www.jenseitsmedium.de Mutation

Deine Sippe braucht eine Mutation!

Die Anlage, die Gaben, die eine solche Mutation hat, die hast du doch!

Aber wenn deine Sippe so weitermacht,
wird sie für zukünftige Zeiten schlecht ausgestattet sein.

Schutzengelkontakt

Ich bitte Elia mich mit Magdalena, der Guidin von Tina zu verbinden, Tina wünscht sich die Beantwortung ihres Briefes an sie.

Ich bin in einer sehr schönen Landschaft, sanfte Hügel, hier und da Bäume, weiter entfernt waldbestandene Höhenzüge. Ein sonniger Tag ist und ich gehe einen Feldweg entlang, Schlüsselblumen blühen halb verdeckt unter alte Wintergestrüpp. Einige Schritte weiter unter dem Schatten einiger Buchen stehen Veilchen.

Ganz leicht fällt es mir, diesen Weg zu gehen, und plötzlich ist Magdalena neben mir.

Sie blinzelt mir zu und hält dann einen alten, schweren Metallwecker hoch, der an einer Schnur von ihrer Hand gehalten wird, als wäre es eine Laterne. Einen Augenblick lang ist es, als gäbe es nur noch das Geräusch des vorwärtsgehenden Zeigers: tick, tick, tick…

Verschwunden der Vogelgesang, verschwunden der Tritt unserer Füße, verschwunden ALLES… nur noch der Wecker, der an Magdalenas Hand hin und her pendelt: tick, tick, tick.

Magdalena: Irritiert dich das?

Uta: Hm, nein, aber ich frag mich, was du mir sagen willst.

Magdalena: Achtest du etwa nicht auf die Zeit?

Uta: Ja doch, mach ich, aber…

Magdalena: Aber du gehst trotzdem deinen Weg weiter?

Uta: Ja! Klar! Bringt doch nichts, wenn ich stehen bleibe…

Magdalena: Kannst du gut warten?

Uta: Ich?! Nein, gar nicht!

Magdalena: Ach doch! Kannst du!

Uta: Nein…

Magdalena: Du kannst nur dann nicht warten, wenn eine bestimmte Zeit verabredet ist. Aber davon spreche ich nicht. Ich spreche davon abzuwarten, bis etwas reif ist.

Wie hier zum Beispiel: So ein Frühlingstag ist schön, findest du, aber es gibt Menschen, die macht das nervös.

In der Zeit hier, besonders die Bauern, sie müssen warten, obwohl sie nichts dringender tun wollen, als die neue Saat in die Erde zu bringen.

Aber noch ist es zu kalt und zu trocken. Schau da, der Acker ist gepflügt, die Sonne scheint, es ist endlich nach einem langen Winter Frühling geworden.

Aber würde heute die Saat in die Erde gebracht, sie würde niemals aufgehen können. Der Bauer muss warten!

Uta: Warten auf Regen und Wärme?

Magdalena: Ja! Sag mir, von wem hängt es ab, ob eine Ernte gelingt? Vom Bauern?

Uta: Von ihm und vom Wetter

Magdalena: Genau. Seine Aufgabe ist es, alles bereit zu machen, damit das Wetter einen vorbereiteten Boden findet, in dem schon alles daliegt, um ins Leben gerufen zu werden.

Dem Bauern gelingt gar nichts ohne Regen, Wärme, Sonne, Wind im rechten Maß. Und Regen, Sonne, Wind und Wärme wirken NIE! eine Ernte ohne die Vorbereitungen des Bauern.

Alles Wachstum der Welt beruht auf dem Zusammenspiel beider Faktoren: Vorbereitung und Empfänglichkeit einerseits. Die Erde ist wie eine offene Schale, in der alles keimhaft vorhanden ist und darauf wartet, dass der Regen kommt, der Wind, die Sonne, die Wärme…

Und genauso, ganz genauso ist es mit allen Zielen, die ein Mensch hat.

Was immer er vorhat, sein Beitrag zum Gelingen ist: Vorbereitung und Empfänglichkeit.

Doch von etwas, das er nicht lenken kann, hängt dann das Gelingen ab.

Beim Bauern ist das klar: Sind die Fröste vorbei und der sanfte Mairegen kommt, dann wird alles, was er vorbereitet hat, die Energie aus dem Himmel aufnehmen. Und was nur als scheinbar toter Keim in der Erde lag, beginnt zu wachsen und schließlich zu reifen.

Nichts anderes ist es aber auch mit einem Erfinder: Er hat seine Erfindung gut vorbereitet, er hat – sagen wir seine Maschine – gut durchdacht, hat Pläne entworfen, hat ein Modell gebaut, hat ein Patent angemeldet.

Aber ob aus seiner Erfindung nun eine bahnbrechende Neuerung entsteht, das liegt nicht mehr in seiner Hand, sondern hängt davon ab, ob sich irgendwo irgendjemand findet, der seine Idee aufgreift und auf den Markt bringen kann. Der wiederrum schon auf genau diese Erfindung vorbereitet ist! Nur dann kommt es zu einer bedeutenden Erfindung.

Du hast gestern gesehen, dass Leonardo da Vinci bis zu seinem Tod seine Kunstwerke für ganz unerheblich hielt. Nie hätte er gedacht, dass diese einmal seinen Ruhm ausmachen könnten.

Denn er schätzte im Übrigen völlig zu Recht alle seine technischen Erfindungen und seine Naturbeobachtungen als viel bedeutender für die Welt ein.

Aber die ZEIT! war noch nicht reif dafür und so blieben alle seine Erfindungen unentdeckt. Hätte sie jemand zu seiner Zeit gefunden und für wert erachtet, hätte die Entwicklung der Menschheit einen völlig anderen Lauf genommen.

Zeitqualität und Vorbereitung müssen also zusammen passen.

Alle Frauen kennen das: Monat für Monat sind sie bereit für eine Schwangerschaft, aber ob sie in sich ein neues Leben austragen werden oder nicht, hängt nicht von ihrer Vorbereitung, ihrer Empfänglichkeit allein ab, der Faktor X muss dazukommen.

Uta: Die ZEIT muss reif sein?

Magdalena: Nicht ganz, BEIDES muss reif sein.

Liebe Tina, es ist nicht leicht, zu verstehen, wann die Zeit reif ist.

Und es ist erst recht für dich nicht leicht, selbst zu beurteilen, ob du gut genug vorbereitet bist oder nicht, damit der „Faktor X“ dazukommen kann und beides gemeinsam Erfolg reifen lässt in deinen Vorhaben.

Das verstehe ich sehr, sehr gut.

Aber wir müssen jetzt gemeinsam darauf sehen, WAS zur Vorbereitung gehört und was nicht, was in deiner Hand liegt und was nicht.

Vor allem bitte ich dich, darauf zu sehen, WAS dein Ziel mit dir ist!

Wo willst du hin, wie willst du dein Leben finden in 5 Jahren, 10 Jahren, 20 Jahren? Wer willst du sein und was willst du bewirken?

Es ist wirklich wichtig, dass du deiner Sehnsucht nachspürst, dann bist du wie der Bauer, der seinen Saatplan erstellt. Und es ist sehr wichtig, sich vom Winter zu verabschieden.

Der Winter soll aufhören? Gut! Dann wird es aber wirklich Zeit, auf das zu sehen, was blüht!

Also beginnen wir, deine! Zeit zu messen. Es gibt keinen Wecker, der tickt und tickt und tickt. Es gibt kein ZU SPÄT, nicht solange du weitergehst. Ein zu spät erfahren nur die Menschen, die stehenbleiben.

Es ist schwer für dich, zu erkennen, wann du stehst und wann nicht. DAS ist dein Problem und alles, was ich tun kann, um dir zu helfen, will ich gerne tun.

Zuerst einmal: Liebe, liebe Tina, dein Augenmerk, es liegt da, wo es immer schon gelegen hat: Bei den Defiziten, bei den Sätzen, die mit „Ich schaff das nicht“ anfangen.

Es ist wirklich nicht so leicht, sein Denken zu ändern, das erfordert Disziplin und Mut.

Die alten Gedanken, die haben sich im Grunde bewährt, denn du bist schließlich immer noch am Leben. Es war also eine sehr, sehr nützliche Einstellung, sich für nur sehr begrenzt fähig zu sehen, seine eigenen Ziele zu erreichen: schwach zu sein, klein zu sein, unwert zu sein.

Es hat dich geschützt – gut soweit BISHER – gut durch den Winter gekommen!

Weißt du noch, wovor es dich geschützt hat? Vor Überforderung! Nicht nur vor der durch andere, auch vor der durch dich selbst!

Du hast als Kind gelernt, dass du ICH KANN NICHT sagen darfst, aber besser nicht: ICH WILL NICHT.

Uta, fällt dir etwas auf?

Uta: Allerdings, mit diesem Reading hier ist es wirklich wie verhext gelaufen. Seit drei Wochen WILL ich es schreiben, aber ich KONNTE nicht. Irgendwelche äußeren Faktoren – teils völlig ungewöhnliche – haben es verhindert.

Magdalena: Ja, und was denkst du, woran hat es gelegen? Daran, dass du nicht vorbereitet warst?

Uta: Hm, das trifft auch zu. Es gab eine Gelegenheit, in der ich nicht kontrolliert hatte, ob alles da ist, um anzufangen. Aber öfter war es so, dass Faktoren, auf die ich keinen Einfluss hatte, mich hinderten…

Magdalena: Weil die Zeit noch nicht REIF war!

Ich möchte, dass du das verstehst, Tina.

WANN die Zeit für etwas reif ist, hängt AUCH von deiner Vorbereitung ab, aber noch viel mehr davon, ob äußere Faktoren deinen Willen unterstützen oder verhindern.

Und jetzt wollen wir uns in diesem Sinn deinem Brief widmen. Ich bedauere, so weit ausgeholt zu haben, aber mit dem, was ich dir hier erklärt habe, hast du den Schlüssel zum Tun oder nicht Tun zur rechten Zeit in der Hand und das ist es wirklich wert, lange darüber nachzudenken.

Gut nun! Dein Brief.

Liebe Magdalena,

ich schreibe dir heute, weil ich nicht mehr weiter weiß. Immer wieder komme ich in meinem Leben an diesen Punkt. Dann fasse ich meist neuen Mut, aber wirklich geändert hat sich bisher nichts. Das Leben soll doch leicht sein, warum fühlt sich meines so schwer an?

Magdalena: Liebste Tina, der weise Konfuzius sagte: Wer immer glücklich sein will, muss sich immer ändern.

Da ist etwas dran, glücklich zu sein, beinhaltet die Erfahrung außergewöhnlicher Zustände. Also muss jemand, der immer glücklich sein will, ständig für außergewöhnliche Zustände sorgen.

Liebste, ich denke, daran hast du gar kein Interesse, nicht wahr? Nein, DAS ist es nicht, es geht doch um etwas anderes.

Es geht darum, sich freuen zu können. Und Freude – zumal Lebensfreude – die hat viele Klangfarben: Es gibt die überschäumende Freude, die du empfinden kannst, wenn etwas sehr Ungewöhnliches, Gutes passiert. Im Menschenleben gibt es davon nicht allzu viele Momente.

Und es gibt die stille Freude, die eher einem Gefühl innerer Gelassenheit entspricht, eher mit Zufriedenheit bezeichnet wird und die auf einer intellektuellen Leistung des Verstandes beruht: der DANKBARKEIT.

Dankbarkeit ist tatsächlich nur da zu finden, wo die eigenen Erwartungen auf das, was einem zusteht, der Realität entsprechen.

Um es auf den Punkt zu bringen: Je weniger ich ERWARTE, um so tiefer meine Dankbarkeit für das, was ich bekomme.

Ein Bauer, der ERWARTET, dass bis spätestens Mitte April seine Saat aufgeht, wird kaum dankbar dafür sein können, wenn sie erst Ende April aufgeht. Aber ist seine Erwartung REALISTISCH?

Statistisch gesehen ja, durchaus. ABER die Natur kennt keine Statistik. Und darum ist auch die spät aufgegangene Saat „GOTT SEI DANK“ gekeimt, denn ES GIBT auch Jahre, da gelingt nicht einmal DAS.

Um also sich selbst zu einem dankbaren Menschen zu erziehen, braucht es einen Blick darauf, was es GIBT in der Welt!

Es gibt UNGLÜCK. Und gemessen daran: Wo und wie steht es mit dir JETZT?

Und selbst wer UNGLÜCK erfährt, erfährt durchaus auch Glück im Unglück. Gemessen daran: Wo und wie steht es mit dir jetzt?

Weißt du Tina, ich bin weit davon entfernt, zu sagen: Die Tina ist undankbar. Aber ich sage: Tina, bitte überprüfe deinen Betrachtungsstandpunkt.

Der Blick aufs Defizit, der ist dir durch deine Sippe anerzogen.

Aber wirklich NICHT, um ihn weiter zu entwickeln, sondern um – was das angeht – es besser zu machen, auch und erst recht für die Generation, die nach dir kommt.

Es ist gut, dass du deine Sehnsucht nach einem friedlichen Ja zu dir selbst und nach einem freudigen Ja zu deinem Leben schmerzlich vermisst. Denn nur dadurch, dass diese Sehnsucht dir wieder ganz bewusst ist, kann ich dir überhaupt diesen Brief schreiben.

Schau, liebe Tina, es ist nun einmal nicht die Tradition deiner Familie, lebensbejahend und lebensfroh zu sein, und natürlich bist du eine brave Tochter.

Aber wenn deine Sippe so weitermacht, wird sie für zukünftige Zeiten schlecht ausgestattet sein.

Deine Sippe braucht eine Mutation!

Die Anlage, die Gaben, die eine solche Mutation hat, die hast du doch! Hast du aber verstanden, worum es geht? Nicht so ganz.

Wie schön, dass ich dir schreiben darf!

Dein Leben FÜHLT sich schwer an, weil du Gedanken pflegst, die dieses schwere Gefühl MACHEN!

Mit pflegen meine ich: Wenn diese Gedanken kommen – Gedanken an nicht erreichte Ziele, Gedanken an nicht wahrgenommene Chancen, Gedanken an Dinge, die du nicht geschafft hast – dann „fütterst“ du diese Gedanken mit entsprechenden Erinnerungen. Immer mehr Erinnerungen fütterst du zu, bis das Gefühl der SCHWERE da ist: Ziel erreicht!

Ziel erreicht? Ja, aber wessen Ziel?

Tina, und das ist die ganz wichtige Frage!

Die kannst nur du dir beantworten: Soll das WIRKLICH dein Ziel sein und bleiben?

Dafür spricht: Du kennst dich bestens mit diesem Zustand aus und weißt, wie du damit durchs Leben kommst, das hat sich also bewährt.

Dagegen spricht: Du bist dir in solchen Zeiten selbst fremd, magst weder den Zustand noch dich und am wenigsten, dass es dich einfach stehen bleiben lässt, obwohl du doch so neugierig auf das Leben bist. Du fühlst dich fremd mit dir selbst (daran bist du allerdings seit Jahrzehnten gewöhnt).

Die Lösung?

Sobald du dich entschieden hast, kannst du entweder Frieden damit machen, ein Leben im inneren Zustand der Unzufriedenheit führen und bist damit ganz in der Tradition deiner Vorfahren.

Der Gewinn: Berechenbarkeit.

ODER du beginnst eine spannende Reise, auf der du niemals vorbereitet wurdest. Jeder Tag wird dann weniger vorhersehbar sein und du wirst das Leben im Allgemeinen – aber auch dein eigenes – als ein Abenteuer erleben, das alle Fülle von Möglichkeiten in sich trägt.

Dass aber, was Ergebnisse angeht, nicht zu timen ist, weil eben nur ein TEIL noch von dir abhängt. Der andere Teil davon ist, was dir schicksalhaft geboten wird.

Der Gewinn: innerer Frieden.

Tina: Dabei bin sicherlich ich diejenige, die es sich so schwer macht, aber aus ihren Verhaltensmustern einfach nicht herauskommt.

Magdalena: Wie ich schon sagte: Das sind weniger deine Verhaltensmuster als die deiner Vorfahren.

Tina: Der Wunsch nach Veränderung ist so groß, aber die Fortschritte so klein, mir zu klein.

Magdalena: Ich bin ganz froh, dass du es so empfindest, nur so habe ich die Chance, dir tiefere Erkenntnisse der Zusammenhänge zu geben.

Tina: Ich fühle mich blockiert in allem, was ich tue.

Magdalena: Und was blockiert dich? Deine Gedanken und Urteile. Du kannst nicht verhindern, dass solche Gedanken kommen, aber du entscheidest, ob du dich in sie vertiefst oder ob du sie weiterschickst und dich stattdessen mit etwas Positiverem gedanklich beschäftigst.

Du BIST nicht deine Gedanken, du HAST Gedanken!

Du bist doch auch nicht dein Bett, du hast ein Bett und du entscheidest, wie viel Zeit du darin verbringen willst.

Tina: Blockiert im Malen, im Schreiben, im Vorankommen, im Fühlen, im Nein sagen, im Empfangen.

Magdalena: Hm, hm, und die Ursache? Die liegt NUR bei dir? Ganz sicher nicht. Die Ursache liegt in dem, wovon du unbewusst SICHER bist, dass sie sich bewährt hat, ich ging darauf bereits ein.

Und darin, dass die ZEIT reif sein muss!

Wer auf die Zeitreife warten muss, der tut gut, in die Tiefe zu gehen bei seinen Vorbereitungen.

Tina: Die Liste ließe sich fortsetzen. Dabei weiß ich doch um meine Fähigkeiten, mein Potenzial. Aber ich kann es nicht leben, finde keinen Zugang. Ist es die Angst vor meiner eigenen Größe, die mich blockiert?

Magdalena: Es ist eher die Angst davor, eine Mutation zu sein und dann ganz allein und unverstanden dazustehen und als absonderlich, gar unzuverlässig dazustehen.

Es ist das Urteil anderer, das du selbst annimmst, um es über dich und dein Leben zu fällen.

Tina: Am schlimmsten ist die Orientierungslosigkeit. Das Nichtwissen darüber, worauf ich mich konzentrieren soll bzw. will.

Magdalena: Ach, das Ziel ist schon klar: Lebensbejahend sein, alles andere sind die Mittel, die dazu führen sollen. Es gibt allerdings nur ein einziges Mittel, nämlich: ACHTSAM für das zu werden, was HEUTE dankenswert ist!

All deine Gaben, ach, du könntest dich darüber genauso gut freuen, wie du sie nun als Last empfindest, deine Vielseitigkeit als Lust am Experiment betrachten.

Dann allerdings würdest du ein zufriedener – „schlimmer“ noch – ein selbstzufriedener Mensch werden.

Und das wäre die größtmögliche Mutation.

Tina: Mit 38 Jahren führe ich noch immer ein Leben in Abhängigkeit, habe es nicht geschafft, mir etwas aufzubauen, Versagensängste quälen mich.

Magdalena: Liebste, weil der Wecker tickt? Wessen Wecker, wessen Zeit?

Tina: So viel probiert, immer wieder gescheitert. Schuldgefühle, es zu nichts gebracht zu haben.

Magdalena: Wessen NICHTS? Deins? An wem oder was misst du Erfolg?

Wusstest du, dass sich Rockefeller zeit seines Lebens erfolglos gefühlt hat? Erstaunlich, nicht wahr?!

Weißt du, was aus unserer Sicht Erfolg ist? Sich selbst gelebt zu haben und damit das Leben überhaupt gestärkt zu haben!

Wenn jemanden stirbt, dann analysiert er seine Wirkung auf das Leben. Nein, nicht einfach die Wirkung des Lebens auf sich selbst, sondern die Wirkung seines Lebens auf die Entwicklung anderer.

Erfolgreich in diesem Sinn ist der, der bewirkt hat, dass andere Seelen sich auch weiterentwickeln konnten, dass er ihnen die Gelegenheit dazu gab.

Da die meisten Seelen noch gar nicht reif dafür sind, so auf ihr Leben zu schauen, sind sie sehr erstaunt darüber, wie wichtig gerade das für sie wird, sobald sie wieder hier sind.

Damit wir uns richtig verstehen: Es geht NICHT darum, GROSSES, Weltbewegendes, Massenwirksames zu bewirken.

Wer auch nur einer einzigen Seele durch seine Art, zu sein, geholfen hat, sich selbst weiter zu entwickeln, hat ein Universum gerettet.

Tina: Die Aussage, medial zu sein, die ich vor fast 2 Jahren durch ein Channeling erhielt, kam wie ein Geschenk, all das hinter mir lassen zu können.

Schnell entdeckte ich meine Liebe zur geistigen Welt. Aber je weniger funktionierte, umso mehr wurde mir klar: Wie soll ich Kontakt zu euch aufbauen können, wenn ich ihn zu mir selbst verloren habe?

Magdalena: Das ist leider wahr. Es geht weniger um den Kontakt, es geht darum, empfänglich zu sein, NICHT zu kontrollieren und darum statt „ich WILL nicht“ (was absolut erlaubt ist) „ich KANN nicht“ zu sagen. An ganz schlechten Tagen bei dir auch: „Ich kann NICHTS“.

Solche Gedanken lösen Versagensgefühle und Gefühle des Unwertes aus, auch des Unmuts.

Wir aber haben Energien, die auf echter Begeisterung beruhen, das passt schwer zusammen!

Tina: Eine Therapie folgt der nächsten, ein Programm dem anderen. Ich muss an mir arbeiten, tönt immer wieder eine innere Stimme. Wie soll sich schließlich etwas ändern, wenn ich nichts dafür tue?

Magdalena: TUN? Ach, DAS ist nicht das Problem, sondern das SEIN: zu Frieden sein, hm, im Frieden SEIN, hm, hm.

Tina: Dann kommen Zeiten, in denen ich vor lauter Anstrengung resigniere.

Magdalena: Und was wäre, wenn du dich – dein Ich – so anstrengst, DAMIT es resigniert? Was wäre, wenn es ganz leicht wäre?

Unheimlich? Ja! Da gruselt sich deine ganze Sippe vor so viel Leicht-Fertigkeit.

Tina: Zeiten, in denen ich versuche, im Jetzt zu leben, nicht an das Morgen zu denken, frei zu sein von Erwartungen. Aber auch diese Zeiten sind nur von kurzer Dauer.

Magdalena: Hm, hm, es ist noch instabil, aber es ist DA! Und damit ist der Beweis erbracht, dass es möglich ist!

Wenn du aber als Beweis für deine Fähigkeit einen immerwährenden Zustand erwartest, muss ich dich enttäuschen. DER ist erst möglich, wenn ein Mensch nicht mehr irdisch ist!

Aber diese Zustände der Zufriedenheit können mehr und mehr und mehr werden, sogar deutlich überwiegen. Und DAS ist dann wirklich sehr, sehr wünschenswert.

Tina: Wieder schwanger zu sein, bedeutete für mich auch loslassen. Der Wunsch nach Medialität und Vorankommen blieb zwar weiter präsent, aber der Druck hatte abgenommen.

Magdalena: Weil es WICHTIGERES gab!

Tina: Das erste Mal im Leben war ich voller Vertrauen. Vertrauen, dass sich alles fügen würde. Ich konnte Joshua so stark in meinem Bauch spüren, er war so präsent. Als wolle er mir zeigen, was es heißt, lebensfroh zu sein.

Magdalena: Ja, ganz genau!

Tina: Selbst als ich ihn verlor, bin ich im Vertrauen geblieben. Ich konnte eure Anwesenheit im Krankenhaus spüren. Ihr habt mich getragen durch diese schwere Zeit. Wie dankbar ich euch dafür bin. Diese Kraft, mit dem Verlust umzugehen, ist bis heute geblieben. War es das, was ich lernen sollte?

Magdalena: Ja, das war leider nicht anders zu arrangieren. Joshua hat es sehr gerne getan.

Tina: Manchmal fühle ich mich hart und aus Stein, weil ich kaum noch um mein Kind weine.

Magdalena: Dein Kind IST und war und wird immer sein eine wunderbare, große und erwachsene Seele!

Tina: Nach einer Phase der Ruhe und Trauer ist der Druck natürlich zurückgekommen. Kein Kind mehr, auf das ich meine Aufmerksamkeit legen kann.

Magdalena: Auch kein Kind, das deine Mutation aus der Sippe sein kann an deiner Stelle. Der Stab ist wieder an dich zurückgegeben.

Tina: Wieder muss ich schauen, dass ich eine Aufgabe finde, Geld verdiene.

Magdalena: Tina? WIE DIE MEISTEN ALLER MENSCHEN AUCH!

Das gibt es, das ist in der Welt so. Gibt es Schwereres? Ja? Hm, könnte es sein, dass du da Formulierungsfehler im Satz hast?

Was wäre, wenn du sagen würdest: Gott sei Dank, ich bin gesund und findig genug, um Geld verdienen zu können?

Was wäre, wenn du sagen könntest: Gott sei Dank habe ich so viele Talente, dass ich erst einmal ausprobieren kann, welches mir gerade besonders viel Spaß macht?

Aber natürlich darfst du auch weiter klagen, das kennst du und das ist auch GUT in der Sippe verankert und bei allen dich umgebenden Menschen sowieso. Eine einzige Ansammlung von Menschen, die alle „Problemträger“ sind!

Was wäre, wenn du zum Lösungsträger würdest?

Ui! Das könnte WIRKLICH überfordernd werden, denn mit deinen NEINS ist es noch so, dass das Training dir zu fehlen scheint. Obwohl: Du sagst schon NEIN, meistens allerdings zu dir und deinen Fähigkeiten selbst.

Darfst du, das darfst du, deshalb lieben wir dich doch. WIR wissen, dass die ZEIT reif sein muss.

Tina: Das neue Jahr hat gerade begonnen, aber wieder fühle ich mich richtungslos und was noch viel schlimmer ist, energielos.

Magdalena: Oh je, so viel Selbstqual, ach, meine liebe Seele! Noch einmal möchte ich betonen, es gibt nur EINE Form von Versagen: GAR NICHT weiter zu gehen!

Tina: Auch das Verhältnis zu meiner Mutter belastet mich immer mehr. Ich spüre, wie ich mich innerlich immer weiter von ihr entferne, dabei sollte ich doch ihr Licht sehen und vergeben.

Magdalena: Tina, vergeben ist doch gar nicht möglich, solange du unbewusst noch meinst, ihr FOLGEN zu müssen.

Allerdings geht es eben NICHT darum, sich von ihr zu distanzieren, sondern davon, dass NICHTS Schönes zu fühlen gut und richtig ist.

Und dass echte LEICHTIGKEIT gefährlich sei.

Dabei ist nur Leichtfertigkeit gefährlich, zu der allerdings hast du gar kein Talent!

Weißt du, Tina, ich sag dir ein RIESENGEHEIMNIS über deine Mutter: SIE IST NUR EINFACH EINE FRAU. Wenn dir das zur Wahrheit würde, wäre es ganz leicht, zu vergeben.

Tina: Kannst du, liebe Magdalena, Antworten auf all das geben? Für mich fühlt es sich an, als würde ich feststecken. War das auch die Botschaft des Traumes, den ich in der Nacht vom 30. zum 31.12. hatte? Der Traum, der plötzlich kein Traum mehr war?

Als ich mich in dieser schwarzen Masse befand, die mich festhielt, und die ich überall an meinem Körper fühlen konnte. Noch nie zuvor habe ich so etwas erlebt. Und ich staune, dass ich trotz Panik ganz ruhig bleiben und weiterschlafen konnte.

Magdalena: Tina, energetisch hast du da tatsächlich in einer solchen Masse gesteckt, so ist es dir deutlich geworden.

Ich fasse zusammen, mein liebes Herz.

Du BIST nicht ohnmächtig! Tatsächlich hast du und benutzt du deine Selbstmächtigkeit, aber du setzt sie NICHT dafür ein, in die Dankbarkeit zu kommen, was nichts anderes ist als in ein neues, heiteres, gelassenes Verständnis für die Qualität der Zeit.

Sondern du benutzt es unbewusst, um diesen Zustand NICHT Wirklichkeit werden zu lassen. Tina, was immer du tust oder nicht tust, welches Urteil du auch immer triffst: Es hat alles seinen Preis.

Die Frage ist also nicht, ob du einen Preis bezahlen musst, sondern, für was du bereit bist, einen Preis zu zahlen.

Wirst du aus den Werten deiner Sippe heraus mutieren, hat es seinen Preis. Wirst du es nicht tun, hat es seinen Preis. Wirst du unzufrieden bleiben, hat es seinen Preis. Wirst du zufriedener und immer zufriedener werden, hat es seinen Preis.

Welchen WILLST du zahlen?

Tina: Ich danke dir so sehr für deine Antworten!

Magdalena: Ich würde jetzt sagen: Gern geschehen, aber mir ist schon klar, dass ich dir keine Babynahrung gegeben habe und manches, was ich sagte, erst einmal schwer verdaulich sein wird. Aber ich weiß auch, dass du dankbar dafür bist und mich nicht schimpfst deswegen.

Weißt du, mir ist natürlich bekannt, WIE schwer es ist, sich selbst zu erneuern. Mir ist aber auch klar: Was die Notwendigkeit angeht, dies auch zu tun, ich dir keine Antwort schuldig bleiben darf.

Deiner Seele ist viel geschehen, um so verwirrt über ihren eigenen Wert zu werden, da ist es klar, dass auch viel geschehen muss, damit die Knoten sich lösen.

Nun wünsche ich dir Hilfe und Unterstützung auf diesem Weg! Was ich tun kann, das tue ich.

Deine Magdalena!