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Elia – Teil 3 zur Anhaftung: Botschaft von Elia an Richard nach der Beseitigung der Anhaftung.

Elias Botschaft an das Opfer Richard.

Die grundlegende Problematik,
die die Ursache für die Anhaftung ist,
liegt in deiner Problematik: 

Dich so, wie du bist, nicht anzunehmen!
Das Gute,
das Heitere,
das Offene,
das Fröhliche,
das Sensible:
Ja, das zeigst du. 

Das Finstere,
das Traurige,
das Verzagte
und das mühselig Beladene: 

Das zeigst du nicht.

Teil 3 zu Richards Anhaftung: Botschaft von Elia.

Elia: Ich möchte noch ein paar Worte an Richard richten:
Lieber Richard, es ist wichtig,
dass du keinerlei Zweifel an deiner guten Seele hast.

Wut und Unmut gehören zum Repertoire jeder Seele.
Die Frage ist nicht, ob man zur Wut neigt,
sondern wie ein Mensch mit diesem Instrument umgeht.

Wenn jemand durch Erziehung und Prägung der Seele gelernt hat,
seine Wut verdeckt zu halten, dann ist es:
Als wenn du in einen Heizkessel unentwegt Druck gibst,
ohne für ein Ventil zu sorgen.
Und in dem Moment, in dem die Selbstkontrolle entfällt,
schafft sich der Druck Bahn.

Selbstkontrolle ist sehr gut, es zeigt,
dass jemand verantwortungsbewusst ist!

Aber Selbstkontrolle, die dazu dient,
einen ganzen Aspekt deiner Persönlichkeit unterdrückt zu halten,
bewirkt das Gegenteil!

Warum entsteht ein solcher Druck?
Weil zur rechten Zeit zu wenig geredet wird!
Viele Männer deiner Generation haben nicht gelernt,
über das zu reden, was sie drückt!
Sie haben nicht gelernt,
sich zu beschweren,
zu beklagen,
wohl aber sich zu empören!

Explosionsartig kommt dann das,
was doch so nie gemeint und so nie gesagt werden sollte!

Karl hat sich an dich geheftet, weil er eine Ähnlichkeit
zwischen sich und dir empfunden hat.

Seine Intention war durchaus gut, seine Wirkung nicht.
Er sah Ähnlichkeiten, weil auch er nie wollte, was er anrichtete.
Und so wie du traurig darüber bist, war er es auch.

An sich selbst verzweifeln, das ist etwas sehr, sehr Trauriges.

Was ist die Lösung?
Die Lösung muss sein, dass du lernst, über das zu reden:
was dich frustriert.
Ich möchte dir einen Vorschlag machen:
Jeden Abend, wenn du heimkehrst, rede mit deiner Frau.

Rede darüber, wie dein Tag war,
was dich gefreut hat, was dich geärgert hat,
was dir Sorgen macht, was dich hoffen lässt.
Rede mit ihr über dich und deine Position in deiner Familie.
Sag ihr, was schwer ist und was leicht,
wofür du dankbar bist und was du lieber anders hättest.

Es ist sehr wichtig, Richard!

Denn wenn du das jeden Tag machst,
dann wird das Ventil auf dem Druckkessel
jeden Tag ein wenig geöffnet.
Es entsteht kein Überdruck und es entsteht auch
keine Verzweiflung an dir selbst.

Die Anhaftung ist nun abgeschlossen!

Aber die grundlegende Problematik
– die die Ursache für die Anhaftung ist –
liegt in deiner Problematik:
Dich so, wie du bist, nicht anzunehmen!
Das Gute, das Heitere, das Offene, das Fröhliche,
das Sensible, ja, das zeigst du.

Das Finstere, das Traurige, das Verzagte und
das mühselig Beladene, das zeigst du nicht.

In einer Partnerschaft müssen und dürfen wir erwarten,
dass wir alles zeigen dürfen.
Du bist der Mann in der Beziehung.
Aber das bedeutet nicht,
dass du der Held sein musst, der Retter,
auch nicht der Böse, der Bezwinger.

Es bedeutet nur, dass du der männliche Teil bist –
ansonsten Mensch.
Mitmensch – fähig zu Vielem, aber nicht zu Allem.
Großartig und kleinmütig,
optimistisch und pessimistisch!
Ein ganzer Mensch eben.

Damit möchte ich schließen in der Hoffnung,
dass du diese Gelegenheit ergreifst!
Und in deinem Leben, in deiner Auffassung von dir selbst
eine Wandlung stattfinden darf.

Danke schön.

Hajo: Danke, Elia.

E: Ich ziehe mich zurück und wünsche einen guten Tag.