Frieden

Elia – Die den Frieden suchen, das werden die sein, die selig werden.

Die den Frieden suchen, das werden die sein, die selig werden.
Damit ist nicht gemeint, zu Jedem lieb und nett zu sein.
Denn das ist kein Frieden:
Wenn man im Herzen grollen muss, weil Unrecht geschieht.
Mit Frieden suchen ist etwas ganz anders gemeint:
Die Gerechtigkeit suchen.
 Elia

Elia. Guten Abend, liebe Anke.
Es drängt mich, mit dir zu sprechen.
Ich dränge hoffentlich nicht!

Ich heiße dich willkommen, Anke.
Willkommen in diesem Haus,
aber auch willkommen in meinem Herzen.
Hältst du das aus?

Anke. Ja.

E. Aber schwer…
Anke, wenn Menschen ihr Herz weit machen
und dich auffordern, in ihrem Herzen Platz zu nehmen:
Bist du dann davon überzeugt, dass sie richtig handeln?
Nein.

A. Hm.

E. Und wenn wir uns hier – im so genannten Jenseits –
etwas wünschen dürfen, dann dies!
Dass es gelingt, deine Seele davon zu überzeugen:
Dass es richtig ist und gut,
wenn Menschen dir einen Platz in ihrem Herzen geben möchten.

Bei Tieren ist es einfacher, nicht wahr?

A. Ja.

E. Ja.
Es liegt an uns!
So dachten wir, helfen wir deiner Seele.
Nicht dass sie meint, sie muss immer außerhalb aller Herzen sein.
Tiere sagen: Hallo, Anke, komm herein.
Hier ist mein Herz.
Und du sagst: Gerne.

Das ist ein großes Thema, liebe Anke.
Und ich bin sicher, du verzeihst mir, wenn ich,
ehe wir beide Frage und Antwort spielen,
unsere Bitte an dich herantrage.

Liebe Anke,
vergiss nicht die offene Tür, die Menschen dir bereithalten,
damit du herein kommst in ihr Herz.
Vergiss nicht, dass das von allem das Wichtigste ist! 
Ob wir leben auf der Erde oder im Jenseits:
Nichts ist so groß wie die Liebe zwischen Menschen!

Die Zeit, in der du gerade lebst: Die ist nicht so!
Die sagt Nein zu solchem Miteinander.
Um so schwerer ist es, sich gegen diese Strömung einzustellen!

Menschen sind wunderbar, Anke, ganz außerordentlich wunderbar!
Aber sie sind nicht reif.
Kinder sind auch nicht reif.
Und trotzdem kann man sich über sie freuen und dankbar sein:
dass man einen Blick von ihnen bekommt und ein Lächeln.
Und so sehen wir auf die Menschen.

Wir wissen: Es wird eine Zeit sein!
Es wird eine Zeit sein, da werden alle wunderbar! 
Noch nicht!
Noch ist es klug und richtig, zu unterscheiden zwischen denen,
bei denen es gut ist, wenn man in ihrem Herzen wohnt.

Und bei denen: Sobald man in ihrem Herzen Platz genommen hat,
die Tür zufällt und von Außen verriegelt wird.
Sprich: Es zum Gefängnis wird.

Das zu lernen, das kannst du!
Du kannst lernen, die Einen von den Anderen zu unterscheiden!
Du weißt es im Grunde deiner Seele.

Die, die Einen gefangen nehmen möchten:
An solchen Türen geht man besser vorbei.

Aber die, die Einen einladen, ein Weilchen bei ihnen zu sein!
Die, die sich freuen, weil du es bist, der in ihnen Platz nehmen mag:
Die muss man ehren!
Dann geht es Einem gut.

Und wir alle hier, ach Anke, wir wünschen uns nur eins:
Dass es dir gut geht!

Es geht dir schon besser.
Die tiefe Traurigkeit, der große Schmerz, die Selbst-Verzweiflung:
Wie viel kleiner ist all das geworden
und wie viel größer die Lust am Lernen!

Die Freude daran, die Vielfältigkeit der Welt zu beobachten:
Wie sehr ist das gewachsen.

Darüber freuen wir uns!
Und wir sind dir dankbar.
Ja, dankbar!

Denn Anke, weißt du: Was du machst, ist sehr mutig.

Du sagst nicht: Alle Anderen müssen besser werden,
klüger, verständiger, weiser, gütiger.

Sondern du sagst:
Ich glaube, ich muss noch besser werden.
Und dann gehst du mit Fleiß daran, das zu tun.

Ich bin sicher: Du weißt nicht, wie bedeutend das ist!
Aber so wenig Menschen auch so wie du handeln,
so sehr zählt doch jeder Einzelne.

Jeder Einzelne, der sich zu verbessern sucht! 
Der versucht, das, was schon gut in ihm ist,
noch besser werden zu lassen:
Der trägt dazu bei, dass die Menschheit lebt und überlebt.

Wäret ihr nicht: Es gäbe kein Halt vor Gewalt, Ausbeutung, Zwang.
Ja, selbst Kriege und Morde ließen sich nicht aufhalten.

Die den Frieden suchen, werden die sein, die selig werden!

Damit ist nicht gemeint, zu Jedem lieb und nett zu sein.
Denn das ist kein Frieden,
wenn man im Herzen grollen muss, weil Unrecht geschieht.

Frieden suchen ist ganz anders gemeint: Gerechtigkeit suchen.

Du gehörst zu den ganz Wenigen,
die die Gerechtigkeit nicht zuerst von den Anderen fordern.

Sondern auf sich schauen und überlegen:
Was ist für mich Gerecht, zu tun? 
Wir danken dir alle.

Und nun nach dieser kleinen Predigt von mir
bitte deine erste Frage.

A. Hat es karmische Gründe, dass ich Angst vor den Männern habe,
die ich anziehe?

E. Ja, hat es!
Oder anders formuliert. 
Die Männer, die du anziehst: Das hat karmische Gründe.
Die Angst als solche ist einfach nur die logische Konsequenz davon.
Ja?

A. Hm.

E. Also, die Männer, die du anziehst,
diese Art, die ist die Folge:
Karmischen Mustern zu folgen, Erwartungen zu haben,
die sich keinesfalls mehr wiederholen müssten,
wenn sie dir bewusst sind.

Ihr solltet hier noch arbeiten!
Das weißt du im Grunde.

A. Ja.

E. Ja, schau!
Und das ist schön, dass du das jetzt auch formulierst.
Und dass du jetzt sagst:
Das ist etwas, das brauche ich doch eigentlich nicht.
Dann möchte ich es weg haben.
So viel weiter hast du dich entwickelt!
Ist das nicht wunderbar?

A. Hm.

E. Ja. Deine nächste Frage?

A. Alle wollen mich verheiraten.
Ist das auch eine Blockade?

E. Es ist keine Blockade, sondern es ist eine Resonanz!

Die Resonanz auf eine ungewöhnliche Frau,
die in ihrem Äußeren einen Wert hat,
der heute sehr, sehr selten geworden ist:
nämlich eine natürliche Bescheidenheit zu zeigen.
Bescheidenheit im positiven Sinn!

Du bist bereit, dich anzupassen statt aufzuspielen.
Du bist bereit, einen Schritt zurück zu gehen,
statt ganz weit vor allen Anderen zu stehen.

Du bist positiv bescheiden,
ohne – und das ist wichtig, hier hat sich etwas verändert –
Jemand zu sein, der gar nichts von sich hält.

Und dieses bescheidene, angenehme Wesen:
Das im Übrigen eine Traditionen ist,
die im Taoismus und Buddhismus als heilig gilt!

Und wenn du mal darauf achtest,
wie buddhistische Menschen sich benehmen:
Dann wirst du feststellen,
dass das viel Ähnlichkeit mit deinem Verhalten hat,
das du zeigst, Anke.

Diese Bescheidenheit, die andere Völker für etwas Heiliges halten,
etwas äußerst Erstrebenswertes und für hohe Kultur!
Die führt bei den Menschen deiner Kultur dazu, dass sie meinen:
Du bräuchtest Schutz.

Und darum sinnen sie darauf,
dich in den Schutz eines starken Mannes zu bringen!

Nun wissen wir Beide, dass das nicht dein Ansinnen ist!

Wir wissen auch Beide, dass du
– obwohl du bescheiden bist –
du durchsetzungsstark bist.

Und obwohl du freundlich bist,
dich auch ganz gezielt zu wehren weißt!
Das deutet man falsch! 
Verstehst du?

A. Hm.

E. Also es ist weniger eine Verstrickung von dir
als vielmehr ein kulturelles nicht Verstehen.

Aber verstehst DU es denn?
Weißt du um den Wert deiner Bescheidenheit?
Ich fürchte nicht!

A. Nein.

E. Diese Art, zu sein, Anke,
die wirst du nie ablegen!
Denn deine Seele ist diese Art, zu sein:
freundlich, unaufdringlich
und auf gar keinen Fall überheblich, laut und manipulierend.

Die hast du dir aus anderen Inkarnationen mitgenommen!
Und falls es eure Zeit erlaubt,
hielte ich es für sehr gut:
Ihr würdet in eine Inkarnation gehen,
die keinesfalls Schwere hat oder Verstrickungen oder Blockaden.

Sondern die dir zeigt,
wie gut und schön deine Bescheidenheit ist:
Heilig!

Das wäre für dich, so meine ich, der beste Schutz,
dich von den Ansichten der wohl meinenden Menschen
nicht irritieren zu lassen.
Ja?

A. Ja.

E. Aus meiner Sicht ist es ein bisschen so!
Stell es dir nun einmal vor: Du kennst den Dalai Lama, nicht wahr?

A. Hm.

E. Er ist sympathisch, nicht wahr?

A. Ja.

E. Ja!
Und er ist bescheiden.
Oh ja, er ist bescheiden – wie du.
Jetzt stell dir vor:
Der hätte kein Mönchs-Gewand,
hätte auch nicht den Kopf kahl geschoren.

Sondern er wäre einfach ein Asiat in einem Anzug,
wenig auffallend, aber adrett.

Und er käme in seiner freundlichen, bescheidenen,
zurückhaltenden Art in ein Großraumbüro.
Und dort würde er erzählen:
Nein, eine Frau hätte er nicht.

Was glaubst du?

A. Hm.

E. Ja, siehst du!
Wenigsten Zweidrittel aller Anderen würden versuchen,
ihn unter die Haube zu bringen.
Verstehst du?

A. Ja.

E. Ja. Das ist der Grund.
Kein Anderer.
Einverstanden?

A. Ja.

E. Gut. Gibt es noch eine Frage?

A. Ja.
Gibt es noch weitere Blockaden,
die jetzt geheilt werden können?

E. Ja.
Ich sprach schon über die Blockade,
im Herzen eines anderen Menschen Platz zu nehmen.
Auf der einen Seite sehnst du dich nach solcher Möglichkeit,
auf der anderen Seite erschreckt es dich.

Und das wäre mir ein sehr, sehr großes Anliegen, Anke.
Ja?

A. Ja.

E. Also, es gibt nach meiner Empfehlung
für euch durchaus zwei Inkarnationen,
die behoben werden müssen.
Einverstanden?

A. Ja.

E. Gut.
Was ich nicht als karmisch sehe,
aber was ich vielleicht empfehlen möchte,
denn es gehört auch
– wenn auch am Rande –
zum Thema Blockaden:

Anke, dass du medial bist, das ist schon klar.
Dass du aber nicht recht weißt:
wozu, warum und für wen!

Das ist schon auch eine Blockade, die dich hemmt:
Die Medialität so wichtig zu nehmen,
wie sie es verdient hätte.

Für dich selbst magst du es schon versuchen!
Aber da kommt dann wieder die Geschichte mit dem Herzen
und so eng soll es auch nicht sein.

Für andere Menschen:
Da hast du schon eine Scheu und großen Respekt.
Gerade du, die du immer die Sorge trägst:
etwas Falsches zu sagen, Falsch verstanden zu werden.

Du sollst etwas sagen,
wo du selbst nicht weißt,
ob das stimmt oder du fantasierst.
Das scheint dir sehr schwierig!

Aber weißt du, Anke, so funktioniert Medialität auch nicht!
Die funktioniert immer da am Besten,
wo sie mit einer natürlichen Liebe und Hingabe
zu bestimmten Gruppen verbunden ist.

Ich möchte dir das an Uta erklären!
Sie hat von Kindheit an in ihrem nächsten Umfeld Todesfälle erlebt:
Den Schmerz, den das bei den Hinterbliebenen machte,
und die Angst, die Sterbende hatten.

Und selbstverständlich sind ihr gerade diese Trauernden
am Nächsten.
Da ist sie mit ganzer Liebe dabei und nur so
– über den Weg des Kontaktes mit Trauernden und Verstorbenen –
war es uns überhaupt möglich:
Sie davon zu überzeugen, dass sie ihre Medialität ausüben sollte.

Also zuerst war da das Mitgefühl mit dieser Gruppe
Menschen und Seelen.
Und dann auch die Bereitschaft,
die Medialität in sich zu erweitern und auszubilden
und als nächsten Schritt dies auch zu tun.

Wenn ich auf dich schaue, dann sehe ich Jemanden,
der eine bestimmte Gruppe Lebewesen ganz besonders liebt.

Das sind nicht unbedingt die Menschen.
Später vielleicht…
Aber zur Zeit sind es die Tiere.
Ist es so?

A. Ja.

E. Tiere können nicht sprechen, nicht wahr?

A. Nein.

E. Doch! Für Mediale können sie das.
Anke, ich schlage es nur vor!
Denk nur einmal darüber nach:
Wie wäre es, wenn deine Medialität dazu dienen könnte,
Tieren Sprache zu geben?

Wenn du der Vermittler zwischen der Seele
eines Tieres und eines Menschen wärest?

Magst du darüber nachdenken, ob da genug Liebe wäre?
Wir werden sehen, ja?

A. Ja.

E. Gut, Anke.
Hast du noch eine Frage heute Abend?

A. Wo liegt die Ursache, dass ich nicht gut sehe?

E. Anke, es gibt keine psychische Ursache.
Es ist einfach eine Veranlagung.
Ja?

A. Ach so.

E. Ja. Es ist ja zu dumm,
aber ihr habt alle nicht das beste Modell!
Jeder hat so ein Defizit.
Mach dir nicht allzu viel Sorgen.
Aber trainiere deine Augen auch.
Ja?

A. Ja.

E. Gut.

A. Wie schaffe ich es, „Ja“ zu meiner Schönheit zu sagen?

E. Anke, ehe du nicht erlaubst,
dass Jemand sein Herz ganz weit aufmacht!

Und du Angst hast, dich dann da hinein zu setzen, wird das nichts!

Das hängt zusammen, verstehst du?

Wenn du so schön bist, dass jemand zu dir sagt:
„Ohne dich kann ich nicht leben!“

Merkst du das: Wie dich das erschreckt?

A. Ja.

E. Da werdet ihr Morgen dran zu tun haben.
Ihr sagt es bitte der Uta, dass es darum geht!
Ja?

H: Ja.

E. Es hängt ganz eng zusammen, Anke.
Noch eine Frage?

A. Eine Letzte.
Worauf kann ich achten,
um die Beziehung zu meinem Bruder zu festigen?

E. Anke, Zeit lassen!
Lass ihm einfach Zeit!

Bleib, wie du bist: ganz ruhig, ganz wahr.
Lass ihm Zeit!

Nach einer Zeit der Entzweiung,
der Zweifel aneinander, der Vorbehalte
sich wieder zu versöhnen, ist schwierig,
wenn man sich nicht genug Zeit lässt!

Du brauchst auch Zeit.
Im Moment ist es noch so, dass jedes Wort doppelt schwer wiegt.
Noch ist das Vertrauen nicht vollständig zurück erlangt.
Ihr braucht Zeit!
Und ich denke, Anke, dass du das kannst!

A. Hm.

E. Wir freuen uns, dass du milde bist!
Dass du versuchst, eine Zukunft mit ihm anzuvisieren.
Ein Miteinander auf anderer Art, aber ein Miteinander!

Aber auch du musst Zeit bekommen dürfen.
Ja?

A. Hm.

E. Alte Verletzungen, alter Schmerz
lässt sich nicht einfach wegschieben.

Aber Über-Legen, mit guten Erfahrungen darüber legen,
so wie man über einen falschen Pinselstrich neue setzt:
Das ist möglich.
Und dann wird es mit der Zeit ein schönes Bild.
Ganz bestimmt.
Einverstanden?

A. Ja.

E. Gut.
Es ist es wert. Ganz sicher!

Denn das weißt du schon:
Während du deine Familie analysiert hast und verstehen konntest,
warum wer was wie tut oder unterlässt.

Während du sagen konntest:
„Ich trete aus der Nachfolge der Frauen hier raus,
ich mache es so nicht nach!“ 

Da hatte er keine Chance, zu reflektieren, was seine Position ist.

Das ist ein sehr schwerer Stand,
ohne ein gutes Vorbild zu sein.
Und die Angst davor,
mit dem schlechten Vorbild verwechselt zu werden, ist sehr tief.

So tief, dass er selbst nicht weiß:
Ob es nicht vielleicht wahr ist,
dass irgend wo tief in ihm das Gleiche stecken könnte!

Wenn du ihm helfen möchtest
– und ich weiß, das möchtest du sehr – dann:
In dem du ihm hilfst, das an sich selbst wahr zu nehmen,
was ganz anders ist und viel besser als das schlechte Vorbild!
Ja?

A. Ja.

E. Gut. Ich denke, dann sollten wir den Abend beschließen.

Anke, ich habe dir viel gesagt.
Nicht alles hast du jetzt behalten können.
Das macht nichts!

Ich möchte, dass du etwas weißt:
Ich habe es gesagt, ich habe dich in meinem Herzen.
Und das stimmt.

Hier bei mir wohnen wir alle Beieinander.
Hier in meiner Welt gibt es keine Trennung zwischen Ich und Du.
Es gibt ein Zueinander hin, ein Miteinander verschmelzen
und dann ein wieder Auseinander gehen.
So, dass ein neuer Reigen beginnt.
Unablässig sind wir in einem ewigen Miteinander.

Das ist das Paradies, dass ihr alle euch ersehnt!

Das ist die Heimat, die ihr alle vermisst und ein Leben lang sucht!