Elia – Deine Großmutter ist keine typische Belt-Bewohnerin!

Deine Großmutter ist keine typische Belt-Bewohnerin!
Sondern sie widmet sich ganz dir
aus ihrer Sorge heraus,

dass du in deiner Zielsetzung
vom rechten Wege abkommen könntest.

Vom rechten Wege abgekommen bist du in dem Maß,
in dem du mehr und mehr begonnen hast,
alte Regeln deiner Familie zu hinterfragen.

Elia

Zu Gast ist Rita.

Elia: Guten Abend, liebe Freunde.

Hajo und Rita: Guten Abend, Elia.


E: Ich begrüße dich herzlich…


R: Ich dich auch.

E: … und freue mich sehr, dass du bereit bist,
weiter auf deinem Weg zu dir zu gehen.
„Ich bin richtig“, das ist eine ganz neue Erfahrung für deine Seele.

R: Aha.

E: Das ist ein Weg, den du schon lange beschreitest.
Und jeder Schritt, den du tust, tust du wie ein Kind,
das ganz neue Fähigkeiten langsam und stetig erfahren muss.

Wenn eine Seele sich getraut, einen neuen Weg zu gehen,
dann ist das ein Prozess, der mit vielen Hindernissen verbunden ist:
innere Hindernisse.
Nicht nur, weil sie sich fürchtet,
sondern weil sie neue Fähigkeiten zu erwerben hat.

Wir wollen also dieses Wochenende keinesfalls nur unter
dem Aspekt der negativen Suche nach Angst-Auslösern sehen.
Sondern wir wollen unser Augenmerk
auf die neuen Fähigkeiten als sicheren Schatz richten,
damit du in dir zuversichtlich ganz allein Zuhause bist.

Und nun stell mir deine erste Frage bitte.

R: Ja, ich bin gekommen wegen
einer Anhaftung meiner Großmutter.
Und als Erstes wollte ich fragen, um welche es sich handelt.
Ist es die Mutter meines Vaters?

E: Ja.

R: Und wo habe ich dieses unbewusste „Ja“ gegeben?
Was habe ich gemacht, dass diese Anhaftung zustande kam?

E: Du hast keinen Auslöser in dem Sinn gesetzt,
dass ein besonderes Ereignis vorausgegangen wäre.
Es ist auch keine Anhaftung im üblichen Sinne.

Deine Großmutter ist keine typische Belt-Bewohnerin.
Sondern sie widmet sich ganz dir aus ihrer Sorge heraus,
dass du in deiner Zielsetzung
vom rechten Wege abkommen könntest.
Vom rechten Wege abgekommen bist du in dem Maß,
in dem du mehr und mehr begonnen hast,
alte Regeln deiner Familie zu hinterfragen.

Sie kam also nicht plötzlich mit einem Ereignis,
aber sie blieb dauerhafter, je weiter du auf diesem Weg
eben zu dir hin zum „Ich bin richtig“ gegangen bist…
Ja?

R: Hm.

E: Versteh bitte, dass es ein langsamer,
aber kontinuierlicher Weg der Besorgnis ist,
den sie gegangen ist.
Nicht aus Eigennutz, nicht um es besser zu wissen,
sondern aus Sorge.
Denn es geht ja nicht nur um dich.
Sondern jedes Mitglied der Familie,
das einen neuen Weg geht, das etwas Neues wagt,
gibt diese Erkenntnis gesagt oder ungesagt
an andere Familienmitglieder weiter.
Und zwar Generation für Generation.


Man muss nicht eigene Kinder haben.
Man muss nicht die Nachfahren kennen
und ist dennoch verbunden mit der Botschaft,
die das eigene Leben nun in die Sippe bringt.
Deshalb geht es deiner Großmutter um so viel.
Ja?
Verstehst du das?

R: Hm, hm.

E: Das ist aus ihrer tiefsten innersten Überzeugung heraus.

R: Um welche Familie geht es hier?
Ich versteh das nicht ganz.
Ist das die Seelenfamilie oder…

E: Nein, es ist wirklich deine Familie.
Wobei hier Beides bei einigen Personen ist:
sowohl Seelenfamilie als auch Sippe.
Das trifft auf deine Großmutter zu.
Ja?

R: Hm, hm.

E: Aber die Seelenfamilie hat auch ein großes Interesse daran,
dass die Großmutter sich weiter entwickelt.
Denn das tut sie nicht.

Sie verharrt in ihren Vorstellungen von dem, was richtig ist.
Sie ist sozusagen der Verwalter des Gewissens.
Da sie sich aber nicht weiter entwickelt,
belastet sie die gesamte Sippe damit.

R: Und was können wir tun?

E: Ich hoffe: überzeugen.
Ich hoffe, dass du in deiner Liebe zu ihr ihre Not erkennst.
Und dass du verstehst, sie davon zu überzeugen,
sich weiter zu entwickeln.
Der Weg steht ihr gänzlich offen.

R: Und was kann ich tun?

E: Mit ihr reden.
Hajo, ihr müsst bitte eine Familienaufstellung machen.

H: Selbstverständlich.

E: Ihre Seele spricht mit dir.
Aber was du verstehst, sind nur kurze Informationen,
sind Mitteilungen, Anordnungen, Warnungen.
Es ist kein wahrer Dialog.

Ihr könnt morgen diesen Dialog über Uta führen, ja?

H: Ja.

E: Du kannst in deiner Begegnung bleiben.
Du musst sie nicht verinnerlichen.

Sie bleibt außerhalb von dir,
was dich in deinen Antworten sehr viel klarer macht.
Was dir – da bin ich sicher –
auch viel verständlicher macht,
wie sehr sie Hilfe braucht.
Denn es geht ihr nicht gut damit.

Es geht ihr nicht gut mit ihren Regeln,
mit ihrer Gesetzlichkeit
und mit ihrer Angst vor Schuld und Sünde!
Ja?

R: Hm.

E: Wichtig ist auch, zu verstehen für dich,
dass es für dich auch eine Auseinandersetzung
von Gut und Richtig, von Schuld und Unschuld gibt.
Wie lange beschäftigst du dich schon
mit diesen Nachforschungen darüber,
was Wahr und Unwahr,
Schuld und Unschuld,
Weiß und Schwarz ist –
wie lange schon.
Und warum dies?

Eben weil der Beginn deines Lebens
über viele Jahre davon geprägt war:
„Was ist richtig?“

Hier hat letztlich auch die Stimme deiner Großmutter
dich dazu gebracht,
dich mit dieser Thematik noch mehr zu beschäftigen.

Schuld loslassen, Verantwortung loslassen,
das ist ein Thema deiner Seele, das sehr alt ist.
Das ist etwas, was dich zutiefst berührt.
Und es ist etwas, was du nur zögerlich dir zutraust.
Nichts schreckt dich mehr als die Vorstellung,
an einem anderen Menschen schuldig zu werden.
Das willst du nicht!

Das ist die Angst, die dahinter steckt:
am Anderen schuldig werden.
Und das ist etwas, das du mit deiner Großmutter gemein hast.

Auch sie wollte bitte nie an Jemandem schuldig werden.
Strenge Systeme des Rechts und des Unrechts scheinen denen,
die ihnen anhängen, davor zu schützen, schuldig zu werden.

Aber du bist weiser geworden und reifer und du siehst,
dass es so nicht ist!

Dennoch hat die Stimme deiner Großmutter soviel Platz in dir,
weil ihr als Seelen die gleiche Angst habt.

Und es ist wichtig für dich,
dass du aus dieser Angst herauskommst.
Dass du dein Leben überprüfst und siehst,
wie sehr gut du dich auf deine Herzensbildung verlassen kannst,
aus der heraus du handelst, wie es recht ist.
„Ich darf dem Urteil meines Herzens vertrauen
und folge meinem Herzen.
Ob daraus Wohl oder Wehe entsteht
bei einem anderen Menschen,
das liegt – sofern ich denn in Liebe gehandelt habe –
nicht in meiner Verantwortung.“

Ja?

R: Hm.

E: Aus der Mitte des Herzens heraus
wirkst du Wärme, Ermunterung, Stärkung.
Aus der Mitte deines Herzens heraus
darfst du zuversichtlich ein wahrer Mitmensch sein.

Doch wenn du dir nicht bewusst bist,
wie warm, wie gut diese Mitte ist, dann kommt die Angst.
Dann schweigst du, obwohl du reden müsstest
oder redest, um nichts zu sagen…
Ja?

R: Hm, hm.

E: Deine nächste Frage bitte.

R: Ich wollte fragen, welchen Einfluss hat sie.
Ich habe nachts oft Herz-Rasen und auch Träume.
Kann sie das beeinflussen?

E: Nein.

R: Kann sie nicht?

E: Das hat mit dir zu tun.
Das ist das größte Problem für dich, nicht wahr?
Zu trennen zwischen dir und ihr.

R: Hm, hm.

E: Tatsächlich übernimmt sie in gewisser Weise
eine Funktion deiner Seele, die so ausgelagert fremd ist,
aber Teil von dir ist.

Dies ist ein Teil, meine Liebe,
der schwer in sich zu ertragen ist.
Das ist der Teil des weinenden, bedürftigen Kleinkindes:
„Ich hab nie genug Liebe gehabt.
Ich war nie richtig genug.
Ich hab nie genug Zuversicht gehabt,
dass ich einmal ausreichend sein werde.“

Geliebte, da ist eine große Angst in dir,
nicht genug Willkommen zu sein.
Nicht genug berechtigt zu sein, du selbst zu sein.
Schau: Das ist ein großer Schmerz.
Und deine Großmutter übernimmt
– freilich, ohne dass sie das will –
in gewisser Weise diese Funktion.
Und so brauchst du nicht gegen dich selbst kämpfen.
So brauchst du dich nicht selbst richten.
So brauchst du dich nicht selbst bezweifeln.
Das ist die Anziehungskraft.
Das ist das, was diesen Status quo
zwischen euch beiden aufrechterhält, ja?

R: Hm, hm.

E: Wichtig zu verstehen,
denn so gesehen ruft deine Seele sie um Hilfe.

R: Ah ja.

E: Ich bin Ich und das ist sehr gut!
Ich bin richtig, es ist richtig!
Und es ist richtig, dass ich geboren wurde!
Es ist richtig,
dass ich mir meinen Weg ins Leben einfach genommen habe!

Ich habe nicht gefragt:
Bin ich euch recht.

Ich habe nicht gefragt:
Bin ich euch richtig.

Ich habe nicht gefragt.
Ich habe nicht angeklopft.
Ich kam, weil ich wollte!

Das ist die Wahrheit:
Du bist geboren, weil du wolltest.
Und alles Andere stand dem nach.

Jeder andere Anspruch,
jeder andere Traum,
jeder andere Vorsatz,
jedes Recht jedes Anderen, der daran beteiligt war,
stand dahinter, hatte dahinter zu stehen.

Ich komme zurück auf das, was ich eben sagte:
Die Angst davor, einen anderen Menschen zu verletzen,
ihm zu schaden, siehst du.
Weil du bist, weil DU bist.
Einfach weil du geboren bist,
litten Andere und tun es noch.
Ist das dann deine Verantwortung?

Nein.
Nein! 
Nein, es ist nicht deine Verantwortung!
Denn wer sich über die Tatsache, dass du bist,
nicht von Herzen freut, nun, der beraubt sich selbst.

Ich wünschte, ich könnte dir zeigen,
wie wunderschön du warst.
Ich könnte dir zeigen, welche Liebe, welche Wärme
und welche Reinheit von dir kleinem Wesen ausging
schon am Tage deiner Geburt.
Ich kann es leider nicht.
Ich bitte dich, mir zu glauben.

R: Ja, ich glaube dir.

E: „Ich bin richtig
und es ist richtig, dass es mich gibt.“

Wenn du das verstanden hast von Herzen, dann…
Dann brauchst du keine Großmutter mehr.
Dann brauchst du Niemanden mehr,
der dich korrigiert, warnt und lenkt.

Wenn du verstanden hast,
wer du bist,
wenn ich dir jetzt anbiete,
dass Uta dir zeigt,
wer deine Seele wirklich ist:
Was für ein Gefühl löst das in dir aus?

R: Ein Wunderbares.
Ein: Ja, wer man ist!
Die Freude, zu wissen, wer man ist.

E: Ja, die Freude!
Die Freude, wer man ist.
Aber wenn du dich siehst,
dann siehst du auch etwas anderes:
Dann siehst du, welche Blindheit dazugehört,
dich nicht so zu lieben, wie du bist.
Und dann könnte Zorn kommen oder Trauer oder beides.

Ich möchte dir darum vorschlagen,
auch Frieden mit deinen Eltern zu machen.

Ich möchte, Hajo, dass die zweite Seelenaufstellung
mit ihren Eltern stattfindet.

H: Ja.

E: Frieden machen.

R: Mit Beiden.

E: Ja.
Und mit dir selbst.