Elia – Ihr dürft euch den Teil Gottes nehmen, der euch Gut tut.

Ihr dürft euch den Teil Gottes nehmen,
der euch Gut tut!
Das dürft ihr tun.

Ihr dürft „Gott Vater“ sagen
oder „Alles, was ist“.

Oder „Irgend-etwas-wird-es-schon-geben-Gott“.

Ihr dürft sagen:
„Ich glaube nicht, dass Gott männlich ist.
Er ist bestimmt weiblich, eine große Mutter“.

Oder ihr dürft – wie Kinder es gerne tun – sagen:
„Mein Freund, der liebe Gott“.

Alle haben Recht.
Es stimmt alles.

Elia

Elia: Guten Abend, liebe Freunde.

Hajo & Renate: Guten Abend, Elia.

Elia: Guten Abend, meine liebe Renate.
Meine geliebte Renate.
Unsere geliebte Renate.
Geliebte Renate!
Ist das zu fassen?
Nein.

Dass du es fassen möchtest,
das ist aber das Ausschlaggebende!
Und darum – nur darum – heute das Gespräch mit uns.

Wir können die Welt, wie sie ist in ihrem Lauf, nicht aufhalten.
Wir sind aber durchaus in der Lage,
die rechten Züge fahren zu lassen.
Ist das nicht faszinierend, Renate?

Renate: Ja.

Elia: Liebe wirkt, auch für dich!
Und darum, Renate,
darum wird sich alles drehen dürfen.

Und das ist sehr natürlich, dass es das tut.

Es ist ganz natürlich, dass wir
du und ich – Gott in uns –
wir in ihm jederzeit genug Liebe leben dürfen.

Nicht nur die, die wir weiterschenken.
Auch die, die wir genießen dürfen.

„Mein Sein ist ein Sein in Liebe.“

Das ist viel mehr als ein schönes Gefühl.
Das ist Begeistert sein, hoch erfreut
und darum ist es köstlich.

Und nichts kann mich je von dieser Liebe trennen,
denn ich bin nicht in der Welt.
Ich bin mit der Welt, aber nicht in ihr.

Ihr seid in der Welt.
Und darum ist euer Leben nicht jederzeit geprägt davon,
dass ihr hoch erfreut seid.
Das ist leider so nicht möglich.
Aber dazu später mehr.

Doch Eins, das ist gewiss:
Es ist genug Liebe da für dich.
Du kannst sie nicht erschöpfen, Renate.
Liebe ist ununterbrochen, ob du sie bemerkst oder nicht.
Das ist Fakt.
Und nun erzähl mir bitte,
was du auf dem Herzen hast.

Renate: Elia, Uta hat mir ja schon gesagt,
dass es dieses Wochenende um die Liebe gehen kann.
Und ich habe mir deshalb Gedanken dazu gemacht,
um das für mich zu nutzen.
Um hier mehr Erfahrung,
mehr Weisheit für mich selbst zu bekommen.

Und ich möchte dich Folgendes fragen.
Ich habe mir aufgeschrieben, was mir aufgefallen ist:
Dass schon verschiedene Menschen,
die mir begegnet sind,
so über mich gesprochen haben.
Dass zum Beispiel eine Frau weinte und sagte: 
Sie hat noch nie so einen Menschen angefasst,
der so tief mit Gott verbunden ist.

Oder eine türkische Wahrsagerin, eine ganz einfache Frau,
die hat gesagt:
„Dass ich das noch erleben darf, dir, Renate, zu begegnen“.

Oder ein Anhänger von Sai Baba, der hat gesagt:
Ich hätte sehr, sehr große Kraft.

Und auch jemand, der mich später ausgebildet hat,
hat geweint vor Freude, als ich das erste Mal bei ihr war.

Und ich habe das immer alles registriert
und konnte das aber für mich nicht
mit mir in eine Verbindung bringen, was das ist.
Und deshalb dachte ich:
Vielleicht bin ich jetzt so weit,
dass ich annehmen kann,
mehr Erkenntnis zu bekommen.
Weil auch der Bibo mal gesagt hat,
dass die Erkenntnis – die Selbst-Erkenntnis –
auch Gottes-Erkenntnis ist.

Elia: Ja, Renate,
„Nichts, das nicht aus Gott stammt“,
das ist dir klar.

Aber ist dir klar, dass Gott derart groß ist,
dass er dein ganzes Sein persönlich nimmt?
Gott liebt die Menschen.

Nun, daran zweifelst du nicht.
Aber ist dir bewusst,
dass er jeden Einzelnen liebt?
Ganz persönlich so,
wie du deinen Sohn oder deinen Mann?
So persönlich?
Jeden?

Es wird nicht eine Träne geweint,
von der Gott nicht Kenntnis hat.
Es wird kein Lachen gelacht,
von dem Gott keine Kenntnis hat.
Es stolpert niemand auch nur über einen Stein,
ohne dass Gott es wüsste.

Jeder Mensch zu jeder Zeit ist zutiefst beachtet, Renate.
So groß ist er.
So groß!

Unendliche Liebe?
Ja.
Aber eben keine unpersönliche Liebe.
Gott ist nicht die Institution Liebe.
Er liebt.

Er liebt!
Und er ist begeistert von der Idee
– nennen wir es einmal so –
die er hatte, als er die Seelen schuf.

Er kennt Renate.
Aber er weiß auch, was in Renate keimt.
Und er ist begeistert.
So begeistert,
wie ein guter Vater von seinem neu geborenen,
prächtigen Knaben begeistert sein kann.

Und es geht ihm wie Allen, Renate:
Er wünscht sich, dass diese Idee,
dieser Same, dieser Keim prächtig wird,
dass es ihm gut geht,
dass er gedeiht,
dass er genau das wird, was er ist.

Ja, das ist der Schöpfungs-Funke! 
Ohne diesen Funken Liebe gäbe es gar keine Renate.
Du wärest einfach nicht existent.
Oder glaubst du etwa, du lebst,
weil ein Eichen in deiner Mutter ein Samen-Fädchen
von deinem Vater traf?

Renate: Nein.

Elia: Nein.
Das ist nichts.
Das ist Biologie.

Es musste dazu kommen,
dass Gott begeistert war, dass er „Ja“ sagte:
Ja! Das wird jetzt Renate!
Renate ist eine gute Idee von mir.

Renate, ein Teil von dir ist er
– nämlich der ewige Teil – keimhaft,
ein Keim, noch unausgereift.

Natürlich.
Wie auch nicht? 
Puh! Die Menschen, die gibt’s ja erst so kurz.
So ein paar Hunderttausende von Jahren.
Was ist das schon?
Nichts?

Menschen sind etwas Besonderes,
sie sind es wirklich.
Sie sind nämlich Geistwesen.
Absolute Geistwesen,
die im Fleisch leben!
Und das hat Gründe.

Hier in meinem Sein
gibt es keinerlei Einschränkung,
es gibt keine Bedingungen,
keine Begrenzungen.
Nichts hat ein Ende.

Die Gesetze, die in der Welt gelten, gelten hier nicht.
Alles was ist, ist das,
was wir in unserem Bewusstsein sein lassen.
Und wenn wir etwas nicht sein lassen,
dann existiert es nicht.

Und damit ist unser Bewusstsein
viel mehr ein Spiegel unseres Ich’s,
als dies bei euch auf Erden sein kann.

Du kennst das.
Du hast ja schon gehört:
Die Menschen, die dir begegnen, sind dein Spiegel.
Sie spiegeln dich!

Gut, dann nehmen wir einmal die Menschen,
die dir in Erinnerung geblieben sind.
Die dir gesagt habe,
wie sehr ihr Herz sich freute,
als sie dich kennen lernten.

Die vielen, die es nicht gesagt haben,
müssen wir ausnehmen.

Und dann frag dich einmal:
Was hast du denen denn gespiegelt,
dass sie so berührt sind?
Einen Teil ihres Selbstes hast du gespiegelt.
Etwas sehr Einfaches, für dich so Banales,
dass du gar nicht siehst, was es ist.

Renate, es ist ganz einfach:
Liebe hast du gespiegelt.
Diese Menschen, die türkische Dame,
die Frau, die dich ausbilden wollte,
der Mann, der ein Anhänger Sai Babas war:
Sie alle wurden von dieser schlichten,
ganz selbstverständlichen Liebe
zum Menschen in dir berührt!
Weil du ihnen etwas gezeigt hast,
was sie in sich tragen.

Sehnsucht?
Ja, aber auch als etwas,
was sich in ihnen entwickeln will.

Woher hast du sie nur: diese Liebe?

Ich sagte ja bereits:
Du bist eine gute Idee Gottes, ein guter Samen!
Dieser Teil besonders.
Das weißt du.
Das alles weißt du.

Was du nicht weißt, ist:
Dass du lernen darfst,
diese Liebe auch anzunehmen für dich ganz persönlich.
Für dich persönlich!

Sie ist da und das weißt du.
Wenn du sie gibst
und verschenkst
und verbreitest,
weißt du ganz genau,
dass du den Anderen Nahrung gibst.

Renate: Ja, die Wichtigste.

Elia: Ja.
Und du musst dich auch damit ernähren! 
Das ist ein bisschen so,
dass du gelegentlich davon nimmst.
Aber es braucht mehr davon,
um satt zu sein.

Das erfordert Eins nur,
nur Eins:
Dass du dich besser als bisher
an die Situationen erinnerst,
in denen du diese Liebe bekommen hast!

Erinnerung ist etwas sehr Seltsames
in der Funktionsweise des Gehirns.
Das Gehirn trainiert,
was aufgehoben wird im großen Repertoire
und was als eher randständig
irgendwo ganz tief im Unbewussten
abgelegt werden darf.

Das ist ein bisschen wie beim Hajo:
Die aktuellen Akten, die hat er im Büro
und die Älteren, die sind im Keller.

Die Sache ist nur die:
Was der Verstand da abspeichert,
wonach er sich richtet,
um die Spreu vom Weizen zu trennen,
das ist nicht immer gut für den Menschen,
der den Verstand hat.

Und so gibt es Menschen, die in der gleichen Situation
sich als überaus glücklich empfinden
und Andere nicht.

Es gibt Menschen,
die von sich behaupten,
eine äußerst glückliche Kindheit zu haben
und Andere, die stehen dabei
und denken sich, weil sie diese Kindheit kannten:
Wie kann sie zu diesem Resümee kommen?
Ihre Kindheit war ja gar nicht gut.

Selektive Wahrnehmung!
So nennt man das.

Weißt du, Renate, falls du nicht weißt,
wer du bist
– was verständlich ist,
denn dein Verstand denkt so,
dass es dir schwer fällt,
darauf zu kommen –
dann wäre es gut,
wenn du darauf schaust,
was du im Leben der Anderen bewirkt hast.

Das war gut,
dass du dich an diese Personen erinnert hast,
die dich, obwohl sie nichts voneinander wussten,
gleich einschätzten.
Du hast etwas in ihnen bewirkt,
angerührt, ins Bewusstsein gehoben.
Nämlich: Dass es Gott gibt.
Einfach so, weil du da warst.

Überprüfe deine Erinnerung:
„Was habe ich im Leben der Anderen bewirkt?
Was bewirke ich immer noch?“

An nichts ist so deutlich absehbar,
was das Leben eines Menschen ist.
Und das Wesen eines Menschen
ist im Keim Gottes-Wissen.

Wer nicht verstehen kann,
dass der Mensch geboren ist,
um Gottes-Wesentliches in die Welt zu geben,
der verliert die Freude! 
Die Freude darum, zu existieren!
Hm?

Freust du dich, dass du existierst?

Renate: Immer wieder, ja.
Ich liebe ja auch den Überfluss.
Und dann ist auch meine Freude wie Überfluss.
Aber es gibt auch Zeiten
– die letzten Jahre – wo ich merke,
dass ich müde bin
und dass meine Freude auch weniger geworden ist.

Diese Augenblicke sind nicht mehr so oft
oder nicht mehr so selbstverständlich.
Und das hindert mich.
Oder ich denke, dass es mein Körper ist,
der mich hindert.

Und die Uta sagt:
„Nein, nein, das ist vielleicht was Anderes.“

Aber ich merke,
dass der Zugang zu diesem selbstverständlichen,
überfüllenden Freude-Sein
in mir schwächer geworden ist.

Elia: Hm, das ist ein großer Kampf.
Das ist ein großer Kampf,
den du jetzt zu führen hast.

Andere führten ihn auch.
Sehr seltsam:
Die, die Gottesgaben in besonderer Weise in sich tragen,
tragen auch besondere Lasten.
Überprüfe meine Worte.

Renate: Hm.
Das glaube ich sofort, das weiß ich.

Elia: Aber warum?
Um sie zu strafen?
Nein.
Sondern damit ihr Zugang zur Quelle noch größer wird!

Dein Körper, Renate, ist freilich eine Belastung, ja.
Ich kenne es nur zu gut.
Mich plagte die Gicht so sehr.
So sehr, dass ich schon deswegen sehr erleichtert war,
den Körper verlassen zu dürfen.
Aber nicht immer!
Denn es gab Momente der köstlichen Verbundenheit mit Gott.
Und dann war mein Schmerz irgendwo da Draußen,
aber ich in mir.
Renate:
„Ich habe Schmerzen, aber sie haben nicht mich!“

Renate: Hm.

Elia: Hm. Ja?

Renate: Darf ich dich dazu noch etwas fragen?

Elia: Ja.

Renate: Elia, wenn ich deine Worte jetzt so richtig verstehe,
dann haben die Menschen was von Gott gespürt,
als sie mir begegnet sind.

Nehmen wir nur diese Beispiele jetzt.
Und auch, wenn ich in mir Gott spüre,
dann ist es das,
was du als Glücklich und Fröhlich sein bezeichnest.
Und wenn das jetzt alles weniger geworden ist
aufgrund möglicher Zustände: 
Wie kann ich dann wieder in diese Leichtigkeit hineinkommen? 
In dieses Selbstverständliche,
in dieses es nicht als Gepäck,
sondern als Geschenk Betrachtende?

Elia: Die Selbstverständlichkeit!
Das ist das Stichwort!

Es geht nicht darum,
dass du nur dann Gottes Gegenwart in die Welt bringst,
wenn du fröhlich bist.
Gottes Gegenwart kann auch sehr traurig sein.

Glaubst du etwa,
wenn die Menschen im Mittelmeer ertrinken,
dass Gottes Gegenwart dann fröhlich wäre?
Nein.

Renate: Nein.

Elia: Mitfühlend und tröstend, ja.
Oder glaubst du, dass Gottes Gegenwart
– wenn Menschen,
die sich ganz dem Destruktiven gewidmet haben,
Kinder und Frauen ermorden –
sich dann in Mitleid erschöpft?
Nein.
Dann ist eine Gegenwart zu Gott zornig.
Dein Gottesbild ist renovierungsbedürftig, Renate!

Renate: Gern.
Vielleicht kann mir Uta helfen.

Elia: Ja!
Und du dir auch.

Renate: Das Eine bedingt das Andere.

Elia: Ja! Gottes Liebe!
Ja, das ist etwas ungemein Facettenreiches.

Ha, wem sage ich das:
Wenn du liebst, bist du nicht immer nur lieb.
Ja!
Sondern auch Fehler Anderer, Gefühle und Gedanken
sind darin eingewoben.

Gott ist Vater, ja.
Das ist eine schöne Vorstellung,
wenn man einen guten Vater hat.

Aber Gott ist auch Bruder, Freund,
Coaching Trainer, Lehrer,
Mama, Schwester,
großer Weiser, lustiger Narr.

Er ist die Sonne, die Alles hell macht.
Er ist das Feuer, das brennt und wärmt, aber eben auch verbrennt.
Er ist ein Schwert
und er ist eine Daunenfeder.

Er ist alles, was ist!
Alles, was ist!

Und, Renate, ihr könnt es zu Lebzeiten nicht begreifen:
Dieses Alles.
Das ist unmöglich.
Das dürft ihr gar nicht.

Denn wenn ihr das versteht in seiner ganzen Tiefe,
dann wäre eure Welt unsere Welt.
Dann wäre euch alles möglich
und es gäbe keine Bedingungen
und keine Begrenzungen!

Nein, das wäre nicht wünschenswert.
Denn wo keine Bedingung ist
und keine Begrenzung,
ist das Streben nach Weiterentwicklung sinnlos.

Aber euer Begrenzt sein
– auch eine Krankheit ist eine Begrenzung –
lässt euch in die Tiefe wachsen,
schult die Seele, zeigt das Ich.

Nichts, nichts lehrt dich so viel über dich
wie deine Krankheit!

Du lernst von ihr:
Heute zum Beispiel und gerade jetzt lernst du,
dass der Schmerz nicht so bedeutend ist wie der Wunsch,
zu verstehen.
Was bist du also?
Eine Seele, die Weisheit sucht.

Renate: Ja.

Elia: Ja.

Renate: Und deshalb vielen, vielen Dank, Elia,
dass ich hier sein darf und diese Menschen hier,
deine Menschen kennen lernen durfte.

Elia: Ja! Aber mir ist wichtig,
dass du verstehst, Renate:
Bei aller Bescheidenheit,
die auch eine deiner wunderbaren Charakterzüge ist: 
Dass der Schmerz nicht nur der Ermüder ist,
sondern auch ein Lehrer.

Und er lehrt dich,
dass du gut bist.
Oder hast du etwa schon aufgegeben?
Nein!
Oder bist du etwa nicht jeden Tag darum bemüht,
einen möglichst guten Tag daraus zu machen?

Renate: Doch.

Elia: Doch!
Was lehrt er dich also?
Dass du Kampfgeist hast!
Siehst du.
Noch etwas lehrt er dich:
Plagst du etwa unentwegt?
Belästigst du deine Mitmenschen
ununterbrochen mit Jammern,
sobald du Schmerzen spürst?

Renate: Nein.

Elia: Warum nicht?
Du möchtest es ihnen nicht zumuten,
nicht wahr?

Renate: So sieht es aus.
Ja.
Meistens.

Elia: Hm.
Und was lehrt es dich?
Dass du sehr viel, sehr viel Mitgefühl hast
mit anderen Menschen
und Respekt vor deren Bedürfnisse.

Renate, das sind alles Gottesgaben!

Renate: Ja.

Elia: Und das ist nur ein Bruchteil deines Wesens.
Was du noch nicht gefunden hast,
das ist das Bild von Gott, das dir gut tut!

Renate: Hm.

Elia: Das ist wahr,
was Bibo sagte über Gott.

Ja natürlich:
Der Mensch macht sich Bilder.
Aber er darf das auch.
Er darf sich so viele Bilder machen, wie er braucht.

Vorausgesetzt: Er versteht, dass es nur ein Bild ist,
ein ganz kleines Bild.
Und dass er die ganze Wahrheit noch nicht fassen kann.

Ihr dürft euch den Teil Gottes nehmen,
der euch gut tut! 
Das dürft ihr tun.
Ihr dürft „Gott Vater“ sagen
oder „Alles, was ist“
oder „Irgend-etwas-wird-es-schon-geben-Gott“.

Ihr dürft sagen:
„Ich glaube nicht, dass Gott männlich ist.
Er ist bestimmt weiblich.
Eine große Mutter“.

Oder ihr dürft, wie Kinder es gerne tun, sagen:
„Mein Freund, der liebe Gott“.
Alle haben Recht.
Es stimmt alles.
Wie könnte es anders sein?

Jeder nimmt das,
was seinem Wesen in Resonanz begegnen kann.

Ein Mensch, der unter einem Vater gelitten hat,
warum auch immer,
der hat schwer Vertrauen zu Gott Vater.

Ein Mensch, der nur dem vertrauen kann,
was messbar ist,
der kann mit allen Gottesbildern nichts anfangen.
Aber der kann – wie zum Beispiel die modernen Physiker – sagen:
„Am Ende aller Rechnungen läuft es auf Gott hinaus,
denn erklären können wir ohne dies nichts“.

Jeder, wie er kann, Renate!
Du auch!
Und deshalb wäre es gut,
wenn du dich dem annäherst,
was du als schön, gut und richtig empfinden kannst.
Ja?

Renate: Ja.

Elia: Gut.
Sind wir am Ende?

Renate: Ja, Elia.
Danke.

Elia: Nein, ich danke dir.
Ich darf über dich so gewichtige Dinge sagen.
Das ist mir ein großes Glück, weißt du.
Denn ich sage es in eine Welt,
in der der Dogmatismus der Religionen
wieder laut und lauter wird.
Ich bin dir sehr dankbar.

„Alles ist Eins“, ja.
Du regst mich an, zu antworten.
Viele werden es lesen.
Ich gebe dir Trost:
„Alles ist Eins.“

Du bewegst deine Seele!
Sie entwickelt eine Sehnsucht
und jemand Anderes antwortet
auf diese Sehnsucht von dir.
Wie kann das nur sein?
„Alles ist Eins.“

Das wünsche ich dir,
dass du die Einheit fühlen kannst.
Nicht nur wissen: fühlen manchmal.
Mehr als manchmal
wäre unzuträglich deinen Kochkünsten gegenüber.

Und damit möchte ich mich für heute verabschieden.

Auf Wiedersehen.

Hajo: Auf Wiedersehen, Elia.

Renate: Danke, lieber Freund,
wenn ich das so sagen darf.

Elia: Das darfst du sagen.