Schutzengel – Hinterfrage deine anerzogene Angst!

Hinterfrage deine anerzogene Angst!
Die Überwindung der Angst
vor der eigenen Größe.

Es geht um unnötige Angst. 
Anerzogene Angst ist immer zu hinterfragen!

Ihr Frauen habt da einen gewaltigen Tippfehler!
Der Fehler lautet: 
Angst, nicht perfekt genug zu sein!
Angst, sich nicht genug bemüht zu haben.

Starke Mütter sind aber vor allem anderen MITFÜHLEND! 
Und nicht BESSER WISSEND!

Nichts, gar nichts
ist für das Selbstbewusstsein eines Kindes verheerender
als die „perfekte“ Mutter!

Fürchte nicht Dinge,
die du gar nicht kennst,
bei denen du nur GLAUBST,
sie zu kennen…

Schutzengelkontakt

Ich bitte meinen Guide,
mich mit dem Guide von Daniela zu verbinden. 

Daniela bittet um diesen Kontakt.

Ich stehe auf einer Wiese, es ist anscheinend Hochsommer. 
Ein einfacher Weg führt hier von dieser Anhöhe in ein kleines Tal,
da unten liegt ein barockes Kloster,
wenige Häuser drum herum.

Ich höre eine Frauenstimme singen und einige Kinderstimmen dazu.
Erst später sehe ich, wer da so heiter auf mich zukommt:
Eine Nonne in schwarzer Tracht
mit weißer, großer Haube kommt den Weg hoch.
Hinter ihr marschieren kleine Mädchen
– vielleicht im Alter von 8 bis 10 Jahren – Hand in Hand.
Sie sind sehr altmodisch gekleidet,
tragen alle Schürzen und Schnürstiefel.
An einem Punkt hebt die Nonne die Hand und der Gesang hört auf.

Sie ist eine große, etwas untersetzte Frau,
ein rundes, von der Hitze gerötetes Gesicht,
dunkle Augen und eine Nickelbrille,
die ihr dauernd runterrutscht
und der sie nach jedem Satz
einen entschiedenen Stups nach oben gibt.

Sie winkt mir, zu ihnen zu kommen.
Die Mädchen nehmen mich nicht wahr,
ich soll schweigen, bedeutet mir die Nonne.
Das tue ich und höre ihr zu.

G: Also, meine Lieben, ich habe euch gesagt,
wir machen einen Ausflug, um zu lernen,
wie man einmal eine mutige Frau wird.

Da fragt ihr euch gleich:
Was hat die Mutter Charlott Maria nun im Sinn?
Wir sind doch nur auf einer Wiese.

Ja, ja, das stimmt schon, nur eine Wiese.
Aber denkt euch mal, ihr wäret ganz allein hier:
Was würdet ihr fürchten, na?
(Schweigen der Mädchen…)

G: Na komm, Celeste, was würdest du fürchten?

C: Wespen!
Ich hätte Angst, dass mich eine Wespe sticht!

G: Aha, sehr schön!
Eine Wespe also…
Und du Claire, was würdest du fürchten?

C: Spinnen!

(Ein allgemeines Iiiih und Aaah!
Fast jedes Mädchen bekundet,
sich auch vor Spinnen zu fürchten.)

G: Sieh an, Spinnen also.
Vor Spinnen fürchtet ihr euch!
Ein kleines, molliges Mädchen mit rotem Haar sagt:
Ich nicht!

G: Nein, du natürlich nicht!
Du fürchtest dich vor Klassenarbeiten
und vor sonst gar nichts!
(Alle lachen, auch das Mädchen.)

Und es sagt: Doch, vor Kernseife!
(Wieder lachen alle, auch die Nonne.)

G: Aber der Rest fürchtet die Spinnen?
Allgemeine Zustimmung der Kinder.
Darauf zieht die Nonne eine Lupe aus ihrer Tasche
und geht ein bisschen auf der Wiese hin und her.
Dann bückt sie sich
und legt etwas in eine kleines Glas mit Deckel.
 

G: Meint ihr die hier?
Meint ihr, diese Spinne wäre etwas,
was ihr fürchten würdet,
wenn sie euch ganz nah kommt?

Kommt, kommt her,
drückt euch nicht, es passiert nichts!
Schaut sie euch an,
sie ist ja gefangen,
sie kann euch gar nichts tun.
 

Die Mädchen kommen,
jedes bestaunt die kleine Spinne durch die Lupe. 
Schweigend fordert Charlott Maria auch mich auf,
die Spinne so zu betrachten.

Schön ist die, ein ganz zartes braun und beiges Muster,
fast elegant.
Sie ist so klein und doch so schön…

Alle Mädchen stellen das fest
und Charlott Maria lobt sie für ihren Mut,
sich die Spinne so genau anzusehen.

G: Hätte denn Eine von euch den Mut,
diese kleine hübsche Spinnendame
auf ihrer Hand krabbeln zu lassen?

Das mollige Mädchen will das gerne tun,
aber die Nonne sagt: 
Nein, du nicht.

Hat eine von denen,
die Angst vor Spinnen haben,
den Mut, das zu tun? 
(Einige melden sich.)

G: Wunderbar, wieso habt ihr jetzt den Mut?

(Ein kleines dünnes Kind mit hellblondem Haar meldet sich:)
Sie ist ja ganz schön!

G: Aha, weil du jetzt siehst,
dass sie gar nicht so fürchterlich ausschaut,
wie du gedacht hast.
Da denkst du:
Vielleicht ist es auch gar nicht so fürchterlich,
wenn du sie fühlen kannst?
(Das Mädchen nickt.
Die Nonne lächelt und setzt dem Mädchen ganz vorsichtig
die kleine Spinne auf den Handrücken, sie sagt: )

Mach mal deine Augen zu.
So ist es gut.
Und jetzt beschreib mal, was du fühlst!

Das Mädchen: Ich kann nicht, ich habe doch Angst!

G: Na dann mach mal deine Augen auf
und beschreib es dann!
Das Mädchen reißt erst angsterfüllt die Augen auf,
aber dann beobachtet sie die Spinne,
die auf ihrer Hand hin und her geht und schließlich lacht sie: 
Das kitzelt!

G: Na so was!
Das kitzelt, bist du ganz sicher? 
Vielleicht glaubst du ja nur, dass es kitzelt,
vielleicht tut es ja doch weh?

M: Nein, nein, das kitzelt nur!

Jetzt wollen es alle ausprobieren. 
Die Szenerie verändert sich, die Kinder sind fort,
nur Charlott Maria ist noch da, in der Hand die Lupe.

Charlott Maria:
Willkommen, Uta, ich freue mich,
dass ich mit Daniela reden kann.
Hast du verstanden, was ich zeigen wollte?

U: Bist du Danielas Guide?

C: Ja, natürlich!
Hast du verstanden, worum es geht?

U: Um Angst.

C: Nein, um unnötige Angst.
Angst ist gut…
Ihr braucht Angst, um zu überleben…

Aber unnötige Angst ist eine schwere Last. 
Sie engt euch ein,
sie verändert eure Wahrnehmung
und sie beschränkt eure Lebenskraft.
Weißt du, warum fast alle Mädchen
Angst vor Spinnen haben?

U: Man diskutiert einen Zusammenhang mit der Angst
vor der dunklen Seite der eigenen Mutter.

C: So, tut man das?
Aber das ist Unsinn!
Die Angst vor Spinnen wird anerzogen…
Kein Kind wird mit ihr geboren,
ganz egal, wie die Mutter ist.
Das Kind lernt diese Angst!

Es lernt aus den Reaktionen der Anderen:
Vielleicht hat die Mutter Angst vor Spinnen…
Vielleicht die Geschwister…
Vielleicht die Freunde…

Anerzogene Angst ist immer zu hinterfragen!
Es gibt natürlich vernünftige Ängste
wie die Angst davor, bei Rot die Straße zu überqueren…

Aber es gibt schlimme,
erdrückende Ängste mit fatalen Folgen…
Und gerade diese Ängste liegen mit ihrer Ursache
meist im Verborgenen des Unbewussten.

Es ist wie bei einer alten Schreibmaschine,
bei der eine Letter kaputt ist:
Du kannst wieder und wieder darauf tippen,
es wird immer der gleiche Tippfehler gemacht,
ganz egal, wer darauf schreibt.

Denk dir einmal eine Familie:
Die hat so eine alte Schreibmaschine
und die wird von einer Tochter zur anderen vererbt.

Jede Tochter wird nun alle ihre Briefe
mit diesem Tippfehler schreiben,
bis endlich Eine auf die Idee kommt,
sich die Ziffern einmal mit der Lupe anzuschauen.
Und sie feststellt, dass sie defekt ist
und ausgewechselt werden muss.

So ist es auch bei meiner lieben Daniela: 
Ihr Frauen habt da einen gewaltigen Tippfehler!
Der Fehler lautet: 
Angst, nicht perfekt genug zu sein! 
Angst, sich nicht genug bemüht zu haben.

Liebes,
wann ist je etwas gut genug!
Es gibt immer etwas zu verbessern…
Es gibt immer etwas,
was der Vollkommenheit im Wege steht…

Und somit ist jemand,
der darauf ausgerichtet ist,
so perfekt wie nur möglich seine Aufgaben zu erfüllen,
immer unter der Not,
sich als unvollkommen zu erleben…
Obwohl Vollkommenheit erstrebt werden soll…

Wie gesagt: Ein Tippfehler, noch dazu einer,
der ganz unbewusst läuft. 
Aber ich will nicht, dass du jetzt nach Schuld fragst…
Es gibt keine Schuld!
Es gibt Ursachen!
Ursachen in deiner Familie,
die über die Generationen längst in Vergessenheit geraten sind.
Darum soll es nicht gehen…

Sondern darum,
was und wie eine „perfekte“ Frau zu sein hat…
Wenn ich dir sage: 
Diesen Tippfehler gibt es auch in arabischen Familien
und in afrikanischen Familien.
Es gibt ihn überall, in jeder Kultur und Epoche.
Nur ist das, was als Perfekt gilt,
eben von der Kultur geprägt.

Dann wirst du dir überlegen müssen,
was denn das Idealbild der perfekten Frau und Mutter
in deiner Familie ist…

Was ist der Wert, um den es vorrangig geht?
Was steht in der Erwartung,
erfüllt zu werden,
ganz oben in der Wertungsliste? 
Absolute Treue und Verantwortung!
Sind das etwa schlechte Werte? 
Nein, durchaus nicht:
Verantwortungsbewusstsein ist gut. 
Treue ist gut. 
Was nicht gut ist, ist das ABSOLUTE daran!

Absolut!
Das bedeutet unter allen Umständen!
Das bedeutet, dass kein Preis zu hoch ist.
Und genau das ist der Tippfehler!

Denn er negiert die Wahrheit,
dass alles, was wir geben,
auf dem Prinzip der Freiwilligkeit
und dem der inneren Wahrheit passieren muss.

Wann immer ein ABSOLUT gefordert wird,
wird das Individuelle dem allgemeinen Wohl geopfert!

Und das ist eben unlebendig,
ist ein Agieren aus der Angst heraus,
Tabus zu brechen und dafür verurteilt zu werden.

Wenn mit dem erwarteten Wohlverhalten
die Berechtigung verbunden wird,
überhaupt vollwertig zu sein,
dann heißt es ganz schnell:
Ich bin nicht genug,
ich bin nicht richtig.

Selbst dann,
wenn nach Außen hin alles so gelebt wird,
wie es den Erwartungen entspricht…

Im Inneren gibt es dann anscheinend etwas,
was finster und beunruhigend ist…

Etwas, was so unheimlich ist,
das man es nicht wagt,
es sich genau anzuschauen…

Nämlich genau das,
was unterdrückt wird,
um dem Perfektions-Anspruch zu genügen.

So ist man niemals im Frieden mit sich selbst!
Und wer mit sich selbst nicht im Frieden ist,
der ist es auch nicht mit den Anderen!

„Man muss sein Bestes geben!“
Aber was ist das Beste? 
Wo hört das auf? 
Und was ist das Schlechteste?

„Absolutes Verantwortungsbewusstsein für Andere!“
Wo hört das auf? 
Wie viel darf erwartet werden?

Bei dir selbst!
Bei der Verantwortung für dich selbst hört es auf,
um es ganz konkret zu sagen.
Es hört bei deinen Gefühlen auf!
Die MÜSSEN geachtet werden.

Wie aber, wenn man gelernt hat,
sich zu disziplinieren?
Wenn man gelernt hat,
möglichst wenig Emotionalität zu leben?
Außer, es sind „berechtigte“ Gefühle?

Siehst du, mein Herzchen,
jetzt sehen wir uns die Spinne mal mit der Lupe an.
Deine Gefühle:
Weißt du was?
Sie sind wunderschön…
Sie sind lebendig und stark…
Sie sind mächtig und tief…
Nein, nein,
logisch sind sie nicht immer…
Aber es sind Deine!
Du bist mehr als dein Verstand,
du bist auch,
das was du fühlst!

Du fragst mich,
was deine Aufgabe in dieser Inkarnation ist?
Nun, den Tippfehler zu finden
und die defekte Letter auszuwechseln bei dir als Seele
und innerhalb der Tradition deiner Vorfahrinnen!
Beides!

Du hast Inkarnationen gehabt,
da hast du wirklich die Verantwortung
für das Überleben Anderer getragen!

Und ja doch, doch,
du hast da auch versagt!

Aber es gab sehr gute Gründe, zu versagen:
Nur du warst entsetzt darüber!
Und hast dich dafür so sehr verurteilt,
dass du dir gesagt hast:
Nie wieder will ich wegen meiner Emotionen
meine Verantwortung für Andere versäumen!

Weißt du mein Liebstes, das ist Blasphemie!!!
Hättest du als Seele den Mut gehabt,
mit der Lupe auf diese Situation zu gucken,
du hättest gelernt:
Dass unsere Verantwortung da aufhört,
wo der Lebensplan Anderer greift!

Du hättest erkannt,
dass dein vermeintliches Versagen
Bestandteil des Lebensplanes Anderer war!
Und du hättest zu wahrer Demut finden können.
Demut, musst du wissen,
ist eine sehr heitere
und gelassene Lebenseinstellung.
Demut bedeutet:
Sich RICHTIG einschätzen zu können!

Den eigenen Platz in der Schöpfung klar zu sehen:
weder überhöht noch erniedrigt.
Wer das kann, der kann Anderen auch zugestehen,
schwach zu sein…
Oder außergewöhnlich…
Oder von mir aus auch Beides,
ohne allerdings in einen Fatalismus zu verfallen,
dem alles ganz Gleich-Gültig ist.

Wer wahrhaft demütig ist,
der ist viel zu fröhlich in seinem Herzen,
um Perfektion anzustreben…
Der weiß,
dass die Perfektion des Lebens darin liegt,
das Unperfekte als Anlass zu nehmen,
weiter zueinander hin zu wachsen.

Wer weiß, dass er unperfekt sein darf,
der ist so groß,
dass er Hilfe gerne annimmt und auch darum bittet!

Der ist so groß,
dass er über seine Fehler lachen kann
und über die der Anderen lächelt.
Dies alles im Zusammenhang zu begreifen und zu leben,
das ist deine Lebensaufgabe!

Damit wandelst du die Kette der Lasten,
die von Frau zu Frau getragen werden:
jede Frau stets in letzter Konsequenz ein Opfer!

Sogar ein Opfer,
das freiwillig sich auf die Schlachtbank legt,
wenn’s geht, auch noch mit Freuden!
Das kostet euch sehr viel Kraft!!!

Und diese gebundene Kraft
ist da nicht mehr vorhanden,
wo sie der Schöpfung tatsächlich gut tun würde.

Es geht dieses Mal nicht darum: 
Die Verantwortung
für das Handeln und Denken Anderer zu übernehmen.

Dieses Mal geht es darum,
dass du mit deiner WAHREN Liebe und Fürsorge
ihnen eine Quelle der Kraft bist bei dem,
was sie als Seelen zu erfüllen haben.

In diesem Zusammenhang
soll ich dir ausdrücklich seinen Dank ausrichten.

Du sollst dieses Mal nicht darauf bedacht sein,
die Kontrolle darüber zu bewahren:
Dass Diejenigen, die dir anvertraut sind,
das tun und denken, was DU für richtig hältst!
Sondern dass du MIT ihnen bist…
Sie begleitest, unabhängig davon, wohin ihre Reise geht…
Nicht wahr?
Das ist dir auch lieber!
Damit fühlst du dich viel, viel wohler.

Natürlich kannst und sollst du auch deine Meinung sagen.
Aber dann musst du es ihnen überlassen,
ob sie sich danach richten oder nicht,
ohne ihnen deine Zuneigung zu entziehen.

Verantwortung dort sehen,
wo sie tatsächlich bei dir liegt
und sie da – wenn du magst –
freudig wahrnehmen!

Ja, natürlich, jeder Mensch ist dazu aufgerufen!
Aber OHNE die Aufopferung
deiner wahren Gefühle.
Hier endlich wieder das Gleichgewicht finden,
das ist deine Aufgabe!

Du gehörst zur Seelenfamilie der Mütter!
Das ist eine sehr, sehr wichtige Funktion in der Schöpfung!
Starke Mütter tun was?
Sie rufen ins Leben,
was noch nie da war!
Sie beschützen,
was noch klein ist und bestärken das!
Und sie vernichten, was eine Gefahr ist
für das, was wachsen soll!

Starke Mütter sind aber vor allem anderen MIT FÜHLEND! 
Und nicht BESSER WISSEND!

Mütter sind MIT denen,
die Fürsorge und Schutz brauchen,
nicht über ihnen!
Sie tragen MIT, aber nicht allein!
Sie nehmen den Kindern die Notwendigkeit,
eigene Erfahrungen zu machen, nicht ab!
Aber sie trösten,
wenn es schmerzhaft war.

Deine Seele hat über Inkarnationen versucht,
den Menschen, die dir anvertraut waren,
solche Erfahrungen zu ersparen,
in dem du die GANZE Verantwortung
allein getragen hast!!!

Jetzt sollst du in diesem Leben lernen,
dass es darum nicht geht!
Dass es um das Mitmensch sein geht!
Und zwar ganz unabhängig davon, wo:
In der Familie!
Im Beruf!
Überall!

Nichts weiter?
Oh doch!
Das ist sehr viel
und es ist weit besser,
als perfekt Richtig sein zu wollen.

Nichts, gar nichts
ist für das Selbstbewusstsein eines Kindes
verheerender als die „perfekte“ Mutter!
Weißt du, warum?
Weil es dann niemals lernt,
Frieden mit den eigenen Schwächen zu machen?
Sei offen,
stark UND
schwach,
das ist Menschlich sein!
Das ist Wahr sein!

Und das ist die beste Vorrausetzung für deine Töchter,
einmal starke und mutige Frauen zu werden.

U: Ich danke dir, Charlott Maria,
das wird Daniela hoffentlich helfen.

C: Es wird sie hoffentlich
in ihrem Weg bestärken und ihr zeigen,
woher die immer wieder kehrende Unsicherheit kommt.
Sie weiß das schon,
dass sie so sein soll!

Sie spürt ja,
dass es ihr damit besser geht
als mit dem eigenen Erwartungsdruck: 
Alles Richtig machen zu müssen!

Nur sie leidet bei jedem Fehler,
den sie macht!
Oder auch nur glaubt,
zu machen,
an Schuldgefühlen!
Und ich will, dass das ein Ende hat!

Dass sie versteht,
dass das kein Verantwortungsbewusstsein ist,
sondern mangelnder Respekt
vor der Freiheit anderer Seelen
und der Weisheit der Schöpfung.

U: Ich verstehe…

Darf ich dir jetzt Danielas Fragen stellen,
sofern du sie nicht schon beantwortet hast?

C: Sicher!

U: Sie fragt, was sie für Kathrin tun kann?
Warum sie immer wieder
so massive Schwierigkeiten miteinander haben?

C: Ah, weißt du,
was dich an Kathrin so sehr aufregt?
Das sie genau das tut,
was du dich nicht getraut hast!!!

Sie sieht dir ins Gesicht
und antwortet dir:
Nein!
Ich lasse mir von dir nicht sagen,
dass es richtig ist,
immer sein Bestes zu geben!
Weil ich mir überhaupt nicht sicher bin,
wer das zu mir sagt!

Kathrin erreichst du nicht mit Argumenten! 
Die können noch so gut sein!
Kathrin erreichst du ausschließlich
über die Wahrheit deiner Gefühle!

Du erreichst nichts,
wenn du ihr die Verantwortung,
die sie trägt, abnimmst!
Gerade Kathrin muss lernen,
dass alles, was sie tut, sagt und unterlässt,
Folgen für SIE hat:
logische, nachvollziehbare Folgen!
Die Konsequenz muss mit der Handlung verknüpft werden!
Und sie muss wissen,
wie es dir damit geht!

Weißt du,
Kathrin liebt dich durchaus…
Aber deine Rolle,
die liebt sie ganz und gar nicht!
Deine Idee davon,
was eine Frau ist,
liebt sie überhaupt nicht!

Als ihr Vater starb,
war sie noch klein
und sie hat das nicht völlig verstanden!
Sie sucht nach Einem, der Schuld hat. 
Und sie ist wütend!
Sie ist wütend darüber,
dass ihre Liebe nicht gereicht hat,
um ihn zu halten.
Das ist Irrational!
Aber die Welt einer Sieben- bis Achtjährigen
ist eine magische Welt.
Sie sucht nach dem bösen Zauber
und sie hat Angst,
dass es IHR Zauber war.

Versuch, dass sie versteht,
dass weder sie
noch sonst irgend Jemand Schuld hat.

Sie hat immer um die Gunst des Vaters gebuhlt,
das ist normal in diesem Alter…
Und sie hat sich als Verliererin gesehen,
obwohl es dafür keinen Anlass gibt.

Versuch – gerade was sie angeht –
nicht so sehr ÜBER den Dingen zu stehen!
Zeig ihr deine Betroffenheit!
Nein, dafür ist es nicht zu spät!
Versuch,
dich in sie hinein zu versetzen.
Was macht sie genau?

Du bist so, wie du dich selbst gibst:
„Perfekt“ absolut richtig!
Und Kathrin hat es aufgegeben,
auch nur zu versuchen,
je so zu werden!
So sucht sie ihr HEIL im Gegenteil!

Sie fragt dich ununterbrochen:
Gibt es einen guten Grund,
mich zu lieben,
OBWOHL ich so böse bin???

Sie muss lernen,
dass es überhaupt keinen Grund gibt,
zu lieben!
Liebe ist einfach da!
Aber es kann eine traurige Liebe sein
und es kann eine schöne Liebe sein…
Aber sie ist immer da!

Sie kann dich verpflichten,
unangenehme Konsequenzen in Kauf zu nehmen!
Sie kann dich dazu bringen,
sehr hart sein zu müssen!
Aber sie ist immer da.

Daniela, weißt du eigentlich,
wie mutig Kathrin sein muss,
um dich aus ganzem Herzen weiter zu lieben?
Sie hat doch schon einmal erleben müssen,
dass sie sehr, sehr liebt
und dann allein gelassen wird.
Wer garantiert ihr,
dass es mit dir nicht genauso ist?
Du musst mit ihr auch darüber reden!
Sag ihr, was geschehen würde: 
wenn du sterben würdest!
Lass sie verstehen,
dass es einen Plan gibt.

Fördere sie in jeder Weise,
wenn es darum geht,
selbstständig zu sein.
Das sind für sie Wege aus der Angst!
Mit jeder Fähigkeit in Richtung Selbstversorgung
wird sie sicherer, hat sie weniger Angst.
Du unterschätzt ihren Schmerz!

Manchmal sucht sie nach Gründen,
dich nicht lieben zu müssen!
Besonders dann, wenn sie Angst hat,
dich auch zu verlieren!
Offenheit, Daniela! 
Der Schlüssel ist absolute Offenheit.

Sag ihr, dass auch du Angst hast!
Sag ihr, dass es dich graust,
dir vorzustellen: 
Wie das wäre,
wenn du noch einmal Jemanden verlieren würdest,
den du so lieb hast…
Aber sag ihr auch,
dass das in Ordnung ist!

Das man deshalb trotzdem besser damit lebt
als damit, nicht mehr Lieb zu haben.

U: Sie fragt, was sie verbessern kann,
damit beide Töchter freier und ausgeglichener werden.

C: Ich habe dazu so viel gesagt, wie ich sagen konnte. 
Alles Weitere hinge dann
von den Schutzengeln der Kinder ab.

Bei beiden Mädchen geht es als Seelenaufgabe
um das große
OBWOHL der Liebe!
Bei Beiden!

Obwohl sie erfahren haben
–  dass Liebe, so tief sie auch sein mag,
von heute auf morgen beendet sein kann – 
den Mut zu finden,
es trotzdem zu wagen.

Beide Kinder leiden
unter dem Verlust des Vaters,
jedes auf seine Weise!
Das ist ein tiefer Schmerz
in der Seele eines Kindes…
Und ihr werdet Jahre brauchen,
um ihn zu überwinden…

Gerade deshalb bist du aufgefordert,
dein „MIT Ihnen sein“
in ihren Emotionen auszuleben.
Sei auch schwach…
Sei auch ängstlich…
Sei auch wütend…
Sei auch traurig…

Und zeig ihnen durch dein Beispiel,
wie man dennoch!!!
Liebt:
Sich, Andere und das Leben.
Sprich offen über deine Gefühle!
Sie sind sehr, sehr intelligent!
Beide.

Sie haben Beide eine hohe soziale Intelligenz!
Ob sie eine hohe soziale Kompetenz entwickeln?
Ob sie statt verbitterter Herzen
sich zu sehr mitfühlenden Menschen entwickeln! 
Das wird die einzig wirklich wichtige Frage sein.

U: Was kann Daniela für sich entwickeln,
um auch ausgeglichener und freier zu sein?

C: Ich denke, ich habe fürs Erste darüber genug gesagt. 
Ganz allgemein: 
Fürchte nicht Dinge, die du gar nicht kennst,
bei denen du nur GLAUBST, sie zu kennen…
Fürchte weder deine Gefühle noch deine Bedürfnisse…
Fürchte auch nicht egoistische Motive,
ehe du sie dir wirklich intensiv angesehen hast…

Es könnte ja sein,
dass es dir dann so geht wie meinen Schülerinnen:
Aus der Nähe betrachtet sieht etwas viel schöner aus und ist viel lustiger, als man es vorher je für möglich gehalten hätte.

U: Ich danke dir, Charlott Maria, und verabschiede mich von dir.

C: Ich habe hier noch etwas: 
Sie nimmt ein hellblaues Chiffontuch aus der Tasche
und lässt es im Wind wehen.
Dann verwandelt sich dieses Tuch in eine Taube,
die einen Brief im Schnabel hat.
Darauf steht: In Treue fest.