiefen Verunsicherung!
Und falls du dich fragst:
Was diese Verunsicherung bewirkt?
ANGST!

Es ist ja keiner mehr sicher, ob das, was er macht,
dem geltenden Gesetz entspricht.

Nun ist es nicht so,
dass an deinem inneren Königshof nur Minister wären.
Es gibt da noch Zwei,
die auch von großer Bedeutung sind.

Zum Einen ist da der Priester.
Er hat zwar keine direkte Macht wie die Minister,
aber er könnte starken Einfluss auf alle nehmen!

Er könnte zum Beispiel dem Kriegsminister sagen:
Du musst gar nicht in den Keller,
so ein übler Bursche bist du gar nicht!

Gott wollte ja, dass es dich gibt.
Am Besten setzt du dich hier zu uns.
Und weil du so viel Kraft und Energie hast,
kämpfe doch mal für mehr Spielraum für unseren König.

Sieh doch mal zu,
dass unser König wirklich seine Kreativität
und seine kindliche Schaffensfreude umsetzen kann!
Dann geht’s uns allen besser,
dann hat unser König auch wieder mehr Selbstbewusstsein!


Ich weiß von Gott,
dass du das hier und da auch erstreiten musst,
mach das mal, das ist in Ordnung!
Gott will ja, dass unser König einer ist:
Der es liebt, zu zeigen, was er Tolles kann!

Da gibt’s schon mal Neider!
Und wenn du dich um die kümmern könntest,
das wär schon in Gottes Sinn!

Das etwa würde ein guter, innerer Priester
– dessen Aufgabe es ist,
die Verbindung zwischen Gott und dir aufrechtzuerhalten –
dem Kriegsminister sagen.
Außer dem Priester haben wir noch Jemanden,
der kein Minister ist.

Das ist der Hof-Arzt.
Der ist dafür zuständig,
dass du dich deines Lebens sicher fühlst.
Dass er zur rechten Zeit die rechte Medizin weiß!
Dass er aber auch dafür sorgt,
dass du gar nicht erst an Körper und Seele krank wirst!

Dieser Arzt nimmt seine Aufgabe durchaus ernst,
allerdings nur den ersten Teil!


Das Einzige, worauf er schaut,
ist das, was fehlt!
Nichts scheint je wirklich gut genug zu funktionieren.

Dem müsste der Priester sagen:
Pass mal auf, das ist ganz toll,
wie du dich um die materiellen Sicherheiten sorgst.
Die Sache ist aber die, lieber Arzt:
Du guckst dauernd zu spät auf den Patienten.
Dein Job ist es doch auch, zu verhindern,
dass wer überhaupt zum Patienten wird!

Ich weiß von Gott,
dass er König Karin wohl beschaffen ausgerüstet hat. 
Da sind Heilungskräfte, die völlig in Ordnung sind,
auch wenn es immer mal wieder was zu reparieren gibt
und nicht alles dem Standard der Zeit entspricht.
Im Großen und Ganzen kann man doch zufrieden sein.

Also es wäre schön, wenn du ihr hilfst,
ihr Leben als das zu betrachten, was wahr ist.
Es reicht alles, solange es Gottes Wille ist, dass sie lebt.


Du merkst schon:
Mit dem Priester hat es so seine Bewandtnis.
Der sagt nicht, was er sagen müsste!
Auch nicht dem Justizminister.
Der hätte es natürlich am Nötigsten.

Was er dem sagen würde?
Vielleicht Folgendes:
Nimm dich doch nicht so wichtig!
Alle deine Regeln und Gesetze
sind doch nicht Gerechtigkeit.
Gerechtigkeit, die gibt es nur in Gott.
Und Gott, der übt Gerechtigkeit aus Liebe heraus.
Ohne diese Liebe ist ein Gesetz NICHTS!


Mit deinen vielen Regeln und Grenzen und Befürchtungen
bewirkst du keine Gerechtigkeit, sondern Scham.
Nichts gegen Scham, nichts gegen Reue!
Es ist schon so:
Auch unser König macht Dinge falsch
und auch unser König kann Dinge nicht!
Er ist ja nur ein kleiner König.


Aber was du da machst, ist:
Dass du gar nicht darauf schaust,
wie das WESEN unseres Königs ist!
Und du nicht achtest, dass es Dinge gibt,
die er nicht können und nicht verstehen kann,
weil es nicht in ihm angelegt ist!

Das hört jetzt mal auf!
Der oberste Richter kannst nicht du sein,
das ist nur der, der Karin erschaffen hat!

Ja, Karin!
Wenn dein innerer Priester das so sagen würde,
dann wäre Schluss mit der Angst,
irgend wie UNHEIMLICH falsch zu sein!

Leider sagt der das nicht, leider ist er der Meinung,
dass du ganz besonders GUT zu sein hast!
Ein guter Mensch und alle Anderen sollen das auch sehen!
Er ist kein Priester, der dir die Gnade Gottes bringt!
Sondern einer, der fordert und fordert!


Und jetzt komme ich zu der Inkarnation zurück,
in der dies seinen Anfang nahm.
Hier im ausgehenden Mittelalter in Britannien:
Du warst eine Herzogin!
Treu und gläubig versuchtest du,
vor den Augen Gottes GUT dazustehen.

Den Weg, den ich gerade mit Uta gehe,
den bist du barfuß gegangen, bis deine Füße bluteten!
Warum?
Weil du nicht so gut warst,
wie du meintest, vor Gott sein zu müssen.

Du dachtest, dass dein Schmerz Gott milde stimmt.
Was für eine unsinnige Vorstellung!

Aber das war eben deine Reaktion auf die Zeit und die Moral,
in die du geboren wurdest.

Du warst so ergriffen von der Vorstellung,
nicht sündigen zu dürfen, weil du sonst in die Hölle kommst,
dass du dir selbst und allen Anderen
das Leben zur Hölle gemacht hast!


Und das alles war nichts als Hochmut!
Der Versuch, die Tatsache zu verdrängen, dass auf der ganzen Welt
nicht ein einziger Mensch GERECHT / RICHTIG ist!
Auch du nicht!

Bis heute ist in deiner Seele der Schmerz da,
nicht vollkommen genug zu sein.
Und die Angst,
dass es irgendwo in deinem Unbewussten etwas geben könnte,
dass bis in alle Ewigkeit unverzeihlich finster sein könnte.

Es ist aber nicht so!
Die Wahrheit ist:
Du bist MENSCH!
Du hast Defizite!
Du hast Schatten wie alle Anderen auch.

Was ist zu tun?
Dich selbst verletzen?
Dich selbst zu Tode ängstigen?
Dich selbst beschämen?

Das ist doch tiefstes Mittelalter!

Was wirklich zu tun ist, ist:
Sich so weit – wie es dir möglich ist –
zu verbessern eingedenk der Tatsache,
dass ein völliges Fehlen von Fehlern unerreichbar ist.

Karin?
Niemand braucht dein Leiden!

Du nicht!
Denn du entwickelst dich nicht weiter,
wenn du deine ganze Aufmerksamkeit zu einseitig auf das lenkst,
was du nicht bist
oder nicht hast
oder nicht kannst.

Lerne vielmehr:
Dich an dem zu freuen, was du bist
und was du hast
und kannst!
Und versuche, das noch zu vervollständigen.

Andere brauchen dein Leiden auch nicht!
Denn wer dein Leiden am Leben nötig zu haben glaubt:
Der muss noch viel, viel mehr lernen als deine Seele.

Und dessen innerer Priester ist vermutlich ganz und gar verrückt!
Und Gott?
Er will dein Leiden nicht!
Er ist unser aller Vater!
Und welcher Vater will, dass sein Kind leidet?

Er will nur eins: Dass du weiter wächst!
So weit, wie er es dir möglich macht.
Mehr ist nicht nötig, zu beherzigen.


Karin, was deine Seele sich vorgenommen hat,
ist keine Kleinigkeit!
Im Gegenteil:
Es ist das Wesentlichste in der Entwicklung überhaupt.
Du willst du Selbst sein!

Noch ahnst du nicht,
dass dieser Weg ein Weg reiner Freude ist.

Noch ahnst du nicht,
dass es ein Weg des Friedens ist: mit dir,
mit der Schöpfung,
mit Gott…

Aber es ist gut, sehr gut,
dass du ihn antrittst!
Und wo immer ich dir helfen kann:
Ich will es gerne tun!


U: Vielen Dank,
ich kenne noch nicht einmal deinen Namen?


G: Nenne mich Sofia.


U: Sofia, darf ich dir jetzt die Fragen von Karin stellen?


G: Ja, natürlich gerne.


U: Karin fragt: Warum bist du mein Schutzengel?


G: Karin, in vielen Inkarnationen
waren wir gemeinsam auf dem Weg, auch in dieser hier.
Damals war ich deine Amme.
Es schmerzte mich, dich leiden zu sehen!
Und doch konnte ich nichts tun, deinen Schmerz zu lindern.

Heute darf ich dir helfend zur Seite stehen
und darüber bin ich sehr froh.


U: Sie fragt weiter, woher ihre Ängste kommen?


G: Ich hoffe, ich habe es dir erklärt:
Auf der tiefsten Ebene kommen sie daher:
Dass deine Seele meint, nicht gut genug zu sein,
um eine Existenzberechtigung zu haben.

Auf der irdischen Ebene fanden sich entsprechende Muster
in früher Kindheit:
Das Eine bedingt das Andere.


Es ist die tiefe Angst, nicht zu genügen,
wenn du bist, wer du bist.
Und doch nicht anders sein zu können als fehlerhaft.
So fürchtest du überall die vermeintlich ausstehende Strafe!

Aber es gibt keine Strafe!
Was es gibt, ist: Ursache und Wirkung.

Natürlich machst du Fehler
und natürlich haben deine Fehler Wirkung.

Aber die Wirkungen sind dazu da,
zu lernen und zu verbessern,
was möglich ist!
Und zu akzeptieren, was noch nicht möglich ist,
um mit neuen Wahrheiten
ein Neues zu beginnen!


Deine Ängste sind ein „Schutz“
vor deiner eigenen Ich-Überforderung! 
Aber sie sind lästig
und das ist auch gut so!
Wären sie es nicht,
würdest du nicht fragen.


Schau auf die Überforderung, Karin,
vor die dich deine Ängste zu schützen versuchen.
Schau dir an:
Wie realistisch die Meinung deiner Seele wirklich ist!
Und ob du dieser Überforderung
nicht auch anders begegnen kannst.


Zum Beispiel beim Autofahren!

Karin, du bist eine mediale Seele!
Du KANNST gar nicht anders,
als die Emotionen der Anderen wahrzunehmen.

Und das bedeutet:
Dein Gefahren-Bewusstsein bezieht sich nicht nur
auf die tatsächliche Verkehrslage!
Sondern auch noch auf die emotionale Verkehrslage.

Das ist in der Tat eine Überforderung deiner Seele.
Dazu kommt die Angst,
dich SCHULDIG machen zu können,
die ohnehin eine ständige Hintergrund-Melodie deines Lebens ist.


Wir haben also eine dreifache Überforderung!

Außerdem, Karin, kommst du aus einer Sippe,
in der Angst stärker empfunden wird als im Durchschnitt.
Dein GENOM ist also eine weitere Ursache:
Eine Ursache, die Wirkung zeigt!


Ängstlich zu sein, hat deine Vorfahren zum Beispiel davor bewahrt,
in einer schrecklichen Brandkatastrophe umzukommen.
Es würde dich also gar nicht geben,
wenn dieses Genom nicht da wäre!

Du musst also lernen, welche Angst welche Ursache hat
und welchen Vorteil.

Es gibt Vorteile,
die größer sind als die Last, die damit verbunden ist.

Und es gibt Ursachen,
die unauflösbar zu deiner Persona gehören.
Aber auch solche, die überlebt sind!

Die Angst vor dem Verlassen sein:
Die hat ihre Ursache in deiner Kindheit.

Sie hat keinerlei Vorteil!
Für dich nicht,
für Andere nicht.
Sie ist aber als Kind berechtigt gewesen und nützlich.
Jetzt brauchst du sie nicht mehr!

Sondern du darfst dich durchaus
auf deinen „Minister für Soziales“ verlassen,
dem es schon Jahrzehnte lang gelungen ist,
immer wieder Beziehungen
mit anderen Menschen herzustellen.


U: Welche Aufgaben hat Karin in dieser Inkarnation?


S: Ich bin versucht, zu sagen:
dein Selbst zu akzeptieren.
Aber ich will vorerst einen Aspekt herausheben.

Karin, du willst lernen:
POSITIVE Erfahrungen mit deinem ICH zu machen.

Das ist neu!

Du hast bis jetzt deinen Blick auf das gerichtet,
was negativ war oder zumindest unzureichend!
Deshalb ist dieses Leben dazu da,
deine eigenen Richtlinien zu hinterfragen!

Ich denke, du hast schon recht gute Arbeit geleistet!
Findest du nicht auch?
Erinnere dich einmal, wie du als 18-Jährige warst!

Du bist ein Mensch geworden,
der ein guter Freund sein kann
und nicht nur gute Freunde HABEN will.
Auch da hast du so gute Arbeit geleistet!

Aber um das zu schätzen, müsstest du nun anfangen,
mit zunehmend klarem Blick darauf zu schauen:
Was du kannst!
Und was einfach nicht drin ist.

Du kannst ein guter Freund sein, ja!
Aber du kannst eben nicht der Freund sein,
der sich aufopfert!
Du kannst NAH sein, ja!
Aber du kannst eben nicht verschmelzen!

Ich bin Ich!
Das ist, was du lernen willst, sagen zu können.

Ich bin Ich!
Nicht du
und auch nicht Gott.


U. Sie fragt, ob du ihr was zu ihrem Papa sagen kannst?


S: Er ist noch sehr müde, Karin.
Was er sich anzusehen hat,
das liegt noch unberührt vor ihm.
Aber es geht ihm dennoch gut.


U: Kannst du ihr Tipps für ihr weiteres Leben geben?


S: Nimm es Ernst, wenn ich dir sage:
Lerne dich kennen!

Nicht wie du wirkst, ist wichtig, Karin!
Sondern wie das Leben auf DICH wirkt!


U: Sie fragt schließlich,
ob du ihr ihre Stärken nennen kannst?


S: Karin, du könntest dich am Leben freuen,
du könntest Andere mitreißen in diese Freude.
Du könntest Jemand sein,
der Anderen hilft, sich selbst zu leben!

Denn dein Geist ist eigentlich ein Freigeist!
In dir ist so viel Kraft und Überlebenswillen!
Deine Welt ist arm an Menschen,
die dies in sich tragen!

In dir ist so viel Kampfgeist!
Du könntest vielen Mut machen,
dass es sich lohnt:
Immer wieder aufzustehen,
wenn man gefallen ist!

Das sind deine Stärken!

Wenn da nur nicht dein Justizminister wäre,
der dir immer wieder den Thron weg nimmt
und sagt:
Das ist alles falsch!
Das reicht alles nicht!
Das hat alles gar keinen Sinn!

Was meinst du: 
Wollen wir ihm nicht endlich
einen angemessenen Platz geben?
Da, wo er hingehört?

Damit er nicht mehr Angst,
aber Vorsicht auslöst,
nicht mehr Selbstverurteilung,
aber Demut?

Wollen wir es gemeinsam versuchen?
Dann lass uns anfangen!


Und als Letztes, Karin:
Man muss erst viel Wissen sammeln,
um dann die richtigen Fragen zu stellen.

Ich liebe dich sehr, mein Kind.
Gott sei mit dir!
Deine Sofia!