Jeder Mensch ist ein Topf und darin sind die Zutaten, die Gott hineingetan hat.

 Gott ist Vielfalt, nicht wahr?

Also wird er in jeden Topf
eine andere Zusammenstellung der Zutaten getan haben.

Engelkontakt

Ich bitte meinen Guide, mich mit dem Guide von Uwe zu verbinden.
Uwe bittet um diesen Kontakt.

Ich stehe in einer Menschenmenge, jubelndes Volk, Fahnen werden geschwenkt, dem Aussehen nach bin ich wahrscheinlich irgendwo zwischen 1500 und 1600 gelandet …

G: London, 1558, Elisabeth wird Königin von England …

Ich drehe mich nach der Stimme um, die mir dies sagt. Hinter mir steht ein kleiner, alter Mann. Sein Haar liegt auf der Schulter, gekleidet ist er in einem langen, schweren, pelzverbrämten Wollumhang. Er lächelt mich an, er hat tausend kleine Lachfalten um die warmen grünen Augen …

G: Arthur, nenn mich Arthur. Ja, ich weiß schon, natürlich bin ich Uwes Guide. Wundert dich dieses Ereignis? Du wirkst überrascht?!

U: Ich hätte nicht vermutet, mit einem politischen Thema konfrontiert zu werden, ich dachte, es geht um Sehnsucht und Erfüllung.

G: Hm, wer sagt, dass es nicht so ist? Sehnsucht und Erfüllung, ja, oh doch, darum wird es gehen. Aber weniger um jene erfüllten Sehnsüchte, die ihr Frauen seit Urzeiten im Herzen bewegt, es geht tiefer, tiefer, tiefer: Es geht um die Erfüllung, die der Mensch nicht einfach durch die ideale Beziehung findet. Die ist ein Teil davon!
Nein, es geht um die Erfüllung, die der Mensch dann erst findet, wenn er am RECHTEN PLATZ ist.
Ah, zu kompliziert für diesen Lärm hier, ich wollte ihn dir nur zeigen, da ist er, schau! Er weist mit der Hand zu einem jungen Mann, der mit einem anderen von einem Fenster aus die Prozession der Königin beobachtet.

Sein Gesicht ist blass, die Augen schauen ernst, im Gegensatz zu allen anderen hier scheint er nicht glücklich über den Antritt Elisabeths zur Königin, sondern wirkt sehr nachdenklich. Gekleidet ist er in Schwarz mit einem weißen Kragen, abgesehen davon, dass er einen kurzen Bart trägt, sieht er genauso aus wie du.

U: Das war Uwe?

A: eine frühere Inkarnation. Thomas, einer der vielen Beobachter dieser Zeremonie. Er ist Berater eines Lords, eine nicht ungefährliche Stellung in diesen Zeiten. Komm, ich will, dass du siehst, wo Thomas und ich uns trafen.

Arthur verändert die Umgebung. Jetzt sitzen wir an einem riesigen Kamin aus grauen Feldsteinen. Der Raum ist dunkel, aber das Feuer wärmt, wirft Schatten auf Gemälde, die an der Wand hängen …

Arthur macht es sich in einem Sessel, der mit Fell ausgelegt ist, gemütlich, mir weist er den Platz gegenüber zu. Er nimmt seinen Umhang ab, jetzt erst sehe ich, dass er ein Priesterornat trägt.

A: Ja, das hier ist eine der wenigen Klöster, die noch belebt sind. Ich bin nicht nur Thomas väterlicher Freund zu dieser Zeit, sondern auch sein Mentor. Er ist kein Priester, sein Weg sollte – so wollte es sein Vater – ihn in die Welt des Handels und der Politik führen. Aber er studierte hier, seine Fakultät war meiner Kirche direkt gegenüber.
Während er sich den großen Wissenschaften des Weltlichen öffnen sollte, suchte er doch etwas ganz anders.

Du musst wissen, England hatte zu diesem Zeitpunkt seines Lebens eine schreckliche Geschichte, ein fürchterlicher, religiöser Machtumschwung und nicht umsonst nannte man die Vorgängerin Elisabeths später die blutige Maria.
So viele Menschen fanden auf Grund ihres Glaubens einen grausamen Tod und Thomas war ein junger Mann, der eins suchte: Gerechtigkeit.

Eine Tugend der Menschen? Nun, in unserer Epoche eher eine Torheit, dennoch: Er konnte nicht anders, als nach ihr suchen, denn sie ist Bestandteil seiner Seele, statt Gerechtigkeit könnte man auch sagen Wahrheit.
Hier sind wir uns sehr ähnlich: so alt ich war, war mir die Wahrheit doch das Wichtigste im Leben.

Weil sich Seelen, die zueinander gehören, aber immer finden, fanden auch wir uns. Der junge Student und der alte Kleriker, da draußen im Park, da fanden unsere ersten Begegnungen statt. (Lachend.)

Er hatte so viele Fragen und es schmeichelte mir altem Mann, das gebe ich zu, dass so ein wacher und heller Verstand sich meines gesammelten Wissens bedienen wollte.

Ach ja, das waren wunderschöne Jahre, die wir hatten. Schnell war mir klar, dass Thomas weder für die Politik noch für den Handel geboren sein konnte. Sein Geist war zu sehr damit beschäftigt, Hintergründe zu erforschen und seine Seele zu schnell gekränkt, wenn sie Ungerechtigkeiten erkannte.

Obendrein hatte er die besondere Gabe, den Zauber des Lebens zu sehen, wo immer er ihm begegnete: ob es die Natur war oder eine bezaubernde Frau, ob es Musik war oder das Rauschen in den Bäumen. Ein Dichter hätte er werden können oder ein Philosoph, aber ein Politiker?! Absurd!

Sein Vater wusste darum, er schimpfte ihn einen Träumer, gerade darum trieb er ihn dorthin, wo Macht, Rücksichtslosigkeit und Willensstärke mehr zählten als irgendetwas sonst: an den Hof eines der einflussreichsten Lords in England.

Stellen wir uns einen Topf vor: Sagen wir, jeder Mensch sei so ein großer, riesiger Eisentopf, wie sie zu meiner Zeit über den Feuerstellen in der Küche der Burgen und Schlösser hingen. Kannst du dir das vorstellen?

U: natürlich, ja …

A: gut! Jeder Mensch ist so ein Topf und darin sind die Zutaten, die Gott hineingetan hat, kannst du dir vorstellen, was ich meine?
U: na ja, klar …

A: Gott ist Vielfalt, nicht wahr? Also wird er in jeden Topf eine andere Zusammenstellung der Zutaten getan haben.
Warum, was glaubst du? Warum nicht in jeden Topf die gleichen Zutaten?

U. Na, vielleicht, weil das langweilig wäre?

A: Das wäre es ganz sicher, oh ja! Aber es würde auch nichts NEUES dabei herauskommen! Seine Schöpfung würde durch jeden Menschen in gleicher Weise inspiriert. DAS wäre das eigentliche Problem!

So aber, da jeder Mensch einen anderen göttlichen Inhalt hat, nährt sich die Schöpfung auch in anderer Weise vom Inhalt.

Stellen wir uns einmal vor, in einem solchen Topf hätte Gott Fleiß, Sinn für Schönheit, körperliche Stärke und Ausdauer gelegt, dazu eine Prise handwerkliches Geschick und eine Prise Freude daran, in der Natur zu sein.

Was – denkst du – wäre der Bereich der Schöpfung, der am meisten von dieser „Suppe“ profitieren könnte?

U: hm, vielleicht ein Gärtner?

A: Ja, ein Gärtner, das könnte sein. Auf jeden Fall würde sich ein Mensch, der diese Zutaten als Teil seines Wesens betrachtet, mit einer solchen Arbeit wohl fühlen und sein Umfeld könnte sich von seinen Gaben nähren.
Der Besitzer des Gartens würde sich an der reichen Ernte erfreuen, die Frau des Gärtners an seinem ausgeglichenen Temperament, denn er tut, was ihm entspricht, usw. usw. …

Aber was geschieht, wenn in dem Topf Zutaten sind, die von der Umwelt nicht zu nutzen sind? Stell dir vor, ein Mensch, der eben jene Zutaten hat, der kommt in Verhältnisse, die seinen Gaben nicht entsprechen …

U. Na ja, das ist dann für alle Seiten unergiebig.

A: Ja, so ein Topf Gottes hat etwas zu spenden, aber nur, wenn es auch die geeigneten Empfänger gibt.
Und ausgerechnet das ist es, was Thomas geschah: Seine eigentlichen Gaben blieben ungenutzt. Heute würde man ihn als feinsinnig bezeichnen, eine hochkultivierte Seele, er ist eigentlich dort ein SPENDER, wo Menschen sich ihrer spirituellen und ethischen Bedürfnisse bewusst sind.

So war es wirklich nicht! Den Lord, in dessen Diensten er war, interessierte nicht im Geringsten, was Thomas empfunden hat, als er Elisabeth das erste Mal sah. Es wäre gut gewesen, wenn er auf Thomas eingegangen wäre!

Was ihr heute „Bauchgefühl“ nennt, hatte er. Er hätte dann seinen Lord warnen können vor einer Königin, die ganz gewiss als Frau eher schwach war, aber innerlich stark, machtbewusst und viel zu trotzig, um sich und ihren Willen unterzuordnen.

Thomas wusste um die Pläne seines Lords, er wusste, dass dieser hoffte, in Elisabeth eine willfährige Marionette seiner Interessen zu finden und hätte ihn gewarnt. Aber der Lord achtete nicht, was im „Topf“ war, sondern wollte von Thomas nichts als FAKTEN: welche Kleidung trug sie, wer war ihr am Nächsten, wie reagierte das Volk, usw., usw. …

Ungenutzte Qualitäten! Das ist nicht nur frustrierend, das ist etwas, das dem Göttlichen widerspricht, nicht war?
Was denkst du: Wie hat unser Thomas auf das jahrelange ungenutzt werden reagiert?

U: Er wird vielleicht traurig geworden sein …

A: ja, traurig, aber auch bitter. Doch die Qualitäten, die Gott in den Topf legt, die wirken irgendwo! Es kommt niemand zur Welt, ohne das wenigstens eine reale Möglichkeit der Nutzung entsteht.

In diesem Fall war es die Tochter des Lords, die aus dem „Topf Thomas“ nahm, wessen sie bedurfte: Er wurde zuerst ihr „Lehrer“. Er war es, der sie in der hohen Literatur unserer Zeit unterrichtete, der ihren Sinn für die Kunst schärfte und der sie in der Wichtigkeit ethischer Werte unterwies.

Und weil er ihren immensen Hunger in all diesen Gebieten stillen konnte, wurde aus beiden schnell ein Liebespaar, denn sie war die Einzige, die seinen Hunger stillen konnte: den nach Wertschätzung seiner tatsächlichen Gaben.

Ich sagte eingangs, es sei sehr wichtig, dass der Mensch seinen rechten Platz im Leben findet, nun, Claire war Thomas der rechte Platz!

Bedauerlicherweise lag das nicht im Interesse des Lords, Thomas wurde aus seinem Dienst entlassen. Man klagte ihn wegen angeblicher Unterschlagung an, was aber nicht bewiesen werden konnte.

Dennoch verbrachte Thomas drei Jahre im Kerker. Er kehrte als bitterer, empörter und trauriger Mann in das Haus seines Vaters zurück.

Hier endet meine Geschichte über Thomas, denn es gibt nichts Wesentliches hinzuzufügen. Er starb zwar erst Jahrzehnte später, aber als er starb, ging er mit zwei Glaubenssätzen der Seele.

Erstens: Was in mir ist, ist von geringer Bedeutung für die Welt.
Zweitens: Meine Seele kann ihren wahren Platz nur an der Seite einer Frau finden, aber das ist sehr gefährlich.

Uwe, du kennst diese Zwiespältigkeiten selbst in dir bis heute: Das, was RATIONAL zu erwarten ist und das, was emotional von dir ersehnt wird, scheinen in immer neuen Varianten sich stets als unvereinbar zu erweisen.

Was ich ersehne, will ich UND fürchte ich, das ist eine so große innere Ambivalenz, das ist ein so unaussprechliches Leid, das es schwer fällt, dieses auch nur zu artikulieren!

Ich wäre nicht dein Guide, würde ich dich heute nicht darauf aufmerksam machen, dass Thomas in einem Irrglauben gestorben ist. Claire war nicht DER PLATZ, sie war nur EINE der vielen möglichen Nutznießer seiner Gaben.

Hätte Thomas sich entschieden, sich seinen Interessen NEBEN seinen Aufgaben zusätzlich zu widmen, hätte er in den Jahren seines Lebens erkannt, dass viele Menschen seine Art des Seins wertschätzen.

Statt sich innerlich zu empören und zu verbittern, hätte er, als er in seines Vaters Haus heimkehrte, auch zumindest einen Teil seiner Zeit damit verbringen können, Menschen, die diesen HUNGER nach Bildung zeigten, zu lehren, so, wie er es mit Claire getan hat.

Er hätte so ganz gewiss das Göttliche in sich ausleben können! Das Göttliche in uns, das ist nicht immer spektakulär, aber es will gelebt werden!

Wo auch immer, Nutzer finden sich ganz gewiss. Denn es ist ein Naturgesetz, das sich stets erfüllt, es sei denn, man wirkt willentlich dagegen.

Nutzer ist niemals ein einziger Mensch allein, sondern die Welt ist voller Nutzer!

Das ist eben, was gemeint ist mit Nächstenliebe: Gib dem, der Hunger hat, die Speise, die IN DIR ist, ohne Ansehen der Person! Gib von der Fülle ab, alles andere findet sich zu seiner Zeit.

War Thomas dumm, weil er im Dienst des Lords arbeitete, obwohl er doch sah, dass dieser seine Fähigkeiten nicht wertzuschätzen wusste? Nein, Uwe, es ist ja nicht zu dumm, um für sein leibliches Wohl zu sorgen.

Ich habe es auch nicht geliebt, Gottesdienste für in ihrem Herzen Ungläubige abzuhalten, ich tat es dennoch, anderenfalls wäre ich als Bettler vor den Toren der Stadt geendet.

Immer wollte ich nur eines: Lehren. Aber die Umstände ließen dies nur selten zu. Doch WENN ich die Gelegenheit bekam, tat ich es mit Leidenschaft, wie damals, als ich dir als Thomas begegnete.

Uwe, in dir sind viele wunderbare Gaben angelegt!

Du hast eine Seele, die Harmonie liebt, was voraussetzt, dass sie Harmonie ERKENNT.
Und du hast eine Seele, die Gerechtigkeit liebt, was voraussetzt, dass sie diese erkennt, wenn sie ihr begegnet.

Beides zu nehmen und andere damit zu nähren, die HUNGRIG danach sind, das ist eine der wichtigsten Aufgaben in deinem Leben!

Es gibt viele Hungrige, lieber Uwe, sie gehen dir nicht aus! Selbst wenn du hundert Jahre alt würdest, sie gehen dir nicht aus. Aber du bist ganz sicher nicht auf der Welt, um nur EINE HUNGRIGE zu nähren.

Sprechen wir von deinem Hunger, dem Hunger nach Verschmelzung, dem Hunger danach, nie wieder unausgefüllt zu sein und nie wieder NICHT GENUTZT zu werden: Hunger nach Verschmelzung. Weißt du, lieber Uwe, dieser Hunger ist dir geblieben aus dem Wissen deiner Seele heraus, dass diese Form des Bewusstseins höchste Freude in sich birgt.

Hier auf meiner Ebene verschmelzen wir sehr oft in dieser Weise und immer ist es wundervoll und führt zu einem Glück, dass mir irdische Worte darüber fehlen. Aber immer ist dieser Vorgang auch temporär: Er kommt und er vergeht wieder.

Es ist eine menschliche Illusion, zu meinen, er wäre Ewigkeit. Im Gegenteil: Ewigkeit bedeutet Veränderung und die ist mit einem Stillstand, wie er entsteht im Moment absoluter Verschmelzung, nicht zu erreichen.

Also, lieber Uwe, deine Sehnsucht ist gut, aber genauso gut ist auch das Autark sein! Wie die Wellen des Meeres, die an- und abschwellen, um wieder an- und abzuschwellen, so ist auch das Bewusstsein der Verschmelzung mit einem Du Zyklen und Veränderungen unterworfen.

Harmonie, so, wie deine Seele sie sich wünscht, besteht niemals nur in der Vervollkommnung zweier Teilaspekte, Vielfalt gehört zur Harmonie und Wandlungsfähigkeit auch.
Harmonie: Ist es nicht so, dass sie nichts anderes ist, als die friedfertige Co-Existenz gegenteiliger Aspekte?
Gerechtigkeit: Ist es nicht auch das gleiche Prinzip?
Wertschätzung, das ist eben nicht Gleichmachen, sondern den Wert der Inhalte in eine für alle tragbare Position zueinander zu bringen.

Diese Welt ist weit davon entfernt: Das gilt für die Welt im Ganzen, aber auch für jedes einzelne Menschenleben.

Uwe, die Evolution geht zur Gerechtigkeit und zur Harmonie hin, aber das Ende der Evolution ist längst nicht erreicht. Warum sich also empören, warum also bitter werden?

Bist du nicht im Besitz von etwas sehr, sehr Kostbarem? In dir ist die KENNTNIS darüber, was das Ziel ist, damit ist in dir ein Wissen, das der Welt um dich herum sehr hilfreich sein kann, wenigstens an diesem Punkt sich weiter zu entfalten.

Aber, mein Freund, das setzt etwas voraus, dass du ihn nicht beeinflussen kannst, den Hunger der anderen.
Es macht keinen Sinn, SATTE nähren zu wollen! Ich weiß, sie sind oft genug satt von falscher Nahrung, aber das müssen sie selbst erkennen.

Du hast den Lord mit „falscher Nahrung“ gesättigt, nämlich jenen Sachinformationen, nach denen er verlangte.
Sicher bessere und hilfreichere Nahrung wäre deine Gabe gewesen, diese Königin INTUITIV richtig einzuschätzen.
NACHDEM er dich vertrieben hatte, wurde ihm das auch bewusst.

Wonach es einen anderen Menschen verlangt, darauf hast du keinen Einfluss, sowenig, wie andere Menschen auf deine Sehnsucht, deinem Hunger einen Einfluss haben.

Wovon wirst DU satt, Uwe? Von allem, was ABSOLUT ist! Absolute Gerechtigkeit, absolute Harmonie, absolute Schönheit …
Uwe, wenn es so ist, dann gibt es nur eins, das DEINEN Hunger stillt: Gott!

Nebengötter, in welcher Form auch immer, können deinen Hunger nicht stillen, das hast du schon gelernt.
Also, was gilt es, zu tun? Dir Gott zu „nehmen“?

Ist das nicht absurd? Nein, du findest ihn in den Zutaten, die er in dich gesenkt hat. Du findest ihn, indem du das gibst, was er dir gab, dann bist du in Gott und Gott in dir. Dann hast du gerade das Maß an Absolutheit erreicht, das für dich in deinem inkarnierten Zustand zu ertragen ist. Bis du wieder hier bist, muss es genug sein.

Ich will dir ein Geheimnis verraten: Gott legt im Laufe eines Lebens – vorausgesetzt, man lässt es zu – immer mehr und mehr in diesen Topf! Deshalb: Lass dich nicht verbittern, lass dich nicht entmutigen, das, was JETZT in dir ist, das ist das absolut Mögliche zurzeit. Mehr ist nicht nötig.

Du brauchst nichts zu tun, als denen, die hungrig sind, zu helfen. Hunger hat, wer nach Nahrung fragt. Hunger hat, wer sich satt isst an dem, was du anbietest, eigentlich ist es einfach.

Nähre die Hungrigen! Und nähre dich von Gott.

Damit will ich mein Anliegen an dich hier beenden. Mir ist bewusst, dass du dich um andere Dinge sorgst. Aber du wirst sehen, ich habe sie schon beantwortet.

U: Da beziehst du dich jetzt aber nicht auf seine formulierten Fragen, oder?

A: Ja und nein, stell mir ruhig seine Fragen.

U: Warum ist ein Mensch, dem ich vor knapp 20 Jahren begegnet bin, plötzlich wieder so präsent in meinem Leben, insofern, dass er einen äußerst starken Zug seiner damaligen Persönlichkeit spüre …

A: Weil du derart hungrig nach dem ABSOLUTEN bist. Damals warst du sehr jung, und weil alles neu ist, auch die Gefühle, schien das Gefühl genau diese Intensität des Absoluten zu besitzen.

Was du also im übertragenen Sinn hast, wenn du an sie denkst und dich in „Träume “ begibst, ist, wenn du so willst, das Magenknurren deiner Seele. Woran willst du so was festmachen, wenn nicht an Erinnerungen?
Der Verstand sucht zu erklären. Wie kann er das, außer, er greift Erfahrungen wieder auf?

Es ist KEIN ZUG der Seele dieser Frau, der Zug ist DEINE Sehnsucht, dein Hunger nach Hingabe, Verschmelzung, Intensität.

Aber, Uwe, nie ist etwas so intensiv wie in der Kindheit und Jugend! Das beste Eis, wann hast du es gegessen? Natürlich, als Kind!

Aber es wird immer noch nach der gleichen Rezeptur hergestellt. Sachlich gesehen KANN es gar nicht besser gewesen sein, aber in deiner Empfindung war es eine Sensation … DAMALS.

Uwe, deine Suche gilt also der Sensation, nicht dem Eis.

U: Die zweite Frage bezieht sich auf eine andere Person, er hat seit Jahren hellseherische Träume von ihr, er übernimmt Emotionen von ihr usw. Was hat es damit auf sich, ist das Telepathie Interaktion zwischen Teilseelen oder denkt die Person gerade auch an ihn?

A: Auf alle seine Vermutungen antworte ich mit Ja. Ich bin allerdings erleichtert, dass er nicht nach der Ursache fragt, warum diese Dinge zwischen beiden möglich sind, denn darauf dürfte ich nicht antworten, weil es eine direkte Beeinflussung für beide bedeuten würde.

U: das Resonanzprinzip?

A: Ja, hier kommt es zum Tragen.

U: Seit dem Tod vom Opa geht es der Oma sehr schlecht, die ganze Familie leidet darunter. Möchtest du ihm einen Rat geben, wie er in der Situation besser helfen und vermitteln kann?

A: Uwe, deine Fürsorge für alle Beteiligten ehrt dich, aber sie haben keinen Hunger nach dem, was du zu bieten hast!
Was kannst du tun? Halte dich zurück, versuch zu verstehen, dass alle Beteiligten hier zu lernen haben.

Es geht darum, zu lernen, Grenzen zu setzen und Grenzen zu akzeptieren: Deine Oma hat zu lernen, Grenzen anzunehmen, die ihrem WILLEN nicht entsprechen. Du kannst es keinem der Beteiligten abnehmen. Ihr Hunger geht in eine andere Richtung.

Versuch, ihre Not als mitfühlender Mitmensch zu verstehen, aber mach dir auch bewusst, dass es allen dient, sich der Thematik bewusst zu werden.

U: Hast du einen Ratschlag, wie er mit dem Problem der Nase verfahren soll? Sollte er doch noch einmal eine OP wagen?

A: Ja, Uwe, aber nicht innerhalb des nächsten Jahres, es hat Zeit …

U: warum nicht im nächsten Jahr?

A: Die Energie wäre nicht vorteilhaft.

U: Hast du einen Ratschlag, wie er die Probleme mit seinen Zähnen zukünftig besser in den Griff kriegen kann?

A: Uwe, ich habe dir viel von deiner Gabe, Harmonie herstellen zu können, gesprochen. Der Nachteil ist, dass du zum Thema Aggression wenig Konstruktives in deinem derzeitigen Topf hast, von gelegentlichen Ausbrüchen einmal abgesehen. Auf Grund deiner Ahnenlast versuchst du nicht zu beißen (lächelt dabei).

Wenn wir ehrlich sind, kannst du durchaus bissig sein. Aber was hier schwer wiegt, ist ein unbewusster Auftrag, nicht zu verletzen! Lieber Uwe: Zur Harmonie gehört auch Aggression! Wusstest du, dass es ohne diese Kraft gar keine Harmonie geben kann?

Mein praktikabler Vorschlag: Sei dort, wo es gerecht ist, bewusst BISSIG! Du wirst sehen, das ändert viel, wenn auch nicht alles. Die Zähne zeigen nur auf, was deine Vorfahren dir verbieten. Widerspreche ihnen!

U: Damit sind wir am Ende, ich hoffe, dass wir Uwe helfen konnten!

A: Ich hoffe, dass er sein Selbstbildnis nun aus einer neuen Perspektive wahrnimmt. Zur Harmonie mit sich selbst zu kommen, ist der Anfang. Dazu gehört auch, sich der eigenen Sehnsüchte bewusst zu werden, aber auch der Fehlwahrnehmungen des eigenen Selbstes.

U: Ich muss wissen, welche Art Nahrung ich bin?

A: Ja, worüber wir geredet haben, sind die Zutaten, die SUBSTANZ, was ich nicht mehr aufgreifen konnte, sind die Gewürze …

U: Was sind die Gewürze?

A: Das sind die Aufträge der Ahnen. Und was ich nur auf eine einzige Inkarnation begrenzt darlegen konnte, sind die Erfahrungen der Seele. Das ist sozusagen beides das Salz in der Suppe!

Vorläufig möchte ich noch einmal betonen: Uwe, dein Hunger nach Absolutem ist gut und richtig. Aber wer diesen Hunger in sich trägt, der muss lernen, dass er sich auf Erden nicht mit einer einzigen Mahlzeit sättigen kann.
Der muss lernen, dass er hier nur in der Vielfalt seine Erfüllung finden kann!

Ich hoffe, dass wir einen Anfang gemacht haben. Mehr jetzt zu sagen, wäre zu viel.

U: Dann danke ich dir, Arthur, und wünsche dir ein angenehmes Sein.