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Elia – seine Antwort zur Frage: Wieso gibt es so was wie Medialität?

Wieso gibt es so was wie Medialität?

Warum gibt es die Medialität
bei einigen Wenigen
und bei Anderen nicht?

Medialität ist wie viele Begabungen,
die der Mensch hat,

zuerst einmal eine Begabung,
die dem Überleben der Menschheit dient.
Wäre es anders,
wäre diese Gabe längst untergegangen!

 Elia

Zu Gast sind Michael und Dagmar.

Teil 1

Elia: Guten Abend, liebe Freunde.

Michael: Guten Abend, Elia.

Elia: Ihr seid gespannt auf mich?

Michael: Sehr.

Elia: Ich auf euch gar nicht.
Damit will ich sagen:
Was immer hier und heute ist,
ist so alt wie die Welt,
ist bestimmt,
ist ein logischer Verlauf,
ist kein Endpunkt,
aber ein Planpunkt.
Und darum bin ich gar nicht gespannt,
sondern erfreut.

Diese Situation ist für euch nicht ganz unvertraut.
Aber ich denke, ihr werdet erleben,
dass hier Gesetzmäßigkeiten angesprochen werden,
die ihr so noch nicht erklärt bekommen habt.

Etwas erklären bedeutet,
etwas benennen zu können,
und erst dann ist uns ein Urteil möglich.
Das allerdings,
das wissen die Wenigsten.

Urteile werden schnell gefällt.
Über Andere,
das ist bei euch das geringere Problem.
Aber über euch selbst, das ist ein Problem!

Wenn die Engel könnten, sie würden singen,
einfach, weil es euch auf Erden gibt.
Aber ihr könnt sie nicht hören.

Was ihr hört, sind eure Gedanken über euch.
Meistens über das,
was ihr nicht seid und nicht könnt:
Das, was die Welt nicht gibt und nicht ist.

Und so selten, so selten das,
worüber eure Engel
Hymnen verfassen würden.

Nun verlangt niemand von euch,
dass ihr die Klarheit der Engel habt.
Aber ein bisschen von diesem Glück mit sich selbst,
das wäre gut! 
Das wäre ein Segen.

Und nun stellt mir bitte eure erste Frage.

Michael: Ich habe eine Frage,
die hab ich noch nicht so genau formulieren können.

Aber da geht es zum Einen um die Medialität.
Wieso gibt es so was wie Medialität?
Wieso gibt es nur vereinzelt Menschen,
die wahrnehmen und andere Menschen,
die so etwas auch ablehnen,
wenn sie nur davon hören
und das auch gar nicht wahrnehmen wollen,
ja, von sich weisen?

Elia: Das sind zwei Themen
und ich möchte gerne das Zweite
vor dem Ersten erläutern.

Das Ablehnen jeder Medialität,
das Ablehnen all dessen,
was nicht materiell ist,
ist eine Form der Sicherung für diese Menschen!

Was materiell ist, das können sie
– im wahrsten Sinn des Wortes, so meinen sie –
im Griff haben.

Dass sie in Wahrheit aber viel öfter
auf nicht materielle Weise reagieren,
entgeht ihnen dabei.
Unterstützt wird dieser Glaube
– du erlaubst mir sicherlich, dass ich es so nenne,
denn es ist nur Glaube –
von Seiten der Wissenschaft.

Aber hier findet ein Wandel statt.
Immer mehr Wissenschaftler
– besonders die Physiker –
sind bereit, das nicht materiell Fassbare,
das nicht Berechenbare als Tatsache
in ihre Wissenschaft einzubringen.
Ich nenne da als Beispiel nur die Quantenphysik.
Nicht wahr, davon hast du schon gehört?

Michael: Hm.

Elia: Wie groß der Umbruch des Bewusstseins
allein dieser Tatsache ist,
das wird sich erst im Lauf der nächsten Jahrzehnte zeigen.
Dann allerdings mit einem enormen Tempo.

Die Tatsache, dass zwei Teilchen aufeinander reagieren,
obwohl sie zeitlich und räumlich absolut getrennt sind
– das ist ein Ergebnis der Quantenphysik –
wird die Menschen immer mehr zum Nachdenken
über diese Faktoren bringen.

Auch in der Psychologie gibt es immer mehr,
die sich der Tatsache stellen:
Dass es nicht nur mehr gibt,
als der Mensch sich denken kann,
sondern dass dies nachvollziehbar,
fassbar ist und eine innere Logik hat.

Also darf man mit Fug und Recht diesen Menschen sagen:
„Gut. Für dich ist es noch richtig,
die Welt so zu sehen einstweilen.“

Weißt du:
Ganz ähnlich war der Übergang vom Bewusstsein,
dass die Welt eine Scheibe ist,
zu der Tatsache, dass sie ein Planet ist!
Da muss man nachsichtig sein.
Es braucht Zeit für so manchen, sich diesen Dingen zu öffnen.
Denn Eines ist klar:
Wenn all das wahr ist,
dann ist es mit der Berechenbarkeit des Lebens
nicht gut gestellt.

Michael: Hm.

Elia: Und nun zur Medialität:
Warum es die Medialität gibt bei einigen Wenigen
und bei Anderen nicht?

Medialität ist wie viele Begabungen, die der Mensch hat.
Zuerst einmal eine Begabung,
die dem Überleben der Menschheit dient.
Wäre es anders,
wäre diese Gabe längst untergegangen!

Ihr seid noch gar nicht weit entfernt von jenen Zeiten,
in denen eure Vorfahren unter extremsten Bedingungen
überleben mussten in einer Umwelt, in der sie,
was ihre Kräfte oder ihre Geschwindigkeit anging,
sehr schlecht bestückt waren.

Sie brauchten mehr als das,
was sie sehen, riechen und anfassen konnten, nicht wahr?
Denn sie mussten spüren, wo Gefahr ist,
spüren, wo Nahrung ist.
Sie mussten spüren, wann ein Unwetter kommt.
Das war Überlebenswichtig!

Ich benutze das Wort „spüren“.

Ich könnte auch sagen:
Sie mussten es wissen.
Es gab Niemanden, der es ihnen sagte!
Außer ihre Möglichkeit, ihre Spiritualität einzusetzen.
Und besonders begabte Menschen waren die Medialen.

Ein wenig kann das jeder.
Ihr nennt das „Bauchgefühl“!

Aber das reicht nicht,
um zum Beispiel einer steinzeitliche Sippe,
die den Rentieren folgte, sagen zu können,
wo in diesem Jahr der sommerliche Zug entlang gehen muss.
Dazu braucht es mehr als ein Bauchgefühl,
das aus dem Moment heraus eine Entscheidung trifft.
Und dafür gab es Mediale! 
Verstehst du?

Michael: Hm.

Elia: Diese Begabung Medialität war also essentiell wichtig! 
Das Gleiche gilt
– auch wenn uns das heute seltsam erscheint –
für die Fähigkeit, mit den Ahnen zu kommunizieren.

Damals starben Menschen in der Regel früh.
Und wenn jemand Fünfunddreißig oder Vierzig wurde,
war er ein unschätzbar wertvoller Mensch für seine Sippe.
All seine Erfahrungen sicherten
seinen Nachkommen das Überleben.

Was aber, wenn er früher starb?
Was, wenn er seine Erfahrungen nicht weitergegeben hatte?
Dann brauchte es Menschen,
die über das Materielle hinaus
in die nicht materielle Welt Kontakt aufnehmen konnten.
Und wieder waren es die medial Begabten! 
Das ist die Ursache.

Es gibt wenig Mediale, das ist richtig! 
Medial sind etwa zehn bis fünfzehn Prozent der Bevölkerung.
Aber so viel anders als die mathematisch Begabten,
handwerklich Begabten,
künstlerisch Begabten ist das dann auch wieder nicht.

Ihr habt unterschiedliche Gaben
und das ist das eigentlich Interessante!
Es ist wunderbar,
dass die Schöpfung Unterschiede
in der Verteilung der Gaben gemacht hat.
Es ist darum da,
damit ihr miteinander leben müsst!
Ihr könnt gar nicht anders!

Michael: Danke.

Elia: Das ist sehr gut so, ja.
Ist damit deine Frage hinlänglich beantwortet?

Michael: Daraus ist gerade eine neue Frage entstanden,
wenn ich die fragen darf?

Elia: Bitte.

Michael: Und zwar habe ich für mein Gefühl
relativ viel Begabungen auch im handwerklichen Bereich,
was mich oft schon zu dem Gedanken gebracht hat:
„Ich mache lieber Alles alleine!“
Wo ich weiß, dass das auch nicht gut ist,
wo ich mich auch teilweise für schäme.
Und ich frage mich:
„Warum kriege ich so viel ab?“.

Ich kann also viel handwerklich,
ich kann auch relativ gut kochen
– nicht so gut wie Dagmar – und noch viele Dinge mehr.

Und da kommt jetzt auch noch
diese Auflösung mit dem Heiler
und mit dem Medialen
und das prasselt so auf mich ein.
Und das ist ein wahnsinniger Druck,
der in mir entsteht.

Elia: Deine Frage dabei wäre welche?

Michael: Warum habe ich so viel davon abbekommen?
Und wie kann ich das jetzt nicht nur
für mich alleine nutzen,
sondern das auch wirklich weitergeben,
ohne dass ich mich aber zu stark verausgabe?

Elia: Hm.
Die Herausforderung besteht genau darin,
dich nicht zu verausgaben!
Nicht alles, was du kannst,
ist auch für Andere zur Verfügung zu stellen.

Michael: Hm.

Elia: Das darfst du entscheiden
und zwar von Fall zu Fall.
Ähnlich einem Chirurgen,
der ganz unterschiedliche Werkzeuge hat:
Grobe Werkzeuge für die groben Knochen.
Feinste Werkzeuge für die feinsten Gewebe.

Soll der nun sagen:
„Ich hätte bitte gerne nur ein einziges Werkzeug“?

Könntest du dir vorstellen,
auf das Gefühl des Drucks, der auf dir lastet,
zu verzichten, und stattdessen zu sagen:
„Wie schön!
Wenn Not am Mann ist, hab ich mehrere Möglichkeiten.“

So jedenfalls wäre es gut.

Michael: Ich werde das üben.

Elia: Gut.

Michael: Danke.

Elia: Es gibt auch Begabungen,
die einfach für dich da sind.

Schau, meine Freundin hier ist ein begabter medialer Mensch.
Aber sie kann auch gut kochen und nähen,
gut garteln, gut Geschichten erzählen.

Und der Hajo weiß vielleicht
sogar das Eine oder Andere,
was sie noch gut kann.
Aber nicht Alles ist für jeden Einzelnen.

Das gute Geschichten erzählen ist gut für ihren Enkel.
Das gute Kochen ist gut für Hajo.
Das gute Garteln ist gut für Uta.

Du siehst, das ist Reichtum.
Und so wäre deine Frage eigentlich:
„Warum bin ich so reich?“

Michael: Danke.

Elia: Bitte. Die nächste Frage, bitte.

Dagmar: Michael hat ja eine Tochter.
Und mich beschäftigt,
dass sie nachts schlecht schläft
und viel Angst hat und sehr verschlossen ist.
Und ich frage mich,
ob sie medial ist und auch,
wie wir besser mit ihr umgehen können,
sie zu unterstützen,
die Angst auch zu nehmen,
wenn sie nachts so schlecht träumt.

Elia: Ihr könnt ihr diese Angst nicht nehmen.
Ihr könnt ihr nur Nähe geben, wenn sie Angst hat.
Das ist wichtig.
Sie träumt sehr intensiv und sie muss lernen,
mit diesen intensiven Träumen fertig zu werden.
Aber noch ist es wichtig,
dass sie in solchen Situationen einfach willkommen ist.
Ja?

Dagmar: Ja.

Elia: Über ihre Medialität möchte ich sagen:
Sie ist sehr freiwillig bei ihr.
Sie darf, aber sie muss nicht.
Und es wird sich zeigen,
ob sie sich dem öffnen möchte oder nicht.

Michael: Hm.

Elia: Wenn sie sich zeigt,
dann seid einfach ganz normal mit ihr,
ohne es über zu bewerten
noch unter zu bewerten.

Überhaupt ist es wichtig für Lena, ganz wichtig
– und das lernt sie von niemandem so gut wie von euch Beiden –
dass sie so genommen wird, wie sie ist!

Sie reagiert sehr schnell auf das, wie sie sein soll.
Und das ist ein großer Druck auf ihrer Seele.
Denn sie möchte gern so sein, wie sie sein soll.

Um das einmal praktisch zu benennen:
Haltet nichts, was Lena kann, für gewöhnlich.
Das bedeutet:
Bedankt euch, wenn sie etwas für euch macht.
Freut euch mit ihr, wenn etwas gut gelungen ist!
Egal, was es ist.

Und du, mein Freund, zeig ihr,
dass sie schön ist.
Das ist sehr wichtig für ein heranwachsendes Mädchen.

Nicht wahr, das weißt du?!
Nichts ist so heilsam
wie der liebende Blick des Vaters auf seine Tochter.
Nicht, weil sie eine besondere Leistung
in einer Schule gebracht hat,
sondern weil sie liebenswert ist,
weil sie schützenswert ist.
Das ist wichtig!

Michael: Hm.

Elia: Und du, Dagmar, sei ihr eine ältere Freundin,
zeig Verständnis für die Anstrengung,
dass sie gefallen möchte.
Zeig Geduld, wenn sie einmal nicht weiß,
wie sie auf dich reagieren soll.
Ich denke, dann werdet ihr sehr gut miteinander klar kommen.
Ja?

Michael und Dagmar: Ja.

Elia: Sind da noch Fragen zu?

Dagmar: Nein.

Elia: Gut, die nächste Frage bitte.

Dagmar: Also, was mich irgendwie so beschäftigt,
ist zur Zeit sehr stark das Thema „Ernährung“:
Was die richtige Ernährung im Prinzip ist für mich
und auch für Andere.

Und mich beschäftigen so Themen
wie die industrielle Nahrung
und Massentierhaltung
und auch der Egoismus der Menschen,
der für mein Gefühl immer größer wird.

Elia: Das ist ein sehr großes Thema.

Dagmar: Es ist ein sehr großes Thema
und es beschäftigt mich sehr.

Elia: Dann würde ich vorschlagen,
dass wir Uta eine Pause gönnen und in einer zweiten Runde weitermachen.

Dagmar: Okay.

Elia: Ich möchte das erklären:
Utas Körper ist auf mich eingestellt.
Aber wenn ich sie über beanspruche,
wird sie viel zu müde sein,
um nachher mit euch auch nur noch ein Wort zu wechseln.

Also, wir sehen uns wieder.
Und ich bin sehr froh über eure Fragen.
Ich danke euch.

Dagmar: Wir danken dir.