Schutzengel

Elia – Es geht um nichts Geringeres als um die Rettung der Erde! Darum geht’s!

 Es geht um nichts Geringeres als um die Rettung der Erde!
Darum geht’s!

Nach den Gesetzen der Natur
– nach den göttlichen Gesetzen,

nach denen das ganze Universum aufgebaut ist –
nach diesen Gesetzen
– wenn es so weitergeht wie jetzt –

wird die Erde sterben! 
Das darf nicht sein!
Elia

Zu Gast ist Agnes.

Elia. Guten Abend, liebe Freunde.

Hajo & Agnes. Guten Abend, Elia.

E. Am Beginn einer neuen Zeit:
am Beginn des Frühlings, am Ende des Winters! 
Im wahren Sinn und im übertragenen Sinn ist dies heute so.

Aber auch deine Geburt fand in dieser Jahreszeit statt.
Den Winter verabschieden und die neue Zeit willkommen heißen.
Das ist der Ruf, dem du gefolgt bist.
Das ist der Sinn, warum du da bist!

Du gehörst zu jenen, die die neue Zeit einläuten!
Das ist schwierig, anstrengend:
Es dürfen einem auf dem Weg viele Dinge nicht verloren gehen.
Aber es ist auch eine heilige Aufgabe.

Heilige Aufgaben sind schwierig! 
Heilig bedeutet nämlich: „Besonders“!

Und Besonders-Sein bedeutet: Abgesondert-Sein.
Damit fange ich unsere kleine Unterhaltung heute an.

Der Sinn deines Daseins ist ein großer Sinn!
Und das ist schwer zu ertragen.
Das macht dir Angst.
Das sollte dich nicht ängstigen.

Das, was dich ängstigt,
das ist eben gerade das Destruktive im Leben! 
Wo Gott aus den Augen eines Menschen schaut,
da gibt es Widerstände des Destruktiven! 
Es ist so unvermeidbar!
Ein Naturgesetz!
Das Destruktive will es verhindern,
dass das Göttliche wirkt!

Das Göttliche in dir
– dein Mut
– deine Zuversicht
– deine Klarheit
– dein Zielgerichtet-Sein
– deine Fähigkeiten, Pläne durch zu ziehen,
auch gegen den Strom zu schwimmen, wenn es sein muss.

Und genau da: Genau da muss das Destruktive ansetzen.
Das ist nichts Persönliches.
Das ist Naturgesetz!

Was es gilt zu lernen, ist: Dass das Destruktive nicht siegt! 
Es siegt nicht.
Es siegt nicht, letztlich verbrennt es sich selbst!

Ich hoffe…
Ich hoffe sehr,
dass du zurück findest in den Mut zum Glücklich sein.

Stell mir bitte deine erste Frage.

A. Ja, das wäre dann der Sinn gewesen jetzt.
Wieso suche ich etwas, was in mir ist?
Wieso kann ich das nicht spüren?
Ich weiß, dass da ist!
Ist das die Angst, die das verdrängt?

E. Ja.
Das ist die Angst, es könnte so groß sein,
dass es kein Mensch in deiner Nähe aushält! 
Darin siehst du die Übertreibung!

A. Ja, ja.
Weil: Gott ist ja leise, er ist ja nicht laut.

E. Und das wirklich Große ist auch leise
und es ist selbstverständlich! 
Und es ist nicht beeindruckend, sondern schlicht, einfach, klar!

Das Destruktive ist die Angst davor.
Das ist so, als hätte die Sonne Angst davor, zu scheinen.

Und es ist in seiner Wirkung genauso! 
Wenn die Sonne nicht scheint, bleibt alles klein.
Es wird keine Rose geben, die besonders schön blüht.
Es wird keinen Jahrgangs-Wein geben.
Es wird keine fröhlichen, braun gebrannten Menschen geben.

Es wird keinen Apfelbaum geben,
der sich unter der Last seiner eigenen Früchte biegt.
All das wird es nicht geben, alles bleibt klein!

Und deine Aufgabe ist es, die Dinge groß werden zu lassen.
Ich weiß: Genau da liegt dein Unmut! 
Du versuchst es ja, aber die wollen ja nicht.
Nein, die wollen nicht!
Agnes, die können noch nicht wollen!

A. Hm.

E. So weit ist es noch längst nicht.
Die können nicht auf dich hören.
Die sind Kinder! 
Und du kannst einem kleinen Kind zehn Mal sagen:
„Fass nicht an die Ofentür!“
Ja?

A. Doch verbrennen lassen zuerst.

E. Ja.
Und dennoch ist es deine Aufgabe, genau davor zu warnen.
Sag nicht: Es ist eine undankbare Aufgabe.

Wenn von zehn Menschen Einer sich zu Herzen nimmt,
was du sagst:
Dann ist dieser Eine es wert gewesen,
dass du auf die Welt kommst!

So rechnet Gott! 
Er ist kein Statistiker.
Er glaubt nicht an die Statistiken!

Wenn dir das Bewusstsein dafür verloren geht
und du beginnst, in statistischen Werten zu rechnen:
Dann bist du verloren!

Viele Menschen lesen mich und sie sagen:
Sie lieben, was sie lesen!

Und doch sind nur ganz Wenige darunter,
die tatsächlich ihr Leben, ihr Denken darauf hin verändern!

A. Hm.

E. Die Veränderung findet trotzdem statt, aber später! 
Genau wie bei dem Kind:
Zehn Mal gewarnt „Fass nicht an die heiße Ofenplatte“.
Und dann fasst es doch dran und verbrennt sich.

Aber dann weiß es:
Es sind wichtige Worte, die gesprochen wurden! 
Warnungen sind wichtig.
Dann weiß es das!
Und dann beginnt das veränderte Verhalten!
Beides gehört zusammen.

Kommt die Warnung nicht, versteht das Kind nicht,
dass zwischen Schmerz und Ofenplatte
seine Entscheidung lag!
Und nicht der Zufall!

Das ist deine Aufgabe!
Das Leben der Menschen ist nicht vorbei,
wenn sie aus dem Körper gehen!
Das weißt du!
Und denke nicht, dass die Dinge, die du Menschen gesagt hast
und die sie sich nie zu Herzen genommen haben,
nicht doch seine Wirkung hat!

Und wenn auch nicht in deinem Hier und Jetzt.
Aber in ihrem Hier und Jetzt irgend wann.

Und wann und wo, das geht dich nichts an.

Agnes, das, was du verschattet hast, ist groß und schwer:
Es ist Liebe!

Ich gehe nicht leichtfertig mit diesem Wort um!
Es wird inflationär benutzt in manchen Kreisen eurer Zeit.

Aber es ist Liebe!
Und es ist ein völliges Unverständnis in die Tatsache,
dass Menschen diese Liebe nicht verstehen,
die dich in solche Wut versetzen und in solche Frustration! 
Ja.

Aber gerade dann bewährt sie sich:
Die Liebe!

Bist du bereit, an Kindern, die auf heiße Ofenplatten fassen,
deine Gefühle zu investieren?

A. Ja, klar. Ich konnte nur nicht verstehen,
dass sie diese Liebe nicht spüren.
Aber ich habe gedacht: Das haben Alle.

E. Ja.
Und hier sind wir beim nächsten Punkt!
Es hilft ja nichts, es hilft ja nichts:
Du bist eine Ausnahme! 
Und es braucht diese Ausnahme!
Es braucht sie überall!
Überall!

Es braucht sie in Familien,
es braucht sie in dörflichen Gemeinschaften,
es braucht sie in Firmen,
in Ämtern
und auch in Gaststätten.
Ohne diese Ausnahmen
wird es noch schneller noch schlimmer!
Und es wird schlimm!

A. Ja, ja.

E. Das weißt du längst.

A. Ich weiß, ja.

E. Und dann ist es wichtig,
dass sich Einer von Zehn erinnert an die Mahnung
und an die Liebe
und an den Trost
und an die Zuversicht!
Vor allem an Letztes!
Die Zuversicht:
Dass es kein Leid gibt – nicht eins – das umsonst ist,
so lange gelernt wird aus dem Leid!

Niemand verbrennt sich umsonst die Hand an der Ofenklappe,
wenn er daraus lernt, in Zukunft die Ofenklappe zu meiden.

Es braucht die, die diese Wahrheit vermitteln!
Und sie brauchen Mut! 
Und die größte Gefahr, die Schwachstelle, die ist:
Dass sie un-mutig werden! 
Wenn das Destruktive das schafft, dann hat es sein Ziel erreicht!

Werde bitte nicht un-mutig, lege den Un-Mut beiseite.
Die Welt kann sich deinen Un-Mut leider nicht leisten!
Du bist gekommen, um auf das Licht aufmerksam zu machen!
Du bist gekommen, um zu bezeugen, was wirklich wichtig ist!

Wenn die Zeugen schweigen, wer redet dann?
Welche Texte werden gesprochen, wenn die Zeugen schweigen?

A. Hm.

E. Früher einmal gehörte es zum täglichen Leben der Menschen,
dass sie wenigstens einmal in der Woche
unter das Wort Gottes gingen.
Zweifellos waren die wenigsten Pfarrer Zeugen!
Zweifellos plapperten die Meisten Dinge daher,
die sie selbst nicht verstanden.

Aber der Eine von Zehn, der hungrig war, zu verstehen,
der verstand auch!
Ganz egal, wer die Wahrheit sagte.
Der, der schon hungrig ist, der versteht dich! 
Auch wenn er abwehrt, auch wenn er Nein sagt!

Wenn du Herzen berührst, denke nicht, dass sie dir sagen:
Oh, du hast mein Herz berührt.

Sondern sie machen das, was alle machen, wenn sie berührt sind:
Sie wechseln das Thema,
sie lenken ab,
sie sagen Nein,
sie widersprechen dir wie deine Schwester.

Und irgendwann, irgendwann sagen sie vielleicht nicht ja,
aber sie tun danach.

A. Hm.

E. Es gehört viel Liebe dazu, unter solchen Voraussetzungen
nicht un-mutig zu werden!
Und es gehört noch etwas dazu: Zu wissen, worum es geht!
Worum es eigentlich geht!

Es geht um nichts Geringeres als um die Rettung der Erde! 
Darum geht’s!

Nach den Gesetzen der Natur, nach den göttlichen Gesetzen,
nach denen das ganze Universum aufgebaut ist,
nach diesen Gesetzen
– wenn es so weitergeht wie jetzt –
dann wird die Erde sterben!
Das darf nicht sein.
Das darf nicht sein!

Also muss gemindert werden, was so mächtig wurde,
dass es zur Gefahr der Erde wurde.
Das muss sein und darum geht’s!

Du siehst mich Ernst!

A. Ja. Es ist auch Ernst.
Ich spüre das!

E. Ja.
Ernst, bedauernd, aber auch kämpferisch.
Hier geht es um ganz große Dinge!

Und jede Seele – jede auf Erden – ist darin involviert!  
Jede Seele zählt, die im Mut bleibt,
in der Liebe,
in der Fürsorge!
Jede!

Jeder Zeuge zählt mehr denn je!

Jeder, der ein Licht in der Hand behalten hat, zählt!
Denn es ist schon sehr Dunkel geworden!

Agnes, wir können es uns nicht leisten, dass du unmutig wirst!
Wir müssen kämpfen um dich! 
Um deinen Mut, um deine Lebensfreude,
um deine Verrücktheiten.

Es bleibt uns nichts Anderes übrig, Agnes:
Wir brauchen dein „Ja“! 
Wir brauchen dein „Ja“, dass wir kämpfen dürfen für dich.

A. Oh ja, sehr gerne. Da mache ich gerne mit!

Das Schwierige war, dass ich nicht mehr wusste, für was! 
Alles ist so negativ, dann plötzlich war ich alleine mit dem Ganzen! 
Also ich hab mich einfach alleine gefühlt!

E. Wir wünschen uns sehr, dass du wieder mehr Einfluss hast.
Wir wünschen uns, dass du wieder mehr Menschen begegnest.
Wie du das machst, das müssen wir freilich dir
und den Bedingungen vor Ort überlassen.

A. Ja, ja.

E. Nur Eines ist mir hier wichtig, dir zu sagen! 
Dein Weg in den Rückzug: Das ist der Weg ins Destruktive!

Wenige, wenige können dich derzeit hören!
Aber das liegt auch daran, Agnes!
Wenn ich vorhabe, mir einen netten Abend
in einem Schweizer Lokal zu machen:
Dann habe ich vor,
mir einen netten Abend in einem Schweizer Lokal zu machen
mit einem guten Wein
und einem guten Rösti, ja?

Ja!
Und dann kommt Agnes.
Und mit der Agnes möchte ich plaudern:
ein bisschen hierüber und darüber.

Und nun sagt die Agnes einen einzigen Satz
und mir fällt mein ganzes Glaubensgerüst in Einzelteile!

So ist es, Agnes! 
Sie kriegen von dir die Mission! 
Sie bekommen von dir die Lebens-Sätze! 
Aber sie sind nicht gekommen, um die zu bekommen!

Und hier wäre mein Vorschlag an dich:
Versteck doch nicht, was du zu bieten hast!
Versuch es doch, Offiziell sein zu lassen!

Freilich!
In meiner Zeit war dies einfach.
Man gründete eine kleine Glaubensgemeinschaft,
das nannte man dann ein Kloster.

Und die Menschen, die dorthin kamen, die kamen eben hin,
um dort zu ihrem Glauben zu finden.
Aber solche Dinge gibt es bei euch auch!

Nur heißt es nicht mehr Kloster.
Nur heißt es auch nicht mehr Einkehrstube.

Aber worauf ich hinaus möchte, ist:
Dass du schon den richtigen Beruf hast und die richtige Berufung,
aber die Falschen gerufen hast!
Ja?

Dein Ruf ging an die Menschen, die sich entspannen möchten,
die ihr Alltagsgeschäft und ihre Kämpfe vergessen möchten.

Aber darum geht’s nicht!
Sondern du kannst denen geben, die verstehen möchten: 
Warum es so schwer ist mit dem Alltagsgeschäft. 
Warum es so schwierig ist, Hoffnung zu haben!
Vorwärts zu gehen, aufrecht zu bleiben,
in Gott zu bleiben, im Vertrauen zu bleiben!

Die, die diese Antworten suchen,
die könnten Antworten bei dir finden!
Aber nur, wenn du bereit bist,
dich als ein Antwortgeber zu akzeptieren!
Ohne Mantel!
Ohne Hut im Gewand der Glaubenskrieger.

Deine nächste Frage?

A. Es beinhaltet alles, alle meine Fragen, das Ganze.

E. Dann stelle ich sie, wenn ich darf?

A. Ja, gerne.

E: Lieber Elia, welchen Grund gibt es,
dass ich auch noch die schrecklichsten Menschen
irgendwo Lieb hab?

A. Okay. Ja.

E. Liebe Agnes, es liegt daran, dass in dir die Erinnerung
an deinen eigenen karmischen Weg ist.
Und dass du weißt, dass du einmal genauso klein warst wie die
und dass du hoffst, dass sie einmal erwachsen werden.

A. Hm.

E. Liebe Agnes, lass dich nicht entmutigen, werde nicht unmutig!
Schau auf den Mut der letzten Jahrzehnte,
wie zuverlässig er dir zur Seite stand!

Nicht nur den Mut,
Dinge neu zu gründen
und von vorne anzufangen!
Nein, auch den Mut, Unbill auszuhalten,
Durststrecken,
Enttäuschungen,
Schmerzen,
Verluste,
Niederlagen! 

Den Mut, das durchzustehen, den hast du immer gehabt
von Anfang an vom ersten Tag deines irdischen Lebens an.

Es gibt also gar keine, gar keine Möglichkeit,
natürlich mutlos zu werden! 
Wenn du es bist, dann ist es un-natürlich! 
Und kommt nicht von dir, sondern du übernimmst,
was Andere fühlen.

A. Und was ist mit der Angst?

E. Sie ist einfach da!
Jeder hat sie,
sie heißt nur anders! 
Aber sie hat immer ihren Platz in jedem menschlichen Leben!

Und Mutig sein bedeutet nicht, ohne Angst zu sein!
Mutig sein bedeutet, Angst auszuhalten!

Mutig sein bedeutet, Angst auszuhalten und Unsicherheit.

Mutig sein bedeutet, Kränkungen auszuhalten und Selbstzweifel.

Mutig sein bedeutet, Enttäuschungen auszuhalten und neu hoffen.

Mutig sein bedeutet, auch die Gefühle, die man nicht mag,
zu akzeptieren, aber ihnen nicht das letzte Wort zu lassen!

A. Hm.

E. Die Angst gewinnt, wenn man ihr das Recht zubilligt,
das letzte gültige Wort über das Leben zu haben!

Das letzte Wort über dein Leben hat Gott!

Und ich kann dir jetzt schon sagen, was er sagen wird:
„Das ist Agnes, Agnes ist mein Kind.“

Gute Nacht, Agnes.

A. Gute Nacht.

H. Gute Nacht, Elia.