Dual

Elia – über Ekstase und Ordnung.

Ekstase ist ein außerordentlicher Zustand.
Es ist außerhalb der Ordnung.
Ekstase ist aber auch
– das hast du gelernt –
das Göttliche wahrnehmen können
in sich und um sich selbst.

Die Ordnung aber,
über die ihr gesprochen habt,
ist eine allgemeine Ordnung,
die in allem liegt.
Die ist immanent
– die ist ständig da –
die ist überall.
Und diese gilt es, anzuwenden.

Die Ekstase hat auch ein Gegenüber:
nämlich die Realität.

Elia

Zu Gast ist Carin.

Elia. Ich wünsche euch einen wunderschönen Tag, liebe Freunde.

Hajo und Carin. Danke, Elia.

E. Carin, wie schön dich zu sprechen.
Ich bin sehr froh,
dass für dich nun die Zeit der Zuwendung beginnt,
indem du dich dir zugewendet hast!
Und zwar in aller möglichen Wahrhaftigkeit.
Dies ist tatsächlich ein Beginn.

C. Ja.

E. Und ich denke, es ist alle Freude wert,
so wie eine Geburt jede Freude wert ist,
nicht wahr?

C. Hm.

E. Vielfach werden Menschen in ihrem Leben geboren.
Die Wenigsten merken es!
Wie schön, dass du dies heute bewusst tun kannst.

Ich bitte dich nun, deine erste Frage zu stellen.

C. Ja, Elia.
Es geht um Ordnung und Ekstase.
Und Uta hat mir ja in den letzten Tagen
soviel Wissen darüber vermittelt
und Welten eröffnet.
Gibt es hier vielleicht noch etwas Wichtiges zu beachten
und vielleicht ein paar Tipps,
was ich noch damit machen kann?

E. Ja. Ich möchte den Begriff „Ekstase“
hier noch einmal gesondert betrachten.

Ekstase ist ein außerordentlicher Zustand, ja?

C. Hm.

E. Das sagte ich schon, es ist außerhalb der Ordnung.
Ekstase ist aber auch – das hast du gelernt –
das göttliche Wahrnehmen können
in sich und um sich selbst.

Carin, es ist wichtig, dass du weißt,
dass nicht jede Seele, die inkarniert ist,
imstande sein darf, diese Erfahrung zu machen!
So steht am Beginn meiner Erklärung eine Warnung.

Es setzt eine große Liebe zur Welt voraus,
Ekstase zu erleben
und dann von dieser Ekstase auch wieder zu lassen
und das Leben im Fleisch fortzusetzen.
Und das ist sehr, sehr selten,
dass ein Mensch Beides miteinander verbinden kann!
Du kannst es.

Lass die Ekstase dir dienlich sein,
dich zu stärken, deine Seele stabil zu erhalten,
den wahren Sinn deines Hier seins
nicht aus den Augen zu verlieren.
Lass es Deins sein!

Ekstase zu vermitteln,
wird dir nur sehr selten erlaubt sein.

Solche Menschen erkennst du
an ihrer großen und fröhlichen Sehnsucht zu Gott hin
und an ihrer ebenso starken fröhlichen Hinwendung
dem Menschlichen zu.

Ähnlich wie eure Prüfungsfragen an uns Guides
„Liebst du Gott und liebst du die Welt?“
muss eine Seele,
die zu Lebzeiten Ekstase erlebt,
auf beides mit „Ja“ antworten können.
Hast du das verstanden?

C. Ja.

E. Dass du Ekstase erleben darfst, ist ein Geschenk!
Und dieses Geschenk ist die Folge vergangener Inkarnationen.

In eure Inkarnationen nehmt ihr nicht nur die Schwere mit,
die Hemmung oder die Angst,
sondern ihr nehmt auch Geschenke mit.

Deine Fähigkeit zur Ekstase,
deine Fähigkeit zur Hingabe sind Geschenke,
die du dir verdient hast.

Und auch hier bitte ich dich,
wenn du später mit Menschen arbeitest,
ihren Blick dafür zu schärfen, was sie sich verdient haben!
Im Grunde gehen viele Menschen
mit olympischen Goldmedaillen durch ihr Leben
und wissen dies gar nicht.
Sie schätzen es darum nicht Wert.

Sie sind so bescheiden, dass sie sagen:
„Ja, was kann denn ich dafür, dass ich gut singen kann.“
Ja?

C. Hm.

E. Die Antwort ist in anderen Leben zu finden.

„Was kann denn ich dafür, dass ich gesund bin.
Was kann denn ich dafür, dass ich gescheit bin.
Was kann denn ich dafür, dass ich lieben kann.“

All das sind olympische Goldmedaillen aus vergangenen Leben.
Ja?

C. Ja.

E. Die Ordnung aber, über die ihr gesprochen habt,
ist eine allgemeine Ordnung, die in allem liegt.

Die ist immanent – die ist ständig da – die ist überall.
Und diese gilt es, anzuwenden.

Die Ekstase hat auch ein Gegenüber:
nämlich die Realität.
Auch sie ist Dual, solange du im Fleisch bist.
Das hört erst auf, wenn ihr hier seid.
Auch das musst du wissen.

Die Gottes-Nähe hat im Gegensatz
auch die Gottes-Ferne.
Und auch das musst du wissen.
So gesehen ist die Ekstase durchaus in der Ordnung.

Für dich ist nur eines wichtig:
Beide Zustände zu akzeptieren und auch zu akzeptieren,
dass die Ekstase einen Höhepunkt hat
in der Entwicklung deines Lebens
und danach wieder in ein Tal geht.

So wirst du nicht entmutigt sein,
wenn es Zeiten gibt,
in denen dir die Ekstase weit entfernt scheint.
Sondern du wirst wissen,
dass du in einer ganz natürlichen Bewegung bist.
Ja?

C. Ja.

E. Zudem gilt: Die ersten ekstatischen Erfahrungen
sind für jede Seele ungeheuer schön.

Sie sind wie die erste Liebe, der erste Kuss:
unvergleichlich und unvergesslich wunderbar.

Aber je häufiger, umso weniger groß ist die Attraktion dabei.

Manchmal sind Menschen dann sehr enttäuscht
und sie meinen, dass sie verlieren, was ihnen so kostbar war.
Aber das ist nicht so!
Sondern es liegt einfach nur daran,
dass die Gewöhnung das Besondere abdämpft.

Hast du das alles so verstanden?

C. Ja, ich glaube schon.

E. Gut. Hast du noch eine Frage dazu?

C. Dazu jetzt nicht. 
Aber ich hab noch eine andere Frage.
Es geht um meine Arbeit mit Menschen und mich Bekannt machen.

Jetzt wollte ich wissen: Was ist die Ursache meiner Angst
vor der Öffentlichkeit und wie kann ich damit umgehen?

E. Diese Ursache ist eine Folge,
die aus einer anderen Inkarnation kommt.
Die hättet ihr allerdings nicht unbedingt alleine
mit einer Inkarnationsarbeit beheben können.
Sondern hier geht es darum, zu verstehen,
dass dieses Leben dazu gedacht ist,
aus dieser Angst herauszuwachsen.
Aber wie wächst du heraus?

C. Indem ich mutig bin.

E. Ja! Du hast gut aufgepasst gestern.
Und indem du handelst – nur so!
Das reine Schauen auf jene Inkarnation
wäre nicht ausreichend gewesen.

Du hast einmal unter dem Urteil der Verurteilung
durch Andere sehr gelitten.

Und das war eine Zeit,
in der du in tiefste Bestürzung geraten bist.
Damals warst du eine junge Frau
im ausgehenden Mittelalter in Genua.

Und du warst eine sehr naive junge Frau.
Du hast gedacht, dass du alles gut und richtig machst.
Aber du hast dabei in deiner Lebensfreude
deine Pflichten übersehen.

Und in der Folge starben Menschen,
die dir sehr lieb waren.
Spürst du, dass das deine größte Angst ist?

C. Uff.

E. Ja. Aber das ist längst vorbei.
Es ist auch nie wieder in einem solchen Maße geschehen.

Was aber immer noch da ist,
ist die Angst davor, nicht fähig zu sein,
Verantwortung zu tragen!
Und das ist absurd!

Aus einem sehr klaren Blick darauf, was nötig ist,
um verantwortungsvoll vorzugehen,
ist ein verängstigter Blick geworden,
der viel zu allgemein,
viel zu umfassend gegriffen wurde!
Und daher rührt diese Verunsicherung.

In Wahrheit liebst du es, im Mittelpunkt zu stehen,
fröhlich zu sein,
die Menschen zum Strahlen und zum Lachen zu bringen.
Ja?

C. Hm.

E. Aber du liebst es nicht,
die Verantwortung dafür zu tragen.
Lieber spielst du damit.

Und das liegt an diesem Fehlurteil,
dass jene Inkarnation noch irgendeine Macht über dich hätte.
Das ist längst ausgeglichen!

Wenn du mit einem klaren Blick auf dein Verantwortungsbewusstsein schaust, so wirst du sehen:
Da gibt es nicht einmal mehr den geringsten Mangel. Ja?

C. Ja.

E. Darum geht’s.
Es ist ein Misstrauen gegenüber
deiner eigenen Verantwortungsbereitschaft.
Und für dieses Misstrauen gibt es keinerlei Begründung!

Ich bin der Ansicht, dass ich hier genug gesagt habe,
um deine Einstellung hier in eine neue Richtung zu geben.
Ich hoffe das.
Ja?

C. Ja.

E. Gut. Hast du noch eine Frage?

C. Ja. Was sind meine wichtigsten Wesens-Anteile,
die ich therapeutisch nutzen kann?

E. Oh. Darüber habt ihr heute schon gesprochen.

C. Okay. Ja, stimmt.

E. Ja?

C. Hm.

E. Ich möchte hier aber etwas benennen,
das ihr nicht besprochen habt
und dass doch das Wichtigste ist:

Deine wichtigste Eigenschaft ist die,
dass du ein Mittäter bist,
so ein richtiger Gang-Boy.
Weißt du, in welcher Gang du bist?

C. Hm?

E. In Gottes Gang.

C. Bin ich mit vom Team?

E. Ja.

C. Das ist schön.

E. Ja. Das ist die wichtigste Eigenschaft:
diese unverbrüchliche Liebe Gottes zu Menschen.

Diese unermüdliche Überzeugung,
dass ihr werdet, wer ihr seid,
dass ihr die Chancen ergreift, die in euch liegen.
Die teilst du mit ihm.
Das ist deine allertiefste Wahrheit.

Und diese Freude an der Schöpfung,
diese Begeisterungsfähigkeit über all das Wunderbare,
das da lebt, das teilst du mit ihm.
Und nichts, gar nichts
– keine Fähigkeit, keine Ausbildung,
kein Wissen, keine andere Eigenschaft –
ist so wichtig wie diese!

Und mein Rat an dich ist:
Hab den Mut, das zu benennen.
Hab den Mut, es so zu sagen:

„Ja, ich bin begeistert von Menschen!
Ich bin nicht blind.
Ich sehe auch, wie schwierig es ist.
Ich sehe auch,
wie gefährlich unser Zustand ist.
Aber ich bin trotzdem eine Begeisterte!“

Stehe zu dieser Begeisterung! 
Sie ist nicht albern und
sie ist nicht verrückt!
Und wenn sie verrückt ist,
dann ist sie das Gesündeste,
was man haben kann.

Deine nächste Frage bitte.

C. Wo stehen Tom und ich in unserer Entwicklung?

E. Ihr seid beide nun in der Sicht auf euch selbst
sehr viel klarer geworden:
auf eure Fähigkeiten, auf eure Art, zu lieben.

Und nun wird es Zeit, vom Wissen ins Handeln zu kommen –
für euch Beide.

C. Hm.

E. Tom wird nun Aufgaben übernehmen, jemanden zu führen,
so wie du Aufgaben übernehmen wirst, zu führen.
Das bedeutet aber nicht,
dass er keine Zeit mehr für dich hat.

C. Gut.

E. Das bedeutet aber,
dass ihr euch in eurer Zuwendung zur Schöpfung ergänzen könnt.

C. Wie schön.

E. Ja. Hast du noch eine Frage?

C. Ja. Wie gehen Dualseelen Kontakt
mit anderen Seelen im Jenseits ein?

E. Oh, wie alle Anderen auch.
Sie verschmelzen,
so wie auch ich verschmelze mit euren Guides,
um zu spüren, worum es bei euch geht.

Da unterscheiden sich Dualseelen nicht.
Ihre Dualität ist kein Fixum, verstehst du?

Sie dürfen dennoch unterschiedliche Interessen haben.
Und der Andere vereinsamt nicht,
wenn der duale Teil sich mit Jemandem verschmilzt.

Eure Vorstellung von Dualität ist hier noch sehr begrenzt
aufs Yin und Yang System.

Der Andere ist nicht halb,
wenn die andere Seite verschmilzt,
sondern auch er profitiert davon.

„Je stärker der andere duale Teil ist,
umso mehr stärkt es mich.
Je schwächer der andere duale Teil ist,
umso mehr schwächt es mich.“

Es ist eben ein Ich mit zwei Persönlichkeiten.
Hast du das verstanden?

C. Ja.

E. Es sind immer zwei Persönlichkeiten.
Daran ändert sich nichts!

Viele Menschen meinen,
es handle sich um eine Persönlichkeit.
Das ist eben gerade nicht der Fall beim Dual!  
Sondern sie sind stets in der Ergänzung!
Das bedeutet aber andererseits auch,
dass sie stets ein Ich und ein Du haben.

Hast du das verstanden?

C. Ja.

E. Ich hoffe! 
Hier liegen große Fehler in der Wahrnehmung vor.

Es geht nicht darum,
beim Dual zu verschmelzen.
Das kann man mit Anderen tun.
Aber sie selbst sind sich selbst gegenüber
stets Ich und Du
– sich ergänzend,
sich stärkend,
sich fördernd,
sich schützend,
sich liebend –
aber stets Du.

So wird Tom stets dein Du sein.
Und du wirst stets sein Ich sein.

C. Aber dennoch verschmelzen wir auch miteinander, oder?

E. Ihr löst euer Ich nicht auf.

C. Nein.

E. Nein.
Sondern ihr seid Ich und Du, aber dies bewusst.
Das ist der Unterschied zu Anderen.

Hast du hierzu noch Fragen?

C. Als Dualseele,
ist es da auch möglich,
eine Zwillings-Seele zu haben?

E. Nein.

C. Es ist so, dass ich mich mit meiner Schwester
auch so sehr verbunden fühle.

E. Ja.
Deine Schwester ist dir in der seelischen Entwicklung
schon sehr lange sehr nah.
Das ist nicht neu.

Aber eben Schwester oder Freundin,
einmal sogar Mutter.

Das wundert dich nicht, nehme ich an.

Ihr seid aber keine Zwillingsseelen.
Ihr seid euch nicht gleich bei aller Ähnlichkeit.
Ja?

C. Ja.

E. Das ist auch wichtig für eure Entwicklung.

Und es ist nicht so, dass einer Dualseele es gut tut,
auch noch Zwillings-Seele zu sein.
Ich wüsste nicht, wann dies je geschehen wäre.

Die Dualität an sich ist eine große Herausforderung,
stellt ohnehin schon einen besonderen Aspekt der Entwicklung dar,
ist ohnehin schon etwas,
was einen ganz besonderen Platz
in der Schöpfung einnimmt.

Hier auch noch in der Verbindung
mit einer Zwillings-Seele zu sein,
ist schwierig, und zwar für den dualen Part.
Kannst du das verstehen?

C. Hm. Ja.

E. Es wären die Verknüpfungen derart komplex,
dass dies so nicht gelebt wird.

Hast du noch Fragen?

C. Ja. Den besonderen Aspekt,
den die Dualseelen einnehmen: 
kannst du mir da noch was dazu sagen?

E. Ich denke, darüber habe ich schon sehr viel gesagt.

Sie leben das Du und Ich vor als Notwendigkeit.
Sie leben das Hier und Dort vor als Notwendigkeit.
Du hast etwas darüber gelernt,
dass dies Urschöpferisch ist,
nicht wahr?

C. Hm.

E. Im Grunde: Was hat Gott gemacht,
als er aus sich heraus ein Du Dort erschaffen hat?
In bestimmter Weise hat er doch für Dualität gesorgt.

Und du hast gelernt,
dass in dieser Dualität etwas äußerst Schöpferisches steckt.

C. Ja.

E. Und dieses Schöpferische bringen Duale stets in die Welt.

C. Aha.

E. Dieses Werden lassen ist ihnen
in ganz besonderer Weise gegeben
und tatsächlich wirken sie so auch in der Welt.
Aber natürlich setzt dies auch eine Entwicklung voraus.

Sie sind also von ihrem so Sein her Urschöpferisch.
Ja?

C. Ja.

E. Dann, denke ich, beenden wir unser Gespräch.
Oder hast du noch eine Frage?

C. Ich hätte noch eine Letzte.

E. Ja.

C. Was ist der Grund meines Zitterns in wichtigen Angelegenheiten?

E. Das ist eine genetische Disposition bei dir.
Das ist eine starke Empfindsamkeit deines Nervensystems.
Auf Reize deiner Seele reagiert dein Körper
in einer Übererregbarkeit des Nervensystems.

Das hast du geerbt.
Es ist also nicht spirituell,
es ist nicht die Folge eines traumatischen Geschehens
und auch nicht karmisch,
sondern es ist ein dir vererbtes Merkmal aus deiner Sippe.
Ja?

C. Ja.

E. Ich fürchte, du wirst damit leben müssen.
Es dämpft sich ab, je älter du wirst.

C. Ja, es ist auch schon besser geworden.

E. Es wäre gut,
in solchen Situationen ganz in deine Mitte zu gehen,
dich zu konzentrieren,
ruhig atmen,
dich konzentrieren auf ein Wärmegefühl
in der Mitte deines Körpers.

Das ist nämlich der Solarplexus-Bereich,
der da sehr über-erregt ist!
Und du wirst sehen, dass sich das Zittern dann schnell legt.

C. Hm.

E. Dann, denke ich, ist es Zeit, mich von dir zu verabschieden.

C. Ich danke dir, Elia.

E. Ich danke dir.

C. Für alles.

E. Für alles.

Für deine Neugier,
für deine Gründlichkeit,
für deine Treue,
für deine Nachdenklichkeit und
für deinen Mut.
Ich danke dir.

Gott segne dich.

H. Danke, Elia.