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Schutzengel – Freude kann niemand MACHEN, zerstören lässt sie sich aber durchaus!

Freude kann niemand MACHEN,
zerstören lässt sie sich aber durchaus!
UND die Freude lässt sich auch wiederfinden:
und zwar über WERTSCHÄTZUNG.

Nein, nicht die Wertschätzung der Ergebnisse,
sondern deiner Arbeit daran.

Wenn ein Mensch an etwas arbeitet,
das ihm nichts wert ist,

dann ist das LAST
und dann ist alles,
was sich daraus ergibt,
Belästigung.
Schutzengelkontakt

Ich bitte Elia, mich mit Nuhar zu verbinden,
dem Guide von Emelie.

Nuhar ist gleich da,
er nimmt mich mit in eine wüsten-ähnliche Landschaft.

Ich sehe nicht den geringsten geografischen Markierungspunkt,
eine gigantische Ebene aus Stein und Sand bis zum Horizont.
Nuhar beugt sich vor und wirft drei Würfel und zählt die Zahl 9
(obwohl ich 10 Augen zähle) und sagt dann:
Neun!
Also müssen wir in die Richtung
des neunten Teils von 360 Grad gehen,
40 Grad also! Komm!
Ich zögere…

N. Nein?
Warum folgst du mir nicht?
Willst du nicht mit mir zusammen heraus aus der Wüste?

U. Doch, unbedingt sogar!
Aber wenn ich es recht verstehe,
dann machst du diese Richtung vom Wurf der Würfel abhängig?

N. Exakt!

U. Aber es waren doch gar nicht 9 Augen auf den Würfeln,
sondern 10!

N. Ach ja?
Nun dann würfele ich noch einmal…

Willst du immer noch mit mir zusammen aus der Wüste finden?

U. Da bin ich mir gerade nicht so sicher,
ob ich deinem System traue.

Ungerührt über meine Einwände wirft Nuhar
noch einmal die Würfel,
jetzt wirft er eine 15 und sagt:

Gut, der Weg aus der Wüste liegt beim fünfzehnten Teil von 360,
also bei 24 Grad, hier geht’s lang…

U. Nuhar?
So soll es gehen, die Richtung aus der Wüste zu finden?
Dein System scheint mir nicht sonderlich vertrauenswürdig…

N. Jetzt lacht er und sagt:
Das ist nicht mein System, Uta!
Es ist das System aller Menschen, die nicht verstehen,
dass Würfelspiele nur die Weisung aus dem Moment haben,
nicht aber die zwingend beste Zukunftsberatung ist.

Der erste Wurf war falsch gedeutet
und damit sicher nicht empfehlenswert.

So geht es im übertragenen Sinn vielen Menschen:
Sie stecken im Leben fest, suchen Rat,
um diesem „In der Wüste stehen“ zu entrinnen. 
Aber sie deuten die Ausgangsposition falsch…

Der zweite Versuch birgt einen weiteren Fehler:
Ehe ich die Würfel zum zweiten Versuch warf,
war dein Vertrauen in mich als Reiseführer schon erschüttert.
Und damit hatte sich die Grundvoraussetzung verändert!
Der Wurf wäre nur für mich angemessen gewesen,
nicht für dich…

Wer seine Zukunft entwirft
oder es versucht,
ohne Veränderungen durch sich selbst
oder Andere mit einzubeziehen,
der muss unweigerlich in die Irre gehen.

Darum: Es macht keinen Sinn,
Zukünftiges am END-Ziel auszumachen!
Viel zu viele Varianten ändern diesen Zielpunkt tagtäglich.

Wer also nach der Zukunft fragt, der tut gut daran,
stets den nur nächsten Schritt zu erfragen!
Nicht das Ziel!

Selbst wenn es an sich nicht variabel ist,
hat es viele, viele Wege, die zu ihm führen.
So wie die Wüste viele Wege hat,
die aus ihr hinausweisen.
360 Grad sind möglich, einige davon leicht, andere schwer…

Ich weiß, jetzt kommt die Frage:
Aber woher weiß ich,
welche Richtung der erste Schritt haben sollte?
15 Grad oder 24 oder 40?

Das ist ganz einfach: Probiere sie aus!

Ein Schritt – nur ein Schritt, das bedeutet:
Ein Fuß ist noch dort, wo du standest,
der Andere ist in die Zukunft gegangen.

Ist dieser erste Schritt so, dass dir deine Seele sagt:
Mir geht es gut, ich nehme diese Richtung an!
Dann ist es ein guter Schritt.
Und der Zweite,
der die Lösung des alten Standpunktes bedeutet,
kann vollzogen werden.

Ist es aber so, dass die Seele sagt
„Du Verstand magst dich wohlfühlen mit dem neuen Standort,
ich tue es aber nicht.“
Dann gilt es, sich noch einmal zu sammeln,
sich klar zu werden über die Motivation, die dich treibt,
weitere Schritte zu unternehmen.

Und erst, wenn rechte Klarheit darüber ist,
dann kann ein neuer Schritt
in eine andere Richtung gewagt werden.

Meine liebe Emelie,
es ist ein altes Weisheitsgesetz, das sagt,
dass im ersten Schritt alle folgenden Schritte beinhaltet sind.

Darum ist es klug und weise, sich über all das,
was einem dazu bewegt, solche Schritte tun zu wollen,
ganz im Klaren zu werden.

Es ist nicht genug, aus „Wüsten“ hinaus zu wollen!
Die Frage ist:
Warum bin ich den Weg hierher gegangen,
warum blieb ich stehen?

Und ist alles erledigt, was hinter mir lag? 
Oder trage ich das Gestern nicht nur im Heute,
sondern will ich es mitnehmen
in den nächsten und nächsten und nächsten Schritt?

Ob Uta und ich
10 oder 15 oder 40 Grad als Richtung wählen,
das ist nicht so wichtig wie das Motiv, das uns bewegte,
diese und keine andere Richtung einzuschlagen.

Bei 40 Grad wäre das Motiv
dass einer Fehlinterpretation gewesen.
Zu Recht weigerte Uta sich, diesen Weg zu gehen.

Sie hat mich darauf aufmerksam gemacht,
dass wir den 10. Teil hätten gehen müssen, also 36 Grad.
Doch ich wollte den Irrtum nicht eingestehen
und warf noch einmal,
also hätte mein Fehler keine Wirkung gehabt.

Und ich erhielt einen völlig anderen Wurf,
der diese Wirkung
(nämlich die, dass Uta mir nicht mehr vertraute)
mit einbezog.
Der zweite Wurf war also nur noch für mich richtig…

Auf Wegen aus Wüsten
geht nur der sicher auf sein Ziel zu,
der aufhört, Würfel zu spielen.
Er muss etwas ganz anderes tun, meine liebe Seele!
Schau!

Es wurde plötzlich Nacht in der Wüste!
Über Nuhar und mir spann sich ein sternenklarer Himmel.
Nuhar schaut hoch, als würde er die Sterne zählen.
Und dann sagte er:
Als du wurdest und als ich wurde,
stand Merkur in unserer Energie.
Darum, Wanderin,
lass uns dem höchsten Wesens-Stern folgen,
den wir beide haben:
Lass uns in die Richtung Merkurs gehen.

Damit war ich einverstanden.

N. Warum bist du jetzt einverstanden?

U. Weil dann der erste und alle weiteren Schritte
die Richtung zu unserem Wesen haben,
wie es seit Anfang an ist!
Das kann nur richtig sein!

Nuhar lächelt:
Ja, das kann nur richtig sein!
Kein Würfelspiel!
Das sich doch von Augenblick zu Augenblick zu ändern hat.
Kein mühseliges Voranschreiten!
Der Weg IST markiert durch unsere Art,
alle anderen werden so oder so Umwege sein.

Emelie, wer sein Leben einrichten will,
wer überlegen will, wohin sein Weg geht,
der darf sicher sein:
Dass jeder Weg, der zu seinem tiefsten Wesen gehört,
der Richtige ist.

Darum, Emelie:
Deinem Wesen entgegen gehen, das ist dein Wegweiser!
Alles, was dich hindert, dein Wesen zu leben, ist ein Umweg.

Ich sage nicht, dass Umwege wertlos sind.
Aber der gerade Weg ist der, an dem man sich
– selbst wenn es durch Wüsten geht – am Besten fühlt.
Von der inneren Gewissheit getragen,
zu SEINEM Ziel zu kommen.

Diese innere Gewissheit, die steht jetzt unentwegt in Frage:
Was ist recht, was nicht,
was ist wahr, was Illusion?

Es tut mir sehr, sehr leid, dass es dir so geht!
Aber ich bin voller Zuversicht,
dass du mutig und kräftig genug bist,
aus diesem Wüsten-Zustand
wieder in die Fülle deines Erlebens zu gehen.

Heute werde ich meinen Teil dazu beitragen.
Bald wird diese Frau dir helfen
und das Leben selbst kann dann deine Schritte wieder lenken.

Aber zuerst komm!
Diese Wüste ist wirklich nicht dein Platz!
Diese Wüste in dir ist nicht dein Selbst.

Du BIST keine Wüste!
Und der Versuch, eine zu sein,
den dürfen wir doch jetzt als erledigt betrachten, nicht wahr?

Komm, lass uns schauen: 
Ob wir nicht einen ersten Hauch von Frühling zaubern können…

U. Emelie hat dir einen Brief geschrieben,
beantwortest du den bitte?

N. Gern.

Emelie. Lieber Nuhar,
seit über zwei Jahren bist du nun mein Begleiter.

N. Oh, ich muss dich korrigieren:
Dein Begleiter bin ich seit Jahrzehnten,
allerdings aus DEINER Perspektive hast du Recht (er lächelt).

E. Du lehrst, mich zu konzentrieren,
mich im Raum zu orientieren und die zarte Schnittstelle
zwischen zwei Zuständen (Welten) wahrzunehmen.

N. Emelie, ich empfinde daran große Freude.
Doch nicht ich lehrte dich,
sondern ich rief wach, was schlief…

E. Eine gute Schülerin mag ich sein,
doch sicherlich nicht die Disziplinierteste.

N. Weißt du nicht,
dass auch deine körperlichen und geistigen Bedürfnisse
Teil von dir sind?
Es mag irdische Lehrer geben,
denen solche individuellen Bedürfnisse ihrer Schüler egal sind.
Uns ist das nicht egal!
Disziplin ja, das ist gut!
Aber Opfer wollen wir nicht!
Deshalb schäme dich bitte nicht.

Dein Problem ist WIRKLICH nicht,
zu wenig diszipliniert zu sein,
zu wenig die eigenen Bedürfnisse
unter die Anliegen und Bedürfnisse Anderer zu ordnen.

Eher im Gegenteil!

Etwas anderes allerdings ist eine interessante Frage:
Wieso meinst du:
Ich könnte dies auch gegenüber meinem Wunsch,
dich zu lehren, erwarten?
Nun, weil du das IMMER erwartest!

Meine Ansicht ist das nicht,
eine solche Einstellung ist sehr bedenkenswert!

Könnte die Ursache darin liegen,
nicht genug darüber zu wissen,
WESSEN Bedürfnisse es wert sind, beachtet zu werden?

Könnte es sein,
dass in dir etwas sicher ist,
weniger Wert zu sein?

Den Wert deiner Steine kennst du,
kennst du aber den Wert deiner Seele?

Der Wert deiner Steine ist zu berechnen,
da gibt es klare Kriterien…

Emelie, der Wert deiner Seele ist genauso zu berechnen,
du hast dafür nur ganz und gar keine Liste.
Für dich ist es so,
als würdest du einen völlig unbekannten Stein verwenden sollen.

Gut, du machst ein Schmuckstück aus ihm,
aber welchen Preis soll der Schmuck nun haben?

Ja, natürlich, deine Arbeitszeit kannst du berechnen
und was dir die zusätzlichen Materialien kosten, auch.
Aber wie an den Wert des Steins kommen?
Dir bleibt nichts anderes übrig, als auszutesten,
was Anderen dieses Schmuckstück wert ist…

Oh, eine ganz schlechte, kaufmännische Idee!
Den Wert zu wissen, macht erst geschäftstüchtig!
Findest du nicht?

Deine Makel, ach ja, die kennst du,
doch was weißt du über deine Tugenden?

E. Das tut mir leid.
Du hast mir beigebracht,
dass die Anerkennung eines momentanen Zustandes
der direkteste Weg zur Heilung ist,
denn von diesem Punkt aus kommt Bewegung.

N. Die Anerkennung eines Zustandes
bedeutet nicht dessen Akzeptanz,
sondern das Sehen darauf, was JETZT ist.
So gesehen, ja!
Dann wird deutlich, dass der Schritt gemacht werden muss
und in welche Richtung.

Ein Zustand ist eine Wirkung,
die eine Ursache hat.
Die gilt es zu erkennen!

Aber der erste Schritt aus der Wirkung (dem Zustand)
ist wieder etwas, das eine Ursache sein wird.

Darum, Emelie, gilt es,
den Zustand zu erkennen! 
Das JETZT zu begreifen als Schnittstelle
zwischen gestrigen Ursachen und Morgigen.

E. Dieses Mal geht es um mich
und es fällt mir sicherlich schwer,
um Hilfe zu bitten.

N. Eigentlich bitte ich dich, mich zu bitten…
Paradox, nicht wahr?

E. Der Schmerz in meinem Kopf hat mich bewogen,
Hilfe zu suchen,
denn dieser Schmerz hat mich an meine Grenze gebracht.
Es hat mir niemand j e m a l s beigebracht,
so etwas auszuhalten.

N. Du hast es ausgehalten, Emelie,
ist es nicht erstaunlich?
Was ist da in dir, solches auszuhalten?
Muss es nicht groß sein?
Musst du nicht einen sehr großen Lebenswillen haben?

Musst du nicht eine sehr große Liebe
zu jenen Menschen haben, die du liebst?

Ja, es muss so sein!
Kein Zweifel.

E. Gesund und doch krank vor Schmerz zu sein,
der nur mit starken Medikamenten gebändigt werden kann,
ist für mich schwer zu verstehen.

Auf die Attacke folgten zwei Wochen
der Ruhe, Stille und Konzentration
auf die e i n e Stelle im Kopf,
von wo aus der Schmerz her rührte.
In dieser Zeit hatte ich starke Wahrnehmungen und Bilder,
die alarmierend waren.
Ich gab es weiter.


Heute an diesem Tag zu dieser Stunde
zeigt mir dieser Vorfall,
wie Netzwerke funktionieren
und wie wichtig es für mich war,
in die Stille zu kommen.

Denn nur in der Stille nehme ich wahr.

N. Ja, wenn es laut ist,
dann ist unsere Welt zu leise!

Selbst Jesus ging in die Stille,
damit er Gott in sich wieder findet!
Das musste auch er sich erkämpfen!
Niemand wollte ihn gehen lassen!
Immer gab es so viel Wichtigeres,
als dieses in die Stille zu kommen:
Kranke heilen,
Menschen lehren, ja, ja…

Und er ging DOCH!

Aber, Emelie, die Stille:
Die ist Bestandteil jeden Tages,
sofern du es zulässt,
sofern wenigstens eine kleine Zeit lang
deine lauten Gedanken sein dürfen,
aber keine Resonanz in dir machen…

Die Stille findest du auch im Tun,
wenn du ganz versunken bist in deine Arbeit!

Auch da sind wir und du hörst uns wohl,
lässt dich inspirieren.
Nur glaubst du noch nicht,
dass wir auch ganz im profanen Sein
in Kontakt treten können!
Doch ich vermute, das werdet ihr üben.

E. Es ist das zweite Mal,
dass ich in dieser speziellen, menschlichen Verbindung
durch ein spontanes, unabsehbares Ereignis „ausgebremst“ wurde
und starke Wahrnehmungen an die Oberfläche kamen.
Das, was für mich im ersten Moment negativ anklang,
erwies sich für andere Menschen
später als gefühlte, glückliche Fügung.

Ich habe zutiefst Hochachtung gefunden
vor diesem feinen Regelwerk
der Arbeit zwischen geistiger und irdischer Welt.
Für mich ist es ein Wunder!

N. Ja? Oh, es IST ein Wunder, auch für mich!
Es ist wunderbar, dass die Realität
hinter der Schein-Realität im Irdischen zu erkennen ist.

Auch wenn ihr nie alles recht deutet,
es ist doch etwas,
wofür ich Gott danke.

E. Ich versuche,
hier meine Ebene / Rolle zu verstehen…
Mir war nicht wichtig, zu urteilen,
was jetzt richtig oder falsch sein könnte,
ich habe es herausgebracht.
Punkt.

N. Was richtig und falsch ist,
beurteilst du gar nicht,
sondern Diejenigen, die es angeht.
Wenn du dich auf das Rausbringen konzentrierst,
ist es genug.

Selten nur fordern wir, etwas „rauszubringen“,
das nicht erfragt wurde.
Nur in höchster Not!
Manchmal ist höchste Not und
dann brauchen wir solche wie dich!

E. Stehen meine Kämpfe um Liebe und Existenz
im Zusammenhang mit der Entwicklung der medialen Fähigkeiten?

N. Du könntest auch fragen, ob die Tatsache,
dass du regelmäßig Nahrung zu dir nimmst,
etwas damit zu tun hat,
dass dein Herz schlägt.

Emelie, alles, was du erlebst,
hat irgendwas auch mit deiner Medialität zu tun!
Und umgekehrt hat deine Medialität
mit allem zu tun, was du sagst, fühlst und denkst.

Aber falls diese Frage implizieren soll,
dass du ENTWEDER als Medium arbeiten kannst
ODER als Künstlerin
ODER eine glückliche Beziehung hast,
ist die Antwort: Nein!

Du bist eine mediale Künstlerin
und eine künstlerische Mediale,
du bist eine mediale (fast Ehe-) Frau
und eine (fast Ehe-) Frau, die medial ist.

Was nicht geht, Emelie, ist,
dieses Gefüge in Zuständigkeiten zu zerpflücken.
Das geht so wenig, wie zu sagen:
Ja, ich bin Jemand, der viel Mitgefühl hat
und darum auch selbst viel davon braucht.

Aber mein Mitgefühl als Charaktereigenschaft
klammere ich in folgenden Bereichen aus
und mein Bedürfnis, selbst Mitgefühl zu erleben,
klammere ich in diesen Bereichen aus.

Grund-Charakteristika der Seele
kann man nicht ausklammern!
Man kann sie unter Umständen der Situation anpassen.
 
Aber GAR NICHT leben in bestimmten Bereichen,
ist völlig absurd und führt zu Krankheiten.

Eine deiner von mir sehr geliebten Eigenheiten
deiner Seele ist dein Durst nach Wissen!
Und zwar so tief wie nur möglich.
Du willst verstehen,
was immer es zu verstehen gibt
und das ist ganz wunderbar!
Das liebe ich so sehr an dir!

Da bin ich ganz begeistert,
wenn du eintauchst in Interesse!
Dieses: Warum ist, was ist?

Emelie, könntest du dir vorstellen,
was passieren würde,
wenn du dieses Erfragen und Durchdenken
von Tiefgründigem zu 99 % deines Lebens
nicht mehr DENKEN darfst?
Dann wärst du nicht mehr du, nicht wahr?

Genauso ist es mit deiner Medialität.
Viel, viel mehr, als du denkst,
spielt deine Medialität auch privat eine Rolle:
Deine Vorlieben und Abneigungen,
deine Sehnsucht und deine Abgrenzungen.
So vieles ist nicht der „Verstand“,
sondern deine andere Wahrnehmungs-Weise.

Nur kannst du das für dich selbst
dann nicht damit begründen:
Ich mag die Frau X nicht, ich weiß (medial): 
Die ist ein Kraft-Zehrer
und saugt alle Menschen aus.

Sondern dein Verstand legt den Tarnmantel
um die eigentliche Quelle der Wahrnehmung
und sucht und findet VERNÜNFTIGE Gründe.

Nie, nie würden wir dir aber sozusagen
als Preis für gelebte Medialität abverlangen,
fallen zu lassen, was du brauchst.
Diese Probleme,
die du in beiden Bereichen spürst,
haben andere Ursachen.

Dir ist etwas verloren gegangen, Emelie:
Die Freude!
Und das hat auch eine Ursache:
Freude kann niemand MACHEN,
zerstören lässt sie sich aber durchaus!

UND!
Sie lässt sich auch wieder finden!
Und zwar über WERTSCHÄTZUNG.

Nein, nicht die Wertschätzung der Ergebnisse,
sondern deiner Arbeit daran.

Schätzt du deine Arbeit noch wert?
Darf das noch LUST sein?
Oder verurteilst du dich im Geheimen dafür?

Und deine Partnerschaft:
Schätzt du deine Arbeit
an der Beziehung noch wert
oder bist du enttäuscht über dich,
weil du noch daran arbeitest?

Denk darüber nach, meine Liebe.

Wenn ein Mensch an etwas arbeitet,
das ihm nichts wert ist,
dann ist das LAST!
Und dann ist alles,
was sich daraus ergibt, Belästigung.

Das hat Folgen! 
Dann ist nämlich nicht Freude der erste Schritt,
sondern Unmut!
Und jeder weitere Schritt
geht zu noch mehr Unmut
statt zur erhofften, größeren Freude.

E. Fordert und fördert das Eine das Andere?

N. Wie ich schon sagte:
Das ist gar nicht zu trennen, Emelie!

Der Weg zurück zur unmedialen „Normalfrau“
ist nicht möglich,
der Weg zurück zur unmedialen Künstlerin
auch nicht! 
Du kannst da gar nichts trennen!

Aber du solltest dir im Klaren darüber sein,
dass es Menschen gibt,
die wollen dich ZURÜCK
zum Ursprung / zum DURCHSCHNITT! 
Die wollen nicht, dass du „anders“ bist,
als du warst
oder sie selbst sind.
(Nein!
Bitte deute das jetzt nicht auf deinen Partner,
DIE Angelegenheit ist komplizierter.)

E. Wozu diente dieser Schmerz?

N. Er sagte,
was dein Ego verschweigen wollte,
deine Seele aber herausbrüllen musste.

E. Zu meiner körperlichen Verfassung möchte ich gerne fragen:
Ob es einen Zusammenhang
zwischen dem Druckabfall im linken Ohr
und dem emotionalen Zustand der Menschen
in meiner Umgebung gibt?

N. Es gibt einen Zusammenhang
zwischen DEINEM emotionalen Zustand
in der Gegenwart dieser Menschen.
Und der hat mit der Neigung zu tun,
es einerseits RECHT zu machen
und andererseits zu spüren,
dass „es RECHT machen“ 
nicht gleichbedeutend
mit „WAHR sein“ ist.

Emelie, wie viele
– wenn nicht die meisten echten Medialen –
hast du Schwierigkeiten damit,
vor dir selbst Position zu beziehen!

„Bin ich wahr“?
Ist die am Schwierigsten
zu lösende Frage vieler Medialer!

Umso dringender ist ihr Bedürfnis
nach wahrhaftigen Menschen.
Sind die aber ambivalent,
ist das Verstehen einerseits
und das mediale Empfinden andererseits
im Medialen konträr!
Ergeben sich oft körperliche Symptome
im Bereich der Sinnesorgane
Hören und Sehen…

Ein nicht Medialer
tut sich wesentlich leichter damit,
Position zu beziehen.
Er steht zu dem, was er denkt,
meint, dass wahr sei.
Wissen aus anderen Wahrnehmungs-Quellen
steht dabei eben nicht im Weg!

Versuch dir bildlich vorzustellen,
dass du ein „Sachlichkeits-Ohr“ hast
und ein „Medialen Ohr“.

Du wirst in den nächsten Jahren lernen können,
beide in Einklang zu bringen.
Das beginnt damit, zu verstehen,
dass beide ZUSAMMEN KOMMEN müssen.
Was nicht geht, ist ein Entweder – Oder!

Dein „mediales Ohr“ nimmt zum Beispiel
Entwicklungs-Wahrscheinlichkeiten wahr,
die sachlich gesehen noch keinerlei BEWEIS haben!
Weder ist dem Anderen
etwas anderes an Wissen zugänglich
noch deinem Verstand.

Objektiv gesehen
ist also gar kein Grund zur Skepsis da! 
Doch dein mediales Ohr reagiert anders:
Es hört feinste Zwischentöne und warnt,
beurteilt nach einem Ursache- / Wirkungs-Muster,
das dem Rationalen gar nicht zugänglich ist.

Deshalb wirst du lernen müssen, zu sagen:
SACHLICH gesehen habe ich keinen Anlass
zum Misstrauen in diese Situation.
Medial aber akzeptiere ich die Möglichkeit,
dass dies nicht so bleiben wird,
wenn sich nicht Grundlegendes ändert.

Gerade weil das so ist bei euch Medialen,
ist es so überaus wichtig,
dass ihr selbst euch EURER Position ganz klar seid!

Dass ihr sagt:
JETZT sehe ich dies so und so.
Aber ich habe Vorbehalte,
was die Entwicklung angeht! 
Die MUSS ich Niemandem erklären.
Doch ich brauche das,
um für mich klar zu machen,
was der beste Platz für mich
Hier derzeit ist.

Versteh mich richtig, Emelie:
Diese Menschen lügen nicht! 
Die sind nur noch gar nicht da
in ihrer Wirklichkeit,
wo du durch deine Intuition schon bist.

Deine Intuition
– auch das musst du wissen –
ist aber abhängig vom AUGENBLICK
wie der Würfelwurf:
Ändert sich etwas bei dir,
beim Anderen,
musst du deine Intuition NEU ausrichten
(noch mal den Würfel rollen lassen).

E. Woher kommt das leichte
Ziehen durch Körperregionen?
Es fühlt sich manchmal an,
als wenn ich an einer Batterie angeschlossen wäre.
Hat es mit meiner Arbeit zu tun,
dem Materialien?

N. Emelie, das hat mit dem Zeitgeschehen zu tun:
Dein Körper befindet sich
in einem Anpassungsprozess an stärkere Energien.

E. Die Ausübung meiner Arbeit
in meinem „alten Tempo“ fällt mir schwer,
ich fühle mich sehr schnell erschöpft und bin genervt.
Ich mag dann einfach nur Ruhe haben
und frage mich,
ob meine Hände noch „arbeiten“ wollen?
Ob es die schwere (nicht die leichte) Gartenarbeit ist,
das körperliche Arbeiten auf Ausstellungen,
in Menschenmassen…
Das, was mich bisher genährt hat, fällt mir schwer!

N. Liebes Herz, ich komm nicht umhin,
zu sagen, dass du traurig bist!
Man könnte auch sagen,
dass eine depressive Verstimmung vorliegt.
Und es kostet dich ALLES
viel mehr Kraft als vorher! 
Daran sollte gearbeitet werden, ja?

Willst du mir versprechen,
deinen Weg aus der Wüste anzutreten?

„Ach, das macht mir nichts aus,
ich werde damit schon fertig,
so schlimm ist das gar nicht.“

Hm, Respekt vor deinem Prinzip,
nichts aufzugeben, was wertvoll ist!
Dein Durchhaltevermögen
ist eine wirklich wunderbare Gabe.
Aber überstrapaziert führt sie
in die vermeintliche Ausweglosigkeit und Sinn-Entleerung.

E. Ich bin traurig,
weil ich etwas Wichtiges verloren habe:
Vertrauen, Geborgenheit, Zuversicht.
Ich schaue jetzt,
wie und wo ich das wiederfinde.
Wurde ich getäuscht?
Habe ich mich schon ent – täuscht
oder ist das alles eine Täuschung?

N. Liebe,
so kann ein medialer Mensch nicht kraftvoll sein.
Der braucht Klarheit.
Woher kommen Täuschungen?
Aus Erwartungen,
die nicht der Realität entsprechen!

Woran muss man dann arbeiten?
An der Realität.
Die muss man verändern?
Aber nein!

An den Erwartungen!
Daran kannst du arbeiten!
Und zwar sachlich.

Ist es nicht bemerkenswert,
dass Medialität zur wahren Sachlichkeit
geradezu zwingt?

E. Auf der Beziehungs-Ebene habe ich ein empfindliches Thema
mit Pferden / mit meinem Mann.
Woher kommt es, dass ich so empfindlich
auf die Ausritte besonders bei Jagden reagiere?
Ist es die Angst um ihn?

N. Du hast ihn einmal verloren durch eine Jagd!
Er wurde damals von seinem eigenen Pferd,
das auf ihn stürzte, getötet.
Mach dir bitte klar:
DAS war gestern,
DAS ist vorbei!

E. Wie kann ich in der Beziehung
momentan frei werden?
Ich merke, dass ich erstarre,
Lebendigkeit und Lebensfreude fehlt mir!
Ich fühle mich oft wie versteinert in der Beziehung.
Braucht es hier mehr Mut?

N. Mut?
Oh nein, noch mutiger als du
kann niemand in dieser Situation sein.
Es braucht aber mehr Sachlichkeit.
Deine Vorstellung, was er denken kann,
fühlen kann,
verstehen müsste,
brauchen sollte,
geben könnte: 
Die bezieht sich darauf,
was DU denken kannst,
fühlen kannst,
brauchen kannst,
geben kannst.

Aber dein Mann ist GANZ ANDERS als du!

Dir zum Trost:
Den meisten Menschen geht es so!
Ihre Erwartungen an Andere
beziehen sich auf ihre eigenen Fähigkeiten.
Nun ist es an der Zeit,
zu versachlichen, zu schauen,
was WIRKLICH möglich ist.

Wird das dann reichen, um zu lieben?
Wird das dann reichen, um zu verzeihen?
Wird das dann reichen, um Dankbarkeit zu empfinden
und Zuversicht in eine gemeinsame Zukunft?

JETZT!
Brauche deinen Mut, Emelie!
Nicht den viel bewährten Mut des Durchhaltens… 
Sondern den Mut zur Klarheit!
Und dann:
Erst dann! überlege dir den nächsten Schritt!

Ich würde mir wünschen,
dass du am Wochenende mit Uta verstehen lernst,
wie du bei der Analyse
– die auf Fakten – nicht auf der Übertragung – 
deiner Persönlichkeitsmerkmale beruht –
vorgehen kannst.

E. Was habe ich hier mit meinem Mann
nach diesem letzten Streit zu lernen?
Und was habe ich aus der alten Beziehung loszulassen?

N. WAHR – Nehmung hast du zu lernen, mein Herz!
Das, was Wahr ist,
zu nehmen und damit zu arbeiten.

Es geht um die Fähigkeit,
gestrige Erfahrungen zu analysieren.

Was war SEIN Anteil an den Ursachen der Entwicklung?
Was meiner?

Kann ich etwas an meinem Anteil ändern?
Welche Konsequenz hätte es,
wenn ich meinen Anteil nicht ändern kann?
Noch Einfluss darauf habe,
an seinem Anteil etwas zu ändern?

Welche Konsequenz hat es,
wenn ich an meinem Anteil etwas ändere?

Bin ich bereit,
diese Konsequenz zu tragen?

Emelie, wen man fürchtet,
den kann man nicht lieben! 
Furcht und Liebe schließen einander aus!

Deshalb ist es notwendig,
sachlich darauf zu schauen:
WAS in mir
schränkt die eigene Hingabebereitschaft durch Furcht aus?
Was in mir
ist so wütend auf mich selbst,
dass sie diese Wut dem Anderen gibt,
damit der die ausführt?

Aber auch:
Was in mir
hat die Kraft, das Gute zu sehen,
das selbst der hat,
den ich doch fürchte?
Was in mir
ist so gut, dass es wert ist,
liebevoll zu mir zu stehen statt wütend?
Was in mir
hat ANGST, so zu lieben,
dass Furcht völlig ausgeschlossen ist
außer jener, den zu verlieren, den ich so liebe?

All diese Fragen
und noch viel mehr solltest du mit Uta klären!

Dies hier zu tun,
das würde dein Herz dafür nicht öffnen.

Ich weiß, Emelie,
du willst deine Medialität weiter bilden.
Doch ich hoffe, ich habe deutlich gemacht,
dass Medialität verknüpft ist
mit der ganzen Seele
und darum ist ein Abgrenzen
persönlicher Krisenherde nicht ratsam.

Ein gutes Medium zeichnet sich dadurch aus,
dass es sein SELBST kennt!
Nur dann gerät es nicht in Gefahr,
Selbst-Anteile in die Arbeit einfließen zu lassen.

E. Ich wäre so froh um Antworten.

N: Oh, und ich antworte dir,
in dem ich Fragen stelle! 
Wie unhöflich dein Guide ist.

Aber es ist so wichtig,
dass DU DEINE Antworten findest!

Es ist so wichtig, wie:
die Würfel nur an der Wahrheit zu messen,
die wirklich gerade JETZT ist
oder aber an dem, was dein Ursprung ist,
der oberhalb dessen liegt,
was du sehen kannst auf Erden.

E. Ich danke Dir von ganzem Herzen,
dass du mich umarmst
und gleichzeitig frei lässt,
für deine Unterstützung, Anteilnahme
und Dein DASEIN! 
Die liebevolle Erinnerung an Disziplin
vom ersten Tag an 😉 !

N. Und nun der Aufruf,
außer Disziplin auch Sachlichkeit zu schätzen!

Du BIST ein sehr sachlicher Mensch,
aber die Bezugspunkte sind zu hinterfragen,
meine Liebe!

Man muss viel wissen,
um gute Fragen zu stellen.

Verzeih mir, dass ich die Gelegenheit nutze,
um deine Fragen zu korrigieren,
zu vertiefen und
sogar zu verändern.
Doch ich weiß:
Du liebst mich ganz angstfrei
und darum bin ich sicher,
du verzeihst mir.

Meine Liebe zu dir,
Emelie, ist ganz normal,
sie ist die Wirkung einer sehr sachlichen Ursache:
Ich liebe dich,
weil du meiner Liebe wert bist!

E. Ja, ich will ein Teil des Netzwerkes sein
und hoffe, dass ich in meine Stärke komme!
Denn ich weiß jetzt,
dass niemand hier umsonst an seinem Platz ist.

N. Du bist in deiner Stärke!
Doch das ist bei dir im Moment so,
dass du wie ein König bist,
dessen Reich angegriffen wird
und der auch noch innere Unruhen hat!

Doch seine Armee setzt er nicht dort ein,
wo es brennt,
sondern da,
wo besonders viel Rauch ist,
in diesem Fall der eigene Herd!
Das darf sich doch gerne ändern, nicht wahr?

E. Grüße mir bitte ganz doll und herzlich
Uta, Hajo, Elia und Feng!
Sag Ihnen bitte,
dass Sie mir sehr geholfen haben, Festigkeit zu finden.
Nur Mut braucht es bei mir!

N. Mut?
Du brauchst Mut?
Aber nein!
Du hast MUT für Zehn!

Über den Einsatz!
Da muss geredet werden!

Ach, ich liebe dich so sehr,
mein tapferer, kleiner Menschenkamerad!

Bis bald, dein Seelenfreund!

E. Sei herzlich umarmt!
Emelie