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Elia – über Besetzung: Jede Form jenseitiger Verbindung – auch die beim Kartenlegen…

Besetzung

– Jede Form jenseitiger Verbindung –
auch die beim Kartenlegen,
ist eine Verbindung, die man kontrollieren muss.

Beate hat mit großer Verwunderung zu sich selbst geschaut
und festgestellt, dass sie das,

was sie einmal doch mit Leichtigkeit und Vertrauen gekonnt hat, 
– nämlich Kartenlegen –
nicht mehr kann.

Das liegt nun nicht an ihr,
das liegt an Maria,
die das verhindert.
Und wir sind sehr froh,
dass sie uns den Auftrag gibt,

jetzt nicht nur ihr,
sondern auch Maria helfen zu dürfen.

Elia zur Besetzung von Beate

Elia. Guten Morgen, lieber Freund.

Hajo. Guten Morgen, Elia.

E. Eine wichtige Arbeit steht an.

H. Ja.

E. Stell mir bitte deine Fragen.

H. Ja, es geht um Beate und die hat eine Besetzung.

E. Hm.

H. Und da wollten wir fragen, wie wir vorgehen müssen.

E. Es handelt sich um eine Wesenheit,
die an sich in ihrer Art naiv und – fast möchte ich sagen –
harmlos wäre, wenn sie nicht so völlig uninformiert über ihren Zustand ist.

Sie hält sich inzwischen für Beate.
Sie ist der Ansicht, dass sie Beate sei.

Du siehst, dadurch unterscheidet sich diese Wesenheit
schon zentral von anderen Besetzungen und Anhaftungen.
Es handelt sich um keinen Vorsatz, sondern um einen Vorgang,
der dieser Seele geschehen ist,
ohne dass sie dies willentlich herbeigeführt hätte.
Verstehst du?

H. Ja.

E. Diese Seele ist eine Frau, sie heißt Maria,
die nach ihrem Tod sehr lange durch den Belt gewandert ist,
ohne sich je ihres Zustandes bewusst geworden zu sein.
Sie hat sich in einer Situation wiedergefunden,
die für sie völlig un-einordbar war.

Ihr Tod selber war ein Tod,
in dem – ich möchte sagen –
kein willentlicher Suizid begangen wurde,
aber er wurde billigend in Kauf genommen.

Maria hat sich mit Tabletten vergiftet.
Aber auch das entzog sich ihrem Bewusstsein.
Verstehst du, was ich meine?

H. Ja.

E. Sie war in einem derart verwirrten Zustand,
dass sie sich auch dessen nicht gewahr wurde, was sie dort tat.
Es war eher eine Impulshandlung.
Da sie den Tod nicht erwartete
und auch nicht herbeisehnte,
hat sie ihn auch nicht als solchen wahrgenommen!

Nach Langem durch die drückende und tragische Situation
der Belt-Wanderung ist sie schließlich zu Beate gekommen. 
In einer Situation, in der sich Beate,
ohne dass sie es merkte,
für diese Beltseele geöffnet hat.

Beate hat in dem Moment Karten gelegt!
Und hier fand sich Maria wieder,
denn Maria war eine begeisterte Kartenlegerin.

Wir müssen dabei eines vorwegnehmen: 
Maria legte Karten nicht für Andere.
Sie legte sie für sich,
aber zu jeder nur erdenklichen Situation.

Warum tat sie das?
Aus Angst.
Maria ist eine durch und durch Angst geleitete Seele.
Immer dann, wenn sie vor einer Aufgabe
oder einer Frage
oder einer Begegnung
oder einer Entscheidung stand,
befragte sie die Karten,
bis sie schließlich fast nichts anderes mehr tat.

Sie nahm in ihrer Belt-Wahrnehmung Beate
fast zufällig wahr und identifizierte sich sofort mit ihr.
Das vertraute Bild,
auch die vertraute Ausrichtung der Beate
und gleichzeitig die Öffnung der Maria für das,
was ich Inspiration nennen möchte,
was aber nichts anderes ist
als ein sich Öffnen für das Jenseitige,
fügte sich zusammen
und so fand Maria in Beate ihren Platz.

Sie fand so in eine scheinbare Ruhe.
Sie fand so wieder zu einer Identifizierung.
Verstehst du den Vorgang?

H. Ja.

E. Nun ist es sehr wichtig,
Maria klar zu machen,
dass sie nicht Beate ist.
Und es ist auch wichtig, ihr klar zu machen,
dass Beate nicht wünscht,
von ihr weiterhin betreut zu werden,
so wie Maria meint, dass es sei.
Maria hält sich zur Zeit für das Gewissen der Beate.

H. Hm.

E. Es ist sehr wichtig, ihr klar zu machen,
dass sie zwei Personen sind.
Und es ist noch wichtiger, ihr klar zu machen,
dass es keinen Anlass gibt,
Beate weiterhin davor zu schützen,
zu viel in die Karten zu schauen,
denn das tut sie ununterbrochen.

Sie hat gegen Ende ihres Lebens ihre Wahnhaftigkeit
im unermüdlichen Kartenlegen durchaus erkannt.
Sie hat etwa vier Wochen, ehe sie sich suizidierte,
mit dem Kartenlegen komplett aufgehört,
ist aber dann auch ihrer Angst
im vollen Umfang begegnet und ihr letztlich erlegen.
Jetzt versucht sie,
Kartenlegen völlig zu verhindern.
Ja?

H. Hm.

E. Also, dein Schwerpunkt sollte der sein,
ihr klar zu machen:
Erstens, dass sie tot ist. 
Zweitens, dass sie Maria ist und nicht Beate. 
Und Drittens, dass ihr Weg zum Angstfrei sein darin liegt,
sich dem Jenseits zu öffnen.

Maria hat große Angst,
nicht liebenswert genug zu sein,
nicht gut genug zu sein,
um in den Himmel kommen zu können.

Ich denke, du wirst die rechten Worte finden,
um sie davon zu überzeugen, dass dies nicht der Fall ist.

Maria war nie ein schlechter Mensch,
aber ein zutiefst verängstigter! 
Kriegszeit,
Gefangenschaft und
Heimatlosigkeit
haben ihre Jugend geprägt.

Sie hat in der Kindheit alles verloren,
worauf sie sich einmal verlassen konnte
und gehörte in gewisser Weise so zu den Kriegsopfern.

Es hat in ihrem Leben
nie starke persönliche Beziehungen gegeben.
Umso wichtiger ist ihr jetzt die Beziehung zu Beate.
Vielleicht bietest du ihr an,
dass sie wohlwollend einmal,
wenn sie einmal Engel geworden ist,
darauf schauen darf,
dass es ihrer Beate gut geht,
dass sie aber nie wieder das Recht hat,
sich mit Beate selbst zu verbinden.

Ihr Guide heißt übrigens Paul
und den kennt sie.
Es ist ihr Bruder, der verstorben ist
und der sehr sehnsüchtig auf sie wartet.

H. Ja.

E. Er starb neben ihr,
als ihre Eltern auf der Flucht aus Schlesien waren.
Sie wird ihn erkennen.
Und ich denke,
auch das wird eine große Unterstützung bei dieser Arbeit sein.

H. Ja.

E. An Beate gerichtet möchte ich sagen:
Sie hat mit großer Verwunderung zu sich selbst geschaut
und festgestellt, dass sie das,
was sie einmal doch mit Leichtigkeit und Vertrauen gekonnt hat
– nämlich Kartenlegen –
nicht mehr kann.

Dass es ist, als wäre eine Blockade in ihrem Gehirn,
die verhindert, dass sie nicht mehr in der Lage ist,
ein Kartenbild auszudeuten
oder ihm zumindest Sinn zu geben.
Sie sieht die einzelnen Elemente,
aber sie sieht darin kein Gesamtbild mehr.
Sie kann keine Geschichte mehr erkennen,
die in sich schlüssig ist.

Das liegt nun nicht an ihr,
das liegt an Maria, die das verhindert.
Und wir sind sehr froh,
dass sie uns den Auftrag gibt,
jetzt nicht nur ihr,
sondern auch Maria helfen zu dürfen.

Marias Seele ist der ihren durchaus verwandt.
Es sind Seelen der gleichen Seelenfamilie.
Nur so konnte eine so tiefe Bindung überhaupt zustande kommen.

Der Guide von Beate bittet ausdrücklich um Verständnis dafür,
dass er diesen Zustand zugelassen hat.
Aber ihm war es sehr wichtig,
Beate in sehr viel mehr Tiefe zu führen
und ihr klar zu machen,
dass jede Form jenseitiger Verbindung
– auch der des Kartenlegens –
eine Verbindung ist,
die man kontrollieren muss,
die man kennen muss.
Und dass es wichtig für sie ist,
sich darüber klar zu sein,
dass sie eine Mediale ist,
die Beltseelen an sich zieht, weil sie sichtbar ist.

Sie wäre für Maria niemals sichtbar gewesen,
hätte sie nicht selbst mediale Fähigkeiten.
Er hofft, dass ihr die Zeit dieser Besetzung
nicht all zu große Probleme bereitet hat.
Er hat versucht, das wirklich zu verhindern
und zu minimieren, so gut es ging.

Aber er konnte ihr nicht alles ersparen,
denn er hat ihr Hinweise gegeben,
tiefer zu forschen, wer sie ist und was sie ist.
Aber sie hat sehr lange gezögert, das zu tun.
So musste er zulassen,
dass Maria sich in ihr Raum verschafft.

Maria ist nicht böse.
Maria war und ist eine gute Seele. 
Gleichwohl muss auch sie lernen,
dass sie Niemanden beeinflussen darf,
der dies nicht möchte! 
Ja?

H. Hm.

E. Gut. Dann ziehe ich mich jetzt zurück.

H. Ja. Ich danke dir.