Elia – Des Menschen Heimat ist nicht finster!

Des Menschen Heimat ist nicht finster!

 Des Menschen Heimat ist der Ausdruck seiner wunderbaren Seele.
Nichts anderes ist das Jenseits als Ausdruck dessen,
was wir sind,
was ihr seid,
was Gott ist.

Wie kann es da finster sein?!

Ihr kommt also nicht nur hier her,
weil ihr eure Angst überwinden wollt,

sondern ihr kommt zu allererst
– ganz tief –
weil ihr endlich wissen wollt,

ob eure Sehnsucht wahr ist,
dass eure Heimat eine Schöne ist.

Euch dabei zu helfen,
sind wir gerne bereit.

Elia

Elia: Guten Abend, meine lieben Freunde.

Hajo: Guten Abend, Elia.

Angelique und Maria: Guten Abend, Elia.

Elia: Ich grüße euch, meine beiden Freundinnen.
Wie schön, euch zu begegnen.

Wie mutig von dir, Angelique.
Und auch von dir, meine Liebe.

Was euch treibt, ist aber mehr als Mut.
Was euch treibt, ist auch,
eine Sehnsucht erfüllt zu kriegen.

Beide seid ihr wie Kinder,
die in ein fremdes Land verschlagen wurden.
Das, so schön es ist, doch nicht ihre Heimat ist.
Nur die Erinnerung an ihre Heimat,
die ist ihnen nicht mehr klar.

Ihr seid wie Kinder, die fragten:
„Sag mir, du, der du mich jetzt siehst
und du, der du mich liebst, sag mir:
Woher komme ich?“

Und beide bekamt ihr zu Antwort:
„Frag nicht, besser, du vergisst es“.

Dennoch ist da eine Sehnsucht in euch!
Und weil ihr eure Frage nach den Wurzeln,
nach der Heimat nicht erklärt bekommt,
da habt ihr Angst,
es könnte nur eine finstere Heimat sein,
die man so eifrig verteidigt.

Nein, des Menschen Heimat ist nicht finster.
Des Menschen Heimat ist der Ausdruck
seiner wunderbaren Seele.

Nichts anderes ist das Jenseits als Ausdruck dessen,
was wir sind,
was ihr seid,
was Gott ist.
Wie kann es da finster sein?!

Ihr kommt also nicht nur hier her,
weil ihr eure Angst überwinden wollt!
Sondern ihr kommt zu allererst – ganz tief –
weil ihr endlich wissen wollt,
ob eure Sehnsucht wahr ist,
dass eure Heimat eine Schöne ist.

Euch dabei zu helfen,
sind wir gerne bereit.

Nun, meine liebe Angelique,
bitte ich dich,
dass du zuerst deine erste Frage stellst.

Angelique: Ich möchte endlich dieses Trauma verarbeiten,
das ich erlebt habe, weiß aber nicht wie.

Elia: Nein.
Zuerst einmal wird es darum gehen,
dass du dir vergegenwärtigen kannst,
was geschehen ist.
Und das quält dich am Meisten.
Nicht wahr?

Angelique: Ja.

Elia: Etwas Finsteres ist da in dir.
Es ist wie der Nachklang eines mächtigen Gongs,
weil du den Ton nicht mehr hörst,
nur noch den Druck spürst.

Etwas war da, das weißt du.
Aber du weißt nicht mehr:
Was? 
Was du wirklich wissen willst, ist,
was geschehen ist, nicht wahr?

Angelique: Ja.
Elia: Ich möchte in kleinen Abschnitten
dich zu dem führen,
was geschehen ist.

Sam wird dir dabei helfen,
morgen Vertrauen zu finden in deine Stärke,
mit dem Jenseits umzugehen.

Ich habe die Aufgabe,
dir heute die ursprüngliche Situation
aus irdischer Sicht darzustellen,
wenn du es mir erlaubst.

Angelique: Ja.
Ich bitte dich darum.

Elia: Du kennst die Stadt Hamburg, nicht wahr?

Angelique: Ja.

Elia: Hamburg wurde sehr schwer bombardiert.
Ist dir das bekannt?

Angelique: Nein.

Elia: Viele Menschen starben damals in den brennenden Straßen.
Wer sich retten wollte, der hatte entweder die Möglichkeit,
in Luftschutzkellern Schutz zu suchen.
Oder wenn das nicht möglich war
– und auch das kam vor –
sprangen diese Menschen in die Kanäle der Stadt,
teilweise auch in einen Fluss, der sich Alster nennt.

Kannst du dir das vorstellen?

Angelique: Ja. Ich habe nämlich Angst vor Wasser.

Elia: Ja, dir ist solches geschehen.
Du musstest versuchen,
dich in dieser Weise vor dem Feuer zu retten.
Verstehst du?

Angelique: Hm.

Elia: Es war ein dunkles Wasser,
es war ein kaltes Wasser.

Es hat dich nicht gerettet.
Das allein allerdings war nicht dein Schmerz.
Das allein allerdings war nicht der Anlass
deines Widerwillens, einzugestehen, zu sterben.

Du warst eine Mutter.
Eine Mutter von kleinen Kindern und du wolltest leben,
um sie zu retten.

Verstehst du?
Wie fühlst du dich?

Angelique: Traurig.

Elia: Kannst du das akzeptieren?
Dass du jetzt traurig bist, darf sein.
Ja?

Angelique: Ja.

Elia: Darf ich dir noch etwas sagen?
Was möchtest du denn jetzt wissen?
Wer die Kinder waren, nicht wahr?
Ja?

Angelique: Ja.
Ich möchte die ganze Geschichte wissen.

Elia: Du weißt, wer die Kinder waren.
Nichts
– keine Macht der Welt, keine Bomben,
kein Feuer, kein Gift, kein Schwert –
kann jemals durch Gewalt jene trennen,
die sich lieben. 
Und was hier sterben muss,
findet sich doch in Liebe wieder
und beginnt neu.
Verstehst du, wer deine Kinder waren?

Angelique: Die Kinder, die ich jetzt habe?

Elia: Ja.

Angelique: Alle Drei?

Elia: Ja, ihr gehört zusammen.
Deine Angst hat sogar eine Funktion für deine Kinder:
Auch sie können sich auf diesem Wege
mit dem auseinandersetzen,
was ewiges Leben ist.
Ja?

Angelique: Hm.

Elia: Es war nicht das Schlimmste für dich, zu sterben. 
Du konntest es nicht zugeben, zu sterben,
weil du dann zugeben hättest müssen,
dass du ihnen nicht helfen kannst.
Ja?

Angelique: Hm.

Elia: Aber euch ist geholfen, ihr lebt.
Ihr lebt!
Angelique, ihr lebt.

Du schaust ihnen in die Augen
und es sind gute Augen und das weißt du:
Ihr seid beieinander,
ihr habt eine Zukunft.
Worum es morgen gehen wird,
das wirst du erfahren:
Erfahren – nicht nur wissen – dass du lebst.
Gestern ist vorbei.

Hamburg, so wie du es kanntest,
gibt’s nicht mehr.
Dich, wie du dich kanntest,
gibt’s nicht mehr, es ist abgeschlossen.
Du lebst und so ist es gut.

Das zu erfahren,
das ist das Ziel unserer Arbeit morgen.
Ja?

Angelique: Ja. Danke.

Elia: Gern geschehen.
Und nun deine Frage, meine Liebe.

Maria: Ja, ich wüsste gerne,
warum ich so wenig Kämpferisches mitbekommen habe?

Elia: Schau, du willst sanft mit den Menschen umgehen,
du willst nicht mehr kämpfen.

Das hast du dir vorgenommen: Nie wieder kämpfen! 
Aber manchmal ist es sehr wichtig, das zu tun.

Du wirst dir begegnen als Kämpfer
und du wirst verstehen,
warum du danach so schlecht von dir gehalten hast.

Aber du wirst erst recht verstehen,
wie viel Gutes du trotzdem getan hast.

Mensch sein, das ist nicht möglich,
ohne zu lernen, was Demut ist.
Demut heißt aber nicht,
schlecht von sich zu denken.

Demut heißt:
„Ich weiß, was ich kann und was nicht.
Ich weiß, was ich gelernt habe und was ich noch lernen sollte.
Ich weiß, wozu ich fähig bin und was mir völlig unmöglich ist.“

Demut heißt: Sich auf die richtige Stelle zu stellen
– weder hoch noch tief – in die Mitte zu kommen.
Das wird unser Ziel sein.

Ich darf dir nicht so viel vorhersagen,
wie ich es eben deiner Mutter sagte.
Ich bitte um Verständnis.

Du bist auf dem Weg in die Mitte
und das ist eine sehr gute Bewegung.
Du bist sogar in einer fantastische Bewegung in unseren Augen.
Denn in die Mitte zu kommen,
das ist das Ziel allen menschlichen Strebens.

Wer hochmütig war,
der wird zum Ausgleich dafür nicht etwa demütig
– das habe ich eben erklärt –
sondern er fühlt sich ohnmächtig. Ja?

Aber Ohnmacht zu fühlen, das ist häufig eine Illusion,
ein Fortlaufen vom Kampf, wo doch zu kämpfen ist.

Ein Fortlaufen von der Verantwortung, die doch zu tragen ist.
Wer ohnmächtig ist,
der ist oft viel mehr ein Täter als ein Opfer.

„Ich bin klein!“
Das sagt er sich und allen Anderen und damit:
Damit vergisst er seinen Stellenwert,
sein Ziel,
seine Herkunft.

Er verliert sich selbst.

Du aber bist schon längst nicht mehr
in diesem Zyklus der Entwicklung.
Das liegt weit hinter dir.
Was dir jetzt fehlt, das ist der Mut,
dich zu sehen, wie du wirklich bist.

Es ist so leicht für dich, darauf zu schauen,
was du nicht kannst.
Darin bist du sehr geübt! 

Ich und meine liebe Mitschwester,
deine Guidin Josefa,
wir werden dich darin üben,
darauf zu schauen, was du kannst.

Es ist leicht für dich, darauf zu schauen, wo du klein bist.
Darin bist du geübt.


Wir werden dich darin üben, darauf zu schauen,
wo du groß und kräftig bist.


Du wirst davon sozusagen
einen Muskelkater der Seele bekommen.

Stör dich nicht daran,
es macht dich nur noch stärker.

Du bist nicht klein, das bist du nicht.
Sondern im Gegenteil:
Du bist eine derer,
die schon seit drei Inkarnationen auf die Erde kommen,
um jenen ein Licht zu sein,
die im Dunkeln sitzen.

Du hast etwas zu sagen in dieser Welt,
du hast etwas weiterzugeben.
Du baust mit an einer neuen Zukunft dieser Menschen.

Nun fehlt dir noch die rechte Übung,
auf das zu schauen, was dir den Rücken stärkt.
Magst du diesen Weg mit uns gehen?

M: Ja, natürlich.

Elia: Na dann.
Ich denke, beide – beide, auch du, Angelique –
habt ein wunderbares Ziel vor euch.

Diese Welt ist wunderschön.
Die Menschen sind wirklich Gottes Kinder.
Aber sie sind krank, sie brauchen euch.

Hamburg, Angelique, hat dich aus dem Leben genommen
zu einem Zeitpunkt, als du nicht mehr glauben konntest,
dass die Welt dich braucht.

Aber sie braucht dich und sie ist wunderbar.
Und die Menschen sind wunderbar.

Du, du wirst wieder zu dem finden,
was einmal ganz deins war: dein Kampfgeist.

Ja, da seid ihr beide sehr verwandt,
ihr Kämpferinnen.

Glaubt mir, jeder Kämpfer ist einmal müde.
Jeder Kämpfer sitzt einmal da und meint,
er kann so gar nicht mehr
und hält nur noch wenig von seiner Kraft.

Aber schaut, er steht dennoch auf,
macht sich dennoch auf den Weg.
Er ergreift wieder sein Schwert.
Und er zieht wieder ins Land.

So ist auch eure Art.

Angelique, schau doch einmal darauf,
wie oft du schon müde warst.
Wie oft du schon gedacht hast:
Jetzt kann ich nicht mehr lachen.

Und bist doch jedes Mal wieder aufgestanden.
Magst du dich dafür einmal loben?


Angelique: Das fällt mir schwer.

Elia: So! Dann üben wir das neu.
Wir machen eine Pause.

Hajo: Ja.

Elia: Ja, meine Lieben.
Nun habt ihr Einiges über euer Zueinander erfahren,
das ihr eigentlich wusstet.
Nur Namen hattet ihr nicht,
um daraus Worte zu formen.
So ist es oft.

Meine liebe Angelique, du weißt,
aber du hast keinen Namen,
um es zu benennen.
Du fühlst schon etwas,
aber es vermischt sich so eigenartig in dir.

Es ist, als hättest du tausend kleine Schubladen.
Und die Schubladen sind verschlossen.
Und du weißt nicht, wie du sie aufkriegst.

Aber du weißt, was da drin ist.
Und du weißt: Es gehört dir.

Das darfst du nicht vergessen: 
es ist alles da in deinen Schubladen!
Ja?


Angelique: Hm.

Elia: Nein, nein, du hast keinen Mangel an Gefühl.
Die Gefühle sind da, aber verschlossen.

Und das nicht nur,
weil du in deinem Tode traumatisiert warst.

Das ist die Ursache,
warum es dir so schwer fällt,
zu verstehen, woher deine Melancholie kommt.
Ja?

Angelique: Hm.

Elia: Aber die verschlossenen Gefühle,
die haben eine andere Ursache.
Und über die wirst du, wenn deine Seele es mag,
mehr erfahren am morgigen und über morgigen Tag.
Ja?


Angelique: Ja.


Elia: Häufig sind die Leben, die wir führen,
die Folge eines vorhergegangen Lebens
– im Guten wie im Negativen.

Wir sehen an dem, was wir heute sind
und an den Menschen, die wir um uns haben,
was wir in vergangener Zeit
für Urteile über uns gesprochen haben.
Über uns gesprochen haben oder über das Leben,
so wie es ist.

Manche Urteile sind gut.
So hast du zum Beispiel, meine liebe Maria,
nicht das Urteil über dich gefällt:
Es ist gut, dumm zu sein.

Ja, manche tun das!
Zum Beispiel solche, die ihre Intelligenz missbraucht haben.
Ja?
Oder die für ihre Intelligenz bestraft wurden.
Dieses Urteil hast du nicht über dich gefällt.
Du konntest deinen Intellekt frei entwickeln.

Das Urteil, das du über dich gefällt hast, war aber:
Ich benutze meine Reserven nicht,
weil ich damit nicht umgehen kann.
Ich kann mit meinen Vorzügen nicht umgehen.
Das sollten wir revidieren, nicht wahr?
Du kannst mit deinen Vorzügen umgehen.
Du bist ein ethisch tiefer Mensch.

Und es ist gut, dass solche Menschen in diese Welt geboren sind.
Du hast auch niemals zu dir gesagt:
Ich will nie wieder fühlen.

Ist das nicht gut?!
Das ist sehr gut, denn du fühlst.

Du siehst,
du hast also in vergangenen Leben durchaus Dinge getan,
die sehr positiv sind, nicht wahr?

Aber du hast auch leiden müssen.
Leiden, weil du stark warst.

Leiden, weil du mutig warst.
Leiden, weil du sehr laut warst.
Du warst sozusagen nicht zu überhören.
Und das meine ich nicht auf die Lautstärke
in phonetischer Weise bezogen,
sondern das meine ich
in der Geradlinigkeit deiner Gedankenführung.

Man konnte sich schlecht deinen Argumentationen entziehen.
Also musste man andere Wege finden,
um dich mundtot zu machen!
Verstehst du jetzt,
warum du so oft schweigst statt redest?

Maria: Ja. Das kann ich.

Elia: Hm. Du wirst lernen.
Du wirst lernen,
die Mitte zwischen Reden und Schweigen zu finden.
Ja.

Angelique, in dir sind zwei Dinge mächtig:
Einerseits der Wille, zu leben,
und andererseits der Wille,
es nicht mehr tun zu müssen.

Was wäre da zwischen beiden?

Die Freude, zu leben!

„Ich bin jemand,
der sich nicht darüber freuen kann, dass er lebt“.

Das ist ein Urteil, das du gefällt hast in einer Zeit,
die vorbei ist.

Sie gehört der Vergangenheit an, endgültig! 

Und dass dies endgültig ist,
daran wollen wir arbeiten.

Einverstanden?

Angelique: Ja.

Elia: Gut. Nun stell mir deine nächste Frage.

Angelique: Ich möchte gerne wissen,
wie ich das Zusammenleben
mit meinem Mann erleichtern kann.
Weil: Das hat auch wieder mit Gefühlen zu tun.
Und ich weiß nicht,
ob das mit all dem zusammenhängt,
was wir gerade besprochen haben.


Elia: Schau, Angelique,
man kann mit dem Verstand nicht lieben! 
Hm?

Man kann sich sagen, es ist vernünftig, dies zu tun.
Es ist vernünftig, Liebe zu empfinden.
Aber so geht es nicht! 
Du möchtest schon gern empfinden.
Aber ist das denn die Wahrheit in dir
oder ist das die Notwendigkeit,
sich der Wahrheit zu stellen?

Ein Leben, in dem Wahrheit keinen Schrecken haben muss
– Lüge aber sehr wohl – Täuschung auch – Enttäuschung auch!
 

Du musst die Königin deines Lebens sein!
Wenn du hierher kommst in deine Heimat der Seele,
dann wirst du anderen Seelen begegnen,
die dich noch nicht kennen.

Wir sind sehr kommunikativ!
 

Und diese Seelen, die dich noch nicht kennen,
die werden dir mit der Frage begegnen:
„Wer bist du?“

Und die einzige Antwort, deren Inhalt sie verstehen,
ist, wenn du sagst: „Ich bin ich.“

Und dann fühlen sie,
wer dieses Ich ist.

Aber wenn du sagst:
„Ich bin die Mutter meiner Kinder,
ich bin die Frau meines Mannes,
ich bin die Tochter meiner Eltern“
dann verstehen sie dich nicht.

Denn all das, das sind die Mäntel,
die eine Seele anzieht,
wenn sie auf der Erde lebt.
Aber das Ich ist unter dem Mantel.

Du musst die Königin deines Lebens sein!
Schau, einer Königin gehört ein Reich.
Das ist das Leben, das ihr führt.

Und in diesem Reich,
da gibt es vielleicht einen benachbarten König,
der hat auch sein Reich.

Und es gibt Prinzen,
Prinzessinnen, die sind dazu auserkoren,
einmal ihr eigenes Reich zu gründen.

So lange, bis sie das können,
bist du bereit, sie zu unterstützen.

Aber zuallererst,
zuallererst bist du die Königin deines Reiches!

Darum schau dir alles an.
Schau dir an,
welche Arbeit du als Königin deines Reiches getan hast.

Hast du deinem Reich
deine eigenen Gesetze gegeben?

Hast du deinem Reich alles gegeben,
damit es ihm gut geht
und an nichts fehlt?

Nein, die Gesetze deines Reiches,
die hast du dir hier und da und dort ausgeliehen.

Es müssen aber deine Gesetze sein! 
Es muss deine Wahrheit sein!

Erst dann, wenn das getan ist,
dann ist eine gute Zeit,
sich mit den Königinnen
des Nachbarlandes auseinander zu setzen.

Erst dann, wenn das getan ist,
dann ist es eine gute Zeit,
sich mit den Prinzen und Prinzessinnen auseinander zu setzen.

Aber zuerst musst du deine Herrschaft
über dein Land in deine Hand nehmen!
Dein Leben: „Ich bin Ich!“

Angelique ist Angelique!

Sie ist das kleine Mädchen,
das auf einer Wiese Ball gefangen hat.

Sie ist die junge Frau,
die so entzückend lachen konnte.

Sie ist die Mutter,
die ihr Kind in der Nacht wiegt, bis es endlich schläft.
Sie ist die Frau,
die sich nach Zärtlichkeit sehnt.

Sie ist die Weise,
die schon Jahrzehnte lang auf dieser Erde gewandelt ist.
Alles das ist Angelique gleichzeitig.

All denen gilt es, Respekt zu zeugen.

Deinem Kind wirst du immer Mutter sein.
Doch was du deinem Mann sein wirst,
das wird von deiner Wahrhaftigkeit abhängen.

Das wird auch davon abhängen,
ob er einverstanden sein kann
mit den Gesetzen deines Landes! 

Ob er einverstanden sein kann, wenn du ihm sagst:
„Ich bin ich.
Und das ist gut so!
Ich habe meine Bedürfnisse,
meine Träume,
meine Wurzeln,
meine Kräfte.
Und das ist gut so!“

Ehe du darüber nachdenkst, wie du, Königin,
dich mit ihm, König, einigen kannst,
musst du herausfinden, wer du bist! 
Ja?

Angelique: Ja, das verstehe ich.

Elia: Das ist schön.
Wir haben, lieber Hajo,
hier zwei wertvolle und wunderbare Seelen.
Ich möchte,
dass sie mit großer Sanftheit gefördert werden.

H: Hm.

Elia: Ich möchte,
dass ihr den üblichen Ablauf der Regressionen mit ihnen macht.

Aber bei Angelique möchte ich,
dass sie zuerst und in der ersten Regressionseinheit 
statt durch die Tür zu gehen,
durch ein Fenster schaut
und dabei Zuschauer bleibt,
wie sie gelebt hat und wie sie gestorben ist.

H: Hm.

Elia: Das ist mir wichtig,
dass Angelique beim ersten Mal noch nicht durch die Tür geht.
Ja?

H: Ja.

Elia: Ich denke, wir haben uns verstanden.

H: Ja.

Elia: Gut.
Maria, deine nächste Frage.

M: Ich hab manchmal das Gefühl
– vor allen Dingen abends im Bett –
dass irgend jemand Fremdes um mich herum ist.
Und ich würde gerne wissen, was das ist.

Elia: Du weißt es doch schon.
Du weißt es längst.
Natürlich ist jemand da.

Du hast drei Guides.
Die Irdische davon ist Josepha.
Sie ist eine wundervolle Frau.
Sie ist eine Seele, so tief und groß und fröhlich,
wie es eben ihre Art war, auch zu Lebzeiten.
Zupackend und aufmunternd,
aber auch in der Lage, zu trösten,
aber sie ist schon ein wenig schüchtern.
Niemals bräche sie in dein Leben ein mit Gewalt.

Aber du fühlst sie,
wenn sie hinter dir an deinem Kopfende steht.

Und du spürst sie manchmal auch,
wenn sie zum Fenster herausschaut.
Du spürst sie manchmal,
als ginge die Tür auf.
Aber sie öffnet sich nicht.
Sie ist wie ein frischer Wind an einem warmen Tag.
Man friert nicht,
sondern man wird ein wenig getröstet in der Hitze der Glut.
Ja?

Maria: Hm. Ja.

Elia: Sie hat dich sehr lieb.
Du wirst sie kennen lernen morgen.
Ja?

Es sind noch zwei Andere da.
Der Eine ist sehr ernst,
ein weiser Lehrer.

Einer, der viele lehrte.
Die waren wie du.

Er ist milde, aber geradlinig.
Er ist treu.
Aber er hat wenig Humor,
was er nicht gerne hört.
Ein Lehrer eben.

Über den Dritten,
da darf ich dir noch nichts sagen.
Dem wirst du selbst begegnen,
wenn es Zeit ist.


Fürchte dich nicht.
Warum solltest du das tun?

Du weißt das auch.
Du weißt, dass du dich nicht fürchten musst.

Was du fürchtest, ist die Konsequenz.
Aber niemand wird dir je Konsequenzen offerieren,
die für dich unzeitgemäß wären.

Dies ist nicht die Stunde,
dies ist nicht der Tag,
nicht das Jahr,
nicht einmal das Jahrzehnt,
in dem du deine volle Reife erreichen wirst.

Dies ist die Zeit der Vorbereitung.

Dies ist eine Zeit –
wie bei einem Apfelbaum:
Die Blüte ist schon vorbei,
die ersten Früchte, man kann sie kaum sehen,
so klein sind sie noch.
Aber sie sind da.

Die Zeit des frühen Sommers,
eine wunderschöne Zeit.
Das ist jetzt.

Das ist jetzt:
Wachsen,
Zunehmen an Erkenntnis und Tiefe
und auch an Zweifeln,
an Demut.

Erwachsen sein heißt:
demütig sein.

Sehen, was man kann
und was man nicht kann.

Reifen und Struktur.
Noch kann man nicht erkennen,
welche Art von Frucht da heran wächst:
Apfel oder Birne?

Das ist noch nicht zu sagen.
Reifen, Zeit haben dürfen.
Das Leben studieren,
Maria, das ist das Allerwichtigste.

Das Leben studieren:
Warum sind Menschen, wie sie sind?

Warum ist die Schöpfung, wie sie ist?

Was treibt?

Was bewegt?

Was verhindert?

Und nicht zuletzt:
Warum bin ich, wie ich bin?

Alle Fragen, deren Antworten du dir erarbeitest.
Das werden Fragen sein,
mit denen sich Andere einmal 
zur Zeit deiner Reife an dich wenden können.

Und du wirst sie nicht belehren müssen
aus Büchern,
sondern du wirst sie aus der Mitte deines Herzens
belehren können.
 
Aus deinem Erleben!

Studiere das Leben, Maria.
Die Jenseitigen sind gern mit dabei.

Noch, noch darfst du experimentieren,
verwerfen, erforschen.

Noch ist es nicht festgelegt,
was es sein soll:
Apfel oder Birne.
Ja?

Maria: Ja.

Elia: Das fühlt sich besser an, nicht wahr?

Maria: Ja.

Elia: Alles, alles hat eine Ordnung und eine Zeit.

Das gilt auch für dich, liebe Angelique.
Hör doch auf, dich alt zu fühlen,
du bist es nicht.

Du bist eine sehr attraktive Frau,
innerlich wie äußerlich.

Sanft ist dein Herz,
tief ist deine Fähigkeit,
den Anderen als Menschen zu begegnen.

Mitmensch sein: 
Das muss ich dir nicht erklären.
Das bist du!

Alt ist eine Seele,
die müde ist, satt.

Die nichts mehr bewegt,
die keine Fragen mehr stellt.

Die nichts hofft, nichts will,
alles schon weiß.

Alles schon gehabt hat,
der alles so gleich ist.

Ist sie aber so gleich für dich?
Hör doch auf damit,
das ist ja gar nicht wahr! 

Nein, das ist ja gar nicht wahr! 
Das ist nicht wahrhaftig.
Wenn man ganz wahrhaftig ist,
ist die Sehnsucht in dir,
dass du davon genug hast.
Ja?

Angelique: Hm.

Elia: Hm.
Dann wünsche ich euch beiden von ganzem Herzen
ein fruchtbares Wochenende.

Ich wünsche euch den beginnenden Frühling
für eure Seelen.
Das ist eine ganz besondere Kraft:

Jetzt, jetzt treibt der Saft in die Bäume zurück.
Es ist ein Wunder, das da draußen geschieht.

Schaut es euch morgen bitte an.
Fühlt, fühlt hinein, was dort für ein Wunder geschieht.

Monatelang waren sie tot,
die Bäume und Sträucher,
keine Bewegung mehr in ihnen.

Aber jetzt fängt es an.

Und werdet morgen mal ganz still und versucht,
zu fühlen,
was da für eine mächtige Kraft wirkt.
Das ist eure Kraft,
das zu erleben, ist euer Ziel.
Kann es Schöneres geben?
Ich glaube nicht.

Ich möchte mich jetzt verabschieden.

Hajo: Ja, ich danke dir, Elia.

Elia: Die Kraft von Uta geht zu Ende.
Gott segne euch.

Angelique und Maria: Danke, Elia.