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Elia – Antworten zur Familie: Meine Eltern mussten ja heiraten…

Meine Eltern mussten ja heiraten
und sie haben sich beide sehr viel gestritten
und sich nie wirklich geliebt.
Und ich bin daraus entstanden.
Was hat das für eine Bedeutung?
Was lebe ich da weiter?

Was ist mir da mitgegeben worden?
Elia

Zu Gast ist Rita.

Elia: Deine nächste Frage bitte.

Rita: Weil du gerade von meinen Eltern sprichst:
Meine Eltern mussten ja heiraten
und sie haben sich beide sehr viel gestritten
und sich nie wirklich geliebt.
Und ich bin daraus entstanden.

Was hat das für eine Bedeutung?
Was lebe ich da weiter?
Was ist mir da mitgegeben worden?

E: Eine große Last ist dir mitgegeben worden.
Es ist, als wärest du verantwortlich für ihre Entscheidung.
Aber ist das so?
Nein, das weißt du selbst.

Sie hatten ihre Entscheidung zu treffen und sie waren nicht bereit,
für Freiheit den Preis zu bezahlen, den sie hätten bezahlen müssen.

Du warst für beide Seelen die Gelegenheit,
sich dieser Tatsache bewusst zu werden.
Aber sie zogen es vor, dass du die Gelegenheit dafür bist,
unfrei zu bleiben.

Doch das ist nicht deine Verantwortung.
Das musst du verstehen. 
Das ist die Seite deiner Eltern!

Deine Seite – die Seite deiner Seele –
die ist der uralte Grund, nicht zu glauben: 
Dass du so wie du bist, richtig bist.
Ja?

R: Hm.

E: So hat Eines zum Anderen gepasst.
Du hättest nie, nie wunderbar genug sein können,
dass deine Eltern sich deswegen lieben würden.
Es hätte nie gereicht!

Aber du hättest auch nie irgend etwas dazu tun können,
dass sie so wahr und ehrlich werden,
dass sie bereit gewesen wären, den Preis der Freiheit zu bezahlen.

R: Ja.

E: Das war nicht deine Verantwortung.
Deine Verantwortung ist es, zu sehen,
welchen Ursprung du hast in dieser Inkarnation
und daraus die bestmöglichste Entwicklung zu nehmen.

Und wenn ich sage
– bestmöglichste Entwicklung –
was denkst du, was meine ich damit?

R: Dass ich für mich den Weg finde, die Freiheit…

E: Den Frieden in dir!
Den Frieden in dir.
Oh, du wirst einmal frei sein und einmal unfrei,
einmal zornig und einmal sanftmütig,
einmal geduldig und einmal ungeduldig.
Natürlich wirst du so sein.
Aber du wirst Frieden damit haben!

Du wirst dich einmal entscheiden können und einmal nicht,
du wirst Fehler machen und fehlerlos sein.
Ja, meine Liebe, und du wirst dich auch schuldig machen,
ja, freilich.
Mensch wirst du sein und Frieden damit haben.

So viel Frieden hast du dann zu geben.

Noch einmal:
Ich möchte, dass du dir diese Dinge anschaust, ja, gewiss!
Aber nicht, um zu sehen, worum du gelitten hast.
Das weißt du schon!

Sondern um zu sehen,
was du überwunden hast, welche Potenziale du hast.
Du schätzt sie nicht hoch genug ein.
Du hast so ein großes Potenzial zum inneren Frieden!

Innerer Frieden:
Das heißt nicht, Zufrieden sein mit Allem, beileibe nicht.
Innerer Frieden heißt:
Ich sage „Ja“ zu mir,
„Ja“ zum Guten und
„Ja“ zum weniger Guten,
„Ja“ zu dem, was sich schon entfaltet hat
und zur vollen Reife gekommen ist,
genauso wie
„Ja“ zu dem, was gerade erst im Keime kommt.

Ja, das: Das ist innerer Frieden, ja?

R: Hm, hm.