Gefühle

Elia – In aller Regel machen die Gedanken die Gefühle!

In aller Regel machen die Gedanken die Gefühle!
Und du stehst, was diese Frage angeht,
in einer Art dauerhafter Selbsthypnose.
Immer und immer wieder Gedanken des Versagens,
des nicht Genug seins,
der Anstrengung, der Unwertigkeit,
der Sinnlosigkeit.
Und die Wirkung ist dann,
dass du entsprechende Gefühle bekommst.
Elia

Teil 2
Zu Gast ist Ursula.

Elia. Hast du noch eine Frage?

Ursula. Das gehört dazu, also das ganze Thema.

Denn es dreht sich immer wieder um diese Themen.
Also: Vertrauen in mich finden,
Misstrauen mir selbst gegenüber,
Versagensängste, Selbst-Sabotage.
Und dass ich darüber sehr traurig bin.

Und ganz extrem: Dass ich eine ganz starke Todessehnsucht hatte,
für die ich mich fast schäme.
Und mich erschreckt die Tiefe meiner Gefühle dabei.
Worum geht es da?

E. Auch hier muss ich wieder trennen.
Einmal zu der Tiefe deiner Gefühle:
Das ist unvermeidbar, so tief zu fühlen!
So bist du!

Und du weißt selbst:
Wenn es schöne Gefühle sind, ist es gut.
Sind es aber schwere Gefühle, dann hättest du die gerne nicht.
Das ist nicht möglich!

Gerade darum ist es wichtig, dass du etwas verstehst:
Gedanken machen Gefühle groß oder klein!

Natürlich ist es so: Wenn du im Meer badest
und die Temperatur ist wundervoll und die Sonne scheint
und es ist Ruhe:
dann hast du ein schönes Gefühl und bekommst schöne Gedanken.
Aber das ist die Ausnahme!

In aller Regel machen die Gedanken die Gefühle!
Und du stehst, was diese Frage angeht,
in einer Art dauerhafter Selbsthypnose.

Immer und immer wieder Gedanken des Versagens,
des nicht Genug seins, der Anstrengung,
der Unwertigkeit, der Sinnlosigkeit.

Immer und immer wieder wie bei der Hypnose:
ganz genauso!
Und die Wirkung ist dann,
dass du entsprechende Gefühle bekommst.

Würdest du diese Selbsthypnose ändern durch achtsame Gedanken,
würden sich diese Gefühle auch ändern können!
Das ist wiederum anstrengend!

U. Ja.

E. Das ist wirklich schwere Arbeit, die – das muss ich leider sagen –
mit großer Selbstdisziplin angegangen werden muss.
Es ist kein Spiel!

Aber es darf Pausen geben und du darfst es zulassen,
dass es auch einmal nicht gelingt.

Du darfst es auch zulassen, dass du in Gefühle gerätst,
die dir nur noch Eins sagen wollen:
„Ich will hier weg!“
Ja?
„Ich will hier weg.“

Das darfst du alles tun.
Du darfst so was denken, du darfst so was tun.
Das ist nicht entscheidend!
Darin besteht nicht der Fehler!

Der Fehler besteht darin:
Diese eine Wolke an deinem Horizont als Einzige zu betrachten!

Hunderte Wolken sind an deinem Horizont!
Und du schaust auf die und nur auf die:
als wäre sie die Größte, die Wichtigste, die Einzige.

Hier wirst du eine Gegen-Hypnose starten müssen.
Ja? Mit allen dir zur Verfügung stehenden Mitteln.

Und das ist etwas, was ihr gemeinsam erarbeiten müsst
an diesem Wochenende über Inkarnationsarbeit.
Aber auch über die Verknüpfung deiner inneren Anteile,
aber auch über die Möglichkeit, eigene Gedanken zu untersuchen.

Das wird sich im Laufe des Wochenendes
näher für dich erklären lassen.

Wichtig ist mir heute nur Eines! 
Deine Macht besteht darin:
Diese Wolke als nur Eine von Vielen zu betrachten!

Deine Macht besteht darin,
die Heftigkeit deiner Emotionen zu akzeptieren,
ohne sofort umzusetzen, was du gerade fühlst!

In der Tat kannst du das, sonst wärest du gar nicht mehr hier! 

In der Tat bist du schon sehr oft in der Lage gewesen,
„Nein“ zu deinen heftigen Gefühlen zu sagen.

Bedauerlicherweise aber nimmst du diese Emotionen,
die du hast, als Beweis deiner Mangelhaftigkeit!
Das sind sie nicht!
Sie sind nichts weiter als der Beweis deiner Menschlichkeit! 
Und die – das hoffe ich – verlierst du niemals!
Ja?

U. Ja.