193 Verantwortung

Schutzengel – Avalon, die Insel des Anderslandes, der Zugang ins Jenseitige.

Avalon:
die Insel des Anderslandes,
der Zugang ins Jenseitige

Dort gibt es nur eine WAHRHEIT:
INNEN ist auch AUSSEN.

Schutzengelkontakt

Ich bitte meinen Guide,
mich mit dem Guide von Melanie zu verbinden.
Melanie bittet um diesen Kontakt.

Ich stehe an einem See,
Nebelschwaden ziehen darüber hinweg.
Hier und da scheint die Sonne durch
und bildet ein bezauberndes Lichtspiel mit dem Wasser…

Ganz leise neben mir ist eine Bewegung und ein Duft,
würzig, warm wie von Räucherwerk, ein Hauch von Myrrhe.

Ich drehe mich um und Etréu steht hinter mir.
Er trägt einen schweren, braunroten Wollumhang mit einer Kapuze,
seine Hände halten einen blauen Stein:
Ein Lapislazuli, den wirft er in den See…

Ein Wind kommt auf und sofort verziehen sich die Nebel,
unser Blick fällt auf eine Insel mitten im See…

E: Avalon!

U: Was?

Etréu lachend: Ich habe mir erlaubt, dich vor Avalon zu führen…

U: Fahren wir rüber?

E: Nein…

U. Warum nicht?

E: Weil du zu müde bist, mach das andere…
Tatsächlich zieht er sich einfach zurück
und ich sitze da mit meiner schönen Disziplin,
auf die ich so stolz bin,
ohne auch nur einen Schritt damit weiter gekommen zu sein.

Ich höre also auf und versuche erst einen Tag später,
wieder mit Etréu Kontakt aufzunehmen.

Lachend steht er vor mir,
die Nebel über „Avalon“ sind verschwunden.
Eine wirklich extrem kitschige, goldene Barke
liegt am Ufer und sehr galant führt dein Guide mich an „Bord“. 
Allerdings immer noch lachend.

U. Was ist so lustig?

E: Du!

U: Danke!

E: Du und noch jemand – den ich SEHR gut kenne –
der auch der Ansicht ist,
Disziplin benutzen zu können,
um Avalon zu erreichen…

Uta, die Insel des Anderslandes,
der Zugang ins Jenseitige,
den erreicht man nicht durch seinen Willen,
auch nicht durch den Willen zum Guten!

Ich weiß, ich weiß!
Das entspricht in keiner Weise eurer Erziehung,
euren Werten,
dennoch ist wahr…

Als du dich gestern hingesetzt hast,
um mit mir ein Reading zu machen:
Wie hast du dich da gefühlt?

U: Na ja, eigentlich war ich wirklich erschöpft,
ziemlich angeschlagen…

E: Gut, dein Körper war müde,
dein Geist erschöpft,
verstehe ich das richtig?

U: Ja…

E: Warum hast du dennoch mit mir arbeiten wollen?

U: Na ja, Melanie wartet doch…

E: Melanie wartet, gut.
Aber sie wartet eben einen Tag länger.
Was gab es sonst noch für einen Grund?

U: Ich hatte den Termin so festgelegt…

E: Aha!
Und an etwas, was festgelegt ist, hältst du dich?

U: Ja, es sei denn,
es geht GAR NICHT anders.

E. Es ging dann GAR NICHT anders!

U: Stimmt!
Aber nicht, weil ich nicht gewollt hatte,
sondern weil du dich geweigert hast.

Etréu lachend:
Ja, ja, ICH habe mich für DICH entschieden!

Hättest du es getan,
hättest du dich für deine Weigerung geschämt…

U: Hm, hm…

E: Dann sag mir Eines! 
Wer von uns Zweien
ist gestern der Wahrhaftigere gewesen:
du oder ich?

U: Oh, war ich denn unwahrhaftig?

E: Oh ja, das warst du!
Deine INNERE Wahrheit war die Erschöpfung.
Über diese Wahrheit
hast du den Mantel der Disziplin gezogen.
Aber dieser Weg führt NIEMALS nach Avalon.

Die Anderswelt,
das Jenseits,
das Mystische,
die Welt hinter der realen Materie reagiert nicht auf „Mäntel“! 
Sie reagiert IMMER nur und ausschließlich auf die WAHRHEIT!

Bei uns hier gibt es keine Trennung
zwischen innerer und äußerer Welt,
zwischen Bewussten und Unbewussten.

U: Innen ist Außen?

E: Gestern Morgen warst du frisiert und gut angezogen.
Niemand, der dich oberflächlich betrachtet hätte,
hätte gesehen, dass du so müde bist.

Aber mit meinen „Augen“ betrachtet,
hast du ausgesehen wie eine alte Frau,
die sich kaum noch auf den Beinen halten kann.

Ich KANN gar nicht anders wahrnehmen.
Ich bin ein Jenseitswesen
und darum sehe ich IMMER, was INNEN ist…

Meine geliebte Melanie,
das ist doch kein Grund, zu erschrecken!
(Lächelt.)

Ich sehe dich INNEN, ich sehe die Wahrheit.
Eine Wahrheit, dessen du dich niemals zu schämen brauchst!

Ach, wie sehr wünschte ich mir,
euch die Furcht vor der Wahrhaftigkeit nehmen zu können.

So viele, viele Menschen-Generationen lang
ist euch erzählt worden,
der Mensch an sich sei nicht gut.
Darum braucht er Strenge und Disziplin!

Ja, ich will nicht bestreiten,
dass in EURER Welt Beides (noch) nicht zu entbehren ist.

Aber warum ist das so?
Warum ist der Mensch an sich nicht gut genug,
um ohne beides auszukommen?

Weil die Menschen Angst haben und Angst trennt.
Angst bewirkt, dass ihr Dinge tut und sagt,
die nicht gut sind: 
weder für euch selbst noch für Andere.

Solange der Mensch von Ängsten regiert wird,
solange erlebt er sich getrennt.

Wenn ihr euer Leben betrachtet,
dann werdet ihr feststellen: 
Dass ihr sehr viel Energie darauf ausrichtet,
zu vermeiden,
wovor ihr euch fürchtet.

Regeln und Gesetze sowohl im Leben des Einzelnen
als auch im Leben der Völker und Staaten
sind die Versuche,
euch zu schützen vor dem, was ihr befürchtet.

Melanie, wenn du meinst,
du hättest damit längst einen lockeren Umgang: 
Liebes, überleg einmal!
Wie oft du Angst davor hast,
als nicht zuverlässig zu gelten
oder als nicht bodenständig genug?

Siehst du?

Auch du hast Gesetze gegen Angst:
Vernünftig sein,
zuverlässig sein!
Das sind Befehle, die du selbst dir gibst.

U: Ja, aber das sind doch gute Werte!
Was hast du denn dagegen?

E: Ja, es ist sehr, sehr schön,
wenn ein Mensch zuverlässig ist…

Wenn plötzlich alle Menschen nur noch machen würden,
was ihnen gerade in den Sinn kommt:
Keine Beziehung würde mehr funktionieren,
kein Betrieb laufen,
kein Staat existieren.
Das ist wirklich so!

Und wenn ein Mensch zuverlässig
aus LIEBE zu den Anderen ist
oder aus Liebe zu seiner Arbeit und Verantwortung,
dann ist seine Zuverlässigkeit auch WAHR…

U: Oh, ich beginne zu verstehen.
Gestern war meine Zuverlässigkeit nicht wahr!
Es war nicht die Liebe,
die mich bewegt hat…

E: Sondern die Angst,
dein Selbstbild der IMMER zuverlässigen Frau
nicht Aufrecht erhalten zu können.

U: Ich habe also aus Angst
und nicht aus Liebe gehandelt…

E: So ist es!
Und Angst trennt!
Jetzt hast du es verstanden.
Es geht noch viel tiefer!

Uta, deine Erschöpfung und dein Wille,
dennoch zu arbeiten,
war mir von Beginn an sehr willkommen!
Denn so konnte ich das Thema,
über das ich unbedingt mit Melanie reden möchte,
mühelos aufgreifen.

Erinnerst du dich?
Du wolltest zuerst ein anderes Reading machen,
hast die Akte aber weggelegt
und stattdessen Melanies genommen?
Das war ich!

U: Also selbst wenn wir falsch handeln,
kann es Teil eures guten Planes mit uns sein?
Ihr nutzt unsere Schwächen?

E: Ja, siehst du, liebe Melanie,
denke lange darüber nach! 
Du sagst es doch selbst:

Licht ist stärker als das Dunkel!
Ich glaube, wenn ihr Menschen wüsstet,
wie sehr euer „Dunkel“ dem Licht dient,
ihr würdet unter weniger Ängsten leiden.

Aber das ist sehr schwer,
in der ganzen Tiefe der Auswirkung zu begreifen.
Deshalb wollen wir es dabei belassen:
Licht IST WIRKLICH stärker
als das Dunkel!

Genauso wie:
Die Liebe ist größer als Angst.

Melanie, du hast solche Angst,
dass irgend etwas geschehen könnte,
das dir deine Liebe raubt!
Ich darf dir versichern:
Liebe ist größer als Angst!

Angst, was ist das eigentlich?
Wenn man es ganz genau nimmt,
ist es die Frucht der Phantasie.


Und was ist Phantasie?
Eine Gehirnfunktion.
Aber euer Gehirn macht,
was IHR wollt und versteht.
Nicht jedoch, was ihr SEID!


Das Gehirn ist Teil des Körpers,
in den ihr inkarniert seid!
Es sammelt Erfahrungen und Wissen
aus diesem einen Leben,
es ist nichts weiter als ein Werkzeug!


Aber Liebe:
Die hat mit derlei körperlicher Bedingtheit gar nichts zu tun!
Liebe hat mit dem zu tun,
was ihr WAHRHAFTIG seid!
Wahrhaftig: Du bist gut!

Melanie, hörst du?
Dein SEIN ist gut!
Ach, ich bitte dich so sehr!
Lerne es kennen:
dein ICH BIN.

Dein ICH SOLL und
ICH WILL und
ICH WÜNSCHE,
das kennst du schon.
Aber dein ICH BIN?

Melanie, dort drüben in Avalon,
dort ist die Heimat.
Es ist völlig gleich, wie du das nennst:
das Jenseits,
der Himmel,
die Anderswelt,
ganz gleich!

Dort bist du – wie alle anderen Menschen auch –
Zuhause,
dort gibt es nur WAHRHEIT.
INNEN ist auch AUSSEN!

Niemand muss sich
für sein SEIN schämen,
niemand muss sich
vor seinem SEIN fürchten
und auch nicht vor dem Anderer.

In dir ist eine uralte Sehnsucht dorthin,
ich weiß.
Aber wie die Nebel vertreiben
und wie über den See der Trennung kommen?

Avalon ist keine versunkene Insel,
kein verschollenes Atlantis!
Avalon ist IN DIR!

Jeder Mensch – wirklich jeder – 
selbst der Unwerteste,
Geringste und
Schuldbeladenste
unter euch ist dennoch gebürtig aus Avalon!


Selbst jene, die ihr verachtet um dessen,
was sie angerichtet haben,
selbst diese ganz Verschmähten
tragen in sich das Avalon Genom.


Und das sei gewiss, liebe Melanie:
Bei jedem wird dieses Genom
früher oder später aktiv.
Wenn nicht in dieser Inkarnation,
dann in einer anderen.
Aber es wird sein!

Es gibt keinen Weg, dies zu verhindern!
Und es gibt auf Dauer keine Angst mehr,
die nicht durch WAHRHAFTIGKEIT
und Liebe überwunden wird.


Avalon zu suchen, Melanie,
das war mein Auftrag mit dir von Anfang an.

Ja, oh ja, du bist schon sehr, sehr viel weiter
als zum Beginn unserer gemeinsamen Reise.
Ich freue mich darüber, meine liebe Seele.
Mir ist so froh ums Herz,
dass ich jubeln könnte!


Aber noch, noch liegen immer wieder Schleier über dem See
und die goldene Barke gerät nicht selten in Seenot
und kentert sogar.

Warum fragst du?
Dann muss ich mich jetzt unbeliebt machen?
(Lächelt.)

Es ist darum so schwer,
damit es dir WIRKLICH wert ist! 
Siehst du, wenn eine Mutter sechs Kinder hat
und sie wohl Jedes lieb hat,
liebt sie doch am innigsten das Kind,
das schwierig ist,
um das sie kämpft und ringt…

Avalon ist DEIN schwieriges Kind.
Avalon IN DIR.

U: Avalon ist also kein Ort?

E: Nein, ein Zustand!

U: Aber erreicht man den nicht erst nach dem Tod?

E: Jetzt noch, ja.
Aber es wird eine Zeit geben,
da wird dies nicht mehr so sein.

U: Wenn du sagst,
dass es Melanies Aufgabe ist,
ihr inneres Avalon zu finden,
bedeutet das dann nicht,
dass sie sich von allem Weltlichen trennt?

E: Nein, nein, nein,
ganz im Gegenteil!
Schau!

Er wischt mit der Hand über meine Augen.
Und ich sehe danach, wie das Wasser des Sees,
der uns von Avalon trennt, abläuft.

Die Barke, in der ich sitze, wird zu einem Auto.
Und eine breite und viel befahrene Straße führt zu dem Hügel,
der eben noch das grüne Avalon war.
Jetzt aber bebaut ist mit vielen Häusern.

U: Es ist weg!!!!

E: Fühlt es sich so an?

U: Nein!
Ich fühle mich noch genauso heiter und geborgen
wie eben beim Anblick der Insel…

E: Ja!
Weil Avalon keine Insel IST!

Avalon ist IN DER WELT zu suchen,
genauso wie euer „ICH BIN“ in der Uta
und in der Melanie zu suchen ist…

Diese Suche, Melanie,
DARF dich gar nicht von der Welt trennen!

Keine Trennung mehr:
Alles ist Eins.
Was Innen ist, ist Außen,
WENN die Angst durch Liebe überwunden wird.

Aber um zu lieben, bedarf es eins:
WAHRHAFTIGKEIT.

Meine liebe Melanie:
Ich sage nicht,
dass du in dieser Inkarnation
schon in der Lage sein wirst,
dies vollkommen zu ergreifen.

Du wirst wie die Anderen auch
noch einige Inkarnationen erleben,
bis dies gelingt.
Aber in diesem Leben
liegt der Anfang der Entfaltung!
JETZT beginnt es!

Du bist durch deine vergangenen Leben
sehr darum bemüht, sicher zu gehen,
verantwortungsbewusst mit deinem Leben zu haushalten.
Und du hast schon sehr viel Mut aufgebracht,
aus diesem zu eng gefassten Haushaltsplan herauszuwachsen.

Es wird nie anders sein!
Immer wieder wird dein Mut verlangt,
ungewöhnlich zu sein,
zu denken und zu handeln.

Du hast viele Leben damit verbracht,
dich gegen Abhängigkeiten zu wehren.
Und du hast große Angst davor bekommen.
Aber das Leben jetzt verlangt eine neue Erkenntnis:
ALLES ist EINS!


Ui, dazu brauchst du immer wieder Mut!
Was für ein Risiko!

Gut, dass du mutiger geworden bist.
Du hast in deinem letzten Leben aufs Schmerzlichste erlebt,
dass es nötig sein kann, loszulassen.
Und bis heute hast du Angst davor,
dass ein solcher Schmerz sich wiederholen könnte.

Aber wenn du genau dein Leben betrachtest,
dann musst du zugeben,
dass du bisher NICHT daran gestorben bist!
Im Gegenteil:
Mit jedem Mal,
an dem du eine vermeintliche Sicherheit losgelassen hast
oder du etwas losgelassen hast,
was du für deine Pflicht gehalten hast,
bist du IN DER LIEBE gewesen
und letztlich stärker geworden.

Kannst du verstehen,
wie sehr ich mich über diese Fortschritte freue?

Du warst eine Seele,
die nichts, nichts wagte!
Die immer versuchte,
den Status Quo zu erhalten!
Damit hat deine Seele keine guten Erfahrungen gemacht.

Jetzt geht es langsam weiter.
Du beginnst, etwas zu wagen
und machst deine Erfahrungen damit:
Alles ist EINS.


Wann immer du mich brauchst in den Kämpfen,
die du wegen der Neigung deiner Seele, festzuhalten,
hast:
Ich bin da, ich bin der erste Impuls NACH der Angst.

Und jetzt wollen wir uns Melanies Fragen widmen.

U: Gerne!
Melanie fragt, welche Aufgabe sie in dieser Inkarnation hat?


E: Dein inneres Avalon zu kultivieren.
Du bist da, um Vertrauen in DICH,
in dein SEIN,
in dein ICH BIN zu entwickeln.
Du hast viele Leben damit verbracht,
deine Energie in ICH HABE zu investieren.

Und es war ziemlich gleich,
WAS es war, das du hattest:
Das waren materielle Güter,
aber auch Beziehungen
und sogar Ängste und Nöte. 
Solange sie dir vertraut waren,
hast du sie nicht losgelassen.

Jetzt geht es darum, zu erfahren,
dass das Einzige,
was du WIRKLICH brauchst,
dein SELBST ist!
INNERHALB der Gemeinschaft anderer SELBSTE.

Solange deine Seele sich an das HABEN klammerte,
konnte sie nicht SEIN!

Nichts konnte in die Schöpfung wirken,
denn alles lag brach:
Deine Liebe,
deine Fähigkeit, sehr analytisch zu sein,
deine Kraft zum Engagement. 
Sogar deine Abenteuer-Bereitschaft
und erst recht deine Gabe, zu vertrauen.
Nichts konnte wirken!


Jetzt erlebst du dich mehr und mehr als TEIL
und bist es auch! 
Ist das nicht wunderschön?

Du bist fähig, eine Brücke zu sein
zwischen Avalon und der angstvollen Welt.
Es ist ein Wagnis, ein Abenteuer
und zum ersten Mal hat deine Seele „Ja“ dazu gesagt!


U: Melanie fragt, was muss sie tun,
um in ihre Kraft zu kommen,
damit ihre Blockaden sich lösen?


E: Melanie, was dir fehlt, ist etwas,
das ihr die spirituelle Selbsterfahrung nennt!


Du musst dich mit MEINEN Augen sehen!
Erleben, wer dein ICH wirklich ist
und wie es tatsächlich eingebunden ist.
Und du solltest dich wenigstens von den
beiden letzten, erlebten Inkarnationserfahrungen lösen.


Einer der Glaubenssätze von damals wirkt bis heute:
Ich darf nicht aufgeben.

Hm, hm, manchmal ist wahrhaftige Liebe genau das!

U: Was sind ihre nächsten notwendigen Schritte
in ihrer Entwicklung?


E: Ich habe das beschrieben, das Ziel.
Aber ich darf ihr nicht den Weg sagen,
es muss ihre Entscheidung sein.


U. Auch ihre Suche?


E: Auch das…


U: Warum bekommt sie in dieser Inkarnation keine Kinder?
Beziehungsweise: Was müsste sie tun,
damit sie schwanger werden kann.


E: Melanie!
Kinder loszulassen,
wäre eine viel zu schwere Übung für deine Seele gewesen.
Du hattest Kinder in der letzten Inkarnation
und genau daher kommt der Glaubenssatz:
Ich werde nie wieder aufgeben.

Mit Kindern wäre der Weg zu DIR hin zu schwer geworden…

U: Was will der Kater Balu ihr sagen?


E: Du hast ihn angezogen, Melanie!
Das ist das Resonanz Prinzip gewesen.
Auch Balu gibt NIEMALS auf.

Darin liegt die Botschaft.
Aber Balu gibt aus LIEBE zum LEBEN nicht auf.
Nicht, weil er es sich verbietet
oder weil er sich schämen würde,
nicht alles versucht zu haben…

DAS lehrt er dich!
Nicht Aufgeben ist gut!
Aber nur so lange,
so lange es aus WAHRHAFTIGER Liebe heraus geschieht.


U: Warum bist du ihr Guide?


E: Wir waren Geschwister, genauer gesagt: Halbgeschwister.
Wir lebten in England
und ich hatte eine arabische Mutter,
unser Vater war ein Earl.

So unterschiedlich wir waren,
uns verband eine tiefe Liebe zur Lyrik und Theater.
Aber nie hätte unser Vater uns erlaubt,
daraus einen Beruf zu machen.

Doch eines Tages kam eine Truppe fahrenden Volkes
in unser Anwesen.
Sie waren so großartig in ihrer Darbietung
und ich so begeistert.

Mein Vater sah es und kannte mein Temperament:
Er ließ mich zwar noch bei den Proben anwesend sein.
Aber zur Aufführung durfte ich nicht!
Er sperrte mich ein.

Du, Mary, wusstest,
dass es nichts, nichts gab,
wonach ich mich mehr im Leben sehnte,
als ein Schauspieler zu werden.
Und du wusstest,
dass mich der Leiter dieser Truppe
gerne aufgenommen hätte,
denn er hatte meine Begabung erkannt.


Als der Morgen anbrach nach der Aufführung,
hast du mich aus meiner „Haft“ entlassen.
Du hattest meine Sachen gepackt,
mir deine ganze Barschaft gegeben
und ich bin mit der Truppe auf und davon.


So sehr du mich liebtest:
Du hast mich losgelassen,
meine geliebte Schwester meiner Seele!
Wenn ich heute dein Guide bin,
dann, um die Wunden,
die dir andere Inkarnationen hinterlassen haben,
heilen zu helfen.
Um dich wieder in deinen alten Mut zu bringen.

Du siehst, es gibt immer einen Ausgleich.

U. Etréu, ich danke dir sehr für dieses Reading
und ich wünsche der Melanie so sehr,
dass sie ihr Avalon findet.


E: Du bist ja schon ein Wegweiser, ich danke dir!

Er verabschiedet sich,
indem er mir ein altes Buch in die Hand drückt:
Shakespeares „Was ihr wollt“.