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Elia – Habe Spaß am Experimentieren!

Habe Spaß am Experimentieren!
Und lerne, zu schätzen,
dass dieser Spaß am Experimentieren,
diese Freude
Gott in dir ist!

Gott ist ein großer Experimentator.
Er liebt das Experiment,
sonst gäbe es uns nicht!
Wie kommt nur ein Mensch darauf,
dass Experimente verboten sind?
Experimente sind die Basis der Entwicklung!
Auch bei dir!

Elia

Zu Gast sind Anna und Carin.

Elia: Carin, ich möchte, dass du deine nächste Frage stellst.
Ich denke, deine gute Freundin weiß,
worum es gehen wird, wenn sie hereinkommt.

Carin. Ja. Du sprachst von medialen Fähigkeiten.
Irgendwie bin ich ja jetzt schon neugierig,
was da noch dazugehört.
Ich denke, vorhin wolltest du nicht darüber reden.

E. Nein.
Ich möchte dir nämlich nicht
den Weg des Experimentes versperren.

C. Okay.

E. Und das würde ich gerne kurz referieren,
wenn du mir das erlaubst.

A. Ja.

E. Zu experimentieren,
ist das höchstmöglichste Risiko für dich.
Jedenfalls sah es bisher über viele Jahre in deiner Seele so aus.

Aber ohne in Freude, zu experimentieren,
geht dir die Kraft verloren,
die dein Ich ausmacht!
So wichtig ist das, dir nicht zu sagen:
Tue dies und das.
Ich sage dir:
Probiere Alles aus, was dich gerade anspricht.

Wenn du lernst, dich zu trauen,
dem Impuls zu folgen,
der Lust zu folgen,
dann lernst du das Wichtigste über dich selbst:
Dass genau das deine größte Kraft ist!

Würde ich dir jetzt sagen,
werde Astrologe
oder Geomant
oder Reiki-Meister
oder Besprecher von Warzen –
ja, du lachst! 
Wenn ich sagen würde, ich hab dich lieb,
noch viel lieber als jetzt,
wenn du Warzen besprichst, würdest du es lernen.

C. Bestimmt. Ja.

E. Und genau das wäre die Verkehrte!
Nämlich die alte Richtung.
Es geht um die neue Richtung!
Und die heißt:
Habe Spaß am Experimentieren!

Und lerne, zu schätzen, dass dieser Spaß,
diese Freude Gott in dir ist!

Gott ist ein großer Experimentator.
Er liebt das Experiment, sonst gäbe es uns nicht!
Wie kommt nur ein Mensch darauf,
dass Experimente verboten sind?
Experimente sind die Basis der Entwicklung auch bei dir.

Folge deinem Interesse,
deiner Lust
und verwirf es in dem Moment, wo du merkst:
Ich tue das nicht mehr, weil es mich interessiert!
Sondern ich tue das, weil es irgend Jemand von mir erwartet!
Und sei es auch der Engel.

Sag „Nein“ zu solcher Vorgehensweise!

Wann immer und wie immer jemand medial arbeitet
– und nicht nur du – jeder Mediale,
gerät er in die Gefahr, das zu sagen, das zu tun,
was von ihm erwartet wird.
Und das ist sehr gefährlich!

Nehmen wir an – das ist nur eine Fiktion – nehmen wir an,
da hätte ein Medialer die Gabe der Präkognition:
Er könnte Zukünftiges schauen.
Aber was er schaut, wäre für den,
der von ihm eine Vorhersage wünscht, unangenehm.
Nehmen wir an:
Der Mediale würde schauen, dass der, der da vor ihm sitzt,
in einem halben Jahr arbeitslos wird
und für den Rest seines Lebens auch arbeitslos bleibt,
nach zwei Jahren Alkoholiker wird
und nach zehn Jahren an den Folgen seines Alkoholkonsums stirbt. Tatsächlich gibt es solche Lebenspläne.
Was macht der Mediale dann?

Das sind Konflikte, die in der Tat auf euch zukommen!
Und ihr müsst lernen: 
Dass ihr mit eurer Medialität eingebunden seid in das Göttliche!
Dass ihr sicher seid und nicht die Sicherheit
durch die Bestätigung eurer Kunden braucht.

Sonst verliert ihr das Wichtigste:
Die Bereitschaft, wahr zu sein!
Verstehst du?

C. Ich hoffe.

E. Frag mich!
Was ist unklar?

Ich weiß schon:
Liebes Navi, zeig mir den Weg.

Ich bin ein solches Navi, wie Hajo es hat.
Ich führe dich immer herum solange,
bis du deinem Instinkt folgst.
Warum tue ich das?

Nein, nicht weil ich böse bin
und auch nicht, weil ich eine fehlerhafte Ausgabe bin
so wie Hajos Navi.
Sondern ich tu das, weil ich dich so liebe.
Ich möchte nämlich, dass du dem sichersten Navi folgst,
das es überhaupt gibt:
der Freude!

Aber ich will dir sagen, welche Freude ich meine.
Und wenn du ganz tief guckst, wirst du erkennen. 
Dass das eine Freude ist, die kennst du noch!
Die war nur so verboten.
Erinnerst du dich noch, als du in der Schule so wild warst
und in deinem Zorn die bösen Anderen – nun sagen wir –
ein wenig gezüchtigt hast?

Erinnerst du dich an die Freude, die du dabei hattest?

C. Jaaa.

E. Das meine ich.
Diese Freude meine ich.
Ich meine nicht den Zorn,
ich meine die Freude, die du dabei empfunden hast.
Das Gefühl, der Sieger zu sein.
Das Gefühl, Unrecht nicht zu dulden.
Das Gefühl, die Dinge zu ordnen.
Freude pur! Ja?

C. Hm.

E. Das meine ich!
Das ist ja noch lebendig in dir.
Und da, wo das da ist,
bist du auf jeden Fall auf dem richtigen Weg.

C. Okay.

E. Nimmt die ab, die Freude –
wird sie zum Druck, zum Zwang –
dann ist es Zeit, sich umzuschauen,
was anderes Freude machen könnte.

Im Ergebnis wird dir dann ein ganzes Arsenal
medialer Möglichkeiten zur Verfügung stehen.

Und das erlebst du hier jetzt schon, ja:
Ein Arsenal von Möglichkeiten zu haben,
ist ein tiefes Anliegen von Uta!
Sie hört nicht auf, zu lernen!
Und das ist die Wurzel ihrer Fähigkeit,
euch in die Entwicklung zu bringen!

Sie hat verwirrt und in völliger Unkenntnis
genauso angefangen wie du!
Und sie hatte nur eine einzige Möglichkeit, sich zu orientieren:
Und das war ihre Form von Freude.

Würden alle Menschen dies verstehen – medial oder nicht medial – Jeder!
Jeder würde dort leben, arbeiten und wirken,
wo es ihm und Anderen zu hundert Prozent gut tun würde.

In der Tat ist der Weg der Freude
der einzig Sichere zu sich selbst.

Dabei spreche ich nicht von Spaß.
Das ist ein großer Unterschied!
Ich spreche von Herzensfreude.
Tatsächlich kann man tiefste Freude empfinden,
obwohl die Aufgabe, die man ausübt, eine Leidvolle ist.
Es kann tiefste, innere Freude sein,
Jemanden, der in großer Not ist, zu retten.
Darüber, denke ich, sind wir uns einig.
Diese Freude meine ich.

Als du damals als Kind aus dieser Freude heraus gehandelt hast,
da galt es ja auch nicht deinem Spaß.
Spaßig war die Situation für dich gar nicht.
Sie war sehr ernst und doch Freude im Herzen.

Du siehst: Im Grunde brauchst du mich als Navi nicht.

Wenn du dich hast, hast du alles, was du brauchst.
Aber das ist eine Weisheit,
die du jetzt noch nicht verstehen kannst.

A. Nein, das ist zu hoch.

E. Ich weiß. Es ist dein Ziel!
Deine nächste Frage, bitte.

A. Dann würde ich nur noch gerne wissen wollen,
wie ich an das alte Wissen komme
und wie ich es in Anderen wirken lassen kann?

E. Du kommst in kleinen Schritten daran.
Der erste Schritt, den hab ich dir genannt:
Experimentieren, noch keine Antworten wissen,
auch noch keine geben.

In der Phase, in der du jetzt bist,
gleichst du einem Studierenden,
der sich noch nicht entschieden hat.
Er studiert Medizin.
Aber wird er Chirurg werden
oder Neurologe
oder Kinderarzt?
Das weiß er noch nicht.
Und er weigert sich auch, das schon wissen zu müssen.
Er muss es ausprobieren.

Nehmen wir an:
Zu einem solchen Studenten, da käme Jemand und würde sagen:
Ich möchte wissen, ob ich in zehn Jahren zu dir kommen kann,
falls ich Magenkrebs habe!
Weil: Ich weiß gewiss, ich werde Magenkrebs kriegen.

Was passiert mit dem Student?
Wenn dieser Jemand ihm wichtig ist, gerät er unter großen Druck!
Und genau deshalb lasse davon ab.

C. Okay.

E. Lasse davon ab, geh in die Freude.
Geh in das, was dir Spaß macht,
was dich interessiert,
was dich fasziniert.
In die Nutzbarkeit all dessen kannst du, musst du,
sollst du erst gehen, wenn dir sicher ist, was Freude ist.
Nicht vorher!

Du merkst an deinen Fragen, wie wichtig es dir ist,
diese Nutzbarkeit zu haben.

Nun, wozu?
Zur Begründung deines Weges?
Wem musst du es denn begründen?
Dir?
Angelika?

C. Anderen.

E. Wozu?
Damit sie dich Lieb haben?
Damit du sicher bist?

C. Sicher, ja.

E. Ja. Sicherheit ist ein wichtiges Thema,
dem du dich widmen musst.
Denn bis jetzt hast du auf Scheinsicherheiten gesetzt!

Was dir sicher ist, ist etwas, was du noch nicht entdeckt hast! 
Das ist etwas Magisches.
Ob du es schon verstehst.
Das weiß ich nicht.
Ob du danach schon greifen kannst?
Ich weiß es nicht.
Aber ich sage es dir.

C. Gerne.

E. Ganz sicher ist:
Dass erstaunlicherweise auch bei dir
das große magische Geheimnis vorliegt:
nämlich dass Gott in dir wohnt!

Und es ist wichtig zu verstehen,
dass er deine Hände braucht,
deinen Mut,
deine Augen,
deine Füße,
deinen Mund,
deine Geduld,
dein Herz, um zu wirken.

Er war klug.
Er hat all seine Milliarden und Aber Milliarden Fähigkeiten
und Kräfte in Milliarden Wesen gesetzt.
Das ist großartig.
Aber noch ist Chaos.
Die Kräfte, die er in die Welt setzt,
in den Körper, die sind noch nicht in der Ordnung.

Dennoch:
Gott ist in dir, du hast Teile seiner Fähigkeiten!
Niemand auf der Welt!
Niemand auf der Welt ist klug beraten, dich abzuweisen,
wenn Gott durch dich wirkt.
So ist das: Magie.

Bisher hat die Meinung der Menschen,
was sie von dir halten,
wie sie dich beurteilen,
vor allem aber, was sie erwarten von dir,
eine Scheinsicherheit der Welt um dich herum gebaut.

Die ist eingebrochen letztes Jahr.
Und das war gut so!
Aber damals hast du etwas gespürt,
ganz am Rand deiner Wahrnehmung,
so ähnlich wie Beltseelen ganz am Rand
ihrer Wahrnehmung das Licht, den Weg zu uns wahrnehmen.

Und du hast gesagt:
„Da ist irgendein Funke in mir, ich weiß auch nicht.“

Ja.
Der Funke war Gott, der in dir ist.
Und dieser Funke hat im Grunde zu dir gesagt:
„Gut, du kannst das jetzt hier abbrechen.
Das kannst du schon tun.
Aber ich hätte da noch so viel zu tun in dir.“

Und da wusstest du:
Ich breche es nicht ab.
Ich kämpfe.

Hast du es vergessen?
Du kämpfst, damit aus diesem Funken Licht wird…
Licht wird!
Und dann wirst du Anderen nicht mehr helfen,
damit sie dich in deinem Hunger nach Sicherheit bestätigen:
Ah, die haben mich jetzt lieb, weil: ich war nützlich!

Sondern du wirst Anderen helfen,
weil es dir eine Freude ist, es zu tun.
Und dann wirst du nicht mehr darauf hinarbeiten,
dass die Hoffnungen, Ziele und Wünsche
der Anderen in dich befriedigt werden,
dass die Ziele erreicht werden, die sie haben.

Sondern du wirst es tun,
weil die Arbeit zu diesem Ziel hin allein dir Spaß macht.
Als du damals diese ungehörigen Bengel angegriffen hast,
da hast du gar kein Ziel im Kopf gehabt außer:
„Das geht nicht!“

C. Das stimmt.

E. Ja!
Und genau das darf es wieder werden.

C. Okay.

E. Ja?

C. Ja.

E. Ich bin sehr dankbar,
dass ich das besprechen darf in der Gegenwart des Menschen,
den du so sehr lieb hast.
Das freut mich, denn es ist gut, wenn ihr es beide wisst.
Ja?

C. Ja. Vielen Dank.

E. Ja. Gerne geschehen.
Dein jetziges Experiment im Übrigen:
Falls es dich interessiert, was ich dazu meine?

C. Ja.

E. Damit habe auch ich mich beschäftigt
viele Jahre und sehr ernsthaft.
Und es war die Basis meiner Menschenkenntnis,
der Anfang einer tragenden Philosophie
und meines tiefen Glaubens.

Ich hatte begriffen:
Durch die Arbeit mit kosmischen Kräften
und die Wirkung aufs Materielle,
dass Alles in Eins ist und
Eins aufs Andere wirkt.

Damals war es eine Mischung,
die heute selten angeboten wird:
Astrologie und Alchemie.
Aber ich interessierte mich breit gefächert auch für die Kabbala,
auch für das arabische Wissen,
auch für die Hermetischen Gesetze.

Und ich fand in allem einen roten Faden.
Ohne den hätte ich gar nichts wirken können.

Was hat dich inspiriert,
dich mit diesen Themen zu beschäftigen?
Erinnerst du dich?
Wie hat es angefangen?

C. Eigentlich durch Neugierde.

E. Genau. Ja!
Neugierde ist der Anfang der Schöpfung!
Und hier schließe ich den Kreis!

Ein wenig despektierlich möchte ich sagen:
„Es ist Gottes Neugierde, dass es die Schöpfung gibt.“

Wie kann Neugierde wenig Wert sein?
Muss sie nicht sogar ungeheuer Wertvoll sein? Doch!
Freu dich darüber und folge der Neugierde.

C. Okay.
Vielen Dank.

E. Ja, gern geschehen, wenn ich auch weiß:
Zufriedenheit kann es nicht wecken.
Das riskiere ich.
Denn ich fühle mich sicher,
auch wenn ich dir deine Wünsche nicht erfülle.

C. Hm.