Liebe

Elia – Fürchtet euch nicht vor eurer Liebe.

Fürchtet euch nicht vor eurer Liebe.
Eure Liebe:
Sie übermannt euch nicht,
sie macht euch nicht kopflos.
Ihr werdet nicht zu solch dummen Heiligen,
die sich selbst aufopfern.
Nein!
Wirklich nicht.
Ihr verliert nicht den Verstand!
Aber es wird euch wieder freuen, was ihr tut.

Ja, Wilhelm:
Freuen, was du tust.
Freude haben!
An dem, was du schaffst
und an dem, was du erntest!
Beides.
Elia

Teil 2
Zu Gast sind Maria und Wilhelm.

Elia: Wilhelm, bitte deine Frage.

Wilhelm: Zuerst eine Frage,
die mich nicht ganz persönlich betrifft,
sondern meinen Vater.
Und die ist mir auch sehr wichtig.

Elia: Hm. Ja.
Stell deine Frage.

Wilhelm: Mein Vater hat ungefähr um 1960 angefangen, zu trinken.
Und ich bin groß geworden
– obwohl ich meinen Vater sehr geliebt habe –
und hab meinen Vater eigentlich nur betrunken erlebt.

Ich möchte gerne wissen,
warum er getrunken hat,
weil mich das schon belastet hat.
Er war immer gut zu mir!
Ich möchte auch nicht die Liebe meines Vaters missen.

Aber es hat mich auf jeden Fall immer belastet:
Dass immer, wenn ich nach Hause kam, er betrunken war.
Ich würde gerne den Grund dafür erfahren wollen,
weil er ihn mir niemals genannt hat.

Elia: Ich darf dir nicht alles sagen.
Aber was ich dir sage,
das sage ich dem erwachsenen Sohn,
der Mitgefühl und Verständnis haben kann.

Dein Vater hatte eine große Sehnsucht danach,
Liebe, Anerkennung und Respekt zu bekommen.
In ihm war schon ein Schrei nach Liebe
lange, ehe er erwachsen war.
Er hatte so gehofft, sie gefunden zu haben!

Anerkennung, Respekt und
Liebe hat er so, wie er sie brauchte,
nicht bekommen! 

Es schien ihm nötig:
Eine Stille in sich herzustellen, die diesen Schrei erstickte.
Und es schien ihm ein Weg, dabei Alkohol zu verwenden.

Der Schrei nach Liebe, er wurde nicht erfüllt.
Und er wurde auch nicht still.

Dies war sein Schicksal.
Nicht die Anderen hätten ihm seine Sehnsucht stillen müssen,
sondern er selbst!

Du hast dich so geschämt für ihn.
Du hast sich so geschämt – wenn er so aussah – für ihn.
Aber er hat sich viel, viel mehr geschämt!

Er hat nicht an sich geglaubt!
Er hatte nicht geglaubt, dass er genug ist.
Er hat nicht geglaubt,
dass er Respekt und Liebe wirklich verdient hat.
Andere sollten es ihm geben!
Eine starke Seele,
die ihre Stärke nicht gefunden hat!

Dein Vater war ein Mann mit sehr tiefem Gefühl!
Aber nicht mit einer Möglichkeit, sie angemessen auszudrücken.
Keine, die ihm half.

Einer, der nach Gerechtigkeit suchte
und sie nicht fand.
Nicht in sich,
nicht in der Welt.

Er liebt dich sehr.
Er hat dich immer geliebt.
Es tut ihm leid, dass du dich für ihn geschämt hast.
Es tut ihm so leid, dass er keinen Weg gefunden hat,
aus seiner Sucht heraus zu kommen.

Umso mehr, umso mehr dankt er dir!
Denn Eines, Eines hat er immer gespürt: deine Liebe.
Deine Liebe zu ihm, die viel größer war als alle anderen Gefühle,
die er je kannte.

Deine Liebe war größer als deine Scham,
als deine Wut,
als deine Ungeduld,
als deine Angst.
Er dankt dir sehr!
Ja?
Hast du noch eine Frage?

Wilhelm: Ich hoffe, er beantwortet mir diese Frage.
Er muss nicht alles erzählen.
Ich will nur eines wissen:
Hat das auch was mit meiner Mutter zu tun gehabt,
dass er sich da in Alkohol geflüchtet hat?
Oder ging es nur um die Liebe so,
wie es eben gesagt worden ist?

Elia: Es hatte mit deiner Mutter zu tun.

Wilhelm: Danke.

Elia: Aber er bittet dich sehr, zu verstehen:
Dass es nicht um Schuld geht.

Jeder lebt, wie er kann!
Und das, was wir können, ist sehr begrenzt!
Du bist glücklicher.
Darüber ist er froh!
Ja?

Du hast eine Frau,
deren Liebe ist so tief wie das Meer.
Er ist sehr froh.
Ja?

Deine nächste Frage bitte, Wilhelm.

Wilhelm: Ich habe mein Reading gelesen.
Als es um meinen Guide ging, fragte ich:
„Wer bist du?“

Darauf kam die Antwort:
„Sagen wir mal:
Ich heiße John,
aber ein Name spielt keine Rolle.“

Im Reading stand, dass er mal mein Bruder war.
Es würde mich sehr freuen,
wenn ich seinen richtigen Namen erfahren könnte.

Elia: Zu der Zeit damals hieß er Shawn.

Wilhelm: Danke.

Elia: Bitte.
Er wollte dir damit sagen:
Er könnte dir viele Namen nennen.

Wilhelm: Das hab ich so verstanden.

Elia: Ja?
Und er war dir oft vertraut.
Dein Name war damals Carm.

Wilhelm: Mit C?

Elia: Ja.

Wilhelm: C A R M?

Elia: Ja.
Ihr wart wirklich eng miteinander verbunden
in jeder Weise.
Und ihr seid das oft gewesen.

Er ist dein Guide aus tiefer Liebe!
Aus einer Liebe, Wilhelm, die du noch nicht begreifen kannst.

Wilhelm: Das kann ich auch nicht.

Elia: Ich weiß.
Es wird vielleicht am Anfang Sekunden,
vielleicht später Minuten geben, in denen du das fühlst.

Eine tiefe Liebe, wie sie zwischen zwei männlichen Seelen
– nur zwischen zwei männlichen Seelen –
sein kann.
Er ist dir so nah wie du ihm!

Du warst auch schon sein Guide, Wilhelm.
In seinem letzten Leben warst du bei ihm.
Ich will es dir sagen, denn er gab mir die Erlaubnis,
warum es sich dabei handelte.

Er war ein Soldat im ersten Weltkrieg und du warst sein Guide.
Und das war gut so!
Denn es gab in seinem Leben nichts und niemanden,
der ihm genügend Sicherheit gab, sein Leben zu ertragen.

Was du so wenig beachtest, so wenig siehst:
Es ist deine große Stärke!

Du – das sagte er dir – bist eine Vaterseele, ja.
Alles das, was du entbehrt hast, hast du in dir selbst!

Wir wünschen uns sehr,
dass du dich von Herzen darüber freuen lernst.
Du hast sowohl Mut als auch Wärme in dir,
sowohl Kampfgeist als auch Milde,
sowohl Gerechtigkeitssinn als auch Nachsicht.
Denkst du, dass sei selbstverständlich?

Wilhelm: Ja.

Elia: Du irrst dich sehr!
Du bist weit mehr, als du denkst.
Und wir werden die Gelegenheit nutzen, es dir zu zeigen.
Es ist Zeit, dass du lernst, wer du bist.
Es ist Zeit!

Deine nächste Frage, Maria.

Maria: Ich hab noch ein Problem.
Das hat sicher auch mit der Tierkommunikation zu tun,
wo ich mir nicht so viel zutraue.
Ich hätte ja Prüfung gehabt für meine Tierheil-Praktika.
Aber ich hab wieder mal gekniffen.

Elia: Hm.
Ja, das hast du.

Maria: Genau.
Ich hab gekniffen.

Elia: Und wie fühlst du dich damit?

Maria: Schlecht.

Elia: Warum?

Maria: Ich weiß auch nicht.
Ich kneife, ich renne vor irgend etwas weg.

Elia: Das ist wahr.

Maria: Ich hab Angst, zu versagen!

Elia: Nein, nein, du hast Angst, zu gewinnen!

Maria: Ach so?

Elia: Ja, wo kommen wir denn da hin,
wenn jemand sieht, wie groß du bist?!

Ja, wo kommen wir denn da hin,
wenn du begreifst, wie stark du bist?!

Maria: Das weiß ich nicht!

Elia: Hm.
Ihr lieben Beide,
ich habe diesen Abend begonnen mit diesem Satz:
Ihr Beide seid ein ewiges Wir.

Und die Aufgabe des Einen ist die Aufgabe des Anderen.

Beide wisst ihr nicht: Wie stark ihr seid!

Ihr wisst, was ihr könnt oder glaubt, es zu wissen.
Ihr wisst, was ihr aushaltet oder glaubt, es zu wissen.

Aber wenn ich euch sage:
Ihr beide seid ein Segen Gottes auf der Welt!
Ja?
So tief geht das.

Maria: Das kann man gar nicht greifen.

Elia: Ihr beide seid ein Segen Gottes,
ihr seid ein Geschenk!

Bitte lasst es euch zeigen:
Alles, was wunderbar ist!
Lasst es euch doch zeigen, bitte.

Maria: Okay.

Elia: Du, Wilhelm, weißt du, dass das der Sinn deiner Ängste ist?
Diese Angst, die dir immer wieder beweist,
dass du eben doch klein bist?

Viel zu klein, um ein Segen für die Welt zu sein?

Und du, Maria: Ha! Weise?
Du? Die du nicht einmal dich der Prüfung stellst?
Klein!

Liebe Freunde, nein, nein, nein!
Fürchtet euch nicht vor eurer Liebe.
Sie übermannt euch nicht, sie macht euch nicht kopflos!

Ihr werdet nicht zu solch dummen Heiligen,
die sich selbst aufopfern.
Nein!
Wirklich nicht!
Ihr verliert nicht den Verstand.

Aber es wird euch wieder freuen, was ihr tut.
Ja, Wilhelm, freuen, was du tust!
Freude haben!
An dem, was du schaffst und an dem, was du erntest!
Beides.

Glaubt ihr:
Das müssten heilige Dinge sein, die man tut?
Was ist denn heilig?
Heilig ist: Das Leben auf der Welt zu erhalten!

Hast du eine Ahnung davon, Wilhelm?
Hast du eine Ahnung,
dass du schon zwei Menschen vor Selbstmord bewahrt hast?
Nein, das hast du nicht.

Wilhelm: Der Eine muss wohl mein Vater gewesen sein.

Elia: Der Eine, ja.
Und einer deiner Arbeitnehmer.
Wilhelm, das ist nur eins von so vielen Dingen.
Einer, der die Leben erhält, der das Leben in Gang hält:
Das ist eine Vaterseele! 

Es soll dich bitte freuen.
Es soll dich freuen!
Dein Leben ist wichtig!
Und wir sind dir dankbar!

Wilhelm: Es muss mir Keiner dankbar sein.

Elia: Das stört uns nicht.
32 Guides sind dir dankbar bis jetzt! 
Und das sind wir gern!

Das Gleiche gilt für dich, Maria.
Was willst du?
Soll dein Herz platzen vor ungeliebter Liebe,
die da in ihm gärt und gärt und nicht raus kann?
So viel Liebe!

Es stimmt doch gar nicht!
Es stimmt ja gar nicht,
dass du wütend auf die anderen Menschen bist.

Du bist wütend auf ihre Dummheit und das ist dein gutes Recht! 
Das bin ich auch!

Aber gibt es etwas, was du lieber tust,
als sie auf einen glücklicheren Weg zu bringen?

Gibt es irgend was, was dir mehr Spaß macht?
Nein.
Ja?
Hab doch keine Angst!

Es stimmt ja gar nicht,
dass ihr wütend und verbittert seid.
Aber ihr spürt: Wenn ihr damit aufhört, würdet ihr groß!
Und dann erkennt man euch!

Was machst du denn,
wenn deine Arbeitnehmer dich plötzlich lieb haben?
Hm?

Bitte, lasst euch eure Größe zeigen in all der Angst,
die ein Mensch haben kann!
Wenn es in ihm tobt und seine Gedanken sich überschlagen.

Und wenn sein Körper schreit vor Not, dann gibt es etwas in ihm.
Sein wirkliches Selbst:
Das ist Groß oder Klein!
Je nachdem.
Dieses wirkliche Selbst in euch ist sehr Groß.

Da mag das Meer toben, weil ein Orkan es aufwühlt.
Aber in der Tiefe ist Ruhe.
In dieser Tiefe ist Frieden!

Große Seelen finden zu dieser Tiefe!
Einen Zipfel davon habt ihr beide schon erkannt,
als ihr einander begegnet seid.
Das Große und Tiefe im Anderen habt ihr gesehen!
Der Eine im Anderen!

Erinnert euch:
Ihr seid eine Seele!
Wenn also nun der Eine im Anderen diese Tiefe fand: 
Kann es ihm dann selbst an Tiefe mangeln?
Nein!
Was ist das Geheimnis der menschlichen Seele?
Sie ist Groß UND Klein.

Worauf basieren die Ängste des Menschen?
Dass er sich für Eines von Beiden zu entscheiden hat
oder nur Eines von Beiden geeignet ist:
„Ich bin entweder nur Groß oder nur Klein.“

Du bist ein sehr zorniger Mann, Wilhelm!
In dir ist große Wut.
Die ist älter als dein Leben jetzt!

Es ist die Wut jener tapferen Männer, die du einmal warst:
Darüber, dass sie größer sein mussten vor der Zeit,
als sie sein konnten.

Du kämpfst dein Leben lang, Groß genug zu sein.
Dein Leben lang wird von dir Größe gefordert!
Von Beginn an!

Aber du hast Recht:
Auch du bist Klein
und du hast ein Recht darauf! 
In deiner Familie warst du viel zu früh viel zu groß!

„Vater, Vater, warum hast du mich verlassen?!“
Weißt du, wer das gesagt hat?
Jesus, als er am Kreuze hing.

„Wo bist du, großer Vater?!
Wo bist du, Gott?!
Wann hilfst du und wem
und unter welchen Bedingungen?!
Siehst du nicht?
Ich bin zu klein!“

Und es macht dich wütend.
Es macht dich wütend!
Warum übernehmen nicht die Großen ihre Pflicht?
Warum schauen sie weg?

Warum musst du
– wie damals in der Schlacht –
Alles tun? 
Mehr, als ein Mann tun kann?

Wo war er, der große Gott?
Wo war er denn, der große Gott?
Wo ist er denn geblieben?

Wilhelm, das ist eine so wichtige Frage, die du zu klären hast!

Ich hab gesagt, du bist groß, eine große Seele.

Aber im Vergleich zu Gott bist du klein.
Und das darfst du sein!

Das ist, was dir fehlt.
Das ist es, was dir fehlt! 
Du darfst auch Klein sein!

Wilhelm, das ändert nichts daran,
dass du mit den wunderbaren Eigenschaften,
die du hast, ein ganz Großer bist.

Aber es reicht nicht, um Gottes Stelle einzunehmen!
Nein!
Das reicht so wenig, wie es in der Ehe deiner Eltern reichte,
die Stelle des großen Mannes einzunehmen.

Wer war der erwachsene Mann deiner Familie?
Du!
Lange ehe du groß warst und das war nicht recht.

Groß und Klein: Beides macht einen Menschen aus.

Das Gleiche gilt für dich, liebe Maria.
Ja?

Maria: Hm.

Elia: Es ist das Gleiche: Groß und Klein, beides.

Deine nächste Frage, Wilhelm.
Und das muss dann leider auch die Letzte sein.

Wilhelm: Was ist meine Aufgabe in diesem Leben?

Elia: Hm, Wilhelm, du bist schon längst in deiner Aufgabe.
Was dir aber fehlt,
was dir verloren gegangen ist,
das ist:
Dass du sie aus innerer Liebe heraus tust.

Dass du begreifst, was du da machst!

Du bist ein wichtiges Rad in Gottes Werk!
Das ist nicht klein, das stimmt nicht.

Schau: Wie viele Menschen brauchen dich?
Und ich spreche nicht nur von deinen Angestellten. 
Ich spreche von denen, die von diesen Menschen abhängen.
Ich spreche von deinen Geschäftsfreunden.
Ich spreche von so vielen Menschen.

Wilhelm!
Du fehlst, wenn du nicht da bist!
Du lenkst mehr als Waren und Gehälter.
Du lenkst Menschenleben!

Wie immer bin ich versucht, zu sagen:
Wie immer…

König und
Kriegsherr,
Kapitän sogar warst du:
Immer, immer in der Verantwortung und immer zu viel.

Deine Aufgabe in diesem Leben ist mehr, als für Andere zu sorgen.
Es ist auch etwas, was du lernen willst.

Es gibt Einen, der ist größer.
Den verstehst du manchmal nicht, aber er ist gut.

Du bist gekommen,
um dein Vertrauen in Gott zurück zu finden!

Das musst du tun!
Das musst du tun, sonst brichst du unter der Last
– selbst ein guter Gott sein zu müssen –
zusammen!
Vor ihm klein sein dürfen, zu ihm Vertrauen fassen, ist wichtig!

Und das, Maria, ist deine Aufgabe genauso.
Ja?

Maria: Ja.

Elia: Wenn ihr das könnt, dann findet ihr zu eurer Stärke zurück.
Dann findet ihr zu eurer Freude zurück!
Merkt ihr, wie sie euch abhanden kommt mit jeder neuen Aufgabe?

Sich freuen an dem, was ihr schafft und könnt! 
Fröhlich sein in dem, was ihr tut!

Und das gute Gelingen in Gottes Hände legen,
denn dafür seid ihr nicht verantwortlich!

Der Bauer sät sein Korn zur Zeit in die Erde.
Ihr könnt das beobachten.
Er pflügt den Boden.
Er hat für gute Saat gesorgt.
Er düngt und dann…
Dann muss er hoffen, dann muss er vertrauen!

Vertrauen, dass der Regen rechtzeitig kommt,
dass die Sonne scheint, aber nicht verbrennt,
dass der Wind weht, aber nicht tobt.

Das liegt nicht in seiner Hand!
Das ist schwer,
wenn man wütend ist auf Gott.

Und ihr seid Beide sehr wütend auf ihn!

Maria: Bist du sicher: wütend?
Vielleicht zweifelnd.

Elia: Nein.

Maria: Wütend? Echt?

Elia: Ja.

Wilhelm: Ich auch?

Elia: Ja!
Und das dürft ihr sein.
Ihr dürft das sein!

Seid ruhig zornig!
Aber hört nicht auf, zu suchen!

Das tut ihr: Ihr sucht.
Ihr sucht, um ihn zu verstehen.

Zankt ruhig mit ihm, streitet mit ihm.
Aber begreift, dass ihr am Anfang der Erkenntnis steht.

Erforscht die Leben und die Lebensläufe.
Seht euch die Gnadenlosigkeit Gottes an über die Läufe der Zeit.

Seht euch das Schicksal der Völker und Nationen an und begreift:
Wie viel Güte in seinem „Nein“ lag.

Wir helfen euch, von der Wut zum Vertrauen zu kommen.

Die Wut auf die Väter, die Wut auf die Götter.
Die Wut auf den Umstand, viel zu früh
viel zu groß sein zu müssen.

Überforderung:
Erkennt sie und gebt sie ab und dann seid fröhlich.
Denn es wird euch nichts verlangt werden,
was nicht angemessen wäre.

Schaut auf euer Leben,
schaut eure bösen und schlimmen Tage an.
Schaut sie an.
Es waren genug!

Und schaut: Schaut euch an!
Ist es nicht wunderbar?!
Wie völlig anders, wie völlig anders hätte euer Leben
noch verlaufen können?

Seht euch um!
Schaut euch an, was ihr geleistet habt an Widerstand,
Durchsetzungskraft und Lebenswillen!

Das ist normal?
Nein, das ist nicht normal!

Seht euch um: Die Welt ist voller Klagen und Jammern.
Was habt ihr gemacht?

Ihr habt euer großes und mächtiges „Trotzdem schaffe ich es!“
dagegen gesetzt.
Ja?

Maria: Hm.

Elia: Das ist Größe.
Und wenn jetzt dazu noch die Fröhlichkeit kommt
und der Stolz darauf und die Erkenntnis, wie groß das ist…

Wilhelm: Wie kann man die Fröhlichkeit erreichen?

Elia: Schaut doch hin!
Hör doch auf, zu denken, dass das selbstverständlich ist.
Schau auf das, was du geschaffen hast.
Schau auf das, was du überwunden hast.
Hm?

Und freu dich doch!
Denn all das, Wilhelm, hast du freiwillig gemacht!
Du sagst: „Nein, nein, ich musste!“

Nein, du musstest nicht!
Es gab immer auch eine andere,
wenn auch schlechtere Alternative.
Gut.

Morgen, lieber Hajo…

H: Ja…

Elia: … möchte ich,
dass mit Maria in Altötting geübt wird.
Und ich möchte,
dass mit Wilhelm eine Familien-Lösung gemacht wird.
Ansonsten wie gewohnt Regressionen.

H: Ja.
Okay.

Elia: Ich wünsche euch von ganzem Herzen
ein bewegendes, aufregendes und ein fröhliches Wochenende.

Maria und Wilhelm: Danke schön.
Gute Nacht.