Sonne

Schutzengel – Lerne, zu verstehen: Dass du eine Sonne BIST!

Lerne, zu verstehen:
Dass du eine Sonne BIST!
Deine Seele, Grete,
die IST eine Sonne!

Wo IMMER sie ist,
in welchem Raum sie auch scheint:
Sie IST.

Ob du kräftig bist oder schwach,
ob du ur-uralt bist oder jung,

ob du inkarniert bist oder frei:
Lass es zu, die Sonne zu sein, die du bist!
Schutzengelkontakt

Ich bitte meinen Guide Elia,
mich mit Ludwig, dem Guide von Grete zu verbinden,
Grete bittet um diesen Kontakt.

Ich finde mich an einem kleinen Weiher wieder.
Ganz still ist es hier.
Die Sonne geht gerade auf und auf dem Schilf vor mir
glitzern Tautropfen, langsam erwacht das Leben.

Zwei Enten fliegen auf und suchen ihren Platz im Wasser.
Der erste Vogel beginnt mit seinem Gesang,
in den nach und nach Weitere einstimmen,
bis endlich die Sonne ganz aufgegangen ist
an diesem herrlichen Sommertag…

Ich bin so eingenommen
von dieser Stimmung des erwachenden Lebens um mich herum,
dass ich gar nicht bemerke, dass Ludwig neben mir steht…

Das Erste, was ich wahrnehme, ist sein “Geruch“:
Er duftet nach Lavendel…

L. Guten Morgen, liebe Uta!
Frisch wie die Fischlein im Wasser?

(Ich sehe, als er das sagt,
einige aus dem Wasser schnellen, um Mücken zu schnappen.)

U. Ja, Ludwig, ganz und gar!
Schön, dass du gekommen bist.

L. Gern bin ich mit dir heute Morgen, da schau!
(Ein Storch am anderen Ufer.)

Auch daran, dass solche Vögel die Kinder bringen,
glaubt ein Mensch…

U. Na ja, wenn er noch ganz klein ist…

L. Wenn er noch ganz klein ist, ja.

Aber weißt du, Uta: DAS ist Glaube und Vertrauen
in die Möglichkeiten des Unmöglichen!

Und ob ein Mensch Beides hat oder nicht hat,
das liegt gar nicht in seiner Entscheidungskraft:
Er bringt es entweder mit sich oder nicht.

Die Kraft des Glaubens ist eine so wundervolle Kraft!
Das ist ein Geschenk,
das der Seele nicht von höheren Ordnungen gegeben wird.

Sondern dass sie selbst in sich trägt in dem Maß,
in dem sie es sich erworben hat in vergangenen Leben!

Sehr, sehr wichtig ist die Entfaltung der Glaubenskraft!
Viel wichtiger, als ihr denkt!

Ich spreche dabei nicht davon,
ob ein Mensch einer bestimmten Religion glaubt!
Das ist NICHTS!

Ich spreche davon,
ob er an das Wunderbare glauben mag!
An das, was in Allem – was die Schöpfung ausmacht – liegt.

Religiöse Menschen, sie glauben daran!
Dass sie nur die rechte Lebensweise einnehmen müssen,
nur in rechter Weise die Gesetze ihrer Religion befolgen müssen
und ihr Leben ist gut.

Wahre Glaubende brauchen keine Gesetze,
sie brauchen keine religiösen Handlungen,
sie brauchen keine Auslegung der Bücher,
keine Predigt, um ihren Glauben zu erleben.
Alles, was sie glauben, SIND sie!

Schein oder Sein!
Darum geht es in der Entwicklung der Seele.

Vom Schein wächst sie mehr und mehr zum Sein.
Sie IST und wirkt mit allem, was IST, mit!

Sie bringt sich ein in jeden Tag: 
Jenseitig wie Diesseitig.
Und DAS ist Erlösung!

Alle Religionsgründer haben versucht, euch das klar zu machen!
Aber aus allen Religionen wurde früher oder später:
der SCHEIN-Glaube!

Glauben ist nichts,
was ihr durchdenken könnt,
nichts, was ihr studieren könnt,
nichts, was ihr auf einen bestimmten Tag in der Woche
oder eine bestimmte Stunde eines Tages beschränken könnt!

Glaube IST immer in euch: Ihr seid, was ihr glaubt!

Wenn ein kleines Kindchen daran glaubt,
dass der Storch die Kinder bringt:
Dann ist! dieses kleinen Kindchen
durchaus nicht in einem Schein-Glauben!

Es glaubt an etwas ganz Wunderbares!
Nämlich daran, dass die ganze Schöpfung
– die Tier- und Menschen-Welt –
miteinander verknüpft ist!

Das ist ein Glaube, der aus den Tiefen der Seele stammt!
Und das ist das Kostbarste, das ein Mensch je erreichen kann:
Diesen Glauben zu wirken!

Meine geliebte Grete ist solch eine Seele!
Der Anfang ihres Glaubens wäre wohl geeignet,
es milde zu belächeln, würde man oberflächlich darauf sehen.

Doch wie der erste Schritt des Kindes
der Anfang unzähliger Schritte und Wege ist,
ist auch der Beginn des Glaubens
der Anfang der Weiterentwicklung des Vertrauens,
darin EINGEBUNDEN zu sein, TEIL zu sein.

Hier – heute Morgen an diesen Teich –
siehst du die Schöpfung!
Siehst du, wie Eines für das Andere da ist
und sich selbst hergibt,
um den Kreis des Lebens Aufrecht zu erhalten!

Aber noch während du beobachtest
– wie die Mücken ihr Leben den Fischen schenken
und die Fische ihr Leben dem Reiher –
noch während du die ersten warmen Sonnenstrahlen spürst,
die in deinem Körper die Kälte des frühen Morgens vertreiben,
weil die Sonne sich selbst verbrennt, um Leben zu erhalten
und zu wirken auf diesem Planeten:
BIST du gleichzeitig selbst Teil dieses großen Ganzen!

Das ist das ALL EINE!
Es lebt, es beschenkt sich gegenseitig mit dem Höchsten,
was der Einzelne hat: seiner Lebenskraft.

Es verschenkt sich, vergeht und entsteht wieder neu!
Ewiger Wandel!

Dieses Wissen ist gut und ist der erste Anfang jedes Lebens!

Ich war einmal Teil!
Und ich werde nun sein, was ich nie vorher war!
Bis ich wieder sagen kann: Ich war einmal so
und werde sein, was ich nie vorher war…

Wunder über Wunder!
Dessen Teil ich bin!

Darum ist es wichtig, zu fühlen – nicht nur zu wissen –
dass du ein Wunder bist:
meine geliebte Grete!

Schau auf den Lauf der Sonne:
Matt wirkt ihr Licht am Morgen,
bis sie strahlend hell zum Mittag alles beleuchtet,
was in der Welt ist.
Danach geht sie wieder dem Abend zu,
verliert sie mehr und mehr den Schein,
bis sie der Nacht Platz macht.

Eine Menschenseele aber ist eine Sonne:
Die NIEMALS untergeht, Grete!

Niemals!

Zwar folgt der Körper den Gesetzen der irdischen Schöpfung
und bei so manchem auch der Verstand!

Doch die Seele, Grete, die scheint immer!

Wie sehr sie Gutes wirkt, das hängt davon ab,
ob sie noch eine sehr kleine Sonne ist!
Die nicht bereit ist, sich mehr und mehr zu erweitern.

Oder ob sie alles Festhalten am eigenen Ist-Zustand aufgibt
und sich ganz der Erweiterung hinzugeben in der Lage ist.

Eure Sonne ist eine kräftige Sonne, sie ist eine liebende Sonne!
Nicht wahr?

Das Höchste, was ein Mensch in seiner Inkarnation erreichen kann,
ist:
Eine Sonne zu sein, die so strahlt und wärmt, wie sie nur kann.

Grete, es ist mir eine Ehre und große Freude,
dir am Abend dieser Inkarnation zu sagen:
Gut gestrahlt, liebe Grete-Sonne!
Gut gewärmt!

Nun, dass du dabei auch Schatten erzeugt hast bei so Manchem,
der dir begegnete, ist unvermeidlich,
ist Teil der Schöpfung,
die – du weißt es – NICHT abgeschlossen ist.

Davor darfst du dich nicht fürchten, Grete!
Es ist unmöglich, zu beleuchten, ohne Schatten zu erzeugen in dem, was beleuchtet wird.

Und nun, da ich mein Wichtigstes gesagt habe,
wollen wir uns deinem lieben Brief widmen,
über den ich mich von Herzen freue.

Grete: Verehrter Schutzgeist, geliebter Ludwig!

L. Es rührt mich deine Liebe, damit wärmst du mich durchaus…
Ich danke dir!

G. Es ist schon ein seltsames Gefühl,
Jemandem zu schreiben, mit dem man doch täglich spricht.
Sich an Jemanden zu richten, von dem man
– zumindest stellenweise – meint:
Man kenne ihn eigentlich gar nicht.

Ach, wir Menschen und unsere zwei Welten!
Die wir doch hoffentlich irgend wann einmal
unter einen Hut bringen mögen!

L. Das ist das Ziel der Entwicklung der Menschen!
Ein gutes Ziel!

Ein Ziel, das Gott selbst in den Menschen gelegt hat!
Alle seine Ziele werden erreicht!

Du bist manchmal ungeduldig damit!
Das darfst du dir nicht übel nehmen,
nicht einmal wir Engel haben Gottes Geduld (er lächelt).

G. Dabei bist du mir, seit ich diese schöne Portrait – Zeichnung
von dir habe, recht vertraut geworden.

Und ich darf dir auch auf diesem Wege noch mal herzlich danken
für deine beglückende Botschaft!
Dir innig danken für deine in ihrem vollen Ausmaß
gar nicht einzuschätzenden Hilfen,
derer ich bislang zu teil wurde
(vielleicht darf ich in ferner Zukunft auch mal ein Guide sein).

L. Wenn du in ganzer Liebe zu einer Seele stehst,
die dich darum bittet, ihre Inkarnation zu begleiten,
wirst du es sein!

Nichts wird dabei entschieden, abgewogen oder verworfen!
Es IST einfach Liebe!
Und diese Liebe findet ihren Ausdruck:
in der Beziehung zweier Seelen.

Du suchtest einen guten, wahren Lehrer,
der ich dir einst in einem Leben war, an deiner Seite zu haben.

Und ich war erfüllt von Liebe und Begeisterung darüber,
dir bei deiner Entfaltung helfen zu dürfen.

Und so wurden WIR Zwei: Guide und Grete.

Der beglückte „Lehrer“:
Der angesichts der so lerneifrigen „Schülerin“ einfach wurde,
was er war.

So wie du wurdest, was du warst:
Eine Seele, die sich zu entfalten suchte.

G. Hier sitze ich auf meiner kleinen Dachterrasse,
habe Sonne, blauen Himmel und weiße Wolken über mir
und bin wie so oft rundum dankbar und glücklich.

L. Ja, Grete…
Du bist eine be – glückende Seele, weil du selbst nicht zögerst,
dich beglücken zu lassen
von dem „Wunderbaren“ der irdischen Inkarnation!

Viele Menschen suchen ihr Leben lang danach,
ihr Leben als beglückend zu empfinden!

Aber sie erreichen diesen Zustand nie,
denn sie suchen nicht im KLEINEN und SELBSTVERSTÄNDLICHEN,
sondern sie suchen im Außer – Ordentlichen
und werden nie fündig!

Das Wunderbare liegt aber nicht
außerhalb der Ordnung der Schöpfung,
sondern innerhalb!

Die Sonne, der blaue Himmel, die weißen Wolken…
Das Wunder!
Dies alles sehen und fühlen zu dürfen…
Wer sieht es?
Viel zu wenige.
Noch!

G: Ich schreibe gerne an dich trotz der leisen Unsicherheit
wegen der ungewöhnlichen Situation.

Ich habe allerdings dabei ein bisschen das Gefühl:
Du kennst vermutlich jede meiner Fragen bereits.

Wenn nun jedoch Frau Hierke-Sackmann
mir das Angebot / den Vorschlag gemacht hat,
meine Fragen an dich in einem Brief zu kleiden,
dann hatte sie einen guten Grund dazu.

L. Sie hatte keinen Grund dazu.
Aber ich, liebe Grete, ich habe einen Grund: Meine Liebe zu dir!

Wie soll ich sie dir sagen ohne eine Mittlerin
und ohne Raum und Zeit, die mir dazu gegeben wird?

Wie soll ich dir sagen, wie froh und dankbar ich dir bin,
dass du nie aufgegeben hast:
eine gute Schülerin des Lebens zu sein?

Nun vermag ich es!
Ich danke dir dafür!

G. Vor einiger Zeit war ich ja mal der Auffassung,
ich hätte gar keine Fragen, aber mittlerweile hat sich das geändert
(vielleicht wollte ich bloß nicht so tief graben).

L. Nun, meine Liebe, es ist da eine alte Angst in dir:
Es ist die Angst vor Schatten!

Ja, weißt du: Die gehören auch zur Schöpfung!
Die Schattenwelt ist ja Teil des Ganzen.

Natürlich weißt du das…
Schmolle mir nicht!
Dass du das Wissen hast, ist mir schon klar…

G. Aber hast du auch das Vertrauen und den Frieden damit,
dass du damit zurecht kommst?

Nicht immer!
Nicht wahr?

L. Aber, liebe Grete, sieh nur,
wie viel besser du inzwischen damit zurecht kommst!

Ist das nicht eine Freude,
dass du diese schwierige Herausforderung
in diesem Leben schon so gut zu bewältigen gelernt hast?

Ja!
Nicht wahr?
Da freuen wir uns Beide!

G. Und hier sind sie nun:

1. Gibt es etwas Wichtiges, was ich noch innerhalb
meiner jetzigen Inkarnation tun, erledigen könnte / sollte,
das ich selbst jedoch nicht erkenne?

L. Grete, nur Eins, wirklich nur Eins:
Lerne zu verstehen, dass du eine Sonne BIST!

Eine Sonne, liebe Grete, die nicht scheinen mag?
Das wäre nicht gut, nicht wahr?

All die kleinen und großen Lebewesen:
Sie brauchen doch die Sonne.

Dabei muss sich die Sonne GAR NICHT mehr anstrengen!
Dass sie da ist und scheinen mag,
dass sie Geduld dabei hat und nicht aufgibt,
dass sie beständig dabei ist, sie selbst zu sein…
Mehr braucht es ja nicht!

Deine Seele, Grete, die IST eine Sonne:
Wo IMMER sie ist, in welchem Raum sie auch scheint:
Sie IST!

Ob du kräftig bist oder schwach,
ob du ur-uralt bist oder jung,
ob du inkarniert bist oder frei…
Lass es zu: Die Sonne zu sein, die du bist.

G. 2. Stecke auch ich noch
in irgend welchen Ahnen-Verwicklungen bzw. Irrtümern drin?

L. Nein, Grete, das tust du nicht mehr!
Das Alter kann ja auch befreiend sein.
Einzig anzunehmen,
dass dein Alter anders sein darf als das deiner Ahninnen:
Das hat dich schon befreit.

Ganz gewiss wünscht sowohl deine liebe Mutter
als auch die Großmütter dir von Herzen ein fröhliches Altern
und auch einen leichten Übergang.

Fragst du dich, wie es sein wird?
Ich darf dir die Zukunft nicht sagen, aber Eins darf ich dir sagen:

Auch der Übergang steht in der Schöpfungsordnung! 
So, wie etwas beginnt, so endet es!

Wie jemand etwas Neues beginnt, so beendet er sie auch.
Der Eine langsam und zögerlich,
der Andere voller Neugier auf das, was kommen mag.

Wer sich also einen „guten Tod“ wünscht,
der tut gut daran:
Seine Lust daran zu finden, NEUES zu erleben,
sich auszuprobieren…

So gesehen, mein liebes Menschenkind,
gibt es keinen Grund zu Furcht!

Sondern mit Fug und Recht darf ich sagen:
Es wird besser und besser und besser!
Mit allen Dingen, die deine Entwicklung angeht.

G. 3. Warum tue ich mich manchmal schwer,
Mitmenschen um Hilfe zu bitten?

Dabei mache ich doch so viele liebenswürdige Erfahrungen.
Selber-Groß-sein?

L. Nein, ach nein, das selbst Groß sein wollen
ist doch gar nicht deine Not!

Nein, Grete, es ist das NICHT LÄSTIG sein wollen!
NIEMANDEM IRGEND ETWAS nehmen wollen:
sei es Kraft oder Zeit!

Weißt du, Grete, so ganz wirst du das kaum los werden.
Unangenehm wird es dir halt immer sein:
Anderen etwas zu nehmen!
Eine Art „Beschädigung“ der Ressourcen Anderer zu bewirken.

Die Ursachen dafür liegen oberflächlich betrachtet
in deiner Geburt und nachgeburtlichen Situation.

Tiefer aber in einer alten, karmischen Last,
mit der du noch keinen Frieden gemacht hast.

Du warst einmal eine Adlige, die ein Opfer der Bauernkriege wurde.
Mit tiefstem Schreck musstest du erkennen:
Dass du nicht, wie du meintest,
in deinem Leben Gutes bewirkt hattest. 
(Davon warst du überzeugt!
Denn du hattest deiner Religion folgend
einen großen Teil deines Vermögens
für Kirchen und Klöster gespendet!)

Doch um das in dem Maß, wie du es tatest, zu können:
Da litten die Bauern, die deinem Manne zu eigen waren,
unter unerträglichen Belastungen!

Und obwohl du diese Inkarnation so weit ganz gut verarbeitet hast,
blieb ein Rest Unbehagen, einem Anderen zu viel ab zu verlangen!

Daran, dass dieses Unbehagen immer erst zu überwinden ist,
können wir nichts tun, Grete.

Das ist einfach eine Bewährung, die deine Seele braucht,
um in Zukunft zu vertrauen,
dass du JETZT WIRKLICH Niemandem mehr zu viel abverlangst!

G. 4. Hängt mein General-Kummer
um das weltweit gigantische Tier-Leid
und die erschütternde Gleichgültigkeit der Menschen
mit einer früheren Verkörperung zusammen?

L. Ja, so könnte man es sagen.
Aber nicht, wie du denkst!

Grete, du hast dir eine Wahrheit erhalten,
die eigentlich in JEDER menschlichen Seele bereit liegt
seit Anbeginn der Menschwerdung.

Die Wahrheit: Dass Mensch und Tier EINS sind!

Ich würde deinen Blick auf diese Situation gerne erweitern:
Es geht nicht einfach nur darum,
was der Mensch der Tierwelt antut! 
Was er ihr antut, tut er sich SELBST an!

Es geht nicht darum:
Ob es ethisch richtig oder falsch für einen Menschen ist,
sich von Tier-Leben zu ernähren.
Das tut er in der Tat, seit er existiert.
So, wie sich unser Freund Adebar von Fröschlein ernährt!

Es geht um das Wie und um das WIE VIEL!

Der Mensch NIMMT zu viel Leben der Tiere
und er nimmt genauso ZU VIEL Leben der Menschen!

Wie mit Tieren umgegangen wird,
so wird mit ihm selbst umgegangen!
Respektlosigkeit,
mangelnde Wertschätzung,
mangelnde Dankbarkeit,
Verachtung der natürlichen Bedürfnisse der Arten…

Auf die Tiere bezogen: grausame Realität!
Auf den Menschen bezogen?
Leider auch… leider auch!

Und da hinzuschauen, WIE SEHR Beides zusammen hängt,
erfordert sehr viel Mut!

Es ist ein unheiliger Mythos, zu meinen:
Der Mensch stünde ÜBER der Schöpfung des Irdischen!

Und was er mit der Schöpfung treibe,
sei eben seine Verantwortung,
der er mehr oder weniger gut nachkommen könne.
So ist es nicht!

Der Mensch ist vielmehr TEIL der Schöpfung!
Ihr Menschen seid nötig!

So wie ein Wolf nötig ist
in den weiten Wäldern der Tundra,
aber auch wie die Biene in den Obstgärten…

Ihr seid sowohl Wolf als auch Biene!
Ihr seid so sehr TEIL, das ihr erheblich fehlen würdet,
wenn ihr nicht da seid.

DAS! Grete, muss der Mensch aber erst begreifen lernen,
um seine wahre Funktion innerhalb der Schöpfung auch zu erfüllen!

Und ich fürchte, der Weg ist hart, der dorthin führt.

Ein guter Wolf jagt nicht aus Spaß (es sei denn, er ist wahnsinnig)!
Sondern schnell und sicher tötet er das Tier,
das in der Schöpfung entbehrlich ist oder gar zum Schaden wird…

Eine gute Biene ist nicht wählerisch in der Wahl der Blüten,
die sie befruchtet!
Sondern jede Blüte, die sie findet, wird bestäubt!

Biene UND WOLF: Beides ist der Mensch innerhalb der Schöpfung!
Er reguliert das Maß einer Population
und er gibt gedeihliche Bedingungen für das, was wachsen soll…

DAS war damit gemeint, als in der Bibel gesagt wurde:
Macht euch die Erde untertan! 

Regiert die Schöpfung wie ein weiser König!

Was ist daraus geworden?
Er regiert die Schöpfung so,
wie es nicht einmal der schlimmste Potentat
der Geschichte je gemacht hat!

Darum empfinde ich keinen Groll über die Ausbeutung
und Vernichtung der Tiere durch die Menschen.
Sondern Trauer, Grete!
Trauer um beide: Tier und Mensch!

G. 5. Ich wollte in meiner relativ kurzen Ehe
(auch vorher und danach) keine Kinder,
nicht ohne einen dazu brauchbaren Ehemann
bzw. Vater für die Kinder.
War das Angst und / oder Egoismus?
Oder gab es tiefere Ursachen?

L. Weder noch, Grete!
Es war ganz einfach nicht Teil deines Lebensplanes!
Du warst so oft Mutter und hast so oft deine ganze Wärme,
deine ganze Strahlkraft dieser Funktion „geopfert“.

Dieses Mal sollte es aber darum gehen, dein Selbst zu kräftigen!
Das war viel wichtiger und notwendig!

Gute Mütter müssen ihr Selbst zurück stellen!
Damit ist nicht nur ihre Zeit gemeint oder ihre Wünsche.
Nein, auch die Entwicklung ihrer Seele tritt hinter die Aufgabe,
andere Seelen (nämlich die der Kinder) zu fördern, zurück.

Es ist gut und wunderbar, dass Seelen bereit sind,
solche Mütter zu sein!
Aber es muss auch Leben geben, in denen dieses nicht vorkommt!

Also bitte mach Frieden damit!
In diesem Leben war es viel wichtiger!
Dass du in solcher Weise ungebunden geblieben bist,
damit du dich weiter entwickeln konntest.

Ich denke, es ist für dich nicht schwer, zu glauben:
Dass du, WENN du Mutter gewesen bist,
du dies mit ganzer Hingabe warst und dein Selbst darüber
nur allzu leicht vergessen hast?

Für solche Leben muss es einfach ausgleichende Leben geben!
Mit Angst oder Egoismus hat das nichts zu tun!

G. Damit, lieber Ludwig,
will ich es bei meinem „Wissensdurst“ bewenden lassen.
Da ich gerne grundsätzlich klar sehe,
daraus am Meisten Nutzen ziehen kann
und darüber hinaus der Meinung bin, es ertragen zu können:
darf ich dich bitten,
mich bei der Beantwortung meiner Fragen nicht zu „schonen“!

L. Nun war ich vermutlich „grausamer“ zu dir als erwartet?
Denn ich eröffnete dir eine „schreckliche“ Wahrheit, Grete:
Du BIST eine Sonne!

Wie leicht es für dich geworden ist,
auf deine eigenen Schatten zu sehen!
Was noch besser werden kann: deinen eigenen Glanz zu sehen!

Siehst du, Grete,
du bist ein Vorbild, ein Trost, eine Zuversicht geworden für alle,
denen zu begegnest.

Nein, eine Heilige musstest du nicht werden, ganz und gar nicht!
Aber was du bist, das ist ein Beweis!
Du BIST der Beweis dafür, dass es sich durchaus lohnt,
die Augen und das Herz ein Leben lang
für die Wunder der Schöpfung offen zu halten!

Nicht nur ich, Grete, auch viele, viele andere Engel
danken dir dafür!

Und nun ruh dich aus, liebes Herz.

Dein dich liebender Engel Ludwig!

G. Ich danke dir von Herzen,
dass du dich mit mir, deinem Schützling,
so hilfreich befasst!
Und ich wünsche dir ein lichtvolles, gesegnetes Dasein!

Deine Grete!