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Elia – Darum sind die Weisen und großen Lehrer der Welt in die Natur gegangen.

Buddha ging unter jenen bekannten großen Baum.
Jesus ging in die Wüste
oder auf einen Berg.

Moses ging zum Dornenbusch. 
Die Begegnung mit dem, was Gott ist,
findet dort statt, wo Gott ist.
Elia

E: Deine nächste Frage, bitte.

C: Ich würde gerne wissen,
warum mir das Außergewöhnliche beim Chi Gong
so überwältigend übergestülpt worden ist.

E: Du hast dich in der Situation für eine Wesenheit geöffnet,
die wollte, dass du aufhörst, sie wahrzunehmen.
Sie hat dich erschreckt wie ein Kind in der Geisterbahn.
Nichts Anderes konnte sie tun.
Aber das hat sie getan.
Und wie ein Kind in der Geisterbahn hast du geglaubt,
was du wahrgenommen hast.
Verstehst du?

C: Hm, hm.

E: Alle körperlichen Symptome,
die sie in dir ausgelöst hat,
dienten nur einem Zweck:
dich zu erschrecken.

Hättest du Chi Gong weitergemacht ohne den Rahmen,
in dem du es gemacht hast,
hättest du erfahren,
dass du sehr in deine spirituelle Macht gekommen wärst.

Hättest du die Verbindung
zu dem Guten dabei aufgenommen,
die Ausrichtung zum Wundervollen,
du hättest Kräfte entwickelt,
die gewisse Wesen gefürchtet hätten.

So aber warst du so erschreckt,
dass es leicht war,
dir die Vorteile des Nicht-Wahrnehmens
sehr deutlich zu machen.


Du kannst alles wahrnehmen:
Du kannst wahrnehmen,
welche Kraft in einem Berg ist,
was ein Fluss mitzuteilen hat,
was der Wind dir erzählt,
wenn er über die Bäume weht.

Du kannst dich verbinden mit der Erde und den Sternen.

Du kannst dich verbinden mit den Tieren
und ihren Seelen
und mit den Menschen
und ihrer Sehnsucht nach Vollkommenheit.

Du kannst zutiefst das Gute verstehen.
Wer das kann, ändert sich und alle,
die um ihn sind.
Der wird zwangsläufig heiterer,
optimistischer,
gelassener.
Und schon damit ändert er.

Wenn Änderung aber nicht erwünscht ist,
was muss dann das Destruktive versuchen?
Aufhalten, was man aufhalten kann! 
Ist dies gelungen?
Was meinst du?

C: Hm, hm, ja.

E: Phasenweise, ja.
Im Endresultat, nein.

Ich möchte, dass du verstehst,
dass deine Seele eine schwer verletzte Seele war.
Eine Seele, der es äußerst schwer gefallen ist,
als sie wieder zu uns kam, zu akzeptieren,
dass die menschliche Seele
in ihrem tiefsten Sein Kind Gottes ist.

Wie sollte sie das noch glauben?
Sie hat gespürt:
Es ist nicht in ihr wahr,
die Menschen zu verachten.
Vielleicht ist es wahr, sie zu fürchten
in ihrer Dummheit, Arroganz und Ignoranz.

Und weil diese Seele wissen will,
ob es Gutes gibt,
ist sie noch einmal auf die Erde gegangen
mit der ganz großen Frage:
„In was darf ich vertrauen?“

Das ist die Wichtigste aller Fragen für deine Seele:
„In was darf ich Vertrauen haben?
Was überdauert alles?“

Und wenn die Antwort wäre:
„Die Schöpfung!“
dann hätte es sein können,
dass du viel früher einen ganz anderen Lebensweg
eingeschlagen hättest.
Dann hätte es sein können,
dass du die Spur der Gotteskindschaft
überall entdeckt hättest.
Und das hätte Turbulenzen
auf der anderen Seite gegeben!

Vertrauen finden in etwas,
das größer ist als du! 
Das ist nicht leicht vielleicht…
Vielleicht ist es aber auch kinderleicht.
Du warst ganz nah daran,
es als kinderleicht zu entdecken.

Und das hat jene Wesenheit
in jenem Raum erkannt
und ist mit ihrem ganzen Zorn
in deine Wahrnehmung gegangen.

Du warst ganz knapp davor,
dich mit uns hier zu verbinden!

Aber was einmal misslungen ist,
muss nicht wieder misslingen, ja?

C: Hm, hm.

E: Nur, wenn du es wieder erlebst,
dann erlebe es da, wo du sicher bist.
Wo bist du sicher?
In der Schöpfung!
Da bist du sicher.

Und ich möchte dir sagen, warum:
Weil die ganze Schöpfung Seele ist.
Alles ist durchdrungen von dem, was Gott ist.
Und du bist ein Teil davon.
Und du bist der Teil, dem es bewusst sein kann!
Jetzt schon.


Darum sind die Weisen
und großen Lehrer der Welt
in die Natur gegangen:
Buddha ging unter jenen bekannten, großen Baum.
Jesus ging in die Wüste oder auf einen Berg.
Moses ging zum Dornenbusch.

Die Begegnung mit dem, was Gott ist,
findet dort statt, wo Gott ist.

Wenn du also dies erlebst,
was wirst du finden?
Einen strafenden Gott?
Einen gewaltigen Richter der Welt? 
Einen sadistischen, übergroßen, mächtigen,
der nur quält?
Nein!

Was du finden wirst, ist etwas,
was schon in dir ist:
Eine Liebe
und Heiterkeit
und Zuversicht,
die nicht zu brechen ist!

Weder durch die Untaten
ungerechter Regime wie im letzten Leben
noch durch die Ignoranz von Menschen,
die es nicht besser wissen in diesem Leben.


Dieser Wesenskern,
der ein Teil von Gott ist,
ein kleiner Teil von Gott.
Der ist nicht zerstört, der ist da! 
Er liebt! 
Der freut sich, wo er nur kann,
an dem, was schön und gut und wahr ist!
Ja?

C: Hm.

E: Hast du alles dazu verstanden?

C: Ja.

E: Du hoffst es.

C: Ich hoffe es, ja.

E: Ja.

C: Das war jetzt sehr viel.

E: Ja, ich weiß.